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Der Bildungsbegriff Humboldts im Kontext des Bildungsdenkens der Aufklärung

Hausarbeit 2000 15 Seiten

Pädagogik - Geschichte der Päd.

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung

2. Hauptteil: Welche Rolle spielte Humboldt im Kontext der Aufklärung
2.1 Wie entwickelte sich die Bildungs- theorie Humboldts und was war sein Grundansatz?: nach Benner
2.2 Die Grundgedanken Humboldts: nach Menze

3. Was und warum wurde an Humboldt Kritik geübt?: nach Kawohl
3.1 Kritik an Humboldts Idealismus
3.2 Kritik an Humboldts Individualismus
3.3 Kritik an der Reform Humboldts im Bildungswesen

4. Schluß

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Warum habe ich eigentlich dieses Thema gewählt?

Mich interessierte, wie Menze, warum heute eigentlich von einigen Seiten Humboldt verehrt wird und er auf der anderen Seite von einigen in neueren Zeitungsartikeln „verflucht“ und „polemisiert“ wird.

Ich möchte meine Hausarbeit mit dem Thema: „Der Bildungsbegriff Humboldts im Kontext des Bildungsdenkens der Aufklärung“ stellen.

Darum werde ich mich zuerst näher mit zwei Schriften, von Benner und Menze, beschäftigen, um so einen Überblick über die Grundgedanken von Humboldt zu gewinnen. Den Vergleich, zwischen Benner und Menze, werde ich nicht in dieser Hausarbeit bearbeiteten. Der Grund dafür ist, daß ich nur einen Überblick geben will und ich nicht das komplexe Studium des Lebenswerkes durchführte, welches notwendig gewesen wäre, um beide Autoren gegeneinander zu vergleichen. Danach werde ich anhand von Kawohl noch einige Kritikpunkte an Humboldts-Gesamtwerk darstellen, um so auch die Seite der Kritiken zu erörtern und damit auch die aktuellen Argumente dazustellen.

Zum Ende werde ich noch kurz ein Fazit über die Humboldt-Diskusion geben, soweit wie ich das Problem verstehe.

Aber komme ich erst mal zu einigen Begriffen, welche in dem Thema enthalten sind. Was ist eigentlich Aufklärung?

Aufklärung ist: „eine philosophische Strömung im 17. U. 18. Jh., laut Kant der `Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit`.“ (Finke 1993, S.57).

Mit Humboldt kommt auch noch ein anderer Begriff mit in das Thema und zwar was heißt Neuhumanismus?

Neuhumanismus ist die Erneuerung des Humanismus aus dem 14. Bis 16. Jh.. Der Humanismus ist: „eine von der klassischen und christlichen Antike geprägte Lebensanschauung.“ (Finke 1993, S. 377). Sie stellte gleichzeitig den

Menschen und seine Person in den Mittelpunkt.

Beide Begriffe spielen während der Hausarbeit eine Rolle und mußten daher auch definiert werden.

2. Welche Rolle spielte Humboldt im Kontext der Auf-klärung?

Ich möchte anhand zweier Schriftsteller versuchen, diese Rolle näher zu beleuchten. Benner versucht, Humboldt als einen neuzeitlichen Bildungstheoretiker darzustellen. Dies gelingt ihm, indem er Humboldts Werk: „Ideen zu einem Versuch, die Gränzen der Wirksamkeit des Staats zu bestimmen“ näher durchleuchtet, um die Konzeption des Bildungsbegriffes und der daraus folgenden Bildungsreform zu verstehen.

Menze versucht ebenfalls, das Gesamtkonzept von Humboldt zu verstehen. Er begann seine Studien, weil neuerdings über Humboldt meistens polemisch geredet wird. Er versucht die Grundgedanken nachzuzeichnen und trennt dabei die Bereiche Mensch, Bildung und Welt.

2.1 Wie entwickelte sich die Bildungstheorie Humboldts und was war sein Grundansatz? (nach Benner)

Am 22. Juni 1767 wurde Wilhelm von Humboldt geboren und er verstarb am 8. April 1835.

In seiner Kindheit besuchte er, wie fast alle, nicht die Schule und trotzdem sollte er doch später so einen großen Einfluß auf den Bildungsbegriff der Neuzeit haben.

Eine große Einflußgröße war hier sein Hauslehrer Joachim Heinrich Campe, welcher „von 1785-1792 die erste moderne pädagogische Enzyklopädie, die `Allgemeine Revision des gesamten Schul- und Erziehungswesens`, herausgab und ein demokratisch gesinnter Vertreter der pädagogischen Aufklärung in Deutschland war.“ (Benner 1990, S. 12).

Mit zweiundzwanzig unternahm er mit diesem Hauslehrer eine Bildungsreise, welche ihn auch nach Paris führen sollte. Dort erlebte er die Geschichte der Französischen Revolution mit den eigenen Augen und konnte so die Stimmung, Leiden und Ziele der Aufklärung miterleben. Nach Benner wurde Humboldt durch Campe, welcher ein Rousseauverehrer war, mit Rousseaus „Emil“ auf die Reise nach Paris vorbereitet. Durch diese Erfahrung wurde Humboldt sehr stark beeinflußt. 1792 brachte er die erste Schrift „Ideen zu einem Versuch, die Gränzen der Wirksamkeit des Staats zu bestimmen“ heraus. Ab 1794 bis 1795 arbeitete er erstmals an den Grundlagen seiner Bildungstheorie, von denen nach Benner nur Fragmente übrig sind. Ab 1812 beginnen Humboldts bildungspolitische und bildungsreformerische Phasen und Aufsätze seines Schaffens. Grund dafür ist die „Ernennung zum Direktor der Sektion für Kultus und Unterricht im Ministerium des Inneren“ (Benner 1990, S. 13), welche bis zu seiner Entlassung 1809 dauerte. Aus dieser Zeit gibt es Dokumente über zwei Schulpläne und unter anderem den Antrag auf Gründung einer Universität in Berlin.

Humboldt hat während seiner Schaffenszeit sehr viele Schriften geschrieben in den unterschiedlichsten Bereichen (z.Bsp. Sprachwissenschaften). Sucht man aber nach einem Gesamtsystem, so wird es wahrscheinlich (vgl. Benner) keine erfolgreiche Suche werden.

Nach Benner war er zwar ein systematischer Denker, doch er befolgte keine Entwicklung eines Systems. Das Einzige was man ihm zugrunde legen kann, ist eine Fragestellung. „Diese Fragestellung ist weder eine historische noch eine altertumswissenschaftliche, weder eine sprachwissenschaftliche noch eine politik- oder gesellschaftswissenschaftliche. Sie ist keine von diesen und alles

dies zugleich. Es ist die Fragestellung neuzeitlicher Bildungstheorie.“ (Benner 1990; S. 14).

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Details

Seiten
15
Jahr
2000
ISBN (eBook)
9783638367653
Dateigröße
576 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v37418
Institution / Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Note
2,0
Schlagworte
Bildungsbegriff Humboldts Kontext Bildungsdenkens Aufklärung

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Titel: Der Bildungsbegriff Humboldts im Kontext des Bildungsdenkens der Aufklärung