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Vor- und Nachteile des Einsatzes von unternehmensinternen Social-Media-Anwendungen

von Nena Schwarz (Autor)

Seminararbeit 2017 21 Seiten

Informatik - Wirtschaftsinformatik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen
2.1 Was ist Social Media?
2.2 Unternehmensinterne Social-Media-Anwendungen

3 Vorteile des Einsatzes von unternehmensinternen Social-Media- Anwendungen

4 Nachteile des Einsatzes von unternehmensinternen Social-Media- Anwendungen

5 Kritische Würdigung

6 Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Unternehmensinterne Einsatzmöglichkeiten der Social-Media- Dienste

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Social-Media-Anwendungen wie Facebook, Twitter, YouTube & Co. werden schon seit einigen Jahren im privaten Umfeld zur Kommunikation erfolgreich eingesetzt. Auch für die Unternehmen ist Social Media immer wichtiger und wird daher zum größten Teil für externe Zwecke wie z.B. Marketing erfolgreich angewendet. Für viele Unternehmen steht hier also der Kontakt zum Kunden oder zum Lieferanten im Vordergrund.

Allerdings steckt hinter Social Media noch viel mehr Potenzial, welches von Unternehmen noch eine viel zu geringe Aufmerksamkeit bekommt. Es han- delt sich hier um die unternehmensinterne Anwendung von Social Media. Der Einsatz von Social Media innerhalb des Unternehmens, der auch unter dem Begriff „Enterprise 2.0“ bekannt ist, kann Unternehmen völlig neue Möglichkeiten bieten. Die Einsatzgebiete reichen vom Informationsma- nagement, Kollaborationsmanagement über Kommunikationsmanagement bis hin zum Netzwerkmanagement. Neben einiger Vorteile die sich durch den unternehmensinterne Gebrauch ergeben, sollten allerdings dringend auch die Nachteile dieser Social-Media-Anwendungen Berücksichtigung finden.

Aufgrund dieser Überlegungen wird die Autorin nun im Rahmen dieser Arbeit die folgenden Forschungsfragen beantworten: (1) Welche Vorteile ergeben sich durch die Anwendung von unternehmensinternen Social-Media- Anwendungen? Und (2) Welche Nachteile ergeben Sich durch die Anwendung von Social-Media-Anwendungen im Unternehmen?

Die vorliegende Seminararbeit verfolgt somit das Ziel, die Vor- und Nachteile des internen Einsatzes von Social-Media wie Social Networks, Wikis, Social Bookmarking, Weblogs/ Microblogs und Instant Messaging im Unternehmen aufzuzeigen und gegeneinander abzuwägen.

Um dieses Ziel zu verfolgen wird die Autorin nach der Einleitung in Kapitel 2 die theoretischen Grundlagen in Bezug auf das o.g. Thema darlegen. Dazu wird zunächst der Begriff „Social Media“ definiert und anschließend in Kapitel 2.2 auf die möglichen unternehmensinternen Social-Media- Anwendungen detailliert eingegangen. Im weiteren Verlauf werden dann die Vor- und Nachteile in Bezug auf den Einsatz von Social Media im Un- ternehmen ausführlich erläutert. In Kapitel 5 folgt die kritische Würdigung, in der die aufgezeigten Vor- und Nachteile gegeneinander abgewogen werden. Den Abschluss dieser Arbeit bildet das Fazit.

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Was ist Social Media?

Der Begriff Social Media, zu Deutsch Soziale Medien, ist weltweit bekannt. Doch was genau wird unter diesem Begriff Verstanden? Der Begriff Social Media hat seinen Ursprung im Social Web, zu Deutsch „Soziales Internet“. Der wichtigere Teil des Begriffs ist das Wort „Social“. „Social“ stammt von dem lateinischen Wort „socius“ ab und bedeutet „gemeinsam, verbunden, verbünden“. Genau das macht Social Web aus. Menschen verbinden sich miteinander, solidarisieren sich und teilen Informationen und Inhalte.1

Grundsätzlich sind Social Media also alle Plattformen die Internetnutzer verwenden, um untereinander zu kommunizieren oder auch um miteinan- der arbeiten zu können. Es besteht sogar die Möglichkeit, dass sich einzel- ne Internetnutzer mithilfe von Social Media zu Gemeinschaften verbinden können.2

Soziale Medien existieren nun schon seit ca. 20 Jahren. In diesem Zeit- raum haben sich schon einige Gruppen von unterschiedlichen Anwendun- gen gebildet. Zum einen gibt es Anwendungen auf denen die Nutzer nur wenige Informationen von sich selbst preisgeben. Im Gegenteil dazu gibt es allerdings auch Plattformen auf denen Nutzer ganz Bewusst viele Infor- mationen von sich preisgeben wollen. Zudem haben sich außerdem Ge- meinschaften, häufig auch „Communities“ genannt, gebildet. In diesen Communities können die Nutzer Inhalte wie Fotos und Videos teilen und austauschen.3

Anhand dieser Erläuterungen lässt sich bereits erahnen, wie groß der An- wendungsbereich von Social Media sein kann. Besonders Unternehmen möchten mithilfe von Sozialen Medien profitieren und beispielsweise auf Plattformen wie z.B. Facebook für das Unternehmen werben. Wie bereits in der Einleitung erwähnt, gibt es im Vergleich zur externen Anwendung aller- dings einiges an Potenzial bei dem Einsatz von Social Media im Unterneh- men. Daher wird die Autorin im Nachfolgenden Kapitel 2.1 detailliert auf die verschiedenen unternehmensinternen Social-Media-Anwendungen und deren Potenzial eingehen.

2.2 Unternehmensinterne Social-Media-Anwendungen

Unternehmensinterne Social-Media-Anwendungen wurden im Jahr 2006 erstmals von McAfee unter dem Begriff „Enterprise 2.0“ geprägt. McAfee versteht somit unter Enterprise 2.0 den Einsatz von Social Media innerhalb des Unternehmens bspw. für die Zusammenarbeit in Projekten oder für die Unternehmenskommunikation.4 Es geht bei Enterprise 2.0 allerdings nicht alleine um die Anwendung von Social Media. Enterprise 2.0 steht vor allem auch für die Veränderung der gesamten Unternehmensstruktur bzw. Unter- nehmenskultur.5

Anhand der vorliegenden Literatur lassen sich u.a. vier Arten von unternehmensinternen Social-Media-Anwendungen feststellen. Zur Veranschaulichung dieser Anwendungen und derer Einsatzmöglichkeiten dient zunächst die nachfolgende Abbildung.

Abb. 1: Unternehmensinterne Einsatzmöglichkeiten der Social-Media-Dienste

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Meissner/Yildiz/Kock et al. 2011, S. 3.

Wie der Abbildung entnommen werden kann, können Interne Social-Media- Anwendungen in den verschiedenen Anwendungsgebieten Informationsmanagement, Kollaborations- und Kooperationsmanagement, Kommunikationsmanagement und außerdem im Identitäts- und Netzwerkmanagement eingesetzt werden. Welche Instrumente nun in den o.g. Anwendungsgebieten verwendet werden können und wozu genau diese Anwendungen dienen, wird die Autorin nun im Folgenden erläutern.

Social Networks

Social Networks, zu Deutsch soziale Netzwerke, sind online verbreitete Anwendungen, die grundsätzlich über Kontakte funktionieren. Durch das Hinzufügen von Kontakten können Gemeinschaften gebildet werden. Die Nutzer solcher Netzwerke können selber bestimmen wer Teil einer Ge- meinschaft ist und wer geteilte Inhalte innerhalb dieser Gemeinschaft se- hen kann.6

In Hinblick auf den Einsatz von Social-Media-Anwendungen im Unterne- men können Mitarbeiter einer Unternehmung die Social Networks wie z.B. XING oder Facebook in allen der vier o.g. Anwendungsgebiete nutzen.

Wikis

Das Wiki wie z.B. wikipedia.de, ist eine Anwendung zur Erstellung und Be- arbeitung von bestimmten Inhalten durch beliebige Nutzer. Somit dient das Wiki als eine Plattform, welche zur Suche und Darstellung von Wissen ge- nutzt werden kann.7

Ein Wiki im Unternehmenskontext kann grundsätzlich für zuvor benannte Nutzer verfügbar gemacht werden und somit auch nur für bestimmte Projekte oder Geschäftsbereiche freigegeben und verwendet werden. Zudem dient das Wiki innerhalb eines Unternehmens zur Unterstützung zum Sammeln und Austauschen von Information oder auch zur Dokumentation von Erfahrungen, Anleitungen und Wissen.8

Aus diesen Feststellungen lässt sich ableiten, dass Wikis besonders hilfreiche Anwendungen im Bereich des Informations- und Kollaborationsmanagements darstellen.

Social Bookmarking

Unter Social Bookmarking werden Anwendungen verstanden, die zur Spei- cherung, Kategorisierung, Verwaltung und außerdem zum Austausch von elektronischen Lesezeichen zwischen verschiedenen Nutzern dienen.9 Aufgrund der Tatsache, dass die Lesezeichen für verschiedene Nutzer o- der Gruppen verfügbar gemacht werden können, können bestimmte Infor- mationen zu Sammlungen zusammengefasst werden, sodass alle Mitarbei- ter Informationen zu bestimmten Themen schnellstmöglich finden können.10 Um diese Lesezeichen besonders schnell finden zu können, können für jedes Lesezeichen einzelne Schlagworte vergeben werden. Das Festlegen von solchen Schlagworten bezieht sich auf das Konzept „Social Tagging“.11

Auf Basis dieser Erkenntnisse lässt sich schließen, das Social Bookmarking ebenfalls hilfreiche Anwendungen im Bereich des Informations- und Kollaborationsmanagements darstellen.

Weblog / Microblog

Weblogs (z.B. blogger.com) bzw. Microblogs (z.B. Twitter) dienen innerhalb eines Unternehmens als Kommunikationswerkzeug und können außerdem im Identitäts- und Netzwerkmanagement eingesetzt werden.12

Im Gegenteil zu einem Wiki ist ein Weblog bzw. Microblog ein veröffentlich- ter Beitrag, welcher nicht von anderen Nutzern bearbeitet werden kann. Weblogs können im Unternehmenskontext besonders hilfreich sein. Es besteht die Möglichkeit, dass bspw. Bekanntmachungen der Führungsebe- ne oder auch Erfahrungsberichte von Mitarbeitern veröffentlicht werden.13 Microblogs dienen als Ersatz zum Versenden von E-Mails oder auch der persönlichen Kommunikation, denn mithilfe von Microblogs können die Mit- arbeiter auf schnellem Weg besonders präzise kommunizieren und Wissen austauschen.14

Instant Messaging

Das Instant Messaging wird in der o.g. Abbildung 1 nicht explizit aufgezeigt. Aufgrund der häufigen Anwendung im Unternehmenskontext, erscheint es der Autorin jedoch trotzdem als notwendig, diese Anwendung im nachfol- genden Abschnitt zu erläutern.

Das Ziel von Instant-Messaging-Anwendungen wie z.B. Skype ist eine synchrone Textkommunikation unter zwei oder mehreren Nutzern. Besonders nützlich ist hier die Möglichkeit, dass einzelne Nutzer die OnlineVerfügbarkeit automatisch mitteilen können, denn so können die Mitarbeiter direkt erkennen ob der Gesprächspartner derzeit am Arbeitsplatz ist und somit für den Informationsaustausch verfügbar ist oder ggf. auf Grund eines Meetings o.ä. nicht erreichbar ist.

3 Vorteile des Einsatzes von unternehmensinternen Social- Media-Anwendungen

Der Einsatz von Enterprise 2.0, also der Einsatz von Sozialen Medien im Unternehmenskontext, kann bei einer optimalen Anwendung einige Vorteile mit sich bringen. Grundsätzlich wird hier von Kostenreduktionen und Pro- duktionsgewinnen gesprochen. Eine neuartige Unternehmenskultur oder auch ein optimiertes Wissensmanagement, gelten ebenfalls als grundsätz- liche Vorteile bei der Anwendung von unternehmensinternen Social-Media- Anwendungen.15 Außerdem steigert der Einsatz von Social Media die Effi- zienz von Informationsprozessen.16 Inwiefern sich diese Vorteile im Detail ergeben, wird die Autorin im Nachfolgenden erläutern.

Vorteile bei dem Einsatz von Social Networks

Social Networks wie z.B. Facebook schaffen durch das Erstellen von per- sönlichen Profilen eine besondere Transparenz im Unternehmen, da jeder Mitarbeiter seine Kompetenzen und Fähigkeiten detailliert aufzeigen kann. Zudem können die Mitarbeiter dadurch motiviert werden ihr Know-how wei- terzugeben. Ein weiterer Vorteil ist, dass Unternehmen mithilfe von sozia- len Netzwerken eine Kommunikation über Hierarchie- und Landesgrenzen problemlos möglich machen. Gemeint ist hier bspw. die Kommunikation innerhalb bestimmter Projekte um Erfahrungen auszutauschen. Alle nde- rungen und Ergänzungen während eines Projektes können genauestens Dokumentiert und festgehalten werden.17

[...]


1 Vgl. Bärmann (2012), S. 20.; Vgl. Treem/Leonardi (2016), S. 144 f.

2 Vgl. Geißler (2010); Vgl. Petry/Schreckenbach (2013), S. 238.

3 Vgl. Geißler (2010)

4 Vgl. McAfee (2009); Vgl. Leonardi/Huysman/Steinfield (2013), S. 2 ff. Vgl. Langkamp/Köplin (2014), S. 68.

5 Vgl. BITKOM (2008), S. 4.

6 Vgl. Alby (2008), S. 118 f.

7 Vgl. Enderle/Wirtz (2008), S. 37.; Vgl. Wirtz/Piehler/Mory (2012), S. 77.

8 Vgl. Prinz (2014), S. 6.; Vgl. Krämer (2014), S. 43 ff.

9 Vgl. Koch/Richter (2009), S. 47.; Vgl. Bächle/Kolb (2012), S. 79.; Vgl Krämer (2014), S. 60.

10 Vgl. Prinz (2014), S. 11.

11 Vgl. Krämer (2014), S. 60 f.

12 Vgl. Meissner/Yildiz/Kock et al. (2011), S. 3.; Vgl. Prinz (2014), S. 7 f.

13 Vgl. Prinz (2014), S. 7 f.

14 Vgl. Krämer (2014), S. 49.

15 Vgl. Pfeiffer (2010), S. 76.

16 Vgl. Meissner/Yildiz/Kock et al. (2011), S. 1.

17 Vgl. Gebhardt (2011), S. 29.

Details

Seiten
21
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668557499
ISBN (Buch)
9783668557505
Dateigröße
499 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v378132
Institution / Hochschule
Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Hellweg-Sauerland GmbH
Note
1,8
Schlagworte
Social Media Enterprise 2.0 Vorteile Nachteile Unternehmensintern Unternehmensinterne Anwendung Wiki Blog Microblog Weblog Social Networks Social Media unternehmensintern

Autor

  • Nena Schwarz (Autor)

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Titel: Vor- und Nachteile des Einsatzes von unternehmensinternen Social-Media-Anwendungen