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Hochschulmarketing: Möglichkeiten zur Rekrutierung von Praktikanten und Nachwuchsführungskräften

Hausarbeit (Hauptseminar) 2004 16 Seiten

BWL - Offline-Marketing und Online-Marketing

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsdefinition
2.1 Instrumente des Hochschulmarketings
2.1.1 Hochschulmessen
2.1.2 Praktika
2.1.3 Werkstudenten
2.1.4 Diplomarbeiten
2.1.5 Career Events
2.1.6 Trainee Programm
2.1.7 Workshops

3 Entwicklung des Hochschulmarketings in Deutschland.
3.1 Aktuelle Situation des Hochschulmarketings
3.1.1 Strategien verschiedener Unternehmenstypen
3.1.2 Hochschulmarketing am Beispiel von Kraft Foods
3.2 Ziele des Hochschulmarketings

4 Zukunftsperspektiven für erfolgreiche Hochschulkooperationen

5 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

In vielen Großunternehmen ist die Suche nach geeignetem Führungsnachwuchs

längst nicht mehr eine Verwaltungsangelegenheit sondern wird als systematisches Personalmanagement betrieben. Folglich resultiert die Forderung nach verstärkter Kontaktaufnahme und Kommunikation mit Hochschulen aus der Tatsache, dass hochqualifizierte Absolventen aber auch schon Studierende der Managementnachwuchs der Zukunft sind.

Gerade deshalb ist es sowohl für den mittelständischen Betrieb, als auch den internationalen Großkonzern von existenzieller Bedeutung in diesem Bereich erfolgreiches Personalmarketing zu betreiben, um langfristig neues Wissenspotential im Unternehmen zu sichern.

2 Begriffsdefinition

Das Zauberwort Hochschulmarketing auch College oder Campus Recruitment genannt, ist der umfassende Begriff der alle Maßnahmen und Vorgehensweisen beinhaltet, die dazu beitragen ein Unternehmen bei zukünftigen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen bekannt zu machen sowie eine frühe Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Gleichzeitig wird nach dem Prinzip des klassischen Marketing-gedankens versucht, durch eine effiziente und flankierende PR-Arbeit die Bekanntheit des Unternehmens insgesamt zu erhöhen. Hochschulkontakte sind somit die ideale Zugangsmöglichkeit zum Markt für hochqualifizierte Nachwuchskräfte, da diese „Ort der Ausbildung“ sind und somit eine natürliche Zugangsmöglichkeit zu Absolventen bzw. Studierenden niedriger Semester darstellen[1]. Folglich werden nun verschiedene Instrumente des Marketing-Mix gezielt eingesetzt um damit die Attraktivität des Unternehmens bei der ausgewählten Zielgruppe zu steigern. Hochschulmarketing wird als Teil des Personalmarketings sowie der Personalwerbung angesehen und ergänzt zudem die Wege der externen Personalbeschaffung. Erfolgreiches Hochschulmarketing bedeutet also aufgrund der richtigen Auswahl an Marketinginstrumenten und Aktionen einen Bewerber-Pool von Praktikanten bzw. Nachwuchsführungskräften ausgewählter Hochschulen aufzubauen.

2.1 Instrumente des Hochschulmarketings

Insgesamt gesehen gibt es eine Fülle von Mechanismen zum Personalmarketing an Hochschulen, weshalb es wichtig ist je nach Größe, Branche und Personalbedarf des jeweiligen Unternehmens die richtigen Instrumente und Aktionen auszuwählen. Auf Seiten der Hochschulen muss berücksichtigt werden dass es nicht möglich ist alle der mehr als 300 Hochschulen in Deutschland anzusprechen, die sich auch hinsichtlich ihrer Größe stark unterscheiden- wobei es sehr große Universitäten wie beispielsweise in Köln oder München gibt bis hin zu relativ kleinen Einheiten wie der Universität Witten-Herdecke. „Damit differiert das zugängliche „Marktvolumen“ beträchtlich“[2]. Weiterhin ist zu beachten, dass einzelne Universitäten und Hochschulen unterschiedliche Akzente in der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft setzen, und sich somit wirtschaftsnähere und wirtschaftsfernere Einrichtungen herauskristallisieren. Ein potentielles Risiko bei der intensiven Konzentration auf einige wenige Hochschulen ist die Gefahr der „qualifikatorischen Monokultur“[3] da Studenten und Absolventen einer Hochschule meist überwiegend von den gleichen Hochschullehrern ausgebildet werden und somit die Vielfalt der unternehmensorientierten Denkansätze eingeschränkt werden kann.

Nachdem ein Unternehmen die relevante Studenten bzw. Absolventenzielgruppe und die relevanten Hochschulen festgelegt hat, auf die es sein Engagement fokussieren will beginnt die Auswahl der Strategien bzw. Instrumente. Im folgenden werden die bekanntesten und am häufigsten genutzten Wege der Zusammenarbeit beschrieben sowie Vor- und Nachteile aus Sicht von Studenten und Unternehmen erläutert.

2.1.1 Hochschulmessen

Die Teilnahme an Hochschulmessen, Firmenkontaktmessen, Hochschultagen, Jobmessen oder Informationstagen ist ein sehr gezieltes Instrument der Personalrekrutierung. Die Unternehmer stellen sich als Arbeitgeber an den Messeständen vor. Dabei ergibt sich die Möglichkeit eine direkte, individuelle Kommunikation zu Studenten aufzubauen und attraktive Bewerber zu identifizieren.

„Der Bekanntheitsgrad des Unternehmens wird erhöht und durch den regen Gedankenaustausch zwischen Professoren, Studenten und Mitarbeitern werden Berührungsängste abgebaut.“[4] Meist erfolgt eine Unternehmenspräsentation auf der Veranstaltung und oftmals besteht auch die Gelegenheit im Vorfeld Bewerber zu selektieren mit denen auf der Messe bereits Vorstellungsgespräche geführt werden können. Hochschulmessen werden sowohl von Unternehmen als auch von Studenten bzw. Absolventen sehr positiv beurteilt, da man in einem sehr kurzen Zeitraum viele, spontane Kontakte aufbauen bzw. Gespräche führen kann und durch die persönliche Anwesenheit beiderseits Sympathien bzw. Antipathien schnell erkannt werden. Nahezu jede Hochschule veranstaltet mindestens einmal jährlich ein Hochschulmesse. So gibt es beispielsweise die „Career Fair“ der Universität Mannheim, das Firmenkontaktgespräch der LMU München, die „Campus Meets Company“ an der Universität Passau oder die „Jobmesse Mainz“ an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Die einzelnen Veranstaltungen sind meist fokussiert auf Branchen bzw. einzelne Studienfachrichtungen um auch für Unternehmen bzw. Studenten ein optimales Angebot-Nachfrage Verhältnis zu bieten. Es gibt jedoch auch große Messen wie die „connecticum Firmenkontaktmesse“ der FHTW Berlin oder die „Connecta“ der FH Regensburg wo alle Studierenden der Hochschulen angesprochen werden und bis zu 100 Unternehmen teilnehmen. Die Kosten für eine Messeteilnahme liegen zwischen 500€ bis 4000€, wobei unterschiedliche „Messepakete“ von den Veranstaltern angeboten werden. Diese Kompaktpakete beinhalten meist verschiedene Leistungen wie beispielsweise Anzeige bzw. Firmenprofil im Messekatalog oder auf der Hochschulhomepage, Messestand, Bewerbervorselektions-Verfahren und Firmenvortragsmöglichkeit . Ein weiterer Vorteil dieses Instruments ist, dass vor allem mittelständische Unternehmen an Messen die im regionalen Einzugsgebiet des Unternehmens liegen teilnehmen. Auf der Messe haben diese Unternehmen dann die Möglichkeit durch eine Firmenpräsentation ihre Stärken aufzeigen, sich als Alternativen zu Großunternehmen darstellen, und somit wertvolle Kontakte zu interessierten Studierenden sammeln können. Messen sind somit für Unternehmen und Studierende ein Forum zur Berufsvorbereitung, konkretisiert auf die Themen Berufseinstieg, Praktika und Berufsqualifikationen.

[...]


[1] vgl. Höllmüller, Markus, (Strategische Akquisition hochqualifizierter Nachwuchskräfte) S. 66

[2] vgl. Höllmüller, Markus, (Strategische Akquisition hochqualifizierter Nachwuchskräfte), S. 73

[3] vgl. Watzka, Klaus, www.bw.fh-jena.de/internet/www-personen.nsf, S. 4

[4] vgl. Scholz, Christian; Schlegel, Daniela; Scholz, Maria, (Personalmarketing im Mittelstand) S. 3

Details

Seiten
16
Jahr
2004
ISBN (eBook)
9783638397261
ISBN (Buch)
9783638762953
Dateigröße
941 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v41475
Institution / Hochschule
Hochschule München – BWL
Note
2
Schlagworte
Möglichkeiten Hochschulmarketings Rekrutierung Praktikanten Nachwuchsführungskräften Personalmarketing

Autor

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Titel: Hochschulmarketing: Möglichkeiten zur Rekrutierung von Praktikanten und Nachwuchsführungskräften