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Albrecht VII. von Mecklenburg. Innen- und konfessionspolitischer Gegner seines Bruders Heinrich V.?

Hausarbeit (Hauptseminar) 2017 25 Seiten

Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Innenpolitische Spannungen zwischen Albrecht VII. und Heinrich V

3. Außenpolitik Albrechts VII

4. Wirtschaftspolitische Bestrebungen Albrechts VII

5. Verlauf der Reformation in Mecklenburg

6. Konfessionspolitik Albrechts VII

7. Fazit

8. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Albrecht VII., Herzog von Mecklenburg 1520 bis zu seinem Tod 1547.[1] Sie soll zeigen, ob und inwiefern Albrecht als innen- und konfessionspolitischer Gegner seines Bruders Heinrich V. gelten kann. Um diese zentrale Fragestellung zu beantworten, ist die Arbeit wie folgt gegliedert. Im ersten inhaltlichen Gliederungspunkt werden die innenpolitischen Spannungen zwischen den beiden mecklenburgischen Herzögen dargestellt. Dabei geht es ausschließlich um die andauernden Erbstreitigkeiten bzw. die Regierungsfrage in Mecklenburg. Ausgenommen sind die unterschiedlichen Konfessionspolitiken, auf die im weiteren Verlauf der Arbeit noch gesondert eingegangen wird. Als ehrgeiziger Herzog verfolgte Albrecht eine Reihe von innen- und außenpolitischen Zielen, zu denen auch wirtschaftspolitische Ambitionen zählten. Diese stellen den zweiten inhaltlichen Gliederungspunkt dieser Arbeit dar. Anschließend wird auf die außenpolitischen Bestrebungen Albrechts eingegangen, die sich vor allem auf die skandinavischen Ländereien bezogen. Im Vordergrund wird seine Beteiligung an der Grafenfehde von 1534 bis 1536 stehen und dem damit verbunden Versuch, die dänische oder schwedische Krone zu erlangen. Die Grafenfehde ist auch deshalb sehr wichtig, weil sie gravierend Einfluss auf den Verlauf der Reformation in Mecklenburg nahm und den Zeitpunkt darstellt, an dem Albrecht die Landesteilungsstreitigkeiten beilegen musste, um sich vollkommen auf seine nordischen Aktivitäten zu konzentrieren.[2] Im weiteren Verlauf der Arbeit werden auf die Aspekte der Reformation in Mecklenburg eingegangen. Dafür wird zuerst eine Darstellung der Entwicklung der Reformation in den mecklenburgischen Ländereien vorgenommen. Anschließend wird auf die Konfessionspolitik Albrechts eingegangen, die eng mit der seines Bruders Heinrich V. verbunden ist. Es wird beschrieben, welche Positionen Heinrich und vor allem Albrecht zum Luthertum bezogen und welche Folgen diese für die Verbreitung der Reformation in Mecklenburg hatten. Abschließend wird ein Fazit gezogen, in welchem die wichtigsten Fakten noch einmal zusammen getragen werden, um die zentrale Fragestellung zu beantworten, ob sich Albrecht VII. als innen- und konfessionspolitischer Gegner seines Bruders Heinrich V. darstellen lässt.

Bei Betrachtung des Forschungsstands fällt auf, dass Albrecht VII. weit weniger historisch beleuchtet wurde als sein Bruder Heinrich V. oder sein Sohn Johann Albrecht I. Das liegt vor allem daran, dass sich die Historiker im 16. Jahrhundert vornehmlich auf die Einführung und Durchsetzung der Reformation konzentriert haben und mit Heinrich und Johann Albrecht zwei dafür entscheidende Herzöge in Mecklenburg herrschten. Überregionale Bekanntheit erlangte Albrecht VII. vor allem durch seine Beteiligung an der dänischen Grafenfehde, mit der sich Lutz Sellmer ausführlich beschäftigt hat. Darüber hinaus hat er auch die wichtigsten Informationen über Albrechts außenpolitische Aktivitäten, wirtschaftliche Ambitionen und dem Landesteilungsstreit mit seinem Bruder Heinrich zusammengetragen. Auffällig ist, dass es in Bezug auf Albrecht VII. gravierend an biografischen Fakten fehlt, sodass es schwer fällt, eine detaillierte Rekonstruktion der Erziehung bzw. der Kindheit des mecklenburgischen Herzogs vorzunehmen. Die mecklenburgische Geschichte als solche und damit auch die der mecklenburgischen Herzöge und ihre Einstellung zur Reformation ist im 20. wie auch im 21. Jahrhundert detailliert behandelt worden. Als aktuelleres Beispiel ist hier das Werk der Historiker Wolf Karge, Ernst Münch und Hartmut Schmied anzuführen. Gleichfalls der mecklenburgischen Geschichte hat sich Hans Witte innerhalb von zwei Bänden gewidmet. Speziell auf die Reformation in Mecklenburg ist vor allem Eike Wolgast in seinem Werk eingegangen.[3] Er gehört zusammen mit Sabine Pettke zu den bekanntesten Historikern, wenn es um die Thematik geht. Letztere wirkte auch in der aktuellsten Ausarbeitung zu Aspekten der Reformation mit, welche von dem Kulturhistorischen Museum in Rostock initiiert wurde.[4]

2. Innenpolitische Spannungen zwischen Albrecht VII. und Heinrich V.

Einen Umschwung in der mecklenburgischen Regierung stellt der Tod Magnus II., Herzog von Mecklenburg, 1503 dar. Ihm gelang es, die verschiedenen mecklenburgischen Lande zu einem Gesamtherzogtum zusammenzuschließen.[5] Zum Zeitpunkt seines Ablebens befand sich sein jüngster Sohn Erich aufgrund seiner Ausbildung in Italien und Albrecht war noch unmündig. Dies bedeutete, dass nur Heinrich, der älteste Sohn, als Erbe in Betracht kam. Heinrich einigte sich mit seinem Onkel Balthasar darauf, gemeinsam über Mecklenburg zu herrschen. Formell sollte Balthasar die Regierung führen, verpflichtete sich jedoch, dass wichtige Entscheidungen lediglich mit Zustimmung oder Ablehnung Heinrichs getroffen werden konnten. Die drei Söhne Magnus II. schlossen am 21. Mai 1504 einen ersten Vertrag über ihr Regierungsverhalten, indem sie festlegten, dass Heinrich die Führung ihres Gesamtherzogtum übernehmen sollte. Am Ende desselben Jahres wurde Heinrich offiziell zum Herzog ernannt. Bereits etwa drei Jahre nach der Übereinkunft vom 21. Mai 1504 verstarb Herzog Balthasar am 16. März 1507 und am 21. Dezember 1508 auch Erich. Die gemeinsame Regierung Mecklenburgs durch die Söhne Magnus II. war nach dem Tod Balthasars erneut vertraglich festgelegt worden. Spätestens nachdem auch Erich gestorben war, wollte Albrecht nun mehr Mitbestimmung innerhalb der Regierung.[6] Ein großes Laster stellte Albrechts Umgang mit Geld dar. Trotz genügender finanzieller Mittel hatte er eine beträchtliche Menge an Schulden angesammelt, die vor allem durch Reisen in andere Gebiete entstanden waren. Heinrich V. nutzte diese Schwäche seines Bruders und konnte ihn am 6. Februar 1513 dazu bewegen, Heinrich in den folgenden fünf Jahren die alleinige Regierungsgewalt zu zugestehen.[7] Im Gegenzug wurden Albrechts Schulden getilgt und vereinbart, dass Albrecht für alle wichtigen Entscheidungen konsultiert werden sollte. Nach Ablauf der geltenden fünf Jahre, bestand Albrecht endgültig darauf, als Herzog neben seinem Bruder zu herrschen. Lediglich durch die Vermittlung hessischer und sächsischer Verwandter und den Ständen Mecklenburgs kam 28.11.1518 ein neuerlicher fürstbrüderlicher Vertrag zwischen den Brüdern zustande, durch den verhindert werden konnte, dass eine Teilung Mecklenburgs erfolgte. Albrecht VII. und Heinrich V. herrschten von da an Seite an Seite mit gleicher Regierungsgewalt. Ein Ende der Erbstreitigkeiten war dadurch dennoch nicht eingetreten. Albrecht strebte weiterhin nach einem eigenen Regierungsgebiet und forderte deshalb die Teilung Mecklenburgs.[8] Dieses Bestreben führte dazu, dass „[...] durch Vermittlung Herzog Bogislaws X. von Pommern am 7.5.1520 ein Vertrag geschlossen wurde, der die Bestimmungen der Vereinbarung von 1518 annullierte und einen Kompromiß [...] darstellte.“[9] Diese sogenannten „Neubrandenburger Hausverträge“ beinhalteten, dass die mecklenburgischen Gebiete mitsamt den erzielten Einkünften gerecht geteilt wurden.[10] Allerdings sollten die 12 wichtigsten Städte ungeteilt bleiben und ebenso die drei Stände Klerus, Ritterschaft und Adel, sodass in den Augen Albrechts keine vollständige Landesteilung vorlag, weshalb er eine Annullierung der Verträge forderte. Die Streitigkeiten wurden sogar bis an Kaiser Karl V. herangetragen. Dieser verwies den Konflikt an das Reichskammergericht, welches die Verträge 1525 für gültig erklärte.[11] Obwohl auch die anschließende Klage Albrechts gegen dieses Urteil abgewiesen wurde, war er nicht bereit, eine vollständige Landesteilung aufzugeben. Heinrich, der um die Einheit Mecklenburgs bemüht war, wollte darauf einzugehen. Erst Ende 1534 konnte ein neuer Beschluss verfasst werden. Die Vermittlung übernahmen in diesem Fall Vertreter der Städte Lübeck und Rostock. Es wurde festgelegt, dass in den nächsten 20 Jahren beide Herzöge über ihre jeweils zugewiesenen Ländereien regieren sollten. Eine gemeinsame Regierung sollte es über die drei Stände und den bereits 1520 festgelegten 12 Städte geben. Mit Blick auf das Alter der Herzöge, scheint Albrecht zum damaligen Zeitpunkt endgültig von einer vollständigen Landesteilung abgelassen zu haben. Ausschlaggebend für das Einlenken Albrechts wird vermutlich seine Mitwirkung in der Grafenfehde ab 1534 gewesen sein. Als Regierungssitz bildete sich bei Heinrich Schwerin heraus und bei Albrecht Güstrow.[12]

3. Außenpolitik Albrechts VII.

Albrechts außenpolitische Tätigkeiten unterschieden sich deutlich von denen seines Bruders. Heinrich war darauf bedacht, möglichst wenige Konflikte mit benachbarten Gebieten hervorzurufen. Gleichzeitig wich er jedoch ab 1521 von kaiserlichen außenpolitischen Bestrebungen ab und konzentrierte sich auf Bündnisse, die seinen reformatorischen Gedanken entsprachen. So schloss er sich Ende 1525 dem Lippeschen Bund um die Braunschweiger Herzöge Erich und Philipp an. Dieser bildete die Grundlage für den ersten protestantischen Bund aus Fürsten, dem Heinrich V. Mitte 1526 beitrat. Albrecht dagegen orientierte sich am kurfürstlich-brandenburgischen Verhalten und band sich damit an die kaiserliche Politik.[13] „Auf Betreiben des Kurfürsten schloß er am 5.6.1520 mit Joachim I., Herzog Heinrich von Braunschweig, Herzog Magnus von Lauenburg und Bischöfen von Münster und Hildesheim den Lüneburger Bund.“[14] Bewusst stellte er sich damit auf die Seite der am Katholizismus festhaltenden Adeligen. Am 21.11.1533 wurde Albrecht Teil des Bündnis zu Halle, dem ausschließlich Reformationsgegner angehörten. Kaiser Karl V. honorierte dieses offensichtliche Unterstützen seiner Person und seiner religiösen Einstellung, indem Albrecht 1530 auf dem Augsburger Reichstag die Anrede an Karl V. richten durfte. Zusätzlich wurde er als kaiserlicher Rat und Hofdiener eingesetzt.[15]

Albrechts größte außenpolitische Unternehmungen bezogen sich auf die skandinavischen Länder, vor allem auf Dänemark. Eine Beziehung zum dänischen König Christian II. bestand bereits seit 1515 durch ein dänisch-mecklenburgisches Bündnis. Dessen Sturz erfolgte Anfang 1523 als sich ein Teil des dänischen Adels von ihm abwandte und um Herzog Friedrich I. positionierte. Anfang 1523 überreichte Lübeck Friedrich die dänische Krone. Christian II. scheute eine direkte Konfrontation und flüchtete in die Niederlande. Von dort aus bat er um Unterstützung durch die mecklenburgischen Herzöge. Lediglich Albrecht sicherte seine Hilfe zu, sein Bruder wurde von Friedrich I. überzeugt, keine Hilfe für Christian II. zu leisten. Die schlechte finanzielle Grundlage ermöglicht es Christian nicht, genügend Truppen für seinen Machtanspruch anzuwerben. Dementsprechend blieb ihm nur, mithilfe von diplomatischen Verhandlungen, die zum Teil von Albrecht geführt worden sind, seine Stellung zu verbessern. Dabei beharrte Christian auf der Meinung, dass er wieder als König eingesetzt werden sollte oder sein Sohn als Nachfolger Friedrichs I. akzeptiert werden sollte. Da seinem Wunsch nicht entsprochen werden konnte, machte sich Christian am 24.10.1531 mit einer Flotte auf den Weg nach Dänemark, wo er Anfang November eintraf. Die Anzahl seiner Truppen war durch einen Sturm stark geschwächt worden, sodass es ihm nicht gelang, strategisch wichtige Festungen einzunehmen. Im Mai 1532 wurde seine Flotte von der Friedrichs und den Hansestädten vernichtend geschlagen, sodass Christian zur Aufgabe gezwungen war und zur Gefangenschaft nach Kopenhagen gebracht wurde.[16]

Bis zur Gefangennahme Christian II. war Albrecht VII. vor allem als diplomatischer Vertreter Kaiser Karl V. aktiv gewesen war und hatte sich nicht direkt an den militärischen Auseinandersetzungen beteiligt war. Anschließend war er darauf bedacht, dem dänischen Adel seine Zugehörigkeit zum Katholizismus zu zeigen, um ihre Gunst zu gewinnen. Eine große Chance seine Macht zu erweitern, sah Albrecht vermutlich bereits Ende 1933 darin, Graf Christoph von Oldenburgs Allianz mit Lübeck unter Jürgen Wullenwevers Führung zu unterstützen.[17] Diese planten einen kriegerischen Konflikt zu beginnen, um Christian II. zu befreien.[18] Allerdings sollte er nicht wieder als König eingesetzt werden. Albrecht VII. erhoffte sich durch die entstehende Grafenfehde, die dänische Krone für sich oder einen seiner Söhne gewinnen zu können. Den militärischen Einsatz überließ er Christoph von Oldenburg, der Mitte 1534 mit einer Armee nach Dänemark segelte und bis zum 16.7.1534 zahlreiche ostdänische Handelsstädte, Ländereien und letztendlich auch Kopenhagen erobern konnte. Zeitgleich bestimmte der westdänische Adel, die dänische Krone Herzog Christian von Schleswig-Holstein darzulegen. Am 18.8.1534 erhielt dieser von den westdänischen Ständen die Huldigung und wurde zu Christian III. In Lübeck und Wismar trat Albrecht VII. ab Juni 1534 in Verhandlungen mit den Verantwortlichen der Stadt, um die Bedingungen einer Zusammenarbeit festzulegen. Die Lübecker sahen in Albrecht keinen Verbündeten, der vor allem durch seine finanziellen und militärischen Mittel Hilfe leisten konnte, sondern aufgrund seiner vielversprechenden Verwandtschaft, die genügend Unterstützung bieten könnte. Ein großes Problem bei der Einigung beider Parteien stellte die lübische Forderung dar, dass Albrecht sich vollständig vom Katholizismus abwenden und zum Luthertum konvertieren sollte. Zudem gestaltete es sich schwierig, Albrecht die dänische Krone zu versprechen, da sich bereits Christoph von Oldenburg die Treue wichtiger Städte wie Kopenhagen und Malmö gesicherte hatte und deshalb für die dänische Kröne eher in Frage käme.[19] Nachdem die Gespräche zwischen Lübeck und Albrecht VII. mehrere Monate ins Stocken geraten waren, eröffnete Johann von Hoya, der geflohene Schwiegersohn des schwedischen Königs Gustav Wasas, eine neue Verhandlungsstrategie für Albrecht VII. Für seine Beteiligung an der dänischen Grafenfehde wollte dieser nun nicht mehr die dänische Krone, sondern anschließende Unterstützung beim Erlangen der schwedischen Krone. Im Oktober 1534 begab sich Albrecht nach Lübeck, um die Zusammenarbeit endgültig zu beschließen. Vorteilhaft für seine Verhandlungsposition war, dass die Lübecker immer dringender auf Hilfe angewiesen waren. Neben Christoph von Oldenburgs Feldzug in Dänemark, führte die Stadt eine kriegerische Auseinandersetzung mit Holstein. Nach anfänglichen militärischen Erfolgen, gewannen die holsteinischen Einheiten unter der Anleitung des Feldherrn Johann Rantzau im Sommer 1534 die Oberhand und blockierten ab Ende September 1534 Handel und Versorgung Lübecks. Im Oktober desselben Jahres konnte mithilfe von Heinrich V. von Mecklenburg zwischen holsteinischer und lübischer Partei vermittelt werden, sodass nach aufwendigen Friedensgesprächen 18.11.1534 die kriegerischen Handlungen für beendet erklärt wurden. Die größeren Interessen beider Seiten lagen in Dänemark, sodass Christian II. seine bisher eingebundenen holsteinischen Verbände zur Sicherung seiner Königswürde nutzen konnte und die lübischen Einheiten ihre Unterstützung für Christoph von Oldenburg fortsetzen konnten. Die Truppenstärke Christian II. war jedoch vermutlich um Einiges größer, weshalb Albrechts Hilfe in Anspruch genommen werden musste. Dies ermöglichte ihm sogar wieder seinen Wunsch, die dänische Krone zu erhalten, darzulegen und gleichzeitig die schwedische Krone für seinen Bruder Heinrich in Aussicht stellen zu lassen.[20] Mit Letzterem versuchte er „[...] ein Einverständnis seines Bruders zu seinen skandinavischen Plänen zu erreichen, weil nur so Landschaft und Untertanen, also die mecklenburgischen Landstände, zur Kriegsteilnahme zu bewegen waren.“[21] Heinrich V. lehnte solche Planungen allerdings ab und wollte stattdessen als Vermittler zwischen den Hansestädten und dem schwedischen König agieren. Dennoch wurde Albrecht Ende 1534 von Lübeck dazu angehalten, mit militärischen Mitteln in die Grafenfehde einzugreifen. Der mecklenburgische Herzog wollte es vermeiden, sich selbst nach Dänemark zu begeben und verpflichtete deshalb Johann von Hoya, der mit den lübisch-mecklenburgischen Truppen im Dezember übersetzte. Seine Aufgaben bestanden darin, die Huldigungen und Treuebekundungen des ostdänischen Volkes und Adels auf Christoph von Oldenburg zu revidieren und als Vertreter Albrechts als Verwalter der dänischen Ländereien zu agieren.

[...]

[1] Sellmer, Lutz: Albrecht VII. von Mecklenburg und die Grafenfehde (1534-1536). Frankfurt am Main 1999 (Beiträge zur schleswig-holsteinischen und skandinavischen Geschichte 22).

[2] Münch, Ernst: Scheitern früher absolutistischer Tendenzen, landständische Union und Aufstieg der Ritterschaft. In: Karge, Wolf/Münch, Ernst/Schmied, Hartmut (Hrsg.): Die Geschichte Mecklenburgs. 3. Auflage, Rostock 2000, S. 57-61, hier: S. 59f.

[3] Wolgast, Eike: Die Reformation in Mecklenburg. Rostock 1995 (Schriften zur mecklenburgischen Geschichte, Kultur und Landeskunde 8).

[4] Pettke, Sabine [u.a.]: Das Netz des neuen Glaubens. Rostock, Mecklenburg und die Reformation im Ostseeraum. Rostock 2017 (Schriften des Kulturhistorischen Museum Rostock Neue Folge 17).

[5] Wolgast, Eike: Die Reformation im Herzogtum Mecklenburg. In: Nordost Archiv. Zeitschrift für Regionalgeschichte, Jg. 36 (2004), Nr. 1, S. 145-171, hier: S. 145.

[6] Witte, Hans: Mecklenburgische Geschichte. Bd. 2: Von der Reformation bis zum Landesgrundgesetzlichen Erbvergleich. Wismar 1913, S. 16-18.

[7] Hamann, Manfred: Mecklenburgische Geschichte. Von den Anfängen bis zur Landständischen Union von 1523. Köln 1968 (Mitteldeutsche Forschungen 51), S. 257.

[8] Witte, 1913, S. 19f.

[9] Sellmer, 1999, S. 28.

[10] Witte, 1913, S. 19f.

[11] Ebd., S. 20.

[12] Sellmer, 1999, S. 32f.

[13] Sellmer, 1999 S. 53f.

[14] Ebd., S. 54.

[15] Ebd., S. 54f.

[16] Ebd., S. 54-66.

[17] Sellmer, 1999, S. 106f.

[18] Graßmann, Antjekathrin: Lübeck, freie Reichsstadt und Hochstift, wendische Hansestädte Hamburg, Wismar, Rostock, Stralsund. In: Schindling, Anton/Ziegler, Walter (Hrsg.): Die Territorien des Reichs im Zeitalter der Reformation und Konfessionalisierung: Land und Konfession 1500-1650. Münster 1996, S. 114-127, hier: S. 123.

[19] Sellmer, 1999, S. 108-119.

[20] Sellmer, 1999, S. 137-149.

[21] Ebd., S. 149.

Details

Seiten
25
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668563575
ISBN (Buch)
9783668563582
Dateigröße
496 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v379252
Institution / Hochschule
Universität Rostock
Note
2,0
Schlagworte
albrecht mecklenburg innen- gegner bruders heinrich

Autor

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