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Eurobonds. Modelle und Probleme

Eine kritische Analyse

Bachelorarbeit 2017 105 Seiten

VWL - Finanzwissenschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Status Quo

3 Möglichkeiten von Eurobonds
3.1 Gesamtschuldnerische Haftung für einen Teil der Schulden (Modell A)
3.1.1 Berechnung der Kosten
3.1.2 Schuldentilgung
3.1.3 Ausgleichsfonds/ Sicherheitspuffer
3.2 Teilschuldnerische Haftung für einen Teil der Schulden (Modell B)
3.2.1 Berechnung der Kosten
3.2.2 Schuldentilgung
3.2.3 Ausgleichsfonds/ Sicherheitspuffer
3.3 Gesamtschuldnerische Haftung für alle Schulden (Modell C)
3.3.1 Berechnung der Kosten
3.3.2 Schuldentilgung
3.3.3 Ausgleichsfonds/ Sicherheitspuffer
3.4 Weitere Ansätze für Eurobonds

4 Europäischer Stabilitätsmechanismus

5 Probleme im Zusammenhang mit der Emission von Eurobonds
5.1 Rechtliche Rahmenbedingungen
5.2 Finanz- und wirtschaftspolitische Fragestellungen

6 Fazit

Literaturverzeichnis

Anhang

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Gesamtschuldenstand Euroländer vs. Europäische Union

Abbildung 2: Gesamtschuldenstand Euroländer größte Positionen

Abbildung 3: Relative Verschuldung innerhalb der Europäischen Union

Abbildung 4: Relation von absoluter und relativer Verschuldung der Euroländer

Abbildung 5: Durchschnittliche Renditen von Staatsanleihen mit 10-jähriger Laufzeit

Abbildung 6: Simulation BIP Estland

Abbildung 7: Simulation Rendite 10-jährige Staatsanleihen

Abbildung 8: Beispiel kumulierte Zinskosten

Abbildung 9: Modellberechnungen und Vorgehensweise (Schritt 1)

Abbildung 10: Modellberechnungen und Vorgehensweise (Schritt 2)

Abbildung 11: Modellberechnungen und Vorgehensweise (Schritt 3)

Abbildung 12: Verschiedene Schlüsselungen für Einsparungen durch Eurobonds

Abbildung 13: Modell A - Grafischer Vergleich der Zinskosten zum Status Quo

Abbildung 14: Modell A - Entwicklung der Mehrkosten durch Umverteilung

Abbildung 15: Modell A - Prozentuale Abgaben und Übergang zu Netto-Empfängern

Abbildung 16: Modell A - Sicherheitspuffer

Abbildung 17: Modell A - Relation Mehrkosten/ Puffervolumen

Abbildung 18: Modell B - Grafischer Vergleich der Zinskosten zum Status Quo

Abbildung 19: Modell B - Zinskosten nach Schuldentilgung

Abbildung 20: Modell B - Entwicklung der Mehrkosten durch Umverteilung

Abbildung 21: Modell B - Prozentuale Abgaben und Übergang zu Netto-Empfängern

Abbildung 22: Modell B - Sicherheitspuffer

Abbildung 23: Modell B - Relation Mehrkosten/ Puffervolumen

Abbildung 24: Modell C - Grafischer Vergleich der Zinskosten zum Status Quo

Abbildung 25: Modell C - Zinskosten nach Schuldentilgung

Abbildung 26: Modell C - Entwicklung der Mehrkosten durch Umverteilung

Abbildung 27: Modell C - Prozentuale Abgaben und Übergang zu Netto-Empfängern

Abbildung 28: Modell C - Sicherheitspuffer

Abbildung 29: Beitragsschlüssel des ESM

Abbildung 30: Zugesagte Darlehen von EFSF/ ESM an Euroländer

Abbildung 31: Transferzahlungen an den ESM

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Modell A - Zinskosten Blue-/ Red-Bonds

Tabelle 2: Modell A - Zinskosten nach Schuldentilgung

Tabelle 3: Modell A - Berechnung der Umverteilung von Ersparnissen

Tabelle 4: Modell B - Zinskosten Alpha-/ Beta-Bonds

Tabelle 5: Kriterien zur Modellbewertung

Tabelle 6: Grundlagen - Gesamte Schulden der Euroländer

Tabelle 7: Grundlagen - Neue Schuldenaufnahme der Euroländer

Tabelle 8: Grundlagen - Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Euroländer

Tabelle 9: Grundlagen - Schuldenquote Euroländer

Tabelle 10: Grundlagen - Rendite 10-jähriger Staatsanleihen Euroländer

Tabelle 11: Grundlagen - EZB-Kapitalschlüssel

Tabelle 12: Grundlagen - Hochrechnung EZB-Kapitalschlüssel innerhalb des Euroraums

Tabelle 13: Grundlagen - Zinskosten Status Quo Euroländer

Tabelle 14: Modell A - Zinssätze Blue-Bonds

Tabelle 15: Modell A - Höhe der Blue-Bond-Tranche

Tabelle 16: Modell A - Kumulierte Zinskosten für Blue-Bonds

Tabelle 17: Modell A - Zinskosten Blue-Bonds

Tabelle 18: Modell A - Zinssätze Red-Bonds

Tabelle 19: Modell A - Höhe der Red-Bond-Tranche

Tabelle 20: Modell A - Zinskosten Red-Bonds

Tabelle 21: Modell A - Mehrkosten/ Ersparnisse

Tabelle 22: Modell A - Mehrkosten/ Ersparnisse nach Schuldentilgung

Tabelle 23: Modell B - Zinssätze Alpha-Bonds

Tabelle 24: Modell B - Höhe der Alpha-Bond-Tranche

Tabelle 25: Modell B - Zinskosten Alpha-Bonds

Tabelle 26: Modell B - Zinssätze Beta-Bonds

Tabelle 27: Modell B - Höhe der Beta-Bond-Tranche

Tabelle 28: Modell B - Zinskosten Beta-Bonds

Tabelle 29: Modell B - Mehrkosten/ Ersparnisse

Tabelle 30: Modell B - Mehrkosten/ Ersparnisse nach Schuldentilgung

Tabelle 31: Modell C - Berechnung gewichteter Mittelwert

Tabelle 32: Modell C - Kumulierte Zinskosten

Tabelle 33: Modell C - Zinskosten

Tabelle 34: Modell C - Mehrkosten/ Ersparnisse

Tabelle 35: Modell C - Mehrkosten/ Ersparnisse nach Schuldentilgung

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abstract

This paper deals with the concept of Eurobonds, the joint government bonds or so called stability bonds of the European Union (EU). Firstly, different types of bonds will be described which vary specifically in terms of type, extent and liability as well as other issues. In this case, the possible requirements with the associated advantages and disadvantages will be shown. While presenting the latter, the problem of interest costs shall be given a special place within this paper. In the remaining course of this work I shall demonstrate the conceivable problems with the issue of Eurobonds and critically examine them. Apart from this, the importance of both legal and organizational aspects will be revised as well as the delimitation of the financial policy of the Euro countries.

Zusammenfassung

Diese Arbeit befasst sich mit dem Konzept der Eurobonds, also den gemeinsamen Staats- oder sogenannten Stabilitäts-Anleihen aller Euro-Länder der Europäischen Union (EU). Im ersten Schritt werden verschiedene Konzepte dieser Anleihen erläutert, die sich hinsichtlich Art, Umfang und Haftung sowie weiteren Fragestellungen wesentlich unterscheiden. Hierbei sollen sowohl die möglichen Anforderungen, vor allem aber die damit verbundenen Vor- und Nachteile, insbesondere (Zins-) Kosten, herausgestellt werden. Im weiteren Verlauf werden mögliche Probleme bei der Emission von Eurobonds aufgezeigt und hinterfragt. Dazu sind sowohl rechtliche und organisatorische Aspekte von Bedeutung wie auch die Abgrenzung der nationalen Finanzpolitik der Euroländer.

1 Einleitung

Diese Bachelorarbeit befasst sich mit dem Thema „Eurobonds“, also Staatsanleihen von Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU), die den Euro als Währung eingeführt haben. Schon vor der Einführung des Euros im Jahr 1999 als Buchgeld und 2001 als Bargeld bestand die Idee der Emission gemeinsamer Staatsanleihen, auch Bonds genannt. Aufgegriffen wurde dieses Konzept von der Giovannini-Gruppe, „die die Kommission hinsichtlich der Entwicklungen des Kapitalmarkts im Zusammenhang mit dem Euro beraten hat“ (Europäische Kommisson (2011), S. 2). Seit dieser Zeit wurden mehrfach Stimmen laut diese Bonds einzuführen (Juncker und Tremonti 2010 und European Primary Dealers Association (2008), S. 1ff.). Nicht zuletzt seit der Finanzkrise im Jahr 2007 wurde händeringend nach Möglichkeiten gesucht, die ausufernde Verschuldung der Eurostaaten einzudämmen bzw. zukünftig zu korrigieren. Die Ausgabe von Staatsanleihen erfolgte bisher dezentral und im eigenen Interesse der jeweiligen Nationalstaaten. Jedes Land der Welt muss immer wieder Anleihen am Kapitalmarkt platzieren, um sich „frisches“ Geld zu leihen und damit Altlasten und den Zinsdienst für aktuelle Bonds zu bedienen.

Ein bonitätsstarkes Land wie Deutschland (Standard and Poor’s (S&P) Rating: AAA, WM Gruppe (2017)) muss allerdings wesentlich weniger Zinsen für seine Anleihen zahlen, als andere EU-Länder. Die Differenz zwischen den Zinsen deutscher Bonds und denen anderer Länder, der sogenannte „Bund-Spread“, wurde in den letzten Jahren jedoch erheblich größer. Diese „Zinsschere“ ging in den letzten Jahren (entgegen den Konvergenzkriterien des Stabilitäts- und Wachstumspaktes (SWP) (vgl. Europäische Union (2008))) weiter auseinander, sodass sich finanziell instabile Staaten den Zugang zu den Finanzmärkten nur mit hohen Zinsen „erkaufen“ konnten. Schlechter bewertete Länder (wie z.B. Griechenland (EL)) haben dann prinzipiell nur noch zwei Möglichkeiten.

Ein Weg besteht darin, mehr Schulden aufzunehmen um alte auslaufende Staatsanleihen abzulösen bzw. den Zinsdienst für die aktuellen Anleihen aufrechtzuerhalten. Als Folge einer höheren Schuldenaufnahme wird ein Staat von den großen Rating-Agenturen (vor allem die drei Größen S&P, Moody’s und Fitch) im Rating abgestuft. Die Bewertung eines Staates gibt die Wahrscheinlichkeit einer vollständigen Rückzahlung seiner ausstehenden Verbindlichkeiten wieder. Desto geringer die erwartete Ausfallwahrscheinlichkeit, desto besser das Rating. Eine schlechtere „Benotung“ hat wiederum aber zur Folge, dass zukünftig erneut höhere Zinsen gezahlt werden müssen.

Die zweite Möglichkeit beinhaltet die Staatsausgaben zu kürzen. Weniger Aufwendungen durch den Staat bedeuten aber automatisch, dass die Konjunktur, die teilweise immens auf die Investitionen des Staates angewiesen ist, darunter leidet. Eine Stagnation oder sogar Rezession der Konjunktur hat aber auch sinkende Staatseinnahmen zur Folge. Natürlich besteht die Wahl einer Kombination beider Varianten, im Endeffekt ist dies aber unerheblich. Denn diese Staaten mit vergleichsweise hohen Zinsen befinden sich in einem „Teufelskreis aus höheren Zinsen“, Sparprogrammen und daraus resultierender höherer Neuverschuldung (vgl. Berger (2011), S. 2). Doch damit nicht genug: Die Gefahr durch Spekulanten, die auf sog. „selbsterfüllende Erwartungen“ und „Herdenverhalten“ setzen, können selbst Staaten mit guten makroökonomischen Fundamentaldaten vor schwerwiegende Probleme stellen (z.B. George Soros‘ Wette gegen das britische Pfund (1992), siehe Schmitt (2006)).

Der sogenannte Contagion- oder Ansteckungseffekt (siehe Kaminsky et al. (2003)), also das Übergreifen einer Finanz- oder Währungskrise auf andere Länder, ist hierbei noch nicht berücksichtigt. Da die EU sehr eng miteinander vernetzt ist, besteht auch hier ein gewisses Risiko, dass dieser Effekt eintreten könnte. Wichtigstes Ziel muss vor allem die günstige Refinanzierung der Staaten sein, möglichst unabhängig vom Einfluss von Spekulanten (vgl. Meyer (2011), S. 392f.), aber trotzdem mit der Disziplinierungsfunktion des Marktes (vgl. Dullien, Schwarzer (2010), S. 25). Die Absicht dahinter müssen niedrige Zinsen, eine hohe Liquidität und nicht zuletzt eine hohe Sicherheit sein. Theoretisch ist das über die Einführung von Eurobonds oder die direkte Staatsfinanzierung durch die Europäische Zentralbank (EZB) möglich. Letzteres ist per Gesetz (sowohl im deutschen als auch im EU Recht) verboten und wird von Deutschland entsprechend vehement abgelehnt (vgl. Bröcker, Marschall (2012)). Indirekte Finanzierungsmöglichkeiten durch die EZB wie das „Quantitative Easing“ oder „Credit Easing“ (z.B. Outright Monetary Transactions) werden in dieser Arbeit nicht thematisiert.

Der Euro hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung im Währungskorb des Internationalen Währungsfonds (IWF) verloren (siehe International Monetary Fund (2016)). Gleichzeitig wurde der Renminbi, die chinesische Währung, im Oktober 2016 in den begehrten Kreis aufgenommen „und steht damit künftig auf einer Stufe mit dem US-Dollar, dem Euro oder dem britischen Pfund.“ (Wurzel (2016)). Die Einführung von Eurobonds könnte den Euro als Handels- und Reservewährung wieder stärken. Durch Eurobonds würde ein immens großer Markt für Anleihen geschaffen, der hoch liquide wäre und zudem über ein gutes Rating verfügen würde. Dies erschafft einen Gegenpart zu den „US treasury bills“, den amerikanischen Staatsanleihen, die als „Safe Haven“, also kaum ausfallgefährdet gelten (vgl. Delpla, von Weizsäcker (2011), S. 3).

Diese Arbeit befasst sich daher mit verschiedenen Modellen von Eurobonds sowie deren Vor- und Nachteilen. Es werden in diesem Zusammenhang keine Prognosen für die Zukunft getroffen, sondern die Folgen für die Staatsverschuldung innerhalb der Euroländer rückwirkend ab 1999 bis einschließlich 2015 berechnet und analysiert. Auf die rechtliche und praktische Umsetzbarkeit, sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene, wird im letzten Teil dieser Arbeit eingegangen.

2 Status Quo

Die Finanzkrise von 2007 ist nun schon knapp neun Jahre her, trotzdem sind ihre Ausläufer bis heute in großen Teilen der Welt zu spüren. In Europa kämpfen einige Staaten nach wie vor mit den Folgen und Verfehlungen der Vergangenheit. Aber die Krise ist nicht nur ein monetäres Problem, sie betrifft auch die Politik. Das Vertrauen in die Politik hat sich sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene nachhaltig verändert:

Im Vereinigten Königreich, das seit 1973 zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) gehörte, dem Vorläufer der Europäischen Union, entschied man sich Mitte des Jahres 2016 mit 51,9% der Bevölkerung für einen Austritt aus der EU (vgl. BBC News (2016)). Dies spiegelt das verlorene Vertrauen in diese große Idee einer Gemeinschaft europäischer Staaten wider. Diese Arbeit beschäftigt sich mit den monetären Folgen der Finanzkrise, speziell der Staatsschuldenkrise. Für die folgende Grafik sind alle EU-Mitglieder (Stand 2015: 28 Staaten) sowie die Euro-Staaten (sog. Euroraum-19, (Europäische Union (2014)) mit deren Schulden zurückgerechnet bis 1999 dargestellt.

Abbildung 1: Gesamtschuldenstand Euroländer vs. Europäische Union

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Eurostat

Die blauen Balken zeigen die absoluten Schulden der Euro-Staaten, die roten Säulen stehen für die restlichen EU-Staaten ohne Euro. Darüber ist die Summe der Staatsschulden innerhalb der EU (19 Euro-Staaten plus 9 Staaten mit anderer Währung) zu sehen. Bis einschließlich 2015 haben sich die Verbindlichkeiten der Euro-Staaten verdoppelt (105,3%), die Schulden der anderen neun EU-Länder kletterten sogar um mehr als das 3,5-fache (361,8%). Insgesamt stiegen in diesem Zeitraum die Defizite aller Mitglieder der EU um 125,2%. Betrachtet man diese Verteilung innerhalb der Euroländer genauer so kann man sehen, dass alle gestapelten Flächen nach 2007 wesentlich stärker nach oben steigen (vgl. Abbildung 2, S. 5). Die Hauptschuldner Italien, Deutschland, Frankreich und Spanien machen zusammen mehr als drei Viertel (77,5%) aller Verbindlichkeiten in diesem Block aus. In der Legende sind die nächstgrößeren sechs Schuldnerstaaten absteigend aufgezählt.

Abbildung 2: Gesamtschuldenstand Euroländer größte Positionen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Eurostat

Man sieht, dass sich alle Staaten innerhalb der Europäischen Union, unabhängig davon, ob der Euro als Währung eingeführt ist oder nicht, wesentlich stärker verschuldet haben als vor der Finanzkrise. Um die Schulden bzw. Schuldentragfähigkeit vergleichen zu können ist es unerlässlich das Ganze in Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) zu sehen.

In Abbildung 3 ist dieses Verhältnis von Schulden zum jährlichen Wert aller Waren und Dienstleistungen einer Volkswirtschaft in Säulenform zu sehen.

Abbildung 3: Relative Verschuldung innerhalb der Europäischen Union

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Eurostat

Zusätzlich ist hier die, in den Maastricht-Verträgen (1992) festgelegte, Höchstgrenze der Gesamtverschuldung von 60% des BIP pro Jahr eingezeichnet. Lediglich 10 der 28 Mitgliedsstaaten halten die Vorschrift der Gesamtverschuldung ein, davon sechs Euro-Staaten. Die durchschnittliche Verschuldung innerhalb der EU liegt bei 85%, die der Euroländer sogar bei 92% der jährlichen Wirtschaftsleistung. Die Außenseiter sind Griechenland, Italien, Portugal, Zypern, Belgien und Spanien, die in der Theorie mehr als ein volles Kalenderjahr lang alle Einnahmen des Staates zur Tilgung ihrer Verbindlichkeiten verwenden müssten. Die Argumentation, dass bspw. Griechenland (176%) und Zypern (109%) sehr hohe Staatsschuldenquoten haben, absolut aber nur 3,22% bzw. 0,20% der Schulden ausmachen, ist nachvollziehbar und berechtigt. Allerdings stellt sich die Frage, wie diese Staaten in Zukunft noch frisches Geld an den Kapitalmärkten leihen sollen. In der Abbildung 4 (S. 7) werden die absoluten und relativen Schulden in Relation gesetzt und die Staaten anhand ihrer Einteilung in Gruppen von Risikoklassen dargestellt. Diese Klassifizierung erfolgt zunächst anhand der relativen Verschuldung in 5 Klassen:

- Verschuldung ≤ 60%
Staaten erfüllen alle Voraussetzungen des Maastricht-Vertrages.
- 60% < Verschuldung ≤ 80%
Staaten erfüllen die Richtlinien zwar nicht, haben aber immer noch eine realistische Chance diese zukünftig wieder zu erfüllen.
- 80% < Verschuldung ≤ 100%
Staaten erfüllen die Voraussetzungen nicht, die Wahrscheinlichkeit die Maastricht-Verträge einzuhalten sinkt. Dies ist ein Scheideweg zwischen Konsolidierung der Staatsschulden und weiterem Abrutschen in die nächste Klasse.
- 100% < Verschuldung ≤ 150%
Ein Turnaround ist bei diesen Staaten kaum noch denkbar, sie sind ein Risikostaat und ihnen droht der Verlust des Zugangs zu Kapitalmärkten.
- 150% < Verschuldung
Die Staaten in dieser Kategorie, sind so hoch verschuldet, dass sie es aus eigener Kraft nicht mehr schaffen werden sich zukünftig zu refinanzieren.

Abbildung 4: Relation von absoluter und relativer Verschuldung der Euroländer

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Eurostat

Die Größe eines Kreises wird hier durch den Anteil des jeweiligen Staates an den Gesamtschulden der Euroländer bestimmt. Wie in Abbildung 2 (S. 5) bereits erläutert, vereinnahmen Italien mit einem Anteil von 22,44%, Deutschland mit 22,29% und Frankreich (21,67%) den größten Anteil der Schulden auf sich, weshalb sie in der Darstellung auch weit rechts stehen und die größten Kreise darstellen. Die beiden nächstgrößeren absoluten Posten belegen Spanien und Portugal, gehören aber wie Italien zu einer höheren Risikoklasse als Deutschland oder Frankreich.

Ein Staat ist in dieser Übersicht umso risikoreicher, je weiter er vom Ursprung des Diagramms entfernt ist. Die beiden „Vorzeigestaaten“ Luxemburg (AAA-Rating) und Finnland (AA+-Rating, vgl. WM Gruppe (2017)) haben in beide Richtungen (also relative und absolute Verschuldung) keine großen Ausschläge, weshalb sie auch in die ersten beiden Kategorien einzuordnen sind. Um der Staatsschuldenkrise zu begegnen, werden im Folgenden drei Modelle analysiert und kritisch hinterfragt.

3 Möglichkeiten von Eurobonds

Um die Modelle vergleichbar zu machen, muss ein Kriterienkatalog erarbeitet werden, der für alle Ansätze gleichermaßen angewendet wird. Für die Berechnungen wurde vereinfachend angenommen, dass es lediglich Anleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren gibt. Die absoluten Schulden im Verlauf seit 1995 bis einschließlich 2015 in Milliarden Euro zeigt Tabelle 6 (S. 65). Die Neuschuldenaufnahme (vgl. Tabelle 7, S. 66) errechnet sich aus der Differenz der Gesamtschulden des abgelaufenen Jahres zur vorigen Periode. Da für das Jahr 1994 keine Daten von der EZB bzw. vormals EWI zur Verfügung gestellt werden können, wird für die Neuschuldenaufnahme des Jahres 1995 angenommen, dass diese 5% der Gesamtschulden in diesem Jahr ausmachen.

Daraus folgt für die Jahre danach:

Für spätere Berechnungen ist sowohl das Bruttoinlandsprodukt (Tabelle 12, S. 67) als auch die Schuldenquote (vgl. Tabelle 9, S. 68) von Bedeutung. Letztere ergibt sich aus:

Zunächst werden die momentanen Zinskosten der Euro-Mitgliedsstaaten berechnet, indem ihre jährliche Neuschuldenaufnahme mit der durchschnittlichen jährlichen Rendite auf 10-jährige Staatsanleihen multipliziert wird.

Diese werden im Folgenden als Zinskosten (ZK) des „Status Quo“ bezeichnet. Selbstverständlich gibt es ebenso Anleihen mit kürzerer als auch mit längerer Laufzeit (ab 10 Jahre, 20 Jahre, …).

In der folgenden Grafik (Abbildung 5, S. 10) sind die durchschnittlichen Renditen auf Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren einiger ausgewählter Euroländer dargestellt. Ab dem Jahr 1995 bis 2001 nähern sich die Zinssätze, entsprechend den Konvergenzkriterien, an: „Der durchschnittliche langfristige Nominalzinssatz darf nicht mehr als 2 Prozentpunkte über dem entsprechenden Satz in jenen drei EU-Staaten liegen, die auf dem Gebiet der Preisstabilität das beste Ergebnis erzielen“ (siehe Europäische Union (2015)).

Abbildung 5: Durchschnittliche Renditen von Staatsanleihen mit 10-jähriger Laufzeit

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Eurostat

Die Kurve für Griechenland (orange) wird zwar ab 1995 angezeigt, zum Eintritt in die EU im Jahr 2001 lag der Zinssatz aber bei relativ niedrigen 5,3%. In diesem Jahr lagen die Renditen generell sehr nahe beieinander, was mit Ausnahme von Luxemburg, bis zum Ausbruch der Finanzkrise 2007/ 2008 auch so geblieben ist. Danach divergieren die Zins-sätze und damit die Kosten der sogenannten PIIGS-Staaten, ein Begriff der zu Zeiten der Finanzkrise aufkam und für die schwer angeschlagenen Euro-Staaten Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien steht. Die Griechen konnten das Zinsniveau von 22,5% im Jahr 2012 zwar wieder verlassen, die Tendenz geht aber seit 2014 wieder nach oben. Die Investoren trauen der Finanzlage wohl keine richtige Konsolidierung zu. Positiv zu bewerten ist, dass auch Portugal (10,55% in 2012), Irland (9,6% in 2011) und Spanien (5,85% in 2012) ähnlich wie Italien mittlerweile wesentlich niedrigere Zinsen auf ihre Staatsanleihen zu zahlen haben. Unangefochtene Spitzenreiter, was das Niveau der Zinssätze angeht, sind Luxemburg und Deutschland, die knapp über 0% liegen.

Deutschland hatte in 2016 zumindest kurzzeitig sogar einen negativen Zinssatz, das heißt Anleger zahlen dem deutschen Staat Geld dafür, dass er Schulden aufnimmt (vgl. Handelsblatt (2016)). Für die durchschnittliche Rendite auf zehnjährige Anleihen wurden erneut die Daten der europäischen Zentralbank herangezogen. Als Referenz gilt hier der Sekundärmarktzins, also der Markt auf dem die Bonds nach der Emission weiter gehandelt werden. Die gelb hinterlegten Bereiche sind genullt, da hierfür keine Zahlen zur Verfügung stehen (siehe Tabelle 10, S. 20).

Für Lettland können laut EZB (Statistical Data Warehouse) keinerlei Zahlen bereitgestellt werden, da es hierfür keine Daten zu Zinssätzen gibt, die die Kriterien für langfristige Zinssätze hinreichend erfüllen (vgl. European Central Bank (2017)). Für eine möglichst genaue Gesamtberechnung benötigt man zumindest ansatzweise Daten für Estland (EE; Länderkürzel entsprechenden der jeweiligen Landessprach). Deshalb wird hier ausgehend von den BIP-Daten der drei geografisch nebeneinander gelegenen Staaten (EE, Lettland (LV), Litauen (LT)) ein Staat angenommen, dessen BIP sich zu 35% aus dem von Lettland und 30% von Litauen zusammensetzt.

Abbildung 6: Simulation BIP Estland

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Eurostat

In Abbildung 6 sieht man deutlich, dass diese Simulation fast deckungsgleich mit dem BIP von Estland ist. Für Lettland und Litauen gibt es vor 2001 für die Durchschnittsrendite keine Daten, deshalb wird für den Zeitraum ab 2001 analog zur vorherigen Simulation des BIP ein gewichteter Zinssatz (35% LV, 30% LT) angenommen und normiert, sodass sich folgendes Bild ergibt:

Abbildung 7: Simulation Rendite 10-jährige Staatsanleihen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung und Simulation

Dieser simulierte durchschnittliche Zins wird für die langfristigen Anleihen Estlands im weiteren Verlauf für alle Berechnungen zugrunde gelegt. Um ein möglichst genaues Bild von der Höhe der Zinslast eines Staates zu bekommen, wurde folgende Grafik beispielhaft erstellt:

Abbildung 8: Beispiel kumulierte Zinskosten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung (Werte in Mrd. €)

Die Zinskosten ergeben sich für das Jahr 1 (linke Spalte), indem der durchschnittliche Zinssatz (1,0%) mit den neuen Schulden (10,0 Mrd. €), die vom Staat aufgenommen werden, multipliziert wird. Diese Zinskosten fallen jedoch nicht nur einmalig an, sondern jedes Jahr für die Dauer von 10 Jahren, für das Jahr 2 usw. wird analog verfahren. Bei der Summe der Zinskosten, die jährlich anfallen, sieht man aber in Jahr 2, dass durch Addition schon 0,33 Milliarden Euro an Zahlungen anfallen. Über die nächsten Jahre summiert sich das Ganze bis auf 1,45 Milliarden Euro an Zinszahlungen im 6. Jahr. Diese Summe ebbt erst wieder ab, wenn alle Zahlungen für die Neuschulden von Jahr 1 gezahlt sind. Gleichzeitig fallen aber für das Jahr 7 usw. neue Zahlungen an. Dies ist wichtig für das weitere Verständnis der Berechnungen, die hier zugrunde gelegt werden.

Im weiteren Verlauf werden die Modelle A, B und C angewandt. Ihre Zinskosten für die Jahre 1999-2015 werden bestimmt und anschließend mit dem Status Quo verglichen. Die sich hieraus ergebenden Ersparnisse oder Mehrkosten für die jeweiligen Staaten werden analysiert und bewertet:

Abbildung 9: Modellberechnungen und Vorgehensweise (Schritt 1)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung

In einem nächsten Schritt werden Staaten, die durch diese Modelle an ZK sparen, dazu verpflichtet 25% davon in die Schuldentilgung zu investieren, was der langfristigen Konsolidierung dienen soll. Der Vorschlag zur Tilgung von Altschulden fand auch beim Europäischen Rat Anklang (vgl. Europäische Union (2013), S. 46).

Abbildung 10: Modellberechnungen und Vorgehensweise (Schritt 2)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung

Die späteren Berechnungen basieren auf der Annahme, dass bei Ersparnissen die Tilgung direkt am Jahresende stattfindet, sodass im nächsten Jahr weniger Schulden aufgenommen werden. Schließlich wird anhand unterschiedlicher Verteilungsschlüssel simuliert, wie die verbleibenden 75% der eingesparten ZK aufgeteilt werden sollen und welche Vor- oder Nachteile sich hieraus ergeben:

Abbildung 11: Modellberechnungen und Vorgehensweise (Schritt 3)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung

Euro-Staaten, die wesentlich geringere Zinsen als der Durchschnitt im Euroraum zahlen, wie z.B. Deutschland, Finnland oder Luxemburg müssen durch diese Lösungsansätze (wesentlich) höhere Zinsen bzw. Zinskosten tragen. Damit es nicht zu einer Umverteilung vom Norden (tendenziell niedrigere Zinsen) in die südlichen Euroländer kommt (Berg, Carstensen und Sinn (2011), S. 26), muss es einen Ausgleichsmechanismus geben, der die Mehrkosten der Staaten entsprechend kompensiert. Je nach Höhe der Zahlungen in diesen Ausgleichsfonds verbleibt mehr oder weniger für die freie Verwendung innerhalb der Staaten übrig. Um die bestmögliche Variante zu wählen werden folgende sechs Schlüssel jeweils innerhalb der drei Modelle simuliert:

Abbildung 12: Verschiedene Schlüsselungen für Einsparungen durch Eurobonds

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung

Für die späteren Berechnungen wird der EZB-Kapitalschlüssel herangezogen (siehe Tabelle 11, S. 70). Dieser Kapitalschlüssel gibt den Anteil des eingezahlten Kapitals jedes Staates bei der EZB wieder. Da für die Berechnungen die Daten ab 1995 zugrunde gelegt sind, wird der Kapitalschlüssel entsprechend von 1995-1998 für das Europäische Währungsinstitut (EWI), dem Vorgänger der EZB angewandt und danach, entsprechend dem Kapitalanteil im Verlauf der EU- bzw. Euro-Erweiterung angepasst. Der EZB-Kapitalanteil ergibt sich jeweils hälftig aus dem Anteil an der Gesamtpopulation und dem relativen Beitrag zur gesamten Wirtschaftskraft innerhalb der EU.

Zur Überprüfung der Robustheit der Verteilung wurden ebenfalls separat nur der Bevölkerungsanteil und nur die BIP-Quote angewendet. Hieraus ergeben sich aber keine großartigen Unterschiede, sodass der Kapitalschlüssel als Referenz genutzt wird. Die grau hinterlegten Bereiche zeigen lediglich, dass der Staat in diesem Jahr noch kein Euroland war. Der gesamte Euroraum hat bspw. in 2001 78,94% des EZB-Kapitals beigesteuert, der Rest wurde von den anderen EU-Ländern getragen. Mitgliedsstaaten, die erst nach 1999 dem Euro beigetreten sind, hatten vorher zwar auch Anteile am EZB-Kapitalschlüssel (21,06% in 2001), für die weiteren Simulationen ist es aber lediglich von Bedeutung, welchen Anteil sie seit dem Euro-Beitritt beigetragen haben. Dementsprechend wird der Anteil jedes Euro-Landes extrapoliert, sodass man die exakten Anteile innerhalb des EZB-Kapitalschlüssels erhält (Vgl. Tabelle 12, S. 72). Im Jahr 2004 wurden unterjährig Anpassungen des Kapitalschlüssels vorgenommen (Mai 2004), weshalb ein gewichteter Mittelwert ( ) berechnet wurde.

3.1 Gesamtschuldnerische Haftung für einen Teil der Schulden (Modell A)

Dieses Blue-/ Red-Bonds-Konzept geht auf Überlegungen von Jacques Delpla und Jakob von Weizsäcker zurück, das „eine Reihe von Lehren aus der gegenwärtigen Eurokrise zieht und die Einführung von Eurobonds vorsieht.“ (vgl. Delpla, von Weizsäcker (2011), S. 1). Dieser Vorschlag sieht für die Etablierung solcher Eurobonds ein Splitting der Schulden jedes Euro-Staates in sogenannte Blue- und Red-Bonds vor. Gemäß der Maastricht-Schuldengrenze, die unter anderem Bedingung für den Beitritt zur EU ist, darf sich ein Staat bis maximal 60% seiner jährlichen Wirtschaftsleistung (gemessen am BIP) verschulden.

Alle Schulden jedes Euro-Mitgliedsstaates bis zu dieser festgelegten Schwelle werden als Blue-Bonds ausgegeben und dafür wird gemeinsam gehaftet. Hat ein Staat Schulden, die über dieses Limit hinausgehen, so werden diese als Red-Bonds begeben mit ausschließlich nationaler Haftung des jeweiligen Staates. Um diesen Ansatz hinreichend mit den tatsächlichen Zinskosten zu vergleichen, muss analog zur normalen Berechnung der Zinskosten vorgegangen werden. In der o.g. Veröffentlichung von Jacques Delpla und Jakob von Weizsäcker wird den Blue-Bonds ein AAA-Rating bescheinigt, die Zinskosten wären also, verglichen mit dem Status Quo, sehr gering (Ebenda, S. 2).

3.1.1 Berechnung der Kosten

So ergibt sich für den in der Tabelle (vgl. Tabelle 14, S. 73) angezeigten Zinssätze folgende Berechnung: Für den Zeitraum bis 1999 gelten (sofern vorhanden) die jeweiligen nationalen Zinssätze. Danach gilt für die Euro-Staaten, je nach Beitrittsjahr, ein gewichteter Mittelwert ( ), der jedes Jahr um die Staaten erweitert wird, die den Euro neu als Währung aufnehmen. Die Gewichtung stellt hier den hochgerechneten Anteil am EZB-Kapitalschlüssel ( der Euroländer dar, diese wird mit dem nationalen Zinssatz multipliziert und über alle Euroländer aufsummiert (vgl. Tabelle 12, S. 72).

Dementsprechend gilt für Griechenland =12, da es als 12. Land dem Euro beigetreten ist) bis einschließlich 2000 der nationale, ab 2001 dann der gemeinschaftliche Zinssatz, was an der rot markierten Linie zu erkennen ist. Der Einfachheit halber werden die Staaten bis sie der EU beitreten, im Bereich Blue-Bonds geführt, dies hat aber keine Auswirkungen auf die Berechnungen.

Der gemittelte Wert aller Euroländer auf 10-Jahresanleihen (Ø 4,43%) wird mit dem Faktor 0,6 multipliziert, der als Zinssatz für die Blue-Bonds (Ø 2,66%) zugrunde gelegt wird. Die Differenz von 1,19% zum Durchschnitt der AAA-Länder (DE, LU, NL: 3,85%) soll die erhöhte Liquidität und die höhere Sicherheit (durch gemeinsame Haftung) widerspiegeln, da eine geringere Risikoprämie „verlangt“ wird (vgl. Delpla, von Weizsäcker (2011), S. 1).

Um die erste Tranche zu ermitteln, bis zu welcher Höhe der Schulden Blue-Bonds emittiert werden dürfen, muss die Staatsschuldenquote jährlich neu berechnet werden. Die ersten 60% der Staatsschulden werden in der passenden Tabelle aufgeführt (vgl. Tabelle 15, S. 74). Somit ergeben sich die Zinskosten wieder aus der Multiplikation der Blue-Bond-Tranche mit dem durchschnittlichen Zins des jeweiligen Jahres. Den starken Effekt der kumulierten Kosten für Anleihen mit der Laufzeit einer Dekade im Zeitverlauf sieht man hier für Deutschland (vgl. Tabelle 16, S. 76). Die Zinskosten für die Blue-Bonds (inklusive Zinsdienst ohne Blue-Bonds) belaufen sich von 1995-2015 auf ca. 1.287 Milliarden Euro. (vgl. Tabelle 17, S. 76).

Für die zu zahlenden Zinssätze der Red-Bonds wurde, wegen des höheren Risikos dieses Schuldenanteils, ein konstanter Aufschlag von jeweils 0,8 Prozentpunkten angenommen. Diese Risikoprämie ist angelehnt an die Berechnungen des Bundesfinanzministeriums, das davon ausgeht, dass die Zinsen für Euro-Bonds im Vergleich zu den deutschen Bundesanleihen um 0,8% steigen würden (vgl. Neukirch, Reiermann (2011), S. 24).

Ausgehend vom wirtschaftlich stärksten Land ist dies also ein vorsichtiger Aufschlag, der für alle Länder des Euroraums zugrunde gelegt (vgl. Witte (2011) bzw. Beck, Wenzel (2011), S. 722) und konstant über die Laufzeit von 1995-2015 angenommen wird (vgl. Tabelle 18, S. 78). Dieser Zuschlag hätte einen zusätzlichen Disziplinierungseffekt (vgl. Meyer (2011), S. 374). Die Red-Bond-Tranche ergibt sich aus der Differenz der Gesamtschulden und der Blue-Bond-Tranche, die die 60%-Schuldengrenze überschreiten (vgl. Tabelle 19, S. 78). Da sich der Anteil der Red-Bonds im Zeitverlauf erhöht, steigen auch die Zinskosten stark an, da der Risikoaufschlag höher ist (vgl. Tabelle 20, S. 80).

Hieraus ergibt sich der komplette Zinsdienst für diesen Zeitraum, insgesamt mehr als 3.738 Milliarden Euro, gleichbedeutend mit Einsparungen von ca. 200 Milliarden Euro.

Tabelle 1: Modell A - Zinskosten Blue-/ Red-Bonds

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung, eigene Berechnungen

Ein Verhältnis von Blue- zu Red-Bonds würde hier keinen Sinn ergeben, da in der blauen Tranche auch der Zinsdienst bis zum Eintritt in den Euro enthalten ist. In Tabelle 21 (S. 80) wird nun die Differenz aus der Emission von Staatsanleihen nach „Delpla“ und „von Weizsäcker“ mit dem Status Quo an Zinskosten berechnet.

Zusätzlich ist hier zu erwähnen, dass die Blue Bonds bei der Bedienung der Zinskosten Vorrang haben, die sogenannte Seniorität. Erst wenn die Blue-Bond-Zinsen vollständig gezahlt wurden, wird die Junior-Tranche, also die Zinsen auf Red-Bonds, bedient. Für die Jahre 1995-1998 kann sich natürlich keine Differenz ergeben, da der Euro und damit das theoretische Konzept erst 1999 eingeführt wurden. Man kann für die Jahre bis einschließlich 2008, also dem Jahr nach der Finanzkrise erhebliche Zinseinsparungen erkennen.

Danach kommen jedoch die vollen Auswirkungen der Krise zum Tragen, sodass sich bis zum Ende der Berechnungen keine Zinskosteneinsparungen mehr ergeben. Größter Effekt hierbei ist sicherlich, dass die 1999 erstmals emittierten Anleihen im Jahr 2008 auslaufen und dementsprechend neue Anleihen begeben werden. Jedes Euroland nimmt ab diesem Zeitpunkt wieder mehr Schulden, zu mittlerweile höheren Zinsen, auf.

Trotzdem würde dieses Modell insgesamt erhebliche Einsparungen von über 200 Milliarden Euro mit sich bringen. Vergessen darf man dabei nicht, dass sich das Modell weiterentwickelt und so mit den zukünftigen Zinssätzen diese Ersparnisse erheblich wegschmelzen, sollte sich diese Entwicklung fortsetzen (vgl. Jahre 2009-2015, Tabelle 21, S. 80). Um das Ganze noch einmal grafisch darzustellen, werden hier Kosten für blaue und rote Bonds im Zeitverlauf angezeigt, summiert und in Relation zu den Kosten des Status Quo, also ohne Einführung von Eurobonds, gesetzt.

Abbildung 13: Modell A - Grafischer Vergleich der Zinskosten zum Status Quo

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung und Berechnung auf Grundlage von Eurostat-Daten

Wie bereits angesprochen, bedeutet der rapide Abfall aller Kurven im Jahr 2009, dass die sehr großen zehnjährigen Anleihen aus dem Jahr 1999, der Einführung des Euro und der damit verbundenen höheren Schuldenaufnahme (vgl. Tabelle 7, S. 66) im Jahr 2008 ausgelaufen ist und vollständig bedient wurde. Durch diese erstmals emittierte Anleihe fallen die gesamten Zinskosten hier von 272,1 Mrd. € im Jahr 2008 € für das Folgejahr um 53,20% auf 127,3 Mrd., um danach aber wieder kontinuierlich anzusteigen.

3.1.2 Schuldentilgung

Für die Schuldentilgung wurde für alle Modelle ein fixer Satz in Höhe von 25% der Ersparnisse festgelegt, damit eine kontinuierliche Konsolidierung der Staatsschulden erreicht werden kann. Es wird nun gezeigt, wie sich die Ersparnisse bzw. Mehrkosten entwickelt hätten, wenn man in jedem Jahr von 1999–2015 diesen Anteil für die Schuldentilgung verwendet hätte.

Tabelle 2: Modell A - Zinskosten nach Schuldentilgung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung und Berechnung auf Grundlage von Eurostat-Daten

Dies hat zur Folge, dass in den darauffolgenden Jahren weniger Schulden aufgenommen werden müssen, was wiederum in niedrigeren Zinskosten resultiert. In Tabelle 2 (S. 22) sieht man die neu berechneten Zinskosten für den Fall, dass das obige Vorgehen konsequent umgesetzt wurde.

Das allein reicht allerdings nicht aus, um daraus Rückschlüsse ziehen zu können. Es muss in das Verhältnis zu den tatsächlich entstandenen Kosten gesetzt und mit den Ergebnissen aus der Berechnung ohne Schuldentilgung verglichen werden. Durch die Schuldentilgung errechnet sich eine Ersparnis von ca. 236,2 Milliarden für alle Euro-Staaten zusammen, also einer zusätzlichen Ersparnis in Höhe von 17,7% oder knapp 36 Milliarden Euro. Insgesamt entspricht das 6% des gesamten Schuldenstandes innerhalb der Euro-Länder (vgl. Tabelle 22, S. 82).

3.1.3 Ausgleichsfonds/ Sicherheitspuffer

Die verbleibenden 75% der Ersparnisse werden, wie bereits erläutert, entsprechend der sechs Schlüssel verteilt. Die Anwendung verschiedener Prozentsätze hat zum Ziel die bestmögliche bzw. günstigste Variante im Sinne eines zukünftig stabilen Euro-Systems, ohne ausufernde Staatsschulden, zu finden. Die Simulation für den Ausgleichsfonds findet, genauso wie die Schuldentilgung, auf jährlicher Basis statt. Das folgende Beispiel zeigt die Umverteilungen für die Jahre 2008 sowie 2009 im Modell A bei einer Zahlung in Höhe von jeweils 25% der eingesparten Zinskosten in diesen Fonds.

Tabelle 3: Modell A - Berechnung der Umverteilung von Ersparnissen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung und Berechnung auf Grundlage von Statistical Data Warehouse der EZB

In Spalte C bzw. G werden die jeweiligen Mehrkosten (positive Werte) oder Ersparnisse (negative Werte) angezeigt. Für das Jahr 2008 ergeben sich für den gesamten Euroraum insgesamt Einsparungen in Höhe von 33,13 Mrd. € (Zeile 22). Da ausnahmslos jeder der 15 Mitgliedsstaaten in diesem Jahr Ersparnisse hat, muss kein Land für seine Mehrkosten kompensiert werden. Die 8,28 Mrd. € (⩠ 25%) fließen also vollständig in den Sicherheitspuffer, der im weiteren Verlauf näher erläutert wird. Im folgenden Jahr haben die 16 Staaten (Beitritt Slowakei 2009) insgesamt Mehrkosten von 10,4 Milliarden €, wobei die drei größten Staaten (DE, FR, IT) zusammen mehr als 89% aller Mehrkosten tragen.

Die Ersparnisse werden aufsummiert (-4,17 Mrd. €) und mit dem Faktor 25% multipliziert, sodass dem Ausgleichsfonds 1,04 Milliarden € (siehe Zeile 23) zufließen.

In Spalte I stehen die Prozentzahlen für den Anteil des Landes am EZB-Kapital-schlüssel. Allen Staaten, die dem Euro im Jahr 2009 angehörten (weshalb EE, LV und LT genullt sind) und gleichzeitig Mehrkosten zu tragen hatten, wird dieser Satz angezeigt. Addiert man diese Anteile auf, so erhält man in Summe 51,8%. Da aus diesem Ausgleichstopf aber 100% (1,04 Mrd. €) ausgeschüttet werden sollen, um die Mehrzahler zu kompensieren, muss dieser Prozentsatz noch mit dem Faktor 1,932 multipliziert werden. Dies entspricht dann dem prozentualen Anteil, den jeder Staat in diesem Jahr erhält (siehe Spalte H). Da der Topf vollständig für den Ausgleich verbraucht wird, steht kein Geld mehr zur Verfügung um einen Puffer aufzubauen, der Betrag ist deshalb gleich Null (Spalte H). Diese Zahl wird positiv, sobald die Euro-Staaten insgesamt mehr Ersparnisse als Mehrkosten haben bzw. wenn ein Staat vollständig in Höhe seiner Mehrkosten kompensiert ist.

Die Differenz wandert wiederum in diesen (Sicherheits-) Puffer. In den Spalten F und J stehen schließlich die finalen Kosten nach der Umverteilung. Für 2009 verändert sich in Summe nichts, da die Abgaben gleich den Kompensationen sind. Das Prozedere wird für den Zeitraum von 1999-2015 für jeden Schlüssel (25%, 30%, 35%, 40%, 45%, 50%) durchgeführt. Insgesamt ergeben sich durch die Simulation mit den verschiedenen Prozentzahlen unterschiedliche Entwicklungen der Mehrkosten:

Abbildung 14: Modell A - Entwicklung der Mehrkosten durch Umverteilung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung und Berechnung in Anlehnung an Daten von Eurostat

Durch das Modell A entstehen den Netto-Zahlerstaaten vor der Abgabe keine Kosten. Mit den unterschiedlichen Prozentsätzen ergeben sich erst Mehrkosten in unterschiedlicher Höhe. Die Frage ist aber, wieso gerade Frankreich, Portugal, Irland und Österreich zusätzliche Kosten entstehen. Dies ist dadurch zu erklären, da sie insgesamt über alle Perioden hinweg weniger sparen konnten als sie zusätzlich zahlen mussten. Zu Zeiten, als sie über ihr normales Maß hinaus Zinskosten zu tragen hatten, war im Ausgleichfonds schlichtweg nicht genügend Geld vorhanden um sie vollständig in Höhe dieser Differenz zu kompensieren. Frankreich trägt hier den größten Anteil, der entsprechend einem größeren Prozentsatz auch weiter steigt. Ab 35% wird auch Österreich vom Netto-Empfänger zum Netto-Zahler.

In der folgenden Abbildung 15 ist das Ganze für den Euroraum etwas detaillierter aufgeführt. Die blauen Balken zeigen den Prozentbereich, in dem ein Staat zu einem Nettozahler wird.

Abbildung 15: Modell A - Prozentuale Abgaben und Übergang zu Netto-Empfängern

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung und Berechnung in Anlehnung an Daten von Eurostat

Für Irland startet dieser Bereich bspw. bereits ab 15%, wohingegen Finnland erst bei einer Abgabe von 97% der verbleibenden Ersparnisse insgesamt zu einem Netto-Zahler wird. Der Verlauf der roten Kurve spiegelt die Ersparnisse bzw. Mehrkosten über alle Euro-Staaten hinweg wider. Je höher der Abgabesatz, desto mehr schmelzen die Ersparnisse dahin, bis die kumulierten Ersparnisse bei 65% komplett aufgebraucht sind.

Im Rahmen des bereits angesprochenen Sicherheitspuffers werden Gelder bereitgestellt, die jährlich im Rahmen der Umverteilung durch den Ausgleichsfonds neu berechnet werden. Im Modell A, dem Blue-/ Red-Bond-Konzept, erkennt man sofort, dass mit Einführung des Euro bis einschließlich 2008 Mittel aufgebaut wurden und die Einzahlungen ab 2009 stagnieren (Abbildung 16, S. 27). Dies sind kumulierte Werte und zeigen die Mittelzuflüsse an, sofern nichts aus diesem Topf ausgezahlt werden würde.

Abbildung 16: Modell A - Sicherheitspuffer

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung und Berechnung in Anlehnung an Daten von Eurostat

Selbst für den geringsten angenommenen Satz würden sich die Reserven auf 91,1 Milliarden Euro taxieren, was alleine schon fast 30% der gesamten Staatsschulden von Griechenland (ca. 312 Mrd. €) ausmachen würde. Mit Abgabe der Hälfte an Eingespartem summieren sich die Ersparnisse auf ungefähr dasselbe Verhältnis und entsprechen 58,5% (182,2 Mrd. €) der griechischen Verbindlichkeiten. Es ist, bei den durch den Ausgleichsfonds entstandenen Mehrkosten, durchaus legitim nach der Auszahlung aus diesem Puffer zu fragen. Bei den geringen 25% Abgaben entstehen Mehrkosten in Höhe von 0,98 Milliarden Euro, in der folgenden Grafik sieht man aber direkt, dass jeglicher Prozentsatz den Sicherheitspuffer vor kein allzu großes Problem darstellen würde. Alle Nettozahler könnten direkt aus diesem Puffer kompensiert werden. Selbst bei 50% und Mehrkosten von knapp 17 Milliarden Euro ist mehr als das 10-fache an Reserven vorhanden (vgl. Abbildung 17). Um hier eine Entscheidung treffen zu können welcher Prozentsatz als besonders sinnvoll anzusehen ist, werden die Mehrkosten in Relation zu dem verfügbaren Sicherheitspuffer gesetzt.

Abbildung 17: Modell A - Relation Mehrkosten/ Puffervolumen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung und Berechnung in Anlehnung an Daten von Eurostat

Wenn man lediglich das Verhältnis betrachtet, wäre ein Satz von 25% am sinnvollsten, wobei das Volumen aber auch entsprechend kleiner wäre. Als Vorsichtsmaßnahme stellt ein höherer Anteil, einhergehend mit einem höheren Puffer, jedoch kein Problem dar.

3.2 Teilschuldnerische Haftung für einen Teil der Schulden (Modell B)

Für das Modell B, in dem nur ein bestimmter Anteil der Staatsschulden aller Euroländer „gepoolt“ wird und die Haftung begrenzt (vgl. Meyer (2014), S. 369) ist, werden folgende Annahmen getroffen: Alle Staatsschulden bis zu einer Schuldenquote von 80% werden in einem Topf zusammengefasst (Alpha-Teil), für den alle Staaten bis zur Höhe ihres Anteils (der Schulden an den Gesamtschulden) haften. Alle Verbindlichkeiten, die darüber hinausgehen, landen im Beta-Topf, die ähnlich wie Red-Bonds behandelt werden.

3.2.1 Berechnung der Kosten

Da die Schulden, ähnlich wie im ersten Modell, aufgeteilt werden, ist hier die Rede von Alpha- und Beta-Bonds. Die Zinssätze für den ersten Teil von Bonds errechnen sich aus den Zinssätzen der Blue-Bonds plus einem Aufschlag von 0,6 Prozentpunkten, da nicht die volle Haftung durch die Mitgliedsstaaten gegeben ist, also eine Risikoprämie mit einkalkuliert wird (vgl. Tabelle 31, S. 83). Wie bereits angesprochen werden nun 80% der Schulden, also ein höherer Teil als im Blue-/ Red-Bond-Konzept veranschlagt (vgl. Tabelle 32, S. 84), die nun wiederum Ausgangslage für die Berechnung der Zinskosten sind (vgl. Tabelle 33, S. 86). Für den Beta-Anteil, vergleichbar mit den Red-Bonds, werden die Zinsen berechnet, indem zu den normalen Zinskosten jährlich 1,2% (effektiv 0,4 Prozentpunkte mehr als bei den Red-Bonds) aufaddiert werden, um dem, mit diesem Typ von Eurobonds einhergehenden, höheren Risiko gerecht zu werden. (vgl. Tabelle 26, S. 86).

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Details

Seiten
105
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668573314
ISBN (Buch)
9783668573321
Dateigröße
10.6 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v376742
Institution / Hochschule
Universität Trier – Lehrstuhl für Monetäre Ökonomik
Note
1,0
Schlagworte
Eurobonds Verschuldung Überschuldung Europa Europäischer Stabilitätsmechanismus ESM No bailout Transferunion Collective Action Clauses (CAC) PIIGS Stabilitäts- und Wachstumspakt Zinskosten Wettbewerbsfähigkeit Quantitative Easing IWF Euro Brexit Blue-Red-Bonds Zukunft Europas

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Titel: Eurobonds. Modelle und Probleme