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Auswirkungen der Lebensbedingungen auf die psychische Gesundheit von Kindern (mit Ausblick auf das Erwachsenenalter)

Wie wirken sich die Lebensumstände der Familie auf die Gesundheit der Kinder aus?

Hausarbeit 2015 18 Seiten

Soziologie - Kinder und Jugend

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Bedingungsfaktoren für Gesundheit und Krankheit

3. Auswirkungen der Lebensbedingun gen der Eltern auf die psychische Gesundheit ihrer Kinder

3.1. Sozioökonomischer Status

3.1.1. finanzielle Ressourcen

3.1.2. Bildung und Beruf

3.1.3. Migration

4. Ausblick auf das Erwachsene nalter der Kinder mit psychosozialen Belastungen

4.1. Kinder mit gut ausgebildeter Resilienz

4.2. Kinder mit schlecht ausgebildeter Resilienz

5. Fazit

1. Einleitung

Durch die hygienischen Verhältnisse und die stetig besser werdende medizinische Versorgung haben sich die Lebensbedingungen und die gesundheitliche Lage der Bevölkerung in den letzten Jahrzehnten verbessert (vgl. Hurrelmann und Richter 2013, S. 27).

Trotz alldem leiden heutzutage noch viele Menschen, vor allem aber Kinder an der sozialen Ungleichheit in der Gesellschaft und den schwierigen Lebensbedingungen, denen sie ausgesetzt sind, wenn die Lebensumstände der Eltern die Kinder gesundheitlich belasten. Was für eine hohe Auswirkung und Einfluss die soziale Ungleichheit auf das Leben der Menschen und ihrer Kinder hat, zeigt sieb in Dahrendorfs Aussage, der die Ungleichbeitsfrage, als „historisch die erste Frage der soziologischen Wissenschaft" bezeichnet und somit als wichtig geltend macht (vgl. Schwinn 2007, S. 5). Zu der sozialen Ungleichheit gehören viele Aspekte, die ich im Folgenden ansprechen werde. Der Frage, wie sich die Lebensumstände der Familie auf ihre Kinder auswirkt und wie die Kinder aus sozialscbwacben Familien mit der häuslichen Situation, sei es A1mut, Migration, oder psychisch erkrankte Eltern umgehen und ob sie damit zurechtkommen und letzten Endes nicht auch an den Belastungen erkranken, werde ich auf den Grund gehen.

Ich habe mich Anfang dieses Semesters für Medizinsoziologie entschieden, weil mich die Gesellschaft, die Gesundheit und Krankheit in der Gesellschaft und die Soziologie sehr interessieren. Einige Male haben wir das Thema „Ungleichheit" im Seminar angesprochen, welche Auswirkungen dieses auf die betroffenen Menschen hat und wie die Kinder und Jugendliebe darunter leiden. Es hat nicht lange gedauert, da habe ich mir das Buch von Hurrelmann und Richter „Gesundheits- und Medizinsoziologie" gekauft, welches im Seminar oft angesprochen wurde. Das Thema hat mich so interessiert, dass ich anfing, das Buch zu lesen und mich letzten Endes dafür entschloss, meine Hausarbeit über das Thema zu schreiben.

In meiner Hausarbeit gehe ich zu allererst auf die Bedingungsfaktoren für Gesundheit und Krankheit ein. Einleitend zu meinem Thema stelle ich dort die verschiedenen Faktoren vor, die die Gesundheit beeinflussen und die für ein gesundes Leben von Bedeutung sind. Im zweiten Abschnitt werde ich auf den sozioökonomischen Status eingehen, der die Gesellschaft in die Unter-, Mittel- und Oberschicht einteilt und einen wesentlichen Beitrag zu der Gesundheit der Menschen und ihren Kinder gibt. Zu dem sozioökonomischen Status gehören die Schul- und Berufsbildung, die finanziellen Ressourcen, der Berufsstatus und die berufliche Position eines Menschen, welche die Gesellschaft in zwei Hälften teilt (Hurrelmann und Richter 2013, S. 28).

„ Da wir Ungleichheiten des gesellschaftlichen Ranges zumal in der modernen Gesellschaft gewöhnlich mit der beruflichen Position von Menschen verbinden, liegt es nahe, in der Differenzierung von Berufen den Grund der Rangunterschiede zu vermuten." (Schwinn 2007, S. 33)

Im nächsten Abschnitt werde ich jeweils auf diese Punkte eingehen und beschreiben, wie sich die verschiedenen Lebensumständeauf die Gesundheit der Menschen auswirken und wie sehr Kinder mit den Themen konfrontiert werden und welche negativen Auswirkungen diese auf sie und ihr Leben haben.

Für mich noch ein sehr wichtiges Thema ist die Migration, die die Lebensumstände eines Menschen auch sehr beeinträchtigen kann. Ich werde dazu einen kleinen Beitrag geben und auch zeigen, welche Auswirkungen es für die Kinder hat, die plötzlich in ein völlig fremdes Land kommen, die Sprache nicht sprechen, ihr Umfeld und ihre Freunde zurück lassen mussten und neue Kontakte knüpfen müssen.

MMein letzter Abschnitt unterteilt sich in zwei Teile. Ich werde einen Ausblick geben über die Kinder mit guter Resilienz und die Kinder mit schlechter Resilienz. Also Kinder, die eine starke Widerstandsfähigkeit haben und mit den häuslichen Problemen wie Armut, psychisch erkrankte Elternteile gut umgeben können und mit den Lebensumständen klar kommen und sich gut weiterentwickeln und Kinder, die selber meist an diesen Umständen psychisch erkranken und schwer den hohen Belastungen, denen sie tagtäglich begegnen und ausgesetzt sind, Stand halten. Sie verfallen oft in Depressionen, oder äußern ihre Handlungen mit viel Aggressivität.

2. Bedingungsfaktoren für Gesundheit und Krankheit

UUm die Hintergründe für viele Krankheiten, teilweise auch chronische Krankheiten, herauszufinden, gibt es die Bedingungsfaktoren, die „positive oder negative Voraussetzungen für den Gesundheitsstatus beeinflussen" (Hurrelmann und Richter 2013, S. 24). Diese Bedingungsfaktoren lassen sich in drei Gruppen unterteilen. Die personalen Faktoren, die Verhaltensfaktoren und die Verhältnisfaktoren.

Die personalen Faktoren beziehen sich hauptsächlich auf die genetischen Dispositionen, die psychische und körperliche Befassung und die gesellschaftliche Zugehörigkeit und Herkunft. Darunter fallen auch die Behinderungen (vgl. Hurrelmann und Richter 2013, S. 23 f.).

Zu den Verhaltensfaktoren zählt man den Lebensstil, also die Essgewohnheiten, die sportlichen, körperlichen Aktivitäten und die psychische Spannbreite. Hinzu kommt der Alkohol-, Drogen- und Tabakkonsum, das Sexual-, Vorsorge und Hygieneverhalten, aber auch das Selbstvertrauen und die Selbstwirksamkeitsüberzeugung (ebd.).

DDie Verhältnisfaktoren beinhalten den sozioökonomischen Status, die Arbeitsbedingungen, den Migrationsstatus, die Wohnverhältnisse, die Bildungsangebote und die Verkehrssicherheit (vgl. Hurrelmann und Richter 2013, S. 24).

Diese drei Bedingungsfaktoren bilden den Gesundheitsstatus der Bevölkerung. Sie bilden die "Gesundheitschancen von Menschen" (Hurrelmann und Richter 2013, S. 24).

Die Verhaltensfaktoren spielen bei der Gesundheit des Menschen eine große Rolle und haben somit eine große Bedeutung. ,,Sie bilden das Gelenkstück zwischen den personalen und den Verhältnisfaktoren" (Hurrelmann und Richter 2013, S. 25). Das Gesundheitsverha lten beeinflusst unser Leben. Geht es um die Lebensdauer von Männern und Frauen, ist festzustellen, dass Frauen eine längere Lebensdauer erreichen als Männer. Hierbei spielen viele Faktoren eine Rolle, vor allem die genetischen Faktoren und die kulturellen Einflüsse. Frauen weisen meist eine größere Schmerzsensibilität auf, ernähren sich bewusster und gesünder, treiben mehr Sport, haben eine bessere und intensivere Körperwahrnehmung und leben risikoärmer (vgl. Hurrelmann und Richter 2013, S. 26).

Wie man sein Leben führt bzw. führen möchte, entscheidet jeder Mensch selber. Der Lebensstil jeder einzelnen Person, der soziale Status in der Gesellschaft, das Alter und das Geschlecht hängen davon ab. Die individuellen, persönlichen Entscheidungen über das eigene Gesundheitsverhalten werden auch von der sozialen und physischen Umwelt beeinflusst.

Diese Bedingungen prägen sein Gesundheitsverhalten und bilden meist lebenslang anhaltende feste Handlungsmuster, die auch als „Lebensstil" bezeichnet werden.[...] Diese Entscheidungen sind nicht nur Resultat und Ausdruck der subjektiven Auseinandersetzung mit Kö,per und Psyche, sondern ebenso mit sozialer und psychischer Umwelt. Die sozialen Einflussfaktoren wirken als unentrinnbare Verhältnisse von „Außen" auf den Menschen ein und sind ebenso wie innerpersonale Faktoren von ihm nur teilweise beeinflussbar" (Hurrelmann und Richter 2013, S. 27).

3. Auswirkungen der Lebensbedingungen der Eltern auf die psychische Gesundheit ihrer Kinder

IIn den letzten Jahren gab es eine positive Entwicklung in der Verbesserung der Gesundheit und der Lebensbedingungen (vgl. Hurrelmann und Richter 2013, S. 28). Trotz alldem leben wir in einer Gesellschaft, in der die Menschen in Schichten unterteilt werden, soziale Ungleichheit henscht und die unterschiedlichen Lebensbedingungen der Menschen einander trennen.

Die Lebensbedingungen der Eltern wirken sich nicht nur auf ihr eigenes Leben aus, sondern auch auf das ihrer K inder. Zu den Lebensbedingungen zählen vor allem der sozioökonomische Status, die Ausbildung, der Beruf, der Migrationshintergrund und auch das Lebensalter, sowie das Geschlecht. In meinem nächsten Abschnitt werde ich auf einige dieser Faktoren eingehen und erläutern, wie sich diese verschiedenen Faktoren und somit die Lebensbedingungen der Eltern auf die psychische Gesundheit ihrer Kinder auswirkt.

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Details

Seiten
18
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668655911
ISBN (Buch)
9783668655928
Dateigröße
3.8 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v415652
Institution / Hochschule
Fliedner Fachhochschule Düsseldorf
Note
1,3
Schlagworte
auswirkungen lebensbedingungen gesundheit kindern ausblick erwachsenenalter lebensumstände familie kinder

Autor

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