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Kreative Textkritik. Textkritische Anmerkung zu Horaz "tempus erat" (c. I, 37,4)

Essay 2017 10 Seiten

Latein

Zusammenfassung

Es geht um eine textkritische Analyse unter Einbeziehung eines kreativen Umgangs mit Latein.

Auf den ersten Lehrstuhl für Poetik an der neugegründeten ersten evangelischen Universität wurde Helius Eobanus Hessus 1536 nach Marburg berufen, der bereits als 10jähriger in der Lateinschule von Frankenberg bemerkte, dass der Bibelvers Joh. 12, 42 (in der Vulgata-Version) „qui sequitur me, non ambulat in tenebris.“ ein Pentameter ist, was seinen Lehrer Horlaeus aufhorchen ließ – zu Recht, wie der Werdegang seines Schülers zeigt, der wohl eine ähnlich natürliche Begabung für Versmelodien hatte wie Ovid (quid temptabam scribere versus erat).

Und so war es auch ein von Ovid inspiriertes Werk, das Eobanus den Lehrstuhl einbrachte: seine christlichen Heroides, in denen weibliche Heilige Briefe schreiben, wie z.B. die heilige Elisabeth an ihren Gatten Ludwig, der zu einem Kreuzzug aufgebrochen war. Und die letzte Epistel dieser Heroides ist überschrieben: „Eobanus posteritate“, worauf ich ihm nach über 400 Jahren geantwortet habe: „Anna Elissa Eobano“.

Was aber hat diese Anekdote aus der Kindheit des Eobanus und des Ovid mit meinen textkritischen Anmerkungen zu einem Horaz-Gedicht zu tun?

Details

Seiten
10
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668620179
ISBN (Buch)
9783668689763
Dateigröße
458 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v385521
Schlagworte
Horaz Textkritik

Autor

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Titel: Kreative Textkritik. Textkritische Anmerkung zu Horaz "tempus erat" (c. I, 37,4)