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Darstellung der Technik in "Iron Man"

Analyse ausgewählter Geschichten der amerikanischen Superhelden-Serie

Facharbeit (Schule) 2016 18 Seiten

Physik - Technische Physik

Leseprobe

Inhalt

II. Einleitung

III. Iron Man – Der Comic

IV. Tony Stark
1) Allgemeines zur Person
2) Der Arc Reaktor – Das künstliche Herz

V. Iron Man – Der Anzug
3) Das Material – unzerstörbar?
4) Die Repulsor Technologie

VI. J.A.R.V.I.S – Tonys künstliche Intelligenz
5) Möglichkeiten im Comic
6) Aktuelle Forschungen
a. Facebook
b. Google
c. Militär
d. Sicherheit

VII. Hologramme

VIII. Umsetzung der in Iron Man dargestellten Technik

IX. Literaturverzeichnis

II. Einleitung

Den beliebten Helden „Iron Man“ kennt wahrscheinlich jeder. Er ist für seine coolen, aber auch arroganten Auftritte bekannt. Sich selbst bezeichnet er als

„Genie, Milliardär, Playboy, Philanthrop.“[1]

Aber „Iron Man“ wäre nicht „Iron Man“ ohne seinen Anzug. In dieser Facharbeit werde ich mir unter anderem genau diesen Anzug anschauen. Dieser besteht übrigens nicht, wie der Name vermuten ließe, aus Eisen, sondern (meistens) aus Titan und Gold.[2] Der Anzug kann mithilfe der Repulsor Technologie Energiestrahlen „verschießen“, welche sich im Kampf als sehr nützlich erweisen. Neben dem Anzug spielt außerdem noch seine allzeit bereite künstliche Intelligenz „Jarvis“ eine große Rolle. Diese kann ihm den aktuellen Zustand seines Anzugs anzeigen, hilft ihm 3D Objekte zu visualisieren und Aufgaben zu planen. Außerdem hilft sie im Kampf indem sie Sprachbefehle von Anthony „Tony“ Stark, dem Mann im Anzug, entgegen nimmt.

Stark Industries, die Firma von Tony Stark, entwickelt außerdem hochmoderne Technologien und hat Verträge mit Regierungen und großen Firmen. Neben Kampfjets werden dort auch neuartige, innovative Waffensysteme und Raketen für das Militär hergestellt.

Ich Interessiere mich allgemein sehr für Technik und die Zukunft dieser, weshalb mich dieses Thema besonders anspricht. Neben dem Anzug gibt es in dem Comic noch viele andere Zukunftstechnologien und einfallsreiche Erfindungen, von denen ich einige ja bereits erwähnt habe. Ich hinterfrage in dieser Arbeit, inwiefern solche Technologien heutzutage umsetzbar und realistisch sind.

III. Iron Man – Der Comic

Iron Man erschien erstmals 1963 im 39. Comic der Serie „Tales of Suspense“. Für gerade einmal 12 Cent konnte man sich damals das Heft von Marvel kaufen.[3] Die Erschaffer Stan Lee und Jack Kirby sind neben Iron Man auch noch für zahlreiche andere berühmte Charaktere des Marvel-Universums wie Spiderman, X-Men oder Thor bekannt geworden. Sie gelten als bedeutendste und bekannteste Zeichner der amerikanischen Comic-Geschichte.

Fünf Jahre später, im Mai 1968, erhielt „Der Eiserne“, die deutsche Version Iron Mans, eine eigene Reihe.[4] Der englische Name wurde jedoch rasch auch in den deutschen Comics zum Standard. In der folgenden Arbeit beziehe ich mich hauptsächlich auf den Band „The Invincible Iron Man – The Five Nightmares“. In diesem werden die verschiedenen technischen Möglichkeiten besonders gut dargestellt. Für den geschichtlichen und familiären Hintergrund des Hauptcharakters analysiere ich außerdem Teile von „Ultimate Iron Man“. All dies spielt meistens im Universum „Erde-616“. Erklärung:

In den Marvel Comics gibt es verschiedene Universen. Das sogenannte „Mulitversum“ enthält all diese. Es sind Parallelwelten in denen die Geschichten der Helden verschiedene Verläufe und Ausgänge haben. Mit „Erde-616“ ist also nicht der Planet Erde, sondern das gesamte Universum gemeint.[5]

IV. Tony Stark

1) Allgemeines zur Person

Anthony Edward Stark wurde am 10.05.1971 in New York geboren.[6] Seine Mutter Maria Stark starb kurz vor der Geburt, sie wurde lediglich mit Maschinen am Leben gehalten.[7] Sein Vater Howard Stark kam bei der Geburt in den Geburtssaal gestürmt und schickte die Ärzte weg. Er rieb Tony mit einer Lösung ein, welche den Körper vor äußeren Einflüssen schützte. Alles was mit seinem Körper in Berührung kam oder in seinen Körper eindrang wurde von der chemischen Lösung weggeätzt: „Anything that’s pushed into it gets eaten away by the bacteria“[8] Außerdem regeneriert sich sein Körper. Sobald er trotzdem verletzt wird, wächst der entsprechende Körperteil nach bzw. die Wunde verheilt.[9]

Tony hat die Firma „Stark Industries“ von seinem Vater übernommen.[10] [11] Neben Firmenleiter ist er Erfinder, was natürlich selbstverständlich ist, da er den Iron Man Anzug, aber auch noch viele andere Dinge erfunden hat.

2) Der Arc Reaktor – Das künstliche Herz

Für den Iron Man Anzug, auf welchen ich später weiter eingehen werde, ist natürlich viel Energie nötig. Da keine Technologie eine solche Energie herbrachte, stellte Tony Stark den Arc Reaktor her.

Er erfand den Arc Reaktor in Afghanistan. Nachdem er von mehreren Bombensplittern im Brustbereich getroffen wurde, benötigte er eine Energiequelle um einen Elektromagneten in seiner Brust zu betreiben. Dieser sorgte dafür, dass keine Splitter sein Herz berühren und ihn damit töten. Als er aus dem Kriegsgebiet zurückgezogen wurde, konnte er ihn und die Bombensplitter jedoch wieder entfernen.[12]

Tony Stark ist nicht der einzige Charakter welcher mit einem Arc Reaktor im Körper lebt. Auch Pepper Potts, seine persönliche Assistentin, bekommt einen solchen implantiert. Nachdem sie bei einem Bombenanschlag auf einer Party schwer verletzt wurde, weist sie ähnliche Verletzungen wie Tony früher in Afghanistan auf. Im Krankenhaus erklärt Tony ihr sie müsse „wie er werden“ damit sie überleben kann. Sie brauche einen Arc Reactor mit Magneten. „It kept the shrapnel still while I healed enough for the procedure.“[13]

Der Reaktor ist neben der Energieversorgung für den Elektromagneten auch für die seines Anzuges zuständig. Mit einer Leistung von 8 Gigajoule pro Sekunde ist dies auch ohne Probleme möglich.[14] Umgerechnet sind das ca. 504.576.000.000 Kilowattstunden pro Jahr. Mit einem solchen Reaktor wären alle Stromprobleme der Welt gelöst. Zum Vergleich: Das Kernkraftwerk Emsland produziert „jährlich elf Milliarden Kilowattstunden Strom“.[15] Neben dem Anzug wird auch der Stark Tower, indem Tony lebt und arbeitet, von einem Arc Reaktor betrieben.[16]

Der Arc Reaktor funktioniert mit dem Element Palladium. Dieses schädigt dem Körper von Tony, da es tödliche Strahlen absondert.[17] Aus diesem Grund erfindet er im Film Iron Man 2 ein neues Element namens „Badassium“,[18] aus rechtlichen Problemen nannte er es jedoch „Vibranium“, welches nicht gesundheitsschädlich ist.[19] Ursprünglich hat das Element Tony’s Vater Howard Stark entdeckt: „limited by the technology of his time, Howard was unable to create the element for himself and instead left the blueprints for the element hidden in a model of the Stark Expo fairgrounds for his son Tony to discover later.”18

Die aktuell stärkste Energiegewinnungsmethode ist die Kernfusion. Dabei werden „durch Spaltung oder Verschmelzung von Atomkernen sehr große Energien frei gesetzt [..]. Die entstandenen Atomkerne sind leichter als das Ausgangsprodukt. Es entsteht ein Massendefekt, wodurch die ‚verloren‘ gegangene Masse in Energie […] umgewandelt wird.“ Damit das Spalten wie gewünscht funktioniert, muss „eine entsprechende Temperatur von ca. 100 Mio. Kelvin“ erreicht werden.“[20] Eine dermaßen hohe Temperatur auf der Erde zu erreichen ist jedoch zurzeit extrem schwierig. Es ist aber schon in winzigen Mengen möglich. In Zukunft kann diese Technologie eventuell als neue Energiequelle in Frage kommen. Theoretisch wäre damit eine ähnliche Leistung wie die des Arc Reaktors erreichbar, und sogar noch mehr.

Aus Antimaterie Energie zu gewinnen ist ebenfalls noch ein Traum. Die Methode ist aktuell nur in der Theorie erforscht, praktisch ist sie schwer umzusetzen. „Die gegenseitige Vernichtung von Materie und Antimaterie nennt man Annihilationsreaktion. Dabei zerstrahlen beide Teilchen rückstandslos in reine Energie.“ Die dabei gewonnene Energie würde auch die des Arc Reaktors um ein vielfaches übersteigen. Alleine in einer Minute könnte man so viel gewinnen, wie mit dem Comic-Reaktor in einem ganzen Jahr. Die Forschungen sind jedoch noch ganz am Anfang. „Das Verhältnis von Energieaufwand zu Energiegewinnung entspricht derzeit noch 1.000.000:1. Manche Wissenschaftler gehen gar davon aus, dass sich ein Antimaterie-Kraftwerk niemals lohnen werde, da auch durch technische Fortschritte maximal soviel Energie gewonnen werden könne, wie hineingesteckt wurde. […] Anders sähe es aus, wenn die Menschheit große Vorkommen von Antimaterie im Weltall entdecken würde.“[21]

V. Iron Man – Der Anzug

3) Das Material – unzerstörbar?

Der Iron Man Anzug wird extremen Belastungen ausgesetzt. Diesen muss er standhalten um effektiv zu sein. In dem Comic „The Invincible Iron Man“ ist die Robustheit des Öfteren besonders gut dargestellt. Wie der Name des Comics schon sagt, der Anzug ist beinahe unzerstörbar. So sind glühend heiße Temperaturen kein Problem für den Anzug:

Solche Temperaturen sind auch in der realen Welt kein Problem. Ein normaler Feuerwehranzug hält bis zu 250 Grad Celsius aus.[22] Ein spezieller Hitzeschutzanzug (siehe Bild) sogar 600 bis 800 Grad Celsius. „Die Beschichtung besteht aus einem speziellen Material, das die Wärmeentwicklung zumindest teilweise abweisen kann. Die bedampfte Oberfläche der Bekleidung reflektiert die einstrahlende Wärme.“[23]

Aber auch eiskalte Gegenden sind kein Problem für den Iron Man Anzug. Im Weltall herrschen „etwa -270 °C“[24], je nachdem wo man sich befindet. Tony repariert dort ein Raumschiff seines Unternehmens. Neben ihm ist ein Satellit zu erkennen,[25] was schlussfolgern lässt, dass er sich in ca. 23.000 Kilometern befindet. Auf dieser Höhe befinden sich der Satellitenorbit und durchschnittlich die meisten Satelliten.[26] Aber auch solche Arbeiten sind heute kein Problem mehr.

Bei sogenannten OOS-Missionen (On-Orbit Servicing) „kann hierbei in bemannte[n] und unbemannte[n] Missionen“ eine Reparatur „an einem im Orbit befindlichen künstlichen Objekt“ durchgeführt werden.[27]

[...]


[1] Zitat: Marvel’s The Avengers. Reg. Joss Whedon. Marvel Studios 2012

[2] Vgl.: http://marvel-movies.wikia.com/wiki/Iron_Man_armor_(Mark_III)

[3] Vgl.: http://marvel.com/comics/issue/11280/tales_of_suspense_1959_39

[4] Vgl.: http://marvel.com/comics/issue/9327/iron_man_1968_1

[5] Vgl.: http://www.marvunapp.com/list/appalte.htm

[6] Vgl.: http://marvel-universe.anitopia.de/viewtopic.php?f=23&t=3

[7] Vgl.: Ultimate Iron Man - Volume 1. Von Orson Scott Card. Issue 02, Seite 1, Panel 1

[8] Zitat: Orson Scott Card. Volume 1. Issue 02, Seite 22, Panel 4

[9] Vgl.: Orson Scott Card. Volume 1. Issue 03, Seite 4, Panel 2 und 3

[10] Vgl.: http://de.marvel-filme.wikia.com/wiki/Howard_Stark

[11] Vgl.: Ed Brubaker. Der Tod von Captain America. Seite 154

[12] Vgl.: http://marvel.wikia.com/wiki/Arc_Reactor

[13] Vgl.: The Invincible Iron Man. Von Matt Fraction. Kapitel 3, Seite 11, Panel 6

[14] Vgl.: http://marvel.wikia.com/wiki/Arc_Reactor

[15] Zitat: http://www.ndr.de/nachrichten/Watt-Das-leisten-die-Anlagen-im-Vergleich,watt250.html

[16] Vgl.: http://marvel.wikia.com/wiki/Stark_Tower

[17] Vgl.: http://marvel.wikia.com/wiki/Palladium

[18] Vgl.: http://marvel.wikia.com/wiki/Tony_Stark%27s_New_Element

[19] Zitat: http://marvel.wikia.com/wiki/Vibranium

[20] Zitat: Der Fusionsreaktor – Ablauf der Kernfusion und Reaktor. Von Michael Estel. Seite 3

[21] Zitat: http://www.verivox.de/themen/antimaterie-kraftwerk/

[22] Vgl.: http://www.feuerwehr-buchloe.de/dateien/geraete/kleidung1.php

[23] Zitat: http://www.feuerwehr-gehrden.de/technik-mit-der-wir-arbeiten/44-unser-hitzeschutzanzug

[24] 444 neue populäre Irrtümer. Von Norbert Golluch. Abschnitt „In der Kälte des Weltraums erfriert man augenblicklich“

[25] Vgl.: Matt Fraction. Kapitel 1, Seite 4, Panel 2

[26] Vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Satellitenorbit

[27] Zitat: https://de.wikipedia.org/wiki/On-Orbit_Servicing

Details

Seiten
18
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668484009
ISBN (Buch)
9783668484016
Dateigröße
564 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v370727
Note
12
Schlagworte
Iron Man künstliche Intelligenz Zukunft Zukunftstechnologie Comic Tony Stark Hologramme Technik Marvel

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Titel: Darstellung der Technik in "Iron Man"