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Die Rolle der Nurse Practitioner in der primären Gesundheitsversorgung der USA

Präsentation 2017 5 Seiten

Pflegemanagement / Sozialmanagement

Leseprobe

Sehr geehrter Hr. Dr. E., liebe Studienkolleginnen und Kollegen ich wünsche einen schönen Nachmittag und möchte euch zu meiner Präsentation herzlich willkommen heißen.

Zu Beginn gebe ich einen kurzen Inhaltsüberblick. Ich befasse mich zuerst, zum besseren Verständnis mit dem theoretischen Teil meines Praktikums, in dem es um die Rolle der Nurse Practitioner in der primären Gesundheitsversorgung in den USA geht, dh. Ich beginne mit meinem definierten Problembereich, stelle das Berufsbild der NursePractitioner allgemein vor, möchte dann ich die praktischen und theoretischen Ergebnisse zusammenfassen und zum Schluß kurz mein Praktikum schildern. Auch möchte ich noch darauf hinweisen, dass ich in weiterer Folge die Bezeichnung Nurse Practitioner abkürze und meistens von NP´s sprechen werde.

Problembereich Zahlen!

Die USA haben im OECD-vergleich mit Abstand das teuerste Gesundheitssystem der Welt und und dennoch erscheinen die USA im Trend mit Perspektive auf Kindersterblichkeit 6% (OECD 4%) und Lebenserwartung 78,8% (OECD 80,6) als Entwicklungsland und bleiben unter dem OECD-Durchschnitt (OECD,2017). Auch bleibt die Entwicklung des Gesundheitszustandes, d.h. die Zeit die ein Mensch gesund verbringt deutlich unter dem Niveau, als es die sozioökonomische Situation des Landes vermuten würde (Murray, 2017a; Murray, 2017b).

Mit der Absicht die sozioökonomische Ungleichheit zu reduzieren und einen generalisierten Versicherungsschutz, mit minimierten Zugangsbeschränkungen wurde 2010 das Patient Protection and Affordable Care Act („Obama-Care“ oder ACA) verabschiedet (Schölkopf & Pressel, 2014). Obama-Care führte zu einem weiteren Problem – den Mangel an Allgemeinmedizinern (Family Physican/General Practitioner) bei gleichzeitiger Erhöhung der versicherten Leistungsbezieher. Im Vergleich des ärztlichen Versorgungsangebotes, Indikator für eine angemessene, regional ausgewogene medizinische Behandlung, zeigt sich schon derzeit, dass im Ländervergleich die USA nur knapp halb so viel praktizierende Ärzte haben wie im europäischen Vergleich. Auffallend ist zudem der exorbitante Überhang an Fachärzten (88%), da viele Mediziner aufgrund der besseren Bezahlung eine Spezialisierung anstreben (OECD, 2017, Schmitt-Sausen, 2012). Zudem sind altersbegründete Verluste der Mediziner zu erwarten, denn fast die Hälfte der Ärzte älter als 50 Jahre ist (Schmitt-Sausen, 2013).

Bespielhaft verdeutlicht Massachusetts das Problem indem hier ein nahezu lückenloser Versicherungsschutz eingeführt wurde, aber keine Versuch unternommen wurden das Angebot der Primärversorgung zu erhöhen. Das Resultat dieses Versäumnisses findet sich in den Wartezeiten um einen Arzt zu sehen, durchschnittlich wartet die Bevölkerung hier 46,9 Tage – ein kritischer Wert in Hinblick auf den akuten Bedarf an Versorgung in diesem Bereich (Merritt, Hawkins & Miller, 2004; Moore 2017). Gebiete mit einem schlechten Zugang zu Primärversorgung zeigen zudem eine signifikant höhere Rate Notfalleinrichtungen aufzusuchen sowie der Inanspruchnahme an stationärer Versorgung und zeigt sich in Kostenexplosionen in diesem Sektor (Moore, 2017). Vor allem sozialschwache Minderheiten sind von von der schlechten Versorgung betroffenIn der US-Hauptstadt Washington praktizierten rund 3000 Mediziner, jedoch nur 3% haben ihre Praxis in Stadtgebieten mit schwacher sozialer Struktur (Schmitt-Sausen, 2012; Shi et al., 2004; Starfield & Shi, 2004).

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Details

Seiten
5
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668672512
Dateigröße
450 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v416218
Note
Schlagworte
rolle nurse practitioner gesundheitsversorgung

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Titel: Die Rolle der Nurse Practitioner in der primären Gesundheitsversorgung der USA