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Pädagogisch-didaktische Aspekte des Comics in der US-Presse des frühen 20. Jahrhunderts

Studienarbeit 2017 241 Seiten

Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik

Leseprobe

INHALT

First Words

Vorgeschichte

Das neue Amerika

Imperialismus

Revolution in Russland

US-Wirtschaft

US-Aussenpolitik und Expansion

Einwanderungswellen in den USA

Alphabetisierung

Der Beginn des Pressezeitalters

Nachrichtenagenturen

Massenpresse und gesellschaftliche Liberalisierung

Der Wettstreit im Zeitungsbusiness

William Randolph Hearst

Joseph Pulitzer

Newsies in Protest

Syndikate

Kriegsberichterstattung

Zensur

Council on Public Information

Die mediale Infrastruktur Anfang des 20. Jh

Tageszeitungen

Filmfirmen

Filme

Radio, Rundfunk

Der Zeitschriftenmarkt

Die Karikatur

Die Satire

Cartoons

Comics

Analytisch

Rahmen, Bild, Komposition, Ansichten, Perspektive, Bewegung, Emotion

Der Text ist nicht nur zum Lesen da, man sieht ihn auch

Format

Text, Konzepte, Typografie, Kommunikaiton/Erläuterung, Sprech und Gedankenblasen, Geräusche

Eveline Aigner,

Inhaltliche Strukturen

Zeichner, Grafiker, Illustratoren

George Herriman

Harry Hershfield

„Tad“ and „Dick“ Dorgan

Gus Mager

Rudolph Dirks

Richard Felton Outcault

George McManus

Frank O. King

Tom McNamara

Sidney Smith

Charles Forbell

Cliff Sterrett

Martin Branner

Harold Gray

Wesley Morse

Frederick Burr Opper

Lyonel Charles Feininger

Walter McDougall

Cole Phillips

Rube Goldberg

Henry Mayer

Thomas E. Powers

Clare Briggs

Joseph Keppler

Elzie Crisler Segar

Bernard Gilliam

Harold Knerr

Winsor McCay

Doc Rankin

Massenkommunikation

Öffentlichkeit

Massen - sehr viele Menschen in ihrer Gesamtheit

Medienrechtliches

Frühe Ansätze der Medienwirkungsforschung

Pädagogische Aspekte des Wandels

Die Situation am Anfang des 19. Jh

Die gegenwärtige Situation im Schulsystem der USA

Lachen ist ein Erziehungsmittel

Die Situation der (Polizei)Gewalt in den USA

Sex - vom Tabu zum Everybody’s Darling

Zusammenfassung

Ausblick

Angang

Hearst

Pulitzer Zeitungen

Zeichner - Lebensdaten

Präsidenten Amerikas

Abbildungsverzeichnis

Quellen

Bücher

Andere Quellen

Webpages

Last Words

Impressum

VORGESCHICHTE

as Werden und Vergehen der Zeitungen lässt sich nur schwer getrennt von den politischen undmilitärischen Ereignissen der USA sehen. Nichts ist so eng mit dem Geschehen verknüpft wie die Medien, die über die jeweiligen Ereignisse auf nationaler und internationaler Ebene berichteten.

So auch die New York Tribune, die 1841 gegründet wurde, an der Schwelle vom Zeitalter der Revolution (1789 -1848) zum Zeitalter des Kapitals (1848 - 1875).1 2

Die Viktorianische Epoche aber, die ihren Namen von der Regentschaft Königin Viktorias3 ableitet, ist einerseits geprägt von der florierenden Wirtschaft Großbritanniens, basierend auf den Innovationen der industriellen Revolution, insbesondere den Eisenbahnen. Während in den 1840er Jahren besonders Irland, alsTeil des britischen Empires, unter Missernten durch Kartoffelfäule und in der Folge unter Hungersnot litt,begann in den 1870er Jahren ein starker Wettbewerb zwischen Großbritannien und anderen Kolonialmächten.Die Ära des Imperialismus bestärkte auch Königin Viktoria, die während der Ehejahre mit Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, zurückhaltend regierte. Viktoria, die ab 1877 auch den Titel „Kaiserin von Indien“ trug,wurde zur Symbolfigur einer Epoche und verkörperte den Glanz des britischen Weltreiches.4

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Karte 1: „The British Empire“: Das Empire mit seinen Kronkolonien, Protektoraten, Mandatsgebieten und anderen abhängigen Regionen, erreichte 1922 seine größte Ausdehnung. Etwa ein Viertel der Landfläche der Erde wurde unter der britischen Krone vereint.(Quelle: Wikipedia)5

DAS NEUE AMERIKA

he British Empire war ein Kolonialreich immensen Ausmaßes und vereinte die Gebiete Canadas, Thirteen Colonies, Neufundland, Floridas, Bermuda, die Bahamas, Barbados, British Honduras,Mosquito Coast sowie Trinidad Tobago und Britisch Guiana, als auch die Inselwelt der Falklands und South Georgia and the South Sandwich unter einer Fahne. Hervorgegangen ist der Staatenverbandaus englischen Überseebesitzungen und Handelsposten sowie Strafkolonien, zu denen zunächst Australien, mehrere kleine Inseln und die Dreizehn Kolonien Nordamerikas gehörten.6 7

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Benjamin Franklin gilt als Urheber dieses politischen Cartoons, der als Aufruf an die Kolonien gilt, sich gegen die Briten zu einen. Erschienen am 9. Mai 1754 in The Pennsylvania Gazette und auch später.

In den dreizehn amerikanischen Kolonien wurden indes Einwanderungswellen verzeichnet. Im Norden entwickelte sich Farmwirtschaft, im Süden Plantagenwirtschaft, bei der auch afroamerikanische Sklaven eingesetzt wurden. Die englische Krone sah sich autorisiert, in den Kolonien Steuern einzuheben, die sich in den Gesetzen der Navigation Acts (1707) und des Iron Acts (1750) Niederschlag fand. Die als Gentlemen Farmers bekannt gewordene amerikanische Aristokratie sah in dieser Gesetzgebung eine Einschränkung, die zu einem Interessenskonflikt führte. Die ursprünglich als repräsentativeVerwaltungsfunktionen gedachten Unterhäuser erhielten immer mehrMacht, so auch die Kontrolle über die Steuer. So wurden die Gouverneureund Gourverneursräte an die Lower Houses gebunden. Die Unterhäuserübten finanziellen Druck aus und die Macht bündelte sich schließlich inderen Gremien. Der Siebenj ä hrige Krieg verteilte seine Schauplätze aufEuropa, Indien, Nordamerika sowie auf Inseln der Karibik und der Philippinen und Küstengebiete Afrikas. Den Siebenj ä hrigen Krieg (1756 - 1763) konnte Großbritannien für sichentscheiden, doch es war sehr verschuldet, was zur Einführung von neuen Steuergebühren und Zöllen führte: Sugar Act (1764), Stamp Act (1765), Currency Act (1864). Das Stempelgesetz sah vor, dass offizielleDokumente, kommerzielle Verträge, Zeitungen, Prospekte und Spielkarten in den Kolonien mit einer Gebührversehen wurden. Journale und Zeitungen protestierten gegen diese Besteuerungsgebühr.8 9 10 11 12

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Karte: Die Kolonien im Jahre 1775 Karte: Die Lage im Jahre 1787, also 12 Jahre später. ( google)

Als es zur amerikanischen Revolution kam, die zur Losl ö sung der Dreizehn Kolonien Nordamerikas vom Britischen Empire und schlie ß lich zur Unabh ä ngigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika f ü hrte, wurde vonGro ß britannien nach einem neuen Verbringungsort f ü r Gefangene gesucht. Wenige Jahre zuvor war Australienentdeckt worden, nun wurde es zur Str ä flingskolonie Australien, welches bis 1868 162 000 Gefangeneaufnahm. 13

1775 brach der Amerikanisch Unabhängigkeitskrieg aus, als Reaktion auf die Boston Tea Party und Unruhen,welche die Briten mit dem Intolerable Act quittierten. Nur ein Jahr später erließen die Vereinigen Kolonien dievon Thomas Jefferson verfasste Unabhängigkeitserklärung, die die Bildung der Konföderation besiegelte. Der American Revolutionary War, wie er genannt wird, dauerte aber noch bis 1783 an. Die erste Verfassung wurde1787 verabschiedet. 14 15

IMPERIALISMUS

War bisher eher vom Kolonialismus der Viktorianischen Ära die Rede, so sollte auch ein Blick auf den Imperialismus geworfen werden. Zur Zeit Viktorias sah man im Erwerb von Kolonien eine Sicherung des Zugangs zu Rohstoffen, Absatzmärkten einerseits, andererseits sah man in der Neuordnung der Verhältnisseund der Missionierung eine Aufgabe. Großbritannien trat in den Wettstreit mit anderen Kolonialherren. DieZeit mit ihren dramatischen Veränderungen in vielerlei Hinsicht erforderten neue soziale Denkweisen. Begriffewie Nationalstaat, Arbeiterbewegung und Sozialismus wurden modern, der Adel verlor an Einfluss.Imperialismus meint den Trieb einer politischen Macht, in Gebieten anderer Völker Einfluss zu erlangen.Imperialismus ist mehr als Kolonialismus, denn er meint mitunter auch die Unterwerfung der Ethnie und derenEingliederung in den eigenen Macht- und Verwaltungsbereich, bei Aufrechterhaltung der Vorrangstellung derImperialherrschaft, während Kolonialismus seine primäre Aufgabe in der Besiedelung ferner Regionen sieht. 16

Der Imperialist in der französischen und englischen Kultur versteht sich als Anhänger des römisch-deutschenKaisers. Während der Imperialist im 18. Jahrhundert als Anhänger der Geisteshaltung des Hauses Habsburgverstanden wurde, so verstand man ihn später als Freund der Gesinnung Napoleons sowie seinerHerrschaftsansprüche. Doch zunächst ging es nicht um das Durchsetzen territorialer Ansprüche, sondern umdie Legitimität der Herrscherfamilien, die Staaten zu regieren. In diesem Zusammenhang stand auch dieVorstellung von militärischem Erfolg und Größe des Herrschaftsgebietes im Raum. Der Mangel an verfassungsgemäßer Legitimität verdeckte man eben mit dem Streben nach der Weltherrschaft. Es entstand zunehmend der Begriff des Imperialismus als Synonym für Cäsarismus, der das Herrschen einercharismatischen Person meint, die nicht durch Erbfolge oder Kraft Verfassung legitimiert wurde. Totalitäre moderne Regierungsformen zählen zu den Erscheinungsformen des Cäsarismus.17

Im 19. Jahrhundert wurde Imperialismus auch für das Britische Empire verwendet, wenn auch sich hier die Geister scheiden, zumal Viktoria ganz legitim durch Erbfolge den Thron erklomm und eine cäsarische Alleinherrschaft absent war. Es war dies wohl eher Werk der liberalen Kritiker des Premierministers, BenjaminDisraeli, die die Position der Gegenseite als Imperialismus kennzeichneten und so bewusst an die negativeKonnotation des Begriffes anlehnten. Doch der Begriff wurde rasch von den Befürwortern übernommen undins Positive verkehrt, was auch im deutschen Ausland dazu führte, dass man eine Richtung innenpolitischerKontroversen in Großbritannien dem Imperialisten zuordnete. Der Imperialismus bezieht sich im 20.Jahrhundert in erster Linie auf die europäischen Expansionswellen bis 1914. Da das englische Wort empire mit Reich übersetzt wird, legt auch die Unterscheidung zum als Imperial German Government bezeichnetenDeutschen Reich, die Ziele klar. 18

Nach dem Ersten Weltkrieg hingegen wurde der Begriff des Imperialismus für alle Bemühungen benutzt, die ein Streben nach der Weltherrschaft, aber auch ein Streben nach großräumigen Gebieten (außerhalb deseigenen Staatsgebietes) um Ziel hatten. Allerdings sprach man nun vom spezifischen Imperialismus - etwa dem US-Imperialismus. In der Marxistischen Wirtschaftstheorie wird der Imperialismus als besondereEntwicklungsstufe des Kapitalismus gesehen, die auf eine ältere Beschreibung Rosa Luxemburgs beruht,nämlich von der Sättigung des innerstaatlichen Marktes, der Einnahme des Weltmarktes und der Rivalität um denselben durch die nationalen Kapitale.19 20

REVOLUTION IN RUSSLAND

Im Osten Europas 1905 begann die russische Revolution, die bis 1907 andauerte und von Unruhen begleitetwurde. Als Auslöser dafür galt der verlorene Krieg gegen Japan. Doch diesem Krieg waren bereits andereinnenpolitische Probleme vorausgegangen, darunter die vom unausgewogenen Verhältnis von Grundbesitzund Leibeigenschaft sowie enormer Korruption. Durch die Niederlage im Krimkrieg (1853 bis 1856) wurde dieRückständigkeit des Reiches in verschiedenerlei Hinsicht augenscheinlich. Die Reformbemühungen ZarAlexanders II. scheiterten an den Wiederständen des Adels. Die Industrialisierung verschärfte die Problemenoch. Die Unzufriedenheit wuchs in allen Schichten der Bevölkerung. Die soziale, wirtschaftliche undtechnologische Innovation wurde in den Kreisen der Intellektuellen thematisiert. Sozialrevolutionäre,Anarchisten und Kommunisten bildeten sich, die unter der Regentschaft des Sohnes von Zar Alexander II.verfolgt wurden.21 22

US-WIRTSCHAFT

In den USA kam es 1893 zu einer schweren Wirtschaftskrise, während jener die Eisenbahn-Blase platzte unddie Arbeitslosigkeit in den Städten auf weit über 30 Prozent lag. Überproduktionen und wackeligeFinanzierungen, ließen Banken und Eisenbahnunternehmen pleitegehen. Alles endete mit einem Sturm aufdie Goldbestände des Landes. Als Mitursache wird die Stilllegung der Investitionen Argentiniens in den USAgenannt, als Argentinien einem Staatsstreich zum Opfer und in den USA 1890 die Weizenernte ausfiel. Das Wirtschaftswachstum der Vorjahre kam zu erliegen. Die Bevölkerung tauschte Dollars gegen Gold. Der Marktwurde mit Silber überschwemmt und als Folge des Bland-Allison (1879) und des Sherman Silber Purchase Act (1890) stürzte der Silberpreis ab. Dies riss auch Landwirte der Weizen- und Baumwollproduktion mit sich.Doch die Krise riss nicht nur die USA mit, es kam zu einer Kreditkrise, was wiederum zu Krisen inGroßbritannien und Resteuropa führte. Investoren verkauften ihre Aktien der USA und es kam zu massivenMarktverzerrungen. Der Präsident der USA, Grover Cleveland, schlug Zollsenkungen vor, um Konsumgüter zuverbilligen. Dieser Vorschlag wurde von den Republikanern abgelehnt, so war der Präsident gezwungen, sichfinanzielle Mittel von JP Morgan und anderen reichen Bankiers zu leihen und hohe Kreditzinsen zu zahlen. Eineganze Reihe an Firmen, 15.000 Unternehmen, darunter Northern Pacific Railway, Union Pacific Railroad und Atchinson, Topeka & Santa Fee Railroad, schlitterten in den Ruin, mit ihnen mehrere Banken. Eine Folge wardie Arbeitsplatzknappheit und eine Immobilienkrise, die Bürger in die Armut stürzte. Prostitution und Hungerin der Bevölkerung waren die Folgen. In Michigan erreichte die Arbeitslosenquote 43 %. Schließlich wurdenGemeinschaftsgärten angelegt und Suppenküchen eröffnet, die die Armut und den Verfall eindämmensollten. Bürgerinitiativen wie die Coxey Armee, die nach Washington D.C. marschierte und Reformenforderten, wurden formiert. 1894 folgten Streiks (ua. Pullman -Streik), die das Transportsystem weitgehendlahmlegte. Erst 1897 erholte sich die US-amerikanische Wirtschaft wieder. In Folge des Klondike -Goldrauscheserstarkten die Wirtschaft und das Bankwesen wieder, allerdings nur bis zur „Panik von 1907“. 23 24

US-AUSSENPOLITIK UND EXPANSION

Die USA schufen sich, trotz der eigentlich desinteressierten Außenpolitik, durch die Annexion Kubas und derPhilippinen ein kleines informelles Imperium. Die Eingliederung von Alaska, Kuba, Puerto Rico, Samoa,Hawaii, sowie der Wake- und Midway Inseln sowie Guam und der Philippinen führten zu Diskrepanzenzwischen Imperialisten und Anti-Imperialisten in den USA, die in einem Ergebnis der Übereinkunft mündete:Beide Lager begrüßten Märkte in Übersee zur wirtschaftlichen Expansion. Die USA expandierten alsokommerziell, suchten größere Märkte für ihre Waren. Die USA versuchte allerdings, den europäischenMächten ihre kolonialen Besitzungen in Afrika, Latein- und Mittelamerika streitig zu machen. Während man inAfrika weniger erfolgreich verhandelte, setzten sich die USA in Latein- und Mittelamerika durch. Die USAlösten die europäischen Mächte ab und Theodor Roosevelt ging noch einen Schritt weiter und verabschiedeteden Zusatz zur Monroe-Doktrin, die die USA ermächtigt, weitere Truppen zu entsenden und als internationaleStreitmacht in der Karibik zu stationieren. Die europäischen Mächte waren zu sehr mit den innereuropäischenStreitigkeiten beschäftigt, als dass sie Gegenmaßnahmen setzten, sie ließen den US-Präsidenten sogar beiStreitigkeiten vermitteln (1905/1906). Die USA nahmen einige Mächte, wie England, auch Frankreich, alswirtschaftliche Konkurrenten wahr, andere - etwa Deutschland, auch Japan - als weltpolitische Rivalen. DieUSA waren inzwischen zur Überzeugung gelangt, sie hätten die Pflicht, ihren Einfluss weltweit geltend zumachen.25

Wilson, der 1913 sein Amt angetreten hatte, sah darin die Aufgabe, dem Völkerrecht Vorzug zu geben undstatt Gewaltanwendung Vertrauen zu schaffen. Dies sollte mittels Schlichtungsverträgen gelingen, die dieGrundlage der internationalen Ordnung darstellen soll. Sowohl der europäische Handel, als auch dasKriegsgeschehen, das ab 1914 einsetzte, sollte von den USA ferngehalten werden. Der Krieg wirkte sichallerdings positiv auf die Wirtschaft der USA aus. Sie wurde vom Hauptschuldner zum Hauptgläubiger derWeltwirtschaft. Wilson, der äußerst friedliebend war, wird vom Ökonomen John Maynard Keynesvorgeworfen, dass sein Denken theologisch gewesen sei: Er wollte die Welt für den Frieden sichern, ohne zuvor den Sieg errungen zu haben. Dieser sollte durch das Ende der Kolonialregime, durch nationale Selbstbestimmungsrechte und durch Rückzug der Kriegsparteien aus den fremden Gebieten geschehen.26

Der Erste Weltkrieg steht für den Beginn der amerikanischen Dominanz im politischen als auch wirtschaftlichen Sinne. Die Börse in New York löste die Börse in London als führenden Finanzplatz ab.27 28

EINWANDERUNGSWELLEN IN DEN USA

Nachdem die Spanier sich nach der Entdeckung Amerikas in Zentralamerika ansiedelten, besiedelten die Franzosen den Kontinent via nordöstlicher Küste und Gründeten Quebec und andere Siedlungen. Die StadtDetroit hat ihren Namen noch vom französischen Wort für Meerenge. Sie siedelten von dort dem MississippiRiver entlang nach Süden. Einige Ortsnamen, etwa Louisiana geht auf Louisiane zurück und New Orleansnannte man ursprünglich Nouvelle Orleans. Doch auch die Engländer landeten schon im 17. Jh. In Virginia undgründeten Jamestown. Auch Holländer siedelten sich in den USAan, Quäker aus England nahmenLand in Pennsylvania und NewJersey. Viele von ihnen suchten nachreligiösen oder gesellschaftlichenFrieden oder waren auf einenwirtschaftlichen Erfolg aus. VieleFirmen suchten damals nachAbsatzmöglichkeiten und Märkten,die man erschließen konnte. AusIrland flohen viele während derHungersnot Mitte des 19. Jhs. Manverzeichnet mehrere Immigrationswellen, die zwischen 1892

und 1924 sowie später in den 1990er Jahren zu Höhepunkten anschwollen. Den Fluss begünstigt hatten sicher die Europäische Revolution und ihre Begleiterscheinungen, als auch derKalifornische Goldrausch und diverse

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Einwanderungszeittafel. Die Einwanderungszahlen von 1820 bis 2003 in die USA. Zw. 1850 und 1930 immigrierten 5 Mio. Deutsche in die USA. Zw. 1876 und 1910 emigrierten 3 Mio. Personen aus dem GebietÖsterreich-Ungarn die Heimat Richtung Vereinigte Staaten. (Quelle:Wikipedia)

Progrome und Kriege.29

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Abbildung 2: Einwanderungszeittafel. Die Einwanderungszahlen von 1820 bis 2003 in die USA. Zw. 1850 und 1930 immigrierten 5 Mio. Deutsche in die

Abbildung 3: „Indigene amerikanische Sprachen (Karte)“: Verbreitung der indigenen Sprachen vor der Kolonialisierung. Es fällt auf,dass das Küstengebiet des amerikanischen Westens besonders viele Sprachen ausgebildet hatte. In Südamerika soll es noch vielmehr Sprachen gegeben haben: 1500 Sprachen vor der Ankunft Kolumbus, heute sind es nur noch 350 (Quelle: Wikiwand).

In diesen ersten Wellen waren auch zahlreiche Deutsche (5 Mio.) und Österreicher (3 Mio.) in die USA via dergroßen Linien Hamburg-Amerika oder via Austro-Americana unterwegs. Auch Schweizer wanderten bis 1820etwa 25 000 ein. 1882 wurde den chinesischen Arbeitern verboten, in die USA zu emigrieren, später wurde nur105 Immigranten pro Jahr die Einreise erlaubt. Ab 1921 wurde die Einwanderung überhaupt einer Quoteunterworfen (Emergency Quota Act). Die Mehrheit der Sklaven wurde noch vor der Unabhängigkeitserklärungins Land gebracht. Und so hatte man eine Gesellschaft, die über sehr hohe Lese- und Schreibfähigkeitenverfügte, oder aber gerade damit befasst war, die Sprache, die Schrift und die Lesekompetenz zu erwerben.Daneben gab es die indigene Bevölkerung, die zwar immer stärker zurückgedrängt wurde und bereits von deniberischen Eroberern dezimiert wurde.30 Dennoch verfügten die indigenen Völker über mehrere DutzendSprachfamilien und isolierte Sprachen. Schriften hingegen haben die indianischen Kulturen in Mittelamerika(Olmeken, Maya, Mixteken, Zapoteken und Azteken) entwickelt. .Immigranten mit europäischenHerkunftsländern, die sich zum Missionieren ermächtigt sahen, lernten oft auch die Sprachen derUreinwohner, gründeten Schulen um sie u terminisieren, dh aus dem Stammesverbund zu lösen und in dieGesellschaft zu integrieren. 31

Über die 12 Mio. Sklaven - andere Quellen sprechen gar von 29 Mio.- die zwischen 1500 und 1850 aus Afrika indie Neue Weltgebracht wurden, gelangten nach Amerika und Arabien. Schon Homer berichtet vonKaperfahrten, bei denen Sklaven geraubt wurden. Die Massenversklavung allerdings setzte erst mit den großen Sklavenmärkten ein, die erstmals 600 v. Chr. Genannt werden. Später wurden ganze Städte versklavtund verkauft. Auch im Antiken Rom war die Bevölkerung ganzer Städte betroffen. Kriegsgefangene wurdennoch auf dem Schlachtfeld verkauft. Die Alten Ä gypter bildeten ebenfalls keine Ausnahme, sie importiertenSklaven aus Nubien (Sudan). Die Sklaven wurden gemieden, sobald sie versklavt wurden. Auchinnerafrikanisch wurden Sklaven gehandelt: Afrikaner versklavten Afrikaner. Forscher untersuchten Skelettevon in der Karibik bestatteten Sklaven und man fand heraus, dass sie aus drei verschiedenen Gegendengestammt haben dürften. Man musste also nicht in Küstennähe wohnen, um auf ein Sklavenschiff zugelangen. Besonders viele aber gelangten über die „Mittelpassage“, etwa aus Angola 32 33 34 35

ALPHABETISIERUNG

Die meisten erwachsenen Europäer um 1800 konnten bereits lesen schreiben und von der großen Bandbreitean Druckwerken profitieren. Das bedeutet auch, dass die viele Menschen in der Lage waren, Texte zuentziffern, laut vorzulesen, auswendig zu lernen. Andere, Gebildetere, konnten sich mit Gedrucktem oderGeschriebenen still auseinandersetze und darüber reflektieren. Man konnte Informationen auch auf visuelleWeise aufnehmen, etwa in Form von Bildern und Flugschriften, Leseheften und Schauspiel-Unterlagen. Zudieser Zeit begann man auch damit, Texte die man nicht verstand, mehrfach abzuschreiben, zu hinterfragenoder auf Dokumenten den eigenen Namen zu setzen, was als ein Indikator dafür angesehen wurde, dass diejeweilige Person des Lesens und Schreibens in Alltagssprache mächtig war. So konnten Heiratsurkunden,Unterschriften auf Gerichtsaussagen, Verträge verfasst werden. Der Alltagsbürger wurde mündig. Ebensoumfasste die Alphabetisierung ein gewisses Maß an Rechenfähigkeiten. Das Addieren wurde inGerichtsverfahren lang als Kriterium für geistige Unzurechnungsfähigkeit angesehen. Darüber hinaus wurdedie Fähigkeit, zuzuhören, etwa bei Predigten, oder die Fähigkeit sich an einer Diskussion zu beteiligen und amgesellschaftlichen Leben zu partizipieren, geschätzt. Das bedeutet, es ist nicht davon auszugehen, dassAnalphabetentum gleichbedeutend mit schlechter Informiertheit war. Nicht zu unterschätzen ist derVorsprung, den Männer, Reiche, Protestanten und Stadtbewohner gegenüber Frauen, Armen und Katholikenoder Landbewohnern hatten, denn diese Faktoren hingen vom Zugang der Schulbildung ab. Die Neuerungenund Revolutionen erforderten immer bessere Bildungsmöglichkeiten, denn der Bildungsbedarf war höhergeworden. Es war durchaus durch die Vielzahl an Predigern, Jahrmärkten, Rezitatoren, Volkserzählern undVorlesern vorhanden, sodass die Informiertheit gegeben war. Allerdings gab es einen Demokratisierungsschubin der Gesellschaft, die die Bildung einer lesefähigen Öffentlichkeit begünstigte. Daneben wurde natürlich diePresse der Zensur unterzogen, was dazu führte, dass sich die Massen der Leser bevormundet fühlten. Es kamauch die Frage auf, weshalb etwa ein Bauer das Lesen für die tägliche Arbeit nützen kann, was ausgiebigdebattiert wurde. Gerade bei kinderreichen Familien am Land, die ihre Kinder am Feld brauchten, sah mandarin eine existenzielle Frage. Gegner der Volksaufklärung warnten vor der Lektüre im Zusammenhang mitRückenmarkserweichung und Müßiggang. Allerdings wurde im literarischen Konsum natürlich eine Gefahr fürdie Obrigkeit gesehen. 36

Der Habsburger Monarchie sagt man, bedingt durch die ungleichen Bildungschancen, einen extrem unterschiedlichen Alphabetisierungsgrad nach. In den Peripherien war schon der Zugang zur Elementarbildung kaum gegeben. Erst um 1900 war die schulische Infrastruktur so weit ausgebaut, dass die Forderung nach einem verpflichtenden Schulunterricht, durchführbar war. Um 1900 hatten erst 75 % derSchulpflichtigen die Volksschulausbildung. Die Unterschiede lagen aber nicht so sehr im Bereich derErreichbarkeit sondern in der Zugehörigkeit der ethnischen Gruppe. So kam es etwa in Böhmen vor demErsten Weltkrieg zur höchsten Alphabetisierungsrate des Reiches. Bedingt durch den Sprachenstreit wurden Bildungsangebote doppelt - also deutsch und tschechisch angeboten. Am anderen Ende der Skala standen Sprachgruppen wie Serbokroaten, Rumänen, Ruthenen deren Angebote an Bildung in eigener Sprache gering waren. In Ungarn, die eine eher geringe Quote an Schulpflichtigen aufwies, verfügten die Gruppe derjüdischen Bevölkerung mit 75 % eine sehr hohe Rate an Schreib- und Lesekundigen. Ähnlich hoh war die Rate bei der protestantischen Bevölkerung in verschiedenen Gebieten. 37

Das Zukunftsinstitut, das sich mit Trends in Europa auseinandersetzt und dabei auch die Grafiken von Marketingexperten Max Rosner kommentierte, sieht im Anstieg der Lese- und Schreibfähigkeit den vielleichtwichtigsten Weg zum Wohlstand. Es hat sich das Verhältnis von 1820, als nur 12 % der Weltbevölkerung lesenkonnte, nahezu umgekehrt, heute können es nur 17 % nicht. Auch sind heute wesentlich mehr Menschen überWahlen und Abstimmungen am politischen Entscheidungsprozess beteiligt, als jemals zuvor. Seit damalssteigt auch die Lebenserwartung in den USA, Frankreich, China und anderen Staaten kontinuierlich an.Während die Lebenserwartung in den USA um 1900 bei etwa 45 Jahren lag, erreichte sie um 1910 bereits etwadie 55 Jahr-Marke. 38

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: „Plot Alphabetisierung auf dem Vormarsch“: Eine auf Max Rosners "Our World in Data" Website veröffentlichte Statistik, die das langsame Ansteigen der Alphabetisierungsrate darstellt. Es fehlt aber auch der Nachweis für einen sprunghaften Anstieg während der zahlreichen Zeitungsgründungen. Es wäre aber möglich, dass es sich um eine kontinuierlichen Zugang zu Information handelt, den die Massenpresse bietet. (Quelle: Wikipedia)

Kinderärzte wiesen erstmals im 19. Jh. auf die unerkannt gebliebenen Einschränkungen des Hör- und Sehvermögens hin, die vielen Kindern das Lesen- und Schreibenlernen erschweren. Daneben wurden motorische Störungen diagnostiziert, die von übersehenen zerebralen Schädigungen herrühren und bisherunerkannt geblieben sind. Diese Lese- und Schreibschwächen (Legasthenie) konnten aber nicht nurmedizinische, sondern auch soziale Gründe haben. So wurden zahlreiche Heilpädagogen ausgebildet.39

"Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Ü berfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat"

NT, Matth ä us-Evangelium, Matth ä us 25, 14 - 3040

In den Staaten Neuenglands lag die Alphabetisierungsrate bereits 1860 bei 95 Prozent. Interessanterweiseauch bei den Frauen, was als einzigartig in der Welt gilt. Innerhalb der zwanzig Jahre von 1890 bis 1910schnellte die Alphabetisierung bei den Afroamerikanern von 39 % auf 89 %, fiel dann aber wieder bis 1930. 41

DER BEGINN DES PRESSEZEITALTERS

Die Entwicklung des Zeitungswesens ist eng mit der Erfindung des Drucks mittels bewegliche Lettern, verbunden, der nicht nur für den Buchdruck, sondern für sämtliche Pressedrucke (Einblattdrucke, Grafiken) etc. einen Aufschwung bedeutete. Allerdings hatten im 15. Jahrhundert die Zeitungen noch einen anderen Charakter: Sie erschienen nicht periodisch, die Erscheinungsform war eher einblättrig, einseitig bedruckt und ereignisbezogen. Im 16. Jahrhundert entwickelten sich Sonderformen der Briefform, die einen privaten Teil (in einem eigenen Umschlag) und einen halböffentlichen Teil für einen bestimmten Adressatenkreis beinhalteten. Diese subjektive Form der Berichterstattung wurden als Beylage, Avise oder auch nur Zeddel bezeichnet, die eben später als Zeitung bekannt werden sollte. Auch ein Deutschfranzose namens Jean Ignace Roderique gab eineZeitung heraus, die Gazette de Cologne, aber auch vonLohnschreibern extra angefertigte handgeschriebene„Zeitungen“, die wesentlich teurer waren und besonderenKunden zugesandt bzw. übermittelt wurden. AuchKaufmannsbriefe, die seit dem 14. Jahrhundert im Umlaufsind, zählten zur Presse. Das erste, überall auf der WeltZeitung genannte Blatt erschien im Deutschland des 16.Jahrhunderts unter dem Namen „ Relation aller Fuernemmenund gedenckwuerdigen Historien “. Daraufhin erschienenzahlreiche Blätter, darunter auch Tageszeitungen, unterdenen wohl die Einkommenden Zeitungen der Leipziger mitsechs Ausgaben der Woche als bedeutend anzusehen ist. DasZeitungswesen, das eng mit dem Druckhandwerk und demder Postmeister verbunden ist, trieb in weiteren LändernFrüchte: In Wien entstand die Wiener Zeitung (1703), in Zürichdie Neue Züricher Zeitung (1780), um nur einige zu nennen. Inden Niederlanden entstand der Courante uyt Italien, Dytsland& c. u, welcher im Quart-Format gedruckt wurde.42

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Publick Occurrences, Both Foreign and Domestick (Sept. 25, 1690) Der Bostoner Titel Richard Pierce und Benjamin Harris (Quelle: Wikipedia, brittannica.com)

Von Lissabon bis Warschau, von Stockholm bis Krakau, lasenDiplomaten, Geistliche, Regenten und Offiziere diegedruckten Werke. Im russischen Reich entstand eine Presse,die von Peter I. angeordnet war und Berichte über diplomatische Beziehungen und militärische Triumphebeinhaltete. Und schließlich wurden auch in den KolonienZeitungen gegründet. Die erste amerikanische Zeitung stammt aus dem Jahr 1690 und erschien in Boston unter dem Titel Publick Occurrences, Both Foreign and Domestick und betraf öffentliche Ereignisse im In- und Ausland. Zwar wurde die Zeitung verboten, weil der britische Gouverneur in der Herausgabe das Nachrichtenmonopol Londons bedroht sah, doch es kam zu weiteren Zeitungsgründungen (Boston News Letter, Halifax Gazette, Montreal Gazette). Erstaunlich der umstand, dass der Cherokee Phoenix, die erste von Indianern herausgegebene Zeitung aus dem Jahre 1828 stammt. Eingewisser John Walter, ein Londoner Kohlenhändler, gründete 1785 eine Zeitung, und verdiente gut an den Artikeln, die nicht erschienen. Er ließ sich von Prominenten dafür bezahlen, Meldungen zu unterdrücken. Das lukrative Geschäft sorgte also für das Entstehen eines Skandalblatts namens The Times.43 In Valparaiso entstand 1827 der El Mercurio als erste spanischsprachige Zeitung Südamerikas. Sie ist heute das führende Blatt Chiles. Auch die Japaner waren keineswegs rückständig - die erste täglich erscheinendeeinheimische Depesche stammt aus dem Jahr 1871. Sie erschien unter dem Titel Yokohama Mainichi Shinbun (Yokohama Daily News).44 45

NACHRICHTENAGENTUREN

Die Rolle der Zeitungen sollte auf keinen Fall unterschätzt werden. Gerade in Unabhängigkeitskämpfen und Revolutionen spielen Zeitungen eine zentrale Rolle. In der französischen Revolution wurde es durch Zeitungenmöglich, Parteien zu formieren. In Großbritannien wurden Proteste gegen die herrschenden Zustände von denUnterschichten in der Presse angezettelt. Gut möglich, dass die Redaktionssitzungen auch eine parteibildendeKraft hatten. Ebenso schwer wiegt die Bedeutung der Auslandskorrespondenten und Agenturen. Im 19. und 20. Jahrhundert teilten drei, später vier militärische Nachrichtenagenturen den Markt untereinander auf. Dasdeutsche WTB, das Wolffsche Telegraphenb ü ro, 1849 gegründet von Bernhard Wolff, seines ZeichensBankierssohn, war eine der stark genutzten Institutionen. Fast zeitgleich gründete Paul Julius Reuter seinNachrichtenbüro, allerdings emigrierte er nach London, wo er die Agentur Reuters (1851) gründete.Praktischerweise saßen diese Büros immer direkt am Ende einer Telegraphenleitung, so nutzte auch Reutersdie neue Kabelverbindung Calais-Dover für seine Börsen- und Wirtschaftsnachrichten. Ein Kartellvertrag mitWolff zwang Reuter, den deutschen Nachrichtenmarkt zu verlassen. Nachrichtenagenturen standen immerschon in enger Verbindung zur Bankwirtschaft, bedienten sich ihrer doch bereits die Fugger im 15.Jahrhundert. Fugger nutzte den Dienst in erster Linie für sich und entschied, welche Nachrichten in derFuggerzeitung weitergegeben und welche geheim gehalten werden. Ein besonderer Vorteil solcher Agenturenist die hohe Geschwindigkeit, mit der sich Nachrichten einholen lassen. Zu den ältesten Nachrichtenagenturenzählen auch die Nieuwe Rotterdamsche Courant (später Nederlandsch (Haagsch) Persbureau) und diefranzösische Agence Havas, die sich auch mehrerer Büros in Paris bildete. Havas verfügt heute über ein zweitesStandbein in der der Werbung und zählt zu den größten Playern Frankreichs.

„ Nachrichtenagenturen und Imperialismus gingen Hand in Hand. “ 46

Christian Kuchler, Benjamin Städter in „Zeitungen von gestern für das Lernen vonmorgen?: Historische Tagespresse im Geschichtsunterricht“ (Quelle: google.com)

Quellen besagen, die Wurzeln der Associated Press liegen in der Harbour News Assciation (mit ihrer starken Verbindung zur The Sun), eine Agentur, die am 11. Jänner 1849 praktisch assimiliert wurde. Die Gründung der Presseagentur AP mit Hauptsitz in New York datiert offiziell auf Mai 1848. Der Herausgeber der The N. Y. Sun schlug den anderen Herausgebern vor, die Nachrichten über Kriege der USA künftig gemeinsam zubeschaffen. Dies bedeutete eine Zeitersparnis von etwa 24 Stunden. 47 48 49

Pinochets wurde vom Blatt unterstützt. Wie sich herausstellte wurde das Blatt vom CIA finanziell unterstützt. (Quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/Salvador_Allende, 27.4.2017)

MASSENPRESSE UND GESELLSCHAFTLICHE LIBERALISIERUNG

Technische Neuerungen im Zeitungssatz und -druck führten zu immer kürzeren Herstellungszyklen. Die Schnellpresse, die Rotationsmaschine, die Linotype-Setzmaschine, an die heute noch die Schriftart Linotypeerinnert, ermöglichten mehr Texte in kürzerer Zeit. Die Korrespondentennetzwerke florierten. Alsentscheidend für die Entwicklung der Presse sollte der Fall des staatlichen Anzeigenmonopols werden. Nunhatten die Zeitungen auch eine legale Einnahmequelle, konnten dadurch günstiger Verkauft werden undweitere Verbreitung finden.

In New York war die New York Sun die erste Zeitung, die unter dem Siegel Penny-Press bekannt werden sollte. Anders als man denken könnte, kosteten die Ausgaben immerhin 6 US-Cents, was für sozial schwacheBevölkerungsgruppen zu teuer war. Inhaltlich orientierte sich die Zeitung am Interesse der Menschen, Human Interest. Dies beinhaltet Themen, bei denen die Bevölkerung mitreden kann, weil sie im Bereich deralltäglichen Erfahrung liegen oder die Emotionen wecken. Die Artikel sind weder von großer Wichtigkeit, noch von großer Aktualität und zählen zum Boulevardjournalismus. 50 51

In diesem Rahmen entstanden mehrere Zeitungen, von denenwohl die New York Tribune (1841-1842)52 eine der einflussreichsten Zeitungen derVereinigten Staaten war. Der New York Herald (1835 -1924)hingegen praktizierte observierende Reportagen undunmittelbare Recherchen. Erbeschäftigte zahlreicheLokaljournalisten, doch esstanden wohl auch andereBerufsgruppen in engemKontakt zur Zeitung. 53 Die Sun und der Herald galtenals eher sensationsheischerisch,

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Publick Occurrences, Both Foreign and Domestick (Sept. 25, 1690) Der Bostoner Titel Richard Pierce und Benjamin Harris (Quelle: Wikipedia, brittannica.com)

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Abbildung 6: Cover der New York DailyTribune. Die sechsspaltige Tribune vom Jahre1842. Massenweise Text in US-englischerSprache, alphabetisch geordnete Initialenerleichterten das Auffinden einer Annonceauf der Titelseite, der Header umfängt vierSpalten. (Quelle: Library of Congress)

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die Tribune als vertrauenswürdig. Tribune-Herausgeber Horace Greeley vertrat die IdeenJeffersons in Hinblick auf die Ablehnung von Monopolen, die Zustimmung zu Gewerkschaftsgründungen unddie Ablehnung gegenüber der wappenähnliche Illustrationen im Titel,heute würde man sagen - das Logo - zierenzwei weibliche Wesen möglicherweiseGöttinnen (Justizia), dazwischen der Slogan:SHINES FOR ALL. Im Hintergrund links eineEisenbahn, rechts ein Schiff. Die Ausgaben Sklaverei. Greeley warb Korrespondenten in Europa an, etwa Karl Marx der Korrespondent für die New York Tribune.54 55 56

50 https://de.wikipedia.org/wiki/Human_Interest, 27.4.2017

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Abbildung 8: The New York Herald. Der 12 Seiten starke New York Herald von 1870,vom 24. Dezember mit zahlreichen „Special Notices“ am sechs-spalten breiten Cover war um drei Cent zu haben. Grafische Elemente wurden aus den Buchstaben bzw.Sonderzeichen gesetzt. Der Header besteht aus einem die gesamte Seitenbreite umfassenden nur schriftbasiertem Logo inGroßbuchstaben mit Serifen (The New York Herald.), darunter in einer Zeile, links die Nummer der Ausgabe, zentriert derErscheinungsort, und -tag sowie rechts der Preis. (Quelle: Library of Congress)

DER WETTSTREIT IM ZEITUNGSBUSINESS

Während Großbritannien längst dem glanzvollen Empireismus fröhnten, sahen sich die USA noch nicht als Kolonialmacht. Erst mit dem 1898 beginnenden Kriegshandlungen gegen die Philippinen gelangte diese Rollein den Medien voll zur Geltung und William Randolph Hearst, der amerikanisch Verleger berichtete davon.Hearsts Blatt, der San Francisco Examiner, heizte die Kriegsmaschinerie an. Auch als im selben Jahr im Hafenvon Havanna, Cuba, das US-Kriegsschiff Maine explodierte und sank. Hearst sah in Spanien das Problem undso schrieb auch die Presse, bzw. karikierte und illustrierte sie. 1905 wies William Randolph Hearst seineZeitungsredakteure an, besonders reißerische Schlagzeilen zu verfassen. Der Zeitungsmarkt in den USAwuchs und die Yellow Press erlebte eine erstes Hoch. Joseph Pulitzer, der Herausgeber der New York World,war Hearsts angeblich größter Konkurrent. Doch Pulitzer stand mit seinen beiden Zeitungen, einem medialenGroßbetrieb unter der Leitung Hearsts gegenüber. Die Konkurrenz der beiden bezog sich in erster Linie aufdas Gebiet New York. Manche Autoren meinen, der Yellow Journalism hätte sich zu einer degenerierten Formdes New Journalism entwickelt. Teilweise korrupt, oft aber unlauter waren die Charaktere, die diePresselandschaft in der Zeit dominierten. 57

Langsam wurden auch häufiger Karikaturen eingesetzt. Der Begriff Karikatur stammt vom italienischen caricare und meint eine Übertreibung, eine überzeichnete Darstellung von gesellschaftlichen Zuständen.Besonders in der deutschen Presse, war Bildmaterial schon üblich. Im Jahre 1898, während des Spanisch-Amerikanischen Krieges, wurde auch von US-Medien klar Stellung bezogen. Die Spanier unterlagen und diePhilippinen fielen im Vertrag von Paris an die Amerikaner. Die nach Unabhängigkeit strebenden Philippinosführten nun gegen die amerikanischen Besatzer Krieg (1899 - 1902). Die Kampfhandlungen brachten dieunterlegenen Philippinos unter Druck. Genaral Luna wurde ermordet und der Widerstand schwächer. DiePhilippinos wichen in den Guerilliakrieg aus. Die US-Truppen waren zu gering, um den entscheidenden Sieg zuerringen. Die von den USA angewandte Strategie wurde “Verbrannte Erde” genannt. Dabei wurde dieBevölkerung in Sammellager zusammengefasst. Personen, die nach der Frist außerhalb angetroffen wurden,wurden erschossen, die entvölkerten Dörfer in Brand gesteckt. Die amerikanische Presse berichtete von Folterund Kriegsverbrechen der US-Armee an den Philippinos. 1902 wurden die Verbrechen des Krieges durch denSenat untersucht, diese Untersuchung blieb jedoch ohne Ergebnis. Der 25. Präsident der USA, derRepublikaner William McKinley wird 1901 ermordet, sein Nachfolger Theodore Roosevelt beendet den Krieg1902. Der Krieg hatte zwischen 200.000 und 1,5 Mio. philippinischen Zivilisten das Leben gekostet, auch 20.000 Unabhängigkeitskämpfer und etwa 4000 Soldaten.58

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Abbildung 9: Schwarz-weiss-Karikatur McCays mit dem Titel „Is the Game Worth the Candle?“ Winsor McCay war nicht nur als Comiczeichner sonder auch als Karikaturist tätig, so stammt diese aus seiner Feder und thematisiert die US-Politik gegen die philippinischen Aufständischen. Beobachtet der Junge in den Holzschuhen, links neben dem amerikanischen Patrioten, das an eine Jahrmarktbude erinnernde Spiel Uncle Sams mit den US-Truppen gegen die Phillippinen? (Quelle: Wikipedia)

WILLIAM RANDOLPH HEARST

William Randolph Hearsts Zeitungsimperium wurzelt in der Kartenspiel-Kunst seines Vaters. Angeblich hat George Hearst,ein US-amerikanischer Bergbauunternehmer, den San FranciscoExaminer während eines Kartenspiels gewonnen. Hearst Seniorwar als geologischer Prospektor in den Westen gekommen. Erwar damit beschäftigt, mit geologischen, geophysikalischen undbergmännischen Methoden, Rohstofflagerstätten ausfindig zumachen. Während man in den Anfängen dieser Wissenschaft,oberflächennahe Lagerstätten eher zufällig entdeckte, wandteman bei Bergbaufirmen und geologischen Diensten bereits andere Methoden (Kartenstudien, Literaturstudien in Fachbibliotheken) an. Während der Zeit des „Kalifornischen Goldrausch“ verdiente die Familie Hearst - George heiratete die19-jährige Phoebe und bekam am 29.4. 1863 einen Sohn namensWilliam Randolph - Millionen Dollar im Bergbau und derLandwirtschaft. William Randolph, der in Harvard die Universitätbesuchte, diese aber verlassen musste, bat seinen Vater 1887, dieZeitung führen zu dürfen. Hearst Junior erweiterte den Verlag um The New York Journal und andere Blätter, wie den Chicago Abbildung 10: Portraitfotografie von William

American, den Chicago Examiner, den Boston American, den LosAngeles Examiner. Hearst verdiente gut am Krieg der Kubanergegen die Spanier (1868 - 1898) und dem zwischen Spanien und Randolph Hearst (1863 - 1951) in jüngeren Jahren (Quelle: Library of Congress) Amerika (23. April bis 12. August 1898), in dem er Sensationsnachrichten brachte und damit die Verkaufszahlen erhöhte. Er veröffentlichte Bilder und Berichte von Misshandlungen der Bevölkerung Kubas unter General Valeriano Weyler y Nicolau, 59 der campos de reconcentraci ó ns 60, errichtet hatte. Geschichten über Rebellen, die gegen die spanische Besatzung kämpften, wurden veröffentlicht und weckten Sympathien für die Aufständischen. Hearst wandte damit bereits Methoden der psychologischen Kriegsführung an, in dem er das Zusammenpferchen von Einheimischen in Lagern, ohne ihre Lebensmittelversorgung sicherzustellen, sowie den Tod hunderttausender Menschen anprangerte.61 62 63

„ Remember the Maine, to hell with Spain! “

Schlachtruf der Hearst-Presse anlässlich der Explosiondem Schlachtschiff USS Maine im Hafen von Havanna,womit ein Kriegsgrund gegen die Spanier gefunden war

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

New York World (Maine Explosion) New York Journal (Maine Explosion) Figure 1: SW-Abbildung Covers der „World“, Pulitzers Blatt zog nach und reduzierte den Preis seiner Zeitung während des Krieges. Die Berichterstattung wurde ähnlichsensationsheischerisch, wie Hearsts. (Quelle: Google.)

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Figure 2: SW-Faksimile des Covers des Journal: Unmengen anfinanzieller Mittel flossen in die Kriegs-Berichterstattung undMaterialbereitstellung bei den Hearst-Blättern. Doch übersahen beide Zeitungsmacher die Probleme, den sie in New York entfachten: Die der N

Hearst selbst hielt den Krieg ebenfalls für den einzig vernünftigen Weg und verheimlichte diesenGedanken keineswegs. So begann einWettbewerb zwischen Pulitzer und ihm um diebesten Geschichten, die besten Journalisten unddie besten Illustratoren. Diese Sensationsberichterstattung wurde unter „YellowPress“ bekannt. Außerdem wurde The YellowKid 64 , der Comic Strip mit dem barfüßigen Kind imgelben Nachthemd von Richard F. Outcault, das ab1895 in der New York World erschien, als möglicherNamensgeber genannt, das ständig versuchte ausdem Elend zu entkommen und so zur Identifikationsfigur wurde.65

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 11: Reconcentración de Weyler. Schwarz-Weiss Foto dreier Doch Hearst gelangte dennoch ins Kreuzfeuer derKritik, weil er als Herausgeber galt, dem im Kampfgegen seinen Konkurrenten Joseph Pulitzer, dieAuflage wesentlicher war, als die Wahrheit. Zu Hearsts größten Erfolgen wurde der Fakt, dass zu seiner Glanzzeit, jeder vierte Amerikaner ein Hearst-Blatt las. Zahlreiche von ihnen sind heutenoch erfolgreiche Magazine: Cosmopolitan, GoodHousekeeping, Harper ’ s Bazaar, um nur einige zu Kinder, deren abgemagerte Körper zur schau gestellt werden. ZweiKinder liegen, eines sitzt, sein Hemd ist geöffnet, die Schultern und Brust entblößt. Es ist nicht klar ersichtlich, ob es mädchen oder Jungensind. Links im Bild ein weiteres Paar unbekleideter Füsse. KubanischerUnabhängigkeitskampf gegen Spanien 1868 - 1898: Frauen, Greise und Kinder hatten sich in diesen campos de reconcentraci ó n aufzuhalten, wo sie verhungerten. Zahlreiche Bildquellen zeugen von dieser Praxis. (Quelle: Wikipedia und ecured.cu)

nennen. Er ließ Bilder manipulieren, wies seine Redakteure und Korrespondenten an, möglichst drastischeBerichte zuliefern, um die Amerikaner zu einem Befreiungskrieg gegen die Spanier zu motivieren. Auch dieFamilien der Vanderbilts und Rockefellers wurden häufig zum Thema seiner Artikel, doch vor allem ausfinanziellem Interesse. Sozialisten waren dem Zeitungsmacher zutiefst unsympathisch. Er ließ sich für dieDemokraten in den US-Kongress wählen und kandidierte sogar als Gouverneur für New York (1906). Er war alsPolitiker weniger erfolgreich, denn als findiger Zeitungsmann. Denn im Medienbereich gelang ihm einweiterer Coup: Er setzte als erster Medientycoon auf das Radio (ab 1920) und später auch auf das Fernsehen(1940). Er produzierte Nachrichten-Filme die vor dem eigentlichen Film im Kino liefen und sponserte 1929,während die Börse auf den Crash zusteuerte, eine Weltumrundung des Luftschiffs Graf Zeppelin. Doch auchdas Hearst-Imperium wurde von der Wirtschaftskrise stark geschwächt: Mehrere Firmen wurden geschlossenund demontiert. Seine Kunstsammlung wurde versteigert. Als sich die Wirtschaft wieder erholte, war auchsein Ruhm dahin: Die Konkurrenz hatte aufgeholt. Hearst Castle, das Schloss, das sich der Mediengigant einstschuf um Partys zu feiern, zeugt noch vom einstigen Ruhm, zu dem auch die Bekanntschaft zuHollywoodgrößen wie Joan Crawford, Charlie Chaplin, Cary Grant oder Clark Gable zählte. An seinemImperium, das zu seiner Glanzzeit 50 Zeitungen, 12 Radiosender und einige Filmstudios zählte, kam kaum einKünstler vorbei. Ziegfield Girl Marion Davis, die Geliebte Hearsts, der nachgesagt wird, dass sie zeitgleich auchmit Charlie Chaplin eine Affäre hatte, wird im später verfilmten Drama Orson Welles Citizen Kane (1941) als diemäßig begabte Sängerin Susan Alexander (Dorothy Comingore) verewigt werden, der dem „Bürger Kane“dem Alter Ego William Randolph Hearsts zeigt, dass es auch für mächtige Medienschaffende Grenzen gibt.66 67

„ A Hearst newspaper is like a screaming woman

running down the street with her throat cut “

Arthur James Pegler, Autor bei Hearst, erklärt die Strategie Hearsts, um neue Leser zu gewinnen.

Tabelle 1: Das Hearst-Imperium. Eine ungefähre Darstellung der Entwicklung bzw. Veränderungen des Verlages zum „Medialen

Großreich“ in der Zeitspanne von 1900 bis 1940.

1900 1920 1940

3 Tageszeitungen (S. F. Examiner, Morning Journal, Chicago

American)

Farb-Cover des Hearst-Magazins Good Housekeeping vom Oktober

1905,entsprechend zeigt sich eineHerbstszene: Eine Frau hält einen

Herbstblumenstrauß. 15 Cents. (Quelle: Google)

20 Tageszeitungen

11 Sonntagszeitungen

King Features syndication service, International News Service

American Weekly,

International Newsreel

6 Magazine (ua. Cosmopolitan, Good Houskeeping, Harper ’ s Bazaar) 68 69

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 12: Farbcover des Harper’sBazar. Die Zeitschrift vom Juli 1920 - eine„umschwärmte“ Frau im extravagant-luftigen Kleid nachts (50 Cents) (Quelle:Google)

25 Tageszeitungen

24 Wochenzeitungen

12 Radiostationen

2 Nachrichtendienste

Cosmopolitan Filmstudio, weitere Medienunternehmen

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Abbildung des Covers Hearst’sInternational Cosmopolitan,

Sommerausgabe der frühen 1900er, mit einer gut gekleideten jungen

Müßiggängerin am Strand. 25 Cents (Quelle: Google)

Hearst beschäftigte den Public-Relations - und Propaganda -Spezialisten Edward Louis James Bernays, der 1891in Wien das Licht der Welt erblickte, aber nach Amerika auswanderte. Er ist der Neffe des PsychoanalytikersSiegmund Freud, der sich intensiv mit den Trieben der Menschen beschäftigte und es als erforderlichbetrachtete, die „gefährlichen Kräfte“ in den Menschen eines Volkes, deren Bewusstsein, Unterbewusstseinund Unbewusstsein, zu kontrollieren. Bernays hingegen, machte sich mit seinem Wissen über mentaleSteuerungsmittel zuerst für die amerikanische Regierung und ihren Wunsch, die Zustimmung derÖffentlichkeit für den Kriegseintritt der USA zu erzielen, stark. Er heuert beim Council on Public Information (CPI) an, wo er mit Zeitungen zusammenarbeitet. Später für andere Kampagnen, die auf das Kaufverhaltenund die politische Meinungsbildung in einer „Massendemokratie“ stark. Statt Propaganda, denn auch dieNationalsozialisten beriefen sich auf seine Schriften, später benutzte er den Begriff Public Relations. 70 71 72 73 74 75

JOSEPH PULITZER

Jószef Pulitzer (1847 - 1911) war gebürtiger Ungar und wurde vonPrivatschulen und -Lehrern streng katholisch erzogen. Er unterzogsich der Tauglichkeitsuntersuchung beim österreichischen Heer und wurde abgelehnt, wie auch bei der französischen Fremdenlegion und der britischen Armee. Allerdings wurde er für die US Unionsarmee registriert und gelangte über Boston in die USA, wo er im 1. New Yorker Kavallerie Regiments diente. Überaus ambitioniert - er hatte inzwischen Jura studiert, englisch gelernt und die amerikanische Staatsbürgerschaft angenommen - versuchte er sich als Reportereiner deutschsprachigen Zeitung, der Westlichen Post. Die WestlichePost (Western Post) war eine republikanische Tageszeitung, die 1857gegründet worden war. Schließlich wurde er 1871 Herausgeber und Mitbesitzer der Zeitung, verließ sie aber nach zwei Jahren und heiratet eine bekannte angesehene Dame der Gesellschaft aus Washington.

Er gastierte zwei Jahre als Korrespondent der New York Sun, ehe sich der Kauf des St. Louis Evening Dispatch anbot, den er mit der Evening Post fusionierte. 1883 erwarb er auch noch die New York World und ließ sie zu einer der auflagenstärksten Zeitungen des Landes heranwachsen. Auch Pulitzer ließ sorgfältig recherchieren und setzte auf Spendenkampagnen und Cartoons. Die Konkurrenz, darunter besonders die New York Sun, agierte überaus angriffig. Obwohl er vermutlich an Diabetes erkrankt und seine Sehkraft stark eingeschränkt war, behielt er lange die Kontrolle über seine Zeitungen, initiierte Comics, wie The Yellow Kid und stellte investigativeJournalistinnen ein. Hearsts Journal verwickelte die World Pulitzers in einen Kampf um Auflagen und überbot sich mit Sensationsberichten, auch in Hinblick auf die Berichterstattung überden Unabhängigkeitskampf Kubas, wasschließlich zu einer Kriegserklärung derUSA an die spanische Kolonialmachtführte, nachdem die U. S. S. Maine explodierte und die Berichte es alsSabotageakt hinstellten. Pulitzerdistanzierte sich danach von den Sensationsberichten und mahnte seine Herausgeber zu hart recherchierten Artikeln, was wiederum in Schwierigkeiten führte, als das Blatt den Skandal um die Panamabestechungsgelder aufdeckte,

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Abbildung 13: Fotografie in schwarz-weiß,Joszeph Pulitzer portraitierend. Ein ernsterPulizer im Anzug mit Vatermörderkragen, Kneifer und Vollbart. (Quelle: Google)

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Abbildung 14: Schwarz-Weiß Cover des St. Louis Post-Dispach. Das aufwendig

die die Zahlungen an die French Panama gestaltete und bebilderte Cover der Ausgabe der St. Louis Post Dispach, Night Canal Company aufdeckte und in Klagen Edition vom 3. Juli 1917 berichtet ua. beebildert in mehreren Artikeln von 24 gegen die World endeten. Pulitzer Schwarzen, die in St. Louis getötet wurden. (Quelle: Google)

gewann.76 77

„ Eine zynische, k ä ufliche, demagogische Presse wird mit der Zeit ein Volk erzeugen, das genauso niedertr ä chtig ist, wie sie selbst. “

Joseph Pulitzer78

Politisch war Pulitzer 1869 als Mitglied des Repräsentantenhauses von Missouri gewählt worden, später unterstütze er die Kandidatur Horace Greeleys im Präsidentenwahlkampf, den dieser allerdings verlor. Pulitzerwurde 1885 in das U.S.-Repräsentantenhaus gewählt. Er verfügte bereits vor seinem Tode, dass eine Stiftungvon 2 Mio. US-Dollar für die Gründung einer Journalisten-Akademie verfügt werden sollte. Die Akademiewurde an der Columbia University gegründet, die seit 1912 eine journalistische Fakultät eignet und jährlich denPulitzerpreis verleiht, ein Medienpreis, der für Romane, Sachbücher und Reportagen, Fotos, Karikaturen,Lyrik, Theaterstücke und Musikaufnahmen vergeben wird. Die Preisträger erhalten je Kategorie 10.000 US-Dollar. 79

But the World's designers invited the eye to explore, to soak up detail, to appreciate subtlety, to partner with the brain in forming a lasting mental image. The skyscraper layout resembles an Advent calendar, saying "open me" in countless spaces.

Jack Shafer, Slate Autor

NEWSIES IN PROTEST

Die Zeitungsjungen traten 1899 in den Streik. Pulitzer, der mit sinkenden Auflagezahlen zu kämpfen hatte, während Hearst ihm mit allen Mitteln die Journalisten, Zeichner und Manager abwarb, die Auflagen steigern konnte, erhöhte den Preis pro 100 Exemplare, die die Zeitungsjungen kaufen mussten, um sie dann zu einem höheren Preis auf der Straße verkaufen zu können. Nun mussten sie mehr Zeitungen verkaufen, um dasselbe Geld zu verdienen, wie zuvor. Die Brooklyn-Bridge wurde für den Verkehr blockiert und mehr als 5000Zeitungsjungen wurden erschossen. Die Auflage Pultizers World sank um 50 Prozent. Das kostete Pulitzer mehr als nur seine Einnahmen, auch seinen Ruf. Auch die Hearst-Blätter litten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 15: SW-Foto der Newsies: Pulitzer und Hearst setzten auf Kinder, die die Zeitungen auf der Straße verkauften. Sie

mussten die Zeitungen zuerst kaufen, bekamen ein Bündel an Zeitungen und verkauften diese Kopien auf der Straße. Viele der Kinder, die auf der Straße die Schlagzeilen brüllten, waren obdachlos. Während des Krieges wurden die „Newsies“ besser bezahlt. Verkauften sie nicht alle Zeitungen, bekamen sie keine Rückerstattung. (Quelle: Google) Die Kinder standen den beiden Giganten gegenüber, die die Industrie und ihre Interessen repräsentierten. Die Newsboys bekamen schließlich Rückendeckung von der Zeitungsberichterstattung der Sun und der Tribune. Gouverneur Theodor Roosevelt, der sich auf die Seite der Newsboys stellte unterstützte schließlich dieForderung um bessere Arbeitsbedingungen. Es kam zu einer Gründung von Gewerkschaften und die Jungs mussten die Verluste nicht mehr selbst tragen. 80 81 82 83

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 16: Zwei Fotos von Newsies: Links mit einem Sack auf dem New York Journal aufgedruckt ist, was beweist, dass das Hearsts Jungs sind und rechts ein Foto auf dem ua. auch zwei Mädchen mit Zeitungen unter dem Arm dargestellt werden. 2011 wurde ein Musical uraufgeführt, das das Geschehen von 1899 thematisiert, als die beiden Industriegiganten Profit auf Kosten elternloser Kinder und Kinder die in New York ums Überleben kämpften machten.(Quelle Google.)

[...]


1 https://de.wikipedia.org/wiki/Viktorianisches_Zeitalter, 25.4.2017

2 In den angelsächsischen Ländern spricht man von der viktorianischen Zeit, die zu Umbrüchen in Philosophie und Kultur führte.

3 Her Royal Highness Princess Alexandrina Victoria of Kent, (* 24. Mai 1819 im Kensington Palace, London; † 22. Januar 1901 in Osborne House, Isle of Wight)

4 https://de.wikipedia.org/wiki/Victoria_(Vereinigtes_K%C3%B6nigreich), 25.04.17

5 By The Red Hat of Pat Ferrick [Public domain], via Wikimedia Commons

6 https://de.wikipedia.org/wiki/Britisches_Weltreich, 25.4.2017

7 https://de.wikipedia.org/wiki/Strafkolonie, 25.4.2017

8 https://de.wikipedia.org/wiki/Amerikanische_Revolution, 25.5.2017

9 https://de.wikipedia.org/wiki/Siebenj%C3%A4hriger_Krieg, 25.5.2017

10 Library of Congress: cph 3g05315, http://hdl.loc.gov/loc.pnp/cph.3g05315, 25.4.2017

11 http://www.loc.gov/pictures/item/2002695523/, 25.4.2017

12 Annahme: South Carolina, North Carolina, Virginia, Maryland, Pennsylvania, New Jersey, New York, New England(Quelle: https://slmc.uottawa.ca/?q=american_revolution, 25.4.2017)

13 https://de.wikipedia.org/wiki/Strafkolonie, 25.4.2017

14 https://de.wikipedia.org/wiki/Amerikanischer_Unabh%C3%A4ngigkeitskrieg, 25.4.2017

15 https://de.wikipedia.org/wiki/Konf%C3%B6derationsartikel, 25.4.2017

16 https://de.wikipedia.org/wiki/Imperialismus, 25.4.2017

17 https://de.wikipedia.org/wiki/C%C3%A4sarismus, 25.4.2017

18 Imperilism in it’s best sense, true imperialism

19 https://de.wikipedia.org/wiki/Imperialismus, 25.4.2017

20 https://de.wikipedia.org/wiki/Imperialismustheorie, 25.4.2017

21 https://de.wikipedia.org/wiki/Russische_Revolution_1905, 26.4.2017

22 In Russland wurde 1897 der Papierrubel durch die Goldrubel ersetzt und legte den Grundstein zu einem neuen Währungssystem, der Silberrubel verfiel. Neue Goldmünzen wurden ausgegeben: Imperial (15 Rubel), Poluimperial (7 ½ Rubel) oder 1/3-Imperial (5 Rubeln). Das neue System verhalf dem russischen Wirtschaftssystem zur Entfaltung und zu seiner volkswirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Die agrarische Produktivität konnte gesteigert werden und die materielle Not der Bevölkerung gelindert. (Quelle: http://moneymuseum.com/pdf/gestern/05_neuzeit/51_(5)_Zum%20russischen%20Geldsystem%20vom%20Kiewer%20Reich%20bis%201897.pdf, 17.5.2017) Eveline Aigner, 2017

23 http://www.gegenfrage.com/panik-1893/, 17.5.2017

24 Manfred Berg, Geschichte der USA, Der weg in die Moderne (S. 49) , aber auch: https://books.google.at/books?id=U03pBQAAQBAJ&pg=PA50&lpg=PA50&dq=Lebensmittelpreise+uSA+1897&source=bl&ots=MVTLQdlxZT&sig=ucN2YqOUy3- UoUqko8WUJH9eRU0&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwihyJyh5vbTAhUoYZoKHUsRB2wQ6AEIPjAE#v=onepage&q=Lebens mittelpreise%20uSA%201897&f=false, 17.5.2017

25 Da der Handel sich über nationale Grenzen hinwegsetzt und der Unternehmer die Welt als seinen Markt beansprucht, muss die Flagge seiner Nation ihm folgen, und die verschlossenen Tore der Nationen müssen aufgesprengt werden. Woodrow Wilson 1907 Eveline Aigner, 2017

26 http://www.deutschlandfunk.de/der-weg-in-den-ersten-weltkrieg-die-usa-und-der- aufstieg.724.de.html?dram:article_id=273012, 2.5.2017

27 http://www.bpb.de/apuz/175486/kurze-geschichte-der-weltwirtschaft?p=all, 2.5.2017

28 Globalisierung der Weltwirtschaft: Schlussbericht der Enquete-Kommission (Deutscher Bundestag): https://books.google.at/books?id=UlQlBgAAQBAJ&pg=PA197&lpg=PA197&dq=weltwirtschaftslage+1900+USA&source=bl&ots=SfdMliIIGB&sig=H_V0oIS5WtzCwDnPNPD2eUCgfAI&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiS0czY6NDTAhVE2CwKHSZFDE wQ6AEIMzAB#v=onepage&q=weltwirtschaftslage%201900%20USA&f=false, 2.5.2017 Eveline Aigner, 2017

29 https://de.wikipedia.org/wiki/Einwanderung_in_die_Vereinigten_Staaten, 9.6.2017

30 Die Indianische Bevölkerung wurde in Reservate umgesiedelt. Dies war auch in Brasilien, Kolumbien, Panama, Paraguay und Venezuela der Fall. Die Reservate befinden sich in den Waldgebieten des Orinoco etc.

31 https://de.wikipedia.org/wiki/Indianer, 9.6.2017

32 https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/1/11/Langs_N.Amer_Deutsch.png/1024px-Langs_N.Amer_Deutsch.png, 9.6.2017

33 http://www.deutschlandfunk.de/genetik-herkunft-afrikanischer-sklaven.676.de.html?dram:article_id=313890, 9.6.2017

34 https://www.welt.de/wams_print/article883552/16-19-Jahrhundert-Millionen-Schwarzafrikaner-wurden-als-Sklaven-nach-Amerika-und-Arabien-verschleppt.html, 9.6.2017

35 http://www.spiegel.de/fotostrecke/sklavenhandel-erbgut-verraet-herkunft-von-verschleppten-fotostrecke-124549- 3.html, 9.6.2017 Eveline Aigner, 2017

36 http://ieg-ego.eu/de/threads/hintergruende/alphabetisierung, 9.6.2017

37 http://ww1.habsburger.net/de/kapitel/die-gleichzeitigkeit-des-ungleichzeitigen-alphabetisierung-als-gradmesser-der-entwicklung, 9.6.2017

38 https://www.zukunftsinstitut.de/artikel/13-future-forecast-2017/der-wandel-der-welt/, 9.6.2017 Eveline Aigner, 2017

39 http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D10394.php, 9.6.2017

40 http://www.lrsundlernen.de/hintergrundinfo/hintergrund_geschichte.shtml, 9.6.2017

41 https://de.wikipedia.org/wiki/Alphabetisierung_(Lesef%C3%A4higkeit), 9.6.2017

42 Formate und deren Entwicklung wurde eine eigene Publikation verlangen.

43 https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Zeitung, 25.4.2017

44 http://ubt.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2008/470/pdf/01_LoehrMarc_20071130.pdf, 27.4.2017

45 Das konservativ ausgerichtete Blatt wurde besonders unter der Regierung Präsident Salvador Allendes in den siebzigerJahren zum politischen Medium, als es zum Sturz und Selbstmord des Präsidenten kam. Die Militärregierung Augusto

46 https://books.google.at/books?id=s6ElDAAAQBAJ&lpg=PA15&dq=Proteste%20in%20Zeitungen%20zum%20Unabh%C3%A4ngigkeitskrieg&hl=de&pg=PA23#v=onepage&q&f=false, 27-4-2017

47 https://de.wikipedia.org/wiki/Associated_Press, 27.4.2017

48 https://de.wikipedia.org/wiki/Nachrichten-_und_Presseagentur, 27.04.2017

49 http://1.bp.blogspot.com/-j-zKDXcQ6lo/VAkYvx6cJaI/AAAAAAAAHKc/udRkCHKHm- 8/s1600/10_068_PresLetter.jpg Der Japan Expedition Letter von 1854 mit dem fliegenden Adler. Eveline Aigner, 2017

50 https://de.wikipedia.org/wiki/Human_Interest, 27.4.2017

51 http://chroniclingamerica.loc.gov/lccn/sn83030272/ , 27.4.2017

52 New-York Daily Tribune (1842-1866); New-York Tribune (1866-1924); für 18 Monate kosteten einen Dollar.(Quelle: Library of Kongress, KongressBibliothek)

53 New York Herald, New York Tribune (1924-1926); The New York Herald Tribune (1926-1962)

54 Auch in Deutschland korrespondierte Heinrich Heine für die Neueste Weltkunde aus Paris. Archäologe Heinrich Schliermann schrieb hingegen für die Augsburger Allgemeine und die Londoner The Times.

55 http://chroniclingamerica.loc.gov/lccn/sn83030212/1841-04-10/ed-1/seq-4/, 27.4.2017

56 http://chroniclingamerica.loc.gov/lccn/sn83030313/1879-12-24/ed-1/seq-1/, 24.4.2017

57 https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Zeitung, 26.4.2017

58 http://werewolf.co.nz/2010/10/cartoon-alley-reviews-and-commentary-17-gordon-campbell/, 27.4.2017 Eveline Aigner, 2017

59 Spanischer General und Gouverneur, Sohn einer Spanierin und eines Militärarztes mit preußischen Wurzeln

60 Konzentrationslager

61 https://de.wikipedia.org/wiki/Valeriano_Weyler, 9.5.2017

62 https://de.wikipedia.org/wiki/Konzentrationslager_(historischer_Begriff), 9.5.2017

63 Die USA richtete 1900 auf der Insel Mindanao ebenfalls Lager ein, in denen sie philippinische Guerilleros internierten.Zuvor wurden, legitimiert durch den Indian Removal Act 1838, Indianer in lagerähnlichen Reservaten gefangengehalten,ehe sie umgesiedelt wurden. Viele verhungerten oder wurden mit dem Tod bestraft. (Quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/Konzentrationslager_(historischer_Begriff), 9.5.2017)

64 Auch Mickey Dugan.

65 https://de.wikipedia.org/wiki/The_Yellow_Kid, 9.5.2017

66 https://de.wikipedia.org/wiki/Citizen_Kane, 9.5.2017

67 http://www.zeit.de/wissen/geschichte/2013-04/verleger-william-randolph-hearst, 9.5.2017

68 http://www.notablebiographies.com/Gi-He/Hearst-William-Randolph.html, 10.5.2017

69 https://de.wikipedia.org/wiki/Good_Housekeeping, 17.5.2017

70 Seine Kampagne lief unter dem Slogan „ Make the world safe for democracy.“

71 Crystallizing Public Opinion, Edward Bernays

72 https://de.wikipedia.org/wiki/Edward_Bernays, 12.5.2017

73 http://www.spiegel.de/einestages/pr-erfinder-bernays-a-948512.html, 12.5.2017

74 https://youtu.be/eJ3RzGoQC4s, 12.5.2017

75 https://zeitgeist-online.de/exklusivonline/interviews-und-portraets/1031-der-neffe-freuds-oder-wie-edward-bernays-lernte-die-massen-zu-lenken.html, 12.5.2017

76 https://en.wikipedia.org/wiki/Westliche_Post, 11.5.2017

77 https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Pulitzer, 11.5.2017 Eveline Aigner, 2017

78 http://zitate.net/joseph-pulitzer-zitate, 11.5.2017

79 https://de.wikipedia.org/wiki/Pulitzer-Preis, 11.5.2017 Eveline Aigner, 2017

80 https://de.wikipedia.org/wiki/Newsies, 12.5.2017

81 https://blattmacher.wordpress.com/2013/06/01/newsies-der-bose-pulitzer-und-die-zeitungsjungen/, 12.5.2017

82 https://youtu.be/OJK-4TL-SO4, 12.5.2017

83 http://www.kjk-muenchen.de/archiv/index.php?id=1064, 12.5.2017

Details

Seiten
241
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668632479
Dateigröße
25.7 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v411773
Institution / Hochschule
Karl-Franzens-Universität Graz – Institut für Ethik und Gesellschaftslehre
Note
0,00
Schlagworte
Mediengeschichte Printmedien Zeitungsgeschichte Comics

Autor

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Titel: Pädagogisch-didaktische Aspekte des Comics in der US-Presse des frühen 20. Jahrhunderts