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Psychiatrie im Dritten Reich. Bruch oder Kontinuität?

Hausarbeit 2016 14 Seiten

Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg

Leseprobe

Inhalt

I. Einleitung: Aus einer anderen Perspektive

II. Rassenhygiene, Eugenik und Sozialdarwinismus

III. Ein Rückblick zu Ursprung und Entstehung der Institution Psychiatrie

IV. Entwicklung unter dem NS-Regime

V. Entnazifizierung und/oder Kontinuation

VI. Fazit

Quellen- und Literaturverzeichnis

I. Einleitung: Aus einer anderen Perspektive

Seit jeher werden Menschen verfolgt, die ,,anders“ sind, als die sie umgebende Gesellschaft. Im Mittelalter waren es die Hexen, also heilkundige Frauen, unbequeme Persönlichkeiten, die etwas infrage stellten, die stets ihre Wahrheit sprachen oder die eine andere Meinung hatten, als die herrschenden Klassen. Diese Personen, die das Missfallen ihrer Mitmenschen weckten und welche man auf der Basis von Folter zu einem Geständnis zwang, werden schon verfolgt, seit es Geschichtsschreibung gibt. Die Methoden mögen variieren, das Maß der Gewaltanwendung sich wandeln, doch der Lauf der Geschichte bleibt derselbe: Es wieder­holt sich. Angeprangert werden die eigentlich Leidtragenden, die unser Mitgefühl verdienen; verurteilt werden kleine, scheinbar unbedeutende Personen unserer Gesellschaft, während diejenigen Menschen, die wirkliche Macht haben und nur nach Eigeninteressen handeln, unbehelligt bleiben. Das war in der Antike so, im Mittelalter und ist in der ,,Neu“ zeit auch nicht anders.

Nicht nur Juden wurden im Dritten Reich ausgegrenzt, verfolgt und ihr Leben schlussendlich ausgelöscht. Auch Homosexuelle, Sinti und Roma, Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung und Psychiatrie-Insassen fielen den rigorosen Methoden und dem Sozialdarwinistischen Gedankengut des NS-Regimes zum Opfer. Ein Regime, das unerbittlich gegen echte und vermeintliche Gegner vorging.

Es schöpfte seine Ideen aus einer sehr körperlichen, biologischen Sichtweise, die keinen Platz ließ für innere Werte oder eine andere Meinung. Abgesehen von Mitgliedern der SS, der SA, zahlungswilligen Großunternehmern und wissenschaftsgläubigen Ärzten, gab es noch eine weitere Berufsgruppe, die, insbesondere in „rassenbiologischer“ Hinsicht, maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung des „Dritten Reiches“ hatte und die in der historischen Betrachtung weit weniger Beachtung findet, als erforderlich wäre, um die Zusammenhänge zur Neuzeit zu verstehen.

Im Folgenden möchte ich mich mit der Psychiatrie im Dritten Reich befassen und, anhand der Einbindung in einen größeren historischen Kontext, nachweisen, ob und inwiefern die Zustände hinter Anstaltsmauern im konkreten Kontext zum NS-Regime und dessen totalitären Methoden standen oder ob es sich bei den willkürlichen, billigend in Kauf genommenen und systematischen Tötungen um eine Kontinuität handelt.

Bewusst habe ich dabei Literatur gewählt, die älteren Datums ist, da die Psychiatriegläubigkeit in der heutigen Gesellschaft den Blick auf die Ereignisse möglicherweise trüben könnte und in vielen neueren Büchern das Geschehene gern in den Schatten zweifelhafter „Sozialreformen“ gestellt wird.

II. Rassenhygiene, Eugenik und Sozialdarwinismus

Um näher auf die Ursachen und Hintergründe der Euthanasie, der Verfolgung und Vernichtung von Menschen, hier Psychiatrieinsassen, eingehen zu können, möchte ich den Terminus Sozialdarwinismus und die daraus resultierenden Prinzipien der Rassenhygiene näher erläutern, welche nicht nur den Zeitgeist des 20. Jahrhunderts prägten, sondern auch fatale Folgen für die betroffenen Personen mit sich brachten.

Als Charles Darwin Mitte des 19. Jahrhunderts seine Evolutionstheorie hervorbrachte und sein Buch „Von der Entstehung der Arten“ in der Gesellschaft großen Anklang fand, gab es eine Wende vom rein kirchlich geprägten Weltbild des Menschen. Darwin stellte, begonnen mit seiner Beobachtung von Finkenpopulationen auf den Galapagos-Inseln, die Thesen von der „natürlichen Selektion“ sowie dem „Überleben des Tüchtigsten“ auf und bezog schließlich, zwölf Jahre später,[1] auch den Menschen in seine Theorie mit ein. Doch er war nicht der einzige: Bereits sein Großvater Erasmus Darwin befasste sich mit einer ähnlichen Thematik und sein Cousin Francis Galton gilt weithin als Begründer der Eugenik als „Wissenschaft vom guten Erbe“ (Engelbracht: 32). Eine Strömung, die zwar Anhänger aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Kreisen bezieht, deren Ansichten aber bis heute vermehrt von Wissenschaftlern, d.h. Ärzte, Biologen, Neurologen und Psychiatern geteilt werden.

„Die Bedeutung der Rassenhygiene ist in Deutschland erst durch das politische Werk Adolf Hitlers allen aufgeweckten Deutschen offenbar geworden, und erst durch ihn wurde endlich unser mehr als dreißigjähriger Traum zur Wirklichkeit, Rassenhygiene in die Tat umsetzen zu können." (Rüdin 1939: 27)

Wie dieses Zitat deutlich veranschaulicht, liegen der Ursprung, die Grundlagen und Prinzipien der Rassenhygiene nicht in der seit der Machtübernahme entwickelten Ideologie des NS-Regimes, sondern wurden lediglich darin verankert.

III. Ein Rückblick zu Ursprung und Entstehung der Institution Psychiatrie

Nicht wenige sehen in der Gründung der Psychiatrie sogar einen Fortgang der Inquisition, deren erste Institutionen im 17. Jahrhundert, sich teils überschneidend, im selben Zeitraum entstanden, als die Hexenprozesse allmählich eingestellt wurden und sich das gesellschaftliche Weltbild vom religiös Dominierten zum Wissenschaftlichen wandelte. Als 1656 das Hôpital Générale in Paris gegründet wurde,[2] nach Bedlam eines der ersten dokumen­tierten Irrenhäuser, erließ Ludwig der XIII ein Dekret, das bereits einen rechtslosen Raum erahnen ließ.

„Wir sind Bewahrer und Schützer des genannten Hôpital, das Unsere königliche Gründung ist […], es soll gänzlich frei sein von der Aufsicht, dem Besuch und der Rechtsprechung der Beamten der allgemeinen Reform […], denen Wir jegliche Kenntnisnahme und Rechtsprechung, gleich welcher Art und Weise das sein könnte, untersagen.“[3]

Folglich erstrebte Ludwig XIII einen rechtsfreien Raum, ganz seinem Ermessen und seinen Entscheidungen überlassen, ohne jeglichen Einfluss von außen, der sich bis jetzt gehalten hat. Noch heute wird Menschen, die eingewiesen oder entmündigt werden, jedes Recht abgesprochen, zusammen mit ihrer Glaubhaftigkeit. Denn so wie die Menschen im Mittelalter an Hexen und Ketzerei glaubten, so schenkt die vorherrschende Meinung der heutigen Gesellschaft dem Mythos der Geisteskrankheit glauben.

Im Laufe der nächsten Jahrzehnte entstanden weitere Anstalten wie das Pennsylvenia Hospital, das Williamsburg Asylum in Amerika und 1784, als erste europäische Institution, der Narrenturm in Wien.[4] Erst 1805 entstand das deutsche Irrenhaussystem.

Die Behandlungsmethoden waren in der Regel rabiat bis übermäßig grausam. Von der Gründung der Institution Psychiatrie bis zur Wandlung von äußerlichen zu chemischen Experimenten, durchlief die Behandlung, heute Therapie genannt, ein ganzes Sammelsurium an Absonderlichkeiten, die nicht selten an Folter heranreichten. Dazu gehörten z.B. tagelange Dauerbäder, Zufügen von Verbrennungen, Fesseln, Stromschläge, Einsperren, Lobotomie[5] sowie der „Darwin’sche Stuhl“, auf dem die Behandelten so lange herumgewirbelt wurden, dass ihnen das Blut aus Ohren, Nase und Mund lief.[6]

Auch im ersten Weltkrieg kam es zu massenhaftem Hungersterben in allen „totalen Institutionen“[7] wie der Psychiatrie, in der ungefähr 70.000 Menschen mehr ums Leben kamen, als in den Vorjahren.[8] Die allgemein knappe Ernährungslage, beruhend auf Fehlkalkulationen und der unerwartet langen Dauer des Krieges, sowie grassierenden Seu­chen und Krankheiten wie der Spanischen Grippe, begünstigten diesen Zustand.

Während der Weimarer Republik erklangen erste Forderungen nach einer „Sozialpsychiatrie“ für Kriegsversehrte und unliebsame Führungskräfte, parallel zu den Berechnungen Fritz Lenz[9], der ein Fünftel der Bevölkerung als „minderwertig“ deklarierte und für die Unfruchtbarmachung eines Drittels aller Menschen eintrat. Er sprach von „Unkraut“, was deutlich auf ein durchweg biologisches Weltbild nach Darwin hinweist.[10]

IV. Entwicklung unter dem NS-Regime

Rassenhygienische Forderungen kamen also nicht erst mit dem NS-Regime, sondern konnten dort unbehelligt und im Windschatten des Staates umgesetzt werden. Das zeigt sich vor allem an zahlreichen Beispielen wie z.B. dem Psychiatriedirektor der Bremer Nervenklinik, der sich öffentlich für die Zwangssterilisierung von sog. „Erbkranken“ starkmachte, noch bevor 1933 das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses verabschiedet wurde.[11]

Mit ihrer 1920 publizierten Schrift Die Freigabe der Vernichtung lebensunwerten Lebens – Ihr Maß und ihre Form forderten der Psychiater Alfred Hoche und der Jurist Karl Binding die rechtliche Freigabe der Ermordung von Menschen, die ihrer Ansicht und auf Basis eugenischen Gedankenguts als nicht des Lebens wert, d.h. für minderwertig befunden wurden. Sie seien „Ballastexistenzen“ (Klee 1985: 36). Sterilisationen aus rassenhygienischen Gründen wurden im Deutschen Reich bereits gegen Ende der 1920er Jahre durchgeführt.“[12]

Der Leiter der Güthersloher Anstalt Hermann Simon ist bis heute hochgeschätzt, obwohl er sich, als Wegbereiter der nationalsozialistischen Rassenhygiene, bereits 1931 mit einem harten Urteil äußerte: Die „Asozialen, die Obdachlosen, die Gefängnisinsassen, die psychisch Kranken, die Arbeitsscheuen“ würden die Gesellschaft wesentlich mehr kosten, als sie einbrächten, darum müsse „noch viel gestorben werden“ (Klee 1999: 2).

Deutlich belegen seine Worte, was viele Psychiater, Biologen, Wissenschaftler und Mediziner zu dieser Zeit dachten und nicht wenige auch heute noch denken: Dass sortiert werden müsse, in „bessere“ und „schlechtere“ Menschen. Die Personen zweiter Kategorie seien ein biologischer Fehler.

Auch die Rede Ernst Rüdins im Dezember 1939 in München gibt einen kurzen Einblick in die Gedankenwelt der Psychiater und Ärzte, insbesondere im Dritten Reich, aber auch darüber hinaus. Er sieht es darin als erforderlich, die sog. „Erbgesunden“ durch Prävention vor den „Erbdefekten“ zu schützen. Alles was dann noch übrig bleibe, müsse „durch Rassen­hygiene beseitigt werden.“ (Rüdin 1939: 8) Diese Maßnahmen geschahen damals wie heute nicht zum Wohle der Betroffenen, sondern als Folge einer menschengemachten Auslese durch Psychiater und Ärzte, welche ihre Grundlagen aus biologisch-körperlichen Theorien schöpften.

So schrieb auch Prof. Christian 1926 im Reichsgesundheitsblatt von einer mangelnden biologischen Sichtweise, einer drohenden „Entartung“ im Falle fehlender menschlicher Kontrolle und warnte, unter Berufung auf historische Abläufe, vor dem Verfall und Untergang von Kulturen. Man müsse, so Christian, bei „krankhaften Erscheinungen […] Lebensbedingungen auf das genauste erforschen, um dann tatkräftig zu handeln“ (Christian 1926: 8). Die Vererbungslehre sei, seiner Meinung nach, ein „Hoffnungsstrahl“ für die „weiße Rasse“[13]

Rüdin beruft sich in seiner Rede u.a. auf die Mendelschen Regeln und Darwinsche Gesetze, rät zur Durchleuchtung ganzer Verwandtschaftszweige sowie der Erfassung mehrerer Generationen und eine Kontinuation: „Rassenhygiene“ müsse „fortdauernd betrieben werden […] Im Kontext der Kontinuität bedeutetet dies nichts anderes, als dass es die selbsterklärte Aufgabe der Psychiater ist, die „Normalen“ gegen die, in ihren Augen, „Kranken“ zu unterstützen. In Rüdins Worten der damaligen Zeit: „daß wir an die Interessen der Erbgesunden gegen die Interessen der Erbkranken und Defekten appellieren.“[14]

Ferner seien es gerade Psychiater und Neurologen, die „unentbehrlich“ für die Durchführung besagter Maßnahmen sind. Ihre Aufgabe werde eine „ausmerzende“ sein.[15]

Als Konsequenz derart verfasster Schriften und Reden, wurde, als am 1. Januar 1934 das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ verabschiedet wurde - auf dessen Basis ca. 400 000 Menschen zwangssterilisiert wurden[16] - lediglich umgesetzt, was viele Psychiater und Eugeniker bereits vor 1933 gefordert hatten: Die Unfruchtbarmachung aller, die in ihren Augen als „minderwertig“ angesehen wurden. Dabei dürfte die Dunkelziffer derjenigen, die außerhalb des Gesetzes, d.h. gegen ihren Willen oder ohne ihr Wissen steri­lisiert wurden, noch wesentlich höher liegen dürfte.[17]

Die Erfassung und Ermordung von als „lebensunwert“ abgestempelten Menschen erfolgte mit System. Unter dem Aktenzeichen Sonderbehandlung I4fI3, das so viel wie „physische Vernichtung“ bedeutete, wurden in den Jahren 1940/41 Insassen psychiatrischer Anstalten sowie körperlich „Behinderte“ erfasst und anschließend in die sechs Vergasungsanstalten von Grafeneck, Brandenburg, Bernburg, Hadamar, Hartheim und Pirna überführt. Insgesamt 70 273 Menschen fanden so den Tod.[18]

Am 09.10.1939 wurden Meldebögen an alle psychiatrischen Anstalten des Deutschen Reiches verschickt, die sämtliche Insassen erfassten, welche als nicht oder nur bedingt arbeitsfähig eingestuft wurden, sowie eines der vorgeschriebenen Kriterien erfüllten, wie sich beispielsweise seit mindestens fünf Jahren dauerhaft in einer Anstalt zu befinden, nicht die deutsche Staatsbürgerschaft zu besitzen oder als „unheilbar“ erachtet zu werden. Die ausgefüllten Bögen wurden von der zentralen Meldestelle in der Berliner Tiergartenstraße 4 an drei externe Gutachter weitergeleitet und schließlich vom Obergutachter in der T4-Zentrale ausgewertet und das Schicksal der Begutachteten lediglich anhand der eingereichten Gutachten von Fragebögen er- und beschlossen. „Ein Pluszeichen bedeutete Tod, ein Minuszeichen Weiterleben“ (Engelbracht 2002: 42).

Die Verlegung in teils mehrere unterschiedliche „Zwischenanstalten“ scheint dabei einen Verschleierungszweck innegehabt zu haben. Eine Todesnachricht erreichte die Angehörigen erst Wochen später.[19] Selbst nachdem Hitler persönlich einen Vergasungsstopp angeordnet hatte, [20] sogar nach der Besetzung durch die Alliierten 1945,[21] wurde hinter Anstaltsmauern weiter gemordet.

Im „Krieg gegen die Kranken“ kamen mindestens 260 000 Menschen ums Leben.[22] Die genaue Ziffer lässt sich aufgrund von Aktenvernichtungen, undokumentierten Fällen und Einzeltötungen nicht genau festlegen. Gezielte Ermordungen fanden aber bereits ab der Machtübernahme 1933 vermehrt statt. Sie erfolgten mittels Tablettenüberdosierung, Luftinjektionen, Morphium-Scopolamin, Luminal-[23] sowie gezieltem Nahrungsentzug.[24] „Wir halten sie fett- und eiweißlos, dann gehen sie von selber (Pfannmüller).“[25] Heinz Faul­stich vermutet, dass allein dem Hungersterben als „stiller Euthanasie“ mehr Menschen zum Opfer gefallen sind, als der T4-Aktion.

[...]


[1] Engelbracht, Gerda: Der tödliche Schatten der Psychiatrie. Die Bremer Nervenklinik 1933-1945, Bremen 2002, S. 31/32.

[2] Foucault, Michel: Wahnsinn und Gesellschaft. Eine Geschichte des Wahns im Zeitalter der Vernunft, Frankfurt am Main 1969, S.71.

[3] Zitiert nach Szasz, Thomas: Die Fabrikation des Wahnsinns. Gegen Macht und Allmacht der Psychiatrie, New York 1970, S. 45.

[4] Ebd., S. 405 f.

[5] Durchtrennung wichtiger Verbindungen im Gehirn durch grobe Schnitte.

[6] Lehmann, Peter: Der Chemische Knebel. Warum Psychiater Neuroleptika verabreichen, Berlin 21990.

[7] Vgl. Goffman, Erving: Asyle. Über die soziale Situation psychiatrischer Patienten und anderer Insassen, Frankfurt am Main1961, S. 15-94.

[8] Siemen, Hans-Ludwig: Menschen blieben auf der Strecke. Psychiatrie zwischen Reform und Nationalsozialismus, Gütersloh 1987, S. 29.

[9] Deutscher Humangenetiker und Vertreter der Rassenhygiene in der Weimarer Republik, der im Dritten Reich die Eugenik mit der Rassenlehre verknüpfte.

[10] Lehmann 1990, S.29.

[11] Engelbracht 2002, S. 69.

[12] Schmuhl 1992, S. 131.

[13] Prof. Christian: Das biologische Denken, in: Reichs-Gesundheitsblatt 1926, S. 8.

[14] Ernst Rüdin 1939, S. 16.

[15] Ebd., S. 9.

[16] Engelbracht 2002, S. 42.

[17] Nationalsozialismus: Aufstieg und Herrschaft, Informationen zur politischen Bildung Nr. 314 / B6897F

[18] Klee, Ernst: Was sie taten – was sie wurden. Ärzte, Juristen und andere Beteiligte am Kranken- und Judenmord, Frankfurt am Main 1986, S. 5.

[19] Aly, Götz: Aktion T4. Die „Euthanasie“-Zentrale in der Tiergartenstraße 4 (Stätten der Geschichte Berlins Band 26), Berlin 1987, S.23.

[20] Wenige Monate nach dem Vergasungsstopp wurde die Psychiatrie Obrawalde in eine Tötungsanstalt umgewandelt. Siehe: Engelbracht 2002, S. 136.

[21] Noch 33 Tage nach der Besetzung wurde in Kaufbeuren mittels Hungerkuren und Giftspritzen getötet. Siehe: Faulstich 1998, S. 13.

[22] Ebd., S. 582.

[23] Abrupter Entzug eines 1911 auf den Markt gebrachten Medikaments gegen Epilepsie, das bei plötzlichem Absetzen starke Anfälle sowie den Tod zur Folge hatte.

[24] Engelbracht 2002, S. 63.

[25] Richarz, Bernhard: Heilen, pflegen, töten. Zur Alltagsgeschichte einer Heil- und Pflegeanstalt bis zum Ende des Nationalsozialismus, Göttingen 1987, S. 175.

Details

Seiten
14
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668512979
ISBN (Buch)
9783668512986
Dateigröße
523 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v373780
Institution / Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg – Fakultät VI - Human- und Gesellschaftswissenschaften
Note
Profilbildungsmodul (unbenotet)
Schlagworte
Psychiatrie im NS-Regime Kontinutität von Psychiatrieverbrechen Kontinuität Psychiatrie

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