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Die Geschichte des Fußballs

Hausarbeit 2005 20 Seiten

Sozialpädagogik / Sozialarbeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ursprünge des Fußballspiels
2.1 China
2.2 Japan
2.3 Hinterindien und Indonesien
2.4 Antike
2.5 Amerika
2.6 Frankreich
2.7 Italien
2.8 England

3 Fußball zu Zeiten der Industrialisierung und Urbanisierung

4 Die moderne Geschichte des Fußballs
4.1 Die Public Schools
4.2 Fußball als Abeitersport
4.3 Verbreitung des Fußballs

5 Fußball in Deutschland

Quellenverzeichnis

1 Einleitung

Fußball ist mehr als ein Spiel. Dies ist einer der Slogans, die die Faszination des Fußballspiels erklären. Fußball ist der populärste Sport weltweit, er zieht Wochenende um Wochenende Millionen von Menschen an, setzt sie in Freudentaumel oder tiefste Betrübnis.

Nach einer statistischen Erhebung der FIFA aus dem Jahr 2000 beläuft sich die Gesamtzahl der Spieler und Spielerinnen auf der Welt auf 242 Millionen, das entspräche 4,1 Prozent der Weltbevölkerung.

Seit mehreren hundert Jahren gibt es den organisierten Fußball, seit über hundert Jahren kann man beobachten, dass sich dieser Sport auf der ganzen Welt ausgebreitet hat und bereits vor mehreren tausend Jahren gab es Spiele, die sich mit dem Fußball vergleichen lassen.

In der folgenden Arbeit werde ich mich mit der Geschichte des Fußballs beschäftigen.

Zunächst werde ich auf die Ursprünge und die Entwicklung des Fußballs auf den verschiedenen Kontinenten bzw. in verschiedenen Ländern eingehen. Danach beschäftige ich mich mit dem Fußball zu Zeiten der Industrialisierung und Urbanisierung. Anschließend befasse ich mich ausführlich mit der Geschichte des modernen Fußballs, d.h. dem Spiel. mit dem allgemein bekannten und einheitlichen Regelwerk. Dies beinhaltet die Geschichte des Fußballs an den Public Schools, den Fußball als Arbeitersport und die Verbreitung des Fußballs weltweit. Am Ende gehe ich kurz auf die Geschichte des Fußballs in Deutschland ein.

2 Ursprünge des Fußballspiels

2.1 China

Schon vor Jahrtausenden wurde der Ball mit dem Fuß gespielt. Es galt offenbar schon sehr früh, dass es besonders schwierig ist und somit auch ein besonderes Geschick erforderlich ist, den Ball mit dem Fuß zu beherrschen.

Die früheste wissenschaftlich belegbare Form geht in das China des 3. und 4. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung in die Zeit der Huang-Dynastie zurück und wurde „Ts’uh Küh“ genannt, d.h. den Fuß mit dem Ball stoßen. Von den Regeln des Spiels ist leider so gut wie nichts mehr bekannt, nur das es vor allem bei der Ausbildung der Soldaten verwendet wurde und fand später auch beim Volk Freunde fand. (Gerhardt 1979, S. 1)

Gespielt wurde mit einem mit Haaren und Federn gefülltem Lederball, welcher gegen zwei fünf Meter hohe Tore gespielt wurde. Aus einem chinesischen Gedicht um 1218 – 618 v. Chr. Geht hervor, dass dieser Ball mit Fäusten und Füßen herumgestoßen wurde. Man kann also sagen, dass es ein rugbyähnliches Spiel war. Von 221v. Chr. bis 618 n. Chr. Erreichte das Spiel den Höhepunkt seiner Beliebtheit, es wurde zum Unterhaltungssport mit professionellen Zügen. Erstaunlicherweise spielten auch Frauen dieses Spiel. Um 900 n. Chr. Verschwand dieses Spiel völlig.

(psv-hagen 2005, S.1)

2.2 Japan

500 bis 600 Jahre später wurde in Japan erstmals von „Kemari“ berichtet. Dies war ein Kreisfußballspiel, welches auch heute noch gespielt wird. Die Akteure spielen sich den Ball gegenseitig zu, wobei dieser den Boden nicht berühren darf. Kemari ist nicht so spektakulär wie das chinesische Ts’uh Küh, aber würdevoller und feierlicher. (Gerhardt 1979, S. 1)

2.3 Hinterindien und Indonesien

Hier sich ein Kreisfußballspiel mit aus Rotang geflochtenen Bällen bei den Naturvölkern bis in die heutige Zeit erhalten. Dieses Spiel wird Simpak genannt und steht im Zusammenhang mit religiösen Festen. Am Simpak nehmen oft mehr als 20 Spieler teil. (psv-hagen 2005, S.1)

2.4 Antike

Bekannt ist auch das griechische „Episkyros“. Allerdings ist davon sehr wenig überliefert, nur dass es dabei sehr lebhaft zugegangen ist.

Bei den Römern wurde „Harpastum“ gespielt. Die Gelehrten streiten bis heute, ob dieses Spiel etwas mit Fußball zu tun hatte. Durch die häufige Nennung im Verbindung zum Ringkampf, wäre es möglich, dass es sich eher um eine Art Raufspiel handelte. Der Ball war bei den Römern kleiner und es spielten zwei Mannschaften auf einem rechteckigen Feld gegeneinander. Das Feld war durch Grundlinien abgegrenzt und durch eine Mittellinie halbiert. Ziel war, den Ball hinter die Grundlinie des Gegners zu befördern. Die Mitglieder der Mannschaft hatten verschiedene taktische Aufgaben und das Publikum nahm lautstark Anteil am Spiel. 700 bis 800 Jahre lang blieb dieses Spiel, welches von den römischen Legionären in ganz Europa verbreitet wurde, sehr beliebt. Allerdings bleibt zweifelhaft, ob es als Ahnherr der Ballspiele, die sich im Mittelalter in England, Frankreich, Italien und Deutschland herausbildeten, gesehen werden kann. (Gerhardt 1979, S. 2)

2.5 Amerika

Hier sind eine Menge von Ballspielen aus der vorkolumbianischen Zeit belegt. Bei den Mayas und den Azteken hatte das Spiel vorrangig eine kultische Bedeutung. In Nordamerika konnte bei 31 Stämmen ein fußballähnliches Spiel nachgewiesen werden. Leider ist über die Regel wenig bekannt. Aber die Indianer sollen die Kunst des Dribbelns gut beherrscht haben.

In Kalifornien wurde über ein Fußballspiel berichtet, dass mehrere Tage dauern konnte. Hier mussten die zwei Mannschaften den Ball auf die gegnerische Mallinie zutreiben. Es gab keine Kombinationen oder Kämpfe um den Ball, aber feierliche Zeremonien, was wiederum auf eine kultische Bedeutung vermuten lässt. (psv-hagen 2005, S.2)

2.6 Frankreich

Soule lässt sich vom lateinischen cheolla bzw. soula ableiten. Es wurde seit dem 12./13. Jahrhundert gespielt und meist an Fastnacht ausgetragen. Das Spiel ging auf einen germanischen Sonnengott zurück und war als Oster- oder Brautball auch in Deutschland bekannt. Man konnte es mit der Hand, mit einem Schläger, oder mit dem Fuß spielen. Es standen sich zwei Mannschaften gegenüber, die versuchten sich in Ballbesitz zu bringen. Soule galt als aggressives, ziemlich brutales Spiel und stieg in dieser Form zum großen, meist zügellosen Vergnügen der Unterschicht auf. Soule wurde schnell, gewaltbetont und impulsiv gespielt, Verletzungen und Totschlag gab es oft. Von der französischen Obrigkeit wurde Soule in erster Linie als Störung der öffentlichen Ordnung gesehen. (Müller 2002, S. 61)

2.7 Italien

Im Gegensatz zum Soule wurde der Calcio fast ausschließlich vom Adel gespielt. Laut Müller (2002, S. 61) wurde der Calcio 1470 erstmals in Florenz in einem Gedicht erwähnt. Er scheint sich in den norditalienischen Städten rasch ausgebreitet und großer Beliebtheit erfreut zu haben. Aus zeitgenössischen Werken geht hervor, dass der Calcio mit großem Temperament, aber durchaus kultiviert und mit Regeln gespielt wurde.

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Details

Seiten
20
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783638379564
Dateigröße
472 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v39071
Institution / Hochschule
Fachhochschule Erfurt
Note
2,3
Schlagworte
Geschichte Fußballs Fußball Fankultur

Autor

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Titel: Die Geschichte des Fußballs