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Johann Wolfgang Goethe und der Maler Johann Heinrich Wilhelm Tischbein in Italien

Künstlerfreundschaft oder Gemeinschaft auf Zeit? Begegnung, wechselseitige Ergänzung und Bruch

Hausarbeit 2015 53 Seiten

Didaktik - Deutsch - Literaturgeschichte, Epochen

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Goethe und Tischbein: Verlauf einer „Künstlerfreundschaft“
2.1. Standort Rom: die Künstlerkolonie
2.2. Gemeinschaft im Alltag, Gemeinschaft in der Kunst:
Goethes erster römischer Aufenthalt mit Tischbein
2.3. Die Reise nach Neapel
2.4. Distanzierung der Künstler und Bruch

3. Wechselseitige Wahrnehmung der Künstler
3.1. Vorgeschichte: Zürich-Weimar
3.2. Wechselseitige Zeugnisse der Freundschaft
3.3. Die gegenseitige Vervollständigung der künstlerischen Persönlichkeit
3.4. Zeugnisse im Bild: Tischbein sieht Goethe
3.5. Der Bruch: Distanzierung und Neubestimmung der Wege
3.6. Exkurs: zu Tischbeins familiärem Hintergrund

4. Goethe und Tischbein: eine „Künstlerfreundschaft“?
4.1. Zum Begriff der Freundschaft
4.2. Erwartung und Bedingung: was bietet der Moment?
4.3. Das Verhalten der Künstler im Moment der Trennung
4.4. Schlussbemerkung

5. Anhang
5.1. Verzeichnis der Abbildungen, geordnet nach ihrer Entnahmequelle
5.2. Primärliteratur
5.3. Sekundärliteratur
5.4. Tertiärliteratur
5.5. Zugriff aus dem World Wide Web

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.1 Johann Heinrich Wilhelm Tischbein: Selbstbildnis an der Staffelei[1]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.2 Johann Heinrich Wilhelm Tischbein: Goethe am Fenster der römischen Wohnung am Corso[2]

1. Einführung

Am 3. September 1786 bricht Goethe heimlich von Karlsbad auf nach Italien. Die Reise wird etwa eineinhalb Jahre dauern und Goethes Erwartungen sind hoch. Neben dem immer unaufschiebbarer werdenden Wunsch nach dieser im 18. Jahrhundert obligatorischen Bildungsreise in den Süden drängt es ihn, die ihn künstlerisch blockierenden und erschöpfenden Verhältnisse am Weimarer Hof hinter sich zu lassen und als Dichter wie auch als bildender Künstler in Italien zu neuer Kraft und Selbstklärung zu gelangen. Auch will er auf den Spuren des Vaters wandeln, diesen in seinen 1740 gemachten Italienerfahrungen womöglich noch übertreffen. Sein Hauptinteresse gilt dem Studium der Antike; sein Beobachtungs- und Bildungsprogramm ist auf die Kunst des Altertums ausgerichtet; darüber hinaus wünscht er seine naturwissenschaftlichen Beobachtungen zu vertiefen- und natürlich auch, das Meer und den Vesuv zu sehen.

Knapp sechs Monaten verbringt Goethe in Rom und Neapel mit dem Maler Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, der sein Lehrer, Cicerone, Wohnungsgefährte und Freund für diesen Zeitraum ist. Die von beiden vielfach euphorisch beschriebene und künstlerisch produktive Verbindung findet ein abruptes und für Goethe enttäuschendes Ende Mitte 1787.

Die vorliegende Hausarbeit, die Goethes „Italienische Reise“ als zentralen Text zum Gegenstand hat, untersucht die Gemeinschaft der Künstler hinsichtlich der Berechtigung des Begriffs der Künstlerfreundschaft für diese spezielle, zeitlich begrenzte Verbindung. Um die Gemeinschaft Goethes und Tischbeins sowie den Bruch näher zu definieren und zu gewichten existieren in der Forschungsliteratur unterschiedliche Deutungsansätze. So sieht Wolfgang Sörrensen[3] Tischbeins Distanzierung von Goethe gerechtfertigt aufgrund seiner unsicheren Lebensumstände. Franz Landsberger[4] betont zwar auch die äußeren Abhängigkeiten, in welchen sich Tischbein für einen Großteil seines Lebens befindet, benennt aber dessen charakterliche Defizite im Umgang mit diesbezüglichen schwierigen Situationen. Petra Maisak[5] schließlich sieht die kurze Beziehung Goethes und Tischbeins im Lichte der Künstlerfreundschaft und inspirierenden Doppelbegabung und führt an, dass gerade Goethes Schulterschluss mit Tischbein diesem den Ansporn gibt, sich gleichermaßen existentiell abzusichern.

Zunächst (Punkt 2) erfolgt die Darstellung der gemeinsamen Reise-, Lehr- und (Er-) Lebensphasen Goethes und Tischbeins, hier soll ein Überblick über die gemeinsam verbrachte Zeit mit ihren wichtigsten Stationen gegeben werden. Der Mittelteil der Arbeit (Punkt 3) untersucht wechselseitige Zeugnisse im Verlauf der Freundschaft, die gegenseitige Sicht der Künstler aufeinander, Momente der Überschneidung, Ergänzung, Vervollständigung durch den anderen bis hin zum Bruch. Dazu zählt neben der Auswertung der IR, der Briefe Goethes an Freunde in Weimar und biografischer Aufzeichnungen Tischbeins auch die Darstellung der Freundschaft und das Zeugnis der künstlerischen Gemeinschaft in und durch das Bild. Außerdem wird Bezug nehmen zu sein auf die gemeinsame „Vorgeschichte“ der Künstler, um beider Vorbegriffe voneinander sowie diesbezügliche Erwartungshaltungen zu konkretisieren und zu begründen. Im letzten Teil (Punkt 4) folgt nach einer kurzen Klärung des „Freundschafts- Begriffs“ die Diskussion der Frage nach Motiven der punktuellen Übereinstimmung wie auch der Distanzierung beider Künstler sowie die Klärung der Eingangsfrage auf der Grundlage der Ergebnisse.

2. Goethe und Tischbein: Verlauf einer „Künstlerfreundschaft“

2.1. Standort Rom: die Künstlerkolonie

Am 29. Oktober 1786 erreicht Johann Wolfgang Goethe die Stadt Rom. Zu diesem Zeitpunkt ist er bereits seit knapp acht Wochen unterwegs, hat, mit der „Post-Chaise“[6] von Karlsbad aus über den Brenner nach Italien reisend, u.a. in Trient am Gardasee, Verona, Vicenza, Venedig und Bologna Station gemacht. Mit der Ankunft in Rom ist er am zentralen Ort seiner Italiensehnsucht angelangt und wird sogleich Teil der hier ansässigen und miteinander im künstlerischen Austausch stehenden „deutschen Kolonie“ um den russisch-sächsischen Hofrat Johann Friedrich Reiffenstein.[7] Dieser lebt seit 1767 in Rom und ist dort als Antiquar, Kunstagent und in besonderem Maße als erfahrener Kunstführer durch die Stadt tätig.[8] Goethe wechselt nach kurzem Aufenthalt in einem Gasthof auf Einladung des Malers Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, der sich mit einem Stipendium des Herzogs Ernst II. Ludwig von Sachsen- Gotha- Altenburg (1745-1802) seit 1783 zum zweiten Mal in Italien aufhält, in dessen großzügige Wohnung am Corso 20 und bezieht dort ein Zimmer.[9] Zur Hausgemeinschaft gehören außerdem die aus dem Hessischen stammenden Maler Johann Georg Schütz (1755-1813) und Friedrich Bury (1763-1823) sowie der Schweizer Kupferstecher Johann Heinrich Lips (1758-1817). In einem Brief „An den Freundeskreis in Weimar“ vom 1.November 1786 gibt Goethe erstmalig genaue Auskunft über seinen Aufenthaltsort, skizziert den bisherigen Reiseverlauf und seine Aufnahme in Tischbeins Haushalt.[10] Bis zum gemeinsamen Aufbruch nach Neapel am 22.Februar 1787 bleibt die gemeinsame Wohnung Goethes Zuhause und ein Ort kreativer Arbeit und künstlerisch- kommunikativer Auseinandersetzung. Das Viertel um die Spanische Treppe gleicht einer „kleinen deutschen Universitätsstadt“[11] ; hier wohnen Künstler und Gelehrte unterschiedlichster Herkunft und Bekanntheit unter teils angespannten finanziellen Bedingungen. Zum engsten römischen Freundeskreis gehören auch die schweizerisch-österreichische Portraitistin Angelica Kauffmann (1741-1807), die bereits seit 1782 mit ihrem Mann in Rom lebt und arbeitet und zum Mittelpunkt des geistig-künstlerischen Lebens der Stadt gehört, der der Berliner Aufklärung entstammende Lehrer und Schriftsteller Karl Phillip Moritz (1756-1793) und ab 1787 auch der Maler und Kunstschriftsteller Johann Heinrich Meyer (1760-1832).

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Abb. 3 Friedrich Bury: Goethe in seinem römischen Freundeskreis[12]

2.2. Gemeinschaft im Alltag, Gemeinschaft in der Kunst: Goethes erster römischer Aufenthalt mit Tischbein

Gleich nach seiner Ankunft beginnt Goethe mit der Erkundung der Stadt und notiert noch in der Nacht des 30. Oktober 1786 in seinem letzten Tagebucheintrag, er habe „die wichtigsten Ruinen des alten Rom“ und die Peterskirche gesehen und sei „nun initiiert“.[13] In den folgenden Wochen versucht er, sich durch lange und wiederkehrende Streifzüge durch die Stadt ein Bild von den antiken Stätten der römischen Republik zu machen, die nun auf ihn einstürzenden, überwältigenden Eindrücke mit jenen abzugleichen, die durch die Erzählungen des Vaters und dessen Bild- und Textdokumente aus dem Frankfurter Elternhaus in ihm tief verwurzelt sind.[14] Die November- Briefe an Freunde und Verwandte nach Weimar sind geprägt von diesem Bemühen und seinem Bestreben, „das alte Rom aus dem neuen herauszusuchen“[15] und damit auch dem Beispiel Winkelmanns zu folgen, denn Goethe muss feststellen, dass ihm nicht nur das Neben- und Übereinander der disparaten Zeugnisse der Antike, der Renaissance und des Barock Schwierigkeiten bei der zeitlichen Sortierung bereitet, sondern auch die Erkenntnis, dass alles gleichermaßen dem Verfall anheimgegeben ist und ein immenser Rekonstruktionsakt geleistet werden muss, will er sich Klarheit verschaffen.[16] Noch vor den editierten, theoretischen „Reisebegleitern“ Goethes wie Volckmanns „Historisch-kritische Nachrichten aus Italien“, der in Rom erworbenen „Geschichte der Kunst des griechischen Altertums“ von Johann Joachim Winckelmann und dem Studium der Stadtpläne findet Goethe durch den Maler Tischbein als ständigen Begleiter und „Cicerone“ einen kundigen Führer, Gesprächspartner und Freund bei der praktischen Entdeckung der Archäologie der kulturelle Segmente. Tischbein ist hier zuhause, hat in den vergangenen Jahren neben verschiedenen Aufgaben des Broterwerbs sein Studium der Antike vertiefen können und hat im Gegensatz zu Goethe keine Orientierungsprobleme in der Stadt. Die Rolle des Fremdenführers ist ihm ein Leichtes. Gemeinsam besuchen sie in den ersten Novembertagen u.a. die Loggien des Raphael, St. Peter, das Pantheon, welches für Goethe beispielhaft Zeichen der Antike und des „neuen“ Rom vereint, den Monte Cavallo mit den Dioskuren, die Pyramide des Cestius und Goethe konstatiert: „Wahrlich, es gibt hier nichts Kleines […].“[17] Sie nehmen gemeinsam an den verschiedenen Kirchenfesten teil, bei denen Mensch und Tier gleichermaßen gesegnet werden, rasten Trauben essend auf dem Petersplatz oder „genießen spanischen Wein auf einem neugelandeten Schiffe“ am Tiber.[18] Goethe versucht sogleich, im Licht des gerade Erlebten die ihm bekannten Meisterwerke aus der Heimat neu zu bewerten. Auch schult Tischbeins unverstellter Blick in Natur und Kunst Goethes Auge in der Wahrnehmung, Rezeption und Darstellung: Goethe hält seine Eindrücke und Entdeckungen nicht nur schriftlich fest, sondern auch unmittelbar in Zeichnungen, die er mit Bleistift, Feder, Tusche und auch Farben anfertigt und die von Tischbein „korrigiert oder unter seiner Aufsicht umgearbeitet wurden.“ .[19] Eine Serie solch aquarellierter Zeichnungen schickt er Charlotte von Stein zu als Zeugnis seiner Eindrücke.[20] Sie sollen auch an den Weimarer Freundeskreis weitergeleitet werden.

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Abb. 4 Johann Wolfgang Goethe: Im Park Borghese[21]

Goethe zeichnet viel und regelmäßig, bemerkt aber ernüchtert, „nur durch geregelte Übung könnte man vorwärts kommen […].“[22] Besonders beeindrucken ihn die Spaziergänge durch das nächtliche Rom, der Eindruck der monumentalen verschatteten Bauten und Plätze im Licht des Mondes, die Konturen der menschenleeren Stadt.

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Abb. 5 Johann Wolfgang Goethe: Cestius- Pyramide[23]

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Abb. 6 Johann Wolfgang Goethe: Meeresbucht mit Villa (Golf von Baja)[24]

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Abb. 7 Johann Wolfgang Goethe: Pyramide des Cestius mit Grabmal bei Mondschein[25]

Neben den Besichtigungen der Bauwerke und Galerien besucht Goethe die Oper und das Theater, verfolgt seine mineralogischen Studien weiter, beginnt eine Sammlung klassischer und spätantiker Plastiken, diskutiert und vergleicht in abendlichen häuslichen Gesprächsrunden mit den Künstlerfreunden die Ergebnisse des Tages und arbeitet am Morgen bis zum Verlassen des Hauses an der „Iphigenie“, die er, unfertig, im Reisegepäck mitgebracht hat.[26] Tischbein hält die häuslichen, alltäglichen Szenen in treffenden, leicht dahingeworfenen Skizzen und poetischen Zeichnungen fest.

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Abb. 8 Johann Heinrich Wilhelm Tischbein: Goethe und zwei seiner Freunde in Rom. Abendgespräch[27]

Angeregt durch Gespräche ästhetischen und antik-mythologischen Inhalts mit Karl Phillip Moritz, den Goethe nach einem Reitunfall über Wochen am Krankenbett betreut, überträgt er den Text der „Iphigenie“ in Jamben und stellt ihn bis Januar 1787 fertig.[28] Neben Moritz ist Johann Heinrich Wilhelm Tischbein Goethes engster Vertrauter, er ist der erste, dem er aus seiner „Iphigenie“ vorliest.[29] Das Eintreffen des fertigen Manuskripts in Weimar verzeichnet Goethe im Eintrag der „Italienischen Reise“ am 16. Februar 1787. Im Dezember 1786 berichtet er nach Weimar von seinem Plan, Anfang 1787 mit Tischbein nach Neapel zu reisen. Zu diesem Zeitpunkt hat Tischbein bereits mit den Vorstudien seines großen Goethe- Portraits begonnen.[30] Goethe ist voller Vorfreude auf Neapel und den Vesuv, er sucht Abstand zu gewinnen von Rom, das ihm in seiner verwirrenden historischen Vielschichtigkeit und den ihm fremd gebliebenen Bewohnern den Zugang und den kontinuierlichen Genuss seiner „frisch gewonnenen Künstlerfreiheit“[31] erschwert. „Das Carneval in Rom muß man gesehen haben, um den Wunsch völlig loszuwerden, es je wieder zu sehen“, notiert er nach seiner Begegnung mit der elementaren Gewalt des Fastnachtstreibens am 20. Februar.[32] Am 22. Februar erreicht er mit Tischbein nach einer beschwerlichen Reise im Vetturino Neapel. Im Gepäck befindet sich ein gemeinsames Skizzenbuch zur Sammlung zeichnerischer Erträge.[33]

2.3. Die Reise nach Neapel

Bestimmende Eindrücke während des fünf Wochen währenden Aufenthalt in Neapel, das zunächst für Goethe und Tischbein abweisende, die physischen Kräfte herausfordernden Regen, Graupel und Kälte bereithält, sind die Besichtigungen Herculaneums, der Tempel von Paestum und Pompejis, das ihn ob seiner Enge überrascht[34], sowie die Goethe faszinierende landschaftliche Lage und Einbettung der Stadt am Golf; hier findet er die Bilder aus den Erzählungen des Vaters wieder.[35] Natur und antike griechisch- römische Zeugnisse verbinden sich unweigerlich zum ästhetischen Gesamtkunstwerk. Die vom stürmischen Wetter bestimmten, wechselhaften, licht- und schattenreichen Gesichter des Meeres, angespülte Seesterne und Seeigel, unbekannte Fische, die ackerreichen Ebenen und die neue, fremdartige Vegetation bannen seinen Blick. Im Zentrum seiner Aufmerksamkeit aber steht von Anfang an der Vesuv, den er am 24. Februar zum ersten Mal sieht.[36] Dreimal unternimmt er Exkursionen mit einem Führer auf den Vulkan (am 2., 6. und 20.März 1787); bei der zweiten Besteigung begleitet ihn Tischbein, der Goethes Begeisterung nicht teilen kann.[37] Goethe hält das ihn beeindruckende Schauspiel farbig fest.

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Abb. 9 Johann Wolfgang Goethe: Vesuvausbruch[38]

Goethe intensiviert seine mineralogisch-geologischen Beobachtungen anhand der Stadien des Lavaflusses, der Gesteinsformationen. Die Gewalt, Monumentalität und Schönheit der landschaftlichen Kulisse, das Erkennen der Natur durch die Nähe zur Natur, faszinieren und schrecken ihn gleichermaßen. Vegetation, Früchte und das bodenständige Leben der Stadtbevölkerung werden von ihm -besonders im zweiten neapolitanischen Aufenthalt ab Mai 1787- unmittelbarer und vorbehaltloser an- und wahrgenommen als noch in Rom, „der Ort inspiriert Nachlässigkeit und gemächlich Leben“, notiert er am 13.März 1787[39], auch lockert er sein Inkognito. Tischbein kennt Neapel bereits aus seinem ersten Römischen Aufenthalt, damals wohnte er bei Philipp Hackert im Palazzo Francavilla. Wie schon in Rom, ist er auch hier Goethes Führer.[40]

2.4. Distanzierung der Künstler und Bruch

Hat Goethe die Reise nach Neapel in tiefem Einverständnis mit Tischbein begonnen, geht dieser, wie Goethe feststellen muss, vor Ort zunehmend eigene Wege. Zwar führt Tischbein, der in Neapel „zahlreiche Bekanntschaften“[41] hat, Goethe in die Gesellschaft ein, sucht aber gleichzeitig einen Ausweg aus seiner langfristig unsicheren Existenz als Historien- und Portraitmaler. Goethe begegnet in diesen Wochen dem etwa gleichaltrigen Juristen und Philosophen Gaetano Filangieri (1752-1788), dem österreichischen Botschafter Christian August Prinz von Waldeck-Pyrmont (1744-1798) und Jakob Philipp Hackert (1737-1807), dem aus Prenzlau bei Berlin stammenden Hofmaler König Ferdinands des IV. von Neapel. Goethe, der bei Hackert ab Juni 1787 intensiv Zeichenunterricht nimmt, bekommt von diesem Talent bescheinigt und das Angebot „Bleiben Sie achtzehn Monat bei mir, so sollen Sie etwas hervorbringen was Ihnen und andern Freude macht.“[42] Zunächst bleibt es bei wiederholten Atelierbesuchen und dem Studium von Hackerts Werken. Dessen „genauer Blick in die Wirklichkeit“[43] beeindruckt Goethe. Tischbein hält sich nun häufig, auch in Begleitung Goethes, im Hause des Diplomaten und Kunstsammlers William Hamilton (1731-1803) auf, um dessen Gattin Emma Hamilton (geb.Hart) bei der Darstellung „lebender Bilder“ der Antike zu zeichnen und sucht die Bindung zu Christian August Prinz von Waldeck, von dem er sich Unterstützung für seine künstlerische Zukunft erhofft, zu vertiefen. Er hofft auf ein Direktorat der Kunstakademie Neapel (Accademia di Belle Arti).[44]

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Abb. 10 Johann Heinrich Wilhelm Tischbein: Emma Hart, seit 1791 Lady Hamilton[45]

Goethe zählt zunächst fest auf Tischbeins Begleitung nach Sizilien, erhält aber dessen Absage: Tischbein stellt ihm stattdessen Christoph Heinrich Kniep (1755-1825) vor, einen in Neapel lebenden deutschen Zeichner, von dem Goethe bereits in Rom gehört hat.[46] Am 29. März brechen beide mit der Corvette nach Sizilien auf. Kniep kann mit seinen akribisch genauen, detailgetreuen Zeichnungen der sizilianischen Landschaften und Baudenkmäler Goethe schnell überzeugen. Auch nimmt er von Goethe die Last der Dokumentation der Reise; Goethe kann und möchte sich nun unbeschwerter und entspannter den täglichen Impressionen hingeben. Als sie von der Reise am 17. Mai 1787 nach Neapel zurückkehren, ist Tischbein mit von Waldeck nach Rom abgereist, nicht ohne vorher „für den erwarteten Freund in Neapel Fürsorge zu treffen.“[47] Bei Goethes zweitem Römischem Aufenthalt ab dem 6. Juni 1787 teilen sie in den ersten Wochen die gemeinsame Wohnung am Corso und Goethe hat teil an Tischbeins Fertigstellung des großen Campagna-Portraits. Dann reist Tischbein endgültig nach Neapel, denn er möchte sich jetzt auf den Direktorenposten der dortigen Zeichenakademie bewerben. Tischbeins berufliche Pläne kommentiert Goethe zurückhaltend.[48] In den heißen Julitagen wendet er sich verstärkt der Arbeit am „Egmont“ zu.[49] Sein Wille, sich mit besten Kräften und stetiger Übung dem Zeichenstudium zu widmen, intensiviert sein Verhältnis zu Hackert, der sein Lehrer und Begleiter in den Bildergalerien beim Studium der Werke Poussains und Lorrains wird und ihn im „Sehen und im Abschreiben der Natur“[50] schult. Aus Neapel lässt Tischbein brieflich von sich hören; Versprechungen, wieder nach Rom zurückzukehren, lösen sich allerdings nicht ein. 1790 erlangt er das Amt des Akademiedirektors, das er bis 1799 innehat, dann flieht er vor den französischen Revolutionstruppen, zusammen mit den Gebrüdern Hackert, zurück nach Deutschland. Nach Stationen in Göttingen, Kassel und Hamburg übersiedelt er 1808 nach Eutin und wird Hofmaler und erster Galerie-Inspektor des Herzogtums Oldenburg.

Erst 1805, nach einer Pause von siebzehn Jahren, wendet sich Tischbein wieder persönlich an Goethe und versucht die alte Freundschaft und den einst in Italien gefassten Plan eines gemeinsam verfertigten „Idyllenzyklus“[51], einer Verschmelzung von Poesie und Malerei, mittels Briefen und Beigaben von Zeichnungen wieder aufleben zu lassen.[52] Goethe sendet nun Prosakommentare und einzelne Gedichte zu den ihm zugesandten Idyllenbildern, antwortet aber nur unregelmäßig auf Tischbeins drängende Briefe und Mitte 1822 stellt Tischbein weitere Kontaktversuche ein.[53]

3. Wechselseitige Wahrnehmung der Künstler

3.1. Vorgeschichte: Zürich-Weimar

Nicht erst in Rom treffen Goethe und Tischbein aufeinander, Goethe unterstützt bereits ab 1782 den Werdegang des Malers. Sicher hat auch er die von Johann Heinrich Merck (1741-1791), Kriegsrat und Freund Goethes, in Wielands „Teutschem Merkur“ veröffentlichten Briefe, welche Tischbein aus Italien an seinen Bruder schrieb und die die Familie Tischbein an Merck weiterleitete, zur Kenntnis genommen, denn auch Carl August von Weimar nimmt auf diese in einem Schreiben an Merck wohlwollend Bezug[54]:

Lavater hat mir von einem jungen Tischbein geschrieben, der aus Italien kommt und in Zürich bei ihm war. Er hat große Freude an ihm und hofft in diesem endlich einen Protraitmaler zu finden, wie er ihn schon lange sucht, wahrscheinlich ist es der, von dem ich die Zeichnungen gesehen habe und von welchem die allerliebsten Briefe im Merkur standen.“[55]

Tischbein ist gezwungen, nach vergeblichen Bemühungen um die Verlängerung seines ersten, zweijährigen Italien- Stipendiums in Geldnot von Rom aus im Frühjahr 1781 die Rückreise anzutreten. Er ist niedergeschlagen und krank. In Zürich wendet er sich hilfesuchend an Johann Kaspar Lavater, der ihn aufnimmt und ihm Aufträge in der Portraitmalerei verschafft.[56] Darin ist Tischbein geübt, seit seiner Jugendzeit hat er zum Broterwerb Portraits, teilweise in Serie, gefertigt; sein Bruder Jakob unterstützt ihn dann im Kopieren.[57] Auch Lavater und Bodmer sitzen ihm in Zürich Modell und Tischbein wird mit Aufträgen überschwemmt. Er ist nun für den Moment versorgt, aber nicht zufrieden; sein künstlerisches Ziel ist die baldige Rückkehr nach Italien, Vertiefung seiner Antikenkenntnisse und seine Vervollkommnung als Historienmaler.

[...]


[1] 1785, Öl/Holz, 508 x 360 mm, Kunstsammlungen Weimar.

[2] 1787, Aquarell, Kreide und Feder über Bleistift/Papier, 415 x 266 mm, Freies Deutsches Hochstift Frankfurter Goethe- Museum.

[3] Sörrensen, Wolfgang: Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, Verlag von W. Spemann, Berlin und Stuttgart 1910.

[4] Landsberger, Franz: Wilhelm Tischbein. Ein Künstlerleben des 18. Jahrhunderts, Verlag von Klinkhardt & Biermann, Leipzig 1908.

[5] Maisak, Petra: Goethe und Tischbein in Rom. Bilder und Texte. Herausgegeben von Petra Maisak, Insel Verlag Frankfurt am Main und Leipzig 2004.

[6] Goethe, Johann Wolfgang: Italienische Reise Teil 1 und 2 (im Folgenden: IR), Deutscher Klassiker Verlag im Taschenbuch, herausgegeben von Christoph Michel und Hans-Georg Dewitz, Band 48, Berlin 2011, S. 11.

[7] Miller, Norbert: Der Wanderer. Goethe in Italien, Carl Hanser Verlag München Wien 2002, S.125-126.

[8] ebd., vgl. auch: IR, September 1787, S.435.

[9] vgl. Tischbeins diesbezügliche ausführliche briefliche Mitteilung an Johann Caspar Lavater vom 6.12.1786 in: Funck, Heinrich (Hrsg.): Goethe und Lavater. Briefe und Tagebücher, Verlag der Goethe-Gesellschaft, Weimar 1901, S.364.

[10] Goethe, Johann Wolfgang: Briefe. Historisch-kritische Ausgabe, im Auftrag der Klassik-Stiftung Weimar, Goethe und Schiller Archiv, von Volker Giel, Susanne Fenske und Yvonne Pietsch (Hrsg./Autoren), Band 7: 18. September 1786 – 10. Juni 1788, Akademie-Verlag Berlin 2012, S.14.

[11] vgl. Neumann, Michael: “O, wie wird mich nach der Sonne frieren“. Betrachtung über die Italiensehnsucht deutscher Künstler in: Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (1751-1829). Das Werk des Goethe-Malers zwischen Kunst, Wissenschaft und Alltagskultur, herausgegeben von Arnd Friedrich, Fritz Heinrich und Christiane Holm, Petersberg 2001, S.158.

[12] Tuschfederzeichnung. Höhe: 16,3; Breite: 21 cm, Goethe-Museum Düsseldorf / Anton-und-Katharina-Kippenberg Stiftung, http://www.goethezeitportal.de/wissen/projektepool/goethe-italien/rom-kuenstler.html zuletzt abgerufen am 24.09.2015, 10:40 h.

[13] IR, Tagebuch der italienischen Reise, d.30.Nachts, S.744.

[14] IR, Rom, den 1. November 1786, S.135. Ebenso: Goethe, Johann Wolfgang: Briefe. Historisch-kritische Ausgabe, herausgegeben von Volker Giel, Susanne Fenske und Yvonne Pietsch, Band 7: 18. September 1786 – 10. Juni 1788, Brief an Catharina Elisabeth Goethe, Rom, 4.November 1786. Samstag, S.18.

[15] IR, Rom, den 7. November, S.139-140.

[16] vgl. hierzu Norbert Millers Beschreibung zu Goethes ersten Eindrücken in: Der Wanderer. Goethe in Italien, S.122-123.

[17] IR, Den 10. November 1786, S.144. Ebenso: Goethe, Johann Wolfgang: Briefe. Historisch-kritische Ausgabe, herausgegeben von Volker Giel, Susanne Fenske und Yvonne Pietsch, Band 7: 18. September 1786 – 10. Juni 1788, Brief an Johann Gottfried und Caroline Herder, Rom, 10. und 11. November <1786. Freitag und Samstag>, S.23.

[18] vgl. IR, Berichte vom 18. und 20. Januar, S.173-175.

[19] zitiert nach Miller, Norbert: Der Wanderer. Goethe in Italien, S.178.

[20] Goethe, Johann Wolfgang: Briefe. Historisch-kritische Ausgabe, herausgegeben von Volker Giel, Susanne Fenske und Yvonne Pietsch, Band 7: 18. September 1786 – 10. Juni 1788, Brief an Charlotte von Stein, Rom, d. 13. (-17.) Februar 1787, S.68.

[21] Februar 1787, weißes, stockfleckiges Papier italienischer Herkunft, breite Randlinien in Sepia und getuschtes Rähmchen; Bleistift, Feder, Aquarellfarben, 186 x 111mm.

[22] IR, den 17. Februar, S.184.

[23] Sommer/ Herbst 1787, weißes Papier, Skizzenbuchblatt; Bleistift, Sepialavierung, 138 x 228 mm.

[24] 1787, lavierte Zeichnung, 345 x 103 mm.

[25] Februar 1788, grau lavierte Federzeichnung umrandet und aufgezogen, 380 x 135 mm.

[26] vgl. hierzu Tischbeins Beschreibung im Brief an Johann Caspar Lavater vom Dezember 1786 in: Alten von, Friedrich Kurd: Aus Tischbeins Leben und Briefwechsel, Leipzig 1872, S.39 und IR, den 6. Januar, S.165-166.

[27] 1786/87, schwarze Kreide/Papier, 18,8 x 26,3 cm, Nationale Forschungs- und Gedenkstätten Weimar.

[28] IR, den 10 Januar, S.168. vgl. auch Karl Philipp Moritz` Darstellung von Goethes Pflege im Brief an Campe vom 20.Januar 1787 in: Bode, Wilhelm (Hrsg.): Goethe in vertraulichen Briefen seiner Zeitgenossen, Aufbau- Verlag Berlin und Weimar 1982, S.326-327.

[29] Goethe, Johann Wolfgang: Briefe. Historisch-kritische Ausgabe, herausgegeben von Volker Giel, Susanne Fenske und Yvonne Pietsch, Band 7: 18. September 1786 – 10. Juni, 1788, Brief an Charlotte von Stein, dl. 14.Dec 86, S.57.

[30] ebd.,S. 65., vgl. auch IR, Eintrag vom 29.Dezember, S.163 sowie Goethe, Johann Wolfgang: Briefe. Historisch-kritische Ausgabe, herausgegeben von Volker Giel, Susanne Fenske und Yvonne Pietsch, Band 7: 18. September 1786 – 10. Juni 1788, Brief an Charlotte von Stein, Rom, 6. Januar 1787, Samstag, S. 73.

[31] zitiert nach: Miller, Norbert: Der Wanderer. Goethe in Italien, S.194.

[32] vgl. diesbezüglich Goethes spätere Betrachtung des Carneval in IR, Das Römische Carneval, S.518 ff. sowie Szukala, Ralph: Goethes Beobachtungen zum Römischen Karneval in: Knobloch, Hans -Jörg und Koopmann, Helmut (Hrsg.): Goethe: Neue Ansichten- Neue Einsichten, Verlag Könighausen & Neumann GmbH, Würzburg 2007, S.159-168.

[33] vgl. Miller, Norbert: Der Wanderer. Goethe in Italien, S.188.

[34] IR, Neapel, Sontag den 11. März 1787, S.214.

[35] IR, Neapel, den 27. Febr.1787, S.201.

[36] IR, St. Agahta den 24. Febr. 1787, S. 197.

[37] IR, Neapel, den 6.März 1787, S.208-211.

[38] 1787?, weißes Wunnerich – Papier, in der Mitte gebrochen, Feder in Tusche, Aquarellfarben, 196 x 158 mm.

[39] IR, S.220. vgl. auch Goethes Beschreibung der Einwohner Neapels vom 12.März 1787, S.215-216.

[40] Landsberger, Franz: Wilhelm Tischbein. Ein Künstlerleben des 18. Jahrhunderts, Verlag von Klinkhardt & Biermann, Leipzig 1908, S.97. vgl. auch IR, Neapel, Mittwoch den 7. März 1787, S. 211.

[41] Sörrensen, Wolfgang: Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, Verlag von W. Spemann, Berlin und Stuttgart 1910, S.65.

[42] IR, Caserta, Donnerstag den 15. März, S.223.

[43] Miller, Norbert: Der Wanderer. Goethe in Italien, Carl Hanser Verlag München Wien 2002, S.219.

[44] Tischbein, Johann Heinrich Wilhelm: Aus meinem Leben, vollständiger, durchgesehener Neusatz, bearbeitet und eingerichtet von Michael Holzinger, 3. Auflage, Berliner Ausgabe 2014, S.175. vgl. auch IR, Neapel. Montag d. 19. März 1787, S.229.

[45] um 1788, Öl auf Leinwand, 85,5 x 61,5 cm, Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen.

[46] IR, Neapel. Montag d.19.März 1787.

[47] Alten von, Friedrich Kurd: Aus Tischbeins Leben und Briefwechsel, Leipzig 1872, S.43.

[48] IR,16. Juni und 27. Juni 1787, S.375-387.

[49] IR, Aufzeichnungen vom 5., 16., 30 Juli 1787, S.391-400.

[50] Miller, Norbert: Der Wanderer. Goethe in Italien, S.320.

[51] Keiser, Herbert Wolfgang (Hrsg.): Goethe, Johann Wolfgang: Wilhelm Tischbeins Idyllen, Verlag F. Bruckmann KG München, 1970.

[52] IR, Den 20. November 1786, S. 149.

[53] Oettingen von, Wolfgang: Goethe und Tischbein, Schriften der Goethe- Gesellschaft, 25. Band, Verlag der Goethe- Gesellschaft Weimar 1910, S. 29.

[54] vgl. dazu Maisak, Petra (Hrsg.): Goethe und Tischbein in Rom. Bilder und Texte, Insel Verlag Frankfurt am Main und Leipzig 2004, S.7 sowie Der Teutsche Merkur 1773-89,1781,II,S.48-55.In http://www.ub.unibielefeld.de/diglib/aufkl/teutmerk/teutmerk.htm zuletzt abgerufen am 24.09.2015 um 11:00 h.

[55] zitiert nach: Alten von, Friedrich Kurd: Aus Tischbeins Leben und Briefwechsel, Leipzig 1872, S. 5-6.

[56] ebd., S.1-3.

[57] Landsberger, Franz: Wilhelm Tischbein. Ein Künstlerleben des 18. Jahrhunderts, Verlag von Klinkhardt & Biermann, Leipzig 1908, S.20-21.

Details

Seiten
53
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668510937
ISBN (Buch)
9783668510944
Dateigröße
2.3 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v373392
Institution / Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin – Deutsche Literatur
Note
1,3
Schlagworte
Goethe Italienische Reise Freundschaft Künstlergemeinschaft Malerei Künstlerfreundschaft Doppelbegabung Italien Künstlerkolonie Johann Heinrich Wilhelm Tischbein Rom Neapel Vesuv Winkelmann Christoph Heinrich Kniep universaler Bildungsgedanke Klassik Weimar griechisch-römische Antike

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Titel: Johann Wolfgang Goethe und der Maler Johann Heinrich Wilhelm Tischbein in Italien