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Die Motive, Auswirkungen und Probleme von Unternehmenszusammenschlüssen

von Mert Dolu

Hausarbeit 2014 21 Seiten

BWL - Allgemeines

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Abbildungsverzeichnis

2. Einleitung

3. Erklärung von Begriffen
3.1. Mergers & Acquisitions
3.2. Shareholder Value Ansatz
3.3. Arten Von Zusammenschlüssen

4. Fusionswellen in der Vergangenheit

5. Motive
5.1. Die Monopolhypothese
5.2. Economies Of Scale And Scope
5.3. Die Steuerhypothese
5.4. Konsolidierung
5.5. Die Hybris-Hypothese
5.6. Der Know-How Ansatz

6. Ablauf eines Zusammenschlusses (3-Phasen-Modell)

7.Auswirkungen, Probleme und Risiken
7.1. Das Risiko einer Übernahme
7.2. Synergie-Auswirkungen
7.2.1. Negative Synergie
7.3 Kursreaktion bei Übernahmeankündigung

8. Fazit

9. Literaturverzeichnis

1. Abbildungsverzeichnis

Abb. 1:Beim Bundeskartellamt angemeldete Zusammenschlüsse – 1993 bis 2012

Abb. 2:Formen von Unternehmenszusammenschlüssen

Abb. 3:Die 5 Fusionswellen seit Beginn der Industrialisierung

Abb. 4:Die drei idealtypischen Phasen einer Akquisition

2. Einleitung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.1 : Beim Bundeskartellamt angemeldete Zusammenschlüsse 1993 bis 2012

(Quelle: http://www.bundeskartellamt.de/DE/Fusionskontrolle/fusionskontrolle_node.html)

Nicht erst seit den Zusammenschlüssen von Daimler und Chrysler, von Krupp und Thyssen sowie von Deutscher Bank und Bankers Trust beherrscht das Thema Zusammenschlüsse die Diskussion in den Medien und Zeitungen.

Das Bundeskartellamt bestätigt einen stetigen Anstieg der Zusammenschlüsse seit 1993 wie auf der Grafik zu erkennen ist.[1] Schließlich verstärken Übernahmen und Verschmelzungen die Wirtschaftspraxis auch vieler mittlerer und kleiner Unternehmen. Mit kaum einer anderen Methode lassen sich in so kurzer Zeit wirtschaftliche Erfolge im Unternehmen umsetzen als mit Unternehmenszusammenschlüssen.[2]

Viele Zweige wie zum Beispiel. die Medien- und Telekommunkationsbranche, Automobilindustrie und Finanzdienstleistungen sind in kürzester Vergangenheit von Fusionswellen erfasst worden.

Ursachen hierfür sind die weltweiten Veränderungen der Wettbewerbsbedingungen durch technische Weiterentwicklung (Fortschritte in der Medizin, Technik und Informationstechnologie) und der zunehmenden weltweiten Globalisierung.[3]

Durch diese Faktoren sind Unternehmen gezwungen sich an die ständig wechselnden Rahmenbedingungen so gut wie möglich anzupassen.[4]

Wie auf der Grafik zu erkennen ist, gehen die Zahlen für angemeldete Zusammenschlüsse ab 2008 nach der Finanzkrise in Europa zurück. Dies zeigt das Zusammenschlüsse nicht nur Vorteile für Unternehmen und Anteilseignern mit sich bringen sondern mit vielen Problemen und einem hohen Risiken verbunden sind. Durch Fusionen vermindert sich die Auswahlmöglichkeit der Martkgegenseite (z.b Abnehmer oder Lieferanten).Dadurch fällt es den nun zusammengeschlossenen Unternehmen leichter den Markt zu manipulieren, indem sie z.b. Preiserhöhungen oder Qualitätsverschlechterungen an ihrem Produkt durch zu setzen. Um dies zu verhindert untersucht das Bundeskartellamt Zusammenschlüsse in Deutschland und bewertet Auswirkung des Vorhabens für den Wettbewerb[5]

Die folgende Arbeit wird die Motive und Auswirkungen von Unternehmenszusammenschlüssen sowohl für den Aktienkurs als auch den Shareholder zugrunde legen, nachdem zuvor kurz auf die verschiedenen Arten und die Geschichte von Zusammenschlüssen eingegangen wird. Anschließend wird das „3 Phasen Modell“ erklärt und die Auswirkungen und Risiken die mit einem Zusammenschluss verbunden sind dargestellt und erläutert.

3. Erklärung von Begriffen

3.1. Mergers & Acquisitions

Die Unterscheidung zwischen Merger (Fusion) und Acquisition (Übernahme, Erwerb, Kauf als hundertprozentiger Erwerb der Anteile) kann nicht einheitlich verwendet werden. Eine Ursache dafür liegt in den fehlenden Definitionen der Unternehmensbegriffe im deutschen Recht.[6] Ein Entscheidungskriterium liegt meist in der rechtlichen Selbstständigkeit eines Unternehmens. Handelt es sich um eine Akquisition bleibt diese vollständig bestehen, während beide Parteien bei Neugründung ihre Rechtspersönlichkeiten verlieren.[7]

3.2. Shareholder Value Ansatz

Der Shareholder Value Ansatz ist eine Strategie des Unternehmens, die das Ziel verfolgt den Wert des Unternehmens im Sinne des Eigenkapitals zu steigern . Als Messgröße wird hier meist der Gewinn in Frage gestellt. Die Erhöhung der Dividenden für den Anteilseigner (Aktionäre) steht als Hauptziel da. Der Shareholder Value Ansatz ist ein Grund warum sich Unternehmen zusammenschließen.[8] Darauf wird später in der Arbeit eingegangen.

3.3. Arten von Zusammenschlüssen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.2:Formen von Unternehmenszusammenschlüssen

(Quelle: Wirtz, Bernd W.[2003]:Mergers & Acquisitions Management, S.13)

Unternehmenszusammenschlüsse im weiten Sinne unterscheidet man zwischen Unternehmenskooperationen und Unternehmenszusammenschlüssen im engen Sinn (Unternehmenskonzentrationen) .Die letzteren weisen eine höhere Bindungsintensität als Unternehmenskooperationen auf.[9]

Ein weiteres Merkmal der Unternehmenskooperation ist die freiwillige Arbeit der beteiligten Unternehmen, die rechtlich Unabhängig bleiben.[10] Strategische Allianzen, Joint Venture und Kartelle sind einige Beispiele dafür. In dieser Arbeit wird der Schwerpunkt auf die Unternehmenszusammenschlüsse im engen Sinne (Mergers& Acquisition) gelegt. Die Akquisition lässt sich in zwei Arten unterteilen. Beim Asset Deal kommt es zu einer vollständigen Vermögens- und Schuldenübernahme, während beim Share Deal nur Unternehmensanteile übertragen werden.[11] Bei der Fusion (Merger) gibt es 2 Formen. Bei der Fusion durch Aufnahme verliert ein Unternehmen seine rechtliche Selbständigkeit und wird in das andere Unternehmen integriert. Bei der Fusion durch Neugründung wird das Vermögen beider Unternehmen in das neue gegründete vollständig übertragen.[12]

Im Folgenden wird nun auf die Geschichtliche Entwicklung von Fusionen eingegangen.

4. Fusionswellen in der Vergangenheit

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Die 5 Fusionswellen seit Beginn der Industrialisierung.

(Quelle: Manager-Magazin [3/2000]; Fusionen-Gefährliche Spiele S.9 )

In der Vergangenheit lassen sich fünf Fusionswellen seit beginn der Industrialisierung verdeutlichen. Diese Wellen gelten jedoch nur für die USA, da in Deutschland beispielsweise die Meldepflicht von Fusionen erst im Jahre 1973 geschaffen wurde.[13]

Die erste Welle dauerte von 1897 bis 1904. Sie war geprägt durch das Streben nach Skalenerträgen in der Industrie, die durch industrielle Ausnutzung der Dampfkraft und die Erschließung räumlicher entfernter Märkte durch den Eisenbahnbau möglich geworden waren.

Die zweite Welle reichte von 1916 bis 1929. Sie war durch Zukäufe von vor-und nachgelagerten Wertschöpfungspartnern geprägt (vertikale Integration)[14]. Es bildeten sich nun Koglomeratkonzerne (Mischkonzerne). Ebenso schlossen sich viele netzgebundene Unternehmen in der Energiebranche sowie im Eisenbahnwesen zusammen.

[...]


[1] Vgl. Bundeskartellamt / Fusionskontrolle S.1

[2] Vgl. Handeln wider besseres Wissen : (2006) ; S.8

[3] Vgl. Rühli/Schettler [1999] S.196ff

[4] Vgl. Wirtz, B.W [2006] S.5

[5] Vgl. Bundeskartellamt / Fusionskontrolle S.1

[6] Vgl. Picot [2013] S.16

[7] Vgl. A.Jansen [2008] S.92

[8] Vgl. Wirtschaftslexikon Gabler

[9] Vgl. Wirtz 2003 S.13

[10] Vgl. Wirtz 2003 S.14

[11] Vgl. Meckl/Weusthoff [2008] S.582

[12] Vgl. Wirtz 2003 S.16

[13] Vgl. Kleinert/Klodt [2000] S.17

[14] Vgl. Jansen, S. [2008] S.63

Details

Seiten
21
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783668516731
ISBN (Buch)
9783668516748
Dateigröße
795 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v373714
Institution / Hochschule
Hochschule Fresenius München – Hochschule
Note
2,3
Schlagworte
motive auswirkungen probleme unternehmenszusammenschlüsse

Autor

  • Mert Dolu

    1 Titel veröffentlicht

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Titel: Die Motive, Auswirkungen und Probleme von Unternehmenszusammenschlüssen