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Global Player. Macht durch Globalisierung, Marktpräsenz und Marktanteile

Präsentation 2013 22 Seiten

BWL - Wirtschaftspolitik

Leseprobe

Inhalt

Vorwort

Abstract

Einleitung
Macht in Politik und Geschichte
Symbole der Macht
Der Begriff Macht in Literatur und Medien

Machtbegriff in der Wirtschaft
Historische Beispiele zur Macht in der Wirtschaft und deren Einfluss auf Politik
Machtbegriff in der heutigen Wirtschaft

Macht durch Marktpräsenz
Macht in Wirtschaft und Politik des 21. Jahrhundert
Unternehmensstrategien im 21. Jahrhundert

Zusammenfassung:

Literaturverzeichnis

Vorwort

Die vorgestellte Arbeit entstand im Rahmen einer Seminar-Hausarbeit 2011 und bildete die Basis für den gleichnamigen Vortrag an der Andrassy Universität Budapest im Rahmen der Konferenz und TagungMacht, Medien und Mitteleuropa, vorgetragen am 20.09.2013.

Es wird eine kurze Darstellung der Definition zum BegriffMachtgeben und im Folgenden dieser Begriff auf die global agierenden Wirtschaftsunternehmen transferieren.

Die Hausarbeit behandelt einige Teilbereiche der in Arbeit befindlichen Dissertation„Risikoorientiertes Lieferantenqualitätsmanagement (SCQM)“.

Abstract

Der BegriffMachtwird in unterschiedlichen Zusammenhängen angewendet und ist bedeutend für das menschliche Zusammenleben in sämtlichen Gesellschaften, deren Strukturen und Regeln und Einflusspotentiale. In den Sozialwissenschaften ist der Begriff der Macht mehrfach analysiert und definiert worden als die Befähigung der Einflussnahme auf andere Personen oder Personengruppen in deren Handeln und Denken und andererseits als die Fähigkeit, Ziele zu erreichen oder sich nicht äußerer Einflussnahme unterwerfen zu müssen. Mit einigen Beispielen wird dargestellt, dass auch in der Wirtschaft der Begriff der Macht angewendet werden kann. Die erfolgreiche Positionierung einer Unternehmung in einem Markt oder der Zusammenschluss von mehreren Handelspartnern zu einer Interessensgemeinschaft kann die Einflussnahme auf andere gesellschaftliche Bereiche ermöglichen, was an einigen Beispielen der Geschichte dargestellt wird. Wirtschaftlich Unternehmen können vielfältige Einflussnahme endogen innerhalb der Unternehmen, deren Mitarbeiter und internen Regeln, exogen auf den jeweiligen Markt, Wettbewerber oder Einflussnahme auf die Gesellschaft, Kultur, Politik und Gesetzgebung wahrnehmen. Marktpositionierung und Marktanteile sind für die Möglichkeiten der Machtausübung wesentliche Voraussetzungen des jeweiligen Machtpotenzials.

Einleitung

Der BegriffMachtist in der Literatur sehr unterschiedlich definiert, oftmals mit negativer Ausprägung. „Macht“ impliziert eine Form des „Beherrschen“, des „sich Durchsetzen“, einen Prozess der willentlich durchgesetzten Zielerreichung einer Partei gegen andere Parteien. Diese Einflussnahme kann unterschiedlich erfolgen und auch von der Intuition unterschiedlich gelagert sein. Machtausübung findet statt, wenn mindestens zwei Individuen mit unterschiedlichen Zielen zusammen kommen. Im sozialen Zusammenleben spielt Macht eine wesentliche Rolle, da durch Machtausübung die Regeln und Einzelaktivitäten bestimmt oder aber wesentlich beeinflusst werden kann. Macht ist an sich überflüssig, wenn es keine Personen gibt, die konträre Ziele oder Gedanken haben. Die Machtausübung kann dabei sehr unterschiedlich durchgesetzt werden, neben der Einflussnahme beispielsweise mit körperlicher Gewalt oder Zwang, subtile mit andren Mitteln und Einflussnahmen, wie z.B. dem Vorenthalten von Informationen oder verweigerten Wissenszugängen erfolgen.

Mit Macht wird somit die Fähigkeit einer Einflussnahme auf andere Individuen oder Gruppen bezeichnet. Diese Einflussnahmen kann sich auf die Einschränkung von Handlungsfreiheiten (Verhalten durch äußere Einflüsse gelenkt) als auch eine Einflussnahmen auf das Denken beziehen (Gabler Wirtschaftslexikon 2014, S. 2062–2063).

Die Definition und der Begriff von Macht kann auch auf die Tierwelt übertragen werden: Dort gibt es in Herden oder Familien oftmals mächtige Alphatiere. Diese Alphatiere setzten ihren Willen und ihre Interessen mit körperlicher Gewalt oder der Androhung solcher gegenüber den Artgenossen durch, solange ihnen ihre Position in der Hackordnungs-Hierarchie nicht erfolgreich durch ein neues, stärkeres Alphatier streitig gemacht wird. Ebenso sind in der Tierwelt Kämpfe zwischen Herden bzw. Familienverbände bekannt, die die Sicherung von Ressourcen für das Überleben zum Ziele haben. Bekannt sind auch die Kämpfe von männlichen Rivalen um die für Fortpflanzung zur Vergnügung stehenden Weibchen, beispiels­weise bei Hirsche, Gämse, Wölfe, Löwen u. v. a.

Im Sprachgebrauch wirdMachtdifferenziert angewandt, man spricht beispielsweise von derMacht in einem Wirkungsbereich,politischer Macht in einer sozialen Gruppe oder derMacht nach dem Hauptinstrument der unterstützenden Mittel und Methoden(Millitärmacht, Waffen­macht, Geldmacht, Kreditmacht). Beispielsweise haben in einer klassischen Studie French und Raven (French und Raven 1968) ein Schema von fünf Kategorien entworfen, welche die verschiede­nen Machtbasen bzw. Ressourcen einordnen, auf die sich der oder die Machtin­haber abstützen:

- Legitime Macht,
- Macht durch Belohnung,
- Macht durch Zwang,
- Macht durch Identifikation und
- Macht durch Wissen.

Die Auflistung von French und Raven kann um weitere Aspekte erweitert werden, z.B.

- Macht durch Verleihung/Zuweisung (durch die Zuweisung eines Amtes, einer Funk­tion oder Titels, beispielsweise Papst als gewähltes Oberhaupt der katholischen Kirche),
- Macht durch Geburtsrecht (Thronfolge, Standesrechte),
- Macht durch Zugehörigkeit zu einer Gruppe (Elitäreres Recht und Befugnisse, Berufs­gruppe, Zirkel, Vereinigungen) oder auch durch den in der folgenden Abhandlung
- Macht durch Marktpräsenz und Macht durch Marktanteile.

Macht ist nach Max Weber,“jede Chance innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel, worauf diese Chance besteht.”Dieser nach Weber[1]definierte Machtbegriff ist in seiner Art neutral, weil er jegliche Moral an den Machthaber oder die Legitimität der Macht außen vor lässt. Im normalen Gebrauch kommt der Definition Macht als instrumentell verstärkte Wirkungsmöglich­keit am nächsten.

Der Machterwerb oder –zuwachs ist dadurch gekennzeichnet, dass

- Es mindestens ein „beherrschtes“ Individuum gibt,
- Freiheiten anderer eingeschränkt werden,
- Entscheidungen nicht nur durch Logik begründet werden müssen und
- Entscheidungen oftmals schneller getroffen und umgesetzt werden.

Dabei ist Macht nicht nur negativ für die Gesellschaft oder das Agieren oder Zusammenleben von mehreren Individuen in einer Gruppe oder Gemeinschaft. Beispielsweise in einer Gefahrensituation kann die Machtbase eines Machtinhabers zu einer schnelleren undiskutierten Umsetzung einer Maßnahme führen, welche schlussendlich für einzelne Individuen positiv zu bewerten ist (Beispiel Kommandant einer Feuerwehr im Einsatz). Missbräuchliche Anwendung von Macht bedeutet demnach die Ausübung einer Machtbase zum alleinigen Erreichen der Ziele des Machtinhabers, ohne Berücksichtigung der Ziele anderer.

Dem Begriff der Macht kommt man auch durch die Assoziation über verwandte Begriffe und der Betrachtung der Kriterien, Methoden und Instrumente näher. Grundsätzlich ist den meisten Definitionen gemeinsam, das bei dem Begriff der Macht ein einzelner oder eine Gruppe Einfluss auf die betrachtet Gesamtgemeinschaft nimmt, um seine Interessen durchzu­set­zen. Auch in anderen Organisationen, wie z. B. Unternehmen regelt die legitimierte oder zugewiese Macht das Zusammenagieren der Akteure[2]. In einer Demokratie ist die politische Macht durch eine gewählte Mehrheit definiert, jedoch in praxi auch durch andere, nicht immer demokratisch bestimmte Interessens­gruppen erheblich beeinflusst (Medienmacht, Lobbyismus, Einflussnahme durch Verbände, Gewerkschaften, Kirchen etc.).

Macht in Politik und Geschichte

In der Geschichte und auch heute noch in Diktaturen und Monarchien wird politische Macht durch Anerkennung und Einfordern von Geburtsrechten durchgesetzt, zum Beispiel Stammesfürsten, Könige aber auch Präsidenten in Diktaturen. Das Durchsetzten dieser Vorrechte, wenn wirkliche politische Machtbasen anerkannt werden sollen, erfolgt dabei oft in Kombination mit Gewalt und Überlegenheit, beispielsweise durch Unterstützung einer militärischen Machtbase. Vielfach wird durch Wahl, selten durch ein Losverfahren der Machtanspruch vergeben. So wurden Könige durch die Fürsten gewählt oder Päpste durch die wahlberechtigten Kardinäle. Bischöfe und Kardinale wiederum werden vom amtierenden Papst ernannt, Könige vergeben an ihre Vasallen Einflussbereiche und Titel, ein Präsident oder Kanzler beruft seine Regierungsmitglieder.

Symbole der Macht

Macht wird auch neben Gesten und Artikulationen des Machtinhabers durch Symbole visualisiert und angezeigt. Al Symbolde der Macht zu nennen sind hier als Beispiel Krone und Zepter (mit Kreuz auf der Krone und Zepter als religiöse Legitimation der Macht von Gottes Gnaden und der Kugel als Darstellung der Erde), Schwert und Krummsäbel (Kreuz bzw. Halbmond als Legitimation der militätrischen Macht der christilichen bzw. muslimischen Ritter).

Symbole für Macht gibt es so viele wie unterschiedliche Machtdefinitionen und –anwendungsbereiche. Sehr häufig stellend die Machtsymbole eine Kombination aus unterschiedlichen Aspekten dar. So ist das Schwert Sinnbild der Macht, es symbolisiert die Macht der Religion (Kreuzandeutung) und die weltliche Macht in Doppeldeutigkeit. So symbolisieren auch das asiatische Jing und Jang, Engelchen und Teufelchen und viele andere die Macht und deren positive oder negative Ausrichtung.

Eines der bekanntesten Symbole der Macht ist im europäischen Kulturraum die Krone: eine Abbildung der Verflechtung von der Inanspruchnahme einer weltlichen Macht mit Inanspruchnahme einer religiös begründeten Weisung durch das über allem thronende Kreuz, mit Bögen über das Haupt, die den die Erde überspannten Himmel, den Kosmos (das gesamte Herrschaftsgebiet) darstellen und mit oben aufgesetztem Zepter, der bildlichen Darstellung der Erde. Ebenso der Reichsapfel als Zepter, das Symbol des Herrschenden der Macht über die Erde: Karl der Große ersetzte nach Überliefe­rungen oftmals aus praktischen Gründen bei Audienzen das Zepter in der Hand durch einen Apfel, um zwischendrin diesen zu verspeisen.

Der Begriff Macht in Literatur und Medien

Auch in der Unterhaltungsliteratur und anderen Unterhaltungsmedien wird der TerminusMachtbetrachtet und genutzt. So z.B. in einer sehr bekannten Kinofilm-Reihe Starwars: Hier wird davon gesprochen „die Macht ist bei Dir“ bzw. von der „dunkle Seite der Macht“ als Synonym für den Erfolg des Bösen (Böhm 2016; Brooks 1999). Der Begriff der Macht wird auchherangezogen um Führung definieren zu können (vgl. Kleinhenz (2016) und Paschen und Dihsmaier† (2014)).

In den meisten Darstellungen und Definitionen gibt es positive und negative Macht, die sich gegenseitig beeinflussen und oftmals nur durch den Konter­part existent sind, besonders gut dargestellt im Chinesischen Jing-and–Jang (Weiß-Schwarz) oder in der Engelchen-und-Teufelchen-Darstellung, z.B. dargestellt durch Don Camillo, der gute Pfarrer und Pepone, der kommunistische Bürgermeister in den Romanen von Guareschi (1953). In der Beschreibung und Darstellung des für jeden Part charakteristische Repräsentanten für Gut und Böse sind diese häufig mit leichten Wiedererkennungseffekten typisiert (der Gute ist hell gekleidet, der Böse dunkel). Die Macht Dinge zu beherrschenwird in einem lustigen Werbe­spot von VW für den Passat[3], in der Pause des Super Bowl[4]2011 in den USA veröffentlicht, mit einem kleinen Jungen als Darth Vadder der Starwars-Reihe parodiert und darin auf die Macht der Beherr­schung über die Technologie, über das Auto transferiert .

Machtbegriff in der Wirtschaft

Allgemein kann man zusammenfasend Macht und deren Inanspruchnahme und Ausübung überall dort finden, wo Interessen gegen andere Interessen auftreten. In der Wirtschaft wird ebenso von einer„wirtschaftlichen Macht“, „Macht der Konzerne“, „Macht der Bosse“usw. gesprochen. In der Geschichte ist im Mittelalter gäbe es in den Städten die Entwicklung, dass Handwerkergilden und erste Manufakturen durch ihren wirtschaftlichen Erfolg und der Anhäufung eines entsprechenden Reichtums derart Einfluss auf die kommunalen und politi­schen Entscheidungen beanspruchten und teilweise bekamen, aus dem sich das „Bürger­tum“ entwickelte, eine unabhängige Machtposition gegenüber Klerus und Adel. Aus dieser Zeit stammt auch der Spruch „Stadtluft macht frei“, was die Unabhängigkeit von den bisher herrschenden Klassen symbolisiert.

Historische Beispiele zur Macht in der Wirtschaft und deren Einfluss auf Politik

Historisch gibt es einige Beispiele, wo wirtschaftlicher Erfolg auch zu einer nicht unerheblichen Einflussnahme auf Politik und Kultur führte. Kaufleute in Handelszentren wie Venedig, Antwerpen oder Brügge und Augsburg, wie beispielsweise die oberdeutschen Handelshäuser der Fugger[5], Welser und Hoechstetter erwarben durch geschickten Handel, der immer internationaler wurde (Globalisierung) große frühkapitalisistische Vermögen und die Vormacht im Silberhandel des 16.Jahrhunderts. Mit Hilfe ihres Vermögens handelten die Fugger, ehemaligen Tuchmacher, auch mit Fürsten, Königen, Kaiseren und Päpsten und waren deren Kreditgeber. Durch diese finanzielle Abhängigkeit hatten die Handelshäuser als Bankiers der Krone[6]und der katholischen Kirchenfürsten (Fürstbischof von Südtirol, Melchior von Meckau) einen nicht unwesentliche Einfluss auf die Ereignisse in ihrer Zeit.

Ein anderes Beispiel von wirtschaftlichen Interessensverbänden seit dem Hochmittelalter die in den Städten sich bildendden Zünfte, Gilden und Gaffeln: Handwerker unterschiedlicher Gewerke schafften sich durch wirtschaftliche Erfolge und auch durch Zusammenschlüsse in den Zünfte (städtische Körperschaften) eigene Regeln, legten Zunftordnungen fest und schufen die Basis für städtische Bürgerrechte und Freiheiten. Diese handwerklichen Vereinigungen regelten neben der Zulassung von Gesellen und Meistern, Festlegung von Ausbildungsregeln, Arbeitszeitregeln, Vorgaben für Produktqualität und Preise auch viele Teilbereiche des sozialen Lebens der Zunftmitglieder und deren Familien. Hierzu zählten auch Aufgaben in religiösen Bereich, soziale, kulturelle und auch verteidigungswichtige Aufgaben in den Kommunen. Teilweise wurden Zünfte von den Herrschenden verboten (Angst vor Verschwörung), nicht unbegründet, wie sich in den „Zunftrevolutionen“ im Spätmittelalter mit dem Erwerb der Teilhabe am Stadtregiment und Bürgerrechten zeigte[7].

Seit Mitte des 12. Jahrhunderts vereinigten Niederdeutsche Kaufleute sich in der Düdesche Hanse (Hansa Teutonia) um sich bei ihren Handelsbeziehungen gegenseitig zu schützen (Handelswege über See, Vertretung von Interessen im Ausland). Die Hanse war eine bevorrechtete Genossenschaft von Kaufleuten, führte zu einem wirtschaftlichen Verbund von fast 300 Städten in Nordeuropa, keineswegs einem Städtebund. Die Hanse übte Einfluss nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch und kulturell aus und verfügte über gemeinsam genutzte Kontore und Niederlassungen (Bspl. Stalhof in London, Deutsche Brücke in Bergen), verfügte über Sonderregulierungen wie Steuerprivilegien und eigner Gerichtsbarkeit. Auch wenn die Hanse aktiv in einigen kriegerischen Auseinandersetzungen aktiv war[8], verfügte sie nicht über eine eigene Flotte oder Beamte. Gleichwohl stellte die Hanse als Interessensverbund ein mehr oder minder offizielle „heimliche Supermacht“ (vgl. Graichen et al. (2011)) dar, da sie wesentlichen Einfluss auch auf politische Entscheidungen wahrnahm.

Im Zeitalter der Industriellen Industrie bekamen Unternehmer und Unternehmensleiter durch ihre wirtschaftliche Machtausprägung derart politischen Einfluss, dass sich ein „Geldadel“ mit „Wirtschaftsbarone“ als Konterpart in der von Adelsklassen geprägten monarchistischen mittel­europäischen Staaten bildete. Die Unternehmensleiter begannen zu agierten und „herrschen“ ähnlich wie die Feudalherren, z. B. Landjunker über ihre großen landwirtschaft­lichen Güter und deren Bewohner. Gleichwohl gab es auch die Bestrebungen, durch die er­langte wirtschaftliche Machtposition in die bisherige Adelsklasse „einzusteigen“, z.B., durch geschickte Heiratspolitik („Geld heiratet Adel“) oder als Anerkennung für die wirtschaftliche Leistung einen Adelstitel verliehen zu bekommen. Der etablierte Adel hat sich, trotz Abnahme der wirtschaftlichen Position („Verarmung des Adels“) versucht gegen diese „Emporkömmlinge“ zu verschließen, musste jedoch in vielen Ländern schrittweise z. B. die Offiziers­laufbahnen und wichtige öffentliche Ämter für diese neue bürgerliche Elite öffnen.

Unternehmen mit einem großen Marktanteil und einer entsprechenden wirtschaftlichen Situa­tion begannen so immer mehr Einfluss auf die Gesellschaft in unterschiedlichsten Bereichen zu nehmen. Die ersten Rentenversicherungen waren z.B. von Unternehmen gegründet und gefördert.

[...]


[1]Vgl. Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. Grundriss der verstehenden Soziologie. Mohr, Tübingen 1972

[2]„Zusammenfassend zeigen die Arbeiten von Weber, Taylor und Fayol deutliche Gemeinsamkeiten (vgl. Wolf 2013, S. 120 ff.). Alle drei Autoren betrachten Unternehmen als zweckrationale Gebilde, in denen organisatorische Regelungen als zentrales Steuerungselement für das Verhalten der Unternehmensmitglieder gelten. Die Bewertung alternativer Regelungsformen blendet sowohl jegliche Außenbezüge als auch die Bedeutung des menschlichen Verhaltens aus. Im Ergebnis werden für die unternehmensinterne Aufgabenerfüllung stabile Arbeitsbedingungen angenommen, in denen Regelabweichungen, soziale und emotionale Aspekte als potenzielle Störfaktoren gelten. Die Optimierung der Aufgabenerfüllung zielt alleine auf technisch-rationale Effizienz und setzt primär an den Spezifika der Aufgabeninhalte an.“ Bach et al. 2017, S. 38

[3]Werbesport Quelle https://youtu.be/eGZNocni6zE, zuletzt geprüft am 09.05.2017

[4]Super Bowl ist eines der größten medialen Ergebnisse in den USA zum Endspiel der jährlichen National Football League im American Football.

[5]Vgl. Kellenbenz, Hermann: Die Fugger in Spanien und Portugal bis 1516. Ein Großunternehmen des 16.Jahrhunderts, München 1990

[6]Vgl. Ogger, Günter: Kauf dir einen Kaiser. Die Geschichte der Fugger, München, Zürich 1978

[7]Vgl. Niemann, Hans-Werner: Europäische Wirtschaftsgeschichte. Vom Mittelalter bis heute. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2009.

[8]Krieg gegen Dänemark 1425-1435, Krieg gegen England 1469-1474

Details

Seiten
22
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783668632325
ISBN (Buch)
9783668632332
Dateigröße
504 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v412056
Institution / Hochschule
Andrássy Gyula Budapesti Német Nyelvü Egyetem – Doktorschule
Note
sehr gut/gut
Schlagworte
global player macht globalisierung marktpräsenz marktanteile

Autor

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Titel: Global Player. Macht durch Globalisierung, Marktpräsenz und Marktanteile