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Gesund durch Lesen und Schreiben? Wie fiktionale Welten helfen können

Hausarbeit 2016 24 Seiten

Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was sind Poesie- und Bibliotherapie?
2.1. Poesietherapie
2.2. Bibliotherapie

3. Wirkungsmechanismen
3.1. Fiktionalität
3.2. Emotionalität
3.3. Gewinnung von Sinn

4. Bibliotherapie: Märchenarbeit mit drogengefährdeten Jugendlichen
4.1. Vorüberlegungen
4.2. Therapeutische Märchenarbeit

5. Fazit

6. Bibliographie

1. Einleitung

Den meisten Lesern sind Gefühle wie Freude, Wut, Trauer oder sogar körperliche Regungen wie Tränen während der Lektüre eines literarischen Werkes bekannt. Echte Tränen und echte Gefühle – oder etwa nicht? Gibt es einen Unterschied zwischen den durch die Lektüre eines fiktionalen Werkes ausgelösten Gefühlen und denen des alltäglichen Lebens? Diese Frage wird in der Literaturwissenschaft kontrovers diskutiert. Beispielsweise nimmt Colin Radford an, dass es sich um zwei verschiedene Arten von Gefühlen handelt.[1] Auch Alex Neill geht in seinem Aufsatz Fiktion und Emotionen der Frage nach, ob es sich um „Als-ob-Emotionen“ oder „ doch um ‚echte‘ Emotionen“[2] handelt. In den späten 1960er Jahren entwickelte sich in den USA im Rahmen der Psychotherapie[3] ein Verfahren, bei dem das Rezipieren oder Produzieren von literarischen Texten – in beiden Fällen ist die Arbeit mit fiktionalen Welten denkbar – im therapeutischen Kontext eingesetzt wird, um Patienten von ihrer Symptomatik, sei sie psychischer oder körperlicher Art, zu heilen oder Selbstheilungsprozesse anzustoßen. Die in Studien mehrfach belegte Wirksamkeit dieser Verfahren, die in enger Verbindung mit den Leser-Emotionen steht, eröffnet eine neue Perspektive auf die eingangs formulierte Fragestellung.[4]

Ziel dieser Arbeit ist es, darzustellen, wie fiktionale Welten (bei produktiver oder rezeptiver Auseinandersetzung) heilen können und welche Rolle die mit ihnen in Zusammenhang stehenden Emotionen dabei spielen. Im zweiten Kapitel dieser Arbeit sollen zunächst die Begriffe der Poesietherapie und Bibliotherapie definiert, voneinander abgegrenzt und ihre jeweiligen Methoden in Kürze dargestellt werden. Anschließend werden drei wesentliche Wirkungsmechanismen der Verfahren erläutert: Fiktionalität, Emotionalität und die Gewinnung von Sinn. Die Erkenntnisse werden exemplarisch anhand der therapeutischen Arbeit mit drogengefährdeten Jugendlichen und dem Grimm’schen Märchen „Frau Trude“ praktisch dargestellt. Das Fazit gibt einen kurzen Ausblick und fasst die wesentlichen Analyseergebnisse zusammen.

2. Was sind Poesie- und Bibliotherapie?

Die Begriffe der Poesietherapie und Bibliotherapie sind in der Forschungsliteratur nicht einheitlich definiert. Auch wird die Abgrenzung zu anderen kreativtherapeutischen Verfahren unterschiedlich vorgenommen. Es wird daher eine für diese Arbeit gültige Begriffsbestimmung erfolgen. Bei der Darstellung der beiden Therapieverfahren wird der Fokus besonders darauf gelegt, welche Methoden und Inhalte ihnen zugeschrieben werden und wie sich das therapeutische Setting gestaltet. Beide Therapieverfahren lassen sich grob zu den expressiven Therapien zuordnen, zu denen auch beispielsweise die Musik-, Gestalt-, Tanz- oder Dramatherapie gehören.[5]

Die Poesietherapie ist eine recht junge Disziplin, deren Bezeichnung sich von dem englischen Begriff der poetry therapy herleitet, welcher von Jack Leedy und Arthur Lerner in den späten 1960er Jahren in den Vereinigten Staaten geprägt wurde.[6] In Kürze bezeichnet diese Therapie „[…] Bestrebungen, die das Schreiben und Lesen als therapeutisches Mittel einsetzen […]“[7]. Ein Blick auf die aktuelle Forschungsliteratur zeigt, dass eine Vielzahl von Definitionen das Schreiben und Lesen zu therapeutischen Zwecken unter einem Begriff, dem der Poesietherapie, zusammenfassen. Silke Heimes, Gründerin und Leiterin des Instituts für kreatives und therapeutisches Schreiben, orientiert sich bei ihrer Definition an denen der National Federation for Biblio/Poetry Therapy und der National Association für Poetry Therapie, welche die Bibliotherapie ebenfalls in der Poesietherapie einschließen:

Unter Poesietherapie kann jedes therapeutische und (selbst-)analytische Verfahren verstanden werden, das durch Schreiben und Lesen den subjektiven Zustand eines Individuums zu bessern versucht und das (auto-)biographisches, expressives, intuitives, kreatives, therapeutisches, imaginatives, analoges, assoziatives und automatisches Schreiben ebenso umfasst wie die aktive Textrezeption und –verarbeitung . [8]

Allerdings nutzt Heimes den Begriff der Poesietherapie in ihren Werken hauptsächlich in der Bedeutung einer „Schreibtherapie“, was zu Verwirrungen führen kann.[9] Es scheint bei diesen doch sehr unterschiedlichen therapeutischen Vorgehensweisen sinnvoll zu sein, die beiden Therapieformen inhaltlich voneinander zu trennen. Auf diese Weise soll der Fokus auf die methodische Vorgehensweise der Therapien gewährleistet werden. Eine definitorische Trennung erscheint außerdem angemessen, da, wie aus dem oben genannten Zitat teilweise schon hervorgeht, ein großer gestalterischer Spielraum innerhalb der einzelnen Therapieverfahren möglich ist.

2.1. Poesietherapie

Heimes betont, dass der Begriff der Poesie, welcher auf den griechischen Ausdruck poiesis zurückzuführen ist, „[...] gemäß der Aristotelischen Poetik die Lyrik ebenso umfasst wie das Drama und das Epos“[10]. Darüber hinaus referiert poiesis auf „ [...] eine Qualität des Erlebens, wodurch sich für eine so benannte Therapie das weite Denk-, Wahrnehmungs- und Erlebnisfeld der Achtsamkeit öffnet“[11]. Achtsamkeit ist laut Heimes ein wesentlicher Bestandteil der Poesietherapie, da er in einem engen Verhältnis zur Wahrnehmung steht, die sich wiederum im beständigen Wechselverhältnis mit dem Akt des Schreibens befindet.[12] Die Wurzeln der Poesietherapie reichen, ebenso wie die der Bibliotherapie, weit in die Geschichte zurück, jedoch wird an dieser Stelle nur eine kurze Darstellung der Entwicklung der modernen Poesietherapie erfolgen.

Bereits in den 1920er Jahren begann der amerikanische Arzt W. H. R. Rivers im Rahmen der Psychotherapie Poesie einzubeziehen, indem er mit dem Dichter Robert Greaves zusammenarbeitete.[13] Ein weiterer Initiator der modernen Poesietherapie ist der Apotheker Eli Greifer, der ebenfalls in den 1920er Jahren Poesie nutzte, „[…] um Menschen zu helfen, ihr seelisches Gleichgewicht wiederzufinden“[14]. Er führte in den 1950er Jahren Poesie-Gruppensitzungen in einem Krankenhaus in Brookyln durch, aus denen sich durch das Engagement des Psychotherapeuten und Psychiaters Dr. Jack Leedy die moderne Poesietherapie entwickelte, welche er viele Jahre als Behandlungsmedium in Kliniken einsetzte.[15]

Aktuell umfassen Indikationen der Therapieform im psychischen und psycho-somatischen Bereich beispielsweise Posttraumatische Belastungsstörungen, Depressionen, Ess-Störungen, Suchterkrankungen und die Burn-out-Prophylaxe.[16] Der Einsatz der Poesietherapie reicht jedoch über die Grenzen der Psychotherapie hinaus: Indikationen liegen auch bei Erkrankungen des Immunsystems, Krebserkrankungen, schmerzassoziierten Krankheiten, Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor.[17] Das Verfahren kann aber auch im Bereich der Sozialarbeit zum Einsatz kommen, wo es zur Stärkung des Selbstwertgefühls, der Kommunikations-förderung und der Entwicklung kreativer Fähigkeiten verwendet werden kann.[18] Mit Poesietherapie wird sowohl im ambulanten, als auch im stationären Bereich gearbeitet, sie kann als Gruppen- oder Einzeltherapie durchgeführt werden, wobei eine Sitzung in der Regel 3-4 Schreibeinheiten umfasst, für die eine Schreibzeit von 15-20 Minuten angesetzt ist, nach der die verfassten Texte gelesen und besprochen werden (die Gesamtdauer der zumeist wöchentlich stattfindenden Sitzung ist unter anderem vom gesundheitlichen Zustand des/der Patienten abhängig).[19] Die Schreibaufgaben richten sich nach der Art der Symptomatik des Patienten. Sie können sehr unterschiedlich sein und reichen vom Niederschreiben freier Assoziationen (z.B. in Form einer Zehn-Wort-Kette[20] ) bis zum Verfassen einer Kindheitsautobiographie, der Imagination von Zukunftsbildern und transpersonalen Spiegelungen, beispielsweise in Märchen.[21] Besonders deutlich wird dabei auch der große Anteil der Aufgaben, die eine Beschäftigung mit fiktionalen Welten fordern. Heimes bietet in ihrem Buch Schreib dich gesund unterschiedliche Schreibübungen an, von denen viele imaginativer Art sind. Darunter beispielsweise: „Stellen Sie sich vor, nicht sie selbst, sondern ein Freund oder eine Freundin leide unter einem Burnout. Schreiben sie diesem Freund oder dieser Freundin einen Brief“[22]. Oder: „Sie haben beschlossen, Ihren Schmerz als Gast zu empfangen. Entwerfen sie eine Einladung. […] Beschreiben Sie, wie das Treffen verläuft […]. Was unternehmen Sie? Über was unterhalten Sie sich?“[23]. Zuletzt soll darauf hingewiesen sein, dass der richtige Zeitpunkt für den Beginn einer Poesietherapie von großer Bedeutung ist. Um emotionale Krisen zu vermeiden, sollten traumatisierte Menschen sollten nicht zu früh mit dem belastenden Ereignis konfrontiert werden, die Arbeit eignet sich erst dann, wenn der Patient in eine gewisse emotionale Stabilität erreicht hat und über Coping-Strategien verfügt, die es ihm erlauben, mit den durch das Schreiben freigesetzten Emotionen zurechtzukommen.[24]

2.2. Bibliotherapie

Liegt der Fokus der Therapie auf dem Lesen und Besprechen ausgewählter Texte, so ist meist von Bibliotherapie die Rede. Sie meint explizit nicht die „[…] eigenmotivierte persönliche Lektüre […] oder das Konzept der öffentlichen Bibliotheken als neutrale, beruhigende Zentren, obwohl das sehr wohl therapeutisch wirken kann“[25]. Die Bedeutung des Begriffes lässt sich aus den griechischen Wörtern biblion für Buch, und therapeia für Heilung, Behandlung, Pflege ableiten und bezeichnet eine Heilbehandlung durch das Buch, genauer „die Nutzbarmachung des Lesens zu therapeutischen Zwecken“[26]. Bei der Bibliotherapie handelt es sich nicht um eine neuartige Erfindung der Psychotherapie, denn das Wissen über die Heilwirkung von Texten reicht bis weit in die Geschichte zurück: Beispielsweise stand über der berühmten Bibliothek Alexandrias der Satz psychēs Iatreion „Medizin für die Seele“[27], bzw. „Heilstätte der Seele“[28].

In der Regel ergänzt die Bibliotherapie die psychotherapeutische Arbeit, sie kann also therapiebegleitend, aber auch in der Prophylaxe und Nachsorge zum Einsatz kommen.[29] Zu ihren Einsatzbereichen zählen unter anderem Altersheime, Klinken, Rehabilitationszentren, Kinderheime oder auch der Bereich der Pädagogik, der Erwachsenenbildung, der Sozialarbeit und auch die Arbeit in der Justizvollzugsanstalt.[30] Allgemeine Voraussetzungen für die Bibliotherapie sind die Lesebereitschaft und Lesefähigkeit des Patienten, wobei auch das (laute) Vorlesen, beispielsweise innerhalb einer Gruppe, möglich ist.[31] Die Literatur für die Therapie ist in der Regel imaginativer Art, was sich als therapeutisch zielführend erwiesen hat.[32] Dazu zählen beispielsweise Romane (oder einzelne Kapitel daraus), Fabeln, Poesie, Theaterstücke, Science-Fiktion und Märchen.[33] Dem Bibliotherapeuten wird die verantwortungsvolle Aufgabe übertragen, die Wahl eines geeigneten Textes für die Behandlung zu treffen. Dies geschieht anhand verschiedener Kriterien: Die Lektüre sollte auf den Problembereich des Klienten abgestimmt sein, den intellektuellen Fähigkeiten des Klienten entsprechen, ihn zur Diskussion anregen und gegebenenfalls können auch seine persönlichen Lese-Präferenzen bei der Auswahl beachtet werden.[34] Das Material wird nach dem sogenannten Iso-Prinzip ausgewählt.[35] Doch wann ist der Einsatz einer Bibliotherapie indiziert?

Die Bibliotherapie kann ab der Lesefähigkeit eingesetzt werden und eignet sich für entsprechend viele Altersgruppen, was bedeutet, dass auch sehr unterschiedliche Krankheiten/Problembereiche behandelt werden können.[36] Doris Wolf listet einige davon auf: Reduzierung von Angst, Entwicklung des Selbstwertgefühls, Umgang mit Krisen, persönliche Weiterentwicklung, Verhaltensänderung, Behandlung von Depressionen und neurotischen Störungen, sowie Behandlung von Kranken und Sterbenden.[37] Aber auch kann sie bei Phobien, Gewichtsproblemen und in zahlreichen anderen Bereichen zum Einsatz kommen.[38] Kontraindikationen werden in der Literatur nicht explizit genannt, es ist aber davon auszugehen, dass es sich damit wie bereits bei der Poesietherapie beschrieben verhält.

[...]


[1] Radford, Colin /Weston, Michael: How can we be Moved by the Fate of Anna Karenina?, S. 77 f.

[2] Neill, Alex: Fiktion und Emotionen, S. 122 f.

[3] Das Therapieverfahren wurde erstmals im psychotherapeutischen Kontext entwickelt, später umfasste es auch andere therapeutische Bereiche, Weiteres dazu im folgenden Kapitel.

[4] Eine Übersicht über die Studien zu den Wirksamkeitsnachweisen der Therapie findet sich bei Heimes, Silke: Warum Schreiben hilft, 58 ff.

[5] Vgl. Heimes, Silke: Warum Schreiben hilft, S. 19.

[6] Vgl. Ebenda, S. 11 ff.

[7] Ebenda, S. 13.

[8] Ebenda, S. 18 f.

[9] Vgl. Ebenda, S. 11.

[10] Ebenda, S. 14.

[11] Ebenda, S. 14.

[12] Vgl. Ebenda, S. 14.

[13] Vgl. Petzold, Hilarion G./ Orth, Ilse: Poesie- und Bibliotherapie, S. 28.

[14] Ebenda, S. 28.

[15] Vgl. Ebenda, S. 28.

[16] Vgl. Vgl. Heimes, Silke: Warum Schreiben hilft, 21 f.

[17] Vgl. Ebenda, S. 151 ff.

[18] Vgl. Ebenda, S. 20.

[19] Vgl. Ebenda, S. 24.

[20] Vgl. Werder, Lutz von: Schreiben als Therapie, S. 44.

[21] Vgl. Ebenda, S. 16.

[22] Heimes, Silke: Schreib dich gesund, S. 55.

[23] Ebenda, S. 102.

[24] Vgl. Heimes, Silke: Warum Schreiben hilft, S. 35 f.

[25] Rubin, Rhea Joyce: Bibliotherapie – Geschichte und Methoden, S. 104.

[26] Duda, Martin: Lesen hilft leben, S. 22.

[27] Vgl. Merkle, Rolf: Bibliotherapie, S. 10.

[28] Gerk, Andrea: Lesen als Medizin, S. 29. Bemerkenswert ist auch, dass der griechische Gott Apollon in sich beide Bereiche vereint, da er sowohl den Gott der Poesie als auch den der Heilkunst verkörpert.

[29] Vgl. Wolf, Doris: Bibliotherapie in der psychotherapeutischen Praxis, S. 6.

[30] Vgl. Duda, Martin: Lesen hilft leben, S. 22 f.; Wolf, Doris: Bibliotherapie in der psychotherapeutischen Praxis, S. 12.

[31] Vgl. Merkle, Rolf: Bibliotherapie, S. 26; Rubin, Rhea Joyce: Bibliotherapie – Geschichte und Methoden, S. 106 f.

[32] Vgl. Rubin, Rhea Joyce: Bibliotherapie – Geschichte und Methoden, S. 123.

[33] Vgl. Ebenda, S. 123 f.

[34] Vgl. Ebenda, S. 121 f.; Wolf, Doris: Bibliotherapie in der psychotherapeutischen Praxis, S. 11.

[35] Vgl. Rubin, Rhea Joyce: Bibliotherapie – Geschichte und Methoden, S. 122 ff. Das Iso-Prinzip besagt, dass eine Kongruenz zwischen den vermittelten Emotionen und Werten in der Literatur und denen des Klienten herrschen sollte, ausgenommen davon sind Texte mit suizidalem oder ausschließlich negativem Inhalt.

[36] Vgl. Wolf, Doris: Bibliotherapie in der psychotherapeutischen Praxis, S. 12.

[37] Vgl. Ebenda, S 12 ff.

[38] Vgl. Merkle, Rolf: Bibliotherapie, S. 16.

Details

Seiten
24
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668492301
ISBN (Buch)
9783668492318
Dateigröße
952 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v371428
Institution / Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin – für deutsche Literatur
Note
1,7
Schlagworte
Poesietherapie Heilung durch fiktionale Welten Lesen und genesen Bibliotherapie

Autor

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