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Gesundheitsorientiertes Ausdauertraining. Diagnose, Zielsetzung und Mesozyklus

Einsendeaufgabe 2016 19 Seiten

Gesundheit - Sport - Bewegungs- und Trainingslehre

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 DIAGNOSE
1.1 Allgemeine und biometrische Daten
1.2 Leistungsdiagnostik/Ausdauertestung
1.3 Gesundheits- und Leistungsstatus der Person

2 ZIELSETZUNG/PROGNOSE

3 TRAININGSPLANUNG MESOZYKLUS
3.1 Grobplanung Mesozyklus
3.2 Detailplanung Mesozyklus
3.3 Begrundung zum Mesozyklus

4 LITERATURRECHERCHE

5 LITERATURVERZEICHNIS

6 TABELLENVERZEICHNIS

1 Diagnose

1.1 Allgemeine und biometrische Daten

Um einen Uberblick uber den allgemeinen gesundheitlichen Zustand der zu trainieren- den Person zu erhalten, gilt es eine Diagnose durchzufuhren.

Folgende Tabelle zeigt die allgemeinen sowie biometrischen Daten des Kunden, welche im Eingangsgesprach erfasst wurden. Die Nennung des Probanden wird aus Daten- schutzgrunden vermieden, hier wird ein frei erfundener Name verwendet, M. Muster- mann.

Tab.1: allgemeine biometrische Daten (eigene Darstellung, 2016)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Mit einem Alter von 24 Jahren bei einer KorpergroBe von 187 cm und einem Gewicht von 84 Kg liegt Herr M. mit einem BMI Wert von 24 (vgl. Tab. 2, S. 4) im Bereich des Normalgewichts. Zusatzlich zum BMI sollte der Taille- Huft- Quotient und der Korper- fettanteil betrachtet werden, da diese Werte Ruckschlusse auf die Fettverteilung geben konnen. Auch kann gepruft werden, ob ein erhohtes Risiko fur Herz- Kreislauferkrankungen vorliegt.

Von Beruf ist Herr M. Student, sein Alltag ist vom Sport gepragt, sein Trainingsumfang betragt 5-6 Stunden in der Woche. Aufgeteilt in FuBballtraining, Spinning-Kurs bzw. Schwimmen im Sommer und zweimal wochentliches Krafttraining.

Der Blutdruck liegt bei 127/81 mmHg und gilt als normal (vgl. Tab. 3, S. 5). Der Ruhepuls liegt bei 50 und ist somit als uberdurchschnittlich gut trainierter Sportler ein- zuordnen.

Der Korperfettanteil liegt bei 13,9 % (11,68 Kg) und kann ebenfalls als normal klassifi- ziert werden. Normalwert liegt bei Mannern zwischen 8-20 % (vgl. Tab. 4, S. 5).

Seine wichtigsten Trainingsziele sind die allgemeine Ausdauer zu verbessern, an einem Triathlon (Halbdistanz) teilzunehmen, eine erhohte Lebensvitalitat und eine athletische Korperform zu bekommen.

Tab. 2: Gewichtsklassifikation bei Erwachsenen anhand des BMI (nach WHO, 2000)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 3: Blutdruckklassifikationen der Deutschen Hochdruckliga (Stand 12.2016)

1.2 Leistungsdiagnostik/Ausdauertestung

Fur das bevorstehende Testverfahren muss nun eine geeignete Ausdauertestung vollzo- gen werden. Werden die biometrischen Daten betrachtet und ausgewertet, so ist der Vita- Maxima- Test die sinnvollste Testmethode. Der Radergometertest wird fur gesun- de sowie leistungsstarke Personen in der Leistungsdiagnostik verwendet. Ein Vorteil ist, dass der individuelle Ausbelastungsgrad durch den maximalen Ausbelastungstest ermit- telt werden kann und somit spater zu einer genaueren Festlegung der jeweiligen Trai- ningsbereiche und den dazugehorigen Herzfrequenzen beitragt.

Fur die Durchfuhrung dieses Tests sollte der Proband zum einen ein hohes MaB an Mo­tivation mitbringen, da dieser bis zur vollstandigen Ausbelastung geht, zum Anderen eine uneingeschrankte Gesundheit besitzen. Kontraindikatoren waren beispielsweise Krankheiten, akute fieberhafte Erkrankungen, Entzundungen, Infektionen, organische Schaden, Diabetes Mellitus 2 und Hypertonie.

Das Vorhaben sollte sicherheitshalber mit dem Hausarzt durchgesprochen werden. Als Ergebnis ware eine schriftliche Unbedenklichkeitserklarung wunschenswert.

Herr M. erfullt alle Kriterien und kann somit den Test durchfuhren.

Der Testablauf sieht wie folgt aus:

Die Eingangsbelastung starlet mit 50 Watt, nach drei Minuten findet eine Steigerung der Stufe bzw. der Wattzahl um weitere 50 Watt statt. Dies geschieht im Dreiminutentakt bei einer konstanten Trittfrequenz zwischen 80-100 U/min.

Simultan dazu wird jede Minute die Herzfrequenz gemessen und protokolliert. Eine Steigerung findet so lange statt, bis Herr M. vollstandig ausbelastet ist. Dieser Zeitpunkt ist dann erreicht, wenn eine subjektive Erschopfung auftritt oder die Pulsmindestgrenze erreicht wurde (200- Lebensalter). Tritt dies ein, dient die Wattleistung der zuletzt durchfahrenen Belastungsstufe als ReferenzgroBe und wird mit der Normwerttabelle verglichen. Sofern die Belastungsstufe vorzeitig abgebrochen wird, wird die bisherige Wattleistung zeitinterpoliert. In folgender Tabelle wird der Testverlauf auf dem Rader- gometer angezeigt.

Tab.5: Testablauf des Vita-Maxima-Test (eigene Darstellung, 2016)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Herr M. schafft im Testverlauf insgesamt acht Belastungsstufen, in der Neunten trat nach zwei Minuten eine muskulare Erschopfung auf, die schlussendlich zum Testab- bruch fuhrte. Die Gesamtleistung von 433,33 Watt (Zeitinterpoliert) wird auf das Kor- pergewicht heruntergerechnet, somit entsteht eine relative Wattleistung von 5,16 Watt/kg Korpergewicht. Auf folgender Norm-Soll-Leistungstabelle (vgl. Tab. 6, S. 7) zeigt sich, dass Herr M. mit einer relativen Wattleistung von 5.16 Watt/kg Korperge­wicht als Leistungssportler (Ausdauer) einzuordnen ist.

Tab.6: Normwerte Vita-Maxima-Test- Relative Watt-Soll-Leistung (Watt pro kg Korpergewicht) fur Manner (modifiziert nach Kindermann, 1987, S. 244-268)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.3 Gesundheits- und Leistungsstatus der Person

Da Herr M. zum Einen keine gesundheitlichen Einschrankungen und zum Anderen eine enorme Leistungsbereitschaft und korperliche Leistungsfahigkeit aufweist, kann mit Herr M. ohne Bedenken jedwede Trainingsmethode durchgefuhrt werden.

Das Zeitkontingent mit zwei- bis dreimal pro Woche Training (zusatzlich zum bisheri- gen Training) sollte reichen, um eine Leistungssteigerung und das Erreichen der jewei- ligen Ziele schaffen zu konnen.

Um Uberlastungen bzw. ein Ubertraining zu vermeiden, sollten unbedingt alle Sport- einheiten die Herr M. pro Woche durchfuhrt gegenuber gestellt werden. Der Grund da- fur besteht darin, dass oftmals nicht gut durchdachte und unkontrollierte Trainingstech- niken vorherrschen.

2 Zielsetzung/Prognose

In diesem Schritt gilt es fur den Probanden aus den von ihm genannten Trainingsmoti- ven Ziele abzuleiten. Es ist darauf zu achten, dass die anzustrebenden Ziele nachvoll- ziehbar und erreichbar sind, gleichwohl soil es ein gewisses MaB an Anstrengung erfor- dern. Ziele sind bedeutende Faktoren, um eine bestandige Leistungsprogression zu ga- rantieren. Im Eingangsgesprach formulierte Herr M. verschiedene Ziele wie die Bestrei- tung eines Triathlons (Halbdistanz).

Die abgeleiteten Ziele werden in Grob- und Feinziele unterteilt, somit wird die Auf- rechterhaltung der Motivation gewahrleistet. Die zentralen Kriterien zur Formulierung der Ziele sind Inhalt, AusmaB und Zeit. Folgende Tabelle beschreibt die Ziele, welche Herr M. mit den Trainingsmotiven erreichen mochte.

Tab.7: Zielsetzung/Prognose (eigene Darstellung, 2016)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Blutdrucksenkung 1:

Der Proband mochte eine erhohte Lebensvitalitat und eine Erhohung der Lebenserwar- tung erreichen. Hierzu wird versucht eine Blutdrucksenkung im systolischen sowie im diastolischen Bereich zu erreichen. Realistische Blutdrucksenkwerte in einem Zeitraum von etwa 3 Monaten sind 10-15 mmHg systolisch und 5-10 mmHg diastolisch (vgl. ReiB, Fikenzer 2013a, S.42).

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Details

Seiten
19
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668579446
ISBN (Buch)
9783668579453
Dateigröße
698 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v378464
Institution / Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH – Hochschule
Note
1,2
Schlagworte
Trainingslehre 2 Ausdauertraining

Autor

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Titel: Gesundheitsorientiertes Ausdauertraining. Diagnose, Zielsetzung und Mesozyklus