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Der Gandersheimer Streit. Ursachen, Verlauf und die Rolle der Äbtissin Sophie von Gandersheim

Hausarbeit (Hauptseminar) 2017 17 Seiten

Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Gandersheimer Streit
2.1 Die Vorgeschichte des Streites
2.2 Verlauf des Streites unter Otto III. (987-1002)
2.3 Verlauf des Streites unter Heinrich II. (1002-1024)
2.4 Verlauf des Streites unter Konrad II. (1024-1030)

3 Die Äbtissin Sophie von Gandersheim
3.1 Die Person Sophie
3.2 Sophies Rolle im Gandersheimer Streit
3.2.1 Ihr Handeln und Wirken unter Bischof Osdag
3.2.2 Ihr Handeln und Wirken unter Bischof Bernward
3.2.3 Ihr Handeln und Wirken unter Bischof Godehard

4 Weitere Ursachen für den Gandersheimer Streit
4.1 Gesellschaftspolitische Gründe für den Gandersheimer Streit
4.2 Persönliche Motive für den Gandersheimer Streit

5 Fazit

6 Quellen- und Literaturverzeichnis
6.1 Quellenverzeichnis
6.2 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Die zentrale Frage dieser Hausarbeit ist, ob die Äbtissin Sophie von Gandersheim die alleinige Schuld am Gandersheimer Streit trägt. Ihre Verweigerung, den heiligen Schleier zur Kanonissin vom Hildesheimer Bischof zu empfangen, um den Mainzer Erzbischof zu bevorzugen, gilt als Auslöser des 40 Jahre andauernden Streites.1 Es soll herausgestellt werden, ob es neben diesem persönlichen Motiv andere Ursachen oder Auslöser für die lange Auseinandersetzung gab.

Als Hauptquelle für diese Hausarbeit dient die „Vita Bernwardi episcopi Hildesheimensis“2, die dem Kleriker Thangmar von Hildesheim3 zugeschrieben wird. Thangmar, der als Priester an der Hildesheimer Kirche tätig war, berichtete als Augenzeuge über die wichtigsten Stationen des Gandersheimer Streites. Bezüglich der Entstehungszeit des Werkes herrscht Uneinigkeit: Görich/ Kortüm4 sehen sie Mitte des 12. Jahrhunderts, Stumpf5 dagegen unmittelbar nach Bernwards Tod. Auf Grund der Tatsache, dass Thangmar ein enger Vertrauter Bernwards war6, wurden die Ereignisse aus der Sicht Bernwards beschrieben und gewertet und sind daher entsprechend kritisch zu betrachten.7 Zudem werden Etappen des Konflikts, an denen Bernward nicht beteiligt war, ausgelassen.8 Aus diesem Grund wird eine weitere Quelle, die Schilderung des Konfliktes von Hans Goetting9, parallel für diese Arbeit verwendet.

Um die Kernfrage, die Schuldfrage, beantworten zu können, müssen zunächst die Umstände und der Verlauf des Gandersheimer Streites näher betrachtet werden. Im Anschluss wird das Augenmerk auf Sophie, ihr Persönlichkeit und ihre Rolle in dem Konflikt, gelegt. Auf diese Weise können eventuelle weitere Ursachen ausfindig gemacht und im abschließenden Fazit diskutiert werden.

2 Der Gandersheimer Streit

Der Gandersheimer Streit betitelt eine mit Unterbrechungen fast ein halbes Jahrhundert (987-1030) andauernde Auseinandersetzung zwischen dem Erzbistum Mainz und dem Bistum Hildesheim um die Rechts- und Verwaltungshoheit (Jurisdiktion) über das Kanonissenstift Gandersheim, das an der Grenze zwischen beiden Sprengeln lag. Der Streit bewegte die Reichsöffentlichkeit bis „zur höchsten weltlichen und geistlichen Spitze“10, d.h. die Regentschaftszeiten der Ottonen Otto III. und Heinrich II., sowie des Saliers Konrad II. Der Verlauf des Streites kann im Rahmen dieser Arbeit nicht in allen Einzelheiten beschrieben werden, weshalb vielmehr Fakten hervorgehoben werden sollen, die zur Klärung der Schuldfrage dienen.11

2.1 Die Vorgeschichte des Streites

Das Nonnenkloster Gandersheim wurde 852 vom Hildesheimer Bischof Altfried mit Hilfe seines Vetters Liudolf von Sachsen gegründet und reichte ursprünglich bis zur Flussgrenze der Eterna-Gande im Norden.12 Diese Grenze wurde spätestens mit der Errichtung des liudolfingischen Hausstifts durch den Bischof nach Süden verschoben.13 Das Stift befand sich so z.T. auf Mainzer Diözesengebiet, gehörte aber zu Gandersheim, das die Jurisdiktion ausübte.14

Eineinhalb Jahrhunderte lang unternahmen die Mainzer nichts gegen die Rechtsverletzung und die Hildesheimer Bischöfe blieben im ungestörten Besitz über Gandersheim. Das Zehntrecht, die Abgabe einer zehnprozentigen Steuer an Kirchen und Könige, sicherte diese Zugehörigkeit.15 Durch die „Hinnahme“ entstand das sogenannte „Gewohnheitsrecht“ (Gewere) über das Stift und sein Umland, worauf sich Hildesheim im späteren Verlauf des Streites berief und das diesen zusätzlich erschwerte.

2.2 Verlauf des Streites unter Otto III. (987-1002)

Unter Otto III. im Jahre 987 ist es Willigis16, der auf die Grenzfrage aufmerksam gemacht wurde, da die Hildesheimer Jurisdiktion für ihn gefährlich zu werden begann.

Zum ersten offenen Ausbruch des Streites kam es am 18. Oktober 987 während der feierlichen Einkleidung der zwölfjährigen Prinzessin Sophie zur Kanonisse, die es „verschmähte, von ihrem Bischof, dem Herrn Osdag, den heiligen Schleier zu empfangen, und sich an Willigis wandte.“17 Nach einer zornigen Auseinandersetzung zwischen den beiden Bischöfen und „inständigem Bitten“18 Willigis‘ kam es zur Kompromisslösung: die Einkleidungszeremonie wurde von beiden Bischöfen, dem Mainzer und dem Hildesheimer, vorgenommen.19 Dieses Abkommen sorgte, ohne eine Klärung des eigentlichen Problems, für einen zwischenzeitlichen Frieden, der das Pontifikat Osdags, seines Nachfolgers Gerdags und mehrere Amtsjahre von dessen Nachfolger Bernward20 überdauerte.21

Der Konflikt zwischen Mainz und Hildesheim kam im September 1000 erneut zum heftigen Ausbruch, wobei der Streit um die Wiederweihe des 971/72 abgebrannten Gandersheimers Münsters als äußerer Anlass gesehen werden kann.22 Sophie, die im Auftrag der durch Krankheit geschwächten Äbtissin Gerberga II. die Vorbereitungen übernahm23, plante die Weihe durch Erzbischof Willigis und lud den eigenen Bischof Bernward lediglich ein.24 Ohne einen erkennbaren Grund verschob der Mainzer den Weihetermin auf einen späteren Zeitpunkt, woraufhin der Hildesheimer seine Chance sah, die Weihe eigenmächtig am ursprünglichen Termin durchzuführen.25 Sophie sorgte im Vorfeld dafür, dass das gesamte Stiftskapitel durch bewaffnete Männer dem Mainzer Schutz unterstellt wurde.26 Gemeinsam mit den Kanonissen hielten sie Bernward von der Weihe ab, der seinerseits „mit Tränen in den Augen“27 abzog, um beim Kaiser und Papst in Rom von den Vorkommnissen zu berichten.

Die Geschehnisse des Gandersheimer Streites unter Otto III. brachten keine Lösung der Zugehörigkeitsfrage, sondern vielmehr eine Verhärtung des Konfliktes. Auch die Weihe des Münsters musste auf einen späteren Zeitpunkt (1007) verschoben werden.

2.3 Verlauf des Streites unter Heinrich II. (1002-1024)

Die während Bernwards Rom-Aufenthaltes28 von Willigis einberufenen Synoden29 mit dem Ziel, den ursprünglichen Grenzverlauf des Stiftes unter Zeugen zu vereidigen, führten nicht zur Klärung der Streitfrage. Bis zum Tod Otto III. im Jahr 1002 bestand weiterhin die Frage, ob das Mainzer Eigentumsrecht oder aber das über lange Zeit ungestörte Besitzrecht (Gewere) Hildesheims das entscheidende Recht war. Ottos Nachfolger Heinrich II.30, der schon als Herzog immer wieder in den Streit involviert war und „schwer darunter litt“31, lag die Beilegung am Herzen. Als „Friedensstifter“ vollzog er am 05. Januar 1007 die Münsterweihe und Willigis erkannte, unter Zusage anderweitiger Versprechungen, die lange ausgeübten Gewere Hildesheims öffentlich an.32 Diese, durch den Druck Heinrich II. erreichte, vorläufige Beilegung des Gandersheimer Streites überdauerte Willigis‘ Lebzeiten und die seines Nachfolgers Erkanbald.33 Letztlich erreichte aber auch Heinrich II. keine endgültige Lösung der Streitfrage, sondern vielmehr ein erneutes „Einfrieren des Konfliktes“.34 Das Zugeständnis des Mainzer Erzbischofs kann unter dem Motiv gesehen werden, ein öffentliches Schuldbekenntnis und eine Demütigung zu umgehen.35

Erst sein Nachfolger Aribo36, der 1021 von Bernward zum Mainzer Erzbischof geweiht wurde, nahm sich nach dessen Tod im November 1022 den Streitigkeiten um das Nonnenkloster wieder an. Heinrich II. erwählte den Bayern Godehard37, der bereits vor seiner Bischofsweihe Drohungen von Aribo erhielt, zum Nachfolger Bernwards.38

2.4 Verlauf des Streites unter Konrad II. (1024-1030)

Wie bereits angedeutet, nutzte Erzbischof Aribo mit dem Regierungsantritt des Saliers Konrad II. im September 1024 als Nachfolger des verstorbenen Heinrich II. die Gelegenheit zur Wiederaufnahme des Gandersheimer Streites.39 Aribo von Mainz und Konrad II. kamen nach Sachsen, wobei Sophie ihnen entgegen zog. Diese drohende Gefahr durch den Einfluss der Äbtissin versuchte Godehard abzuwenden, indem er den König und sein Gefolge für drei Tage nach Hildesheim einlud und um seine Hilfe bei der Klärung des Konfliktes bat.40 Konrad wählte einen „Mittelweg“41 und entzog beiden Gegnern am 27. Januar 1025 die Jurisdiktion über Gandersheim auf Zeit.42 Konrad entschied sich für dieses Zwischenurteil, da auf der einen Seite das von Heinrich II. zugesagte Recht des Diözesanbischofs bestand, er aber auf der anderen Seite Aribo sein Königsamt zu verdanken hatte. Das Verschieben der Entscheidung des Gandersheimer Streites gab Aribo eine neue Handlungsgrundlage in dem Konflikt.

Nachdem sich der Konflikt zwischen dem Mainzer und dem Hildesheimer Konkurrenten verschärfte43 und sich Godehard „im Schlafgemach des Königs unter Tränen diesem zu Füßen geworfen hatte“44, setzte Konrad II. eine neue Synode für Grone (Göttingen) im März 1025 an. Die anberaumte Synode sprach Gandersheim dem Hildesheimer Bischof nur provisorisch zu, so dass die endgültige Entscheidung erneut vertagt wurde.45

Im Oktober 1025 hielten Aribo und Godehard einander ausschließende Synoden, wobei sich Konrad sehr bedeckt hielt. Der König nutze die Beschäftigung Aribos vielmehr dazu, um die Wormser Bischofsnachfolge „still und leise zu regeln“.46 Erst im September 1027 auf der Generalsynode in Frankfurt kam die Streitfrage unter Anwesenheit des Kaisers wieder zur Sprache. Als Neuauflage der Entscheidung von Grone 1025 und Bestätigung der Augenzeugen von 1007 wurden das Reichsstift und seine Gebiete erneut dem Hildesheimer Bistum zugeordnet.47

[...]


1 „Der Zündstoff dieses ganzes Streites war -mit Verlaub zu sagen- die Tochter Kaisers Ottos II.“ VBernw. c. 13 S. 295 Z. 27.

2 Übersetzt: Das Leben des hl. Bernwards, Bischofs von Hildesheim. Nachfolgend abgekürzt: VBernw.

3 Ca. 940/950 (in der Diözese Hildesheim), † 25. Mai (nach 1019?). Sachse; von unbekannter familiärer Herkunft. Vgl. Görich, Knut: Art. „Thangmar“, in: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon 18, Herzberg 2001, Sp. 1359-1365.

4 Sie soll die Heiligsprechung Bernwards (1193) begünstigt haben. Vgl. Görich/ Kortüm (1990), S. 1-57.

5 Vgl. Stumpf (1997), S. 461-496.

6 Er begleitete Bernward z.B. nach Rom, um dort Kaiser Otto III. und dem Papst Silvester II. den Streit vorzutragen. Vgl. VBernw. c. 19 S. 309 Z. 10ff.

7 Ein Beispiel ist die Formulierung: „Unser ehrwürdiger Vater Bernward“, Ebd. c. 19 S. 307 Z. 39.

8 Das sind z.B. die Kapitel 23-27 der Vita Bernwardi., während sich Bernward in Rom befand. Vgl. Goetting (1984), S. 189.

9 Vgl. Goetting (1984).

10 Goetting (1973), S. 89.

11 Weiterführende Literatur: Jahrbücher des dt. Reiches unter Otto III., Heinrich II. und Konrad II.

12 Vgl. Goetting (1984), S. 45.

13 Vgl. ebd., S. 159. Die Errichtung erfolgte 856.

14 Vgl. Riebartsch (1985), S. 129.

15 Vgl. VBernw. c. 15 S. 301 Z. 19-22.

16 Erzbischof von Mainz, *940 in Niedersachsen, † 23.02.1011 Mainz. Vgl. Kellner, Max Georg: Art. „Willigis“, in: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon 13, Herzberg 1998, Sp. 1336-1338.

17 VBernw. c. 13 S. 295 Z. 2f.

18 Goetting (1984), S. 161.

19 Vgl. VBernw. c. 13 S. 299 Z. 18-23.

20 Bischof von Hildesheim, Heiliger, * etwa 950, † 20.11.1022 in Hildesheim. Vgl. Bautz, Friedrich Wilhelm: Art. „Bernward“, in: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon 1, Hamm 1990, Sp. 545f.

21 Vgl. VBernw. c. 13 S. 299 Z. 32ff

22 Vgl. Goetting (1984), S. 185.

23 Vgl. VBernw. c. 16 S. 301 Z. 36f.

24 Vgl. ebd. c. 16 S. 301 Z. 40-43.

25 Vgl. ebd. c. 16 S. 303 Z. 7-9.

26 Vgl. Herwig (2000), S. 108.

27 Vgl. VBernw. c. 17 S. 303 Z. 34f.

28 Bernward ersuchte Beistand bei Papst und König und verbrachte ein knappes halbes Jahr in Rom. Weiterführende Informationen über diese Zeit: Vgl. Goetting (1984), S. 189f.

29 Vgl. ebd., S. 184-193. Beispielsweise: Provinzialsynode 11/1000 in Gandersheim; Synode 06/1001 in Pöhlde; Reichssynode 08/1001 in Frankfurt am Main; Weihnachtssynode 12/1001.

30 Er wurde am 6. Mai 973 in Hildesheim geboren und schon früh der Hildesheimer Kirche übergeben und hatte also einen Bezug zum Stift und zum Konflikt. Vgl. ebd., S. 196.

31 VBernw. c. 22 S. 313 Z. 16-18. Er war z.B. bei der Provinzialsynode in Gandersheim anwesend. Gleichzeitig war die Grabstätte seines Vaters an dem ungeweihten Münster. Vgl. Goetting (1984), S. 196.

32 Vgl. ders. (1973), S. 92. Vgl. VBernw. c. 43 S. 343 Z. 36-39.

33 Vgl. Goetting (1984), S. 199f.

34 Ders. (1973), S. 109. Die Grenzfrage und somit die Frage der Zugehörigkeit des Stifts bestand weiter.

35 Vgl. Goetting (1984), S. 198. Die Gewere Gandersheims konnten nachvollzogen werden, die Grenzen des Stifts aber nur schwer.

36 Erzbischof von Mainz, * um 990 als Sohn des Pfalzgrafen Aribo von Bayern, † 6.4. 1031 in Como (Italien), beigesetzt im Mainzer Dom. Vgl. Bautz, Friedrich Wilhelm: Art. „Aribo“, in: BiographischBibliographisches Kirchenlexikon 1, Hamm 1990, Sp. 211f.

37 Auch Gotthardt, Bischof von Hildesheim, Heiliger, 1022-1038. Vgl. ebd.: Art.: „Godehard“, in: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon 2, Hamm 1990, Sp. 259. Weiterführende Literatur: Blecher, Otto Josef: Der heilige Godehard. Hildesheim 1931.

38 Vgl. Herwig (2000), S. 109. Er bekam das Verbot, bischöfliche Tätigkeiten in Gandersheim vorzunehmen. Dies zeigt das bestehende Konfliktpotential des Gandersheimer Streites.

39 Vgl. Goetting (1984), S. 239.

40 Vgl. Herwig (2000), S. 109.

41 Goetting (1984), S. 240.

42 Vgl. Herwig (2000), S. 109.

43 Vgl. Goetting (1984), S. 241. Aribo beleidigte Godehard im Februar 1025 und hinderte ihn an der Abhaltung einer Messe in Gandersheim. Dieser wurde von Kanonissen gehindert.

44 Ebd., S. 241.

45 Vgl. Herwig (2000), S. 109.

46 Ebd., S. 110. Weitergehende Ausführungen sh. Abschnitt 4.2

47 Vgl. Herwig (2000), S. 112.

Details

Seiten
17
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668554436
ISBN (Buch)
9783668554443
Dateigröße
526 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v378146
Institution / Hochschule
Universität zu Köln
Note
1,7
Schlagworte
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Titel: Der Gandersheimer Streit. Ursachen, Verlauf und die Rolle der Äbtissin Sophie von Gandersheim