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Die Aspekte der Cartesischen Philosophie in Sir Ridley Scotts Science-Fiction-Film "Blade Runner"

von Chris Schwarz

Hausarbeit 2012 12 Seiten

Filmwissenschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Welt von Blade Runner
2.1 Handlung
2.2 Veröffentlichung
2.3 Auszeichnungen

3. Künstliches Leben
3.1 Die Menschlichkeit der Maschinen

4. Erinnerung, Realität und Identität im Bezug zur Cartesischen Philosophie

5. Deckard und Descartes

6. Schlussfolgerung

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Blade Runner ist ein Science-Fiction-Klassiker und gilt als Symbol seiner Zeit. Man kann ihn als einen derwichtigsten Science-Fiction-Filme aller Zeiten betrachten, da er zu einer kleinen Gruppe futuristischer Meisterwerke gehört, die das Publikum stets fasziniert und immerwieder neue Perspektiven aufzeigt. Er besticht durch seinen vielschichtigen Inhalt, seine kritische Haltung, seine visuelle Komplexität und zeigt zudem auf, wie anspruchsvoll das Science­Fiction-Genre sein kann.

Darüber hinaus beeinflusste Scotts Film viele nachfolgende Filme des gleichen Genres. Was macht die Menschlichkeit aus? Dies ist die zentrale Frage des Films. Die folgende Hausarbeit wird dieser Frage nachgehen und sich mit den Bezügen, den der Film zur Cartesischen Philosophie aufbaut, beschäftigen.

2. Die Welt von Blade Runner

2.1 Handlung

Die Handlung von Blade Runnerspielt im Jahre 2019 in Los Angeles, nach einem globalen Klimakollapse, verursacht durch einen Atomkrieg, sind die meisten Menschen von der Erde geflüchtet und Leben in Weltraum-Kolonien. Während die restliche Menschheit elendig zusammengepfercht in großen Metropolen wie L.A. lebt.

Die Erforschung und Besiedlung anderer Planeten war nur möglich mit Hilfe der sogenannten „Replikanten“.

Sie sind genetisch konstruierte Menschen mit übernatürlicher Kraft und Widerstandsfähigkeit, die wie Sklaven behandelt werden.

Es gibt verschiedene Klassen von Replikanten z.B. Arbeiter, militärische Einheiten und Replikanten, die lediglich zur Unterhaltung dienen.

Die Tyrell Corporation ist der größte Herstellervon Replikanten in Nordamerika und arbeitete Jahre daran die perfekte Kopie eines menschlichen Wesens zu erschaffen nämlich den Nexus-6.

Der Nexus-6 hat eine Lebensdauer von 4 Jahren, danach beginnt seine Zellstruktur zu zerfallen.

Es ist ihnen verboten auf die Erde zurück zu kehren, falls sie es doch tun sollten, werden sie von so genannten Blade Runner ausfindig gemacht und die Todesstrafe an ihnen vollzogen.

Blade Runner sind eine Sondereinheit der Polizei mit einem einzigen Auftrag, nämlich dem Suchen und Beseitigen von Replikanten, die auf der Erde erscheinen. Deckard, die Hauptfigur, ist einer von diesen Blade Runner und hat die Aufgabe, eine Gruppe von vier Replikanten unter der Leitung von Roy Batty, einem sehr intelligenten und gefährlichen Nexus 6-Modell, zu finden.

Die Gruppe besteht aus zwei männlichen und zwei weiblichen Nexus-6:

Roy, Pris, Zola und Leon, die versuchen die Tyrell-Corporation zu infiltrieren, um einen Weg zu finden ihr Leben zu verlängern.

Eine weitere Hauptfigur ist Rachael ein neuer Replikanten-Typ Namens Nexus- 7. Sie hat ein künstliches Gedächtnis-Implantat und zudem eine längere Lebensdauer. Um zwischen Menschen und Replikanten unterscheiden zu können, wird ein so genannterVoight-Kampff-Test mit den Replikanten durchgeführt. Dazu werden die Testperson an ein Gerät angeschlossen um den Blutdruck, die Atemfrequenz und die Augenbewegungen zu messen, während sie bestimmte Frage beantworten müssen.

Als Deckard den Voight-Kampff-Test mit Rachael macht, findet er heraus, dass sie eine Replikantin ist und sagt es ihr daraufhin.

Trotz der Tatsache, dass Rachael ein Replikant auf der Erde ist, verliebt sich Deckard in sie und versucht sie vor seiner eigenen Einheit zu beschützen. Während dem Finale zwischen Roy und Deckard erkennt Roy die Bedeutung und den Wert des Daseins und lässt Deckard am leben, obwohl Deckard versucht hatte ihn zuvor zu töten. Am Ende entkommen Rachael und Deckard zusammen.

2.2 Veröffentlichung

Nach seinem Debütfilm „Die Duellisten" und seinem kultigen und kommerziell sehr erfolgreichen Science-Fiction Horrorfilm „Alien“, ist„Blade Runner“ der dritte Film des britischen Regisseurs Sir Ridley Scott.

Der Spielfilm basiert auf dem Roman „Do Androids Dream of Electric Sheep?“ von Philip К. Dick, der 1968 veröffentlicht wurde.

Die Originalfassung, die 1982 ins Kino kam, konnte leider nicht die hohen Erwartungen der Produzenten und Investoren erfüllen.

Leider wurde er zu einem Kassenflop, der das Publikum nicht erreichte und viele Zuschauer an den gleichzeitig erschienen „E.T.“ von Steven Spielbergs verlor. Erst die DVD Version des Films konnte eine große Fangemeinde gewinnen und avancierte zum Kultfilm.

Scotts Arbeit fand auch großen Anklang bei Intellektuellen und war eine der meist diskutierten Filme seiner Zeit.

Eine überarbeitete Fassung mit einem alternativen Ende erschien 1991 als erster Director's Cut der Filmgeschichte.

25 Jahre nach der Veröffentlichung des Films, erschien eine digital überarbeitet Edition, welche als die endgültige Version des Regisseurs gilt.

2.3 Auszeichnungen

Besonders viel Lob erhielt der Film für sein sensationell beeindruckendes Set­Design und seine visuelle sehr detaillierte Vision einer dystopischen Zukunft. Scotts düstere Zukunft des Los Angeles im Jahre 2019weist starke Ähnlichkeiten zu Fritz Langs „Metropolis“ auf.

Kritiker lobten zudem seine Design-Konzepte, welche Elemente des Film Noir und des Science-Fiction-Genre mit den Gangster-Filmen der 1940er Jahre verband.

Blade Runnerwurde mit folgenden Preisen ausgezeichnet: Dem LAFCAAward 1982 (beste Kamera), dem BAFTA Film Award 1983 (beste Kamera, bestes Kostümdesign und bestes Produktionsdesign), den Hugo Award (bestes Drehbuch) und den ALFS Award 1983 (bestes visuelles Design).

Zudem wurde er im selben Jahr für zwei Oscars in den Kategorien bestes Szenenbild und beste visuelle Effekte nominiert.

Außerdem konnte der Film noch eine Reihe weiterer Auszeichnungen, wie den Golden Globe und den Saturn Award, gewinnen.

Im Jahr 2007 gewann der Director's Cut den Sierra den Las Vegas Film Critics Society Awards in der Kategorie beste DVD.

1993 wurde Blade Runner dann in das National Film Registry und 2003 in den Filmkanon der Bundeszentrale für politische Bildung aufgenommen.[1]

3. Künstliches Leben

Die Erschaffung von künstlichem Leben ist ein Leitmotiv in der Science-Fiction und gehört zu den Archetypen derwestlichen Welt, die bereits in alten Legenden und Mythen auftreten.

Ihre bekanntesten Vertreter sind z. B. die Prometheus Geschichte aus der griechischen Mythologie und die Geschichte von Dr. Frankenstein aus Mary Shelly's gleichnamigen Roman.

In all diesen Geschichten erschaffen die Protagonisten künstliches Leben, welches sich letztlich gegen seinen Schöpfer wendet.

Die Menschheit spielt mit göttlichen Kräften und wird für ihre moralische Verfehlung bestraft.

Die Replikanten spiegeln die zweideutigen Gefühle über die technologische Fortschritte in der Gentechnik und dessen Problem hinsichtlich der Ethikwieder. Die Ermordung von Eldon Tyrell durch Roy Batty symbolisiert die Menschheit, die durch ihre eigene unkontrollierbaren Kreationen zerstört wird.

Die Behandlung der Replikanten kann man auch vor dem Hintergrund der

[...]


[1] http://www.bpb.de/veranstaltungen/QUFU7Z,0,0,Filmkanon.html

Details

Seiten
12
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783668515505
ISBN (Buch)
9783668515512
Dateigröße
484 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v374374
Institution / Hochschule
Merz Akademie - Hochschule für Gestaltung Stuttgart
Note
1,3
Schlagworte
Blade Runner Film Ridley Scott Cartesisch Philosophie Rene Descartes

Autor

  • Chris Schwarz

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