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Sprachwandel durch neue Medien. SMS und Internetchats

Hausarbeit 2016 12 Seiten

Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1: Einleitung:

2: Kommunikationsform "Chat" (Chatarten)
2.1 Internetchats
2.2 "SMS" / "WhatsApp"

3: Sprachwandel

4: Sprachwandel in "Chats" aufgezeigt an einem Beispiel
4.1 Beispiel eines "Facebook-Chats"
4.2 Aufbau eines "Chats"
4.3 Sprachwandel im "Chat"

5: Wirklich Sprachwandel durch "Chats"?

6: Fazit

7: Literatur- und Quellenverzeichnis

1. Einleitung

Das Internet ist ein weltweites Netzwerk, welches einzelne und unabhängige Rechner mit einander verbindet, wodurch ein weltweiter Datenaustausch und somit eine weltweite, elektronische Kommunikation ermöglicht wird.

"Anfangs nur als Kommunikationsform für einige Wenige, die die Computernetzwerke zur schriftlichen Kommunikation nutzten. Anfang der 90er-Jahre wurde das Internet, mit den sinkenden Kosten, erstmals populär. Mit der dynamischen Veränderung in der Medienlandschaft steht der heutigen Jugendgeneration ein kaum mehr zu überblickendes Medienangebot zur Verfügung."[1] Aufgrund der Angebotsvielfalt durch die neuen Medien und durch die erweiterte Medienausstattung kam es in den letzen drei Jahren verstärkt zu Veränderung der medialen Freizeitgestaltung von Jugendlichen.[2] Täglich nutzen Jugendliche "Chats" (Englisch to chat - „plaudern, sich unterhalten“) im Internet, um mit ihren Computern mit anderen schriftlich und in Echtzeit zu Kommunizieren.

Soziale Netzwerke, wie das populäre "Facebook" mit aktuell 1,23 Milliarden Mitgliedern, bieten zum Beispiel solche Chat-Rooms, für jeden kostenfrei an. Jedoch besitzen heutzutage die Mobiltelefone, mit dem nahezu jeder Jugendliche ausgestattet ist, eine SMS Funktion. SMS steht für Short-Message-System und ermöglicht es Handynutzern schriftliche Kurzmitteilungen zu anderen Teilnehmern zu senden. Die Sprache passt sich dabei dem jeweiligen Kommunikationsmedium an. "Fasse Dich kurz" - früher ein Slogan an den Telefonzellen - gilt heute auch für den Austausch von Botschaften per SMS bzw. Chats im Internet und hat eine ganz eigene Sprache entstehen lassen.[3]

Warum ich dieses Thema für meine Facharbeit gewählt habe, hat verschiedene Gründe. Zum einen, erkenne ich selber, dass ich mit meinen Freunden in Chats deutlich anders kommuniziere als im realen Leben. Ich verzichte auf Groß- und Kleinschreibung, Rechtschreibung und lange Sätze. Ob dieser Verzicht von Normen sich auf meine Sprache auswirkt habe ich mich schon oft gefragt. Diese Frage versuche ich in meiner Facharbeit zu beantworten.

Auf der anderen Seite, umfasst ein Teil der Vorgaben für die schriftlichen Prüfungen im Abitur in der gymnasialen Oberstufe im Jahr 2015 für das Fach Deutsch, den Schwerpunkt "Reflexion über Sprache". Dieser Schwerpunkt beinhaltet auch die Aspekte des Sprachwandels in der Gegenwart, unter Berücksichtigung neuer Medien.

Demnach werde ich meinem Thema in Zukunft erneut begegnen, da es ein Teil der Voraussetzungen im Abitur sein wird. Ich bin der Meinung, dass ein gewisses Vorwissen, welches ich durch die Erarbeitung meiner Facharbeit mir aneigne, mir später von Nutzen sein wird.

Ich werde in der Facharbeit nun den Sprachwandel durch neue Medien am Beispiel von SMS und Internetchats vorstellen, dabei möchte ich mich auf den Sprachwandel von Jugendlichen beziehen. Ich werde mich auch mehr auf das Schreiben beziehen, also wie die SMS bzw. Internetchats sich auf das Schreibverhalten der Jugendlichen auswirken kann.

Zunächst werde ich jedoch die Unterschiede von Internetchats und SMS darbringen und im Nachfolgendem die Definition von Sprachwandel klären. Darauf folgt wie sich der Sprachwandel in Chats widerspielt, dies werde ich mit einem Beispiel verdeutlichen. Am Ende werde ich der Frage "Wirklich ein Sprachwandel durch Chats?" nachgehen.

2. Kommunikationsform "Chat" (Chatarten)

2.1 Internetchats

"Alle haben allen etwas mitzuteilen, ständig, dauernd, überall. 100 Millionen Menschen sind weltweit bei Twitter angemeldet. Facebook hat gerade die Milliardenmarke geknackt.."[4] An diesen Zahlen erkennt man, dass das Versenden von Mitteilungen so beliebt wie noch nie ist.

Jedoch schlagen Medienpädagogen und Sprachwissenschaftler Alarm und warnen vor dem Verfall der deutschen Sprache durch SMS und Internetchats! Denn bei der Internetkommunikation bzw. SMS, wird weder auf Groß- und Kleinschreibung, Rechtschreibung und vollständige Sätze geachtet, noch Artikel verwendet, stattdessen werden Wortabkürzungen verwendet und die aktuelle Gefühlslage wird nur mit einem grinsendem Gesicht dem Chatpartner mitgeteilt. Diese Merkmale, welche sich in Chats widerfinden, geschieht zugunsten der hohen Schreibgeschwindigkeit, da die "Chatter" darauf bedacht sind, so schnell wie möglich mitzuteilen, dauert ihnen das Tippen der, zum Beispiel Großbuchstaben, zu lange.

Für Außenstehende wirkt der Chatverlauf sehr verwirrend und schwer nachzuvollziehen, allerdings stört die Beteiligten der Verzicht auf zum Beispiel Groß- und Kleinschreibung nicht.

Auch Alltagsnahe Sprache hat sich in den virtuellen Gesprächen im Laufe der Zeit fest verankert, so findet man oft Abkürzungen wie "nen" für "einen" oder "ma" für das Adverb "mal".

2.2 "SMS"/"WhatsApp"

Die SMS ist ein Telekommunikationsdienst, welches zur Übertragung von Textnachrichten ins Leben gerufen wurde. Auch hier wird wie bei den Internetchats abgekürzt wie was das Zeug hält. "Um Zeichen zu sparen, sind Abkürzungen beliebt wie "HDGL" ("Hab dich ganz Doll lieb")...oder "HEGL" ("Herzlichen Glückwunsch")[5]. Seit 2009 gibt es jedoch eine kostenfreie Alternative zu der SMS, der "WhatsApp Messenger", der das kommunizieren via Handy revolutioniert hat. Denn diese kostenlose Anwendungssoftware, lässt sich ganz einfach auf das eigene Mobiltelefon herunterladen und ausführen. WhatsApp ist im Gegensatz zur SMS kein eigener Dienst des Mobilfunkanbieters, sondern nutzt den Internetzugang des Handys. Unter den "430 Millionen Menschen weltweit"[6], die die Nachrichten-App nutzen, sind größtenteils Jugendliche, die sich die Anwendungssoftware zu Nutzen macht, um kostenfrei zu kommunizieren. Die zunehmend populäre Methode der Kommunikation begeistert hauptsächlich die jüngere Generation.

Das Rennen um die Nachrichtenverteilung via Handy hat "WhatsApp" deutlich gewonnen, da es im Vergleich zur SMS nicht nur Nachrichten bzw. Informationen senden kann, sondern auch das Austauschen von Bildern und Videos ermöglicht.

3. Sprachwandel

"Sprachwandel ist ein Wesensmerkmal von Sprache, die alltäglich von Sprechern belebt und gewissermaßen neu erzeugt wird. In einem individuellen Prozess wählt der Sprecher beim jedesmaligen Sprechen solche sprachliche Mittel, die seine Kommunikationsziele besonders gut zu verwirklichen versprechen."[7]

Die Ursachen des Sprachwandels sind vielfältig und oft schwer auszumachen. "Die Tendenz zur Vereinfachung, sind Gründe für die grammatische Veränderung, jedoch ist der eigentliche Sprachwandel auf den Wandel der Welt, sprachlich aufgefasst,zurück zu führen."[8]

Der Sprecher selbst, der den Sprachwandel hervorruft, tut dies in der Regel nicht bewusst, "er geschieht vielmehr durch unabsichtige sprachliche Wahlhandlungen"[9], die erst in ihrer Gesamtheit den Sprachwandel markieren.

Die Medien tragen genau wie der Freundeskreis und die Erziehung innerhalb der Familie zu diesem stetigen Wandel bei.

[...]


[1] Tina Fix "Generation @ Im Chat" (Seite 9).

[2] Tina Fix "Generation @ Im Chat" (Seite 17).

[3] http://www.izmf.de/de/content/wie-beeinflusst-die-entwicklung-der-mobilfunktechnik-unsere-sprache.

[4] http://www.zeit.de/digital/internet/2013-01/chat-sprache-forschung.

[5] http://www.izmf.de/de/content/wie-beeinflusst-die-entwicklung-der-mobilfunktechnik-unsere-sprache.

[6] http://www.chip.de/news/WhatsApp-Messenger-ueberholt-die-SMS_63781720.html.

[7] vgl. EinFach Deutsch - Sprachursprung, Sprachskepsis, Sprachwandel (S.195).

[8] vgl. EinFach Deutsch - Sprachursprung, Sprachskepsis, Sprachwandel (S.195).

[9] EinFach Deutsch - Sprachursprung, Sprachskepsis, Sprachwandel (S.195).

Details

Seiten
12
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668598171
ISBN (Buch)
9783668598188
Dateigröße
568 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v384621
Note
1,8
Schlagworte
Medien Kommunikaiton Sprachwandel SMS Internet Internetchats Neue Medien

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Titel: Sprachwandel durch neue Medien. SMS und Internetchats