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Fachgerechtes Herstellen einer Weichlot-Verbindung am Kupferrohr (Unterweisung Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs-, und Klimatechnik)

Unterweisung / Unterweisungsentwurf 2016 14 Seiten

AdA Handwerk / Produktion / Gewerbe - Installateur

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Thema der Unterweisung

2. Erforderliche Arbeitsmittel

3. Rahmenbedingungen
3.1. Adressat Analyse
3.2. Lernort
3.3. Unterweisungszeitpunkt und Dauer
3.4. Methodische Vorüberlegung

4. Lernzielbereiche
4.1. kognitiver Bereich
4.2. affektiver Bereich
4.3. psychomotorischer Bereich

5. Gliederung der Lernziele

6. Lernziele
6.1. Leitlernziel
6.2. Richtlernziel
6.3. Groblernziel
6.4. Feinlernziel

7. Arbeitsschutzmaßnahmen, Unfallschutz, Arbeitssicherheit

8. Didaktische Überlegung

9. Unterweisungsmethode
9.1. Stufe 1: Vorbereiten
9.2. Vorführen und Erklären des Arbeitsvorganges
- Durchführung/Arbeitszergliederung
9.3. Stufe 3: Nachmachen der Arbeitsschritte durch den Auszubildende
9.4. Stufe 4: Üben und Festigen

10. Zeitplanung, Zeitbedarf

11. Abschluss der Unterweißung

12. Anhang
- Auszug aus dem Rahmenplan
- Beurteilungsbogen

1. Thema der Unterweisung

Fachgerechtes Herstellen einer Weichlot Verbindung am Kupferrohr

2. Erforderliche Arbeitsmittel

- Kupferrohr 15x1mm x10cm Länge
- eine Kupferdoppellötmuffe
- Reinigungsfließ
- Flussmittel
- Flussmittel Pinsel
- Weichlot S-Sn97 Ag3
- ein fünf Liter Eimer gefüllt mit Wasser
- Lappen 40x40cm
- Propanlötbrenner
- Anzünder
- Schraubstock

3. Rahmenbedingungen

3.1 Adressat Analyse

Der Auszubildende ist 18 Jahre alt. Nach seinem Realschulabschluss hat er eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker für SHK begonnen. Er befindet sich zurzeit Anfangs des 2. Ausbildungsjahr. Seine schulischen Leistungen sind als gut zu beurteilen. Auch seine Leistungen aus dem 1. Ausbildungsjahr in der Berufsschule und seine praktischen Leistungen am Arbeitsplatz sind als gut zu beurteilen. Der Auszubildende hat durch eine vorangegangene Unterweisung bereits Kenntnisse über das Fachgerecht trennen von Kupferrohre mit dem Rollenrohrschneider erlangt. Weiterhin erlernte er das Fachgerechte vorbereiten, durch Entgraten für die weitere Verarbeitung. Im Berufsschulunterricht wurden vor kurzem die Themenberichte Kapillarlötspalt, unlösbare Rohrverbindungen und Auswahl der Lote und Flussmittel für die Trinkwasserinstallation besprochen. Der Auszubildende ist neuen aufgeschlossen und zeigt, im Allgemeinen, Interesse an den Inhalten der Berufs- ausbildung.

3.2 Lernort

Die Unterweisung erfolgt am Schraubstock in der betrieblichen Werkstatt, da hier die optimalen Verhältnisse gegeben sind, das Weichlöten zu erlernen. Die Werkstatt ist ausreichend beleuchtet und gut belüftet. Das Werkstück ist in jeder Position frei einsehbar und die Gefahr eines Brandes ist minimiert, da sich das Rohr nicht in einem Schacht oder ähnlichem befindet.

3.3 Unterweisungszeitpunkt und Dauer 9.30 - 12.30 Uhr

Die Ausbildung findet nach der Frühstückspause des Auszubildenden statt, da zu diesem Zeitpunkt der größtmögliche Lernerfolg erzielt werden kann. Die Dauer der Unterweisung sollte 3,0 Stunden nicht überschreiten.

3.4 Methodische Vorüberlegung - „Vier-Stufen-Methode“

Der Auszubildende soll über die Vier-Stufen-Methode sein Lernziel erreichen. Das Lernziel soll durch vormachen und erklären des Ausbilders, nachmachen und erklären des Auszubildenden und selbstständigen üben des Auszubildenden erreicht werden. Er soll dabei mögliche praktische Verfahrensweisen erkennen und anwenden können. Später soll er selbständig das Gelernte anwenden und auf andere Bereiche seiner Tätigkeit übertragen können.

4. Lernzielbereich

4.1 kognitiver Lernzielbereich Der Auszubildende…

- kann die erforderlichen Arbeitsschritte, in der richtigen Reihenfolge, mit eigenen Worten wiedergeben und begründen.
- kann die Auswahl des Weichlötens und Flussmittel erklären
- kann die Auswahl der verwendeten Werkzeuge und Hilfsstoffe erläutern.
- kann begründen in welchen Situationen weichgelötet werden darf.

4.2 psychomotorischer Lernzielbereich Der Auszubildende…

- kann selbstständig seinen Arbeitsplatz nach ökonomischen Gesichtspunkten einrichten.
- kann alle zur Vorbereitung von Weichlötverbindungen notwendigen Arbeiten selbstständig durchführen.
- kann selbstständig alle notwendigen Arbeitsschritte zur fachgerechten Herstellung einer Weichlötverbindung ausführen.

4.3 affektiver Lernzielbereich

Als Verhaltensanpassung aufgrund des Lerneffektes der Unterweisung, werden angestrebt:

- ökonomische Aspekte bei der Einrichtung des Arbeitsplatzes zu berücksichtigen.
- die Beachtung der entsprechenden Unfallverhütungsvorschriften (UVV).
- die Erlangung der Erkenntnis, dass nur durch sorgfältige Vorbereitung und sauberes durchführen der Hauptarbeiten, eine fachgerechte Lötverbindung zustande kommen kann.
- Es soll ebenso der sparsame Umgang mit Rohstoffen und Materialien erlernt werden.

5. Gliederung der Lernziele

- Reproduktion:
- Der Auszubildende ist in der Lage, das Gelernte wiederzugeben.
- z.B. er kann mir die genaue Vorgehensweise erklären.
- Reorganisation:
- Er kann das Gelernt in veränderter Form wiedergeben.
- z.B. der Auzubildende kann auch andere Lötverbindungen herstellen (z.B. mit einem T-Stk oder einem 90° Bogen).
- Transfer (Übertragen):
- Er kann das Gelernte bei anderen Aufträgen und Aufgaben anwenden.
- z.B. er hat für andere Verbindungsarten Vorkenntnisse.
- Kreativität (Schöpferische Leistung):
- Er kann das Gelernte eigenständig weiterentwickeln und bei Problemen erneut anwenden.
- z.B. HIV %YW^YFMPHIRHI­ muss eine Leitungsführung, von A nach B selbst entwickeln und ausführen und kennt verschiedene Arten und Formen von Formteilen (z.B. 90° Bogen, … ).

6. Lernziele

6.1 Leitlernziel

Bestehen der Prüfung, guter Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik.

6.2 Richtlernziel

Beherrschung der notwendigen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten für Verbindungsarten.

6.3 Groblernziel

Fachgerechtes Herstellen von Weichlotverbindungen am Kupferrohr.

6.4 Feinlernziel

Der Auszubildende soll lernen selbständig Weichlotverbindungen am Kupferrohr herzustellen.

7. Arbeitsschutzmaßnahmen, Unfallschutz, Arbeitssicherheit

!!! ACHTUNG !!! GEFAHR DURCH FEUER !!!

- Arbeitsschutzkleidung
- lange Hose
- langärmeliger Pullover
- Sicherheitsschuhe S3
- Handschuhe
- Schutzbrille
- es ist darauf zu achten, dass der Raum gut durchlüftet ist und keine brennbaren Materialien in unmittelbarer Nähe sind.
- GUV - R 189 „Benutzung von Schutzkleidung“
- GUV - R 191 „Benutzung von Fuß- und Beinschutz“
- GUV - R 500 2.26 „Schweißen, Schneiden und verwandte Verfahren“
- GUV: Gesetzliche Unfall Versicherung

8. Didaktische Überlegung

Motivierender und leichter wird der Lernprozess oft durch die Vermittlung verschiedener Gesichtspunkte:

- vom Bekannten zum Unbekannten
- vom Allgemeinen zum Speziellen
- vom Leichten zum Schwierigen
- vom Konkreten zum Abstrakten
- vom Einfachen zum Zusammengesetzten
- vom Nahen zum Entfernten

Der Auszubildende hatte vor kurzem das Thema „Werkzeuge, Lote und Flussmittel zum Weich- und Hartlöten auswählen“ in der Berufsschule. Da Ihm die theoretischen Grundlagen Bekannt sind soll er jetzt das bislang Unbekannte in der Praxis erlernen.

Grundsätzlich sollten beim Lehren von Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten die didaktischen Prinzipien beachtet werden.

- Orientierung an Lernzielen
- Förderung der Aktivität des Lernenden
- Fasslichkeit des Lernstoffes
- Individualisierung und Differenzierung
- Lernerfolgssicherung und Transfer

In meiner Unterweisung wende ich das didaktische Prinzip „Förderung der Aktivität des Lernenden“ an, indem ich den Auszubildenden bitte etwas zu halten, um seine Aktivität zu fördern.

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Details

Seiten
14
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668655133
ISBN (Buch)
9783668655140
Dateigröße
681 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v414669
Institution / Hochschule
Handwerkskammer zu Leipzig
Note
Gut
Schlagworte
Unterweisung Schriftliche Unterweisung Prüfung Prüfungsvorbereitung ADA Ausbilderschein Meister Teil IV Teil 4 Meisterausbildung Anlagenmechaniker SHK Sanitär Heizung Klima

Autor

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