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Stadtsoziologische Theorien. Zwischen territorialer Reputation und Gangsta-Rap

Hausarbeit 2015 16 Seiten

Soziologie - Soziales System, Sozialstruktur, Klasse, Schichtung

Zusammenfassung

„Sag mir, wo Du wohnst, und ich sag Dir, wer Du bist.“ Sobald man diesen Satz liest, erkennt man, dass der Wohnort in irgendeiner Weise mit dem Begriff der Identität zusammenhängen soll. Im Rahmen des soeben zitierten Seminartitels ist auch das Thema der vorliegenden Hausarbeit angesiedelt. Im Zuge des heutigen Städtewachstums ist es interessant der Frage nachzugehen, ob und inwiefern der Ort an dem man wohnt, Einfluss auf gesellschaftliche Dynamiken ausübt. Das heißt, dass den Dynamiken Akteure zuzuordnen sind, die im Hinblick auf den Wohnort handeln, sei es bewusst oder unbewusst. Ich wähle folgenden Titel „stadtsoziologische Theorien: zwischen territorialer Reputation und Gangsta-Rap“, um nahezulegen, dass sich der Wohnort soziologisch gesehen sowohl auf einer Makro- als auch auf einer Mikroebene bemerkbar macht und diese Ebenen reziprok miteinander in Verbindung stehen. Mit anderen Worten: Der Ruf eines Stadtteils macht sich in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit bemerkbar, was Einfluss auf die Wahrnehmung und das Handeln eines jeden einzelnen Individuums nimmt. Das Handeln der Individuen steht wiederum im Zusammenhang mit der Dynamik des städtischen Rufs. Passend zu der Beschreibung einer Makro- und einer Mikroebene ist die Hausarbeit in zwei Blöcke eingeteilt, wobei sich der erste Block auf makrosoziologische Sichtweisen und der zweite auf die Mikroebene bezieht. Im ersten Teil soll bezüglich der Makroebene der Begriff der „territorialen Reputation“ genauer erörtert werden.

In diesem Zusammenhang erscheint es mir wichtig etwas über Kontexteffekte von Wohngebieten zu sagen, um für die nachfolgende „Broken Windows Theorie“ eine Wissensbasis zu kreieren. Im ersten Teil geht es also mehr darum, wie der Ruf eines Wohnorts oder Stadtteils zu Stande kommt und welche Mechanismen dem zu Grunde liegen. Welche Konsequenzen der Wohnort für den einzelnen, also das Individuum hat, ist die Leitfrage des zweiten Teils dieser Arbeit. Wie wir sehen werden, ist die Rufschädigung eines Stadtviertels in der Öffentlichkeit mit dem Begriff der individuellen Stigmatisierung verbunden. In diesem Zusammenhang sollen hier die Fragen geklärt werden, was es bedeutet, warum es überhaupt zu individueller Stigmatisierung kommt und welche Möglichkeiten es gibt damit umzugehen. So ist der Gangsta-Rap insofern relevant, da er eine Möglichkeit darstellt, auf territoriale Rufschädigungen zu reagieren. Im Zuge dessen, spielt die individuelle Wahrnehmung eine entscheidende Rolle...

Details

Seiten
16
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668625761
ISBN (Buch)
9783668625778
Dateigröße
579 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v388210
Institution / Hochschule
Universität zu Köln – Institut für Soziologie und Sozialpsychologie
Note
1,7
Schlagworte
Soziologie Klasse Schichtung Stigma Territoriale Reputation Reputation Wohnen Siedlung Wohnort Soziale Ungleichheit Bourdieu Soziale Lage Städte Regionen Musik Rap Gangsta Hip Hop Kontexteffekte Broken Widows Theory Stigmatisierung Selbstbewusstsein Stereotype Vorurteile Vorurteil Rassismus Gewalt Drogen Verwahrlosung Wacquant Stadtsoziologie Sauberkeit

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Titel: Stadtsoziologische Theorien. Zwischen territorialer Reputation und Gangsta-Rap