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„Rotes Wien“ (1918–1934) im Kontext europäischer Arbeiterbewegung

Seminararbeit 2017 17 Seiten

Soziologie - Politische Soziologie, Majoritäten, Minoritäten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Einführende Worte zu den Wurzeln der Arbeiterselbstorganisation bis heute
1.1. Die Augangslage des „Roten Wien“
1.2. Die österreichische Sozialdemokratie - Von der Monarchie zur Ersten Repubilk
1.3. Rosa Jochmann - Erfahrungsgeschichte einer Arbeiterin und Aktivistin vom Ersten Weltkrieg bis zum „Anschluss“ März

2. Das „Rote Wien“ - Wohlfahrtswesen und Soziale Verwaltung
2.1. Bildung und Kultur - Der Weg zum „Neuen Menschen“
2.2. Fazit

Literaturverzeichnis

Einleitung

„Das “Neue Wien” der 1920er und frühen 1930er Jahre war ein einzigartiges gesellschaftspolitisches Experiment, das sämtliche Lebensbereiche der Menschen erfasste - von der Sozial- und Gesundheitspolitik über das Bildungswesen bis zum Wohnbau“ (http://dasrotewien-waschsalon.at/in/, 20.08.2016, 18:45).

Im Österreich der Ersten Republik herrschte nach dem Ersten Weltkrieg Massenarmut im Land vor, insbesondere die Städte und Wien waren gezeichnet von einer kollektiven Armut, die dazu führte, dass sich unter dem Banner der Sozialdemokratischen Partei Bewegungen aus der Arbeiterklasse formierten, um selbst Hand anzulegen. In der Zeit zwischen Erstem Welt- krieg und dem Beginn des Austrofaschismus in den frühen 30iger Jahren wurden in Wien z.B. riesige Wohnanlagen errichtet, zu den größten und prächtigsten Kommunalbauten zählt der Karl- Marx- Hof.

Diese Wohnhausanlage der Gemeinde Wien ist der wohl der bekannteste kommunale Wohn- bau der Stadt und wurde zwischen 1926-1930 errichtet. Neben 1.382 Wohnungen für etwa 5.000 BewohnerInnen wurden hier auch zahlreiche Gemeinschaftseinrichtungen geschaffen wie zwei Zentralwäschereien mit 62 Waschständen, zwei Bäder mit 20 Wannen und 30 Brau- sen, zwei Kindergärten, eine Mutterberatungsstelle, ein Jugendheim, eine Bibliothek, eine Zahnklinik, eine Krankenkassenstelle mit Ambulatorium, eine Apotheke, ein Postamt, meh- rere Arztpraxen, Kaffeehäuser, Räumlichkeiten für politische Organisationen und 25 Geschäftslokale. Der Karl-Marx-Hof wurde als Verbauung der relativ schmalen, aber über einen Kilometer langen früheren "Hagenwiese" als geschlossene Wohnhofanlage mit großen, freundlichen Gartenhöfen errichtet. Die offizielle Eröffnung der Anlage fand am 12. Oktober 1930 statt; dabei sprach Bürgermeister Karl Seitz die berühmten Worte: „Wenn wir einst nicht mehr sind, werden diese Steine für uns sprechen.“(vgl. http://www.dasrotewien.at/karl- marx-hof.html, 20.08.2016, 20:17)

In der Seminararbeit sollen die politisch-soziologischen Hintergründe dieser Phase des „Roten Wiens“ genauer betrachtet werden, dazu heißt es auch: „Unter den Millionenstädten ist Wien die einzige, die von einer sozialdemokratischen Mehrheit verwaltet wird. Es ist gelungen, diese Mehrheit, die im Revolutionsjahr erobert wurde, in zwei Wahlschlachten glänzend zu behaupten, ja zu vergrößern“ (Robert Dannerberg: Sozialismus In Einer Stadt - Errungenschaften des „Roten Wien“). Während in Italien der Faschismus Einzug fand bzw. in Deutschland ab Mitte der 20ige Jahre die Nationalsozialisten und rechts-konservative Kräfte sowie radikale linke Gruppierungen sich Militarisierten und Straßenkämpfe führten, wird diese Phase in Österreich als, nicht ohne Stolz, als Zeit des Austromarxismus beschrieben, das „Rote Wien“ war Zentrum dieser politischen Ära und war auch lange nach Austrofaschismus und NS-Zeit hinein in die Zweite Republik Teil der Wiener Mentalität, eine Zeit, auf die von einer breiten Schicht der Bevölkerung mit Stolz verwiesen wird. Aus österreichischer Perspektive handelt es sich somit um eine spezifische Errungenschaft, die Stadt Wien zählt heute zu jenen mit höchster Lebensqualität weltweit, es ist naheliegend, die historischen Fundamente für diese Entwicklung in der Phase des „Roten Wiens“ zu suchen, die sich gewissermaßen in eine Tradition anderer ArbeiterInnenbewegungen anderer europäischer Länder einfügt.

1. Einführende Worte zu den Wurzeln der Arbeiterselbstorganisation bis heute

Bevor auf die Phase des „Roten Wien“ eingegangen wird erfolgt ein kurzer historischer Abriss der Arbeiterselbstorganisation hin zu heutigen Entwicklungen der Arbeiterkontrolle. Die glorreiche Phase des „Roten Wien“ darf nicht von der Tatsache ablenken, dass die Entscheidungsträger, die eine teilweise stark sozialistische Entwicklung ermöglichten, von sozialdemokratischen Politikern in den Rathäusern durchgesetzt wurde. Der Beitrag der ArbeiterInnen war vor allem ihr Urnengang und die Machtverteilung zu Gunsten der Sozialdemokraten. Entscheidungen wurden also parlamentarisch-demokratisch durchgesetzt, aber von oben. Aus diesem Grund sind Arbeiterselbstorganisation oder Arbeiterselbstkontrolle diesbezüglich streitbare Begriffe, vor allem wenn es darum geht, wie sozialistische Errungenschaften zustande kommen, also durch eine „Revolution“ von oben, z.B. den Politikern oder den Herrschenden, oder von unten, also der Basis, der Arbeiterschaft, der unteren Klassen. Diesen Aspekt ständig im Hinterkopf zu behalten ist wichtig, denn es geht um eine neue politische Form zu etablieren, einer alternativen Gesellschaftsform als die bisherig kapitalistisch-geprägte, die auch sozialistische Ideen zulässt, oft aber aus reaktionärem Verhalten heraus und nicht mit der Absicht, die vorherrschenden Machtverhältnisse tatsächlich zu verändern. In Zeiten des Neoliberalismus zu Beginn des 21. Jhdt. zeigt der weltweite Anstieg von Arbeiterselbstkontrolle, das auf politischer Ebene sozialistische oder sozialdemokratische Parteien entweder zu schwach oder zu wenig radikal in ihren Vorstellungen sind, eine Revolution von oben also immer abwegiger wird und in einer kollektiven Eigeninitiative, in vielen Fällen aus wirtschaftlicher Not und keineswegs aus einer politischen Gesinnung heraus, mündet. In der Phase des „Roten Wien“ hingegen waren die Politiker größtenteils stark daran interessiert, das Wohl der Arbeiterklasse auf lange Zeit zu verbessern, welches Sich durch besserer Wahlergebnisse 1927 bezahlbar machte.

Arbeiterkontrolle ist ein Phänomen, welches seine historischen Wurzeln in der Pariser Kommune hat. Schon Karl Marx und Friedrich Engels erkannten das gesellschaftliche Potential der Arbeiterselbstverwaltung, es sei „der Kommunismus, der mögliche Kommunismus“. Die Pariser Kommune wurde zerschlagen, kann aber als Paradebeispiel für die Herrschaft der Arbeiterklasse genannt werden. Historisch betrachtet kam es vor allem zum Anfang des 20. Jhdts zur Selbstorganisation der ArbeiterInnen in sogenannten Arbeiterräten, in realsozialistischen Ländern wie in Polen, CSSR und Jugoslawien kam es 1956, 1968 und 1981 zu Arbeiteraufständen, die brutal niedergeschlagen wurden. In kapitalistischen Staaten finden Krisen des Kapitalismus laufend statt - die Wirtschaftssysteme sind global betrachtet fragil, nicht vorhersehbaren Schwankungen unterworfen und daher stellt sich die Frage der Zukunftsfähigkeit des Kapitalismus - denn der Großteil der Besetzungen der letzten 20 Jahre fand nicht aufgrund eines revolutionären Gedankens heraus statt, sondern aufgrund der Not der ArbeiterInnen in den verschiedenen kapitalistisch geführten Arbeitsstätten. Soll heißen, dass die Schwankungen in der internationalen Wirtschaft nationale Sogkräfte erzeugt, durch die Firmen abwandern, langjährige MitarbeiterInnen entlassen werden - oft spontan und hinter verschlossenen Türen, wie es letztendlich nur in einer streng hierarchisch geführten Organisationsform möglich ist. Bei Besetzungen und Arbeiterselbstverwaltung geht es darum, die nötigen Produktionsmittel in Besitz zu bekommen, oftmals müssen sich betroffene Unternehmen neu erfinden - tendenziell werden im Kollekitv oft Produkte erzeugt, die nicht nur einen monetären, sondern auch einen allgemeinen Mehrwert besitzen, zum Wohle der Allgemeinheit. Der Weg von der Besetzung der Arbeitsstätten zur Produktion eigener Güter ist aber in vielen Fällen ein langer und beschwerlicher, sei es, dass politische Entscheidungsträger sich dagegen wehren, sei es, dass einstige FirmeninhaberInnen sich wieder ins Spiel bringen und bei besserer Wirtschaftslage die Firma zurückhaben wollen. Daneben fehlt es oft an Know-How auf organisatorischer Ebene hin zur Fachkompetenz im Produktionszyklus oder in der Technik. Deswegen gibt es Vernetzungen, Meetings und Absprachen zwischen bestehenden und entstehenden Organisationen, um sich gegenseitig zu unterstützen und um die Selbstverwaltung, deren Grundlage basisdemokratische Entscheidungsprozesse sind, zu forcieren und die Möglichkeit weiter zu festigen, dass eine Wirtschaft im Kollektiv, ohne Bosse, möglich und absolut zukunftsfähig ist, wenn auch auf politischer Ebene das nötige Mandat dazu geschaffen wird - das Gespräch mit lokalen PolitikerInnen, Vereinen und Institutionen ist wichtiger Bestandteil des Entstehungsprozesses einer Arbeiterbesetzung und Selbstverwaltung.

Die Krise 2008 führte zur Schließung vieler Betriebe - und gleichzeitig zum Anstieg der von ArbeiterInnen besetzten und selbstverwalteten Arbeiststätten (vgl. Azzellini 2015, S. 67). Hier gilt vor allem der Gesamtkontext zu berücksichtigen, also einen systemkritischen Standpunkt einzunehmen. Denn die Bewegungen der ArbeiterInnen werden durch die Krise des Kapitalismus ausgelöst, der keine Alternative für Arbeitslose bietet, beim dem Profit oberste Priorität besitzt, ArbeitnehmerInnen nur Teil der Produktions -und Wertschöpfungskette sind und daher von der momentanen Wirtschaftsentwicklung abhängig sind, da sie ihre Arbeitskraft verkaufen müssen, um zu überleben. In der Pariser Kommune wurden Teile des Arbeits -und des Zusammenlebens von organisierten Arbeitsräten und einem Zentralkomitee auf basisdemokratischer Ebene bestimmt - mit der Möglichkeit, diese Entscheidungen zu jeder Zeit wieder zu annullieren, ganz im Gegenteil zu Entscheidungen in einer üblichen hierarchischen Gesellschafts -und Arbeitsordnung (vgl. ebd). Als zweite Zäsur in der Arbeiterbewegung gilt die sogenannte Oktoberrevolution 1917 in Russland während dem Ersten Weltkrieg. Auf politischer Ebene trat Lenin für die Herrschaft der Arbeiterklasse ein, doch in der Praxis fand der Übergang zur Arbeiterkontrolle ein jehes Ende - aus mehreren Gründen, etwa dem Fernbleiben von ArbeiterInnen oder Selbstbereicherung - wurde die gängige Betriebsführung im tayloristischen Sinne wieder eingeführt, ehemalige Eliten in den Produktionsstätten, z.B. Direktoren, wurden wieder rekrutiert. Politisch argumentierte Lenin diesen (Rück-) Schritt in Richtung Kapitalismus als deterministische Abfolge von proletarischer Diktatur hin zur Herrschaft der Arbeiterklasse (vgl. Wallis 2012, S. 24ff). Hingegen fanden in anderen faschistischen Diktaturen des 20. Jhdts wie in Italien 1920, Spanien 1936 und Chile 1970 unter viel schlechteren Voraussetzung Betriebsbesetzungen statt, d.h. es kam in durch die bedrohliche politische Situation zu einer vermehrten Solidarität in bestimmten Regionen, die aber mit massiven Repressalien hin zu Bedrohung des eigenen Lebens der ArbeiterInnen reichten (vgl. ebd, 27-36). Aus heutiger Sicht zählen vor allem die Länder Südamerikas, allen voran Argentinien, als jene mit den meisten RBAs, die Wirtschaftskrise auf globaler und nationaler Ebene steht in unmittelbaren Zusammenhang mit dem Entstehen neuer, von ArbeiterInnen geführten Betriebe - nicht aufgrund eines genuin revolutionären Gedankens, sonder aus einer Notwendigkeit heraus, einer Art Notwehr gegen die Prinzipien der „freien“ Marktwirtschaft. Am Anfang wurde von der breiten Schicht der Arbeiterklasse das Ziel der „Diktatur des Proletariats“ verfolgt, deren Erfolg von politischen Veränderungen unterschiedlich positiv oder negativ beeinflusst wurde. Aber wesentlich ist, dass eine breite Masse sich für eine Betriebsübernahme stattfand, im großen Kollektiv umgesetzt wurde wie in der Pariser Kommune (vgl. Wallis 2012). Im Vergleich zu Betriebsbesetzung ab dem 19. Jhdt sind jene der letzten 10 Jahre ebenfalls im Kollektiv organisiert, weisen aber einen viel individuelleren Charakter auf und sind daher in einer defensiveren Lage, Druck auf die Arbeitgeber auszuüben. Trotzdem ist es oftmals der einzige Weg, um wieder den Blick in die Zukunft werfen zu können, denn Gewerkschaften, PolitikerInnen und Parteien bzw. VertreterInnen der Wirtschaft sind meistens keine zuverlässigen PartnerInnen in dem ohnehin sehr langwierigen Prozess der erfolgreichen Betriebsübernahme. Daher basiert eigentlich alles auf der Eigeninitiative der ArbeiterInnen - und oft keineswegs aus systemkritischen-antikapitalistischen Ideologie heraus, sondern aufgrund der wirtschaftlichen Notlage von ArbeiterInnen und ihren Familien, auch wenn es verschiedene Motive gibt und manche dies auch als Chance für eine alternative Form des gesellschaftlichen Zusammenlebens für entdecken (vgl. Azzellini 2016). In erster Linie geht es darum, denn Produktionsprozess wieder aufzunehmen - ohne Bosse, und streng hierarchische Organigramme, sondern kollektive Entscheidungsprozesse bilden das Herzstück der Betriebsbesetzungen - sie können auch jederzeit wieder rückgängig gemacht werden. Genossenschaften wie die voest oder die Raiffeisenbank berufen sich in ihrem Statut ebenfalls auf die Versammlung, in denen der Vorstand bei der Jahreshauptversammlung neu gewählt wird. Jedoch handelt es sich dabei nur mehr um einen rein formalen Akt, denn Entscheidungen werden längst von einer Elite innerhalb der Genossenschaften beschlossen, die vor allem nach kapitalistischen Denkmustern entschieden werden - Profit um jeden Preis. Der kollektive Gedanke geht dient vor allem der Gewinnmaximierung, aber nicht der Demokratisierung.

1.1. Die Augangslage des „Roten Wien“

Wie im vorherigen Kapitel genannt wurde, hatte und hat die Arbeiterselbstorganisation eine lange Tradition, jedoch gibt es aus heutiger und auch historischer Sicht keine eindeutige Determinante, weshalb global betrachtet es zu diesen Bewegungen kommt - sehr wohl ist die Krise des Kapitalismus ein gemeinsamer Nenner, nicht immer geschehen Arbeiterbewegungen aus einem Überbau, z.B. einer politischen Überzeugung, heraus, oft geht es um das nackte Überleben für sich und Familie, wenn Betriebe abwandern und die Produktionsmittel abgezogen werden, also einem fehlenden Unterbau. Die Ausgangslage des „Roten Wien“ hingegen war eine andere, denn neben Massenarmut einer riesigen Bevölkerungsschicht, den ArbeiterInnen, also dem fehlenden Unterbau, war auf ideologischer Ebene ein Höhepunkt marxistischer, kommunistischer und sozialistischer DenkerInnen und Bewegungen, sei es Lenin in Russland oder Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht in Deutschland. Ebenfalls die Entbehrungen des 1.Weltkriegs und das Potential politischer Umwälzung durch Absetzung der Monarchie öffneten den Weg für neue revolutionäre Gedanken. Einheit, Freiheit und Brüderlichkeit war nun der Tenor, eine Aufbruchsstimmung legte sich über die Köpfe, auch konservative Parteien konnten sich diesem Sog nicht gänzlich entziehen und zeigten teilweise Kompromissbereitschaft. Wie eingangs formuliert ist es fraglich, wie sehr es sich beim „Roten Wien“ nun um eine ArbeiterInnen-Selbstorganisation handelte, da vor allem die sozialdemokratische Partei als stärkste Macht im Parlament sich für die ArbeiterInnen einsetzte und vieles in Bewegung setzte, vor allem im Kommunalbau, also Entscheidungen von oben gefällten wurden. Viele Errungenschaften des „Roten Wiens“, wie als prominentestes Bauwerk der Karl-Marx-Hof, entstanden also aus dem Zusammenwirken revolutionärer und politischer Kräfte heraus, die in der sozialdemokratischen und kommunistischen Partei gebündelt wurden, während ArbeiterInnenselbstorganisationen heute oft autonom wirken, zwar (notwendige) Verbindungen zu Gewerkschaften und Parteien haben, aber im Prinzip oft aus sich heraus entstehen und bestehen. D.h. die Kategorisierung des „Roten Wien“ als „reine“ ArbeiterInnenselbstorganisation ist problematisch bzw. nicht eindeutig zulässig, dennoch gilt dieses Kapitel österreichischer Geschichte als wohlmöglich als einziges, dass sich in die Tradition der Pariser Kommune noch am ehesten einfügen kann und deswegen Beachtung verdient.

1.2. Die österreichische Sozialdemokratie - Von der Monarchie zur Ersten Repubilk

Die österreichische Sozialdemokratie weist schon vor dem Ersten Weltkrieg eine Besonderheit auf, denn mehr als andere Parteien in der Habsburgermonarchie stellt sie die mächtigste Partei dar und weist besondere (positive und negative) Charakterzüge in ihrer Entwicklung auf, insbesondere im Vergleich anderer sozialdemokratischer Parteien außerhalb der Donaumonarchie. Die österreichische Arbeiterbewegung hat sich im Vergleich zu anderen westlichen Ländern sehr spät verfestigt - vor allem im deutschen Fahrwasser, kamen von dort die größten sozialistischen DenkerInnen der zweiten Hälfte des 19.Jhdts., doch versuchte Victor Adler als Gründer der sozialdemokratischen Partei in Österreich in der Praxis andere Akzente zu setzen.

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Details

Seiten
17
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668521339
ISBN (Buch)
9783668521346
Dateigröße
569 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v374661
Institution / Hochschule
Johannes Kepler Universität Linz – Soziologie
Note
1,0
Schlagworte
Rotes Wien Arbeiterbewegung Sozialismus Erste Republik Österreich Wien Rosa Jochamm Sozialdemokratie NS Austrofaschismus Karl-Marx-Hof

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