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Seleukiden in Babylonien. Eine rein pragmatische Herrschaft?

Hausarbeit 2016 23 Seiten

Geschichte - Weltgeschichte - Altertum

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkurzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Machtubernahme in Babylonien

3. Babylonien als Schlusselprovinz

4. Strukturelle Elemente Babyloniens vor der Seleukidenara

5. Machtausubung in Babylonien
5.1. Kontinuitatslinie
5.1.1. Satrapienverwaltung
5.1.2. Traditionen
5.1.3. Sprache
5.2. Intention, Ziele und Erfolge

6. Pragmatismus oder doch Identifizierung?

7. Fazit

Literaturverzeichnis

Quellen

Sekundarliteratur

Abkurzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Das Seleukidenreich war eines der Diadochenreiche, die sich aus dem gewaltigen Alexanderreich nach dessen Tod gegen Ende des 4. Jahrhunderts vor Christus bildeten. Seleukos I., gleichzeitig der Namensgeber der Dynastie der Seleukiden, setzte sich im Vorderen Orient als Konig durch und begrundete das Reich durch etliche militarische Erfolge gegen Antigonos, ebenfalls ein Ale- xander-Diadoche. Mit dem Einmarsch 311 v. Chr. und der Eroberung Babyloniens[1] begann die Phase der Machtubernahme Seleukos I. Mit dem Tod Antigonos I. 301 v. Chr. etablierte er sich endgultig als Konig und Herrscher im Vorderen Orient.[2] Uber zwei Jahrhunderte herrschten die Seleukiden uber ein riesiges Imperium, das die heutigen Staaten Turkei, Syrien, Libanon, Irak, Kuwait, Afghanistan, Iran, Armenien, Tadschikistan, Usbekistan und Turkmenistan einschloss.[3] Mit dem Einfall der Parther ins Reich in der Mitte des 2. Jahrhunderts fangt das Machtgebilde hingegen an zu brockeln. Letztendlich wurde das Ende der Seleukidenherrschaft 64 v. Chr. durch das Romische Reich besiegelt.[4]

Das Seleukidenreich ist durchaus als Imperium zu bezeichnen, da verschiedene Merkmale zutref- fen. Generell ist es schwierig eine eindeutige Definition fur den Begriff Imperium zu finden, je- doch sind in Bezug auf das Seleukidenreich einige Faktoren richtungsweisend. Gehler und Rol- linger[5] kennzeichnen ein Imperium unter anderem durch einen hierarchischen und monarchischen Aufbau, eine polyethnische und multireligiose Sozialstruktur sowie eine Zusammenarbeit mit In­digen. Die genannten Merkmale treffen auch nach Sherwin-White und Kuhrt[6] auf das Seleukiden- reich zu. Im konkreten Zusammenhang zum Seleukidenreich sprechen sie ebenfalls von einem Imperium, da eine zentrale Macht ein riesiges Territorium und eine Vielzahl von verschiedenen Gesellschaften beherrschte, die oftmals heterogen in geographischen und kulturellen Aspekten waren. Diese Gebiete wurden mit militarischer Macht dominiert, sprich sie wurden unterworfen, kontrolliert und die Uberschusse der kontrollierten Lander wurden genutzt. Aufierdem bestand das gesamte Territorium aus einem allumfassenden administrativen System.

Um eine effiziente Verwaltung im Reich zu gewahrleisten, wurden das gangige Satrapiensystem und die lokalen Strukturen vergangener Herrscher beibehalten. Jedoch gingen die Seleukiden un- terschiedlich mit ihren Satrapien um.[7] Eine immens wichtige Satrapie stellte das im sudlichen Zweistromland, zwischen Euphrat und Tigris, gelegene Babylonien dar. Denn nach Sherwin- White und Kuhrt bildete sie aufgrund ihrer Bevolkerungsstarke, ihrer uppigen naturlichen Res- sourcen und der zentralen Lage im Reich einen wesentlichen Schlussel zur Kontrolle des ehema- ligen Alexanderreiches.[8] In der vorliegenden Arbeit wird die knapp 180-jahrige Herrschaft der Seleukiden in der Provinz Babylonien genauer beleuchtet. Im Speziellen findet eine Betrachtung des Verhaltnisses von Herrscherfamilie zur indigenen Bevolkerung Babyloniens statt - jedoch wird nicht jeder Seleukidenherrscher isoliert betrachtet, vielmehr wird das Gesamtbild der Seleu- kidenara in Augenschein genommen. Eine solche spezifische Reflektion ist angebracht, da der Umgang mit der indigenen Bevolkerung einen sehr wichtigen Aspekt in der Herrschaftssicherung und Stabilitat einer solch bedeutenden Provinz darstellt. Hierbei spielen die ubernommenen und anerkannten Traditionen, Rituale sowie besonderen Zuwendungen eine besonders starke Rolle. Der Frage, wie genau der Umgang mit der indigenen Kultur war und inwiefern Erfolge verbucht werden konnten, wird vorrangig nachgegangen. Daran anknupfend wird sich dem Problem der Authentizitat angenommen, sprich haben die ubernommenen Traditionen lediglich der Legitima­tion der Herrschaft gedient oder konnten sich die Seuleukidenherrscher neben den rationalen In- teressen sogar damit identifizieren?

Um auf den Untersuchungsgegenstand genauer eingehen zu konnen, wird zunachst ein kurzer Abriss zur Machtubernahme, die Bedeutung der Satrapie und die strukturellen Elemente in Baby­lonien gegeben. Im Anschluss wird die Machtausubung in der Provinz, einschliefilich des Ver­haltnisses zur Bevolkerung, die Ziele und die Erfolge, dargelegt. Diese Analyse dient der anknup- fenden Diskussion uber die Authentizitat der Herrschaft in Babylonien.

Die Arbeit stutzt sich uberwiegend auf literarische Quellen und auf die Sekundarliteratur. Als grundlegende babylonische Quelle ist Berossos[9] zu nennen, dessen Werk Babyloniaca, auf Grie- chisch verfasst, nur durch Zitate und Exzerpte bekannt ist, sodass hierfur das Heranziehen der Sekundarliteratur als Notwendigkeit gilt.[10] Weitere wichtige literarische Quellen, jedoch die grie- chische Perspektive widergebend, sind die Uberlieferungen von Diodorus und Strabon. Aufierdem besitzen die in Keilschrift verfassten Astronomischen Tagebucher und die Babylonischen Chro- niken Relevanz fur die vorliegende Ausfuhrung. Die verschiedenen Forschungspublikationen von Sherwin-White und Kuhrt, Plischke, Schnabel, Kreissig und Pirngruber sind fundamental.

2. Machtubernahme in Babylonien

320 v. Chr., drei Jahre nach Alexanders Tod und kurz nach dem ersten Diadochenkrieg, traten die Regelung der Reichsverwaltung in Kraft. Seleukos wurde von Antigonos die Satrapie Babylonien zugesprochen. Antigonos, der wahrend des dritten Diadochenkriegs mit Unterstutzung des Seleu­kos ab 316 v. Chr. uber fast ganz Asien herrschte,[11] wurde im Friedensschluss von 311 v. Chr. sein Herrschaftsgebiet endgultig zugestanden. Noch im Jahr 316 v. Chr., in dem Seleukos Anti­gonos in der Schlacht von Gabiene unterstutze, verschlechterte sich das Verhaltnis zwischen bei- den zunehmend, sodass Seleukos sich gezwungen sah seine Satrapie aufzugeben, um ins Exil nach Agypten zu fliehen.[12]

Mit militarischer Unterstutzung des Ptolemaios wagte Seleukos 311 v. Chr. von Syrien aus einen Vorstofi nach Babylonien.[13] Die Bewohner Babyloniens empfingen ihn uberaus freundlich, da er sich in den vier Jahren als Satrap sehr beliebt gemacht hatte und sich dadurch den Ruckhalt der Bevolkerung einholte, sodass sie sich sogar auf seine Seite gegen Antigonos stellten.[14] Auch dadurch bedingt, dass Antigonos durch die Plunderung und Brandschatzung Babylons sehr unbe- liebt war.[15]

309 v. Chr., so lasst es sich aus den Darstellungen der Geschehnisse deuten, errang Seleukos den endgultigen Sieg uber Antigonos um die Herrschaft in Babylonien.[16] Die keilschriftliche Konigs- liste[17] gibt den ersten Hinweis auf eine seleukidische Datierung aus dem Jahr 304/305 v. Chr., jedoch ist dort erwahnt, dass es sich um das 7. Jahr der Seleukidenara handelt.[18] Dennoch trug Seleukos erst im Jahr 305/4 oder 306/5 v. Chr.[19] die Konigswurde.[20]

Von Beginn der Regentschaft an galt es die gewonnene Provinz zu sichern und zu stabilisieren, denn das politische Klima war nach der Eroberung durch Alexander aufgrund seines fruhen Todes und der dadurch ausgelosten Thronstreitigkeiten sehr chaotisch in Babylonien. Uber fast zwei Jahrhunderte hinweg gelang es ihnen durchaus.[21] Wie genau sie fur Stabilitat in ihrer Kernprovinz sorgten, wird im weiteren Verlauf dargelegt.

3. Babylonien als Schlusselprovinz

Babylonien, die erste zugewiesene und auch nach der Flucht ins Exil die erste eroberte Satrapie, war zum einen das beliebteste Territorium Alexanders und zum anderen auch der Schlussel zur Expansion sowie zur Stabilisierung des zukunftigen Seleukidenreichs. Von Babylonien aus ging der Erfolgszug des Seleukos weiter in die „Oberen Satrapien“[22], mit dem Ziel die territoriale Nachfolge Alexanders antreten zu konnen.[23]

Wieso Babylonien als Schlussel zum expansionistischen und stabilisierenden Erfolg galt, hatte mehrere Grunde. Erstens wurde Babylonien als das Tor nach Osten angesehen, denn alle wichti- gen West-Ost-Verkehrswege verliefen durch Babylonien. Das Strafiennetz im ehemaligen Achai- menidenreich und Alexanderreich war generell umfassend ausgebaut, sodass die Seleukiden da- von nur profitieren konnten, indem sie auf bekannte und funktionstuchtige Strafienverbindungen zuruckgriffen und diese allenfalls ausbauen oder erneuern mussten.[24] Diese gunstigen Transport- verbindungen waren ebenso fur den zweiten Aspekt grundlegend. Denn zweitens war Babylonien auch dank der guten Infrastruktur eine wirtschaftliche Macht, besonders ist hier das Seidenstra- fiennetz zu nennen, denn einige Routen verliefen in Ost-West-Richtung durch Babylonien.[25] Ge- nerell war die Satrapie reich an Ressourcen. Hierzu zahlen beispielsweise Gold sowie andere

Edelmetalle am Persischen Golf, als Baumaterial genutzte Gesteine in den Grenzgebieten im Wes- ten und Osten oder landwirtschaftliche Guter durch die wasserspendenden Flusse Euphrat und Tigris. Aber auch die hohe Bevolkerungszahl war immens wichtig, sodass die genannten Eigen- schaften dem machtorientierten Anliegen der Seleukiden entgegenkamen.[26] Der Seehandel mit Indien, vor allem mit Holz, Gewurzen und einzigartigen Edelsteinen, starkte ebenfalls den wirt- schaftlichen Sektor und stieg zum wesentlichen Moment des seleukidischen Osthandels auf.[27] Drittens war die zentrale Lage im Reich ein immens wichtiger Faktor der Satrapie Babylonien, um von dort aus expandieren zu konnen und um das gesamte Herrschaftsgebiet zu stabilisieren - ob mit naturlichen Ressourcen oder im Kriegsfall mit Truppen. Im Prinzip war diese strategisch gunstige Position entscheidend fur die beiden vorgenannten Aspekte, die wirtschaftliche Starke durch den Guterimport und -export sowie fur die militarischen Operationen aufgrund der guten Wegeverflechtungen.

4. Strukturelle Elemente Babyloniens vor der Seleukidenara

Nachdem die okonomische und topographische Bedeutung Babyloniens fur das gesamte Reichs- gebiet erlautert wurde, werden im folgenden Kapitel sozialgesellschaftliche Strukturen vor der Seleukidenara skizziert, da diese fur die Machtausubung und den Umgang mit den indigenen Tra- ditionen und der Bevolkerung fundamental sind.

In Babylonien befanden sich die altesten stadtischen Zentren und die am starksten urbanisierte Kultur der Antike. Beispiele fur diese urbanen Zentren sind Babylon, Ur, Uruk und Kis. Jedes urbane Zentrum bildete einen sogenannten Tempelstaat, d.h. die jeweilige Stadt besafi ihre eigene lokale Gottheit[28], der der Haupttempel der Stadt geweiht war. Die Administration der Stadt und des umgebenen Landes oblag demnach dem Heiligtum, dem shatammu, dem Tempelverwalter - und dies uber Jahrhunderte im Kern unverandert.[29]

Unter den verschiedenen Fremdherrschern waren die lokalen Untereinheiten pihatu[30], eine Auf- gliederung der Provinz. Die Tempelstaaten, die Teil der lokalen Untereinheiten sind, wurden den- noch autonom verwaltet, vor allem in wirtschaftlichen Angelegenheiten, was sie jedoch nicht von der Abgabenpflicht ausschloss. Trotz der beiden unterschiedlichen Modelle waren beide komple- mentar zueinander und koexistierten unter klaren Abgrenzungen.[31] Die „Schaffung“ der Satrapie Babylonien als Verwaltungseinheit erfolgte erst wahrend der Achamenidenherrschaft.[32]

5. Machtausubung in Babylonien

Die im vorangegangenen Kapitel sozialgesellschaftlichen Strukturen blieben ebenfalls grofiten- teils in der Seleukidenzeit bestehen. Im Prinzip nahmen die Seleukiden eine indirekte Herrscher- rolle in Babylonien ein. Nach Geiss[33] bedeutet indirekte Herrschaft[34], dass das beherrschte Gebiet, das beherrschte Volk seine lokalen Machtstrukturen beibehalt. Dennoch sind dem Herrscher so- wohl im Kriegsfall Truppen zur Verfugung zu stellen als auch generelle Abgaben zu verrichten. Wie kontinuierlich der seleukidische Umgang mit den indigenen Traditionen sowie der babyloni- schen Gesellschaft war und was sie damit intendierten, wird in diesem Kapitel, auch unter Be- rucksichtigung der spezifischen Beispiele des Borsippa-Zylinders und den Astronomischen Ta- gebuchern, detailliert dargelegt. Weiterhin findet eine zusammenfassende Beurteilung der Bemu- hungen statt.

5.1. Kontinuitatslinie

Lange ging die Forschung von einem Bruch der Kontinuitat von den Achameniden zu den Seleu­kiden aus. Aufgrund der jungsten ubersetzten Keilschrifttexte entwickelte sich die Forschung im Bereich einer beibehaltenen Kontinuitat zu vorangegangenen Herrschern der Seleukiden in Ba­bylonien weiter.[35]

5.1.1. Satrapienverwaltung

5.1.1.1, Aufbau der Satrapie Babylonien

Ein erstes Indiz ist die Beibehaltung der verwaltungsorganisatorischen Strukturen aus den Vor- gangerreichen. So wurde Babylonien als administrative Satrapie aus der Achamenidenara uber- nommen. Der Satrap wurde vom Konig und seiner Familie bestimmt, beispielsweise ernannte Antiochos I. seinen Seleukos zum Satrap von Babylonien.[36] Weiterhin behielten die Seleukiden die Untereinheiten der Satrapie bei, die pihatu, wie es schon im Neu-Assyrischen-, im Neu-Ba- bylonischen- und Achameniden-Reich etabliert war.[37] Die Verwaltung einer pihatu wurde an ei- nen koniglichen Offiziellen ubertragen, der teilweise unabhangig zum Satrap gestellt war. Dies ist an Korrespondenzen, die direkte Befehle vom Herrscher an den lokalen Verwalter enthielten, festzumachen. Der Umweg uber den Satrapen fiel hierbei weg.[38] Zu diesen Untereinheiten konnte sowohl das Konigsland als auch das Tempelland gehoren. Verwaltungstechnisch war das Tem- pelland im Prinzip eine lokale Einheit, was vom Seleukidenherrscher an den jeweiligen autono­men Tempel zur Verwaltung ubergeben wurde und fiel nicht in die Zustandigkeit des koniglichen Offiziellen, der fur eine pihatu abgesandt wurde. Jener war ausschliefilich fur seine Untereinheit zustandig, also fur das lokale Konigsland, welches nicht als Tempelland deklariert wurde.[39] Die Verwaltung und die innere Organisation der Untereinheiten fielen meistens an lokale Eliten. Auch hier ist eine Kontinuitat festzustellten, denn das Amt des shatammu, des Tempelverwalters, blieb bestehen, der ebenfalls vom Konig direkte, an Bevolkerung gerichtete Anweisungen erhielt. Ihm wurde, wie auch schon bei den Vorgangern der Seleukiden, ein „Gesandter“ des Hofes, ob Grie- che oder nicht-Grieche, zur Seite gestellt, der sich um zivile Angelegenheiten der Stadt kummerte. Obendrein reprasentierten konigliche Funktionare, sowohl griechische als auch babylonische, die zentrale Macht und sorgten fur die Autonomie der Stadte.[40]

Dies ist in Anbetracht der Tatsache, dass die Bevolkerungsstruktur in Babylonien schon zu Beginn der Seleukidenzeit durchaus kulturell vielfaltig zusammengesetzt war und dass es auch vor der seleukidischen Eroberung schon Griechen in babylonischen Stadten gab, erstaunlich, da eine Neu- gliederung der Stadte nach griechischer po/is-Struktur ausblieb. Exemplarisch hierfur steht Baby­lon, weil dort eine grofiere griechische Gemeinde nachzuweisen ist.[41]

[...]


[1] Die territoriale Bezeichnung Babylonien wird in der vorliegenden Arbeit im politischen Kontext - als Satrapie - verwendet. Es ist das Gebiet im sudlichen Zweistromland gemeint, sprich die ungefahre Nord-Sud-Erstreckung betragt die Distanz vom 34. Breitengrad bis zum Persischen Golf. In literarischen Quellen der Antike wurde der territoriale Begriff Babylonia (Babylonien) unterschiedlich verwendet, unter anderem als das Gebiet der Stadt Ba­bylon oder auch als politische Satrapie seit der Achamenidenzeit; Baumstark, Anton: Babylonia, in: Paulys Real- Encyclopadie, Band 2, II, Stuttgart 1896, Sp. 2700 - 2718, hier Sp. 2700f.; Oelsner, Joachim: Babylonia, in: Der neue Pauly, Band 2, Stuttgart 1997, Sp. 387 - 388.

[2] Sherwin-White, Susan und Kuhrt, Amelie: From Samarkhand to Sardis, A new approach to the Seleucid empire, London 1993, URL: http://books.google.de/books?id=IZ65PED6ykMC&lpg=PP1&hl=de&pg=PA149 #v=onepage&q&f=false (28.12.2016), S. 9ff.

[3] Sherwin-White, Susan: Seleucid Babylonia: a case study for the installation and development of Greek rule, in: Kuhrt, Amelie und Sherwin-White, Susan (Hrsg,): Hellenism in the east, the interaction from Syria to Central Asia after Alexander, Berkeley 1987, S. 1-31, hier S. 2f.

[4] Kinder, Hermann und Hilgemann, Werner: DTV-Atlas Weltgeschichte, Band 1: von den Anfangen bis zur franzo- sischen Revolution, Munchen 2011, S. 69.

[5] Gehler, Michael und Rollinger, Robert: Imperien und Reich in der Weltgeschichte, Epochenubergreifende und glo- balhistorische Vergleiche, Teil 1: Imperien des Altertums, Mittelalterliche und fruhneuzeitliche Imperien, Wiesba­den 2014, S. 5.

[6] Sherwin-White und Kuhrt, S. 40.

[7] Plischke, Sonja: Die Seleukiden und Iran: Die seleukidische Herrschaft in den ostlichen Satrapien, Wiesbaden 2014 (Classica et Orientalia Band 9), S. 315; Sherwin-White und Kuhrt, 1993, S. 45.

[8] Strabo 16, 1, 8: 739 - 16, 1, 9: 740; Sherwin-White und Kuhrt, S. 10.

[9] Berossos war ein babylonischer Priester des Gottes Marduk und lebte in turbulenten Zeiten. Er erlebte die Phase von der Eroberung Babylons durch Alexander des Grofien bis zur Etablierung des Seleukos I. Somit berichtet er in

seinem Werk Babyloniaca teilweise aus erster Hand. Im weiteren Verlauf der Ausarbeitung wird nochmals detail- lierter auf Berossos und sein Werk eingegangen; Schwartz, Eduard: Berossos 4), in: Paulys Real-Encyclopadie, Band 3, Stuttgart 1897, Sp. 309 - 316; Pongratz-Leisten, Beate: Beros(s)os, in: Der neue Pauly, Band 2, Stuttgart 1997, Sp. 579 - 580.

[10] Schnabel, Paul: Berossos und die babylonisch-hellenistische Literatur, Leipzig 1923, S. 3.

[11] Diod. 19, 15, 6 und 19, 17, 2.

[12] Diod. 19, 56, 1 und 19, 86, 4; Plischke, S. 18f.

[13] Diod. 19, 80, 3-5 und 19, 81-84.

[14] Diod. 19, 91, 1-2.

[15] BM 36313; Mehl, Andreas: Seleukos Nikator und sein Reich, 1. Teil: Seleukos' Leben und die Entwicklung seiner Machtposition, Lovanii 1986 (Stdia Hellenistica Band 28), S 132.

[16] Plischke, S. 20.

[17] Mehrere in Keilschrift verfasste Texte listen die chronologische Abfolge der Konige von Babylonien und Assyrien auf. Der Quellenwert ist sehr hoch einzuschatzen; Sachs, A. J. und Wiseman, D. J.: A Babylonian King List of the Hellenistic Period, Cambridge 1954 (British Institute for the Study of Iraq Vol. 16, No. 2), S. 202 - 2, hier S. 202.

[18] BM 35603; Sachs und Wiseman S. 204; Plischke, S. 21.

[19] Aufgrund der Postdatierung ist eine unterschiedliche Jahreszahlnennung moglich.

[20] BM 35603 und BM 32286; Mehl, S. 147f.

[21] Kuhrt, Amelie: Berossus' Babyloniaka and Seleucid Rule in Babylonia, in: Kuhrt, Amelie und Sherwin-White, Susan (Hrsg,): Hellenism in the east, the interaction from Syria to Central Asia after Alexander, Berkeley 1987, S. 32-56, hier S. 52.

[22] Als die Oberen oder auch ostliche Satrapien wurden die Gebiete ostlich des Zagrosgebirges bezeichnet. Aber selbst hier herrscht in den Quellen kein Konsens. Selbst Diodor zieht unterschiedliche Grenzlinien: An einer Stelle (20,47, 5) zahlt er die Landereien ostlich des Tigris und an anderer (18, 39, 6) sogar das Zweistromland, also auch Baby­lonien, zu den Oberen Satrapien.

[23] Sherwin-White und Kuhrt, S.9ff.; Plischke, S. 193f.

[24] Plischke, S.88f.; ebd. S. 319.

[25] Richter, Will: Seide, in: Der kleine Pauly, Band 5, Munchen 1975, Sp. 77 - 78; Hollmann, Thomas Ottfried: Die Seidenstrasse, Munchen (Beck'sche Reihe Band 2354) 2007, S. 7f.

[26] Baumstark, Sp. 2704; Plischke, S. 93; Sherwin-White und Kuhrt, S. 10.

[27] Plischke, S. 193; Sherwin-White und Kuhrt, S. 13.

[28] Bspw. war Marduk der Gott von Babylon. Mit dem Bedeutungszuwachs der Stadt stieg auch das Ansehen Marduks, sodass er zur wichtigsten Gottheit in Babylonien aufstieg; Plischke, S. 80.

[29] Plischke, S. 79f.; Sherwin-White und Kuhrt, S. 60; Sommer, Michael: Babylonien im Seleukidenreich: Indirekte Herrschaft und indigene Bevolkerung, in: Klio 82 (2000), Heft 1, S. 73-90, URL: http://s3.amazonaws.com/acade- mia.edu.documents/6387551/Sommer_2000_Babylonien_im_Seleukidenreich.pdf?WSAccessKeyId=A- KIAJ56TQJRTWSMTNPEA&Expires=1483977828&Sigaure=%2FDwXry3gnupQ9i3KjCj2um- MqYg%3D&response-content-disposition=inine%3B%20filename%3DBabylonien_im_Seleukidenreich._Indi- rekte.pdf (09.01.2016), hier S. 80.

[30] Die Schreibweise pahatu ist ebenfalls gelaufig.

[31] Sommer, S. 79f.; Plischke, S. 79; Sherwin-White, S. 22; Kreissig, Heinz: Wirtschaft und Gesellschaft im Seleuk- idenreich, Berlin (Schriften zur Geschichte und Kultur der Antike Band 16) 1978, S. 32ff. und 50ff.

[32] Oelsner, Sp. 387.

[33] Geis, Imanuel: Great Powers and Empires: Historical Mechanisms of their Making and Breaking, in: Lundestad, Geir (Hrsg.): The Fall of Great Powers, Peace, Stability, and Legitimacy. Oslo 1994, S. 23 - 43, hier S. 28.

[34] Der Begriff der indirekten Herrschaft wurde ursprunglich im Zusammenhang zum Britischen Empire benutzt, den­noch lasst er sich auf das antike Weltreich der Seleukiden beziehen, wie Sommer in seiner Publikation analysiert hat.

[35] Sommer, S. 73.

[36] Sherwin-White und Kuhrt, S. 47; Plischke, S. 202.

[37] Sherwin-White und Kuhrt, S. 46.

[38] Sherwin-White, S. 22.

[39] Kreissig, S. 32ff. und 50ff.

[40] Sherwin-White, S. 22; Sherwin-White und Kuhrt, S. 144; Van der Spek, R. J.: The Babylonian City, in Kuhrt, Amelie und Sherwin-White, Susan (Hrsg,): Hellenism in the east, the interaction from Syria to Central Asia after Alexander, Berkeley 1987, S. 57 - 74, hier S. 64.

[41] Sherwin-White und Kuhrt, S. 155ff.

Details

Seiten
23
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668655959
ISBN (Buch)
9783668655966
Dateigröße
485 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v415662
Note
Schlagworte
seleukiden babylonien eine herrschaft

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Titel: Seleukiden in Babylonien. Eine rein pragmatische Herrschaft?