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Totalitäre Diktaturen im Vergleich. Nationalsozialismus, italienischer Faschismus, Franquismus

Seminararbeit 2013 23 Seiten

Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg

Leseprobe

Inhaltsangabe

1. Diktatur
1.1. Totalitarismus
1.1.1. Nationalsozialismus
1.1.1.1. Adolf Hitler
1.1.2. Italienischer Faschismus
1.1.2.1. Mussolini
1.2. Autoritarismus
1.2.1. Francisco Franco
1.2.1.1. Franquismus

2. Gemeinsamkeiten

3. Quellenangabe

1. Diktatur

Die Regierungsformen des 20. Jahrhundert waren geprägt von Totalitarismus und nicht demokratisch legitimierte und kontrollierte Herrschaftsformen wie Diktaturen oder Putschregierungen. Man könnte sogar behaupten, dass der „totale Staat“ ein Phänomen dieser Zeit ist: sei es nun Hitler in Deutschland, Salazar in Portugal oder sogar Castro in Kuba. Sie alle hatten das Ziel eine neue Gesellschaft aufzubauen und in die Geschichte als großartige Wohltäter der Menschheit einzugehen; doch im Endeffekt brachten sie nur eines über ihr Volk: viel Unheil, viel Gewalt, welche die Menschen über Generationen hinweg zeichneten.

Der Begriff Diktatur bezeichnet wie schon oben erwähnt eine nicht demokratisch legitimierte und kontrollierte Herrschaftsform, die sich nur durch eine einzelne regierende Person, dem Diktator, oder einer bestimmten politischen Gruppe, wie zum Beispiel eine Familie oder das Militär, mit einer unbeschränkten politischen Macht auszeichnet.

In einer Diktatur wird die Gewaltenteilung aufgehoben und somit auch die Grundschutzrechte des einzelnen Bürgers. Die Macht des Diktators ist unbeschränkt, denn er kontrolliert somit sowohl die Gesetzgebung und auch die Exekutive - Militär, Polizei & Justiz - selbst. Da diese aber meistens zum Macherhalt nicht ausreichen, müssen auch andere Bereiche kontrolliert werden: Bildung, Presse und Medien sowie der Nachrichten- und Datenverkehr.

Je nach Ausprägung unterscheidet man heute zwischen autoritären und totalitären Herrschaftsformen.

In meiner Seminararbeit werde ich beide Formen vorstellen und dazu bekannte Diktatoren und ihr Regime in der Geschichte. Zum Schluss werde ich noch die Gemeinsamkeiten hervorheben.

1.1. Totalitarismus

Der Totalitarismus unterscheidet sich in sehr vielen Ansichten zum Autoritarismus. Er strebt danach einen Menschen zu formen, der den Ansprüchen einer bestimmten Ideologie entspricht. Es ist eine Herrschaftsform, die in allen sozialen Verhältnissen wirkt und verlangt von den Unterdrückten eine aktive Beteiligung am Staatswesen sowie eine Weiterentwicklung in die Richtung, die durch diese bestimmte Ideologie bestimmt ist.

Typisch für einen totalitären Staat sind die vielfachen Mobilisierungen in Massendemonstrationen und die Ausgrenzung, Folter und Tötung von denjenigen, die sich dagegen äußern, denn es ist Pflicht jedes Einzelnen, dass er sich unter die Gesellschaft ordnet.

Wie schon erwähnt, gibt es keine Gewaltenteilung bzw. sind sie vom Diktator bestimmt. Dadurch werden auch die bürgerlichen Freiheiten missachtet: es gibt keine Medienfreiheit, keine Freiheit der Religion oder gar der Kunst und Lehre. Falls Meinungsfreiheit überhaupt noch vorhanden ist, dann wird sie durch Zensur unterdrückt.

Oft gibt es auch Konzentrationslager, die der Ermordung von Millionen Menschen, der Unterdrückung politischer Gegner, der Ausbeutung durch Zwangsarbeit und den medizinischen Menschenversuchen dienten.

Zwei typische Vertreter dieser Regierungsform sind der Nationalsozialismus und der italienische Faschismus, die ich im folgenden Kapitel vorstellen werde.

1.1.1. Nationalsozialismus

Der Nationalsozialismus ist eine radikal antisemitische, antikommunistische und rassistische Ideologie. Es entwickelte sich bereits im späten 19. Jahrhundert, aber erst nach dem Ersten Weltkrieg wurde es zu einer autonomen politischen Bewegung. Es spielten sehr viele Faktoren für die Weiterentwicklung des Nationalsozialismus mit.

1. Die Niederlage, aus dem sie aus dem Ersten Weltkrieg hervorgegangen sind.
2. Die Armut, die auf Grund der Inflation sehr stark herrschte,
3. Die Unsicherheit der Mittelschicht, und vor allem trug die
4. Wirtschaftskrise eine sehr wichtige Rolle bei.

Die Anhänger der NSDAP gelangten unter Hitler 1933 zur Herrschaft und wandelten Deutschland von einer pluralistischen Demokratie in einem diktatorischen „Führerstaat“1 um. Schließlich eskalierte die politische Situation zum Zweiten Weltkrieg. Während dieser Zeit starben Millionen von Menschen, weil sie einer anderen Ideologie folgten bzw. überhaupt einer anderen Religion angehörten oder anderer Abstammung waren.

Die NSDAP war die einzige Partei in Deutschland, die den gesamten Staat beherrschte und baute unter der Führung Hitlers eine grauenvolle Herrschaft auf. Die Gegner dieser Partei wurden vertrieben, verhaftet und sogar ermordet. Für die Nazis waren die Arier eine Rasse, die mehr wert waren, als alle anderen Menschen; deshalb verlangte man von den „Minderwertigen“, dass sie sich unterwerfen. Hitler und seine Anhänger hassten nicht nur die Juden, sondern dies betraf auch Homosexuellen, Behinderte, Roma und Sinti oder einfache Menschen, die dieser Ideologie nicht folgen wollten.

1939 begann der Zweite Weltkrieg. Adolf Hitler ließ seine Truppen in die Nachbarländer einmarschieren, um sie zu erobern. In vielen dieser Gebiete errichteten sie ein Konzentrationslager, in denen sie die „anderen“ brachten, sie zur Arbeit zwangen und auch vergasten oder ermordeten. Mehrere andere Länder bekämpften den diktatorischen Führerstaat, wie USA, Großbritannien und Russland. Es dauerte sechs Jahre und kostete mehr als sechzig Millionen Menschen das Leben. In Europa endete der Krieg in Mai 1945 und zu dem Zeitpunkt endete auch die Ära des Nationalsozialismus.

Auf den nächsten Seiten werde ich eine Kurzbiographie von Adolf Hitler vorstellen.

1.1.1.1. Adolf Hitler

Adolf Hitler ist am 20. April 1889 in Braunau am Inn in Nachdem sein Vater verstarb, verließ er die Realschule ohne einen Abschluss. Vier Jahre danach verstarb auch seine Mutter, woraufhin er versuchte sich mit Gelegenheitsjobs als Künstler in Wien über das Wasser zu halten. Dort bewarb er sich zweimal an der Kunstakademie, aber wurde beide Male abgelehnt. Die Erlebnisse in der multikulturellen Stadt und die Lektüre antisemitischer Schriften prägten Österreich geboren. seine rassistische, antisemitische Ideologie und begründeten seinen radikalen Hass gegen den Marxismus und den Liberalismus. Während dieser Zeit besuchte er einige Rhetorikkurse.

Im Jahre 1913 zog er nach München um sich dem Wehrdienst der österreichungarischen Armee zu entziehen, trat dort ein Jahr später als Freiwilliger in das Bayrische Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 16 ein und wurde ein paar Monate danach mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet.

Nach vielen Verletzungen und Auszeichnungen, fasste er den Entschluss Politiker zu werden und ist für die Reichswehr als Verbindungsmann und Aufklärungsredner tätig. Bei der „Deutschen Arbeiterpartei“ machte er sich als Mitglied und Redner unentbehrlich und wurde schließlich zum Vorsitzenden, der nun „Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei“ im Jahre 1921. Mit dieser diktatorischen Macht innerhalb der Partei nutzte er zu einem Putschversuch auf die Reichsregierung in Berlin, der allerdings scheiterte.

Am 30. Jänner jedoch wurde Hitler von den konservativen Mächten zum Reichskanzler der neuen Regierung gewählt. Er schaffte es alle demokratischen Instanzen außer Kraft zu setzen und bedingte sich den Reichstagsbrandverordnungen und dem Ermächtigungsgesetz. Seine Ideologie war gekennzeichnet durch einen ausgeprägten Antisemitismus und einen radikalen Fremdenhass.

Dem Führer war es möglich nach dem Ersten Weltkrieg mit all seinen Problemen, mit denen die Weimarer Republik zu kämpfen hatte, sich als Erlöser aus dem Elend darzustellen. Für ihn stand es fest, dass es früher oder später einen Krieg geben musst, damit er seine theoretischen Ansichten über die Verbreitung des Ariertums in die Praxis umsetzen zu können.

Am 29. April 1945 heiratet Hitler seine Freundin Eva Braun und begann einen Tag später mit ihr in Berlin Selbstmord.

1.1.2. Italienischer Faschismus

Als Siegermacht ging Italien zwar aus dem Ersten Weltkrieg hervor, jedoch war das Land wirtschaftlich ruiniert und die Gebietsgewinne (z.B.: Südtirol) befriedigten sie nicht. Daher sprach man in den rechten Kreis oft vom „verstümmelten Sieg“ und das die liberale Regierung bei den Friedensverhandlungen den militärischen Sieg verschenkt habe. Zum einen war es die

1. schwere Wirtschaftskrise und die „Sucht“ nach
2. nationaler Größe.
3. Nicht nur die Abneigung gegen das demokratische System, sondern auch die
4. Unzufriedenheit mit den politischen Eliten waren die Faktoren, die der Faschismus allgemein begünstigte.

Benito Mussolini errichtete den ersten faschistischen Staat in Europa und wurde sogar Adolf Hitler zum Vorbild. Beide wurden nicht vom Volk gewählt, sondern verdankten ihre Machtposition einer politischen Führung.

Im Ersten Weltkrieg wurde Mussolini schwer zwar verletzt, aber das hielt ihn nicht davon ab, dass er schnell wieder in das politische Geschehen einstieg. Er betrieb gekonnt die Bildung einer neuen „faschistischen“ Bewegung, in der er zahlreiche Kämpfer sammelte, die eine Sehnsucht nach einem gewaltbereiten und politisch nicht klar definierten Aktionismus hegten.

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Details

Seiten
23
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783668476332
Dateigröße
429 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v370271
Institution / Hochschule
Universität Wien – Romanistik
Note
1
Schlagworte
franco mussolini hitler diktatur

Autor

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