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Sprachvergleich Französisch - Deutsch. Wie können Kinder mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ) mit der deutschen Sprache umgehen?

Fokus auf Deutsch als Zweitsprache (DaZ)

Hausarbeit 2018 23 Seiten

Didaktik - Deutsch - Deutsch als Zweitsprache

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

1. DIE PHONOLOGIE DER FRANZÖSISCHEN UND DEUTSCHEN SPRACHE IM VERGLEICH
1.1 VOKALE
1.1.1 Definition des Begriffes “Vokal“
1.1.2 Charakteristika der deutschen Vokalen
1.1.3 Formen von Vokalen im Französischen
1.2 DIPHTHONG
1.3 KONSONANTEN

2. MORPHOLOGIE DER FRANZÖSISCHEN UND DEUTSCHEN SPRACHE IM VERGLEICH
2.1 DAS SUBSTANTIV
2.1.1 Genus
2.1.2 Kasus
2.1.3 Singular- und Pluralbildung in der französischen Sprache

3. SYNTAX
3.1 DER AUSSAGESATZ
3.1.1 Die Struktur des einfachen, bejahten Aussagesatzes
3.1.2 Der verneinende Aussagesatz
3.2 DER RELATIVSATZ
3.3 DER FRAGESATZ

4. VERMUTUNGEN UND PROFILANALYSE
4.1 VERMUTUNGEN
4.2 ZUR METHODE DER PROFILANALYSE
4.3 VORSTELLUNG DES PROBANDEN
4.4 PROFILANALYSE DER SPRACHPROBE

5. FAZIT

LITERATURVERZEICHNIS

ANHANG A

Einleitung

Deutsch als Zweitsprache (DAZ)

Eine Sprache allein ist für viele Menschen oftmals nicht ausreichend, unter anderem, weil siein Ländern leben, in denen ihre Muttersprache Fremdsprache ist, oder weil sie internationaleKontakte pflegen, was wiederum Gründe bietet, Fremdsprachen zu erlernen. Die Mutterspracheoder auch Erstsprache eines Menschen ist die Sprache, die von Eltern oder anderenBezugspersonen gelehrt wird und im primären Sprachgebrauch verwendet wird. „Zweisprachigsind Menschen, die in ihrer Lebenswelt neben der Erstsprache über eine Zweitsprache verfügenund solche, die von Anfang an mit zwei Sprachen aufwachsen (Ingelore Oomen-Welke 2013: 9)“. Bei Letzterem spricht man von einem Doppelten Erstspracherwerb, oder Bilingualismus,bei welchem zwei Erstsprachen nebeneinander entwickelt werden, beispielsweise in einerFamilie, in der die Eltern jeweils eine andere Sprache mit dem Kind sprechen (vgl. ebd.).Zweisprachigkeit bedeutet, dass flüssige, mündliche Kommunikationsfähigkeit in mehrerenThemenbereichen vorliegt und kleine Sprachfehler und Akzente legitim sind (vgl. IngeloreOomen-Welke 2013: 10). Alle Kinder, die eine andere Muttersprache haben als Deutsch, lernenin Regionen mit der Amtssprache Deutsch diese Zweitsprache in der Schule (vgl. IngeloreOomen-Welke 2013: 9). Somit wird sie eher koordiniert erworben, nämlich einigeHandlungsfelder geschehen in der einen und andere in der anderen Sprache mit kleineren odergrößeren Überschneidungen (vgl. Ingelore Oomen-Welke 2013: 10). Oftmals tritt der Fall ein,dass die beiden Sprachen nicht gleich hinreichend ausgebildet sind und die eine oder eben dieandere Sprache stärker oder schwächer ausgebaut wird (vgl. ebd). Dies hängt unter anderemdamit zusammen, dass die Sprache Deutsch oftmals überwiegend nur in der Schule Gegenstandist und die Muttersprache weiterhin durch das Familienleben dominiert. Durch eine intensiveNutzung innerhalb der Familie und des Alltags wird die Muttersprache stärker, wobei einegeringe Nutzung die Zweitsprache hingegen schwächer werden lässt (vgl. ebd.). Eine Sprache,die stärker ausgeprägt ist, wird von den Bilingualen deutlich lieber verwendet, da sieverfügbarer ist, als eine schwächer ausgeprägte und somit eine leichtere Verwendung undZugang möglich ist (vgl. ebd.). Zusätzlich sorgt der Schrifterwerb einer Sprache für visuelleVerstärkung und gewichtet die Sprache zunehmend. Kinder, die in jungen Jahren dieseVerstärkung im Deutschen in der Schule erhalten, bauen damit die deutsche Sprache weiter aus,ihre Muttersprache wird diesbezüglich vernachlässigt (vgl. Ingelore Oomen-Welke 2013: 11).Der Erwerbserfolg der Zweitsprache steht in engem Zusammenhang mit dem Alter eines Menschen. Kinder, die mit dem Zweitspracherwerb vor dem sechsten Lebensjahr beginnen, entwickeln für beide Sprachen ein gemeinsames grammatisches Zentrum (vgl. Ingelore Oomen-Welke 2013: 20) und können ein Muttersprachliches Niveau in der Zweitsprache Deutsch erreichen (vgl. Ingelore Oomen-Welke 2013: 22).

1. Die Phonologie der französischen und deutschen Sprache im Vergleich

1.1 Vokale

1.1.1 Definition des Begriffes “Vokal“

Unter Vokale werden reine Laute verstanden, bei denen das Gaumensegel gehoben wird und „der durch die Stimmbänder in Schwingungen versetzte Luftstrom in Mund- und Kehlraum auf kein Hindernis stößt“ (vgl. Klein 1976: 41).

1.1.2 Charakteristika der deutschen Vokalen

Im Vergleich zum Französischen wird in der deutschen Sprache nicht unter unbetonten und betonten Vokalen unterschieden, sondern es geht um deren Gespanntheit und Haltedauer. Bezogen auf die Gespanntheit die Artikulation der Vokale des Deutschen sind abhängig von der Zentralität und der Muskelspannung der Zunge. Wenn die Zunge einen weiteren Weg von der Ruheposition zur Zielposition zurücklegt, handelt es sich dabei um weniger zentralen Vokale, die als gespannt bezeichnet werden. Anderenfalls gelten die Vokale als ungespannt, wie beispielweise der im Deutschen existierende Schwa-Laut [ԥ].

Im Deutschen sind auch eher die gespannte Vokalen dadurch gekennzeichnet, dass sie einelängere Haltdauer als die ungespannten Vokalen aufweisen (vgl. Fuhrhop/Peters 2013: 26).Aufgrund dieser verschiedenen Betrachtungen der Vokalen in den beiden Sprachen lassen sichEmpfehlungen oder Rückschlüsse ziehen. Zu einen könnten die französischen Muttersprachlerdazu deutsche Wörter viel akzentuierender und sozusagen betonter auszusprechen, als sie es inWirklichkeit sind. Die Lernenden der deutschen Sprache müssten zunächst wissen, welcheVokale als gespannt und ungespannt angesehen werden, um Wörter im Deutschen richtigartikulieren zu können.

1.1.3 Formen von Vokalen im Französischen

Unbetonte Vokale

Zu dieser Kategorie gehören die in der deutschen Sprache vertrauten Vokale a, e, i, o, u, diebezüglich der Artikulation Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede in der französischenSprache aufweisen. Bei dem Vokal a werden zwei Arten unterschieden, ein helles palatales a[a] und ein dunkles velares a [ܤ], welches aber nur selten vorkommt. Dieses velare a hebt sich durch eine besondere Darstellung in der Schrift vom anderen a ab und erscheint in dieser Formâ (vgl. Klein 1976: 76). Nichtsdestotrotz stellt das helle palatale [a] die Mehrheit imFranzösischen dar. Daraus resultiert die Erkenntnis, das Franzosen, die die deutsche Spracheerlernen, keine großen Probleme mit der Aussprache des deutschen As bekämen. (vgl. Klein1976: 80). Es besteht auch eine Ausnahme, wie beispielsweise bei Wörtern wie août [u(t)](August) und toast [tost] (Toast), bei denen das A gar nicht artikuliert wird (vgl.Reumuth/Winkelmann 1994: 6). Der Vokal E ist dadurch gekennzeichnet, dass er entwedergeschlossen oder offen sein kann. Das geschlossene [e] lässt sich anhand der Schreibweise éerkennen. Des Weiteren bestimmen Suffixe wie er(s) und ez, dass das e als [e] gesprochen wird(vgl. ebd.). Die offene Variante [ԥ] wird „nach Lautverbindungen, die aus einem Konsonantenund folgendem l oder r bestehen“, eingesetzt. (vgl. Reumuth/Winkelmann 1994: 9).

Außerdem muss es als solches artikuliert werden, wenn zwei gesprochene Konsonanten vordem e vorausgehen und sich ein weiterer Konsonant nach dem e anschließt. Diesen Sachverhaltveranschaulichen zum Beispiel die Wörter appartement [apaݒtԥmܤ] (Wohnung) undportefeuille [pܧݒtԥfœj] (Brieftasche) (vgl. ebd.). Im Französischen gibt es noch ein sogenanntes[ԥ] instable, das entweder am Wortende nach einem Konsonanten und vorangehenden Vokaloder zwischen zwei Konsonanten stehend stumm bleibt (vgl. Reumuth/Winkelmann 1994: 8).Der I-Laut im Französischen lässt sich als sehr geschlossen beschreiben, welches als i oder y inder Schreibung vorkommt. Aus diesem Grund wird es hauptsächlich lang auszusprechen,„[a]ußer vor den längenden Konsonanten ist es stets kurz […]“ (vgl. Klein 1976: 60). Zudembetont Klein, dass es wichtig ist, dass das französische I nicht mit dem kurzen, gelockerten I imDeutschen verglichen werden soll (vgl. ebd.). Des Weiteren zeichnet sich der Vokal O durchseine geschlossene [o] oder sehr offene [ܧ] Form aus. Der Vokal wird in Wörtern, die einauslautendes O aufweisen, wie beispielsweise in gros [gro] (dick) und trop [trop] (zu viel) sowievor einem [z] geschlossen artikuliert (vgl. Reumuth/ Winkelmann 1994: 10). Demgegenübererhält das O in betonter Silbe vor einem oder mehreren Konsonanten (robe [rܧb] Kleid undpomme [pܧm] Apfel), als auch ein in der ersten Tonsilbe vorangehendes O (propreté [pݒܧpݒԥte]Sauberkeit und poterie [pܧtݒi] Töpferei) eine offene Aussprache [ܧ] (vgl. ebd.). Bei dem U-Lautin der französischen Sprache gibt es im Vergleich zum Deutschen die Besonderheit, dass das[u] als solches nur selten gesprochen wird, sondern hauptsächlich als ein [y] angesehen wird,wie zum Beispiel bei buste [byst] (Oberkörper) und salut [saly] (Gruß). Außerdem bringt derAutor Klein zum Ausdruck, dass auch die Aussprache des u bei nicht französischen Wörternvariiere. Davon betroffen sind unter anderem Städte (Stuttgart [Stytgaݒt] und besondere Namenvon Persönlichkeiten (Luther [lytܭޝݒ)]) (vgl. Klein 1976: 62).

Betonte Vokale

Die Orthographie der französischen Schrift besitzt neben den lateinischen Buchstaben auch Schriftzeichen, die in der deutschen Sprache nicht vorkommen. Außerdem ist zu erwähnen, dass diese orthographischen Zeichen nicht eigenständig bestehen können, sondern die Funktion haben, die Aussprache einzelner Buchstaben zu verändern. Dazu gehören die Akzente, die sich noch einmal in accent aigu, accent grave und accent circonflexe unterscheiden, das Trema und die Cedille sowie der Apostroph und Bindestrich (vgl. Reumuth/Winkelmann 1994: 31). Im Folgenden werden nun diese besonderen Zeichen näher beleuchtet.

Accent aigu ( ´ )

Der accent aigu befindet sich hauptsächlich über den Buchstaben e und signalisiert, dass dieserVokal lang ausgesprochen wird. Des Weiteren wird dadurch ein geschlossenes [e] kenntlichgemacht, wie zum Beispiel in enchanté (hocherfreut) und également (gleich) (vgl. ebd.).

Accent grave (`)

Der accent grave steht meistens über einem e, markiert ein offenes [ܭ] und beeinflusst dabeidessen Aussprache. Bei den Vokalen a und u findet keine Veränderung statt. Dieser Akzentdient dafür, dass er als „graphisches Unterscheidungszeichen“ fungiert, um soMissverständnisse bei homographischen Wörtern, die die gleiche Schreibweise aufweisen, abersemantisch verschieden sind, zu vermeiden, wie beispielsweise bei ou (oder) und où (wo) (vgl.ebd.).

Accent circonflexe ( ˆ )

Der accent circonflex kann auf den Vokalen a, e, i, o und u stehen. Der Buchstabe e wird mit diesem Akzent offen gesprochen, wie zum Beispiel in fêt [fܭt] (Fest). Hingegen erscheinen die anderen Vokalen wie das o in dem Wort ôter [ote] (ausziehen) viel geschlossener (vgl. Reumuth/Winkelmann 1994: 32).

Nasalvokale

Die nasalen Vokale differenzieren sich von den konventionellen Vokalen dadurch, dass bei derBildung das Gaumensegel gesenkt wird. Demnach kann die Luft durch Mund- und Nasenhöhleentweichen. Daher wird sowohl der Mundraum als auch der Nasenraum miteinbezogen. Dieheutige französische Sprache ist durch die folgenden vier Nasalvokale [ܤ], [õ], [ܭ] und [œ]gekennzeichnet, die auf einer ähnlichen Art und Weise wie [ܤ], [o], [ܭ] und [œ] im Deutschenartikuliert werden. Jedoch besteht der entscheidende Unterschied darin, dass [õ], [ܭ] und [œ] viel offener sind. Das [ܤ] ist im Gegensatz zum [ܤ] etwas geschlossener (vgl. Klein 1968: 82).Diese Form der Vokale bereitet den deutschen Muttersprachlern hinsichtlich der ArtikulationProbleme, da sie in der Phonologie der deutschen Sprache nicht vorkommen. Sie müssen daraufachten, dass das Gaumensegel kontinuierlich gesenkt bleibt, sodass bei nicht zu früher Hebungder [ƾ]-Laut des Deutschen hervorkommt. Deshalb kann es vorkommen, dass zum Beispiel dasfranzösische Wort banc [bܤ] als bang im Deutschen ausgesprochen wird, was einen völligenUnterschied darstellt (vgl. ebd.).

Bezogen auf die Nasalvokale [ܭ] und [œ] ist noch anzumerken, dass eine Vielzahl der Franzosendiese nicht mehr getrennt voneinander betrachten. Aus diesem Grund wird von denfranzösischen Muttersprachlern und den Lernenden der Sprache erwartet, dass sie nur noch [ܭ]aussprechen (vgl. Reumuth/Winkelmann 1994: 12). Außerdem kommt bei dieser Betrachtungdie Frage auf, woran es erkennbar ist, dass ein Vokal nasal ausgesprochen wird. Dabei bedientsich die französische Sprache gewisser Regeln. Die Vokale und Vokalverbindungen sind nasal,wenn am Ende eines Wortes oder auch innerhalb einer Silbe die Buchstaben [n] und [m] folgen,wie beispielsweise in gain [gܭ] (Gewinn), bon [bõ] (gut) und lien [ljܭ] (Link). Jedoch kommt esvor, dass Vokale und Vokalverbindungen nicht nasaliert werden. Das gilt, wenn ein Vokal nachdem [m] und [n] steht, oder, wenn sich auf den ersten Nasalkonsonant eine weiterer anschließt,wie zum Beispiel in dame [dam] Dame und flamme [flam] Flamme. Die Ausnahmen bildendabei die Präfixe em-, en- und im-, bei der trotz der Anfügung des gleichen Konsonantes dieNasalierung bestehen bleibt. Nichtsdestotrotz ist es hilfreich, sich bei einem unbekannten Wortmit der Lautschrift auseinandersetzen, weil die Nasalvokale durch eine Tilde gekennzeichnetsind (vgl. ebd.).

1.2 Diphthong

„Diphthongs, [auch Zwielaut genannt], sind lautliche Einheiten, die eine bedeutsame Änderungder Lautqualität aufweisen. Sie lassen sich phonetisch als Folgen zweier Vokale auffassen, dieinnerhalb einer Silbe realisiert werden“ (Fuhrhop/Peters 2013: 27). Das heißt, diese Vokalewerden beim Sprechen miteinander verbunden und nicht getrennt behandelt. Im Deutschen sindvor allem au, äu, eu, ei, ai und ui als Kombinationen möglich. Im Französischen gibt es aucheine Vielfalt an verschiedenen Vokalkombinationen, die aber hinsichtlich der Ausspracheeinem deutschen Muttersprachler weniger vertraut sind, sodass angenommen werden kann,dass dort Schwierigkeiten entstehen könnten. Im Französischen wird nämlich der au und eau- Laut als [o] artikuliert, wie beispielweise in peau [po] (Haut) oder in bureau [buro] (Schreibtisch) (vgl. Reumuth/Winkelmann 1994: 10). Zweitens wird der Diphtong eu betrachtet. Dieser Laut kann entweder am Wortende stehen und als ein geschlossenes [ø]ausgesprochen werden, wenn ihm kein Konsonant folgt, oder die Artikulation eines offenen [œ]darstellen, für den Fall, dass sich die Konsonanten b, f, l, n, v oder r ihm anschließen (vgl.Reumuth/Winkelmann 1994: S. 11). Drittens ist der Doppellaut ai in der französischen Sprachedadurch gekennzeichnet, dass er bei einsilbigen Wörtern sowie in der letzten Silbe beimehrsilbigen Wörtern die Aussprache eines offenen es [ܭ] erhält, wie zum Beispiel in air [ܭr] (Luft) und maire [mܭr] (Bürgermeister) (Reutmuth/Winkelmann 1994: S. 7). Zudem bekräftigen die Autoren Reumuth und Winkelmann, dass es bei Besonderheiten zu diesem Laut keine legitimen Regeln gäbe. Es wird nur eine gewisse Empfehlung dargelegt. Dieses ai wird in offener Silbe als ein geschlossenes [e] gesehen und in geschlossener Silbe offen [ܭ] ausgesprochen (vgl. ebd.).

1.3 Konsonanten

Die Konsonanten unterscheiden sich hinsichtlich „[des] Artikulationswerkzeug[es], [der] Artikulationsart und [der] Artikulationsstelle“ von den Vokalen (vgl. Klein 1976: 109). Außerdem sind hierbei die Stimmbänder von Bedeutung, weil sie hauptsächlich für dieArtikulation der Konsonanten zuständig sind. Wenn die Stimmbänder mitschwingen, handeltes sich um stimmhafte Konsonanten, wie zum Beispiel das g. Bei keiner Betätigung derStimmbänder wie bei dem Buchstaben k werden sie als stimmlose Konsonanten bezeichnet(vgl. Klein 1976: 109f.). Im Französischen ist die Aussprache der Konsonanten mit die derdeutschen hauptsächlich kongruent. Das b und d entspricht dem gleichen Laut wie imDeutschen und wird in der IPA-Lautschrift dem Buchstaben [b] und [p] zugeordnet (vgl.Reumuth/Winkelmann 1994: 15ff.). Zudem wird das französische r wie das deutsche [ݒ] inRatte glottal erzeugt und sozusagen am Gaumenzäpfchen gerollt (vgl. Reumuth/Winkelmann1994: 24). Viele Laute sind auch dadurch gekennzeichnet, dass sie in großem Maße von ihrerlautlichen Umgebung abhängig sind, das heißt, sie müssen sich ständig assimilieren (vgl. Klein1976: 113). Deshalb existieren gewisse Regeln in der französischen Sprache, um dieseAusnahmen besser nachvollziehbar zu machen. Als erstes wird der t-Laut betrachtet.

Die Besonderheit des ts besteht darin, dass dieser nur am Wortanfang und in der Wortmitte als[t] ausgesprochen wird. In Wörtern wie achat, il fait und credit klingt das t am Wortende nichtmit (vgl. Klein 127ff.). Diese Reduzierung wird vermutlich eingesetzt, damit die Worte weichererscheinen. Zweitens der c-Laut wird vor a, o, u, vor Konsonanten und am Wortende als [k]ausgesprochen. Es ist aber wichtig, dass das k nicht wie in der deutschen Sprache aspiriert wird.

[...]

Details

Seiten
23
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783668636798
ISBN (Buch)
9783668636804
Dateigröße
782 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v394644
Institution / Hochschule
Universität Hildesheim (Stiftung)
Note
2,0
Schlagworte
Sprachvergleich Französisch Deutsch Deutsch als Zweitsprache DaZ Profilanalyse Grießhaber

Autor

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Titel: Sprachvergleich Französisch - Deutsch. Wie können Kinder mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ) mit der deutschen Sprache umgehen?