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Die Städtebauliche Schrumpfung. Schrumpfung bietet nachhaltige Möglichkeiten bei der Gestaltung des öffentlichen Raumes

Essay 2016 5 Seiten

Raumwissenschaften, Stadt- und Raumplanung

Leseprobe

Schrumpfung bietet nachhaltige Möglichkeiten bei der Gestaltung des öffentlichen Raumes

Meine Arbeit befasst sich mit der aus der Problematik resultierenden Fragestellung nach nachhaltigen Möglichkeiten der Gestaltung des öffentlichen Raumes, welche durch die Schrumpfungsproblematik entsteht. Der Begriff der Schrumpfung von Städten definiert sich als Bevölkerungsentwicklung, bei der die Zunahme der Bevölkerung durch Geburtenrate und Zuwanderung kleiner ist als die Abnahme durch Sterberate und Abwanderung.

Als Resultat der industriellen Revolution vervielfachte sich zunächst die Bevölkerung zahlreicher innerstädtischer Quartiere in vielen Städten weltweit innerhalb kurzer Zeit, was zu einer hohen baulichen Verdichtung und hohen Einwohnerzahlen der Städte führte. Der über die Jahre folgende politische Umbruch in Mittel- und Osteuropa und die damit verbundene wirtschaftliche (Globalisierung), politische (Strukturwandel) und gesellschaftliche (Bsp. Standortwettbewerb u. Lebensstandards) Transformation kann als Auslöser für den mittlerweile auch in Deutschland greifenden Schrumpfungsprozess gesehen werden. Besonders ostdeutsche Städte sind stark vom Rückgang der Bevölkerungsdichte betroffen. Infolge dieser Schrumpfung entstehen neue städtebauliche, infrastrukturelle und wohnqualitative Problematiken, welche sich in Form des Rückgangs der baulichen Dichte (Abwanderung), dem Leerstand von Gebäuden oder des Brachfallens von Flächen äußert. So kann von einer gewissen „Spirale des Niedergangs“ (Bürkner 2001) gesprochen werden, welche die Schrumpfung weiter bekräftigt. Wachstum und Schrumpfung sind untrennbar miteinander verknüpft und so können innerstädtische Quartiere dennoch wachsen während die Stadt an sich am Schrumpfen ist und andersherum.

Die „Spirale des Niedergangs“ ist dort zu finden, wo der Strukturwandel in Form von steigender Arbeitslosigkeit, Abwanderung und sinkenden Geburtenzahlen einen dramatischen Bevölkerungsverlust bedeutet. An diesen Orten ist die kommunale Liquidität durch sinkende Einnahmen eingeschränkt und die Wettbewerbsfähigkeit anderen Orten gegenüber nicht mehr gegeben. Diese Gegebenheit zeichnet sich schlussendlich auch im Stadtbild ab. Es folgen - durch fehlende Investitionen - sichtbare Mängel an öffentlichen und privaten Bauwerken. Mangelnde Attraktivität (Ghetto-Effekt, Bronx-Effekt) und eine Nicht-identifikation der Bürger ist das Resultat, welche die „Spirale des Niedergangs“ weiterhin ankurbelt. Entdichtung, Rückbau und flächenhafter Abriss der ungenutzten oder baufälligen Wohn- und Arbeitsflächen sind meist die Antworten auf diese Problematik.

Das Förderprogramm „Stadtumbau Ost“ definiert seinen Fokus auf die physische Stadtstruktur als „… räumlich gezielter Rückbau auf Dauer nicht mehr benötigter Wohnungen mit einer umfassenden städtebaulichen Aufwertung der vom Leerstand betroffenen Stadtteile und Wohnquartiere“. (BMVBW 2001) Diese Initiative nimmt sich eben diesen baulichen Maßnahmen an.

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Details

Seiten
5
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668491038
Dateigröße
432 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v371220
Institution / Hochschule
Hochschule RheinMain
Note
1,7
Schlagworte
Architektur Stadtbaukunde Schrumpfung Städte Rückgang Städtebau nachhaltig öffentlicher Raum Freiraum Konzept Stadtumbau Ost

Autor

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Titel: Die Städtebauliche Schrumpfung. Schrumpfung bietet nachhaltige Möglichkeiten bei der Gestaltung des öffentlichen Raumes