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Wie werden die Vorgaben für das Wortschatzinventar eines Sprachen-Lehrbuches in "Delfin" umgesetzt?

Nach den Prüfungsformaten "Zertifikat Deutsch" und "Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen"

Seminararbeit 2005 32 Seiten

Didaktik - Deutsch - Deutsch als Fremdsprache

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I) Einleitung

II) Eingrenzung des Analysegegenstandes

III) Das Wortschatzinventar als Objekt der Lehrwerkanalyse

IV) Aktuelle Prüfungsformate und ihre Wortschatzinventare

V) Der „Gemeinsame europäische Referenzrahmen“ und das Thema „Wortschatz“

VI) „Profile deutsch“, die Niveaustufen und der zugeordnete Wortschatz

VII) Das Wortschatzinventar von „Delfin“

VIII) Das Wortschatzinventar in Lektion 7 von „Delfin“ im Abgleich mit „Zertifikat“ und „Start“

IX) Fazit

Literaturliste

Erklärung

I) Einleitung

Wortschatzinventare sind spätestens seit Einführung des Prüfungsformates „Zertifikat Deutsch als Fremdsprache“[1] (1972) ein Maßstab für die Bewertung von Lehrwerken im Bereich Deutsch als Fremdsprache (vgl. Funk 1994: 56/57). Für Grundstufenlehrwerke galt das Wortschatzinventar des „ZDaF“ (und gilt entsprechend das Inventar des „Zertifikat Deutsch“[2] ) „als allgemein verbindliche Bezugsgröße“. (Bohn 1996: 14) War es aber bis zur Entstehung des „Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen“[3] relativ beliebig, wann welche Inhalte der „ZDaF“- und danach der „Zertifikat“-Inventare in Grundstufenlehrwerken thematisiert wurden, so ist nun durch die Niveaustufenbeschreibungen des „Referenzrahmen“ einerseits und durch die aus den Vorgaben des „Referenzrahmen“ abgeleiteten Prüfungsformate bis zum „Zertifikatsniveau“ andererseits[4] ein neues Anforderungsprofil für Lehrwerke entstanden. Die Grundstufe[5] ist nunmehr definiert durch die Kannbeschreibungen der Kompetenzniveaus A1, A2 und B1. Zugleich ist das Wortschatzinventar des „Zertifikat“ zum Teil durch die Inventare der Prüfungen „Start Deutsch“[6] innerhalb der „Grundstufe“ an eine der beiden Niveaustufen A1 oder A2 gekoppelt.

In dieser Arbeit wird nun untersucht, welche konkreten Anforderungen diese neuen Bedingungen an das Wortschatzinventar eines Grundstufenlehrwerks stellen und inwieweit diese von einem konkreten Lehrwerk („Delfin“, Aufderstraße 2001) berücksichtigt werden, das sowohl mit der Orientierung am „Referenzrahmen“, als auch mit der Berücksichtigung der neuen Prüfungsformate beworben wird.

Zur Veranschaulichung der Fragestellungen ist die folgende Grafik eingefügt. Sie stellt das Gefüge der o.g. Faktoren, die das Wortschatzinventar eines Grundstufenlehrwerks heute bedingen, in Abhängigkeit zueinander dar.[7] Zu den o.g. Elementen tritt hier „Profile deutsch“ (Glaboniat 2002)[8], die erste Umsetzung des „Referenzrahmens“ für eine Einzelsprache und somit Brücke zwischen den übersprachlichen Inhalten des „Referenzrahmen“ zu den konkreten sprachlichen Phänomenen wie Wortschatz und Grammatik des Deutschen.[9] Damit ist „Profile“ ein wichtiges Hilfsmittel in der Fragestellung, welche direkten bzw. indirekten Einflüsse der „Referenzrahmen“ auf Wortschatzinventare von Lehrwerken hat.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Unstrittig ist wohl, dass der „Referenzrahmen“ die Prüfungsformate bis zum „Zertifikat“ maßgeblich beeinflusst hat (vgl. wbt 1999: 7f und Perlmann-Balme 2004: 7). Unstrittig ist wohl auch, dass die Prüfungen mit ihren Wortschatzinventaren Bezugsgrößen für die Wortschatzinventare von Grundstufenlehrwerken darstellen. „Profile“ ist ohne den „Referenzrahmen“ als Umsetzung desselben schlichtweg undenkbar, und die Prüfungsformate „Start“ berufen sich in ihrer Wortschatzauswahl u.a. auf „Profile“[10]. Diese vier Beziehungen der Faktoren untereinander können daher als gesichert angesehen werden.

Die vorliegende Arbeit wird diese unstrittigen Beziehungen der einzelnen Faktoren zueinander darstellen und versuchen, die noch nicht genau umrissenen Beziehungen genauer zu bestimmen. D.h., es wird in der Arbeit nach Antworten auf folgende Fragen gesucht:

- Welche Anforderungen werden durch den „Referenzrahmen“ direkt an Wortschatzinventare von niveaustufentreuen Lehrwerken gestellt?
- Welche Auswirkungen hat „Profile“ auf Wortschatzinventare von Lehrwerken, die sich am „Referenzrahmen“ orientieren?
- Wird „Delfin“ seinem (in der Werbung vermittelten) Anspruch gerecht, dem „Referenzrahmen“ und den neuen Prüfungsformaten in seinem Wortschatzinventar zu entsprechen?

II) Eingrenzung des Analysegegenstandes

Bei der Auswahl des unter den Aspekten dieser Arbeit zu analysierenden Lehrwerks waren zunächst die folgenden Kriterien maßgeblich:

- Das Lehrwerk sollte ein explizites Grundstufenlehrwerk mit dem Ziel „Zertifikat“ sein.
- Das Lehrwerk sollte in sich selbst oder in der Werbung einen klaren Bezug zum „Referenzrahmen“ aufweisen, der eine Zuordnung des Lehrwerks zu den Niveaustufen erlaubt.
- Bezüge zu aktuellen Prüfungsformaten unterhalb des „Zertifikatsniveaus“ („Start“) sollten ebenfalls im Material oder in der Werbung erkennbar sein.

Diese Kriterien werden jedoch von fast allen nach 2001 beworbenen Grundstufenlehrwerken der größeren deutschen Verlage für den Bereich Deutsch als Fremdsprache (so z.B. Cornelsen, Hueber, Klett, Langenscheidt) erfüllt.[11] Die Wahl des zu untersuchenden Lehrwerks fiel auf „Delfin“, da es in Bezug auf die Richtigkeit der gemachten Werbeaussagen über das Lehrwerk berechtigte Zweifel gibt.

Das Lehrwerk ist als einbändiges Grundstufenlehrwerk 2001 erschienen.[12] Auf dem Umschlag des Lehrbuchs findet sich folgender Hinweis bezüglich des „Zertifikat“: „Delfin führt Lernende ohne Vorkenntnisse in einem Band zum neuen „Zertifikat Deutsch“.“[13] (Aufderstraße 2001: Umschlag)

Auf dem ein Jahr später (2002) erschienenen Arbeitsbuch der zweibändigen Ausgabe ist folgende Erweiterung zu lesen: „Delfin führt Lernende ohne Vorkenntnisse zum „Zertifikat Deutsch“ (entspricht der Niveaustufe B1 im Referenzrahmen des Europarats).“ (Aufderstraße 2002: Umschlag). Wurde hier aber die Zuordnung der Niveaustufe B1 des „Referenzrahmen“ lediglich zur Prüfung „Zertifikat“ vorgenommen und nur mittelbar zu „Delfin“, so werden die Lektionen des Lehrwerks in einem Werbeblatt (Hueber 2003) direkt den Niveaustufen des „Referenzrahmen“ zugeordnet. Diese Zuordnung besagt, dass die Lektionen 1-7 dem Niveau A1 zuzuordnen sind, die Lektionen 8-14 dem Niveau A2 und die Lektionen 15-20 dem Niveau B1.[14] Neben der tabellarischen Darstellung wird im Programm 2005 unter dem Stichwort „Lernziel“ gesagt, dass „Delfin“ „sich an den Vorgaben des Gemeinsamen Europäischen [sic] Referenzrahmens“ orientiert (Hueber: 2005: 22)[15]. Lässt diese Formulierung jedoch noch eine Bandbreite an Abweichungen als wahrheitsgemäß zu, so legt sich die o.g. Tabelle auf eine Konformität fest, die nahe legt, dass „Delfin“ eine Kompetenzentwicklung, wie sie durch die Skalen des „Referenzrahmen“ angelegt ist, in konzeptioneller Hinsicht integriert hat. Dem widerspricht allerdings die Tatsache, dass infolge der „Trägheit“ des Mediums Lehrwerk (Vgl. Funk 1994 c: 108f), der „Referenzrahmen“ 2001 eigentlich noch keine Umsetzung erfahren haben kann. Auch die englische oder französische Fassung (Erscheinungsjahr 2000) hätte keine Grundlage sein können, wenn man für ein komplettes Grundstufenlehrwerk einen Erarbeitungszeitraum von mindestens drei Jahren annimmt (vgl. Funk 1994: 109). Die Behauptung, dass „Delfin“ sich am „Referenzrahmen“ orientiere, scheint daher mehr als fragwürdig zu sein.

Aber auch am Bezug von „Delfin“ zur Prüfung „Start“ muss gezweifelt werden, ist das Prüfungsformat doch erst 2004 im Druck erschienen - drei Jahre also nach Erscheinen von „Delfin“. Dennoch werden die Prüfungen „Start“ zu den Lektionen von „Delfin“ in einer Tabelle in Beziehung gesetzt.[16]

Der Bezug von „Delfin“ zum „Referenzrahmen“ wie auch zu den Prüfungen „Start“ wird zwar von Verlagsseite aus propagiert, wird aber nicht spezifiziert und weist überdies erhebliche Widersprüche auf. Lediglich der Bezug zum „Zertifikat“ scheint plausibel, da das Prüfungsformat bereits 1999 erschienen ist.

Auf diesem Hintergrund wird nun im Verlauf der Arbeit zu zeigen sein, inwiefern sich das in „Delfin“ enthaltene Wortschatzinventar tatsächlich zum „Referenzrahmen“ und zu den Prüfungsformaten verhält. Damit dies im Rahmen dieser Arbeit leistbar ist, muss der Analysegegenstand enger gefasst werden. Es ist daher wichtig, eine Auswahl aus dem gesamten Wortschatzinventar in „Delfin“ zu treffen, die für die Bezüge zu „Referenzrahmen“ und Prüfungen als repräsentativ gelten kann.

Nach den oben beschriebenen Zuordnungen in der Werbung für das Lehrwerk müssten die ersten sieben Lektionen von „Delfin“ einerseits einen Bezug zur Niveaustufe A1 aufweisen, zum anderen eine Verbindung zur Prüfung „Start 1“ erkennen lassen. Das Wortschatzinventar von Lektion 7 scheint für diese Untersuchung ein geeigneter Ausschnitt zu sein, da es ja - den Verlagsangaben entsprechend - gleichsam eine Niveaustufengrenze darstellt. Der Bezug generell, bzw. ein Über- oder Unterschreiten der Vorgaben der Prüfungsformate und des „Referenzrahmen“ scheint hier am ehesten nachweisbar zu sein. Die detaillierte Untersuchung des Wortschatzinventars (in den Abschnitten VII und IX) wird daher an der Lektion 7 exemplarisch durchgeführt.

III) Das Wortschatzinventar als Objekt der Lehrwerkanalyse

Unter dem Begriff „Wortschatz“ wird hier mit Müller nicht „eine unendliche Anzahl von Wörtern verstanden“ (Müller 1994: 61), sondern sprachdidaktisch „die Summe der sogenannten Inhaltswörter“ (ebda.), die zu lernen sind. Dieser Wortschatz wird bestimmt durch das jeweilige Lehrwerk und hat einen Bezug zu „festgelegten Grund- bzw- Mindestwortschatzlisten.“ (ebda.) Dazu schreibt Bohn:

„Das Problem, wie viele und welche Wörter im Unterricht zu lernen sind, beschäftigt Linguisten und Didaktiker schon jahrzehntelang. Das Resultat sind mehr als 30 sogenannte Wortschatzlisten (Grundwortschatzsammlungen) für Deutsch als Fremdsprache. Die Kriterien, nach denen der allgemeinsprachliche Wortschatz gefiltert wurde, berücksichtigen - wenn auch ungleichgewichtig - statistische, pragmatische und lernpsychologische Sachverhalte. Die Diskussion war und ist verständlicherweise schwierig.“ (Bohn 1996: 14)

Die Wortschatzlisten, mit denen in dieser Arbeit gearbeitet wird, sind die des „Zertifikat“, die der Prüfungen „Start“ und die der „Profile“ auf dem Niveau A1, wie sie durch das Computerprogramm aus dem internen Datenmaterial gefiltert werden kann.[17] Die genannten Listen (mit Ausnahme der durch „Profile“ erstellten) und ihre Auswahlprinzipien werden aber selbst nicht hinterfragt.[18]

Der Wortschatz eines Lehrwerks ist in seinen unterschiedlichen Aspekten Gegenstand der Lehrwerkanalyse. Allerdings sind nicht alle Aspekte für die vorliegende Arbeit gleichermaßen von Bedeutung, da der Themenschwerpunkt hier auf dem Wortschatzinventar liegt.[19] Interessant sind vor allem die Punkte, die sich mit Bezugssystemen, der Auswahl und der Präsentationsform von Wortschatz auseinandersetzen.

Im „Stockholmer Kriterienkatalog“[20] ist zunächst festgehalten, dass ein Lehrwerk unbedingt ein „Wörterverzeichnis (im Textbuch mit phonetischen Angaben, wo nötig)“ (Krumm 1994: 100) enthalten sollte. Somit besteht die Grundanforderung an ein Lehrwerk, dass es die enthaltenen Wörter (oder auch „lexikalischen Einheiten“, vgl. hierzu Bohn 1996: 16) in einem Verzeichnis präsentiert. Bei Bohn heißt es:

„Kaum ein Fremdsprachenlehrbuch versäumt es, dem Benutzer eine Sammlung des verwendeten lexikalischen Inhaltes mitzuliefern - entweder unmittelbar nach einer Lektion, häufiger aber als geschlossener Anhang.“ (Bohn 1996: 45)

Von Interesse ist es also, wo im Lehrwerk die Präsentation des Wortschatzes stattfindet. Damit kann (allerdings im Zusammenhang mit entsprechenden Anleitungen oder Übungen) über die Benutzerfreundlichkeit des Wortschatzinventars geurteilt werden. Neuner unterscheidet in zwei seiner Fragestellungen die Wörterverzeichnisse zu einer Lektion und das alphabetische Wörterverzeichnis für das gesamte Lehrwerk (vgl. Neuner 1994: 117). Über den Ort hinaus sind in Neuners Fragen aber auch die Aspekte der Darstellung bzw. der Funktion der genannten Inventare angelegt: „Gibt es zu jeder Lektion ein Wörterverzeichnis - einsprachig/zweisprachig? Mit Satzbeispielen? Mit visuellen Hilfen?“ (ebda.) und „Gibt es ein alphabetisches Wörterverzeichnis? Mit Verweisen auf das erste Vorkommen?“ (ebda.)

Für Funk ist ein Wortschatzverzeichnis im Hinblick auf den Lernprozess nur dann als sinnvoll anzusehen, wenn es über die folgenden Punkte Auskunft gibt: Kontext, Pluralformen, Artikel der Nomen, „Infinitivformen bei unregelmäßigen, im Stammvokal veränderten Verben [sic]“[21], Wortakzent und Zugehörigkeit zum Zertifikatswortschatz (vgl. Funk 1994 a: 60). „Eine weitere Unterteilung in aktiven und nicht aktiv zu verwendenden Wortschatz wäre darüber hinaus wünschenswert, darf jedoch die Übersichtlichkeit nicht beeinträchtigen.“ (ebda., vgl. auch Funk 1994 b: 107) In den „Arbeitsfragen zur Lehrwerkanalyse“ von Funk sind auch noch die folgenden Aspekte zusätzlich enthalten: Belegstelle, Übersetzung und Beispielsatz (vgl Funk 1994 b: 107).

Aus dem oben Dargestellten lassen sich drei Fragenkomplexe hinsichtlich des Wortschatzinventars zusammenstellen:

- Wo wird der Wortschatz präsentiert? (Am Ende des Buches oder nach jeder Lektion?) Welche Funktion erfüllt er an dieser Stelle?
- Wie wird der Wortschatz präsentiert?

(1) In welcher Ordnung: alphabetisch oder thematisch oder nach Wortarten oder …?

(2) In welcher (durch den Druck erkennbaren) Unterteilung? Nach aktivem/passivem Wortschatz[22], Prüfungswortschatz und restlichem Wortschatz oder …?
- Welche der folgenden Informationen enthält das Wortschatzinventar: Belegstelle/Kontext/erstes Vorkommen, Artikelangabe, Pluralform, 3. Person Singular im Präsens, Präteritum und Perfekt (unregelmäßige Verben), Steigerungsformen der Adjektive, Wortakzent (Betonung), Übersetzung, Beispielsatz, visuelle Hilfen?

Diese drei Fragenkomplexe sollen die Grundlage für die Beschreibung der Wortschatzinventare in dieser Arbeit darstellen. Mit Hilfe dieser Sammlung von Aspekten sollen auch die verschiedenen Inventare verglichen werden.

[...]


[1] Im Folgenden zur besseren Unterscheidung zum „Zertifikat Deutsch“ „ZDaF“ genannt.

[2] Im Folgenden „Zertifikat“ genannt.

[3] Im Folgenden „Referenzrahmen“ genannt.

[4] Dies schließt auch das „Zertifikat“ selbst mit ein, da es sich explizit auf den „Referenzrahmen“ beruft. (Vgl. wbt 1999: 7f)

[5] Die Bezeichnung „Grundstufe“ meint hier Unterricht bis zum „Zertifikatsniveau“ und entspricht der Verwendung des Goethe-Instituts.

[6] Gemeint sind hier die beiden Prüfungen „Start Deutsch 1“ und „Start Deutsch 2“, im Folgenden „Start 1“ und „Start 2“ genannt. Sind beide Prüfungen gemeint, werden sie „Start“ genannt. Die Sonderformen „Start Deutsch 1 z“ und „Start Deutsch 2 z“ für die Zielgruppe der Zuwanderer bleiben in dieser Arbeit unberücksichtigt. Sie weisen zwar gerade auch im Bereich der Lexik Unterschiede zu den Prüfungen „Start“ auf (Information per E-Mail von Peter Kiefer (wbt)). Dies ist jedoch für diese Arbeit unerheblich. (Vgl. auch wbt: 2005/2)

[7] In der Grafik bedeuten schwarze Pfeile (è) Beziehungen, die relativ unstrittig sind. Weiße Pfeile (ð) hingegen markieren diejenigen Beziehungen, die noch im Rahmen dieser Arbeit zu explizieren sind.

[8] Im Folgenden „Profile“ genannt.

[9] Vgl. Aufsatz d. Verf. in DAF (siehe Anhang).

[10] Die Wortschatzliste von „Profile“ wird in der Testbeschreibung von „Start“ als Quelle für das Wortschatzinventar der Prüfung genannt. (Vgl. Perlmann-Balme 2004: 142)

[11] Klett bewirbt z.B. „Passwort Deutsch“ mit der Aussage „bereitet auf die Prüfung Zertifikat Deutsch vor“ (Klett 2005/2). Die Formulierung für „eurolingua Deutsch“ bei Cornelsen lautet: „führt zum Zertifikat Deutsch als Fremdsprache [sic].“ (Cornelsen 2005/1) Auch wirbt Cornelsen mit dem Satz: „Selbstverständlich orientieren sich alle Lehrwerke am Gemeinsamen Europäischen [sic] Referenzrahmen.“ (Cornelsen: 2005/2) Langenscheidt „gibt die Garantie, dass die Niveaus des Referenzrahmens umgesetzt sind!“ (Langenscheidt: 2004). Langenscheidt und Klett nutzen auch die Kannbeschreibungen zur Darstellung der in einzelnen Lehrwerken nach Verlagsangaben berücksichtigen Kompetenzniveaus. (Burger 2004: 4 und Klett 2005/1). Mit den Prüfungen „Start“ werben Hueber („bereitet gezielt auf die Prüfung Start Deutsch z vor“ (Bovermann 2003: Umschlag)) und auch Langenscheidt (z.B. „bereiten auf die neuen Tests „Start Deutsch 1“ bzw. „2“ […] vor.“ Langenscheidt 2005: 7).

[12] In den Folgejahren auch als zwei- und dreibändige Ausgabe.

[13] Das „neu“ bezieht sich auf den Tatbestand, dass das „Zertifikat“ 1999 als Überarbeitung des „ZDaF“ erschien.

[14] Im Verlagsprogramm 2005 wie auch auf der aktuellen Verlagshomepage ist diese Zuordnung ebenfalls zu finden (Hueber 2005: 2f und Hueber 2005/2).

[15] Widersprüchlich ist hier, dass Hueber auf seiner Homepage schreibt: „Was ist der Referenzrahmen nicht? Er ist kein Lernzielkatalog“. (Hueber 2005/1: 1) Wenn er das nicht ist, warum wird dann mit diesem Lernziel (!) geworben?

[16] Die Lektionen 1-7 werden „Start 1“ zugeordnet, die Lektionen 8-14 „Start 2“. (Hueber 2005: 23)

[17] Näheres zur Vorgehensweise in Abschnitt VI.

[18] Lohnenswert wäre eine Auseinandersetzung mit diesen Listen und ihren Auswahlprinzipien sicherlich trotzdem, jedoch ist dies in der hier vorliegenden Arbeit nicht zu leisten.

[19] Aspekte die insbesondere die Wortschatzarbeit betreffen, sind zwar nicht minder gewichtig, werden aber in dieser Arbeit nicht berücksichtigt.

[20] Vgl. Krumm, H.-J. u.a. (1985): Stockholmer Kriterienkatalog zur Beurteilung von Lehrwerken des Faches Deutsch als Fremdsprache in den nordischen Ländern. Stockholm: Universität Uppsala u. Goethe-Institut Stockholm.

[21] (Funk 1994: 60) Gemeint ist hier wohl nicht, dass nur die Infinitivformen der unregelmäßigen Verben präsentiert werden sollen, sondern wohl eher, dass bei den unregelmäßigen Verben, deren Stammvokal sich ändert, die Formen der 3. Person Singular im Präsens, Präteritum und Perfekt präsentiert werden sollen.

[22] bzw. Lern- und Verstehenswortschatz bzw. produktivem und rezeptivem Wortschatz.

Details

Seiten
32
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783638379922
Dateigröße
630 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v39117
Institution / Hochschule
Universität Kassel – Institut für Germanistik
Note
sehr gut
Schlagworte
Wortschatzinventar Grundstufenlehrwerken Bedingungen Prüfungsformate Zertifikat Deutsch Start Gemeinsamen Referenzrahmen Sprachen Seminar Lehrwerkgestaltung

Autor

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Titel: Wie werden die Vorgaben für das Wortschatzinventar eines Sprachen-Lehrbuches in "Delfin" umgesetzt?