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Funktionen phantastischer Kinderliteratur

am Beispiel von Michael Endes Kinderbuch "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer"

von Ann-Kathrin M.

Hausarbeit 2016 20 Seiten

Deutsch - Literatur, Werke

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmung – Phantastik
2.1. Der minimalistische Ansatz nach Todorov
2.2. Der maximalistische Ansatz nach Haas
2.3. Das Zwei-Welten-Modell nach Maria Nikolajewa
2.4. Klassifizierung von Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer als phantastisches Kinderbuch

3. Funktionen phantastischer Kinder- und Jugendliteratur
3.1. Funktionen phantastischer Kinder- und Jugendliteratur nach Haas
3.2. Funktionen nach Haas in Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer
3.3. Methodischer Einsatz von Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer im Grundschulunterricht

4. Fazit

5. Literatur

1. Einleitung

Die deutschsprachige Kinder- und Jugendliteratur unterlag in den vergangenen Jahrzehnten einem deutlichen Wandel. Von den Einflüssen der bürgerlichen Wertvorstellungen der 1960er Jahre über die von anti-autoritären Tendenzen geprägte Kinderliteratur der frühen 1970er Jahre entwickelten sich Ende der 1970er Jahre erste phantastische Tendenzen. Michael Ende, der 1929 in Garmisch-Partenkirchen geboren wurde, ist als einer der Vorreiter dieser Veränderung zu nennen. Sein Kinderbuch Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer, das 1960 veröffentlicht und später zu einem großen Erfolg, beispielsweise honoriert durch die Verleihung des deutschen Jugendbuchpreises, wurde, wird in der vorliegenden Arbeit als Beispiel für den Einsatz phantastischer Literatur im Grundschulunterricht benutzt. Der Autor wurde mit den Büchern wie Die unendliche Geschichte und Momo, die beide verfilmt worden sind, weltberühmt und zählt heute zu den bekanntesten deutschen Schriftstellern, der neben Kinder- und Jugendbüchern auch poetische Bilderbuchtexte und Bücher für Erwachsene, Theaterstücke, Opernlibretti und Gedichte veröffentlichte. Im Zuge der Entwicklung der Kinder- und Jugendliteratur hin zu phantastischen Elementen entstanden viele Werke, die sich durch die Hinwendung zur Phantasie auszeichnen. Beispielhaft seien hier die Autoren Erich Kästner, Ottfried Preußler und Paul Maar genannt. Ein großer Teil der phantastischen Literatur richtet sich an die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen. Daher liegt es nahe, die Verwendung dieser Werke für den Grundschulunterricht in Erwägung zu ziehen.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, warum phantastische Kinder- und Jugendliteratur sich für die Nutzung im Schulunterricht der Grundschule besonders gut eignet. Hierfür werden nach der Klärung des Begriffs ‚Phantastik’ die Funktionen dieser Literaturgattung erläutert und im Hinblick auf das exemplarisch genutzte Werk Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer von Michael Ende analysiert. Darauf aufbauend sollen im weiteren Verlauf Methoden erarbeitet werden, wie phantastische Kinder- und Jugendliteratur im Grundschulunterricht eingesetzt werden kann.

Abschließend wird die Eignung phantastischer Kinder- und Jugendliteratur und insbesondere die Eignung des Werkes Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer für den Unterricht bewertet und in einem Fazit festgehalten.

2. Begriffsbestimmung – Phantastik

Es gibt eine Vielzahl an Publikationen, die sich mit der Bestimmung des Phantastikbegriffs befassen. Bedeutende Definitionen wurden unter anderem von Tzvetan Todorov, Gerhard Haas und Maria Nikolajewa veröffentlicht. Als Basis soll hier der minimalistische Ansatz von Todorov aus dem Jahr 1972 beschrieben werden. Ergänzend werden der maximalistische Ansatz von Haas und das Zwei-Welten-Modell von Nikolajewa erläutert.

2.1. Der minimalistische Ansatz nach Todorov

Der bulgarische Literaturtheoretiker Tzvetan Todorov beschreibt in seinem Werk Einführung in die fantastische Literatur drei Bedingungen, die ein phantastisches Buch erfüllen muss. Einerseits steht bei einer phantastischen Erzählung nicht das phantastische Ereignis selbst im Vordergrund, sondern die Reaktion des Lesers auf das phantastische Ereignis. Laut Todorovs Erklärungsmodell ruft ein übernatürliches Ereignis beim Rezipienten Unschlüssigkeit hervor und je nachdem wie der Leser die Unschlüssigkeit interpretiert und empfindet, kann von einer phantastischen Erzählung ausgegangen werden oder nicht. In Todorovs Werk Introduction à la littérature fantastique beschreibt er die Unschlüssigkeit wie folgt:

„Sobald man sich für die eine oder die andere Antwort entscheidet, verläßt man das Phantastische und tritt in ein benachbartes Genre ein, in das des Unheimlichen oder das des Wunderbaren. Das Phantastische ist die Unschlüssigkeit, die ein Mensch empfindet, der nur die natürlichen Gesetze kennt und sich einem Ereignis gegenübersieht, das den Anschein des Übernatürlichen hat (Neubaur 1972, S. 26).“

Demnach ist die „Unschlüssigkeit des Lesers die erste Bedingung des Phantastischen“ (Todorov 1972, S. 31). Es handelt sich also um ein phantastisches Buch, wenn dem Leser nicht klar ist, ob die Ereignisse in der Literatur einer natürlichen oder übernatürlichen Erklärung bedürfen. Die zweite Bedingung nach Todorov ist durch die Nachempfindung des Lesers von einer Rolle im Buch gekennzeichnet (vgl. Todorov 1972, S. 33). Das heißt, eine Figur in dem Buch kann denselben Zweifel wie der Leser haben, ob ein Geschehnis natürlich oder übernatürlich erklärbar ist. Dabei kann die Unschlüssigkeit des Lesers zum Thema des Buches werden. Unter der dritten Bedingung formuliert Todorov die Einnahme einer bestimmten Haltung des Lesers zu dem Buch. Neben diesen drei Bedingungen führt Todorov als weiteres Merkmal phantastischer Literatur in seinem Werk Introduction à la littérature fantastique die Unterscheidung zwischen einer fantastisch-wunderbaren und einer fantastisch-unheimlichen Erzählung auf. Er beschreibt die Phantastik als Grenzphänomen zwischen dem Wunderbaren im Märchen und dem Unheimlichen in der Horrorgeschichte nach folgendem Schaubild (Todorov 1972, S. 43):

unvermischt Phantastisch- Phantastisch- unvermischt

Unheimliches Unheimliches Wunderbares Wunderbares

Die Phantastik steht also zwischen dem Unheimlichen und dem Wunderbaren und wird als Trennungslinie zwischen dem Unheimlichen und Wunderbaren gesehen (vgl. Todorov 1972, S. 42). Nur solange wie die Unschlüssigkeit vom Leser unaufgelöst bleibt, handelt es sich nach Todorov um ein phantastisches Buch. Hebt der Leser seine Unschlüssigkeit durch eine Erklärung eines Ereignisses durch etwas Natürlichem oder Übernatürlichem auf, wird eine der beiden Richtungen eingeschlagen. Eine unheimliche Erzählung liegt vor, wenn das vermeintlich Übernatürliche durch eine rationale Erklärung wie Sinnestäuschungen oder Betrug aufgehoben wird. Die wunderbare Erzählung bildet das Gegenstück zur unheimlichen Erzählung und ist dadurch gekennzeichnet, dass das Übernatürliche definitiv nicht durch Naturgesetzte erklärbar ist. Nach Todorov kann man also nur von einem phantastischen Text sprechen, wenn die von dem übernatürlichen Ereignis evozierte Unschlüssigkeit vom Leser selbst nicht aufgelöst wird.

2.2. Der maximalistische Ansatz nach Haas

Dem minimalistischen Ansatz nach Todorov steht der maximalistischer Ansatz von Gerhard Haas gegenüber. Der deutsche Literaturwissenschaftlicher Gerhard Haas führt in seinem Aufsatz Struktur und Funktion der fantastischen Literatur einen weiter greifenden Begriff der Phantastik auf, der über die bisherigen Definitionen hinausgeht (vgl. Naglik 2014, S. 16). In seinem weiter gefassten Phantastikbegriff zählt Haas auch Märchen, Sagen und Science Fiction dazu (vgl. Meißner 1989, S. 24) und betrachtet die Phantastik komplementär zum Realismus. In dem Handbuch Kinder- und Jugendliteratur sieht er die Phantastik als eine Form des bildlich wilden Denkens und versucht „eine Art Parallele zwischen dem mhytisch-vorrationalen und dem wissenschaftlichen Denken aufzustellen“ (Stoyan 2004, S. 27). Das Phantastikverständnis nach Haas umfasst demnach drei Elemente. Das erste Element oder Merkmal eines phantastischen Buches nach Haas ist ein logischer, aber nicht völlig rationaler Zusammenhang, in dem die Handlung, die Figuren und alle weiteren Elemente eines Buches stehen. Haas spricht von einer Allverbundenheit der Dinge, die nicht aufzulösen ist. Unter dem zweiten Merkmal wird gefasst, dass die sinnlich komplexen Bilder eines Buches mehrere Deutungen zulassen. Das dritte Merkmal phantastischer Literatur umfasst Handlungselemente, Bilder und Figuren, die entweder selbst schon heterogen sind oder heterogen zusammengefügt werden können (vgl. Stoyan 2004, S.27). In dem Werk phantastische Kinderliteratur für junge Leser unterscheidet Haas zwei Bedeutungen des Begriffs Phantastik. Einerseits kann der Begriff Phantastik das Aufeinandertreffen zweier unterschiedlicher Wirklichkeiten oder Realitätserfahrungen als eng betrachtete Definition bedeuten und andererseits als weiter gefassten Begriff aufgefasst werden, der auch solche Bücher erfasst, die nicht nur dem kausal logischen Denken folgen.

2.3. Das Zwei-Welten-Modell nach Maria Nikolajewa

Die russisch-schwedisch Anglistin Maria Nikolajewa grenzt in ihrer Dissertation The magic code (1988) die phantastische Kinderliteratur durch das Aufeinandertreffen zweier Welten, der sogenannten Primär- und Sekundärwelt von anderen literarischen Phantastik-Gattungen wie Märchen, Utopien, Dystopien und Schauerromane ab. Unter Primärwelt wird die ‚wirkliche Welt‘ verstanden, die der gewohnten Wahrnehmung des Lesers entspricht, während die Sekundärwelt die ‚alternative Welt‘ darstellt, in der magische Elemente auftreten. Weiterhin stellt Nikolajewa in ihrer Dissertation eine Dreiteilung der phantastischen Welt vor und unterscheidet zwischen einer offenen, implizierten und geschlossenen sekundären Welt (vgl. Naglik 2014, S. 21). Die aus dem Zwei-Welten-Modell ergebenden drei Varianten der sekundären Welt bestimmen die Phantastik. Die erste Variante beschreibt eine real-fiktive Welt, in der Figuren, Gegenstände oder andere Sachen aus einem phantastischen Handlungskreis erscheinen. Diese können als phantastische Wesen oder Gegenstände einer anderen phantastischen Welt zugeordnet werden, die nicht den Gesetzten der realen Welt entsprechen. Die zweite Variante des Zwei-Welten-Modells nach Nikolajewa beschreibt zwei Welten, die sich gegenüberstehen. Hierbei ist es von elementarer Bedeutung, wie die zwei Welten miteinander verbunden sind und wie die Protagonisten die unterschiedlichen Welten betreten können. Mittels magischer Schleusen oder Gegenständen kann jeweils die andere Welt betreten werden. Die dritte Variante, die auch als geschlossene sekundäre Welt bezeichnet wird, zeigt ausschließlich die Sekundärwelt, die nicht der Alltagswelt der Rezipienten entspricht. Es handelt sich um eine phantastische Welt mit phantastischen Figuren und Gegenständen.

Über die hier beschriebenen Ansätze und Modelle hinaus gibt es vielfältige weitere Ausarbeitungen zu diesem Thema. Während minimalistische Ansätze in der Praxis der Kinder- und Jugendliteratur oft zu strikt erscheinen, sind auch maximalistische Definitionen für die Abgrenzung teilweise zu unpräzise, da auch diese Eingrenzungen nicht auf alle Bücher Anwendung finden, die andere phantastische Merkmale aufweisen. Eine einheitliche oder gar abschließende Definition und Abgrenzung zu finden, stellt sich daher als schwierig dar.

2.4. Klassifizierung von Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer als phantastisches Kinderbuch

Im folgenden Abschnitt wird untersucht, inwiefern die Merkmale aus den Definitionen nach Todorov, Haas und Nikojajeva auf das Buch Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer zutreffen, um beurteilen zu können, ob es sich bei Michael Endes Werk um eine phantastische Kinderliteratur handelt oder nicht. Vor der Untersuchung wird der Inhalt des Buches beschrieben, um auf die Handlung von Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer zu verweisen.

Das Buch Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer wurde von Michael Ende geschrieben und ist 1960 im Thienemann Verlag erschienen. Es besteht aus Abenteuergeschichten von Lukas, dem Lokomotivführer und seinem besten Freund Jim Knopf, der als kleines Kind per Post auf die Insel Lummerland geschickt wurde. Das Waisenkind Jim Knopf wird von der Ladenbesitzerin Frau Waas aufgenommen und großgezogen. Als er jedoch älter wird, ist auf der kleinen Insel Lummerland nicht mehr genug Platz für all die Einwohner. Daher soll auf Befehl des Königs die Bahnstrecke nach Lummerland gesperrt werden. Jim Knopf und sein Freund Lukas der Lokomotivführer fliehen daher mit der zum Schiff umgebauten Lokomotive Emma von der Insel. Nach einer langen Seereise landen die beiden Freunde in Ping, der Hauptstadt von Mandala (in frühen Ausgaben des Werkes China), wo sie mit dem Kaiser sprechen möchten, aber nicht vorgelassen werden. So bemühen sie sich, ihren Lebensunterhalt zu verdienen, indem sie Emma als Karussell anbieten. Als dies nicht gelingt, lernen sie Ping Pong kennen, der ihnen Lebensmittel aus dem kaiserlichen Palast besorgt und schließlich eine Audienz beim Kaiser erwirkt. Dessen Tochter Li Si ist verschwunden und der einzige Hinweis auf ihren Verbleib ist eine Flaschenpost, in der sie schreibt, sich in Kummerland bei Frau Mahlzahn aufzuhalten. Jim Knopf erfährt weiterhin, dass das Paket, in dem er nach Lummerland kam, ebenfalls an Frau Mahlzahn adressiert war. So machen sich die beiden Freunde auf die lange beschwerliche Reise nach Kummerland, die Drachenstadt, welche sie nach einigen Gefahren und Abenteuern, denen sie oft nur knapp entrinnen, auch erreichen. Frau Mahlzahn hat hier eine Schule und Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer erfahren, dass viele Kinder von der Wilden 13 entführt und an Frau Mahlzahn verkauft werden. Sie befreien Li Si und nehmen Frau Mahlzahn gefangen. Zusammen kehren die vier nach Ping zurück, wo Frau Mahlzahn eingesperrt wird. Sie bedankt sich bei Jim und Lukas dafür, sie nicht umgebracht zu haben, wodurch sie die Möglichkeit hat, sich in einen goldenen Drachen der Weisheit zu verwandeln. Durch ihre Verwandlung kann sie Jim Knopf die Lösung für das Problem der Überbevölkerung nennen. Dieser kehrt gemeinsam mit Lukas und Li Si nach Lummerland zurück und bringt eine schwimmende Insel mit, sodass sich die Bevölkerung Lummerlands auch dort niederlassen kann.

Nach Todorov minimalistischen Ansatzes tauchen in dem Buch Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer einige übernatürliche Ereignisse auf, wie beispielsweise, dass die Lokomotive Emma von Lukas über das Wasser fahren kann oder am Ende des Buches eine schwimmende Insel mit nach Lummerland genommen wird, um die Insel zu vergrößern. Nach Todorov rufen diese Ereignisse beim Leser Unentschlossenheit hervor. Die Leserinnen und Leser wissen nicht, ob sie beispielweise der Existenz einer fahrenden Lokomotive über Wasser, oder einer U-Boot-Lokomotive Glauben schenken sollen oder nicht. Da in dem Buch von Michael Ende keine konkreten Erklärungen für die Ereignisse geliefert werden, liegt es in Anbetracht des Lesers, ob die Unschlüssigkeit unaufgelöst bleibt oder nicht. Demzufolge kann das Buch von Michael Ende als phantastisches Kinder- und Jugendbuch aufgefasst werden, sofern der Leser die Unschlüssigkeit nicht aufhebt.

Auch nach Haas maximalistischem Ansatz lässt sich das Buch Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer als phantastisches Buch klassifizieren. Michael Ende baut in dem Buch eine Parallelwelt zur Wirklichkeit auf, indem es in der Parallelwelt eine Insel Lummerland mit vier Einwohnern gibt, die aber für fünf Bewohner viel zu klein ist oder eine Stadt namens Kummerland, in der Drachen leben. Michael Ende lässt seiner Phantasie freien Lauf und weitet die Grenzen der vorzufinden Wirklichkeit aus. Die reale Welt des Lesers stößt mit der Geschichte des Buches auf eine andere Wirklichkeit, demnach die erste Bedeutung des Phantastikbegriffs nach Haas auf das Buch Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer zutrifft.

Nach Nikolajewa kennzeichnet sich das Buch durch das Aufeinandertreffen zweier Welten. Das Lummerland stellt eine Primärwelt dar, die objektiv betrachtet der gewohnten Wahrnehmung des Lesers entspricht. Die Insel Lummerland wird von einem König regiert, auf der man mit einer Lokomotive von Haustür zu Haustür fährt. Diese Primärwelt trifft auf eine alternative Sekundärwelt, in der phantastische Wesen, wie Lukas der Lokomotivführer und Emma die Lokomotive vorkommen. Das Buch lässt sich in die dritte Variante des Zwei-Welten Modells einordnen. Es wird ausschließlich die Sekundärwelt dargestellt, die nicht der Alltagswelt der Leser entspricht. Die Insel Lummerland besitzt nur vier Einwohner, den König Alfons dem Viertel-vor-Zwölften, seine Untertanen Herr Ärmel und Frau Waas, sowie Lukas, dem Lokomotivführer. Als Jim Knopf als Baby mit einem Postparket auf die Insel gesandt wurde, erhöht sich die Zahl der Bewohner prozentual gewaltig, weswegen Emma, die Lokomotive, die Insel verlassen soll. Da es realistisch gesehen keine Insel gibt, auf der nur vier Personen leben können, handelt es sich bei Lummerland um eine phantastische Welt. In dieser phantastischen Welt treten phantastische Figuren auf. Lukas der Lokomotivführer kann seiner Lokomotive Emma Befehle erteilen, die sie selbstständig ausführen kann. Ferner repariert Lukas einen defekten Vulkan, was in der realen Welt nicht möglich ist. Auch Emma die Lokomotive ist eine phantastische Figur, die selbstständig agieren kann und nicht nur über Schienen fahren kann.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass das Buch Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer sich um eine phantastische Kinderlektüre handelt. Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer erfüllt nach Todorovs minimalistischen Ansatzes die Qualität eines phantastischen Kinder- und Jugendbuchs, weil die phantastischen Figuren weder rational, noch durch Naturgesetzte erklärbar sind. Auch nach Haas maximalistischem Ansatz zählt das Buch zur phantastischen Kinder- und Jugendliteratur, weil zwei unterschiedliche Wirklichkeiten aufeinander treffen. Ferner lässt sich das Buch in das Zwei-Welten-Modell nach Nikolajawa einordnen und anhand dessen Merkmale als Buch der phantastischen Kinder- und Jugendliteratur klassifizieren.

3. Funktionen phantastischer Kinder- und Jugendliteratur

Phantastische Kinder- und Jugendliteratur beinhaltet vielfältige Inhalte, Motive und Themen. Nicht zuletzt aufgrund dessen kann die Frage gestellt werden, ob diese Form der Kinderliteratur nicht auch beispielsweise die Verherrlichung von Kampf und Krieg oder das Unterstützen überholter Rollenmodelle forciert. Demgegenüber stehen die vielen positiven Funktionen, die die phantastische Kinder- und Jugendliteratur erfüllt.

3.1. Funktionen phantastischer Kinder- und Jugendliteratur nach Haas

Gerhard Haas hat in seinem Artikel Die phantastische Erzählung sechs grundlegende Funktionen von phantastischer Literatur genannt, die durchweg positiv formuliert sind. Im Folgenden sollen diese Funktionen nach Haas erläutert werden, um sie anschließend auf das hier genutzte Beispielwerk Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer von Michael Ende anzuwenden.

Funktionen phantastischer Literatur nach Haas:

- Phantastische Literatur stellt eine Möglichkeit der Befreiung von den Zwängen eines in Rationalität erstarrten Bewusstseins dar.

Durch die Beschäftigung mit phantastischer Literatur beschäftigt sich der Leser mit ungewöhnlichen Themen und Motiven, Personen oder Wesen, die nicht unbedingt und in jedem Aspekt der realen Welt, in der er lebt, entsprechen. Auf diese Weise kann eine gedankliche Distanzierung von der eigenen Lebenswirklichkeit und ein Einfühlen in eine andere Realität erfolgen. Die Zwänge des eigenen Lebens, der Regeln, denen der Leser unterliegt und den gesellschaftlichen Konventionen, denen er sich unterordnen muss, können durch das Eintauchen in eine phantastische Geschichte in den Hintergrund treten. So ist es möglich, dass das Bewusstsein des Lesers sich von den rational erklärbaren Phänomenen und Denkmustern lösen kann. Diese Funktion phantastischer Literatur kann vor allem Kindern dabei helfen, die Grenzen, die die eigenen Erfahrungen in der Wirklichkeit ihrem Denken setzen, zu überwinden und sich für neue, phantastische Wirklichkeiten zu öffnen.

- Phantastische Literatur dient der Schaffung und Erhaltung eines Freiraums in einer Welt der Zwecke, die immer mehr auch das Leben der Kinder bestimmt.

In der heutigen Zeit sind auch Kinder zunehmend vielen Regeln und begrenzenden Umständen unterworfen. Zudem müssen auch sie, wie die Erwachsenen, Dinge tun, die zum Erreichen bestimmter, intern oder extern motivierter Ziele erforderlich sind. Die phantastische Literatur eröffnet durch ihre deutliche Unterscheidung von der Realität einen Rückzugsraum, insbesondere für Kinder, der es ermöglicht den eigenen Gedanken nachzugehen und deren freie Entfaltung zuzulassen. Das Lesen phantastischer Literatur und die Beschäftigung mit den beschriebenen phantastischen Themen, Motiven und Personen oder Wesen lenken den Fokus auf Dinge, die außerhalb jeglicher Zweckmotivation stehen.

- Phantastische Literatur dient der Erweiterung des Wirklichkeitsverständnisses durch Entwurf von Gegenwirklichkeiten.

Durch die Begrenztheit unserer Lebenswirklichkeit ermöglicht das Befassen mit anderen Wirklichkeiten, wie sie in phantastischer Literatur vorkommen, einen Blick über das Bekannte hinaus. Durch das Kennenlernen phantastischer Welten und Handlungen wird ein anderer Blickwinkel auf die eigenen Kenntnisse der Welt eröffnet. Durch die Beschreibung phantastischer Welten werden Gegenwirklichkeiten zur Realität entworfen, die allen Regeln der uns bekannten Welt trotzen können. Auf diese Weise kann das Verständnis der eigenen Wirklichkeit erweitert werden. Insbesondere für die geistige Entwicklung von Kindern und ihrer gedanklichen Auseinandersetzung mit der eigenen Wirklichkeit kann die Befassung mit Gegenwirklichkeiten positive Auswirkungen haben, da die kindliche Denkweise erweitert und angeregt wird.

- Phantastische Literatur kann die nicht voll im Rationalen aufgehende Erfahrung von dem, was der Mensch ist, erweitern.

Phantastische Literatur umfasst oftmals nicht erklärbare Motive und Personen oder Wesen, die nicht den in der Wirklichkeit des Lesers geläufigen Mustern entsprechen. Ebenso gibt es ungewöhnliche Beziehungen zwischen literarischen Figuren. Dies kann den Leser dazu anregen, über die Menschen in der Literatur und in der eigenen Lebenswirklichkeit nachzudenken und neue Eindrücke aufzunehmen und zu verarbeiten. Auf diese Weise kann das Bewusstsein für den Menschen und die nicht einer Ratio unterliegenden Aspekte des Mensch-Seins überdacht und erweitert werden.

- Phantastische Literatur kann das dem Menschen innewohnende Bedürfnis nach einer Welt der Transzendenz Genüge tun.

Durch die Befassung mit unerklärlichen Parallelwelten, in denen es übernatürliche Kräfte, nicht erklärbare Naturphänomene oder biologisch nicht erklärbare Wesen gibt, erfährt der Leser Sachverhalte, die in seiner Realität unmöglich sind. Die oftmals von Regeln und Grenzen dominierte Lebensumwelt wird so in einen Kontrast zu der in der phantastischen Erzählung aufgezeigten Welt gestellt. Das Einfühlen in fremde Welten aus literarischen Werken kann so das Bedürfnis des Menschen nach dem Übernatürlichen stillen.

- Bestimmte phantastische Texte können einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung seelischer Krisen und Konflikte leisten.

Diese Funktion trifft individuell auf den Leser zu. Phantastische Literatur kann durch die Möglichkeit der Befassung mit Parallelwelten, ungewöhnlichen Phänomenen und erfundenen Personen und Beziehungen dazu beitragen seelische Konflikte zu be- und verarbeiten. Der Leser kann in eine fremde Welt eintauchen, in der die ihm im realen Leben bekannten Regeln und Gesetze außer Kraft gesetzt sind und sich so eine andere Perspektive auf die eigenen Probleme und Gedanken erschließen. Dies kann für die Verarbeitung seelischer Krisen und Konflikte hilfreich sein.

3.2. Funktionen nach Haas in Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer

Phantastische Literatur erfüllt laut Gerhard Haas vielfältige Funktionen. Das hier genutzte Kinderbuch Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer ist, wie oben beschrieben, der Gattung der phantastischen Literatur zuzuordnen. Im Folgenden soll das Werk von Michael Ende auf die von Haas genannten Funktionen geprüft werden.

Phantastische Literatur bietet laut Haas die Möglichkeit der Befreiung von den Zwängen eines in Rationalität erstarrten Bewusstseins. In Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer lebt der Protagonist Jim Knopf bei der Ladenbesitzerin Frau Waas und unterstützt sie, als er etwas älter ist, in ihrem Laden. Er hat keine Verpflichtungen und kann tun was er möchte. Als der König Lukas dem Lokomotivführer mitteilt, dass seine Lokomotive Emma die Insel verlassen muss, beschließt Lukas mit Emma zu gehen. Als Jim dies herausfindet, schließt er sich den beiden kurzerhand an. Er entscheidet dies allein und muss niemanden um Erlaubnis bitten, obwohl er sich noch im Jugendalter befindet. Für einen Leser im Grundschulalter widerspricht dies vollkommen der eigenen Lebenswirklichkeit, da hier grundsätzlich davon ausgegangen werden kann, dass Kinder im Grundschulalter noch stark durch die Eltern fremdbestimmt sind. Beim Lesen des Buches und dem Hineinversetzen in die Hauptperson Jim Knopf kann es dem Leser daher gelingen, die Zwänge und Regeln des eigenen Lebens in den Hintergrund treten zu lassen und sich auf die Gesetzmäßigkeiten im Leben des Jim Knopf einzulassen.

Eine weitere Funktion ist die Schaffung und Erhaltung eines Freiraums in einer Welt der Zwecke, die immer mehr auch das Leben der Kinder bestimmt. Jim Knopf lebt in einer Welt, in der er wenig zweckorientiert handeln muss. Er muss nicht zur Schule gehen und sich auch keine Sorgen um seinen beruflichen Werdegang und seine Zukunft machen. Es scheint, als lebe er von einem Tag zum anderen, ohne große Gedanken an die Zukunft zu haben. Der Leser im Grundschulalter hingegen wird durch die gesellschaftlichen Konventionen unserer Zeit schon früh damit konfrontiert, dass es notwendig ist, bestimmte Dinge zu tun, damit sich andere Möglichkeiten in der Zukunft eröffnen. Eine gute Schulbildung mit möglichst guten Ergebnissen ist hier als Beispiel zu nennen. Ferner hat der Leser kaum eine Möglichkeit Abenteuer, die denen Jim Knopfs ähneln, selbst zu erleben. Zum Beispiel die Befreiung der Prinzessin Li Si, bei der Jim und Lukas einen echten Drachen überlisten und gefangen nehmen, ist ein spannendes Abenteuer, welches beim Leser den Wunsch wecken könnte, es selbst zu erleben. Durch die Zweckorientierung, die zunehmend auch das Leben der Kinder in unserer Gesellschaft dominiert, und die Entwicklungen, denen sich die Konstitution der Familien und deren Alltagsleben gegenüberstehen, fehlt es zunehmend an Freiräumen für das Erleben kindlicher Abenteuer im Alltag. Das Lesen von Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer versetzt die Zielgruppe in eine andere Welt, in der es viele Freiräume für das Erleben von Abenteuern gibt.

Die Erweiterung des Wirklichkeitsverständnisses durch den Entwurf von Gegenwirklichkeiten wird durch das Lesen von Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer ebenfalls unterstützt. Michael Ende erzählt seine Geschichte sehr bildhaft. Beispielsweise die Schilderung der Wüste und der Natur im Allgemeinen zeichnet durch die Nutzung von merkwürdigen Formen und Farben sowie der Beschreibung durchsichtiger Bäume und Pflanzen ein Gegenbild der Wirklichkeit. Ebenso verhält es sich mit der vielseitigen Nutzung der Lokomotive Emma, die mal als Schiff, mal als Flugzeug und mal in ihrer ursprünglichen Zweckbestimmung dargestellt ist. Diese irrationalen Beschreibungen können den Leser anregen, über die Wirklichkeit mit einer anderen gedanklichen Perspektive nachzudenken. Die Umkehrung physikalischer Gesetzmäßigkeiten, die dem Leser aus der Realität bekannt sind, regt zum Nachdenken an. So erscheint der Scheinriese Tur Tur größer, je weiter er entfernt ist, was beim Leser zunächst Verwirrung auslösen könnte, da ihm diese natürliche Regel nur in ihrer umgekehrten Form bekannt ist.

Phantastische Literatur kann die nicht rationale Erfahrung dessen, was das Mensch-Sein bedeutet erweitern. In Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer gibt es viele phantastische Personen, die miteinander in Interaktion treten und Beziehungen zueinander haben. Durch die phantastische Grundkomponente unterscheiden sich diese Interaktionen und Beziehungen von dem, was der Leser aus der Wirklichkeit kennt. Beispielsweise die innige Beziehung zwischen Lukas und seiner Lokomotive Emma, die sogar so stark ist, dass Lukas bereit ist, Lummerland zu verlassen, wenn Emma die Insel verlassen muss, ist außerhalb des Rationalen anzusiedeln. Dem Leser eröffnet dies die Möglichkeit diese Form der menschlichen Beziehung zu überdenken und so möglicherweise sein Verständnis der Menschen und deren Verhältnis zueinander zu überdenken. Weiterhin kann diese Funktion auch das Verständnis dafür erweitern, was das menschliche Sein für den Einzelnen bedeutet. Dazu trägt bei, wie die Menschen in der Geschichte Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer leben, denken und fühlen.

Haas beschreibt außerdem, dass phantastische Literatur dem menschlichen Bedürfnis nach einer Welt der Transzendenz entgegen kommen kann. In Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer gibt es unzählige transzendente Elemente. Unter anderem kann die Lokomotive Emma ein Baby bekommen, böse Drachen verwandeln sich in einem einjährigen Prozess zu Drachen der Weisheit und die Prinzessin Li Si kann durch Namensgebung befreit werden. Kinder entwickeln durch ihre starke Phantasie häufig transzendente Vorstellungen, die sie in ihren Alltag übernehmen. Beispielsweise geben sie vor, unsichtbare Freunde zu haben, oder betrachten Spielzeuge oder andere Gegenstände als lebendig. Dieser hohen Affinität zum Übernatürlichen wird in Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer durch die oben genannten Elemente entsprochen. Das Bedürfnis nach Phantastischem im eigenen Leben kann durch das Befassen der Geschichte, Freunde und Abenteuer von Jim Knopf gestillt werden.

Schließlich nennt Haas die Funktion eines Beitrages zur Bewältigung seelischer Krisen und Konflikte. Jim Knopf ist ein Waisenkind. Er weiß nicht, woher er auf die Insel Lummerland gekommen ist und wer ihn in dem Paket verschickt hat. Jim Knopf ist trotz seiner familiären Situation ein glückliches Kind, er fühlt sich bei seiner Ziehmutter Frau Waas wohl und hat in den Bewohnern Lummerlands gute Freunde gefunden. Hier könnten sich Kinder, die ein oder beide Elternteile verloren haben, wiederfinden und positive Aspekte aus der Geschichte lernen. Weiterhin tauchen in Endes Buch Konflikte auf, die bewältigt werden, so zum Beispiel der Konflikt mit dem Drachen Frau Mahlzahn. Jim Knopf und Lukas haben einen anderen kulturellen Hintergrund als die Drachen und treten ihnen mit Angst gegenüber. Die Angst kann durch Verständnis überwunden werden, da Frau Mahlzahn den beiden Freunden ihre Handlungsweise und ihre Kultur erklärt, sodass Jim Knopf und Lukas ihre Angst überwinden und Frau Mahlzahn später die Verwandlung zum goldenen Drachen der Weisheit ermöglichen. Seelische Konflikte bei Kindern im Grundschulalter können ebenfalls durch Ängste entstehen und die Art und Weise, wie der Konflikt in Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer gelöst wird, kann dem Leser einen Weg aufzeigen, mit seinen eigenen Ängsten umzugehen.

Es lässt sich festhalten, dass das Buch Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer alle sechs von Haas aufgestellten Funktionen phantastischer Literatur erfüllt. Das Kinderbuch bietet den Lesern die Möglichkeit, Zwänge des eigenen Lebens in den Hintergrund rücken zu lassen, indem beim Eintauchen in die Geschichte eine gedankliche Distanzierung von der eigentlichen Wirklichkeit stattfindet. Michael Ende verschafft seinen Lesern mit dem Buch Freiräume, eigenen Gedanken nachgehen zu können, ohne dabei zweckorientiert zu handeln. Auch das Wirklichkeitsverständnis des Lesers wird durch die Geschichte von Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer erweitert. Durch das Kennenlernen phantastischer Welten kann eine gedankliche Auseinandersetzung mit der eigenen Wirklichkeit stattfinden. Weiterhin schafft es Michael Ende mit seinem Buch, das Bedürfnis der Leser nach transzendenten Elementen zufrieden zu stellen, indem in die fremde Welt von Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer eingefühlt werden kann. Das Buch eignet sich aus physiologisch-pädagogischer Sicht auch gut dafür, seelische Krisen und Konflikte zu meistern. Eine Orientierung an phantastischen Figuren hinsichtlich ihres Denken und Handelns kann dazu beitragen, dass seelische Krisen besser verarbeitet und Konflikte auf gerechtere Art und Weise gelöst werden können.

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Details

Seiten
20
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668491076
ISBN (Buch)
9783668491083
Dateigröße
507 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v371210
Institution / Hochschule
Universität Bielefeld
Note
2,0
Schlagworte
funktionen kinderliteratur beispiel michael endes kinderbuch knopf lukas lokomotivführer

Autor

  • Ann-Kathrin M.

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Titel: Funktionen phantastischer Kinderliteratur