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Der Punk als Subkultur. Ursprung und Entwicklung in Deutschland

von Lissi Theisen (Autor)

Hausarbeit 2016 9 Seiten

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung.

2. Jugend(sub)kulturen.
2.1 Begriffserklärung.
2.2 Wandel der Jugend im Laufe der Zeit.

3. Punk - Von seinen Anfängen bis heute.
3.1 Entstehung des Punk.
3.2 Punk in Deutschland.
3.3 Punk heute.

4. Resümee.

Literaturverzeichnis.

1. Einleitung

Der Begriff „Punk“ wird häufig mit Begriffen wie Gammler, Irokesenhaarschnitt, Ratten, Müll, Alptraum aller Eltern, Arbeitslosigkeit und vielleicht sogar Obdachlosigkeit assoziiert. Wer den Titel „Punk“ trägt, gilt in der Regel als Außenseiter mit geringem Ansehen. Doch Punk ist eben nicht nur dieses Vorurteil, Punk ist eine Selbstverwirklichung und eine Art von selbstbestimmter Freiheit.

In dieser Hausarbeit wird sich dem Punk als Jugendkultur gewidmet. Mich hat diese Art der Jugendkultur schon immer sehr fasziniert und irgendwie in ihren Bann gezogen. Der Begriff Punk steht nicht nur in Deutschland für eine rebellische und provokante Jugendkultur. Der Begriff Punk, ursprünglich eine Bezeichnung für das Minderwertige, erreichte über die USA (dort heute noch negativ und minderwertig behaftet) und Großbritannien u.a. Deutschland. Punk hat sich hier, anders als in den USA, als Kultur etabliert. Konnte sich diese Kultur bis heute in Deutschland halten und wenn ja, wie? Auf diese Frage wird in dieser Hausarbeit das Hauptaugenmerk gelegt. Gezeigt wird der Weg des Punks und wie er in Deutschland Einzug gehalten, Anklang gefunden und sich bis heute erhalten hat.

Zum besseren Verständnis wird unter Punkt 2.1 der Begriff der Jugendkulturen erläutert. Auf den Wandel der Jugend im Laufe der Zeit wird unter Punkt 2.2 eingegangen. Unter Punkt 3 wird die Geschichte des Punks und dessen Entstehung beleuchtet, wobei sich aber hauptsächlich an Großbritannien als Entstehungsland gehalten wird. In den nachgehenden Unterkapiteln wird der Punk in Deutschland generell und zur heutigen Zeit erörtert.

2. Jugend(sub)kulturen

2.1 Begriffserklärung

Subkulturen gelten als Teilkulturen einer konkreten Gesellschaft. „Unter Teilkulturen verstehen wir ‚relativ kohärente kulturelle Systeme, die innerhalb des Gesamtsystems unserer nationalen Kultur eine Welt für sich darstellen‘. Solche Subkulturen entwickeln strukturelle und funktionale Eigenheiten, die ihre Mitglieder in gewissen Grade von der übrigen Gesellschaft unterscheiden.“ (zitiert nach: L. v. Friedeburg, 83; Baacke 2007, S.126).

Baacke definiert jugendliche Subkulturen als Ergebnis der unzureichenden Gesellschafts- und Erziehungsstruktur mit denen Sozialisierungsdefizite ersetzt werden. Doch eine genaue Definition gibt es nicht. Primär geht es um eine mittelständische Jugend und deren Freizeitgestaltung. Wegen der geringen Abweichung von der sozialen Norm wird die These zur Subkultur sogar von anderen Forschern widersprochen. Als Argument hierfür wird begründet, dass die soziale Schicht, in der sich Jugendliche befinden, deren Verhalten genauso bestimme wie eigene Werte. Baacke äußert sich zum Thema Subkultur wie folgt: „der Ausdruck „Subkultur“ suggeriert, es handele sich um kulturelle Sphären, die unterhalb der akzeptierten elitären Kultur liegen - von teilweise zweifelhaftem Wert und jedenfalls einem irgendwie „unteren“ Bereich zugehörig. Diese Deutung entspricht nicht den Tatsachen - wenn zwar sie häufig vertreten wird - und sollte vermieden werden“. Es lässt sich jedoch festhalten, dass Subkultur als Betonung der Eigenständigkeit kultureller Systeme haltbar ist. (vgl. Baacke 2007, S.127 - 134).

2.2 Wandel der Jugend im Laufe der Zeit

Schlägt man in einem Lexikon den Begriff „Jugend“ nach erhält man folgende Definition: „Lebensaltersstufe, deren Definition und altersmäßige Bestimmung meist unterschiedlich und ungenau ist, in der Regel die Zeit zwischen dem 12. und 25. Lebensjahr umfasst. In biologisch-medizinischer Sicht versteht man unter Jugend entweder generell die menschliche Entwicklungsphase zwischen Geburt und Erwachsenenalter oder teil diese in Kindheit und Jugend und bezeichnet mit Jugend nun die Zeit zwischen dem Beginn der Pubertät und dem Ende dieser biologischen Reifung.“ (Das neue Duden Lexikon 1991, Band 5, S.1923)

Der Begriff Jugend hat sich im Laufe der Zeit stark gewandelt. Die Interessen und Probleme der Jugendlichen ändern sich ständig. Während die Jugendlichen in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg durch die Eltern zu Tugend und Fleiß erzogen werden, werden die Jugendlichen in den 50er Jahren sehr prüde erzogen. Erst in den 60ern kämpfen die Jugendlichen dafür, offener mit dem Thema Sexualität umgehen zu können. In dieser politisch geprägten Zeit werden neue Lebensformen erkundet und erste Kommunen gegründet. Die Jugend will die Welt revolutionieren. In den 70er Jahren ist die Jugend überwiegend linksorientiert in denen politische Probleme oftmals auch mit Gewalt gelöst werden, aber auch immer mehr Diskotheken wachsen aus dem Erdboden, in denen massentaugliche und politische Tanzmusik gespielt wird. In den 80er und 90er Jahren verlaufen sich diese Werte und die Jugend wird wieder unpolitischer. Es ist eine Zeit der Zufriedenheit. Die Lust auf Partys steigt und mit ihr auch der Hang zu aufputschenden Drogen wie Extasy. Auch die Medien der jungen Leute bewegen sich weiter. Es gibt Handys mit denen man überall erreichbar ist und das Internet steht in seinen Kinderschuhen. Es öffnen sich ganz neue Welten. In der heutigen Zeit ist der Jugend kaum mehr eine Grenze gesetzt. Es gibt unzählige Jugendkulturen und jeder kann quasi machen was er will. (vgl. http://www.nordbayern.de/ressorts/szene-extra/gestern-und-heute-die-jugend-im-wandel-1.192444, 02.12.2016)

3. Punk - Von seinen Anfängen bis heute

3.1 Entstehung des Punk

Das Wort „Punk“ wird im Oxford Dictionary bereits für das 16. Jahrhundert belegt: „als Substantiv für Hure, als Adjektiv für verdorben, wertlos, ohne irgendwelche Qualitäten“

Die genaue Entstehung des Punk ist nicht festgelegt und in der Literatur sind verschiedene Jahre als Entstehungsjahre des Punk angegeben. Wird davon ausgegangen, dass die Ramones zu den Gründerbands des Punks gehören, so hat das, was wir heute unter Punk verstehen, den Ursprung in den USA in den 70er Jahren. Beim Punk geht es vor allem darum, in der Gemeinschaft Spaß zu haben, mit seinem Aussehen zu provozieren und Drogen aller Art zu konsumieren. (vgl. http://www.jackson.ch/punk_geschichte.htm, 02.12.2016)

1977 schwappt der Punk dann nach Großbritannien über. Hier entsteht die BandSex Pistolsdie vielen als die Gründerband des Punk bekannt ist. Am Tag des Thronjubiläums der Queen, am 06.06.1977, fahren die Sex Pistols mit einer Barkasse die Themse hinunter und spielen vor dem Unterhaus ihren Song God save the Queen/ the fascist Regime/ they made you a moron…/ we’re the poison in your human machine. Punk wird von den Jugendlichen vor allem mit Hässlichkeit verbunden und durch diese zum Ausdruck gebracht. Sie tragen Müllsäcke, haben Sicherheitsnadeln im Ohr und bunte Haare - alles nur um zu provozieren und ihre Gesinnung auszudrücken. Punk hat die Möglichkeiten provozierender Jugendkulturen am meisten angetrieben. Durch die Entstehung von Punk-Fanzines, Magazinen von Punks für Punks, wird der Punk schnell populär und das Gruppengefühl verstärkt. Auch wenn die Punk-Traditionen in den einzelnen Ländern doch sehr unterschiedlich sind, stimmen sie in ihren grundlegenden Eigenschaften der Selbstbestimmung überein. (vgl. Baacke 2007, S.75-77)

Und irgendwann Ende der 70er schafft es der Punk dann auch nach Deutschland.

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Details

Seiten
9
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668651715
ISBN (Buch)
9783668651722
Dateigröße
490 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v414442
Institution / Hochschule
Hochschule Koblenz (ehem. FH Koblenz)
Note
1,7
Schlagworte
Punk Soziale Arbeit

Autor

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    Lissi Theisen (Autor)

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