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Markttausch auf informellen Märkten. Analyse zur Wirtschaftssoziologie

Hausarbeit 2016 21 Seiten

Soziologie - Wirtschaft und Industrie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Marktverständnis in der (Neuen) Wirtschaftssoziologie
2.1 Märkte als Orte sozialen Handelns
2.2 Institutionentheoretische Perspektive
2.2.1 Verhältnis von Wirtschaftssoziologie und Institutionentheorie
2.2.2 Asymmetrische Informationen, Vertrauensproblem und Lösungsmöglichkeiten
2.2.3 Institutionen als Spielregeln sozialen Handelns

3 Informelle Märkte als Forschungsgegenstand der WiSo (Diekmann, Wehinger, Beckert, Mörtenbeck ...
3.1 Wirtschaftssoziologische Themenzugänge und Forschungsinteressen
3.2 Beispiel I - Maghribinische Händlerringe
3.3 Beispiel II - Peter Mörtenböck und Helge Mooshammer - Andere Märkte

4 Vergleich

5 Fazit/Nutzen

6 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Ein zentrales Anliegen der neuen Wirtschaftssoziologie ist es, die „soziale Einbettung“ bei der Analyse von Märkten, Marktakteuren und weiteren ökonomischen Phänomenen zu berücksichtigen. Soziale Kontexte wirtschaftlichen Handelns wurden in den Wirtschaftswissenschaften über lange Zeit wenig thematisiert und sind es bis heute noch. Oftmals sind abstrakte sowie empirisch nicht belegte Annahmen perfekt informierter Individuen, die auf Märkten problemlos in der Lage sind die Handlungsmöglichkeit mit dem größtmöglichen persönlichen Nutzen zu identifizieren, die Basis wirtschaftswissenschaftlicher Forschung, ohne dabei die Rolle sozialer Beziehungen oder marktlicher Koordinationsprobleme zu berücksichtigen. Aufgrund dieser realitätsfernen Prämissen hat sich die Wirtschaftssoziologie zum Ziel gesetzt, die soziale Bedingtheit von Markthandeln zu untersuchen, empirisch zu belegen sowie theoretisch zu konzeptualisieren, wobei deren Vertreter es in den letzten 30 Jahren geschafft haben, wertvolle Beiträge zu ökonomischen Themen beizutragen und ein theoretisches Gerüst zu entwickeln, das soziale Faktoren explizit mit einbezieht. Wie auch in der Ökonomik wurde jedoch meist stillschweigend von der Legalität der Märkte und des Tausches ausgegangen und implizit oder explizit die rechtliche Grundlagen vorausgesetzt. Doch wie verhalten sich Akteure, wenn dem Markttausch die rechtliche Grundlage entzogen wird? Worin bestehen die Unterschiede zum formellen Tausch, wie begegnen Marktakteure potenziellen Problematiken und wie versuchen sie diese zu lösen? Diese Fragen haben innerhalb der Wirtschaftssoziologie und den weiteren Wirtschaftswissenschaften bislang wenig Beachtung gefunden. Die Forschungsfrage der vorliegenden Arbeit lautet daher: Wie kommt Markttausch ohne formelle Institutionen zustande und welche Erkenntnisse und Implikationen lassen sich daraus für die Wirtschaftssoziologie ableiten? Diese Frage soll anhand von zwei, relativ unterschiedlichen, Beispielarbeiten untersucht werden. Zum einen soll der Aufsatz „ Reputation and Coalitions in Medieval Trade: Evidence on the Maghribi Traders “ von Avner Greif betrachtet werden, in dem der Autor anhand eines historischen Beispiels untersucht, wie Händlerringe im 13. Jahrhundert unter der Bedingung fehlender rechtlicher Absicherung ihren Tauschhandeln koordiniert haben und langfristige Kooperation garantieren konnten. Zum anderen sollen ausgewählte Beispiele aus dem Buch „Andere Märkte - Zur Architektur der informellen Ökonomie“ von Peter Mörtenböck und Helge Mooshammer vorgestellt und vergleichend untersucht werden. Hier wird der informelle Markttausch zwar nicht in der Vordergrund der Untersuchung gestellt, dennoch bieten die beiden Autoren fundierte Perspektiven auf die informelle Wirtschaft, wobei die 3 soziale Einbettung und Bedingtheit der Märkte als auch des Markthandelns beschrieben wird.

Anhand der Analyse dieser Beispiele lassen sich zum einen wesentliche Kritikpunkte seitens der neuen Wirtschaftssoziologie an der Standardökonomik nachvollziehen. Diese kritische Auseinandersetzung war für die Entstehung und Etablierung der neuen Wirtschaftssoziologie von essenzieller Bedeutung und ist bis heute Teil ihres Kernprogramms. Zum anderen sind die Beispiele für die Wirtschaftssoziologie von potenziellem Interesse, weil die Berücksichtigung informeller Märkte und informellen Markttausches innerhalb der gesamten Wirtschaftswissenschaften bis dato nicht genügend erforscht wurde. Diese Thematik ist insofern interessant, dass insbesondere bei fehlenden rechtlichen Grundlagen Markttausch und Marktdynamiken über soziale Mechanismen gesteuert wird und genau diese Mechanismen der sozialen Ordnungsbildung auf Märkten zum zentralen Forschungsinteresse der neuen Wirtschaftssoziologie gehört.

Demnach bildet der informelle Markttausch den Untersuchungsgegenstand folgender Arbeit. Als Rahmen und Werkzeug dienen dabei sowohl wirtschaftssoziologische als auch institutionentheoretische Kenntnisse. Die zusätzliche Berücksichtigung der institutionellen Perspektive bietet sich an, da sich diese zum einen besonders gut eignet, um handlungsspezifische Besonderheiten zu erklären und zum anderen, um das integrative Potenzial von Institutionentheorien in die wirtschaftssoziologische Forschung zu betrachten. Zudem handelt es sich bei Avner Greif nicht nur um einen Wirtschaftshistoriker, sondern auch um einen Vertreter der Institutionenökonomie, was gewisse institutionentheoretische Grundlagen für das Verständnis seiner Arbeit voraussetzt. Auch Peter Mörtenböck und Helge Mooshammer sind keine Vertreter der Wirtschaftssoziologie, sondern Kulturwissenschaftler mit Forschungsschwerpunkten in der ökonomischen Entwicklung und Konstruktion von Märkten.

Aufgrund des defizitär untersuchten Forschungsgegenstandes und der interdisziplinären Veranlagung dieser Arbeit ist das Erkenntnisinteresse explorativ angelegt. Zusätzlich wird versucht, fachübergreifende Perspektiven sowie neue Anschlussmöglichkeiten und integrative Potenziale zu explorieren.

Im ersten Teil dieser Arbeit wird das Marktverständnis der neuen Wirtschaftssoziologie vorgestellt und zudem rekonstruiert, wie sich dieses Verständnis herauskristallisiert hat. Daraufhin werden Voraussetzungen und Koordinationsprobleme für den Markttausch beschrieben, Folgen asymmetrischer Informationsverteilung vorgestellt und Lösungen für das aus der Informationsasymmetrie resultierende Vertrauensproblem umrissen. Dies wird mit Hilfe eines Rückgriffs auf institutionentheoretische Perspektiven durchgeführt, da sich diese Sichtweise besonders gut für die Analyse der Koordinierung von Markttausch eignet und sowohl in der Wirtschaftssoziologie als auch in den später angeführten Beispielen Anwendung findet. Im nächsten Abschnitt werden wesentliche Eigenschaften informeller Märkte und informellen Markttausches vorgestellt und Zugänge als auch Forschungsinteresse für die Wirtschaftssoziologie geschildert. Auf dieser Basis werden die angeführten Arbeiten von Avner Greif auf der einen Seite und Peter Mörtenböck und Helge Mooshammer auf der anderen Seite analysiert. Abschließend werden die Forschungsbeiträge verglichen, wobei Implikationen und Nutzen für die Wirtschaftssoziologie herausgestellt, sowie die interdisziplinären Integrations- und Kombinationsmöglichkeiten bewertet und diskutiert werden sollen.

2 Marktverständnis in der (neuen) Wirtschaftssoziologie

Die Standpunkte und die gesamte Entstehung der neuen Wirtschaftssoziologie lassen sich nicht ohne die kritische Auseinandersetzung mit der Standardökonomik verstehen (Münnich 2017 S. 109f.; Beckert 2009, S. 250), weshalb vorerst zentrale (Kritik-)Punkte angeführt werden sollen, um folglich das Markt- und Akteursverständnis der neuen Wirtschaftssoziologie mit Blick auf das vorliegende Thema vorzustellen.

Klassische wissenschaftliche Konzeptualisierungen und Erklärungsansätze der Verhaltensweisen von Wirtschaftssubjekten sind meistens akteurs-, beziehungsweise handlungsorientiert. So hat Adam Smith, der unter anderem als Gründer der Mikroökonomie rezipiert wird, bereits im 18. Jahrhundert in seinem Werk „Der Wohlstand der Nationen“ das Subjekt in den Mittelpunkt seiner Theorien gestellt und das Wirtschaften als ein nach dem Selbstinteresse ausgerichtetes Handeln definiert. Damit einher geht die idealisierte Vorstellung, dass alle Akteure volle Information über alle Handlungsoptionen besitzen und dadurch den Nutzen ihrer Handlungen exakt einschätzen können. Markttausch kommt gemäß der neoklassischen Theorie, ungeachtet sozialer Kontexte, immer zustande und zwar dort, wo für die Akteure der größtmögliche Nutzen entsteht. Des Weiteren folgert hieraus die optimale Allokation jeglicher Ressourcen und eine Maximierung des ökonomischen Wohlstands (Swedberg 2009, S. 36; Smith 1976, S. 26f.). Diese Annahmen der Standardökonomik sind jedoch abstrakt und empirisch nur schwer zu belegen. Des Weiteren bleibt durch die atomisierte Betrachtung der Akteure jeglicher Einfluss der sozialen und kulturellen Umwelt unberücksichtigt.

Ungeachtet der Affinität für wirtschaftliche Themen seitens der Gründerväter der klassischen Soziologie wie Max Weber, Karl Marx, Émile Durkheim und Georg Simmel, deren Arbeiten bis heute maßgebend für die Wirtschaftssoziologie sind, hat die Soziologie im Zeitraum von 1920 bis 1980 nur wenig relevante Beiträge bezüglich wirtschaftlicher Sachverhalte produziert (Swedberg 2009, S. 39ff.; Maurer 2017, S. 127). In Ablehnung zu dem in der Ökonomik verwendeten utilitaristischen Interessenkonzept hat sich in der Soziologie ein Handlungsmodell etabliert, welches Handlungen von Individuen auf Basis der Orientierung an gesellschaftlichen Normen erklärt. Für dieses Modell hat sich insbesondere der Soziologe Talcott Parsons stark gemacht, der zu seiner Zeit an der Harvard-University tätig war und große Beachtung innerhalb der Soziologie fand (Beckert 2005, S. 291). In den 1980er Jahren kam es maßgeblich durch Mark Granovetter dazu, dass die Soziologie eine theoretische Konzeption (soziale Einbettung) und ein empirisches Werkzeug (Netzwerkanalysen) bereitstellen konnte, dass sich sowohl von den „untersozialisierten“ Standpunkten der Standardökonomie als auch der in der Soziologie dominanten „übersozialisierten“ Ansätze abgrenzen und relevante und fruchtbare Erklärungen für wirtschaftliche Handlungen einbringen konnte. Die Untersuchungen Granovetters, die sich vor allem durch die Berücksichtigung der sozistrukturellen Grundlagen des Wirtschaftens auszeichnen, bilden den Startpunkt der „Neuen Wirtschaftssoziologie“. Der Fokus auf die soziale Einbettung ist bis heute fundamentaler Bestandteil des Programms der Wirtschaftssoziologie (Granovetter 1985; Swedberg 2009, S. 68f.). In Bezug auf die Marktkoordination ist es Granovetter in seiner Arbeit „ Getting a Job “ gelungen, zu beweisen, dass soziale Beziehungen die Koordination auf dem Arbeitsmarkt beeinflussen, wodurch die effiziente Marktkoordination über soziale Beziehungen dargelegt werden konnte (Granovetter 1995). Dieses neue Konzept ermöglichte es, dass das Thema der Märkte langsam den Weg zurück in die soziologische Diskussion fand und sich die Wirtschaftssoziologie bei Debatten über die Ordnungsbildung auf Märkten sinnvoll einbringen konnte. Im Zuge des Wiederauflebens der Wirtschaftssoziologie wurden auch die Arbeiten der klassischen Vertreter der Soziologie, die sich mit den Bedingungen für stabile Marktbeziehungen auseinandergesetzt haben, reaktiviert. Diesbezüglich ist hier erstens Émile Durkheim zu nennen, der sich bereits 1893 damit beschäftigte, wodurch die Einhaltung von Verträgen garantiert werden konnte und bewiesen hat, dass die Einhaltung der Verträge nicht mit Hilfe des ökonomisches Interessenkonzeptes zu begründen ist („Nicht alles ist vertraglich beim Vertrag“). Zweitens war es Max Weber, der institutionelle und soziokulturelle Faktoren in die Erklärung der Entstehung des westlichen Kapitalismus einbezog („Protestantische Ethik“) (Beckert 2007, S. 48).

2.1 Märkte als Orte sozialen Handelns

Märkte sind aus Sicht der neuen Wirtschaftssoziologie soziale Gebilde und Orte sozialen Geschehens auf denen Marktakteure, in Wettbewerb zueinander, freiwilligen, aber zweckgerichteten Tausch von materiellen und immateriellen Waren vollziehen. Formal betrachtet beinhaltet Markttausch dabei den Tausch von Rechten an Gütern und Dienstleistungen. Marktakteuren ist es hierbei möglich, diese Rechte zu bewerten, zu kaufen und auch wieder zu verkaufen (Aspers & Beckert 2017, S. 215). Die letztendlichen Handlungen können jedoch als sozialer Kompromiss zwischen zwei Marktakteuren interpretiert werden, ohne dabei dritte Wettbewerber auszuschließen. Zudem ist kein Akteur in der Lage, die Handlungen anderer Akteure zu kontrollieren, selbst wenn eine Kooperation von bilateralem Interesse wäre (Weber 1985, S. 36). Jegliches Markthandeln sollte also als „soziale Situation“ verstanden werden, welche sozialen Gesetzmäßigkeiten unterstellt ist. Wirtschaftliches und soziales Handeln muss dabei nicht getrennt voneinander konzeptualisiert werden, sondern vielmehr gleichgesetzt werden (Aspers & Beckert 2017; Beckert 2007). Im Gegenteil zur Markttheorie der Standardökonomie geht die Wirtschaftssoziologie zudem nicht davon aus, dass Akteure sich automatisch finden, sondern, dass bestimmte Bedingungen erfüllt werden müssen. Nach Jens Beckert müssen drei Koordinationsprobleme gelöst werden, damit es zum Tausch kommt und Märkte somit funktionieren können. Erstens das „Wertproblem“, zweitens das „Problem des Wettbewerbs“ und drittens das „Kooperationsproblem“. Das Wertproblem beinhaltet die Schwierigkeit, für Akteure ex ante (also vor dem Tausch) zu beurteilen, welchen Wert ein Gut besitzt. Nur wenn es die Anbieter schaffen, den Wert ihrer Güter plausibel darzustellen und es den Nachfragern gelingt, den Wert für sich einzuschätzen, kann Unsicherheit vor dem Tausch reduziert werden. Das Problem des Wettbewerbs geht darauf ein, dass, obwohl Wettbewerb Voraussetzung für jeden Markt ist, aus Sicht der Marktakteure der Wettbewerb schädlich für die eigenen Profiterwartungen ist. Je weniger Konkurrenz vorhanden ist, desto höher ist die persönliche Transaktionssicherheit. Möglichkeiten für Anbieter, diese Art der Unsicherheit zu verringern, sind beispielsweise Produktdifferenzierungen, Kartelle, Innovation oder Korruption. Gleichzeitig haben Mitbewerber und Nachfrager gegensätzliche Interessen. Das Problem besteht nun darin, eine lukrative Marktnische ausfindig zu machen und dort eine haltbare Position zu etablieren. Das letzte Koordinationsproblem ist jenes der Kooperation. Essenziell ist hier, dass die Absichten des potenziellen Tauschpartners nie vollständig einzuschätzen sind, selbst wenn Verträge involviert sind. Einzig wenn davon ausgegangen wird, dass der Gegenüber einen nicht exploitieren möchte, wird einem Tausch eingewilligt. (Beckert 2007, S. 52ff.). Die Lösung dieser Koordinationsprobleme kann nur innerhalb der sozialen Ordnung selber erfolgen und basiert meist auf subjektiven Wahrnehmungen der Akteure. Hieran wird weiter deutlich, inwieweit Markthandeln sozial determiniert ist. Ebenso wie die Funktionsweise von Markttausch - wie bereits angedeutet, durch soziale Strukturen und auch durch die institutionelle Voraussetzungen geprägt ist - ist folglich auch die Funktionsweise von ganzen Märkten durch diese Faktoren bedingt (Smelser & Swedberg 2005). Aus diesen Gründen untersucht die neue Wirtschaftssoziologie die Effekte von verschiedenen Institutionen oder sozialen Netzwerken auf das Marktgeschehen und den Markttausch. Die soziale Struktur auf Märkten ergibt sich aus den auf dem Markt interagierenden Akteuren wie Anbietern, Abnehmern, Lieferanten und Produzenten, welche netzwerkartig miteinander verbunden sind (White 1981; Mützel 2007). Die institutionelle Rahmung von Märkten und ihren Akteuren sollen im nächsten Abschnitt thematisiert werden. Mit Blick auf den Markttausch wird beispielsweise untersucht, welche Institutionen die Akteure in ihrer Erwartungshaltung und Risikobeurteilung beeinflussen. Darüber lässt sich dann unter anderem ableiten, was die Bedingungen für stabile Märkte sind (Beckert 2007, S. 49).

Mittlerweile bietet die Wirtschaftssoziologie viele theoretische Instrumente, um diese Einflüsse und Effekte offenzulegen und dadurch zu einer realitätsnäheren Erklärung zur Koordination von Marktakteuren beizutragen. So kann der über lange Zeit vernachlässigte Einfluss der sozialen Einbettung immer besser verstanden werden. Dazu gibt es bereits viele Arbeiten, die unterschiedlichste soziale Effekte und Prägungen auf das Marktgeschehen nachweisen. Jens Beckert hat beispielsweise gezeigt, dass auf Kunstmärkten die Preisbildung nicht über klassische Marktkoordination zu erklären ist, sondern die Reputation einen entscheidenden Faktor für die Höhe der Preise darstellt (Beckert & Rössel 2004).

2.2 Institutionentheoretische Perspektive

Nicht nur die Wirtschaftssoziologie hat aufgrund der abstrakten Annahmen der Neoklassik die Notwendigkeit realistischerer Modellentwicklungen gesehen. Auch innerhalb der Ökonomik wurden Überlegungen angestellt, wie sich die Marktdynamik und auch die theoretischen Implikationen verändern, wenn beispielsweise die Behauptung perfekt informierter Akteure außer Acht gelassen wird. Hier sind vor allem die Informationsökonomie und das Feld der neuen Institutionenökonomik zu nennen.

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Details

Seiten
21
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668542600
ISBN (Buch)
9783668542617
Dateigröße
552 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v376880
Institution / Hochschule
Universität Trier
Note
1,3
Schlagworte
Neue Wirtschaftssoziologie Institutionalismus Institutionenökonomie Informeller Tausch Markttausch Illegale Märkte Asymmetrische Information Unsicherheit Akerlof Jens Beckert Granovetter DIekmann Avner Greif Mörtenböck

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Titel: Markttausch auf informellen Märkten. Analyse zur Wirtschaftssoziologie