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Die Geschichte des Geldes. Entwicklung vom Tauschhandel zum Electronic Banking

Hausarbeit 2014 18 Seiten

VWL - Geldtheorie, Geldpolitik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Tabellenverzeichnis

3 Einleitung

4 der Naturaltausch
4.1 der frühe Tauschhandel
4.2 die arbeitsteilige Tauschwirtschaft

5 das Naturalgeld

6 Häck – oder Wägegeld

7 Münzen

8 Papiergeld

9 Bankenwesen
9.1 das erste Buchgeld
9.2 Inflation in Deutschland 1923
9.3 Einführung der deutschen Mark

10 die Erfindung der Kreditkarte

11 electronic banking
11.1 die Geldkarte

12 Einführung des Euros

13 Fazit

14 Literaturverzeichnis

15 Internetquellenverzeichnis

1 Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Verlauf des Dollarkurses, Aktienindex und des Index der Lebenserhaltung vom Oktober 1920 bis Dezember 1923

2 Einleitung

Die Geschichte des Handels durch Geld und Tausch führt bis weit hinter die Epoche vor Christus zurück. Dabei diente das Geld wie heutzutage noch als Wertmesser, Zahlungsund Tauschmittel und war eine grundlegende Basis für einen funktionierenden Handel. Im eigentlichen Sinn hat sich das bis heute nicht geändert, da wir Waren oder Dienstleitungen gegen eine bestimmte Wertigkeit eintauschen. Heutzutage hat sich im Wesentlichen die Auswahl der Zahlungsmöglichkeiten wie beispielsweise durch Überweisungen, Lastschriften und Bezahlung durch Kreditkarten vervielfacht und vereinfacht. Die ursprüngliche Idee, durch den Tausch den Nahrungsbedarf der Familie decken zu können, ist bis heute erhalten geblieben.

Der Grund, warum ich mich für das Hausarbeitsthema „Geschichte des Geldes – Darstellung der Entwicklung vom Tauschhandel zum electronic banking“ entschieden habe, ist vor allem mein Interesse an der primären Tauschidee und der Veränderung der Stabilität des Geldes im Laufe der Jahre. Diese Entwicklung werde ich rückblickend auf die Geldwertigkeit und beginnend mit den Anfängen des Tauschhandels auf den folgenden Seiten erläutern. Im Anschluss daran beschreibe ich die ersten Formen des Zahlungsverkehrs durch Naturalien, Edelmetalle und Münzen und folglich die Einführung des Papiergeldes. Im Hauptteil gehe ich genauer auf das Bankenwesen und das erste Geschäftsbankengeld ein und verdeutliche die Vorteile, die sich insbesondere für die Geschäftsleute ergeben. Infolgedessen analysiere ich die Währungssituation während der Inflation im Jahr 1923 in Deutschland. Bis zum Schlussteil beschreibe ich den Verlauf des bargeldlosen Zahlungsverkehrs in Form von Kreditkarten und elektronischen Geldmitteln und gebe anschließend einen fiktiven Ausblick auf die Zukunft der wirtschaftlichen Geldentwicklung.

3 Der Naturaltausch

3.1 Der frühe Tauschhandel

Der Tausch ist die früheste Form des Handels. Damals waren die Menschen auf ihre täglich eigene Versorgung angewiesen und mussten daher sammeln, jagen oder fischen gehen. Im Fokus war die Beschaffung der Nahrung für die Gemeinschaft, insbesondere für die Familie oder der Dorfgemeinschaft. Für die Vereinfachung der Nahrungssuche sorgte die Arbeitsteilung innerhalb der Gemeinschaft, die jedem Einzelnen spezielle Aufgaben zuteilte, wie zum Beispiel die Beschaffung von Holz für die Behausung. Der Naturaltausch beschränkte sich auf Geschenke, die weniger auf den eigentlichen Wert zielten, sondern eher auf Gaben für das Gemeinwohl, bei denen man keinen Gegenwert verlangte.[1]

3.2 Die arbeitsteilige Tauschwirtschaft

Später entwickelte sich ein größeres Verständnis für die möglichen Vorteile des Tauschhandels. Daher wurde immer mehr arbeitsteilig gearbeitet, um auch von anderen Gütern zu profitieren, deshalb konzentrierte man sich auf seinen Beruf und die jeweilige Begabung.[2] Knappe Güter, die nicht frei verfügbar waren, wurden durch geschicktes Tauschen wettgemacht. Deshalb suchte man sich Tauschpartner, die an einem Gut reichlich zur Verfügung hatten, wie zum Beispiel begabte Jäger, die ihren Eigenbedarf mit Nahrung decken konnten und durchaus noch übriges Fleisch zum Tauschen besaßen. Somit konnte auch der Handwerker im Idealfall seinen Nahrungsbedarf decken und im Gegenzug Knochenwerkzeug oder andere Hilfswerkzeuge eintauschen.[3] Dieser direkte Gütertausch führte aber auch Schwierigkeiten mit sich, wie zum Beispiel den unterschiedlichen Wert der Waren. Beeren vom Sammler hatten eine andere Wertigkeit wie ein Wildschwein vom Jäger. Daher benötigte man feste Vorgaben und Vereinbarungen für einen erfolgreichen Direkttausch.[4] Ein anderes Problem war, dass nicht jeder etwas anbieten konnte, was auch wirklich nachgefragt wurde und somit kein Tauschpartner aufzufinden war. Der eine benötigte beispielsweise Fisch, um seinen Nahrungsbedarf zu decken, aber der Fischer ein anderes Gut, um seine Bedürfnisse zu befriedigen. Diese schwierigen Direkttauschgeschäfte endeten mit der Einführung einer neuen Zwischenwährung, des Naturalgeldes.[5]

4 Das Naturalgeld

Im sechsten Jahrtausend vor Christus gibt es die ersten Anzeichen von Naturalgeld. Dieses wurde wie heute das Geld als Zahlungsmittel angesehen, dabei handelte es sich damals aber um wertvolle und seltene Naturalien wie Salz, edle Steine und Perlen.[6] Je knapper die Ressource in einer Region war, desto geschätzter und höher wurde sie gehandelt. Da aber jedes Gebiet über unterschiedliche Ressourcenvorkommen verfügte, wurden auch in den meisten Regionen verschiedene Gegenstände als Naturalgelder betrachtet.[7] Weltweit beliebte Naturalgelder waren Salz und Vieh.[8] In Mikronesien und Melanesien im Pazifik und in Ostasien wurden die Kauri-Schnecken als auserlesenes Naturalgeld betrachtet, da sie „… klein, leicht zu zählen und zu transportieren …“ waren (Siehe Anhang Abb.1).[9] Auf dem Festland in Westafrika hingegen verwendete man schwere Kupferarmreifen „Manilla“ als traditionelles Zahlungsmittel (Siehe Anhang Abb.2).[10]

Im zweiten Jahrtausend vor Christus wurden im antiken Mesopotamien die ersten Naturalgeldgeschäfte schriftlich auf Tontafeln festgehalten. Dabei wurden auch Edelmetalle wie Gold, Silber und Bronze als Zahlungsmethode eingesetzt.[11]

5 Häck – oder Wägegeld

Anfang des 7. Jahrhunderts vor Christus wurden in China erstmals Handwerkzeuge wie Äxte, Spaten und Messer in Kleinformaten hergestellt und somit als einheitliches Zahlungsmittel verwendet. Dabei musste man sich jedoch auf die Wertmaßstäbe, also die Größe, das Gewicht und den jeweiligen Wert des Gegenstandes einigen.[12] Die Erschwernis war dabei, dass bei keinem Geschäft eine Waage fehlen durfte, da sie das exakte Gewicht ermitteln musste.[13] Häck – oder Wägegeld bezeichnet hierbei das Klein – und Abhacken von Metallen wie Kupfer, Bronze und Silber, die in Barren, Ringe und Stäbe gegossen wurden und infolgedessen genau abgewogen wurden, um die Vereinheitlichung der Währung zu erleichtern. Meistens wurden die Barren abermals verkleinert und in Hackbronze, Hackblei oder Hacksilber geschlagen.[14] Bronzebarren, die bis heute noch verwendet werden, wurden zum damaligen Markenzeichen und zum wichtigsten verfügbaren Metall der Bronzezeit. Aus dem Hackbronze versuchte man linsenförmige und gleichschwere Metallplättchen herzustellen, die von den jeweiligen Herrschern des Landes mit einem Siegel für die Gültigkeit eingraviert wurden. So konnte das Problem des umständlichen Abwiegens der Warengeschäfte gelöst werden und es verbreiteten sich bereits im siebten Jahrhundert vor Christus die ersten Münzen.[15]

6 Münzen

Das Erfindervolk der Geldmünze sind die Lyder, die in Kleinasien unter der Herrschaft des Königs Krösus im Jahr 650 vor Christus die ersten einheitlichen Münzen in Umlauf brachten. König Krösus garantierte die Wertigkeit der Münze durch sein Wappen und das einheitliche Gewicht jeder Münze. Weltweite Berühmtheit erlangte er durch seinen Reichtum, der auf die Goldfunde in seinem Land Lydien zurückzuführen ist. Seine Bekanntheit reicht mit seinem Sprichwort reich wie Krösus bis in die Gegenwart. Mit der Münzverbreitung und - verfeinerung folgten europäische Länder wie Griechenland mit silbernen Münzen, das römische Reich mit der Währung As und die Rhein-Germanen mit unterschiedlichen Münzen (Siehe Anhang Abb.3).[16] Im römischen Reich hatte ab dem ersten Jahrhundert „… der Senat das Prägerecht für die Kupfer - und Messingmünzen; die Münzhoheit für Münzen aus Gold und Silber lag beim Kaiser.“[17] Meistens wurde auf die Vorderseite der Münzen ein Portrait des Kaisers eingraviert und auf die Rückseite zu dieser Zeit wichtige Normen oder architektonische Künste. Ab dem achten Jahrhundert reformierte der König der Franken Pippin III. das Münzsystem, um die Währung in ganz Europa zu vereinheitlichen und die Handelsmöglichkeiten zu verbessern. Auch sein Sohn Karl der Große setzte die Reformen fort und führte den Denar und den Pfennig als neue Münzwährung Europas ein (Siehe Anhang Abb.4 und 5). Karls Sohn Ludwig der Fromme jedoch schaffte den Denar wieder ab. Die Folge war, dass die Dinare und Pfennige wieder ein unterschiedliches Gewicht und eine ungleiche Wertigkeit besaßen.[18]

[...]


[1] Vgl. wissenmedia, im Internet: www.wissen.de, Abfrage vom 7.12.2013, S.2.

[2] Vgl. Jungmann-Stadler, F.: Geld, 2006, S.6.

[3] Vgl. wissenmedia, im Internet: www.wissen.de, Abfrage vom 8.12.2013, S.3.

[4] Vgl. Jungmann-Stadler, F.: Geld, 2006, S.6.

[5] Vgl. Bundesverband deutscher Banken, im Internet: www2.schulbank.de, Abfrage vom 9.12.2013, S.2.

[6] Vgl. Böge, S., im Internet: www.finanzen-heute.de, Abfrage vom 9.12.2013.

[7] Vgl. WDR/SWR, im Internet: www.planet-wissen.de, Abfrage vom 9.12.2013.

[8] Vgl. Jungmann-Stadler, F.: Geld, 2006, S.7.

[9] Vgl. Bundesverband deutscher Banken, im Internet: www2.schulbank.de, Abfrage vom 9.12.2013, S.3.

[10] Vgl. Kreissparkasse Köln, im Internet: www.geldgeschichte.de, Abfrage vom 9.12.2013.

[11] Vgl. Ferguson, N.: Aufstieg, 2009, S.28.

[12] Vgl. Jungmann-Stadler, F.: Geld, 2006, S.10.

[13] Vgl. Bundesverband deutscher Banken, im Internet: www2.schulbank.de, Abfrage vom 10.12.2013, S.4.

[14] Vgl. Fischer, M., im Internet: www.wissen.de, Abfrage vom 10.12.2013.

[15] Vgl. Jungmann-Stadler, F.: Geld, 2006, S.11.

[16] Vgl. Fischer, M., im Internet: www.wissen.de, Abfrage vom 14.12.2013.

[17] WDR/SWR, im Internet: www.planet-wissen.de, Abfrage vom 14.12.2013.

[18] Vgl. WDR/SWR, im Internet: www.planet-wissen.de, Abfrage vom 14.12.2013.

Details

Seiten
18
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783668676367
ISBN (Buch)
9783668676374
Dateigröße
600 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v417979
Institution / Hochschule
EBC Hochschule Düsseldorf
Note
2,0
Schlagworte
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Autor

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