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American Football und das "Big Business" in den USA. Das Erfolgskonzept der National Football League und die Unterschiede zu den Top Fussball-Ligen in Europa

Eine Analyse aus sportlicher und ökonomischer Sicht

Facharbeit (Schule) 2017 55 Seiten

Gesundheit - Sport - Sportökonomie, Sportmanagement

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

2 Einleitung

3 Der Sport American Football
3.1 Was ist American Football?
3.2 Wie funktioniert das Spiel?
3.3 American Football in den USA

4 Die National Football League (NFL)
4.1 Geschichte der NFL
4.2 Organisation der NFL
4.3 Ziele der NFL

5 Instrumente der NFL zur Steigerung der Wettbewerbsbalance
5.1 Revenue Sharing
5.2 Salary Cap
5.3 Draft System
5.4 Spielertransfer-Regelung
5.5 Roster Restriction
5.6 Playoff-Modus

6 Das europäische Ligasystem

7 Vergleich Erfolgskonzept NFL zu Europäischen Fussball-Ligen
7.1 Finanzielle Kennzahlen
7.2 Wettbewerbsbalance und Popularität

8 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen

9 Literatur- und Quellenverzeichnis
9.1 Bücher
9.2 Arbeiten und Artikel aus Journalen und Fachzeitschriften
9.3 Reports und Zahlenmaterial
9.4 Übrige Quellen aus Internet

10 Anhang
10.1 Spielerpositionen
10.2 Währungskurse
10.3 Forbes - NFL Valuation Lists

1 Vorwort

Meine grosse Leidenschaft im Sport gehört dem American Football in den USA und dem Fussball in Europa. Immer wieder verfolge ich die Berichterstattungen zu beiden Sportarten in den Medien und spiele auch selber Fussball. Auf der Playstation spiele ich American Football mit meinen Lieblingsteams. Begeistert bin ich aber vor allem von den American Football Spielen, welche ich auf unseren USA-Reisen mit meiner Familie live im Stadion verfolgen konnte. Der Sport ist hier Spannung, Show und Unterhaltung zugleich. Die Faszination des Spiels, die Professionalität der Teams und der Erfolg der ganzen Liga sind hautnah spürbar.

Mit all den Jahren voll von Interesse und Begeisterung für den American Football kenne ich mich mittlerweile sehr gut aus mit diesem Sport und allem was dazugehört: z.B. die Teams, die Stars, die Regeln oder wie die Liga und die Meisterschaft funktioniert. Aus diesem Grund war es für mich schnell klar, dass ich etwas zum Thema American Football in meiner Maturaarbeit machen wollte. Allein das Spiel zu beschreiben ist aber für eine Maturaarbeit zu wenig interessant. Deshalb wollte ich auch für mich die Gelegenheit nutzen, mein Wissen im Rahmen dieser Arbeit zu vertiefen und neue Einblicke in die Welt des American Footballs zu bekommen. Da ich auch an wirtschaftlichen Zusammenhängen interessiert bin und mich für die Gründe des Erfolgs der NFL (National Football League) interessiere, habe ich nach einem Thema mit sportökonomischem Hintergrund gesucht. Beim Literaturstudium zum Thema habe ich dann viele neue Erkenntnisse gewonnen und konnte die Zusammenhänge zu meinem bisherigen Wissen herstellen. Am meisten interessiert haben mich dabei die Unterschiede, aus sportlicher und wirtschaftlicher Sicht, zwischen der NFL und den europäischen Fussball- Ligen (siehe Einleitung). Auf diese Weise konnte ich die Thematik eingrenzen und so auch die Verbindung zu meiner zweiten Lieblingssportart, dem Fussball, herstellen.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die mit ihrem Interesse, mit ihren Fragen und vielen Anregungen zu dieser Arbeit beigetragen haben. Ein grosser Dank geht an meine Familie, die mich bei meiner Arbeit immer begleitet hat und mir in den vielen spannenden Diskussionen am abendlichen Familientisch wertvollen Input für den Fortschritt der Arbeit und meine Meinungsbildung geliefert hat. Auch danken möchte ich meinen Eltern und meinem Bruder für die Unterstützung bei der Literatursuche, für das bessere Verständnis der englisch- sprachigen Literatur, bei der Erstellung der graphischen Darstellungen in Excel sowie für die kritische Durchsicht der Arbeit und die Verbesserungsvorschläge. Meiner Schwester danke ich für ihre Geduld und ihr Interesse am ständig präsenten Thema. Weiter bedanke ich mich bei meiner Begleitperson Alfred Trütsch für die gute Betreuung der Arbeit. Zum Schluss geht noch ein Dank an den Shareholder Service der Green Bay Packers, welcher mir freundlicherweise die Geschäftsberichte ihres Vereins überlassen hat.

2 Einleitung

Was hierzulande der Profi-Fussball in den obersten Länderligen ist, ist in den USA der Profisport American Football in der National Football League (NFL): Es ist die grosse Faszination im Mannschaftssport, das grosse Zuschauermagnet und das grosse Geschäft. Auf den ersten Blick scheint alles sehr ähnlich zu sein, nur die Sportart ist eine andere. In beiden Sportarten wird jedes Jahr ein Meister in der Liga erkoren. Die Fans strömen in die Stadien und jubeln. Die Meisterschaft und alles darum herum geniesst eine hohe Aufmerksamkeit in den Medien, allen voran das Fernsehen. Doch schnell fällt auf, dass eben nicht alles gleich ist und man stellt sich die Frage, weshalb die Fussball-Meisterschaft meist nur von einigen wenigen Mannschaften dominiert wird, während es bei der American Football- Meisterschaft immer wieder andere Sieger gibt und weshalb die NFL noch viel mehr Geld macht als zum Beispiel die in Europa höchst erfolgreiche englische Premier League. Könnte da ein Zusammenhang bestehen? Könnte dies etwas damit zu tun haben, dass die europäischen und die amerikanischen Ligen komplett unterschiedlich funktionieren oder dass in der NFL eine viel grössere sportliche Ausgeglichenheit oder Wettbewerbsbalance herrscht unter den Teams als in den europäischen Ligen?

Ist die Wettbewerbsbalance der Schlüssel zum kommerziellen Erfolg einer Liga? Diese Fragestellung ist mir beim Studium der Literatur zum Thema meiner Maturaarbeit immer wieder begegnet, zum Beispiel anhand des folgenden Zitats: "The notion of uncertainty is the very basis of all competition. Therefore, the aim of the institution managing a championship is to preserve the balance of the clubs involved." 1 Je ausgeglichener die Teams in einem Spiel oder in einer Meisterschaft sind, desto unsicherer ist der Ausgang des Spiels bzw. der Meisterschaft und desto höher ist die Spannung und damit die Zuschauerattraktivität und der finanzielle Erfolg einer Liga. Jetzt wurde mir auch klar, weshalb die NFL, im Gegensatz zu Europa, so viele verschiedenen Regeln und Instrumente etabliert hat, wie z.B. das Revenue Sharing, das Salary Cap, das Draft System, die Roster Restriction oder den Playoff-Modus, die alle darauf abzielen, die sportliche und finanzielle Ausgeglichenheit unter den Teams der NFL zu erhöhen. Diese Erkenntnis hat wesentlich den Fokus meiner Maturaarbeit bestimmt.

Im Hauptfokus meiner Maturaarbeit liegen deshalb die Schlagworte „Wettbewerbsbalance“ und „kommerzieller Erfolg“ in der NFL und ich gehe der Frage nach, weshalb die NFL aus sportlicher und wirtschaftlicher Sicht so erfolgreich ist, welche Instrumente hinter diesem Erfolgskonzept stecken und wie sich die NFL dabei von den europäischen Profi-Fussball- Ligen unterscheidet.

Die Arbeit teilt sich dabei grob in zwei Hauptbereiche auf: einen theoretischen Bereich in den Kapiteln 3 bis 6 und einen analytischen Bereich im Kapitel 7.

In dem ersten, theoretischen Teil versuche ich mein Wissen über American Football und die National Football League zu Papier zu bringen. Die Beschreibung der Sportart selbst, in Kapitel 3, halte ich dabei bewusst kurz, da der American Football wohl das Thema der Arbeit bildet, der Spielablauf aber nicht im Fokus steht. Trotzdem sollen dem interessierten Leser hier einige Grundzüge des Spiels vermittelt werden. Wichtig für das Verständnis des zweiten Teils der Arbeit, dem analytischen Teil, ist aber die Kenntnis über die Funktionsweise der NFL. Im Kapitel 4 beschreibe ich deshalb im Detail die Organisation, die Ziele und die Strategie der NFL. Im Kapitel 5 werden dann die Instrumente beschrieben, welche die NFL einsetzt, um ihre Ziele zu erreichen. Ebenfalls wichtig für das Verständnis im analytischen Teil ist ein Basiswissen über die Funktionsweise des europäischen Profi-Fussball-Ligasystems und die Hauptunterschiede zum System der NFL. Dieses Thema wird in Kapitel 6 kurz erläutert.

Der eigentliche Hauptteil der Arbeit bildet der analytische Teil, wo ich anhand von verschiedenen Auswertungen versuche herauszufinden, ob die NFL im Vergleich zu Europa wirtschaftlich gesehen wirklich erfolgreicher ist als die europäischen Profi-Fussball-Ligen. Zudem wird in diesem Kapitel untersucht, inwiefern die von der NFL eingesetzten Instrumente für die Erhöhung der Wettbewerbsbalance geeignet sind bzw. was sich dadurch im Vergleich zu Europa für Unterschiede ergeben. Zunächst wird die NFL deshalb anhand von finanziellen Kennzahlen, wie Unternehmenswert und Umsatz, mit den europäischen Top-Fussball-Ligen verglichen. Anschliessend wird für das „Revenue Sharing“ und das „Salary Cap“ untersucht, ob die finanziellen Verhältnisse und die Ausgaben für Spielergehälter bei den Teams in der NFL tatsächlich ausgeglichener sind als in Europa. Im Rahmen des „Draft-Systems“ wird untersucht, ob dieses Instrument auch tatsächlich geeignet ist, die besten Nachwuchs-Spieler auszuwählen, um die sportliche Leistung im Team zu verbessern. Zum Schluss wird noch untersucht, wie viele unterschiedliche Meister die NFL im Vergleich zu den europäischen Fussballmeisterschaften hervorbringt, dies insbesondere im Hinblick auf den Playoff-Modus, und wie die Popularität der Meisterschaft in Bezug auf die Zuschauerzahlen aussieht. Für jeden der analysierten Themenbereiche versuche ich den Bogen nach Europa zu spannen und mir zu überlegen, ob die in der NFL eingesetzten Instrumente auch unter den europäischen Verhältnissen geeignet wären, um die Wettbewerbsbalance im Profi-Fussball zu erhöhen.

3 Der Sport American Football

3.1 Was ist American Football?

American Football ist ein spannendes und schnelles, aber auch ein sehr körperbetontes Spiel, welches komplexe Regeln und viele verschiedene gut einstudierte Spielzüge beinhaltet. Für jemanden, der das Spiel zum ersten Mal sieht, ist dies nicht sofort ersichtlich und das Spiel macht den Eindruck von einem Durcheinander, wo die Spieler ohne Strategie aufeinander losgehen. Erst wer sich mit den verschiedenen Spielerpositionen, Spielzügen und Regeln vertraut gemacht hat, erkennt die wirkliche Spannung und die Faszination dieses Spiels. Zum besseren Verständnis sollen hier deshalb die wichtigsten Grundzüge erläutert werden:

Gespielt wird auf einem rechteckigen Spielfeld, welches 100 yards (ca. 91 m) lang und 53 yards (ca. 48,5 m) breit ist. Dazu kommt auf jeder Seite je eine Endzone von 10 yards (ca. 9,1 m). Auf dem Feld hat es viele Linien, welche die Spielfeldgrenzen, die Yards-Abstände sowie die Endzonen kennzeichnen. Zum besseren Verständnis ist nachfolgend ein Bild eines American Football Spielfeldes abgebildet:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1 - American Football Spielfeld. Quelle: Bild aus Wikipedia (1)

Gespielt wird mit einem ovalen, eiförmigen Ball aus Leder, welcher etwas kleiner ist als ein Rugby-Ball. Jede Mannschaft hat 11 Spieler auf dem Feld. Je nachdem, ob sich die Mannschaft gerade im Angriff (Offense) oder in der Verteidigung (Defense) befindet, wird das Offense Team bzw. das Defense Team aufgestellt.2 Im Spielverlauf ist es das Ziel der Offense, den Ball in die gegnerische Endzone zu befördern, um damit Punkte zu erzielen. Die Defense hat zum Ziel, die Offense genau daran zu hindern.

Das Spiel ist in 4 Quarters mit jeweils 15 min Spielzeit aufgeteilt, wobei nur die effektive Spielzeit gemessen wird. Gepunktet wird mit sogenannten „Touchdowns“, d.h. wenn der Ball in die Endzone des Gegners befördert wird. „Ein Touchdown“ gibt 6 Punkte. Endet das Spiel mit einem Unentschieden, gibt es eine Verlängerung von max. 15 min bzw. bis zum ersten „Touchdown“ in der Verlängerung. Nach dem 2. Quarter gibt es eine Pause von 12 min, nach dem 1. und 3. Quarter gibt es jeweils eine kurze Pause von 2 min. Während den Spielunterbrüchen sind beliebig viele Spielerwechsel möglich.3

3.2 Wie funktioniert das Spiel?

Jedes Spiel beginnt mit einem sogenannten „Kickoff“ an der 35 Yard-Linie. Welches Team den „Kickoff“ ausführt, wird durch einen Münzwurf entschieden. Der „Kicker“ der Mannschaft, die ausgelost wurde, „kickt“ den Ball, welcher für das Anspiel auf einer Plastikhalterung befestigt wird, mit dem Fuss in die gegnerische Spielhälfte. Dort wird der Ball von einem „Return-Man“, gefangen. Der „Return-Man“ ist einer der schnellsten Spieler der Mannschaft und versucht den Ball nach dem Fangen mit einem Sprint und geschickten Ausweichmanövern so nahe wie möglich an die Endzone oder sogar in die Endzone des Gegners zu bringen. Die Mannschaft, die den „Kickoff“ ausgeführt hat, muss dabei versuchen, den „Return-Man“ zu Boden zu bringen. An der Stelle, wo er zu Boden gebracht wird, fängt dann das Offense-Team aus der Mannschaft des „Return Mans“, seinen Spielzug an.

Das Offense-Team hat jeweils vier Versuche, sogenannte „Downs“, den Ball mindestens 10 Yards weit durch Passspiel oder Laufspiel zu befördern. Beim Anspiel zu einem „Down“ stehen sich das Offense-Team und das Defense-Team in einer Linie gegenüber und der Ball wird vom „Center“ des Offense-Teams zwischen seinen Beinen hindurch nach hinten zum „Quaterback“ gespielt. Der eigentliche Spielzug für den 10 Yard-Raumgewinn beginnt dann beim „Quaterback“. Wird der 10 Yard-Raumgewinn innerhalb der vier Versuche erreicht, erhält das Team vier weitere „Downs“ für die nächsten 10 Yards. Ist die 10 Yard-Marke nach dem 3. „Down“ noch nicht erreicht, hat die Offense für den vierten Versuch, je nach dem wo sich der Ball befindet, verschiedene taktische Möglichkeiten:

1. Wenn es zu riskant ist, den vierten Versuch auszuführen, z.B. wenn der Ball noch zu weit von der 10 Yard-Marke entfernt ist, schickt das Team einen „Punter“ auf das Spielfeld und es erfolgt ein Spielzug ähnlich dem „Kickoff“. Der „Punter“ kickt den Ball von der Hand aus mit dem Fuss so weit wie möglich in die gegnerische Platzhälfte. Wie beim „Kickoff“ muss das Team den Gegner, der den Ball gefangen hat zu Boden bringen, bevor dieser die Endzone erreicht. Anschliessend geht der Ball an dieser Stelle an das Offense-Team des Gegners für seine nächsten vier “Downs“.
2. Die zweite Möglichkeit wäre, ein sogenanntes „Field Goal“ zu versuchen. Dies ist der Fall, wenn sich die Offense nahe genug an der Endzone befindet, um einen „Kick“ zu versuchen. Der „Kick“ wird vom „Kicker“ ausgeführt. Befördert dieser den Ball zwischen die gelben Pfosten, werden seinem Team drei Punkte gutgeschrieben.
3. Die dritte Möglichkeit wäre, effektiv den vierten Versuch, d.h. den 4. „Down“ auszuführen. Dies macht die Offense jedoch nur, wenn die Distanz zur 10 Yard-Marke noch weniger als einem Yard beträgt, oder das Spiel sich in der Schlussphase befindet bzw. der Spielstand sehr eng ist.

Werden die zehn Yards beim vierten Versuch nicht erreicht, übernimmt die Offense des gegnerischen Teams den Ball an der Stelle, wo das andere Team gescheitert ist.

Wenn ein „Touchdown“ erzielt wird, also der Ball in die Endzone befördert wird, werden dem Team sechs Punkte gutgeschrieben. Ein „Touchdown“ kann aber nicht nur durch die Offense erzielt werden. Wenn es der Defense gelingt, den Ball zu erobern und ihn direkt in die Endzone des Gegners zu befördern, kann auch das Defense-Team einen „Touchdown“ machen. Nach einem erzielten „Touchdown“ hat das Team zwei taktische Möglichkeiten, um noch zusätzlich zu punkten:

1. „PAT-Attempt“ („Point after Touchdown“ Versuch): Diejenige Mannschaft, die den „Touchdown“ erzielt hat, schickt dafür wieder den Kicker aufs Feld. Der „PAT Attempt“ verläuft nach demselben Prinzip wie ein „Field Goal“, gibt jedoch nur einen Punkt.
2. Two Point Conversion: Es wird ein neuer Spielzug, analog einem „Down“ ab der gegnerischen 2 Yard-Linie gestartet. Wird der Ball in die Endzone befördert, erhält das Team zwei Punkte.

3.3 American Football in den USA

American Football wird in den USA nur kurz Football genannt und wird auf verschiedenen Ebenen gespielt. Die wichtigste Ebene ist dabei die Profiliga, welche in der National Football League (NFL) organisiert ist. Weiter wird Football vor allem am College oder in den High Schools gespielt. Hier findet auch die ganze Nachwuchsförderung statt. Zusätzlich gibt es noch verschiedene Amateurligen (z.B. die North American Football League), eine Frauenliga (Women’s Football Alliance) oder eine professionelle Indoor Football Liga (Arena Football League).4 Für den weiteren Verlauf der Arbeit wird nur noch die Profiliga der NFL betrachtet.

4 Die National Football League (NFL)

Die National Football League ist die Profiliga des American Footballs in den USA und ist heute die wirtschaftlich erfolgreichste, d.h. umsatzstärkste5 Sportliga der Welt.6

4.1 Geschichte der NFL

Gegründet wurde die NFL im Jahre 1920, noch unter dem Namen „American Professional Football Association“ (APFA), in Ohio. Zwei Jahre später erhielt sie dann ihren heutigen Namen „National Football League“ oder kurz NFL genannt. Zunächst bestand die Liga aus 10 Teams. Später kamen weitere Teams dazu, welche teilweise bereits als wirtschaftlich und sportlich leistungsfähige Teams von Konkurrenzligen übernommen wurden. Die NFL war in ihrer Entwicklung nämlich immer darauf bedacht, ihre Vormachtstellung zu behalten und alle Konkurrenzligen zu eliminieren, um damit die einzige American Football Liga in den USA zu bleiben. Sie nutzte ihre finanziellen Mittel und ihre Machtposition immer wieder geschickt aus, um die im Laufe der Zeit entstandenen Konkurrenzligen zu übernehmen und ihre Teams in die NFL zu integrieren. Ein Beispiel dazu ist die „All-America Football Conference“ (AAFC), welche 1946 gegründet und 1950 bereits wieder von der NFL übernommen wurde. Die wirtschaftlich stärksten Teams der AAFC, wie z.B. die „San Francisco 49ers“, wurden in der Folge in die NFL integriert. Den härtesten Konkurrenzkampf lieferte sich die NFL aber mit der AFL (American Football League), welche 1959 gegründet wurde. Dieser Konkurrenzkampf beeinflusste die weitere Entwicklung der NFL stark, was auch ein Grund für den heutigen Erfolg sein könnte. So wurden in den Sechziger Jahren viele neue Teams sowohl bei der NFL wie auch bei der AFL gegründet, weil jede Liga möglichst viele Marktanteile für sich haben wollte und in den wichtigsten Städten der USA vertreten sein wollte. Auch die Gehälter für die Spieler wuchsen in dieser Zeit stark an, da sich die beiden Ligen einen harten Kampf um die besten Nachwuchsspieler lieferten. Umkämpft waren auch die TV-Übertragungsrechte und Sponsorenverträge. Da dieser Konkurrenzkampf für beide Ligen auf die Dauer nicht gesund war, beschlossen die NFL und die AFL im Jahr 1966 miteinander zu kooperieren und die beiden Ligen unter dem Namen NFL zu fusionieren. Zunächst wurde in den beiden Ligen noch getrennt gespielt. Die Sieger aus beiden Ligen trafen sich aber zu einem Endspiel, dem sogenannten Super Bowl. Der 1. Super Bowl wurde 1967 zwischen den Green Bay Packers (NFL) und den Kansas City Chiefs (AFL) ausgetragen. Das Spiel wurde damals von den Green Bay Packers gewonnen. Dies war der Anfang von einem Sportereignis, das sich später zum grössten Sport-, Show- Medien- und Werbespektakel7 der USA überhaupt entwickelte. Ab 1970 schlossen sich dann alle Teams unter dem Dach der NFL zusammen. Die Teams der NFL wurden in 2 „Conferences“ aufgeteilt. Die 10 AFL Teams bildeten zusammen mit 3 NFLTeams die AFC (American Football Conference) und die restlichen 13 NFL-Teams bildeten die NFC (National Football Conference). Noch heute tragen beide Conferences einen Grossteil ihrer Meisterschaften getrennt aus und die jeweiligen Meister treffen dann im Super Bowl aufeinander. In drei weiteren Schritten kamen zwischen 1995 und 2002 noch 6 weitere Teams zur NFL dazu, so dass die Liga heute 32 Teams zählt.

4.2 Organisation der NFL

4.2.1 Organisation des Spielbetriebs

Die NFL besteht heute, wie bereits erwähnt, aus 32 Mannschaften (Clubs), welche in die 2 Conferences AFC und NFC aufgeteilt sind. Jede der beiden Conferences ist weiter in je 4 Divisionen North/South/East/West aufgeteilt. Zu jeder Division gehören je 4 Clubs. Die folgende Abbildung zeigt eine Übersicht über die Organisationsstruktur der Clubs in der NFL.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2 - Organisationsstruktur der NFL-Teams; eigene Darstellung

In jeder Conference sind die Clubs über die ganze USA verteilt, wobei es aus historischen Gründen im Osten der USA tendenziell mehr Clubs hat als im Westen. Die Zuteilung der Teams zu den jeweiligen Divisionen richtet sich in etwa nach der geographischen Lage der Club-Heimatstadt, kann aber auch davon abweichen. Die nachfolgende Abbildung zeigt die geographische Verteilung der Teams über die USA.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3 - Geographische Verteilung der NFL-Teams. Quelle: Bild aus Wikipedia (3)

Eine neue American Football Saison beginnt jeweils im August mit der sogenannten „Pre- Season“ (Vorsaison). Hier finden in jeder Division je 4 Testspiele statt. Anschliessend spielt jedes Team 16 Mal in der „Regular Season“. Die 16 Spiele ergeben sich wie folgt, aufgezeigt am Beispiel der Green Bay Packers aus der NFC North für die Regular Season 2016/2017:8

6 Spiele innerhalb der eigenen Division: Green Bay spielte je 2 Mal gegen die 3 anderen Mannschaften aus der NFC North.

4 Spiele gegen eine andere Division innerhalb der eigenen Conference: Green Bay spielte gegen alle 4 Mannschaften der NFC East je 1 Mal.

4 Spiele gegen die Mannschaften einer Division aus der anderen Conference: Green Bay spielte gegen alle 4 Mannschaften der AFC South je 1 Mal.

2 Spiele gegen diejenige Mannschaft aus den beiden verbleibenden Divisionen der eigenen Conference, welche in der letzten Saison in ihrer Division den gleichen Platz belegten: Green Bay spielte gegen Atlanta aus der NFC South sowie gegen Seattle aus der NFC West, da diese beiden Mannschaften in der vorjährigen Saison ebenfalls den 2. Rang in ihrer Division belegten.

In jeder Conference qualifizieren sich jeweils die 6 besten Teams für die Playoffs. Dies sind die Sieger jeder Division plus die beiden weiteren bestplatzierten Teams (die sogenannten „Wildcards“) aufgrund ihrer Gewinnprozente9. Die Playoffs werden in der sogenannten „Post Season“ in jeder Conference separat ausgetragen. Es finden insgesamt je fünf Spiele statt.10 Die Sieger aus den beiden Conferences treffen dann zum Endspiel im Super-Bowl11 aufeinander. Der Super Bowl findet immer am 1. Sonntag im Februar statt und beendet die American Football Saison. Insgesamt werden in einer American Football Season also 267 Spiele (ohne Testspiele) ausgetragen.

4.2.2 Organisation des Unternehmens aus betriebswirtschaftlicher Sicht

Die NFL ist ein Verband12, welcher aus den 32 Clubs besteht und von diesen finanziert wird. Die NFL Büros befinden sich in New York, im Stadtteil Manhattan. Den Vorsitz im Verband hat der sogenannte Commissioner. Seit 2006 ist dies Roger Goodell.13 Die Mitglieder des Verbandes sind die Clubs.

Wie es auch bei den anderen „Major Leagues“14 in den USA üblich ist, arbeiten die Clubs als Franchisenehmer15 für den Verband. D.h. die 32 Clubs erhalten ihre Lizenz von der NFL. Diese Lizenz berechtigt den Club dann exklusiv in seinem Gebiet tätig zu sein, ohne Konkurrenz von einem anderen Club zu bekommen.16 Die Clubs selber sind eigenständige und unabhängige Unternehmen, die einem Eigentümer gehören. Als Franchisenehmer liefert der Club einen Teil seiner Einnahmen an die NFL ab. Im Gegenzug erhält der Club aber im Rahmen des „Revenue Sharings“ wieder seinen Anteil an den Gewinnen der NFL. Die Verteilung geht dabei wie folgt:17 Alle lokal erwirtschafteten Einnahmen aus Eintrittspreisen, lokalen TV-Übertragungsrechten, Verkauf von Fanartikeln und Parkplatzgebühren werden in einem Verhältnis von 60:40 aufgeteilt. 60 % verbleiben beim Heim-Team und 40 % gehen an die NFL. Einzig die Einnahmen aus den Eintrittspreisen für die Luxus-Suiten im Stadion müssen nicht geteilt werden. Die abgelieferten Gewinne von jedem Team fliessen in einen Pool bei der NFL. Dort kommen zusätzlich noch die Einnahmen aus den nationalen TV- Übertragungsrechten dazu, welche von der NFL direkt ausgehandelt werden und heute den grössten Teil der Einnahmen darstellen. Der Pool wird dann anschliessend gleichmässig auf die 32 Teams aufgeteilt. Laut dem Geschäftsbericht 2015/2016 der Green Bay Packers18 betrugen die Einnahmen der Green Bay Packers aus dem Revenue Sharing USD 222,55 Mio.19, was darauf schliessen lässt, dass die NFL mehr als USD 7 Mia. (32 mal 222,55) Gewinne an die Clubs verteilt hat. Auch bei den anderen Major Leagues in den USA ist ein Revenue Sharing üblich. Bei der NFL ist dies aber aufgrund der hohen Abgabeprozente am ausgeprägtesten. Die NFL selbst bezeichnet sich als eine Non-Profit-Organisation, da alle Gewinne an die Clubs verteilt werden. Bis vor kurzem musste die NFL deshalb auch keine Steuern zahlen.20

4.2.3 Organisation der Liga

Wie schon in der Geschichte der NFL erläutert, ist die NFL die einzige American Football Liga in den USA. Diese Monopolstellung ist auch bei anderen Profiligen in anderen Ländern üblich und für eine Meisterschaft auch notwendig.21 Allerdings unterscheidet sich das Ligamodell der NFL, zusammen mit den anderen amerikanischen Major Leagues, grundlegend vom europäischen Modell.22 Die NFL hat ein geschlossenes Ligasystem mit nur einer Ligaebene. Die 32 Clubs sind fix gesetzt und müssen sich nicht durch ihre sportlichen Leistungen qualifizieren. Es gibt weder Auf- noch Abstieg in eine andere Liga oder Spielerklasse. Der Platz in der Liga wird allein durch die Franchise vergeben. Solange die NFL keine neuen Franchises mehr herausgibt, können Änderungen nur durch die Übertragung (Verkauf) von bestehenden Franchises an einen neuen Eigentümer oder durch einen Umzug eines Clubs an einen anderen Ort stattfinden. Aktuelle Beispiele sind hier der Umzug der St. Louis Rams (NFC West) nach Los Angeles (ab der Saison 2016/2017 mit neuem Namen Los Angeles Rams) und der Umzug der San Diego Chargers (AFC West) ebenfalls nach Los Angeles (ab der Saison 2017/2018 mit neuem Namen Los Angeles Chargers). Anders als in den europäischen Ligen werden die Nachwuchsspieler auch nicht von den Clubs ausgebildet und vom Amateurbereich in den Profibereich übernommen. Die Ausbildung des Nachwuchses erfolgt ausschliesslich am College. Jährlich werden die besten Nachwuchsspieler in einem speziellen Verfahren („Draft“), welches im Kapitel 5.3. beschrieben wird, von den Clubs in ihre Mannschaften ausgewählt.

4.3 Ziele der NFL

Aus wirtschaftlicher Sicht ist die NFL nichts anderes als eine Firma, die Mitarbeiter anstellt, um Güter zu produzieren und diese dann an den Konsumenten zu verkaufen. Das Hauptprodukt der NFL ist dabei der Wettbewerb zwischen den Mannschaften in der Meisterschaft.23 Die Mitarbeiter sind die Spieler, die Konsumenten sind die Zuschauer. Aus dieser Sicht sind auch die Ziele der NFL vergleichbar mit jedem anderen Unternehmen, nämlich, möglichst gute Produkte zu verkaufen, um damit die Nachfrage zu erhöhen und möglichst hohe Gewinne zu erwirtschaften. Aufgrund ihres Monopolstatus24 hat die NFL noch einen zusätzlichen Vorteil im Vergleich zu allen andern Unternehmen und nutzt diesen auch geschickt aus.

Wie kann nun aber das Produkt „Wettbewerb“ möglichst optimal gestaltet werden? Aus sportlicher Sicht der einzelnen Mannschaft geht es darum, möglichst viele Spiele zu gewinnen. Ziel jeder Mannschaft ist deshalb, möglichst gute sportliche Leistungen zu erbringen und die besten Spieler zu haben. Aus Sicht der Liga bezieht sich das Produkt „Wettbewerb“ aber auf die gesamte Meisterschaft mit allen Clubs. Hier gilt: je spannender eine Meisterschaft vom Anfang bis zum Ende ist, desto mehr interessieren sich die Zuschauer dafür und desto höher sind die Einnahmen. Die Spannung einer Meisterschaft wird erhöht, wenn sie nicht nur durch eine oder ganz wenige Mannschaften dominiert wird, sondern wenn ihr Ausgang völlig offen. Schon früh wurde von Sportökonomen erkannt, dass die sportliche Ausgeglichenheit eine wichtige Voraussetzung für den sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg einer Liga ist.25 Die NFL und die anderen Major Leagues in den USA folgen mit ihrer Strategie dieser Erkenntnis: In Hinblick auf die Gewinnmaximierung ist es deshalb das primäre Ziel der NFL, in ihrer Meisterschaft dafür zu sorgen, dass das sportliche Niveau unter den einzelnen Mannschaften möglichst ausgeglichen bleibt, damit ein Wettbewerb mit möglichst ungewissem26 Ausgang stattfinden kann. Die NFL sowie die anderen amerikanischen Profiligen haben aus diesem Grund eine Reihe von Regeln und Instrumenten eingeführt, um eine Wettbewerbsbalance zu schaffen und die Spannung in der Meisterschaft hoch zu halten. Diese Instrumente werden im nächsten Kapitel kurz beschrieben.

Immer im Hinblick auf die Erhöhung der Gewinne ist es auch das Ziel der NFL, die Popularität des American Footballs zu erhöhen, um möglichst viele Zuschauer in die Stadien zu locken. Hier „verkauft“ die NFL ein weiteres Produkt: den „Social Event“, das gesellschaftliche Ereignis. Die Amerikaner sind hier die professionellen Inszenierungskünstler. Wer einmal an einem American Football Spiel war, weiss, dass die Zuschauer nicht nur wegen des Spiels alleine kommen, sondern dass der Sportevent auch ein richtiges gesellschaftliches Happening ist, wo neben dem Sport auch die Unterhaltung, die Atmosphäre, die sozialen Kontakte sowie das Essen und Trinken im Stadion wichtig sind. Darüber hinaus helfen die geschickte Vermarktung von weiteren Produkten wie zum Beispiel Fanartikel, Spiele für Spielkonsolen und andere Gewinnspiele (z.B. NFL Fantasy Football27 ) die Popularität des American Footballs in der Bevölkerung hoch zu halten.

5 Instrumente der NFL zur Steigerung der Wettbewerbsbalance

5.1 Revenue Sharing

Beim Revenue Sharing handelt es sich um eine ausgeglichene Verteilung der Einnahmen unter allen Teams der Liga. Der Mechanismus des Revenue-Sharings wurde im Kapitel 4.2.2. beschrieben. Das Ziel des Revenue Sharings ist es, einen finanziellen Ausgleich unter den Franchisenehmern zu erreichen, um damit die Voraussetzungen für einen ausgeglichenen Wettbewerb zu schaffen. Mit der gleichmässigen Umverteilung der Einnahmen werden finanzielle Mittel von den starken Teams zu den schwachen Teams verschoben. Dadurch hat jedes Team etwa gleich viele Mittel zur Verfügung, um sich weiter zu entwickeln, Spielergehälter zu bezahlen oder z.B. in ein neues Stadion zu investieren.

5.2 Salary Cap

Jedes Team der NFL bzw. aus den vier Major Leagues (NFL, MLB, NBA, NHL) muss ein sogenanntes Salary Cap (Gehaltsobergrenze) berücksichtigen. Zwischen den Major Leagues gibt es dann aber Unterschiede, wie dieses Salary Cap angewendet wird. Bei der NFL ist das Salary Cap ein sogenanntes „Hard Cap“.28 D.h. das Salary Cap ist eine fixe Gehaltsobergrenze, welche die Teams bei der Verpflichtung von Spielern unter keinen Umständen überschreiten dürfen. Das Cap bezieht sich dabei auf die Gesamtausgaben aller Spielergehälter in einem Team, nicht auf das einzelne Spielergehalt. Dies führt dazu, dass innerhalb eines Teams trotzdem noch Gehaltsunterschiede vorkommen können.

[...]


1 Fort, Rodney D.; Fizel, John (eds.): International sports economics comparisons., S.4

2 Eine Auflistung der verschiedenen Spielerpositionen mit einer kurzen Beschreibung der jeweiligen Position befindet sich im Anhang, Kapitel 10.1.

3 Vgl. Brinke, Margit; Kränzle, Peter: American Football - Spielidee und Regeln, Teams und Akteure, die Szene in Deutschland und USA, mit ausführlichem Glossar, 2016; S. 14-31

4 Wikipedia (2)

5 Der Umsatz der NFL für das Geschäftsjahr 2014/2015 wird von Analysten auf ca. USD 12 Mia. geschätzt. (vgl. CNN Money, 20.07.15 NFL sees big jump in revenue) bzw. Forbes 2016

6 Vgl. Bowy, Eberhard, et al.: American Football … vom Kick-off zum Touchdown, 2016; S.16 - 30

7 Vgl. Mediendienst der Schweizer Kommunikationsbranche, Werbung am Super Bowl 2017: Wenn Geld keine Rolle spielt; Report, 06.02.2017 oder Berliner Zeitung, Super Bowl: Katy Perry verspricht spektakuläre Show, 30.1.15

8 Vgl. Green Bay Packers Spielplan 2016/2017

9 Gewinnprozente = prozentualer Anteil der gewonnenen Spiele aus allen Spielen der Regular Season einer Mannschaft

10 Die beiden schlechter platzierten Divisionssieger spielen zunächst gegen die beiden Nicht-Divisionssieger (Wild Card Game). Anschliessend spielen die beiden bestplatzierten Divisionssieger gegen die Sieger aus den ersten beiden Playoff-Spielen (die Begegnungen sind aufgrund der Platzierungen vorgegeben). Die Sieger aus dem 3. und 4. Playoff-Spiel spielen dann gegeneinander um den Meistertitel in der Conference.

11 Der Austragungsort des Super Bowls wird im Voraus bereits von der NFL festgelegt und ist nicht abhängig von den beiden Finalteams. Da der Super Bowl im Februar stattfindet wird öfter ein Ort im Süden der USA als im Norden gewählt. Der Super Bowl Nr. 51 der Saison 2016/2017 fand beispielsweise in Houston, Texas statt.

12 Der Begriff „Verband“ gilt stellvertretend für die genaue Bezeichnung der rechtlichen Form der NFL, welche hier nicht weiter analysiert bzw. erklärt wird.

13 Wikipedia (4)

14 Zu den 4 „Major Leagues“ der USA gehören die Profiligen NFL (National Football League), MLB (Major League Baseball), NHL (National Hockey League) und die NBA (National Basketball Association).

15 Vgl. Wikipedia (5)

16 Ausnahme bildet hier New York und zusätzlich ab der Saison 2016/2017 Los Angeles, welche je zwei NFL Mannschaften haben, wobei eine Mannschaft zur AFC und die andere Mannschaft zur NFC gehört. In New York spielen beide Mannschaften im gleichen Stadion, welches nicht in NY, sondern in New Jersey liegt. In Los Angeles werden die beiden Mannschaften ab der Saison 2019/2020 ein gemeinsames Stadion haben.

17 Vgl. Quinn, Kevin G. (ed), The Economics of the National Football Leaque / Chapter 4: Philip Miller, An overview of NFL revenues and costs, S. 65f.

18 Die NFL muss ihre finanziellen Daten nicht offen legen, ebenso fast alle der Clubs, da diese im privaten Besitz sind. Die Green Bay Packers sind der einzige Club bei der NFL, der öffentlich als Verein geführt wird und deshalb seine finanziellen Daten veröffentlichen muss (vgl. Quinn, Kevin G. (ed), The Economics of the National Football League, 3.2. Franchise Values, S. 34).

19 Vgl. Green Bay Packers, Annual Report 2015/2016 Green Bay Packers, Statement of Income, S. 18

20 Vgl. Daily News - Sports, 28.04.2015 NFL no longer non-profit after giving up tax exempt status

21 Vgl. Bienias, David: Ö konomische Analyse von europäischen und amerikanischen Sportligasystemen, 2014; S. 5

22 Vgl. Brandstädter, Thomas: „ US-amerikanische Ligasysteme und deutsche Sportligen “, 2013; S. 12ff

23 Vgl. Quinn, Kevin G. (ed), The Economics of the National Football / Chapter 4: Leaque Philip Miller, An overview of NFL revenues and costs, 2012; S. 55

24 Die Unternehmen in der Privatwirtschaft können aus kartellrechtlichen Gründen keinen Monopolstatus besitzen. Die NFL als Sportliga ist davon ausgenommen. Vgl. Brandstädter, Thomas: „ US-amerikanische Ligasysteme und deutsche Sportligen “, S. 22ff

25 Schon im Jahr 1964 hat der amerikanische Ökonom Walter C. Neale diesen Zusammenhang beschrieben in dem Artikel The Peculiar Economics of Professional Sports: A Contribution to the Theory of the Firm in Sporting Competition and in Market Competition, The Quarterly Journal of Economics Vol. 78, No. 1 (Feb., 1964), pp. 1-14.; übernommen aus Quinn, Kevin G. (ed), The Economics of the National Football / Chapter 4: Leaque Philip Miller, An overview of NFL revenues and costs, 2012; S. 55

26 Vgl. Fort, Rodney D.; Fizel, John (eds.): International sports economics comparisons., 2004; S.4 bzw. Zitat in der Einleitung

27 NFL Fantasy Football: http://www.nfl.com/fantasyfootball

28 Vgl. Quinn, Kevin G. (ed): The Economics of the National Football Leaque / Chapter 9: Krautmann, A.C. et al., Salary Caps in a Model of Talen Allocation, 2012; S. 160f

Details

Seiten
55
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668558731
ISBN (Buch)
9783668558748
Dateigröße
2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v378392
Note
5,5 (Schweiz: beste Note 6,0)
Schlagworte
NFL American Football Wettbewerbsbalance Big Five Ligasystem Kennzahlen Revenue Sharing Salary Cap Draftsystem

Autor

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Titel: American Football und das "Big Business" in den USA. Das Erfolgskonzept der National Football League und die Unterschiede zu den Top Fussball-Ligen in Europa