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Die Kaiserkrönung Karls des Großen

Hausarbeit (Hauptseminar) 2005 39 Seiten

Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historische Voraussetzungen
2.1 476 - Ein vakanter Kaiserthron im Abendland?
2.2 751/54 - Pippin erringt das Königtum der Franken

3. Karls Weg zum Kaisertum
3.1 Hadrian I. und Karl der Große: compaternitas
3.2 787 - Konflikte mit Papsttum und Byzanz: Das Konzil von Nikaia
3.3 797/98 - Eine ‚Kölner Notiz’: Byzanz ‚übergibt’ Karl das imperium
3.4 Leo III. und Karl der Große
3.4.1 795 – Ein ‚programmatischer’ Brief
3.4.2 799 - Das Attentat auf Papst Leo III
3.4.2.1 Das Attentat in den Quellen
3.4.2.2 Die Begegnung von Paderborn und die ‚Kaiserfrage’
3.4.2.3 Die Mosaiken Papst Leos III. im Lateran
3.4.2.4 Synodale Untersuchung in Rom und ‚Reinigungseid’
3.5 Die Kaiserkrönung am Weihnachtstag 800
3.5.1 Die Krönung in den Quellen
3.5.2 Karls und Byzanz’ ‚Unmut’
3.6 Karls Kaisertum
3.6.1 Karl hält Gericht in Rom und ‚ordnet die Kirche’
3.6.2 Eine ‚komplizierte’ Titulatur
3.7 812 - Byzanz und die Erhebung Karls zum Kaiser
3.8 813 - Kaiserkrönung Ludwigs des Frommen in Aachen
4. Abschließende Einschätzung und Ausschau

5. Anhang

6. Literatur
6.1 Quellen
6.2 Sekundärliteratur

1. Einleitung

Der ‚schwierige und langwierige Entstehungsprozess des mittelalterlichen Deutschen Reiches’ begründet das Thema dieser Arbeit: Die Kaiserkrönung Karls des Großen.

Ob es sich bei der Wiedererrichtung des abendländischen Kaisertums durch den Papst und den fränkischen König um ein ‚Schlüsselereignis’ der deutschen oder französischen, vielleicht auch eher europäischen Geschichte handelte, darüber wird seit Jahrhunderten gestritten und gerätselt. Auch diese - nicht nur im Umfang, sondern auch in ihrem Anspruch bescheidene Darstellung - wird auf diese Frage keine Antwort wagen. Aber es ist eine historische Tatsache, dass es weder das heutige Frankreich noch Deutschland in seinen heutigen Grenzen ohne das Reich Karls des Großen/ de Charlemagne jemals gegeben hätte; so ist auch das mittelalterliche Deutsche Reich ohne das, unter Karl begründete, nachantike, abendländische Kaisertum nicht denkbar. Dieses Argument sollte hinreichen, sich im Rahmen unseres Generalthemas mit der Krönung Karls des Großen zu beschäftigen.[1]

Schieffer brachte es in einem Vortrag von 2003 auf den Punkt, als er sagte, es liege „auf der Hand“, dass „damals ein politischer Rahmen für die lateinische Christenheit geschaffen worden ist, der weit über das Vorstellungsvermögen der unmittelbar Beteiligten hinaus tausend Jahre Bestand haben sollte und erst 1806 mit Franz II. endgültig zerbrochen ist. Völlig zu Recht gilt der 25. Dezember 800 deshalb seit jeher als ein fundamentales Datum in der Geschichte Europas und zumal der Deutschen, aus denen der abendländische Kaiser seit 962 regelmäßig hervorging.“[2]

Es handelt sich bei der Kaiserkrönung Karls des Großen also um ein ‚Schlüsselereignis’ in der Entstehungsgeschichte des mittelalterlichen Deutschen Reiches ganz eigener Art.

Die chronologische Eingrenzung orientiert sich, in unterschiedlicher Gewichtung, an Schlüsseldaten:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Auf der Grundlage der Quellen und der neueren Literatur betrachten wir drei in ihrer tatsächlichen Macht und ihren Machtansprüchen höchst unterschiedliche Potenzen: Karl den Großen, das Papsttum und Byzanz. Diese drei Akteure bewegten sich in einem vibrierenden Spannungsfeld auf ein Ereignis zu, welches, bis zu jeweils unterschiedlichen Zeitpunkten, keiner der Protagonisten anstrebte oder zumindest vorgab, es nicht zu anzustreben.

Im Hinblick auf die unterschiedliche Wirkungsmacht der drei Potenzen sei die Fragestellung so allgemein wie möglich, so erkenntnisleitend wie nötig gestellt.

Welche Macht hatte zu welchem Zeitpunkt welches Interesse daran und welchen Umfang an Durchsetzungskraft, das abendländische Kaisertum wieder zu errichten, beziehungsweise, seine Errichtung zu verhindern?

Jeder der drei Potenzen sei hypothetisch unterstellt, dass sie, zu je unterschiedlichen Zeitpunkten, aus je unterschiedlichen Motiven heraus, höchst eigene Vorstellungen von der Errichtung des abendländischen Kaisertums hatte.

Methodisch wird sich die Arbeit an drei ‚imaginären’, parallel zur Zeitleiste verlaufenden Kurven orientieren:

Innerhalb eines gut 60 Jahre umfassenden Zeitraums (751-813) fanden die Mächte in unter-schiedlichen Interessenslagen und unterschiedlichen Koalitionen zueinander, gerieten in Konfrontation, verloren sich scheinbar (wenn auch immer nur vorübergehend) aus den Augen, doch niemals vollständig aus dem Sinn.

Quellenstand:

A. aus päpstlicher Sicht

Vita Leonis tertii im Liber Pontificalis[3]

Constitutum Constantini[4]

B. aus fränkischer Sicht

Reichsannalen und so genannte Einhardsannalen[5]

Das Wiener Fragment der Lorscher Annalen ad a. 801[6]

Die ‚Kölner Notiz’[7]

Briefe Alkuins[8]

Einhards Vita Karoli Magni[9]

C. aus byzantinischer Sicht

Chronik des Theophanes[10]

Den Forschungsstand zur Kaiserkrönung bestimmte seit den 60er Jahren das maßgebliche, auch dieser Arbeit zugrunde gelegte, Standardwerk von Peter Classen, ‚Karl der Große, das Papsttum und Byzanz’.[11]

Die Darstellung Classens verdankte, lt. Schieffer, ihre „Stabilität“ (...) „dem verbreiteten Eindruck, dass hier die Möglichkeiten der Forschung erschöpft seien.“[12]

In den letzten 4 - 5 Jahren hat sich jedoch der Konsens in wichtigen Bereichen verschoben.[13] Besonders hervorgehoben sind in dieser Darstellung die Arbeiten von Matthias Becher, ‚Karl der Große und Papst Leo III. Die Ereignisse der Jahre 799 und 800 aus der Sicht der Zeitgenossen’, sowie ders., ‚Die Reise Papst Leos III. zu Karl dem Großen’, in denen Becher sich kritisch mit der Quellenlage zum Attentat auf den Papst auseinandersetzt.[14] ‚Neu’ im Ansatz sind auch die Arbeiten von Johannes Fried, ‚Papst Leo III. besucht Karl den Großen in Paderborn oder Einhards Schweigen’ sowie ders., Erinnern und Vergessen. Die Gegenwart stiftet die Einheit der Vergangenheit’, in denen er sich grundsätzlich mit der Problematik ‚offiziös’ redigierter Überlieferung auseinandersetzt und folgerichtig der zeitunmittelbaren, abseits der halbamtlichen Quellen überlieferten, ‚Kölner Notiz’ einen sehr hohen Stellenwert einräumt.[15] Im Zusammenhang der schon bei Fried sich öffnenden Neubewertung des Byzanzbezugs der Kaiserkrönung sind auch die umfangreichen Werke, ‚Byzanz. Das zweite Rom’, des Byzantinisten R.-J. Lilie sowie die umfassende, weltgeschichtlich orientierte Darstellung zur ‚Griechisch-römischen Ökumene’ von Ernst Pitz zu sehen.[16]

2. Historische Voraussetzungen

2.1 476 - Ein vakanter Kaiserthron im Abendland?

Im Jahre 476 riefen die germanischen foederati (Bündnispartner) des oströmischen Kaiser-reichs den General Flavius Odoaker in Italien zum König aus und entthronten den ‚Kind-kaiser’ Romulus Augustulus[17], doch „auch nach 476 war das römische Reich keineswegs eine ‚Fiktion’ gworden, sondern auch für das Abendland volle Wirklichkeit geblieben.“[18] Der oströmische Kaiser übernahm unwidersprochen die Ansprüche auf die Rechte seines dahin gegangenen westlichen Amtskollegen.[19]

Konstantinopel, das antike Byzanz, erhob damit Anspruch auf die Weltherrschaft, die weltliche wie religiöse oikumene des Imperium Romanum. Einen letzten, ernsthaften Versuch, den imperialen Ansprüchen des Ostens auch faktische Macht im Westen folgen zu lassen, unternahm im 6. Jahrhundert Justinian, doch gingen seine italienischen Eroberungen zu großen Teilen schon 568 an die Langobarden verloren. Brückenköpfe byzantinischer Macht in Italien bleiben bis in karolingische Zeit Rom, Ravenna und Sizilien.

Die von Justinian hergestellte „byzantinische Präponderanz in Westeuropa“ führte (mit Blick auf den Papst) „zu einer engeren Verzahnung zwischen dem lateinischen Europa und Byzanz“. Lilie sieht darin, „so absurd es auf den ersten Blick hin erscheinen mag, eine der Voraussetzungen, ohne die beispielsweise die Kaiserkrönung des fränkischen Königs Karl am 25. Dezember des Jahres 800 in Rom mit allen ihren Folgen für die spätere Entwicklung kaum denkbar gewesen wäre.“[20]

Sei dem, wie ihm sei: der westliche Kaiserthron blieb gut 325 Jahre unbesetzt, also ‚vakant'. Ernsthaft in Frage stellte diese spätantik-frühmittelalterliche ‚Weltordnung’ erst Karl der Große zu Beginn des 9. Jahrhunderts.[21]

2.2 751/54 - Pippin erringt das Königtum der Franken

„Das politische Lebenswerk Karls des Großen baut in allen wesentlichen Leistungen unmit-telbar auf dem seines Vaters Pippin auf.“[22] Diese grundlegende Einschätzung Classens sollten wir im Auge behalten, wenn wir die erste, für die Geschichte der Kaiserkrönung folgenreiche, Begegnung der ‚drei Potenzen’ näher betrachten.

751 bestieg Pippin der Jüngere, Vater Karls des Großen, dessen Geschlecht seit dem Ende des 7. Jahrhunderts das wichtige Amt des maior domus (Hausmeiers) im Frankenreich innehatte, „im Bündnis mit dem Papst den fränkischen Königsthron.“[23]

Der bisherige König, Childerich III., aus dem Geschlecht der Merowinger, welches bis dahin die fränkischen Könige gestellt hatte, wurde abgesetzt, „geschoren und ins Kloster ge-schickt.“[24]. Nach germanischer Auffassung aber war es ‚unstatthaft’, gegen die mit dem ‚Königsheil’ ausgestattete stirps regia vorzugehen.[25] So mögen die Reichsannalen zwar betonen, der Vorgang sei secundum morem Francorum[26] geschehen, dennoch musste der Herrschaftsanspruch des eigenen Geschlechts auf eine der zwei möglichen Weisen errichtet werden: die höchste weltliche Gewalt, der oströmische Kaiser, schied aufgrund politischer Risiken und unterschiedlicher religiöser Überzeugungen aus.[27]

Aus diesem Grund sandte Pippin zwei hohe Würdenträger nach Rom, um den Papst als höchste geistliche Gewalt der Christenheit zu befragen, „ob es gut sei, dass die fränkischen Könige ohne königliche Gewalt regierten?“ Papst Zacharias antwortete, es sei besser, der Inhaber der Gewalt heiße König als derjenige, der keine Gewalt besäße, und beschied, per auctoritatem apostolicam iussit Pippinum regem fieri, kraft apostolischer Autorität, dass Pippin König werden solle, ut non conturbaretur ordo, damit die Ordnung nicht gestört werde.[28] Der Papst „bot damit die erwünschte autoritative Grundlage, um die Diskrepanz zwischen Titel und Inhalt der königlichen Würde zu überwinden.“[29] Das hier bei den Karolingern erstmalig auftauchende ‚namenstheoretische’ Problemfeld der ‚Diastase’ (des Auseinanderfallens der Substanz (res/usia), der Sache, mit dem Namen (nomen)), welche den ordo, die ‚gottgewollte Ordnung’, gefährde (nach einer Lehre des Augustinus), wird uns später, in der Frage der ‚Annahme des Kaisertitels’ (des nomen imperatoris) durch Karl den Großen, noch einmal begegnen.

Lilie sieht in der „Ersetzung der dynastischen Legitimität (die sich von selbst verstand) durch den Spruch des Papstes (…) in ideologischer Sicht einen Verlust an Autonomie.“[30] Es muss jedoch eingewendet werden, dass der Titel Rechtsverbindlichkeit erst durch die ‚Wahl der Franken’ erhielt, die in einer akklamatorischer Huldigung der ‚Großen’ des Reiches und einer förmlichen Thronsetzung bestand. Auf die Wahl folgte die Salbung durch die Bischöfe, den Reichsannalen nach, angeführt von Bonifatius; sie galt als sakrale Weihe, die ihn als 'Erwählten Gottes' (Ersatz für das fehlende Königsheil) auswies.[31]

Nur wenige Jahre darauf, bat das zum ‚Königsmacher’ der Franken aufgestiegene Papsttum den König um Einlösung der ‚Dankesschuld’ gegen die andrängenden Langobarden. Von seinem ‚Oberherren’, dem Kaiser in Konstantinopel, war keine Hilfe zu erwarten; Rom, resp. Italien, galt den, sich selbst in der Defensive gegen Slawen und Sarazenen befindenden Byzantinern, wenig zu jener Zeit.[32] Stephan II. suchte Pippin 754 im Frankenreich (Quierzy) auf und bestellte ihn und seine Söhne, Karl und Karlmann, nach wiederholter Salbung zum patricius Romanorum[33], zum Schutzherren der römischen Kirche. Streng genommen war der Papst nicht berechtigt, den Titel des patricius Romanorum, zu vergeben; dieser weltliche Titel wurde nur vom Kaiser selbst oder seinen Beauftragten verliehen. Durch diese ‚Anmaßung’ ihm nicht zustehender Rechte schuf der Papst schon sehr früh „einen Gegensatz zwischen Franken und Byzantinern.“[34]

Pippin löste sein Schutzversprechen ein, errang den Sieg gegen die Langobarden und gab dem Papst anschließend „aus Liebe zu Sankt Peter und als Buße für seine Sünden“ ehemals kaiserliches Territorium „zurück“ (‚Pippinsche Schenkung’).[35] Im Ergebnis hatte der Frankenkönig die Päpste davor bewahrt, langobardische Untertanen zu werden und die Voraussetzungen für eine päpstliche Herrschaft in den byzantinischen Teilen Mittelitaliens geschaffen: die Begründung des Kirchenstaates. Die Kaiser von Byzanz bemühten sich vergeblich, die fränkische Intervention als Hilfe von Föderaten für die Wiederherstellung ihrer eigenen Herrschaft zu nutzen.[36]

Lilie sieht in den Ereignissen von 751/54 einen „Präzedenzfall“, der das Verhältnis, zumindest zweier dieser Mächte, grundlegend geprägt hat: die päpstliche Auffassung von seinem Amt als einer über dem Königtum (letztlich auch dem Kaisertum) stehenden Instanz, habe hier zweifellos eine ihrer Wurzeln.[37] Der Byzantinist ist gar der Überzeugung, dass es die Kaiserkrönung Karls des Großen im Jahre 800 „ohne das Vorbild von 751/54 nicht gegeben hätte.“[38]

Bemerkenswerterweise hatten sich weder Pippin und Karl noch der Papst daran gestoßen, dass der Untertan des römischen Kaisers staatsrechtlich nicht befugt war, den Titel des patricius Romanorum zu vergeben.[39] Die Konfrontation, um des eigenen Vorteils willen, scheuten offenbar weder die Franken noch das Papsttum.

3. Karls Weg zum Kaisertum

3.1 Hadrian I. und Karl der Große: compaternitas

Die ‚Allianz’ zwischen Papsttum und Frankenreich, die unter Pippin und Stephan II. errichtet worden war , setzten ihre Nachfolger fort: Paul I. (757-767) und Konstantin II. (768) zeigten dem Frankenkönig Karl ihre Wahl an, „wie es bis dahin nur dem Kaiser gegenüber geschehen war.“[40] Ob Hadrian seine Wahl nicht anzeigte oder ob die Anzeige einfach nur verloren ging, ist nicht bekannt.[41] Wie auch immer, in dem langen Pontifikat Hadrians I. (772-795) gewann das Verhältnis zum Frankenkönig eine neue Qualität, die wir unter dem Oberbegriff compaternitas (Gevatterschaft) festhalten wollen.

Zunächst wiederholten sich scheinbar die Ereignisse, denn auch Hadrian bittet nicht Byzanz, sondern den Frankenkönig um Hilfe gegen die auf’s Neue andrängenden Langobarden. Nur, was hätte der pontifex dem rex atque patricus als Gegenleistung für seinen Beistand bieten können? Tatsächlich aber musste Karl dem Ruf Hadrians folgen, denn ein „Sieg der Langobarden über Rom hätte die von seinem Vater geschaffenen Verhältnisse auf den Kopf gestellt und die Langobarden zur Vormacht im Abendlande erhoben.“[42] Er unterwarf 774 - und jetzt endgültig - das langobardische Reich. Alles andere als „uneigennützig“ gewann der König der Franken dabei nicht nur einen bedeutenden Reichsteil hinzu, sondern auch – wie sein Vater – einen neuen Titel.[43]

Die offizielle Urkundentitulatur Karls nach der Einnahme der langobardischen Residenz Pavia lautete jetzt: Carolus dei gratia rex Francorum et Langobardorum atque patricius Romanorum.[44]

Karl machte deutlich, dass auch die staatsrechtlich dem Kaiser, faktisch aber dem Papsttum unterstehende Stadt Rom, samt dem werdenden Kirchenstaat, fortan unter seinem Schutz und seiner Hoheit standen.[45]

Noch während der Belagerung Pavias erschien Karl 774 bei dem ‚erschrockenen’ Papst (Classen) in Rom. Er wurde empfangen „mit den protokollarischen Ehren, die ihm als patricius Romanorum[46] zustanden.“[47]

Der König kam eindeutig als ‚Bundesgenosse’, dennoch aber musste der Papst auch sein Machtpotential fürchten. Karl durfte die Stadt zwar betreten, doch nicht in die Nacht über bleiben. Die Forderung des vermutlich in jener Zeit entstandenen Constitutum Constantini, dass kein irdischer Kaiser residieren dürfe, wo Christus selbst das Oberhaupt der Kirche eingesetzt habe, wurde auch gegenüber dem Frankenkönig nicht aufgegeben. Es heißt dort, es sei „nicht gerecht, dass der irdische Kaiser [also jegliche irdische Gewalt] dort Amtsgewalt ausübe, wo der Fürst der Priester und das Haupt der christlichen Religion vom himmlischen Kaiser eingesetzt worden ist.“[48]

Karls Königtum begann zu dieser Zeit „in eine imperiale Stellung hineinzuwachsen,“[49] dem Papst blieben, um seinen Machtanspruch auch öffentlich deutlich zu machen, nur herrschaftssymbolische Akte (Datierung der kurialen Urkunden, Münzprägung mit eigenem Bildnis).[50]

Hadrian machte deutlich, dass sein hohes Amt keinem irdischen Herrscher unterstand. Er setzte den Frankenkönig nicht an die Stelle des Kaisers, folgte also auch hierin dem Programm des Constitutum Constantini.

781 zog Karl zum zweiten Mal nach Rom; zu Ostern taufte der Papst einen der Söhne des Königs, Karlmann, auf den Namen Pippin[51] und übernahm zugleich die Patenschaft.

Pippin und sein Bruder Ludwig wurden anschließend vom Papst zu Königen gesalbt; nach den ‚Einhardsannalen’ wurden beide auch von Hadrian gekrönt.[52] Möglicherweise war dies die erste „Krönung, von der wir bei den Franken hören, ja die erste Nachricht von Kronen als Herrschaftszeichen der Franken überhaupt.“[53]

Mit diesen Schritten wurde die compaternitas (Gevatterschaft) zwischen König und Papst begründet.

Das Jahr 781 erscheint auf den ersten Blick als ein für das Papsttum sehr erfolgreiches Jahr, doch zugleich sah dieses Jahr auch zwei schwere Enttäuschungen für das Oberhaupt der römischen Kirche.

Die Einlösung der urkundlich belegten Schenkungsversprechen Karls – wie schon die seines Vaters 754 – war äußerst mager ausgefallen.[54] Der Papst erhielt die zum Herzogtum Spoleto gehörige Sabina sowie diverse ‚fiskalische Gefälle’. Im Ergebnis wird Hadrian fortan nicht mehr an die Versprechungen Quierzys (754) und Roms (774) erinnern.[55]

Die zweite Enttäuschung fiel für den Papst wesentlich dramatischer aus: Karl schloss 781 ein Bündnis mit der byzantinischen Mit-Kaiserin Eirene (seit 780). Es gab für den Papst, in seiner von Entfremdung, Emanzipation und Annäherung gekennzeichneten Lage zwischen den Großmächten, wohl kein größeres Schreckgespenst als das ‚herzliche Einvernehmen’ zwischen Frankenreich und Byzanz. Das Bündnis wurde bekräftigt durch ein Hochzeitsversprechen zwischen Karls Tochter Rothrut[56] und dem noch minderjährigen Sohn Eirenes, Konstantin VI.[57] Für beide Seiten lagen die Vorteile der ‚Verständigungspolitik’ klar auf der Hand: Byzanz, das wegen der Ereignisse von 774 (Eroberung ehemals byzantinischen Herrschaftsgebiets) zurecht beunruhigt war, suchte stärkerem Vordringen Karls in Italien vorzubeugen;[58] der Frankenkönig ließ seine neue Machtstellung in Italien und dem Papst gegenüber quasi ‚offiziell’ anerkennen.

Durch die Verlobung „erkannte Byzanz förmlich an“, dass „die Franken die Herren des einst langobardischen Italien waren“ und dass Rom wie Ravenna unter dem politischen Einfluss der Franken standen „und schließlich nahm man auch den [‚usurpierten’] Patricius-Titel hin, den der Frankenkönig führte.“[59] Auch war der ‚Prestigegewinn’ nicht gering zu achten: Karl konnte jetzt glauben, „Gleichberechtigung mit dem altehrwürdigen oströmischen Reich nahezu erreicht zu haben.“[60]

Das Unbehagen des Papstes war nur allzu verständlich; Karl jedoch verhielt sich, seiner Machtstellung gemäß, als jemand, der zu diesem Zeitpunkt seiner Herrschaft nur ‚gewinnen’ konnte. Doch auch dieses Selbstverständnis von der eigenen Machtstellung konnte änderte nichts daran, dass der mächtigste Herrscher des Abendlandes, der über die ‚gentile Enge’ eines Barbarenkönigs längst hinausgewachsen war, keinerlei ‚universale’(geschweige denn imperiale) Geltung besaß.

In diesem Spannungsfeld von Macht und Machtanspruch kündigte sich das Potenzial zukünftiger Konflikte an. Wenn es in Karls Leben doch ein ‚tragisches’ Moment gab, dann könnte es sich in den Ereignissen finden, die sich um das Konzil von Nikaia ranken.

3.2 787 - Konflikte mit Papsttum und Byzanz: Das Konzil von Nikaia

„Wenn er [Karl] den Kaisertitel erstrebt hat – was freilich umstritten ist – dann muss im Verhältnis zu Byzanz die Ursache gesucht werden.“[61]

Wir wollen in diesem Kapitel diese weit gefasste, nach beiden Seiten offene These auf ein konkretes Ereignis und ein bestimmtes Jahr hin hypothetisch zuspitzen: Wenn Karl der Große das Fehlen imperialer (insofern auch universaler) Macht als Mangel empfunden hat – was durchaus bestritten werden darf – dann ist einer der Gründe dafür im Konzil von Nikaia[62] des Jahres 787 zu finden.

Wir können in diesem Kapitel die Arbeitshypothese, wonach jede der Mächte zu je eigenem Zeitpunkt das Kaisertum Karls anstrebte, für den Frankenkönig selbst konkretisieren.

[...]


[1] Vgl. zur Gesamtproblematik: Brühl, Carlrichard, Die Geburt zweier Völker: Deutsche und Franzosen (9.-11. Jahrhundert), Köln/Weimar/Wien 2001.

[2] Schieffer, Rudolf, Neues von der Kaiserkrönung Karls des Großen, (Vortrag in der Sitzung der Bayerischen Akademie der Wissenschaften vom 10. Januar 2003), Sitzungsberichte der Akademie, Heft 2, München 2004, 3 (zit. als Schieffer, Neues); Karl der Große ist nicht im Jahre 800 sondern 801 gekrönt worden, „da gemäß dem damals vorherrschenden Weihnachtsstil der Jahresbeginn nicht am 1. Januar, sondern am voraus gehenden 25. Dezember, dem Fest der Geburt Christi, angesetzt wurde.“ Karl wurde also am ersten Tag eines neuen Jahrhunderts, dem 9. seit Christi Geburt, gekrönt. vgl. ebenda, 20.

[3] Vita Leonis III. im Liber Pontificalis, Bd. 2, hg. von Louis Duchesne, Paris ²1955, 1ff.

[4] Constitutum Constantini, hg. von Horst Fuhrmann, MGH Fontes iuris germanici antiqui in usum scholarum separatim editi 10, ND, Hannover 1984 (Übersetzung: Marie-Luise Heckmann).

[5] Ann. regni Franc. et Ann. q. d. Einhardi /Reichsannalen mit Zusätzen aus den sog. Einhardannalen, hg. von O. Holder-Egger (MGH SS rer. Germ. 1911) zitiert aus: Quellen zur Karolingischen Reichsgeschichte, Erster Teil, Übersetzungen von O. Abel und J. v. Jasmund, neu bearbeitet v. Reinhold Rau = FSGA V, Darmstadt 1968

[6] Annales Laureshamnes ad a. 801, hg. von Heinrich Pertz, in: MGH SS 1 (1826), 9ff.

[7] Köln, Diözesan- und Dombibliothek, Cod. 83II; zu den jüngeren Veröffentlichungen vgl. Schieffer, Neues (wie Anm. 2), 9, Anm. 15.

[8] Alkuin, Epistolae, ed. Ernst Dümmler, in; Epistolae Karolini Aevi II, MGH Epp. IV, Berlin 1895.

[9] Einhard, Vita Karoli Magni / Das Leben Karls des Großen, in: Quellen zur Karolingischen Reichsgeschichte, Erster Teil, Übersetzungen von O. Abel und J. v. Jasmund, neu bearbeitet v. Reinhold Rau = FSGA V, Darmstadt 1968, 163ff.

[10] Chronik des Theophanes, in: Geschichte in Quellen, Bd. 2, bearb. von Wolfgang Lautemann, München 1975, 71.

[11] Classen, Peter, Karl der Große, das Papsttum und Byzanz. Die Begründung des karolingischen Kaisertums, nach dem Handexemplar des Verfassers hg. von Horst Fuhrmann und Claudia Märtl, Sigmaringen 1985 (zit. als Classen, KPB).

[12] Schieffer, Neues (wie Anm. 2), 4f.

[13] Ebenda, 5 (Anm. 2-4); Schieffer bietet eine Übersicht über die wesentlichen Neuerscheinungen von 1998-2003

[14] Becher, Matthias, Karl der Große und Papst Leo III. Die Ereignisse der Jahre 799 und 800 aus der Sicht der Zeitgenossen, Berlin 2001 (zit. als Becher, Zeitgenossen); ders., Die Reise Papst Leos III. zu Karl dem Großen, in: Godman u. a., Am Vorabend der Kaiserkrönung, Das Epos ‚Karolus Magnus et Leo Papa und der Papstbesuch in Paderborn 799, Berlin 2002 (zit. als Becher, Reise).

[15] Fried, Johannes, Papst Leo III. besucht Karl den Großen in Paderborn oder Einhards Schweigen, in: Historische Zeitschrift 272 (2001), S. 281-326 (zit. als Fried, Einhards Schweigen); ders.: Erinnern und Vergessen. Die Gegenwart stiftet die Einheit der Vergangenheit, in: Historische Zeitschrift 273, 2001, S. 561-593.

[16] Lilie, Ralph-Johannes, Byzanz. Das zweite Rom, Berlin 2003 (zit. als Lilie, Rom); Pitz, Ernst, Die griechisch-römische Ökumene und die drei Kulturen des Mittelalters. Geschichte des mediterranen Weltteils zwischen Atlantik und Indischem Ozean, in: Europa im Mittelalter 3, Berlin 2001, 270-812 (zit. als Griech.-röm. Ökumene).

[17] Der eigentlich legitime, von Ostrom anerkannte Kaiser Nepos lebte noch bis 480 in Dalmatien. Nach dessen Tod, 480, endete offiziell das weströmische, abendländische Kaisertum. vgl.: Maier, Franz Georg, Die Verwandlung der Mittelmeerwelt (Fischer Weltgeschichte, Band 9), Frankfurt/M 1982, 123.

[18] Heldmann, Karl, Das Kaisertum Karls des Großen (Quellen und Studien zur Verfassungsgeschichte des Deutschen Reiches in Mitt. und Neuzeit 6, 2), Weimar 1928, 27f. (zit. als Heldmann, 1928).

[19] Vgl.: Lilie, Ralph-Johannes, Byzanz, Kaiser und Reich, Köln, Weimar, Wien 1994, 142 (zit. als Lilie, Byzanz).

[20] Ebenda., 149.

[21] Nicht weniger als 17 Versuche zählt Peter Classen in: Der erste Römerzug in der Weltgeschichte. Zur Geschichte des Kaisertums im Westen und der Kaiserkrönung in Rom zwischen Theodosius d. Gr. und Karl d. Gr. (1974), in: Ausgewählte Aufsätze, hrsg. von Josef Fleckenstein, Sigmaringen 1983, 33.

[22] Classen, KPB (wie Anm. 11), 3.

[23] Schieffer, Die Karolinger, Stuttgart 2000³, 70.

[24] Ann. regni Franc. ad a. 750 (wie Anm. 5), 14f. Hildericus vero, qui false rex vocabatur, tonsoratus est et in monasterium missus.

[25] Vgl.: Lilie, Rom (wie Anm. 16), 145.

[26] Ann. regni Franc. ad a. 750 (wie Anm. 5), 14.

[27] Im ‚Bilderstreit’ hatte sich Konstantinopel gegen die Bilderverehrung ausgesprochen und damit eine Kirchenspaltung herbeigeführt.

[28] wie Anm. 26.

[29] Schieffer, Die Karolinger (wie Anm. 23), 59.

[30] Lilie, Rom (wie Anm. 16), 147.

[31] Pippinus secundum morem Francorem electus est ad regem et unctus per magnum sanctae memoriae Bonifacii archiepiscopi et elavatus a Francis in regno in Suessioinis civitate. Hildericus vero, qui false rex vocabatur, tonsoratus est et in monasterium missus. Ann. regni Franc. ad a. 750, (wie Anm. 5), 14.

[32] Vgl.: Lilie, Byzanz (wie Anm. 19), 163.

[33] Eigentlich der ranghöchster Vertreter des oströmischen Kaisers.

[34] Lilie, Rom (wie Anm. 16), 148.

[35] Vgl. Bullough, Donald A., Die Kaiseridee zwischen Antike und Mittelalter, in: Stiegemann, Christoph; Wemhoff, Mathias, 799 - Kunst und Kultur der Karolingerzeit: Karl der Große und Papst Leo III. in Paderborn. Beiträge zum Katalog der Ausstellung Paderborn 799, Mainz 1999, 44.

[36] Vgl. Classen, KPB (wie Anm. 11), 3f; ebenda, 25: „Obwohl Pippin 756 die von den Langobarden abgetretenen Gebiete nicht dem Kaiser, sondern dem heiligen Petrus ausgeliefert hatte, war 757 ein Freundschaftsbündnis zwischen ihm und Konstantin V. zustande gekommen… ein politisches Bündnis, das gegenseitige Anerkennung und Unabhängigkeit gleichen Rechtes voraussetzte.“ Gleichwohl: im byzantinischen Sinne ist von Gleichberechtigung nicht zu sprechen. Man konnte, auf Grund des eigenen universalen Machtanspruchs, höchstens die „faktische Macht und Unabhängigkeit“ eines Barbarenkönigs (amici populi Romani) anerkennen.

[37] Vgl. Lilie, Rom (wie Anm. 16), 147.

[38] Ebenda, 148.

[39] Im Gegenteil haben die fränkischen Herrscher die Schutzfunktion des Titels von Beginn an auch als Herrschaftsinstrument verstanden.

[40] Becher, Matthias, Karl der Große, München 1999 (zit. als Becher, Karl der Große), 76.

[41] Vgl. Classen, KPB (wie Anm. 11), 15.

[42] Ebenda, 16.

[43] Vgl. Becher, Karl der Große (wie Anm. 40), ebenda.

[44] Vgl. Classen, KPB (wie Anm. 11), 21.

[45] Vgl.: Schieffer, Die Karolinger (wie Anm. 23), 76.

[46] Zum Empfangszeremoniell vgl. Classen, KPB (wie Anm. 11), 18.

[47] Becher, Karl der Große, (wie Anm. 40), 72.

[48] (...) quoniam, ubi principatus sacerdotum et christianae religionis caput ab imperatore constitutum est,

iustum non est, ut illic imperator terrenus habeat potestatem (...); Constitutum Constantini, (wie Anm. 4), c. 18.

[49] Ebenda, 22.

[50] Vgl. Schramm , Percy Ernst, Die Anerkennung Karls des Großen als Kaiser, in: Historische Zeitschrift 172 (1951), 455f (zit. als Schramm, Anerkennung) und Classen, KPB (wie Anm. 11), 24.

[51] Sein Sohn Pippin, genannt ‚der Bucklige’, war damit endgültig aus der Erbfolge ausgeschlossen.

[52] Vgl. Ann. regni Franc. ad a. 781 (wie Anm. 5), 40: Et ibi baptizatus est domnus Pippinus, filius supradicti domni Caroli magni regis, ab Adriano Papa, qui et ipse eum de sacro fonte suscepit; et duo filii supradicti domni Caroli regis inuncti sunt in reges a supradicto pontifice, hi sunt domnus Pippinus et domnus Hludovicus reges, domnus Pippinus rex in Italiam et domnus Hludovicus rex in Aquitaniam.; Die Salbung verlieh lediglich die sakrale Weihe, die seit Pippins erster Salbung 754 (Ersatz für das fehlende ‚Königsheil’) die karolingischen Könige auszeichnete; auch Annales q. d. Einhardi, ad 781 (wie Anm. 5): quibus et coronam imposuit.

[53] Vgl. Classen, KPB (wie Anm. 11), 29.

[54] zu Inhalt, Umfang und Einlösung der urkundlich bezeugten Versprechen siehe: Classen, KPB (wie Anm. 11), 19f.

[55] Vgl. ebenda, 29f.

[56] Rothrut wird sprachlich und weltanschaulich vorbereitet; vgl.: Ohnsorge, Werner, Orthodoxus Imperator. Vom religiösen Motiv für das Kaisertum Karls des Großen (1950), in: ders.: Abendland und Byzanz. Gesammelte Aufsätze zur Geschichte der byzantinisch-abendländischen Beziehungen und des Kaisertums, Darmstadt 1958.

[57] Vielleicht war dies der Moment, in dem Hadrian durch Urkundendatierung und Münzprägung seine eigene Unabhängigkeit von Byzanz öffentlich proklamierte. vgl. Classen, KPB (wie Anm. 11), 31.

[58] Darüber hinaus brauchte Eirene einen freien Rücken, um gegen einen internen Aufstand vorgehen zu können; vgl. hierzu und zur Chronologie der Verlobung: Classen, KPB (wie Anm. 11), 30f.

[59] Classen, KPB (wie Anm. 11), 31.

[60] Becher, Karl der Große (wie Anm. 40), 80.

[61] Löwe, Heinz, Das Kaisertum Karls des Großen, in: Gebhardt, Handbuch der deutschen Geschichte, Bd 1 (9), Stuttgart 1973, 181 (zit. als Löwe, Kaisertum).

[62] Schauplatz auch des ersten ökumenischen Konzils von 325.

Details

Seiten
39
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783638383936
ISBN (Buch)
9783638655101
Dateigröße
636 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v39678
Institution / Hochschule
Universität zu Köln – Historisches Seminar
Note
1,0
Schlagworte
Kaiserkrönung Karls Großen Entstehungsprozess Deutschen Reiches’

Autor

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Titel: Die Kaiserkrönung Karls des Großen