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Auswirkungen von Basel II auf mittelständische Unternehmen am Beispiel eines Autohauses

Diplomarbeit 2004 124 Seiten

BWL - Allgemeines

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Formelverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Vorgehensweise

2 Basel II
2.1 Der Baseler Ausschuss
2.1.1 Erste Baseler Eigenkapital-Vereinbarung (Basel I)
2.1.2 Die Notwendigkeit einer neuen Eigenkapitalvereinbarung
2.1.3 Zweite Baseler Eigenkapital-Vereinbarung
2.2 Ziele und Vorteile von Basel II

3 Die drei Säulen von Basel II
3.1 Das „Drei-Säulen-Konzept“ von Basel II
3.2 Säule I: Mindestkapitalanforderungen
3.2.1 Kreditrisiko
3.2.1.1 Rating
3.2.1.2 Rating-Arten
3.3 Säule II: Der bankenaufsichtliche Überprüfungsprozess
3.4 Säule III: Marktdisziplin

4 Der Mittelstand
4.1 Definition Mittelstand
4.1.1 Quantitative Merkmale
4.1.2 Qualitative Merkmale
4.2 Bedeutung des Mittelstandes in Deutschland
4.3 Wirtschaftliche Situation der Kraftfahrzeug-Betriebe
4.4 Basel II und Familienunternehmen

5 Vorstellung des zu untersuchenden Unternehmens
5.1 Beschreibung des zu analysierenden Unternehmens
5.2 Rating für das Autohaus
5.2.1 Rolle des Ratings für das Autohaus
5.2.2 Bankinternes versus bankexternes Rating für das Autohaus
5.2.3 Der Einfluss von Sicherheiten auf das Rating
5.2.4 Rating als Instrument zur objektiven Bonitätsbeurteilung
5.3 Kenntnisstand über Basel II und Rating

6 Analyse des aktuellen Vorbereitungsstandes des Autohauses auf das Rating nach Basel II
6.1 Die relevanten Kennzahlen als harte Faktoren für das Rating
6.1.1 Kennzahlen zur Ermittlung der Finanzlage
6.1.2 Kennzahlen zur Ermittlung der Ertragslage
6.1.3 Kennzahlen zur Ermittlung der Vermögenslage
6.1.4 Zusammenfassung
6.2 Die weichen Faktoren für das Rating
6.2.1 Management/Geschäftsführung
6.2.2 Strategie, Planung, Controlling
6.2.3 Markt/Branche
6.2.4 Bankenkommunikation
6.2.5 Informationstechnologie

7 Aktueller Handlungsbedarf
7.1 Ausrichtung des Autohauses auf die Anforderungen von Basel II
7.1.1 Optimierung der quantitativen Ratingfaktoren
7.1.1.1 Aktive Kennzahlensteuerung
7.1.1.2 Wege zu verbesserter Liquidität
7.1.1.3 Strategien zur Steigerung der Cashflow-Rate
7.1.1.4 Optimierung der Eigenkapitalquote
7.1.1.5 Optimierung der Kapitalbindungskosten
7.1.1.6 Ratingvorbereitung für den Bereich Bilanzpolitik
7.1.1.7 Reduzierung der Abhängigkeit von Kreditinstituten
7.1.2 Optimierung der qualitativen Ratingfaktoren
7.1.2.1 Festlegung einer Nachfolge- und Vertreterregelung
7.1.2.2 Eine Strategie für das Autohaus
7.1.2.3 Handlungsempfehlungen zum Controlling
7.1.2.4 Der Weg zu neuen strategischen Geschäftsfeldern
7.1.2.5 Vorbereitung auf das Kreditgespräch

8 Basel II - die Finanzierung des Mittelstandes und des Autohauses
8.1 Komponenten der Kreditkondition
8.2 Einfluss von Basel II auf die Kreditkosten
8.3 Auswirkungen von Basel II auf die Finanzierung des Autohauses

9 Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

Beiträge aus dem Internet

Anhang

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Aktuelle Grundsatzbelegung (Grundsatz I)

Tabelle 2: Gefordertes Eigenkapital bei unterschiedlichen Gewichtungsfaktoren

Tabelle 3: Mittelstandsabgrenzung nach quantitativen Merkmalen gem. IfM/Bonn

Tabelle 4: Definition KMU der Europäischen Union

Tabelle 5: Existenzielle Herausforderungen für mittelständische Unternehmen

Tabelle 6: Ratingskala in Anlehnung an Standard & Poor’s

Tabelle 7: Vergleich von Bonitätsskalen des DSGV m. Standard & Poor’s

Tabelle 8: Unterschiede zwischen internem und externem Rating

Tabelle 9: Checkliste Informationspolitik

Tabelle 10: Gegenüberstellung der Eigenkapitalunterlegung Basel I und Basel II

Tabelle 11: Höhe der Eigenkapitalkosten für Unternehmenskredite

Tabelle 12: Veränderung der Kreditkondition in Abhängigkeit vom Rating

Formelverzeichnis

Formel 1: Berechnung des bei Krediten zu unterlegenden Eigenkapitals

Formel 2: Ermittlung der Höhe der Eigenkapitalunterlegung

Formel 3: Ermittlung der Liquidität 1. Grades

Formel 4: Ermittlung der Liquidität 2. Grades

Formel 5: Grobe Formel zur Ermittlung des Cashflows

Formel 6: Mögliche Ermittlungsmethode des Netto-Cashflow für eine GmbH

Formel 7: Ermittlung der Cashflow-Rate

Formel 8: Ermittlung der Kreditorenlaufzeit

Formel 9: Ermittlung durchschnittlicher Kreditorenbestand

Formel 10: Ermittlung Abnutzungsgrad des laufenden Geschäftsjahres

Formel 11: Ermittlung Abnutzungsgrad des Autohauses für das Jahr 2002

Formel 12: ROI (Gesamtkapital) für Kapitalgesellschaften

Formel 13: Ermittlung der Umsatzrendite auf Basis EBIT

Formel 14: Ermittlung Rohertragsquote

Formel 15: Ermittlung Personalaufwandsquote

Formel 16: Ermittlung der Zinsaufwandsquote

Formel 17: Ermittlung der Mietaufwandsquote

Formel 18: Ermittlung der Eigenkapitalquote

Formel 19: Ermittlung der Kapitalbindungsdauer

Formel 20: Ermittlung der Fremdkapitalquote

Formel 21: Ermittlung der Lagerumschlagshäufigkeit

Formel 22: Ermittlung der Lagerdauer in Tagen

Formel 23: Höhe der Eigenkapitalkosten für einen unbesicherten Unternehmenskredit in % des Kreditvolumens

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Der Zeitplan von Basel I zu Basel II

Abbildung 2: Das „Drei-Säulen-Konzept“ nach Basel II

Abbildung 3: Risiken im Kreditgeschäft

Abbildung 4: Methoden zur Bewertung des operationellen Risikos

Abbildung 5: Zitat von Andrè Kostolany über Kreditentscheidungen

Abbildung 6: Überblick über die Verwendung von Ratingsystemen

Abbildung 7: Betriebsgrößenstruktur nach Zahl der Beschäftigten 2001

Abbildung 8: Mittelstand - Quantitativ

Abbildung 9: Hintergründe des Rating aus Sicht der Banken

Abbildung 10: Würden Sie ein externes Rating durchführen?

Abbildung 11: Unterschiede bei den Rating-Verfahren der Hausbanken

Abbildung 12: Ermittlung und Weitergabe von Risikokosten

Abbildung 13: Einbeziehung von Soft-Facts in das Ratingverfahren

Abbildung 14: Kenntnisstand über die geprüften Kriterien beim internen Rating nach Beschäftigungsgrößenklassen

Abbildung 15: Betriebswirtschaftliche Kennzahlen des Autohauses im Vergleich

Abbildung 16: Leitung im Mittelstand

Abbildung 17: Liquiditätsplan für das Autohaus

Abbildung 18: Checkliste Bilanzpolitik

Abbildung 19: Strategische Planung und strategisches Management

Abbildung 20: Komponenten der Kreditkondition

Abbildung 21: Typisches Mittelstandsportfolio

Abbildung 22: Spreizung der Kreditkondition durch Basel II

Abbildung 23: Auswirkungen von Basel II auf KMU

Abbildung 24: Komponenten der Kreditkalkulation

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

Durch den Entwurf der neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II oder der Neue Baseler Akkord) wurde in Deutschland eine Diskussion um Ratings und deren Auswirkungen auf den Mittelstand ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt, die weltweit ihresgleichen sucht.

Basel II ist in aller Munde, aber es stellt sich die Frage, was genau man überhaupt unter Basel II versteht. Geht man, auf der Suche nach einer Antwort in eine Bibliothek, so fallen Buchtitel auf wie: „Keine Angst vor Basel II“[1], Basel II - Auswirkungen auf die Finanzierung / Unternehmen und Banken im Strukturwandel“[2], „Basel II – Kreditrating als Chance“[3] oder „Basel II – Aphorismen wider den tierischen Ernst“[4].

Schon an dieser Stelle wird deutlich, dass das Thema Basel II teilweise stark von Emotionalität geprägt ist.

Die Autorin, selbst in einer Bank tätig und täglich mit den Unsicherheiten der Mittelständler konfrontiert, bezweckt mit dieser Arbeit anhand von einem praktischen Beispiel transparent zu machen, welche Auswirkungen der Baseler Akkord wirklich auf kleine und mittlere Unternehmen hat und durch eine sachliche Argumentation diesem Thema seinen Nährboden für haltlose Spekulationen zu entziehen. Einem mittelständischen Familienunternehmen sollen Handlungsfelder aufgezeigt werden, die es zu erfüllen gilt, um Vorteile aus den neuen Regelungen zu erlangen oder zumindest die Auswirkungen aufgrund von Basel II innerhalb dem Unternehmen so klein wie möglich zu halten.

Es sollen in dieser Arbeit Antworten auf folgende Fragestellungen herbeigeführt werden: Inwiefern ist das Unternehmen vorbereitet auf Basel II? Welche Maßnahmen können ergriffen werden, um Basel II als Chance für die Unternehmenszukunft zu begreifen? Welche Auswirkungen wird Basel II konkret auf den Mittelstand und das Familienunternehmen haben?

Um eine Antwort auf diese Fragen finden zu können, ist es unerlässlich, den Unternehmer in die Hintergründe von Basel II und Grundlagen der Kreditpolitik der Banken einzuweihen.

1.2 Vorgehensweise

Zu Beginn dieser Arbeit wird die historische Entwicklung der Eigenkapitalrichtlinien für Banken dargestellt und in dem Zusammenhang der aktuelle Stand der Konsultationen detailliert beschrieben.

Im zweiten Schritt wird der Begriff des Mittelstandes erörtert und anhand von qualitativen und quantitativen Merkmalen abgegrenzt. Nachfolgend wird auf seine gesamtwirtschaftliche Bedeutung für Deutschland eingegangen.

Nach Abhandlung der theoretischen Grundlagen beginnt der praktische Teil dieser Arbeit, der darin besteht, das zu beratende Unternehmen zu analysieren, Handlungsfelder zu entlarven und in Form von Handlungsempfehlungen an die Geschäftsführung zur Umsetzung weiterzugeben. Es erfolgt eine Definition des Begriffes „Rating“ und auf die Grundlagen und die betriebswirtschaftliche Notwendigkeit von Ratingsystemen wird eingegangen. Verschiedene Ratingarten werden erklärt und deren Vor- und Nachteile für das Unternehmen aufgezeigt.

Eine umfangreiche Darstellung möglicher Lösungsansätze zur Ausrichtung des Unternehmens auf die Anforderungen der neuen Eigenkapital-Vereinbarung erfolgt im siebten Kapitel.

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass das Unternehmen im Hauptteil der Diplomarbeit aus Gründen des Datenschutzes nicht namentlich genannt, sondern lediglich beschrieben wird. Die vertraulichen Daten werden im Anhang einsehbar sein, jedoch späteren Interessenten nicht zugänglich gemacht.

Das Anliegen der Autorin ist, anhand eines transparenten Beispiels aus der Praxis das Verständnis für Basel II zu erhöhen und mittelständische Unternehmen darüber aufzuklären, welche Möglichkeiten bestehen, Basel II als Chance zu begreifen und durch bessere Ratingnoten zukünftig von der neuen Eigenkapitalvereinbarung zu profitieren.

2 Basel II

2.1 Der Baseler Ausschuss

Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht[5] wurde 1975 von den Zentralbankpräsidenten der Länder der Zehnergruppe (G10-Staaten) gegründet. Er setzt sich aus Vertretern der Zentralbanken und der Bankenaufsichtsbehörden von Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada. Luxemburg, Niederlande, Schweden, Schweiz, Spanien, USA und Großbritannien zusammen. Der Ausschuss kommt in dreimonatigen Abständen bei der Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) zusammen. Hier befindet sich auch der Sitz des Sekretariats des Baseler Ausschusses.[6]

Die Ziele des Baseler Ausschusses sind, „im dynamischen, komplexen und weltweiten Bankensystem von heute durch internationale Vereinbarungen einheitliche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, um ein Insolvenzrisiko der Kreditinstitute zu verringern“[7]. Kurz: Die Bankenaufsicht soll auf internationaler Ebene in Einklang gebracht werden, um die Insolvenzvorsorge für Kreditinstitute nachhaltig zu verbessern und um für mehr Stabilität im Finanzsektor zu sorgen.[8] Der Baseler Ausschuss verabschiedet Empfehlungen zur Bankenaufsicht, welche die Mitgliedsstaaten in ihr nationales Aufsichtsrecht einfließen lassen können. Weiterhin definiert er internationale Standards, welche rechtlich vorerst unverbindlich sind, jedoch regelmäßig über EU-Richtlinien Eingang in das nationale Aufsichtsrecht finden. Der Baseler Akkord hat sich somit zum international anerkannten Kapitalstandard entwickelt, welcher in über 100 Ländern[9] weltweit bereits zur Anwendung kommt. Letztendlich betreffen die Empfehlungen des neuen Baseler Akkords alle Kreditinstitute und bringen darüber hinaus erhebliche Veränderungen für die zukünftige Finanzierungspraxis der Banken im Unternehmenskreditgeschäft mit sich.[10]

2.1.1 Erste Baseler Eigenkapital-Vereinbarung (Basel I)

Noch in den 70er Jahren wurden Kredite durch die Banken häufig nach subjektiven Gesichtspunkten vergeben. Erst durch die Entwicklung von mathematischen und statistischen Verfahren wurde die Kreditvergabepraxis objektiviert. Die Eigenkapitalvereinbarung aus dem Jahr 1988, auch unter Basel I bekannt, verlangt bis heute von den international tätigen Kreditinstituten der G10-Länder, dass sie ihre Adressenausfall[11] - sowie Marktpreisrisiken[12] nach dem Grundsatz I[13] mit Eigenkapital unterlegen.

An dieser Stelle ist vorerst zu klären, wie sich das Wort „Risiko“ definiert: Historisch hat der Begriff Risiko seinen Ursprung in der Handelsschifffahrt des 17.Jahrhunderts (es stammt aus älter italienisch ris(i)co, eigentlich >Klippe… die zu umschiffen ist)[14]. „Risiko ist die Möglichkeit einer negativen Abweichung eines tatsächlichen Ergebnisses vom erwarteten Ergebnis und stellt somit eine mögliche Soll-Ist-Abweichung dar, über deren Eintrittswahrscheinlichkeit allerdings keine konkrete Aussage gemacht werden kann“[15].

Eigenkapitalunterlegung bedeutet, dass die Banken für vergebene Kredite ein gewisses Volumen an Eigenkapital vorhalten und nachweisen müssen. Ziel ist es, durch die Unterlegung bei Kreditausfällen größere Auswirkungen auf die Liquidität der Banken zu verhindern.[16] Es soll innerhalb der Banken mittels einer angemessenen Eigenmittelausstattung im Verhältnis zum jeweiligen Risikoprofil gewährleistet sein, dass zur Vermeidung einer Insolvenz alle Risiken letztlich von ihrem Eigenkapital aufgefangen werden können und somit die Institute selbst wie auch das Bankensystem an sich stabilisiert wird. Kredite müssen seither mit 8 % der Kreditsumme durch Eigenkapital unterlegt werden, unabhängig von der Bonität des Schuldners. Diese Regelung hat seit Ende 1992 Gültigkeit und in Deutschland wird dieser Verpflichtung durch § 2 der Grundsätze über Eigenmittel und Liquidität[17] basierend auf § 10 KWG[18] Rechnung getragen.

„Für die Risikomessung ist in der Baseler Eigenkapitalvereinbarung in ihrer bisher gültigen Form bewusst ein einfaches Konzept festgelegt worden, um den administrativen Aufwand für die Banken zu begrenzen und nicht zu sehr in die individuelle Risikostreuung der Banken einzugreifen. Dabei werden bislang die Geschäftspartner der Banken in die abstrakten Kontrahentengruppen Banken, Nichtbanken und öffentliche Haushalte eingeteilt, denen, teilweise auch abhängig von der Restlaufzeit des Geschäftes, folgende Bonitätsgewichte zugeordnet sind:“[19]

Tabelle 1: Aktuelle Grundsatzbelegung (Grundsatz I)[20]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das zur Unterlegung von Kreditrisiken erforderliche Eigenkapital berechnet sich nach einer einfachen Formel:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

EK = Bemessungsgrundlage x Risikogewicht x Kapitalkoeffizient (8 %)

Formel 1: Berechnung des bei Krediten zu unterlegenden Eigenkapitals

Folgendes Beispiel zeigt, wie sich die unterschiedlichen Gewichtungsfaktoren konkret in Zahlen auswirken:

Tabelle 2: Gefordertes Eigenkapital bei unterschiedlichen Gewichtungsfaktoren[21]

Kreditvolumen: 1.000.000 Euro

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Dieses Berechnungsschema glänzt durch Einfachheit, doch bildet zum Beispiel die Gleichbehandlung aller Unternehmen nicht die Realität ab. Schließlich bestehen im Hinblick auf die jeweilige Bonität von Unternehmen ernorme Unterschiede.

Hinter der 8 %-Regelung stand die Idee, dass durch diese pauschale Eigenkapitalabsicherung im Durchschnitt ein guter Ausgleich zwischen guten und schlechten Schuldnern erfolgt[22].

2.1.2 Die Notwendigkeit einer neuen Eigenkapitalvereinbarung

In den letzten Jahren wurde der Baseler Eigenkapitalakkord zunehmend kritisiert. Insbesondere den technologischen Entwicklungen und den neuen Instrumenten des Marktes wurde er nicht mehr gerecht.[23] Es würde ein eher pauschaler quantitativer Ansatz verfolgt werden und qualitative Faktoren wie zum Beispiel die Qualität des Managements oder die des Controllingsystems blieben in Basel I weitgehend unberücksichtigt. Somit ist die pauschale Lösung durch den Baseler Akkord für alle Beteiligten unbefriedigend, denn derzeit tragen Firmen mit ausgezeichneter Bonität die Risiken anderer finanziell schlechter gestellten Unternehmen mit.

Zusammenfassend bringen die oben genannten Kritikpunkte zum Ausdruck, dass der derzeitigen Regelung die notwendige Anpassungsfähigkeit an die immer schnelleren Veränderungen und Innovationen in der Bankenwelt fehlt. Den Herausforderungen eines weltweiten und zunehmend dynamischen und komplexen Finanzsystems kann auf dieser Basis nicht mehr begegnet werden.[24] Aus diesen Gründen hat der Baseler Ausschuss im Januar 2001 einen Vorschlag zur Änderung der Eigenkapitalregelung vorgestellt. Allgemein ist der Entwurf unter der Bezeichnung „Basel II“ bekannt.

2.1.3 Zweite Baseler Eigenkapital-Vereinbarung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Der Zeitplan von Basel I zu Basel II[27]

Oben stehende Übersicht soll einen Überblick über den veranschlagten Zeitplan zur Umsetzung von Basel II liefern.

Seit Juni 1999 ist ein Vorschlag, die Eigenkapitalvereinbarung von 1988 durch eine risikogerechtere Regelung zu ersetzen in der Diskussion.

Mit höchster Priorität wird weiterhin der Stabilität und Solidität des internationalen Finanzwesens verfolgt. Die Mindestkapitalanforderungen von Basel I bleiben von elementarer Bedeutung für die neue Regelung, um die Eigenkapitalausstattung der Banken mindestens auf dem bisherigen Niveau zu halten.

Basel II ist zunächst nur für international tätige Banken (major banks) verbindlich. Die Umsetzung von Basel II für alle Banken wird zeitnah über eine Richtlinie der Europäischen Union erfolgen. Diese muss weiterhin von den jeweiligen Regierungen in nationales Recht umgesetzt werden.

Während die Verabschiedung und Veröffentlichung der Endfassung des Regelwerkes Basel II von Ende 2003 auf Mai 2004 verschoben worden ist, ist man dennoch sehr bestrebt den restlichen Zeitplan (s. Abb. 3) einzuhalten. Erst kürzlich wurde vermeldet, dass die Bankenaufseher unter dem Vorsitz des spanischen Notenbankgouverneurs Jaime Caruana den anvisierten Zeitplan einhalten und auf der kommenden Sitzung im Mai 2004 die noch offenen Fragen zu den neuen Eigenkapitalrichtlinien beantworten wollen.[28] Die endgültige Fassung der EU-Richtlinie wird, bedingt durch die Verschiebung des Basel II Akkords, aller Voraussicht nach erst Mitte 2004 erscheinen.
Die Umsetzung der EU-Richtlinie in nationales Recht soll dann zeitgleich mit Basel II erfolgen. Ab dem Jahr 2006 sollen die Bestimmungen in mehr als 100 Ländern in nationales Recht umgesetzt werden, um eine größere Sicherheit innerhalb des Weltfinanzsystems zu erreichen.

2.2 Ziele und Vorteile von Basel II

Die neue Eigenkapitalvereinbarung soll

- weiterhin die Sicherheit und Solidarität des weltweiten Finanzsystems stärken
- ein einheitliches Vorgehen für Banken unterschiedlicher Größe und Geschäftsstruktur verwirklichen
- eine umfassende und differenzierte Risikoeinstufung ermöglichen und darauf basierend die Eigenkapitalanforderungen nach Kreditrisiken staffeln
- verfeinerte Methoden zur Risikoeinschätzung fördern und belohnen und dadurch die Banken dazu auffordern, ihr internes Risikomanagement zu optimieren
- die Wettbewerbsgleichheit gemäß dem Grundsatz „level paying field“ (same business, same risks, same rules)[29] verbessern
- den dynamischen Veränderungen der Finanzwelt gerecht werden
- Grundsätze beinhalten, die sich auf Banken unterschiedlicher Komplexität und Tätigkeit anwenden lassen[30].

Folgendes Beispiel macht die Problematik der derzeitigen Regelung deutlich:

Bei einem Kreditvolumen von 100.000 EUR und einer Marge von 1 % p.a. (1.000 EUR) müsste die Bank beim Ausfall des Kreditnehmers das gleiche Geschäft 100 Mal abschließen, um diesen Ausfall zu kompensieren.

Die Thematik „Basel II“ ist in der Öffentlichkeit aufgrund von einer intensiven Streuung besorgniserregender Szenarien und Vorurteilen stark unter Druck geraten. Als Ergebnis der vorangegangenen Ausführungen lässt sich allerdings festhalten, dass

- Basel II nicht auf eine Benachteiligung des Mittelstandes ausgelegt ist.
- Basel II nicht zwangsläufig eine Verschlechterung der Kreditkonditionen mit sich bringen wird.

Vielmehr schaffen die neuen Regelungen entscheidende Vorteile – gleichwohl für die Banken wie auch für die mittelständischen Unternehmen, denn

- durch Basel II wird das Risikomanagement in den Banken intensiviert, was langfristig der Stabilität des weltweiten Finanzsektors dient und gleichzeitig die Sicherheit der jeweiligen Bank auch für den Kunden erhöht.
- Die Kreditkosten orientieren sich am tatsächlichen Risiko, was eine faire Konditionengestaltung für die Banken erst ermöglicht. Es werden sich daher lediglich die Kredite an Unternehmen mit schwacher Bonität verteuern.
- Die Qualität der Kunde-Bank-Beziehung wird durch mehr Transparenz und Offenheit neu definiert.
- Unternehmensleitungen sind durch das Rating dazu aufgefordert, sich intensiv mit ihrem Unternehmen zu beschäftigen, was bei intensiver Vorbereitung zu einem guten Ratingergebnis führen und dem Unternehmen gleichzeitig bessere Zukunftsaussichten eröffnen könnte.[31]

Abschließend kann daher festgestellt werden, dass Basel II sowohl für die Banken als auch für die Kreditnehmer durchaus positiv zu bewerten ist.[32]

3 Die drei Säulen von Basel II

3.1 Das „Drei-Säulen-Konzept“ von Basel II

Die Vorgaben nach Basel II, welche voraussichtlich 2006 in Kraft treten werden, differenzieren eine Eigenkapitalunterlegung in Abhängigkeit von der Bonität des Kreditnehmers. Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Das „Drei-Säulen-Konzept“ nach Basel II[33]

Damit soll - basierend auf einer systematischen Bonitätsbeurteilung (Rating) - eine stärker am tatsächlichen Risiko orientierte Eigenkapitalunterlegung durch die Banken erfolgen.

Erreicht werden sollen diese Ziele durch Anwendung des so genannten „Drei-Säulen-Konzeptes“ (s. Abb. 2), wobei in der Öffentlichkeit hauptsächlich die erste Säule diskutiert wird.

3.2 Säule I: Mindestkapitalanforderungen

Die Anforderung der Eigenkapitalunterlegung nach Basel I in Höhe von 8 % nach Basel I findet wie schon erwähnt auch in Basel II ihre Fortsetzung. Allerdings werden die Risikogewichte nun basierend auf die Bonität der Schuldner differenziert. Im Ergebnis ist daher von den Kreditinstituten zukünftig bei schlechten Schuldnern mehr Eigenkapital vorzuhalten und bei guten Schuldnern dementsprechend weniger, was eine Konditionierung der Kredite gemessen an dem entsprechenden Risiko erst ermöglicht.

Gemäß den Regelungen von Basel II müssen drei Risiken mit Eigenkapital unterlegt werden: das Kreditrisiko, das Marktrisiko und das operationelle Risiko. Während das Kreditausfallrisiko und das Marktrisiko bereits im geltenden Aufsichtsrecht gemäß Basel I berücksichtigt werden, kommt das operationelle Risiko eine als neue Komponente hinzu.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3:Risiken im Kreditgeschäft[34]

An dieser Stelle ist zu erläutern, was unter „operationellem Risiko“ zu verstehen ist: Unter operationellem Risiko wird „die Gefahr von unmittelbaren oder mittelbaren Verlusten, welche infolge des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder externer Ereignisse eintreten“[35] verstanden. Operationelles Risiko beinhaltet beispielsweise auch Rechtsrisiken, Computerfehler, Verluste durch Betrug oder Diebstahl von Seiten der Bankangestellten oder Dritten, mögliche Straf- oder Schadenersatzzahlungen aus Verletzungen von Arbeitnehmerschutzbestimmungen, Verluste aus Irrtum oder Fahrlässigkeit der Angestellten und aus unrechtmäßigen Geschäftspraktiken, sowie Verluste für die Bank infolge von Systemausfällen oder Fehlern bei der Abwicklung von Handelsgeschäften.[36]

Nach den ursprünglichen Vorstellungen des Baseler Ausschusses sollten operationelle Risiken 20 % der gesamten Eigenkapitalunterlegung eines Kreditinstitutes umfassen. Da hierbei jedoch noch nicht berücksichtigt wurde, dass bestimmte operationelle Risiken, wie beispielsweise Systemausfälle, durch entsprechende Versicherungen abgedeckt werden, wurde der Satz mittlerweile auf 12 % gesenkt[37]. Dennoch will der Baseler Ausschuss damit der zunehmenden Bedeutung operationeller Risiken im Bankgeschäft Rechnung tragen.

„Obwohl das Vorhandensein operationeller Risiken den Kreditinstituten bekannt ist und bereits heute von der deutschen Bankaufsicht ein Risikomanagement hierfür verlangt wird (§ 25a, KWG, Artikel 1 KonTraG), befindet sich die Entwicklung fortgeschrittener Risikomess- und Kontrollsysteme zur Handhabung operationeller Risiken noch in der Anfangsphase. Basel II soll daher den Kreditinstituten einen Anreiz schaffen, den Aufbau und die Weiterentwicklung umfangreicher Risikomess- und Kontrollsysteme zu betreiben.“[38]

Auch hier gibt es verschiedene Ansätze, das operationelle Risiko zu bewerten:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Methoden zur Bewertung des operationellen Risikos[39]

Beim Basisindikatoransatz (BIA) wird der durchschnittliche jährliche Bruttoertrag (welcher sich aus dem Zinsergebnis zuzüglich zinsunabhängiger Erträge ergibt) des Kreditinstitutes in den vergangenen drei Jahren als Messgröße herangezogen. Die Eigenkapitalunterlegung ergibt sich dann aus der Multiplikation dieser Durchschnittsgröße mit dem vom Baseler Ausschuss festgelegten Faktor von 15 %.

Der Standardansatz ist eine Weiterentwicklung des Basisindikatoransatzes. Hier wird das Bankgeschäft vom Baseler Ausschuss in acht Geschäftsfelder eingeteilt. Jedes dieser Geschäftsfelder bekommt vom Ausschuss einen Prozentsatz zugeteilt, welcher dann mit dem jeweiligen Bruttoertrag multipliziert wird.

Bei den Ambitionierten Messansätzen (AMA) ergibt sich die Eigenkapitalunterlegung aus der Risikokennzahl aus dem bankinternen Meßsystem. Zur Ermittlung dieser Risikokennzahlen kommen folgende Verfahren in Betracht, welche an dieser Stelle der Vollständigkeit halber lediglich genannt werden: interner Bemessungsgrundsatz, Verlustverteilungsansatz, Extremwerttheorie, und verschiedene versicherungsmathematische Verfahren.[40] Die Anwendung eines dieser Verfahren muss von der Bankenaufsicht genehmigt werden. Das langfristige Ziel des Baseler Ausschusses ist eine generelle Verwendung der Ambitionierten Messansätze, was für die Banken mit dem Anreiz einer geringeren Kapitalbelastung verbunden ist.[41]

Nach aktuellem Verhandlungsstand (3. Konsultationspapier) wird die Gewichtung der Risiken zukünftig nach folgender Formel erfolgen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Formel 2: Ermittlung der Höhe der Eigenkapitalunterlegung[42]

Die Neuerungen stellen sich als eine Verbesserung bei der Risikomessung dar, erkennbar in der Berechnung des Nenners der Eigenkapitalquote.

3.2.1 Kreditrisiko

Das Kreditausfallrisiko ist bei der Kreditvergabe das klassische Risiko und besteht im wesentlichen aus Liquiditäts- und Bonitätsrisiko des Schuldners. Findet hierauf keine eingehende Prüfung statt, erleidet ein Kreditinstitut unter Umständen hohe Kreditausfälle und muss am Ende ertragsschmälernde oder gar verlustbringende Wertberichtigungen vornehmen.

Grundlage für die Bemessung des Kreditausfallrisikos wird nach Basel II die Bonitätsbeurteilung des Schuldners sein, welche durch ein Rating erfolgt.

Was der Begriff Rating beinhaltet und die unterschiedlichen Ratingausprägungen sollen nun im nächsten Kapitel erörtert werden.

3.2.1.1 Rating

Ursprünglich stammt der Begriff „Rating“ aus dem angloamerikanischen Sprachraum und bedeutet soviel wie „Bewertung“. Folglich wird das englische Verb „to rate“ bis heute mit „beurteilen“, „bewerten“, „einschätzen“, „einstufen“ übersetzt[43].

Schon 1850 trat er dort im Zusammenhang mit der Bonitätsbeurteilung von Schuldnern auf.[44]

Im Alltag begegnen wir häufig Ratings bei der Klassifizierung von Hotels durch die Vergabe von Sternen. Oder bei Abschluss einer Autoversicherung. Hier werden Daten in Form eines Fragebogens erhoben, die später in ein System einfließen, das die Risiken für den Versicherer ermittelt. Für den Autoversicherer transformiert das Rating die risikorelevanten Merkmalsausprägungen des Versicherungsnehmers in eine Wahrscheinlichkeitsaussage über einen Schadensfall.

Im folgenden Verlauf der Arbeit wird der Begriff „Rating“ ausschließlich im Sinne auf das englische Credit Rating[45] verwandt und umfasst die Beurteilung von Kreditrisiken.[46]

Im Ergebnis ist ein Rating die „Ermittlung der zukünftigen Fähigkeit eines Unternehmens zur vollständigen und termingerechten Tilgung und Verzinsung seiner Schulden. Ziel des Ratings ist es, die Ausfallwahrscheinlichkeit eines Kredites festzustellen. Die Aussage des Ratings basiert auf standardisierten quantitativen und qualitativen Kriterien.“[47] Dies wird mittels einer Methode der Datenerhebung durchgeführt, welche anhand vorgegebener Merkmale ein Untersuchungsobjekt auf einer Ratingskala einordnet.[48]

Die Bedeutung des Ratings in bezug auf die Kreditfinanzierung in Deutschland möchte die Autorin anhand eines Zitates deutlich machen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Zitat von Andrè Kostolany[49] über Kreditentscheidungen

3.2.1.2 Rating-Arten

Es wurde im Rahmen dieser Arbeit bereits näher darauf eingegangen, dass der Begriff Rating als Ergebnis für viele unterschiedliche Bewertungsvorgänge verwendet wird. Im Folgenden ist insbesondere die Einordnung des Mittelstands-Ratings in einem Kontext der verschiedenen Ausgestaltungsformen des Ratings von Belang.

Vorerst ist für die Abgrenzung von Ratingarten die klassische Unterteilung in Emmissions-Ratings und Emittenten-Ratings vorzunehmen. Ein Rating kann sich daher entweder auf einen genau definierten Finanztitel (Emissions-Rating) oder allgemein auf die Bonität eines Schuldners (Emittenten-Rating) beziehen. „Ein Emissions-Rating gibt die Fähigkeit und rechtliche Bindung eines Schuldners wieder, Zins und Tilgung einer bestimmten Schuldverschreibung zu bedienen.“[50] Die Ratingagentur ratet also sowohl das Unternehmen als auch die jeweilige Kapitalmarkttransaktion. Emittenten-Ratings werden durch die ganzheitliche Analyse eines Unternehmens ermittelt und bilden die Grundlage eines Emissions-Ratings. Durch zusätzliche Aspekte wie Laufzeit, Rang, Sicherheiten und so weiter kann das Emissions- vom Emittenten-Rating abweichen.[51]

Eine weitere Unterteilung nach Rating-Arten ist die Unterscheidung in Solicited und Unsolicited Ratings. Von einem Solicited Rating wird gesprochen, wenn das zu bewertende Unternehmen der Initiator des Ratings ist und der Ratingagentur einen Auftrag zur Durchführung des Ratings erteilt.[52] Ein Unsolicited Rating bedeutet, dass ein Rating ohne besonderen Auftrag von einer Ratingagentur angefertigt wird, beispielsweise aufgrund der Anfrage eines Investors. Ein solches Rating wird ohne Mitwirken des Emittenten und nur auf Grundlage von öffentlich zugänglichen Unternehmensinformationen erstellt. Da dieses Rating allein auf die publizierten Informationen des Unternehmens und dem Kenntnisstand der Agentur basiert, ist dessen Informationsqualität in der Regel geringer.[53]

Neben den bereits genannten Rating-Arten unterscheidet die Finanzwirtschaft zwischen Debt- und Equity-Ratings. „Während Debt-Ratings auf Fremdkapitalinstrumente ausgerichtet sind, zielen Equity-Ratings auf die Bewertung von Eigenkapitaltiteln ab. Das Debit-Rating konzentriert sich auf die Beurteilung der Bonität eines Unternehmens im Sinne einer Kreditvergabe und hat deshalb ein anderes Ziel als das Equity-Rating.“[54]

Die Begriffe Unternehmens-Rating, Rating für den Mittelstand und Mittelstands-Rating[55] sind im Zusammenhang mit der Neugründung von Ratingagenturen Ende der neunziger Jahre bekannt geworden. Die Definition des Begriffs Mittelstand-Rating stellt sich ebenso schwierig dar, wie die Definition des Begriffs Mittelstand an sich (s. Kapital 4.1). Es kann zu viele Interpretationsansätze geben, die vom jeweiligen Standpunkt des Betrachters auch sinnvoll und richtig sein können. Mittelstands-Ratings müssen in jedem Fall sachgerecht sein und die Besonderheiten des Mittelstandes wie zum Beispiel die Integration von Management und Gesellschafterkreis sowie die gegebene, häufig starke Einbindung in bestehende Wertschöpfungsketten berücksichtigen. Mittelstands-Ratings haben am Ende wie jedes Rating zum Ziel, zuverlässige und statistisch valide Ausfallwahrscheinlichkeiten zu begründen.[56]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6: Überblick über die Verwendung von Ratingsystemen[57]

Um Näheres über die Rolle des Ratings für mittelständische Unternehmen, inwiefern das Rating als Instrument zur objektiven Bonitätsbeurteilung herangezogen werden kann und die Vor- und Nachteile von externen und bankinternen Ratings zu erfahren, wird an dieser Stelle auf das Kapitel Nummer 5 und die damit verbundenen Unterkapitel verwiesen.

3.3 Säule II: Der bankenaufsichtliche Überprüfungsprozess

Die zweite Säule des neuen Baseler Akkords stellt das bankenaufsichtliche Überprüfungsverfahren (Supervisiory Review Process, SRP) dar, welches für Basel II überarbeitet wurde. Es soll nicht nur sicherstellen, dass die Banken über ein angemessenes Eigenkapital für die mit Risiken behafteten Geschäfte vorhalten, sondern das vorrangige Ziel ist eine stärker qualitativ ausgerichtete Bankenaufsicht im Hinblick auf geeignete Überprüfung der komplexer gewordenen Bewertungsverfahren für die Eigenkapitalunterlegung aus Säule I.

Folgende vier Bereiche werden durch die zu diesem Zweck vom Baseler Ausschuss entworfenen vier Grundsätze erfasst:

1. Interne Aufsicht: Die Banken werden angehalten, ihre bankinternen Risikoanalyseverfahren ständig einzusetzen, weiterzuentwickeln und die verbesserten Varianten schnellstmöglich einzusetzen.
2. Externe Aufsicht: Hier sollen vor allem externe Faktoren, wie z.B. Zinsänderungsrisiko oder der Einfluss von Konjunkturschwankungen berücksichtigt werden.
3. Kommunikation zwischen Banken und Aufsichtsbehörden: Es soll ein Dialog aufgebaut und ausgeweitet werden, da den Kreditinstituten eine stärkere Eigenverantwortung bei der Bewertung, Steuerung und Überwachung von Risiken übertragen wird.
4. Maßnahmen: Die Bankenaufsicht kann jederzeit Maßnahmen ergreifen, wenn sie es für angemessen erachtet (z.B. stärkere Überwachung der Bank oder Forderung einer höheren Risikobewertung).[58]

Mit den Kompetenzen aus den Bestimmungen der 2. Säule wird die Bankenaufsicht in die Lage versetzt, situativ und flexibel auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren zu können. Unterschreitet beispielsweise ein Kreditinstitut die Mindestkapitalanforderungen aus Säule I, so könnten von ihr entsprechende Zuschläge gefordert werden.

3.4 Säule III: Marktdisziplin

„Die Forderung nach einer stärken Markttransparenz rundet das „Drei-Säulen-Konzept“ ab.“[59] Mit Hilfe erweiterter Offenlegungsanforderungen soll zwischen den Banken für eine erhöhte Transparenz gesorgt und Vertrauen bei allen Marktteilnehmern geschaffen werden. Der entstehende Marktdruck und Wettbewerb unter den Banken wird bei den Banken einen Automatismus erzeugen, der für eine angemessene Risikostruktur und Risikovergütung sorgt.

Die Offenlegung umfasst vier Bereiche:

- Anwendung der Eigenkapitalvorschriften.
- Eigenkapitalstruktur[60].
- Eingegangene Risiken (unter anderem Kreditrisiko, Marktrisiko, operationelles Risiko und Zinsänderungsrisiko).
- Angemessenheit der Eigenkapitalausstattung.

4 Der Mittelstand

4.1 Definition Mittelstand

Eine einheitliche Definition des Begriffs „Mittelstand“ - international auch unter der Bezeichnung KMU (kleine und mittelständische Unternehmen) oder SME (small and medium sized enterprises) bekannt - existiert nicht.[61] Aufgrund der Tatsache, dass dennoch in der Wirtschaftspolitik und den damit verbundenen einschlägigen Medien kaum ein Schlagwort häufiger fällt, ist es von großer Wichtigkeit, eine Abgrenzung dieses Begriffs zu versuchen. Die erforderlichen Maßstäbe zur Begriffsdefinition und –abgrenzung der kleinen und mittleren Unternehmen sowie der mittelständischen Unternehmen[62] von Großunternehmen können „sowohl eindimensionaler als auch mehrdimensionaler Gestalt“[63] sein in dem Sinne, dass „sowohl quantitative als auch qualitative Abgrenzungsmerkmale“[64] herangezogen werden.

Der Brockhaus definiert beispielsweise den Begriff „Mittelstand“ wie folgt: „die mittelständische Wirtschaft, Unternehmen, die zwischen Kleinbetrieben und Großunternehmen stehen. Sie sind Gegenstand der Mittelstandspolitik“[65].

Das Gabler Wirtschaftslexikon beschreibt näher: „gewerblicher Mittelstand, mittelständische Unternehmen, kleine und mittlere Unternehmen. Für die Abgrenzung des Mittelstandes gegenüber großen Unternehmen wird auf die Höhe des Umsatzes und/oder die Beschäftigtenzahl der Unternehmen, teils auch auf die Bilanzsumme Bezug genommen. Neben diesen quantitativen Merkmalen werden aber auch qualitative Aspekte wie die Einheit von Eigentum und unternehmerischer Verantwortung als charakteristisch für den Mittelstand angesehen…“[66].

4.1.1 Quantitative Merkmale

Weder weltweit, noch europaweit, geschweige denn in den einzelnen Ländern gibt es eine „allgemein verbindliche“ quantitative Abgrenzung für mittelständische Unternehmen.[67] Auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene ist jedoch „der Rückgriff auf die Zahl der Beschäftigten oder die Umsätze bei eindimensionalen Begriffsabgrenzungen üblich geworden“[68], wobei hierbei die Zahl der Kategorisierungen nahezu der Zahl der Urheber gleicht[69]. In der Wirkung existieren parallel zueinander zahlreiche Größendefinitionen kleine und mittlere Unternehmen betreffend.

Die zwei am häufigsten verwendeten Definitionen finden ihren Ursprung beim Institut für Mittelstandsforschung (IfM) in Bonn und in der EU-Kommission.

Die Mittelstandsabgrenzung des Instituts für Mittelstandsforschung in Bonn stellt sich wie folgt dar:

Tabelle 3: Mittelstandsabgrenzung nach quantitativen Merkmalen gem. IfM/Bonn[70]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Nach dieser Definition kommt man im Mittelstand für das Jahr 2001 in Deutschland auf 2.132.811 Unternehmen[72], welche folgende Betriebsgrößenstruktur aufweisen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 7: Betriebsgrößenstruktur nach Zahl der Beschäftigten 2001[73]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 8: Mittelstand - Quantitativ[74]

Anhand der oben stehenden Grafik ist deutlich zu erkennen, dass der Anteil der Mittelstandsunternehmen, die mehr als 500 Beschäftigte haben und einen Umsatz von mehr als 50 Millionen Euro erwirtschaften, verschwindend gering ist.

Der Begriff wirtschaftlicher Mittelstand ist ausschließlich in Deutschland gebräuchlich, während man außerhalb unserer Landesgrenzen von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) spricht.[75] Die Definition der Europäischen Union für KMU[76] lässt sich in folgender Tabelle ersehen:

Tabelle 4: Definition KMU der Europäischen Union[77]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

* Unternehmen dürfen sich nicht zu 25 % oder mehr im Besitz eines oder mehrerer anderer Unternehmen, die nicht unter die KMU-Definition fallen, befinden.[78]

Neben Umsatzgröße und Mitarbeiterzahl ist auch der Verflechtungsgrad der Wirtschaft von zunehmender Bedeutung. So sind Unternehmen und Unternehmenseinheiten, die zwar unter einer einheitlichen Konzernleitung stehen, aber nicht als unternehmenszugehörig identifiziert werden können die Folge von Abspaltungen, Übernahmen, Käufen und Verkäufen. Die Europäische Union hat wie in der oben stehenden Tabelle 4 zu sehen, dieser Problematik Rechnung getragen und die Kriterien Bilanzsumme sowie Ausmaß des Verbundes zwischen Unternehmen in ihre Definition mit aufgenommen.[79] Diese Definition durch den KMU-Gemeinschaftsrahmen für staatliche Beihilfen der Europäischen Union findet eine hohe Beachtung und wird vielfach angewandt, da sie oftmals die Grundlage für Genehmigungsverfahren von Förderprogrammen bildet.

Von großer Wichtigkeit ist in diesem Zusammenhang, dass die Umsatzhöhe bzw. Bilanzsumme unmittelbare Auswirkungen auf Detailbestimmungen im Regelwerk zur Berechnung der neuen Eigenkapitalanforderungen nach Basel II hat. An dieser Stelle sei erwähnt, dass sich für Kredite an Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 5 Mio. Euro bis zu 50 Mio. Euro umsatzabhängige Erleichterungen bei der Höhe der Eigenkapitalanforderungen ergeben können.[80] Aus diesem Umstand lässt sich folgende Tendenzaussage ableiten: Beginnend mit einem Jahresumsatz von 50 Mio. Euro nimmt unter sonst gleichen Bedingungen bei sinkendem Umsatz die Höhe der Eigenkapitalanforderungen ab.

Je kleiner dementsprechend das am Umsatz gemessene Unternehmen, desto niedriger die Eigenkapitalanforderungen. Die maximale Entlastung liegt dabei bei einem Umsatz von 5 Mio. Euro. Ab einem Jahresumsatz größer 50 Mio. Euro entfällt die umsatzabhängige Entlastung bei der Berechnung der Eigenkapitalanforderungen.

Ferner kann die durchschnittliche Höhe des Jahresumsatzes auch entscheidend für die Zuordnung zu einem spezifischen Ratingsegment bei einer Bank sein.

So unterscheidet die Landesbank Baden-Württemberg bundesweit zwischen sechs Kundengruppen bzw. Ratingsegmenten:

- Existenzgründer
- Freiberufler
- Geschäftskunden mit einem Umsatz bis 250.000 Euro
- Geschäfts- und Gewerbekunden mit einem Umsatz zwischen 250.000 Euro und 2,5 Mio. Euro
- Unternehmenskunden mit einem Umsatz zwischen 2,5 Mio. Euro und 20 Mio. Euro
- Unternehmenskunden mit einem Umsatz zwischen 20 Mio. Euro und 500 Mio. Euro

4.1.2 Qualitative Merkmale

Der Begriff „Mittelstand“ umschließt jedoch nicht nur quantitative Merkmale, sondern auch qualitative Komponenten sind damit verbunden.

Diese qualitativen Abgrenzungsmerkmale beschreiben Besonderheiten von mittelständischen Unternehmen, die sie vom Wesen her von anderen Unternehmensgrößen differenzieren sollen.[81] Dabei zielt die qualitative Begriffsabgrenzung des „Mittelstands“ nicht auf eine quantitative Betriebsgröße ab, sondern auf den ganz besonderen Betriebstyp des mittelständischen Unternehmens ab.

Das Institut für Mittelstandsforschung in Bonn sieht folgende qualitativen Merkmale als charakteristisch für den Mittelstand an:

- Einheit von Eigentum, Risiko und Kontrolle
- Einheit von Leitung, Entscheidung und Verantwortung
- Flache Hierarchie. Konsens zwischen Leitung und Personal
- Geringer Formalisierungsgrad
- Lokaler Bezug. Markt- und Kundennähe
- Persönliche Beziehungen zwischen Unternehmen und Umwelt[82]

4.2 Bedeutung des Mittelstandes in Deutschland

„In Deutschland sind – wie in fast allen Industrieländern – mehr als 99 % aller Unternehmen dem Mittelstand (bzw. den kleinen und mittleren Unternehmen, KMU) zuzurechnen.“[83]

Auf Basis der Definition des IFM Bonn gab es im Jahr 2000 rund 3,3 Millionen mittelständische Unternehmen in Deutschland mit rund 20,1 Millionen Beschäftigten.[84]

Dies entspricht:

- 99,7% aller umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen, welche
- 43,2% aller steuerpflichtigen Umsätze tätigen und
- 69,7% aller Arbeitnehmer beschäftigen und
- 83,0% aller Lehrlinge ausbilden.[85]

In 2003 arbeiteten 80 % aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in einem mittelständischen Betrieb. Kleine Betriebe haben in den letzten Jahren per Saldo Arbeitsplätze geschaffen, während mittlere und große Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten netto sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze abbauten.[86]

Diese Zahlen unterstreichen die Bedeutung der Worte unseres Arbeits- und Wirtschaftsministers Clement: „Wenn wir über den Mittelstand sprechen, dann sprechen wir über die Sicherung der wirtschaftlichen Zukunft unseres Landes.“[87]

Zur aktuellen Situation ist zu bemerken, dass die konjunkturelle Schwäche des Mittelstandes das vierte Jahr in Folge andauert. Als Ursachen dafür gelten die ausgeprägte Inlandsorientierung und die schwache Binnennachfrage. Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich jedoch ab Mitte 2003 verbessert – der Irak-Krieg endete und ein Abklingen der SARS-Epidemie war in Sicht. Zum Jahresende 2003 setzte eine verhaltene Erholung der Mittelstandskonjunktur ein, die von einer leichten Verbesserung der wirtschaftlichen Situation im Verlauf von 2003, vor allem aber von vorsichtig optimistischen Erwartungen für 2004 getragen wird.

1999 zeigte sich ein Rückgang der Gründungszahlen und dieser Trend setzte sich auch im Jahr 2002 fort. Als wesentliche Ursachen für diesen Rückgang sind die ungünstige konjunkturelle Lage und die nur wenig besseren Konjunkturaussichten zu werten. Zwar war in 2002 auch der Saldo aus Gründungen und Liquidationen positiv, allerdings auf deutlich niedrigerem Niveau als im letzten Jahrzehnt. „2003 dürfte die Zahl der Gründungen wieder zugenommen haben.“[88] Weil die Veränderung des Unternehmensbestandes infolge von Gründungen und Liquidationen in einem erheblichen Maß die Produktivität einer Volkswirtschaft beeinflussen, ist eine positive Trendwende in diesem Bereich von großer Bedeutung für die deutsche Wirtschaft.[89]

[...]


[1] Hanker, Peter: Keine Angst vor Basel II, 1. Auflage, Wiesbaden 2003 Deutscher Genossenschaftsverlag.

[2] Übelhör, Matthias/Warns, Christian: Basel II - Auswirkungen auf die Finanzierung / Unternehmen und Banken im Strukturwandel, 1. Auflage, Heidenau 2004 pd-Verlag.

[3] Wolf, Jakob: Basel II – Kreditrating als Chance, 1. Auflage, Regensburg 2003 Metropolitan Verlag.

[4] Bruckner, Pascal/Hammerschmied, Ilse: Basel II – Aphorismen wider den tierischen Ernst, 1. Auflage, Wien 2003 Manzsche Verlagsbuchhandlung.

[5] nachfolgend: Baseler Ausschuss.

[6] Vgl. Braun, Peter: Rating kompakt – Basel II und die neue Kreditwürdigkeitsprüfung, Augsburg 2002 Kognos Verlag, S. 14.

[7] Prof. Dr. Harald Ehlers: Basel II/Rating: Die Hausaufgaben für Mittelstandsunternehmer und ihre Berater, Herne/Berlin 2003 NWB-Verlag, S. 7.

[8] Vgl. Hanker, Peter: Keine Angst vor Basel II. 1. Auflage, Wiesbaden 2003, Deutscher Genossenschafts-Verlag eG, S. 20.

[9] Vgl. Deutsche Bundesbank: Monatsbericht April 2001, S. 16 im Internet abgerufen am 09.02.2004 unter: http://www.bundesbank.de/bank/download/pdf/basel.pdf.

[10] Vgl. Keiner, Thomas: Rating für den Mittelstand. Frankfurt/New York 2001 Campus Verlag, S. 9.

[11] Kreditrisiko = die Gefahr einer Nichterfüllung von Zahlungsanwartschaften z.B. aufgrund einer Insolvenz des Vertragspartners abgerufen im Internet am 11.02.2004 unter: http://www.banken-competence-center.de/banken.nsf/0/d0c6caebbc20b1fac12569f10047ee16?OpenDocument.

[12] Mit Marktpreisrisiken sind Geschäfte behaftet, deren Wert von der Entwicklung eines Marktpreises bzw. Börsenpreises abhängt. Je nach Art des Marktpreises lassen sich Fremdwährungs-, Rohwaren-, Zinsänderungs- bzw. Aktienkursrisiken unterscheiden.

[13] Vgl. Deutsche Bundesbank: Grundsatz I über Eigenmittel der Kreditinstitute. Abgerufen im Internet am 09.02.2004 unter: http://www.bundesbank.de/bank/download/pdf/grundsatzi.pdf.

[14] Vgl. Brockhaus - Die Enzyklopädie : in 24 Bänden. 20., neu bearbeitete Auflage. Leipzig, Mannheim: F.A. Brockhaus. Abgerufen im Internet am 12.02.04 unter: http://www2.cw.xipolis.net/189f69dcdd6991b5b007eabb3db83ff2b/suche/artikel.php?shortname=b24&artikel_id=18044001&verweis=1.

[15] Gleißner, Werner/Füser, Karsten: Leitfaden Rating. Basel II: Rating-Strategien für den Mittelstand, München 2002 Verlag Vahlen, S. 51.

[16] Vgl. Keiner, Thomas: Rating für den Mittelstand. Frankfurt/New York 2001 Campus Verlag, S. 24.

[17] Vgl. Deutsche Bundesbank: Grundsatz I über Eigenmittel der Kreditinstitute. Abgerufen im Internet am 09.02.2004 unter: http://www.bundesbank.de/bank/download/pdf/grundsatzi.pdf.

[18] Vgl. Deutsche Bundesbank: Solvabilitätsgrundsatz. Abgerufen im Internet am 09.02.2004 unter: http://www.bundesbank.de/bank/bank_eigen_grund.php.

[19] Keiner, Thomas: Rating für den Mittelstand. Frankfurt/New York 2001 Campus Verlag, S. 25.

[20] Vgl. Keiner, Thomas: Rating für den Mittelstand. Frankfurt/New York 2001 Campus Verlag, S. 25.

[21] Vgl. Hanker, Peter: Keine Angst vor Basel II, 1. Auflage, Wiesbaden 2003 Deutscher Genossenschaftsverlag, S. 22.

[22] Vgl. Simon Kucher & Partners, Strategegy & Marketing Consultans: Was ist Strategie? in Paul, Michael (Hrsg.): So entwickeln Sie Ihre Unternehmensstrategie, Frankfurt/Wien 2002, Redline Wirtschaft bei Ueberreuter, S. 45.

[23] Vgl. Brockhaus, Miriam: Basel II. Düsseldorf 2002, VDM Verlag Dr. Müller, S. 32.

[24] Vgl. Keiner, Thomas: Rating für den Mittelstand. Frankfurt/New York 2001 Campus Verlag, S. 30.

[25] Vgl. Bank For International Settlements: Basel Committee on Banking Supervision – Quantitative Impact Study 3, October 2002 im Internet, angerufen am 11.02.04 unter: http://www.bundesbank.de/bank/download/pdf/qis3/QIS3_Instructions_SAonly.pdf.

[26] Vgl. Financial Times Deutschland vom 13.10.2003: Bankenverbände begrüßen Kompromiss zu Basel II, abgerufen im Internet am 11.02.04 unter: http://www.ftd.de/ub/fi/1066030064534.html?nv=rs.

[27] eigene Anfertigung.

[28] Vgl. Artikel im Handelsblatt vom 16.01.2004: Experten sehen Fortschritte bei Basel II.

[29] Vgl. Kütter, Georg/Loch, Friedemann/Thelen-Pischke, Hiltrud: Das zweite Konsultationspaper zur Überarbeitung der Basler Eigenkapitalübereinkunft. In: Die Bank, 2001, Nr. 4, S. 33-36.

[30] Vgl. Hanker, Peter: Keine Angst vor Basel II, 1. Auflage, Wiesbaden 2003 Deutscher Genossenschaftsverlag, S. 25.

[31] Vgl. Geisen, Bernd/ Demps, Jürgen/ Schüller, Rudolf: Rating für den Mittelstand, KfW Bankengruppe (Hrsg.), Ulm 2003 Ebner & Spiegel, S. 15.

[32] Vgl. Hanker, Peter: Keine Angst vor Basel II, 1. Auflage, Wiesbaden 2003 Deutscher Genossenschaftsverlag, S. 49.

[33] Vgl. Systor AG – Consulting. Abgerufen am 12.02.04 unter: http://www.systor.com/core_special_basel2.htm.

[34] Vgl. Übelhör, Matthias/Warns, Cristian (Hrsg.): Basel II – Auswirkungen auf die Finanzierung – Unternehmen und Banken im Strukturwandel. Heidenau 2004 PD-Verlag, S. 21.

[35] Vgl. Hanker, Peter: Keine Angst vor Basel II. 1. Auflage, Wiesbaden 2003, Deutscher Genossenschafts-Verlag eG, S. 167 in Anlehnung an die Definition des Baseler Ausschuss im Rahmen von Basel II.

[36] Vgl. Basel Committee on Banking Supervision: Working Paper on the IRB Treatment of Expected Losses an Future Margin Income. Abgerufen im Internet am 12.02.04 unter: http://www.bis.org/publ/bcbs_wp5.pdf.

[37] Vgl. Klingen, Elisabeth/ Wild. Christian: Die Behandlung der operationellen Risiken. Erschienen im Genossenschaftsblatt: Basel II & Rating – Banken und Mittelstand NEU im Dialog, München 07/2002, S. 14-19.

[38] Übelhör, Matthias/Warns, Christian: Basel II - Auswirkungen auf die Finanzierung / Unternehmen und Banken im Strukturwandel, 1. Auflage, Heidenau 2004 pd-Verlag, S. 32.

[39] eigene Anfertigung.

[40] Ergänzende Literatur: Minz/Niemeyer/Wiedemann: Operationelle Risiken - Handlungsfelder für Kreditinstitute, Stuttgart 2003 Deutscher Sparkassenverlag oder Minz, Annette: Operationelle Risiken in Kreditinstituten, Frankfurt 2002 Bankakademieverlag.

[41] Vgl. Übelhör, Matthias/Warns, Christian: Basel II - Auswirkungen auf die Finanzierung / Unternehmen und Banken im Strukturwandel, 1. Auflage, Heidenau 2004 pd-Verlag, S. 33.

[42] Vgl. Deutsche Bundesbank. Abgerufen am 12.02.04 unter: http://www.bundesbank.de/bank/bank_basel_saeule.php.

[43] Vgl. LEO-Web-Wörterbuch. Abgerufen im Internet am 12.02.04 unter: http://dict.leo.org/?search=to+rate&searchLoc=0&relink=on&spellToler=std&sectHdr=on&tableBorder=1&cmpType=relaxed&lang=de.

[44] Vgl. Braun, Peter: Rating kompakt – Basel II und die neue Kreditwürdigkeitsprüfung. Augsburg 2002 Kognos Verlag, S. 19.

[45] engl. credit rating = Beurteilung der Kreditfähigkeit/Kreditwürdigkeit. Abgerufen im Internet am 13.02.2004 unter: http://dict.leo.org/?search=credit+rating&searchLoc=0&relink=on&spellToler=std&sectHdr=on&tableBorder=1&cmpType=relaxed&lang=de.

[46] Zur historischen Entwicklung des Ratings vgl. z.B. Hundt, Irina/Neitz, Bernd/Grabau, Fritz-René: Rating als Chance für kleine und mittlere Unternehmen, S. 15 oder Berblinger, Jürgen: Markttransparenz des Rating durch Qualität in: Handbuch Rating S. 25-31.

[47] Hanker, Peter: Keine Angst vor Basel II, 1. Auflage, Wiesbaden 2003 Deutscher Genossenschaftsverlag, S. 168.

[48] Vgl. Gabler Wirtschaftslexikon: O-R, 14., vollständig überarbeitete und erweiterte Ausgabe, Wiesbaden 1997, Dr. Th. Gabler Verlag, S. 3179.

[49] Andre Kostolany wurde 1906 in Ungarn geboren und starb am 14.09.1999 in Paris.
Er studierte Philosophie und Kunstgeschichte und war ab 1920 Börsenspekulant.

[50] Vgl. Berblinger, Jürgen: Markttransparenz des Rating durch Qualität in: Handbuch Rating von Hans Büschgen und Oliver Everling, Wiesbaden 1996 Gabler Verlag, S. 34.

[51] Vgl. Koch, Wolfgang/Wegmann, Jürgen: Praktiker-Handbuch Rating- Anforderungen an Mittelstand und Banken. Stuttgart 2003 Schäffer-Poeschel Verlag, S. 180.

[52] Vgl. Martin Wambach/Rödl, Bernd: Rating. Franfurt 2001 Frankfurter Allgemeine Buch, S. 13.

[53] Vgl. Schmidt, Matthias: Zweck, Ziel und Ablauf des Ratings aus Emittentensicht. In: Büschgen, Hans/Everling, Oliver (Hrsg.) Handbuch Rating. Wiesbaden 1996 Gabler Verlag, S. 268.

[54] BVRA – BundesVerband der RatingAdvisor. Abgerufen im Internet am 14.02.04 unter: http://www.bvra.de/rating_arten.php3.

[55] Im Folgenden wird einheitlich der Begriff Mittelstands-Rating verwendet.

[56] BVRA – BundesVerband der RatingAdvisor. Abgerufen im Internet am 14.02.04 unter: http://www.bvra.de/rating_arten.php3.

[57] eigene Anfertigung.

[58] Vgl. Übelhör, Matthias/Warns, Christian: Basel II - Auswirkungen auf die Finanzierung / Unternehmen und Banken im Strukturwandel, 1. Auflage, Heidenau 2004 pd-Verlag, S. 34-35.

[59] Vgl. Übelhör, Matthias/Warns, Christian: Basel II - Auswirkungen auf die Finanzierung / Unternehmen und Banken im Strukturwandel, 1. Auflage, Heidenau 2004 pd-Verlag, S. 36.

[60] Eigenmittel bestehen aus dem Haftenden Eigenkapital und den Drittrangmitteln.

[61] Vgl. Betriebswirtschaftliches Forschungszentrum für Fragen der mittelständischen Wirtschaft e.V. an der Universität Bayreuth (BF/MOE-Bayreuth) (2001): Abschlussbericht, S. 6.

[62] Im Folgenden dieser Arbeit werden die Begriffe Klein- und Mittelunternehmen sowie mittelständische Unternehmen synonym verwendet. Um einer Differenzierung der Begriffe Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen nachzugehen vgl. Mugler, Josef: Betriebswirtschaftslehre, 2. überarbeitete Auflage, Heidelberg 1995 Springer Verlag.

[63] Theile, Konstantin.: Ganzheitliches Management, Bern 1996 Paul Haupt, S. 16.

[64] Theile, Konstantin.: Ganzheitliches Management, Bern 1996 Paul Haupt, S. 16.

[65] Brockhaus Wirtschaft, Leipzig/Mannheim 2004 Brockhaus Verlag.

[66] Gabler Wirtschaftslexikon Band 10, 14. Auflage, Wiesbaden 1997 Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler , S. 2642.

[67] Vgl. Mugler, Josef: Betriebswirtschaftslehre, 2. überarbeitete Auflage, Heidelberg 1995 Springer Verlag, S. 30.

[68] Wittmann, Waldemar (Hrsg.): Enzyklopädie der Betriebswirtschaftslehre In Handwörterbuch der Betriebswirtschaftslehre, Band 2, 5. völlig neu gestaltete Auflage, Stuttgart 1993 Schäffer-Poeschel Verlag.

[69] Vgl. Theile, Konstantin.: Ganzheitliches Management, Bern 1996 Paul Haupt S. 16.

[70] Vgl. Institut für Mittelstandsforschung: Definition des Mittelstandes. Abgerufen am 15.02.2004 unter http://www.ifm-bonn.org/dienste/daten.htm.

[71] Bis zur Euroumstellung am 01.01.2001 wurden die Umsatzgrenzen bei kleineren Unternehmen bis unter 1 Million DM, bei mittleren Unternehmen bis 100 Millionen DM und bei großen Unternehmen ab 100 Millionen DM festgesetzt. Bei den Beschäftigtenzahlen ergab sich keine Veränderung.

[72] Vgl. Institut für Mittelstandsforschung: Schlüsselzahlen zum Mittelstand 2002 abgerufen am 15.02.2004 unter http://www.ifm-bonn.org/dienste/daten.htm.

[73] eigene Anfertigung.

[74] eigene Anfertigung.

[75] Vgl. Günterberg, B./Walter, H.J.: Mittelstand in der Gesamtwirtschaft, 2002, S. 1 abgerufen am 15.02.2004 unter http://www.ifm-bonn.org/dienste/kap-1.pdf.

[76] Europäische Union, Definition of Small and Medium-Sized Enterprises 2002 abgerufen am 15.02.2004 unter http://europa.eu.int/comm/enterprise/consultations/sme_definition/index.htm oder in deutscher Sprache unter http://www.ffo.ihk24.de/FFIHK24/FFIHK24/produktmarken/international/anhaengsel/KMU_Fassung6-5-03-de.pdf.

[77] eigene Anfertigung.

[78] Vgl. Empfehlung der Kommission vom 03.04.1996: Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften Nr. L 107/4 vom 30.04.1996 i.V. m. Verordnung EG Nr. 1103/97 des Rates vom 17.06.1997.

[79] Europäische Union, Definition of Small and Medium-Sized Enterprises 2002 abgerufen am 15.02.2004 unter http://europa.eu.int/comm/enterprise/consultations/sme_definition/index.htm oder in deutscher Sprache unter http://www.ffo.ihk24.de/FFIHK24/FFIHK24/produktmarken/international/anhaengsel/KMU_Fassung6-5-03-de.pdf.

[80] Vgl. Wilkens Marco./Baule Rainer: Basel II, in Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen (ZFGK), Jahrgang 55, Ausgabe 2002-22, Göttingen 2002, S. 1198-1201.

[81] Vgl. Held, Holger.: Außenwirtschaftsförderung für mittelständische Unternehmen in Deutschland, Bayreuth 2000 P.C.O.-Verlag, S. 8.

[82] Vgl. Dr. Gunter Kayser.: Was sind eigentlich KMU? - Diskussionsbeitrag zur Kuratoriumssitzung der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V., Bonn 200, Institut für Mittelstandsforschung Bonn.

[83] Institut für Mittelstandsforschung: Mittelstandsmonitor 2004 – Chancen zum Aufschwung nutzen. Abgerufen am 30.03.2004 unter http://www.ifm-bonn.org/ergebnisse.

[84] Leider konnten keine aktuelleren Daten beschafft werden, da nach Auskunft des IfM Bonn die aktuelle Unternehmensgrößenstatistik in der zweiten Jahreshälfte 2004 erhoben wird.

[85] Vgl. IfM Bonn: Mittelstand in der Gesamtwirtschaft – Unternehmensgrößenstatistik 2001/2002 - von Brigitte Günterberg und Hans-Jürgen Wolter abgerufen im Internet am 06.02.04 unter http://www.ifm-bonn.org/.

[86] Vgl. Institut für Mittelstandsforschung: Mittelstandsmonitor 2004 – Chancen zum Aufschwung nutzen, S. 5. Abgerufen am 30.03.2004 unter http://www.ifm-bonn.org/ergebnisse.

[87] Vgl. Minister Clement zur Mittelstandspolitik vom 03.02.2003 abgerufen im Internet am 06.02.04 unter http://www.mittelstandsportal.de/wirtschaft/Minister%20Clement%20zur%20Mittelstandspolitik.html.

[88] Vgl. Institut für Mittelstandsforschung: Mittelstandsmonitor 2004 – Chancen zum Aufschwung nutzen, S. 4. Abgerufen am 30.03.2004 unter http://www.ifm-bonn.org/ergebnisse.

[89] Vgl. IfM Bonn: Mittelstandsmonitor 2003 abgerufen im Internet am 06.02.04 unter http://www.ifm-bonn.org/.

Details

Seiten
124
Jahr
2004
ISBN (eBook)
9783638397186
Dateigröße
3.3 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v41465
Institution / Hochschule
Wissenschaftliche Hochschule Lahr
Note
1,3
Schlagworte
Auswirkungen Basel Unternehmen Beispiel Autohauses

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Titel: Auswirkungen von Basel II auf mittelständische Unternehmen am Beispiel eines Autohauses