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Friedrich I. Barbarossa und die deditio Mailands 1158. Ein Beispiel friedlicher Konfliktbeilegung im Hochmittelalter im Spiegel der Gesta Frederici

Hausarbeit (Hauptseminar) 2017 20 Seiten

Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Zusammenfassung

Im Sommer 1158 belagert Friedrich I. Barbarossa die Stadt Mailand. Der Konflikt endet friedlich, allerdings müssen die Mailänder in einem demütigenden Unterwerfungsakt vor ihren Kaiser treten und ihn um Hulderweisung bitten. Das Ereignis bietet zum einen anschauliche Einblicke in die Aspekte und Gestaltungsmöglichkeiten gütlicher Konfliktbeilegung, zum anderen bietet es Aufschluss über Barbarossas Herrschaftsverständnis in Reichsitalien.

Im Rahmen der Arbeit soll zunächst das Ritual der deditio im Allgemeinen charakterisiert werden. Daraufhin folgt ein ausführlicher Einblick in Hintergründe des Konfliktes zwischen Mailand und Barbarossa, um Barbarossas Handlungsspielräume ausreichend nachvollziehen zu können. Den Hauptteil der Arbeit wird eine eingehende Untersuchung der deditio 1158 einnehmen, geschildert in der Gesta Frederici. Unter besonderem Augenmerk auf die Schilderungen der Durchführung soll die Quelle auf gängige Merkmale und Besonderheiten einer typischen deditio untersucht werden.

In Form von symbolischer Kommunikation stellt die deditio ein gängiges Ritual gütlicher Konfliktbeendigung dar. Sie gehört zu den im Mittelalter üblichen Verfahrensweisen gütlicher Konfliktbeilegung. Im Allgemeinen gab es bei der Ausführung der deditio einen breiten Gestaltungsspielraum, der je nach Situation und Härte der Strafe für den Unterworfenen beeinflusste wurde. Ein grundätzliches Problem ergibt sich bei Ritualen: Nicht jeder Akteur hielt sich an die Verbindlichkeit der Regeln oder sein reuiges Verhalten. Dahingehend hatte man nie eine vollkommene Sicherheit hinsichtlich der Verbindlichkeit der Einhaltung des gezeigten Verhaltens. Eine rituelle Form gütlicher Konfliktbeilegung, wie die der deditio, war trotz des beschriebenen Ablaufes alles andere als einheitlich. Um dahingehend ein genaueres Bild für den Handlungsspielraum am Beispiel Friedrich Barbarossas zu gewinnen, werden im Folgenden auch die Ereignisse, die zur deditio 1158 führten, genauer beleuchtet.

Details

Seiten
20
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668541092
ISBN (Buch)
9783668541108
Dateigröße
523 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v376487
Institution / Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Note
2,3
Schlagworte
mittelalter konflikt krieg friedrich barbarossa mailand

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Titel: Friedrich I. Barbarossa und die deditio Mailands 1158. Ein Beispiel friedlicher Konfliktbeilegung im Hochmittelalter im Spiegel der Gesta Frederici