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Social-Media-Blogger. Ihr Einfluss auf das Kaufverhalten ihrer Leser

Hausarbeit 2016 20 Seiten

Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

II Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen
2.1 Social Media
2.1.1 Social Media Marketing
2.1.2 Influencer Marketing
2.2 Blogging
2.3 Käuferpsychologie
2.3.1 Das Fünf-Phasen-Modell nach Kotler
2.3.2 Das S-O-R Modell

3 Der Einfluss von Bloggern auf das Kaufverhalten
3.1 Strategien der Blogger und Unternehmen
3.2 Vorteile und Gefahren von Kooperationen
3.3 Wirkung auf die Käuferpsychologie

4 Fazit

III Literaturverzeichnis

II Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Gesamtzahl der Bloggs auf Tumblr

Abb. 2: Durchschnittlicher Umsatz von Bloggern

Abb. 3: Das Fünf-Phasen-Modell nach Kotler

Abb. 4: Das S-O-R Modell

Abb.5: Durchschnittliche Werbekooperationen im Monat

Abb.6: Das Prinzip des Influencer Marketing

1 Einleitung

Die folgende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema der Kommunikations- und Medienpsychologie. Es wird genauer auf die Leitfrage eingegangen, welchen Einfluss Social- Media Blogger auf das Kaufverhalten ihrer Leser haben. Dieses Thema hat aufgrund des Wandels von der Industriegesellschaft zur Informationsgesellschaft, in welcher Medien im Alltag und besonders in der Werbung immer mehr an Bedeutung gewonnen haben, eine sehr hohe Aktualität.[1]

Den Unternehmen eröffneten sich im Laufe der letzten Jahre neue Alternativen und Möglichkeiten um ihre Produkte zu bewerben. Auch in der heutigen Zeit geht der Fortschritt der Technik immer weiter. Dabei spielen das Internet und im speziellen die sozialen Netzwerke eine immer größer werdende Rolle.[2] In den Jahren 2011 bis 2014 hat sich die Anzahl an Internet- Blogs auf Tumblr verfünfzehnfacht. Demnach existierten 2014 ca. 207,3 Millionen Stück weltweit.[3] Blogs auf anderen Websites und das Jahr 2015 wurden bei dieser Statistik jedoch nicht berücksichtigt, die tatsächliche Zunahme und Entwicklung ist demnach noch viel größer und die Tendenz steigend.[4]

Erfolgreiche Blogger zählen als Stars der heutigen Zeit. Auf wichtigen Events und Veranstaltungen stellen sie häufig den Hauptkanal zur interessierten Öffentlichkeit im Web dar und treten als Markenbotschaftler für Unternehmen auf. Im Folgenden wird untersucht, wie diese Social Media Blogger die Leser durch Influencer Marketing beeinflussen und sie auf neue Marken aufmerksam machen.[5]

Die Arbeit ist in die theoretischen Grundlagen des Themas sowie den Hauptteil unterteilt. In den theoretischen Grundlagen werden die Begriffe Social Media, Bloggen und die allgemeine Käuferpsychologie definiert. Die Erklärung des Social Medias ist dabei in Social Media Marketing sowie die Unterform Influencer Marketing unterteilt. Unter dem Kapitel der Käuferpsychologie werden das „Fünf-Phasen-Modell nach Kotler“ sowie „das S-O-R Modell“ genauer erklärt, um in der späteren Analyse auf diese Modelle Bezug nehmen zu können. Der Hauptteil stellt dementsprechend die Analyse, inwiefern Blogger das Kaufverhalten ihrer Leser beeinflussen, dar. Unter diesem Punkt werden die Strategien der Blogger und der kooperierenden Unternehmen genannt. Außerdem werden die Vorteile und Gefahren einer Kooperation herausgearbeitet. Eine abschließende Antwort auf die Leitfrage gibt das Fazit.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.1: Gesamtzahl der Blogs auf Tumblr [2014] (Quelle: Statista)

2 Theoretische Grundlagen

In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen der vorliegenden Hausarbeit genauer erläutert. Diese Grundlagen sind Informationen über Social Media, das Blogging sowie über die Käuferpsychologie, um die Wirkung der Social Media Blogger auf das Kaufverhalten der Leser im zweiten Teil der Hausarbeit analysieren zu können.

2.1 Social Media

Der Begriff Social Media umfasst alle sozialen Plattformen wie Facebook, auf welchen die Benutzer (oder auch „User“) ein eigenes Profil anlegen und interagieren können.[6] Als soziale Medien gelten jedoch auch Videoplattformen wie Youtube, mobile Communitys wie Instagram, oder aber Blogs.[7] Sie unterscheiden sich von den klassischen Medien, da jeder Benutzer den Inhalt erstellen, kommentieren oder erweitern kann und so zum Produzenten wird.[8] Das Besondere an Social Media ist damit der „User Generated Content“. Die sozialen Netzwerke stellen nur die Plattform und damit die Möglichkeit zu kommunizieren, der User muss jedoch selbst diese Plattform gestalten und mit Inhalt füllen.[9]

Mit der Erfindung des Internets wurde nicht nur eine Informationsquelle geschaffen, sondern auch eine neue Möglichkeit miteinander zu kommunizieren. Mithilfe der verschiedenen sozialen Plattformen wird den Benutzern die Möglichkeit gegeben, Inhalte miteinander zu teilen und Beziehungen aufzubauen.[10] Auch Unternehmen profitieren von den sozialen Medien. Es wird ihnen einfacher gemacht, Zugang zu ihren Kunden oder Zielgruppen zu bekommen.[11]

Mit der Zunahme der Bedeutung von Social Media steigt bei den Usern der Wunsch nach Selbstdarstellung. Die Selbstdarstellung funktioniert im Netz einfacher als im realen Leben, da die User im Internet weniger Hemmungen haben und sich ihr Profil und dessen Content so gestalten können, wie sie gerne auf andere wirken würden. Hierbei besteht jedoch auch eine Gefahr. Benutzer können durch soziale Medien einfacher Mobbing betreiben und sich dabei hinter ihren Profilen verstecken. Es wird außerdem von der Vereinsamung vieler Menschen durch Social Media gesprochen, da sie sich von der realen Welt abgrenzen und einen Realitätsverlust erleiden.[12] Es ist laut Erik Qualmann schon so weit,„ […] dass viele Menschen das Reden in der Öffentlichkeit mehr fürchten als den Tod.“[13]

2.1.1 Social Media Marketing

Die in 2.1 genannten verschiedenen Formen von Social Media ermöglichen im Marketing eine Many-to-many-Kommunikation. Abgegrenzt zur klassischen Werbung, der One-to-many- Kommunikation heißt das, dass über Inhalte die vom User produziert wurden ein stetiger und zeitlich unbegrenzter Austausch mit anderen Usern oder Unternehmen stattfinden kann.[14]

Social Media Marketing kann unter anderem die Erstellung eines eigenen Blogs oder Profils von einem Unternehmen auf sozialen Netzwerken sein. Über diesen können die Unternehmen kommunizieren und abseits ihrer Website Informationen verbreiten. Gleichzeitig ist das Social Media Marketing eine kostengünstige Alternative um Werbung zu machen und Zugang zu potenziellen Kunden ihrer Zielgruppe zu erlangen.[15]

Ein Vorteil dieser Art von Marketing ist, die Chance nutzen zu können eine Beziehung zum User aufzubauen. Laut einer Studie vertrauen 80% der Teilnehmer ihren Freunden und Bekannten. Baut das Unternehmen demnach über die sozialen Netzwerke ein Vertrauen auf und wirbt damit nicht klassisch sondern unterbewusst, kann der User das Unternehmen als glaubwürdiger wahrnehmen.[16]

Der Nachteil besteht darin, dass sich negative Erfahrungen und Meinungen sehr schnell über das Internet verbreiten lassen und den anderen Usern ein schlechtes Bild von dem Unternehmen vermitteln können. Dies bedeutet, dass der Kunde in dieser Form vom Marketing häufig nicht nur zum Käufer, sondern auch zum Markenbotschaftler des Unternehmens wird. Über Communitys und Blogs lassen sich Erfahrungsberichte und Bewertungen von Käufern finden, die gut aber auch schlecht fürs Image des Unternehmens sein können.[17]

2.1.2 Influencer Marketing

In dieser Hausarbeit soll es größtenteils um die Zusammenarbeit von Unternehmen mit Bloggern und die daraus resultierenden Werbeeffekte gehen. Diese Art des Werbens im Social Media Bereich nennt sich Influencer Marketing. Unternehmen suchen sich einflussreiche Personen aus verschiedenen Communitys, z.B. Instagram, und gehen eine Kooperation mit diesen ein. Diese Personen werden dadurch automatisch zu Markenbotschaftlern und müssen ihrer Gefolgschaft von dem Unternehmen oder dessen Produkten berichten und sie damit im besten Fall beeinflussen.[18]

Da die Menschen, wie in Punkt 2.1.1 bereits erläutert, einem Freund mehr als einem Unternehmen vertrauen, vermittelt der Botschaftler als Vertrauensperson ein positives Bild der Marke an die User.[19] Dieses Vertrauen entsteht dadurch, dass der Blogger auf seinem Blog und in seiner Community als Experte gilt. Das Unternehmen erreicht mit dieser Marketingstrategie die Zielgruppe und somit viele neue potenzielle Käufer. Der Vorteil von Influencer Marketing im Internet ist die Möglichkeit der direkten Verlinkung auf Unternehmenshomepages.[20]

2.2 Blogging

„Ein Blog ist einfach eine Website. Doch es handelt sich um eine spezielle Art von Website, die von einer Person erstellt wurde und gepflegt wird, der ein spezielles Thema am Herzen liegt und die der Welt ihre spezielle Expertise mitteilen möchte.“[21]

Beim Blogging sind immer drei verschiedene Komponente vorhanden. Der Blog, der Verfasser des Blogs (auch Blogger genannt) und seine Leser. Blogs sind Kommunikationsmittel und haben wegen der öffentlichen Zugänglichkeit im Internet ein großes potenzielles Publikum. Es wird in zwei Arten von Blogs unterschieden, einmal in die Privat- sowie Corporate Blogs. Corporate Blogs sind Unternehmensblogs[22], in dieser Hausarbeit soll es jedoch hauptsächlich um die einzelnen privaten Blogs gehen.[23]

Leser erwarten tendenziell eine persönliche Note, Ehrlichkeit sowie Authenzität auf einem Blog und bringen den Bloggern somit ein gewisses Vertrauen entgegen.[24] Erfolgreiche Blogger sind meistens sehr präsent im Internet. Sie führen neben ihrem Blog noch andere soziale Plattformen wie einen Facebook-, Instagram- oder Youtubekanal und geben damit noch einen größeren Einblick in ihr Privatleben.[25]

Es wird in freiberufliche sowie hauptberufliche Blogger unterschieden. Die freiberuflichen Blogger haben neben ihrer Präsenz im Internet noch einen anderen Job und bloggen nur in ihrer Freizeit. Die hauptberuflichen Blogger haben ihr Hobby zum Beruf gemacht und ein Gewerbe angemeldet. Als hauptberufliche Blogger werden allerdings nur diejenigen bezeichnet, die ihr gesamtes Einkommen aus dem Blog beziehen und dementsprechend auch sehr erfolgreich sein müssen. Jedoch verdient laut einer Statistik (Abb.2) von Der Welt jeder zweite Modeblogger zwischen 0€ und 100€ im Monat. Wirklich von ihren Einnahmen leben können nur die 8%, welche monatlich zwischen 2000€ und 5000€ verdienen. Den Erfolg verdanken die meisten Blogger der technischen Entwicklung. Durch die Verbreitung und Entwicklung von Handys wird es Lesern einfach gemacht, Inhalte auch unterwegs lesen und teilen zu können.[26]

Abb. 2: Durchschnittlicher Umsatz von Bloggern [2015] (Quelle: Die Welt)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Blogger können sich auf bestimmte Themenbereiche wie Gaming, Sport, Kochen, Mode oder Lifestyle spezialisieren. Dem Thema entsprechend schreiben sie Blogeinträge über Neuheiten oder teilen ihre Ideen als Inspiration mit den Lesern. Bei den sogenannten Lifestyle Bloggern steht die Persönlichkeit des Verfassers im Vordergrund. Er entwickelt sich bestenfalls zu einer Art Leitbild und Inspiration für die Leser.[27]

[...]


[1] Vgl. Kind [2002,H], o.S.

[2] Vgl. Wright [2006,P], S.22ff.

[3] Vgl. Statista [2014,N], o.S.

[4] Vgl. Grabs/ Bannour/ Vogl [2014,E], S.182

[5] Vgl. Meerman Scott [2012,J], S.127f.

[6] Vgl. Meerman Scott [2012,J], S.94f.

[7] Vgl. Grabs/ Bannour/ Vogl [2014,E], S.28

[8] Vgl. Meerman Scott [2012,J], S.93f.

[9] Vgl. Grabs/ Bannour/ Vogl [2014,E], S.28

[10] Vgl. Meerman Scott [2012,J], S.94

[11] Vgl. Wright [2006,P], S.22

[12] Vgl. Qualman [2010,L], S.59

[13] Qualman [2010,L], S.69

[14] Vgl. Grabs/ Bannour/ Vogl [2014,E], S.28

[15] Vgl. Wright [2006,P], S.22

[16] Vgl. Grabs/ Bannour/ Vogl [2014,E], S.30f..

[17] Vgl. Grabs/ Bannour/ Vogl [2014,E], S.30ff.

[18] Vgl. Network Marketing [o.J.,K], o.S.

[19] Vgl. Grabs/ Bannour/ Vogl [2014,E], S.30f.

[20] Vgl. Network Marketing [o.J.,K], o.S.

[21] Meerman Scott [2012,J], S.125

[22] Vgl. Wright [2006,P], S.21f.

[23] Vgl. Wright [2006,P], S.25f.

[24] Vgl. Wright [2006,P], S.21

[25] Vgl. Grabs/ Bannour/ Vogl [2014,E], S.75f.

[26] Die Welt [2015,B], o.S.

[27] Vgl. Grabs/ Bannour/ Vogl [2014,E], S.182ff.

Details

Seiten
20
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668513501
ISBN (Buch)
9783668513518
Dateigröße
741 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v373685
Institution / Hochschule
Hochschule Fresenius; Hamburg
Note
2,0
Schlagworte
Social Media Blog Blogger Kaufverhalten Leder Medien Produktwerbung Internet Soziale Medien

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