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Der Nahostkonflikt in den Schulbüchern der BRD und DDR

Ein historischer Vergleich

Masterarbeit 2016 100 Seiten

Geschichte - Didaktik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Fragestellung der Arbeit
1.2 Methodische Vorüberlegungen
1.3 Inhaltlicher Aufbau

2 Sachanalyse

3 Schulbuchanalyse
3.1 Die Darstellung des Nahostkonflikts in BRD-Schulbüchern
3.2 Die Darstellung des Nahostkonflikts in DDR-Schulbüchern
3.3 Qualitative Analyse ausgewählter Schulbücher

4 Unterrichtsvorhaben
4.1 Planung der Unterrichtsreihe
4.2 Planung des Unterrichtsentwurfes zum Thema „Die Palästinenser“
4.3 Planung des Unterrichtsentwurfes zum Thema „Der Nahostkonflikt in deutschen Schulbüchern“

5 Fazit

Quellen- und Literaturverzeichnis

Quellenverzeichnis

Literaturverzeichnis

Verzeichnis der untersuchten Schulbücher und Lehrpläne

Anhang

Material Unterrichtsentwurf 1

Material Unterrichtsentwurf 2

Tabellenverzeichnis

Tab. 1: Übersicht über die Grobziele der Unterrichtsreihe. 69

Tab. 2: Übersicht über die Unterrichtsreihe. 71

Tab. 3: Geplanter Unterrichtsverlauf der Unterrichtseinheit zum Thema ,Der Nahostkonflikt in Schulbüchern’. 75

Tab. 4: Geplanter Unterrichtsverlauf der Unterrichtseinheit zum Thema ,Der Nahostkonflikt in Schulbüchern’. 80

1 Einleitung

1.1 Fragestellung der Arbeit

Diese Masterarbeit soll sich mit dem Nahostkonflikt beschäftigen. Es handelt sich dabei um einen Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern, welcher im geografischen Raum Palästinas zwischen dem Fluss Jordan und der Mittelmeerküste beheimatet ist und als der älteste unabgeschlossene Regionalkonflikt von weltpolitischer Bedeutung gilt.[1] Im Zentrum steht der rivalisierende territoriale Anspruch auf Palästina von jüdischen Einwandern, Zionisten und später Israelis auf der einen und der in diesem Siedlungsgebiet vorher schon ansässigen arabischen Bevölkerung auf der anderen Seite. Die Spirale aus Gewalt und Gegengewalt hat sich im Laufe der Jahre derart manifestiert und schlägt sich auch in der historischen Narration der Ereignisse auf beiden Seiten nieder. Diese Narrationen finden sich nicht nur in Geschichtsschreibung und Forschungsdiskussionen, sondern auch in Schulbüchern beider Länder. Eine Untersuchung des „Peace Research Institute in the Middle-East“ kam 2009 zu dem Ergebnis, dass israelische und palästinensische Schulgeschichtsbücher die jeweils andere Perspektive vollständig ausblenden. Indem sie die Geschichte nur aus ihrer eigenen positiven Sicht beschreiben, legitimieren beide Seiten ihr eigenes Handeln und ignorieren bzw. dämonisieren die jeweils andere Seite.[2] Da Schulbücher aber auch eine Steuerungs- und Vermittlungsfunktion in einem Bildungssystem besitzen, werden somit derartige Narrationen auch an die Heranwachsenden weitergegeben.[3] Auf diese Weise werden Geschichtsbilder innerhalb der Gesellschaft erzeugt und weitergegeben.[4] Was richtig oder falsch, gut oder böse ist, das entscheidet somit die jeweilige politische Regierung eines jeden Landes.

Aber auch in anderen Ländern erscheint es als möglich, dass die historische Narration des Nahostkonflikts aufgrund der Involvierung des eigenen Staates in diesen Konflikt subjektiv und eingenommen sein könnte und dieser nicht objektiv sowie wertungsfrei dargestellt wird. Aufgrund der Tatsache, dass die Geschichte der Juden durch Nationalsozialismus und Holocaust[5] eng mit der deutschen Geschichte verknüpft ist, ist zu erwarten, dass auch die deutsche Sicht auf Israel eine besondere ist und sich dieses Verhältnis aus israelischer Sicht positiv auf die Darstellung des Nahostkonflikts in Schulbüchern auswirken könnte.

Eine Untersuchung der Deutsch-Israelischen Schulbuch-Kommission mit 33 deutschen Geschichtsbüchern seit dem Erscheinungsjahr 2004 aus den Bundesländern Bayern, Berlin (bzw. Brandenburg), Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen kam 2015 zu dem Ergebnis, dass „die überwiegende Mehrzahl dieser Darstellungen um eine ausgewogene und objektive Darstellung der Problematik bemüht ist“[6]. Bemängelt wird jedoch, dass aufgrund des zunehmend begrenzten Umfangs der Darstellungen in den Schulbüchern zu Verzerrungen und Verkürzungen kommt und der Hauptfokus auf dem israelisch-palästinensischen Gegensatz liegt.[7] Die Kommission kann dabei auf Erfahrungen aus einer langjährigen Forschungsarbeit zurückgreifen. Erste Schulbuch-Analysen zur Darstellung jüdischer Geschichte in den Schulbüchern der BRD gab es mit der Veröffentlichung der Studie Jüdische Geschichte in deutschen Geschichtslehrbüchern von Robinsohn und Schatzker bereits seit 1963.[8] Untersuchungsgegenstand war die Darstellung der jüdischen Geschichte in Schulbüchern der BRD und die Darstellung der deutschen Geschichte in israelischen Schulbüchern. Es handelte sich dabei um ein bilaterales Forschungsprojekt, welches auf deutscher Seite vom Georg-Eckert-Institut in Braunschweig koordiniert wurde.[9] Dieses Institut für internationale Schulbuchforschung hat durch ihre Forschungen und Veröffentlichungen Anteil daran, dass die Schulbuchforschung im Laufe der letzten Jahrzehnte immer mehr Intensität und methodisch-analytische Qualität dazugewinnen konnte.[10] In der Folgezeit wurden durch Schatzker und andere ehemalige Mitgliedern der deutsch-israelischen Schulbuchkommission Folgeuntersuchungen durchgeführt und weitere Empfehlungen gegeben.[11] Neben dieser mehr oder weniger kontinuierlich durchgeführten Forschungsarbeit seit den 1960er Jahren bestehend aus Schulbuchanalysen und Empfehlungen wurden Diskussionen dazu nicht nur in der jeweiligen Fachwissenschaft und Didaktik, sondern auch in der Öffentlichkeit durchgeführt.[12] Dies lässt vermuten, dass sich dadurch die historische Narration des Nahostkonflikts in Schulbüchern der Bundesrepublik Deutschland auch weiterverändert haben könnte. Eine vergleichbare langjährige und differenzierte Forschungsarbeit liegt für die DDR nicht vor, jedoch wurde durch Schatzker 1994 ein Schulbuchvergleich von Schulgeschichtsbüchern der DDR und der BRD aus den 1980er Jahren vorgenommen. Daher soll in dieser Masterarbeit eine historische Schulbuchanalyse durchgeführt werden. Die Fragestellung lautet: Wie hat sich die historische Narration des Nahostkonflikts in den Jahren zwischen 1949 bis 1990 verändert? Gibt es Unterschiede zwischen der historischen Narration des Nahostkonflikts der BRD und der DDR?

Die Forschungsliteratur liefert dazu ein breites Spektrum an Veröffentlichungen zum Thema „Nahostkonflikt“. Um eine Auswahl zu treffen, soll die Literaturauswahl für die fachwissenschaftliche Vertiefung dieser Arbeit hauptsächlich auf aktuelleren Veröffentlichungen ab dem Erscheinungsjahr 2010 basieren. Dadurch und durch den Einbezug internationaler Publikationen soll gewährleistet werden, dass ein möglichst aktuelles und differenziertes Bild des Nahostkonflikts skizziert werden kann. Für die Sachanalyse sind dabei hauptsächlich die Werke von Johanssen, Vieweger, Caplan, Steininger und Krämer zu nennen[13] ; die Schulbuchanalyse der DDR wurde anhand von Schulgeschichtsbüchern, der Überblick über den Forschungsstand innerhalb der BRD anhand der Forschungsarbeiten von Schatzker und der deutsch-israelischen Schulbuchkommission durchgeführt.

1.2 Methodische Vorüberlegungen

Um herauszufinden, ob es unterschiedliche Darstellungsweisen des Nahostkonfliktes in deutschen Schulbüchern gab, soll dazu in dieser Arbeit eine Schulbuchanalyse durchgeführt werden. Zunächst müssen die unterschiedlichen Schulsysteme beider Staaten betrachtetet werden: In der DDR wurden Schulbücher vom Ministerium für Volksbildung konzipiert und für den Unterricht freigegeben. Diese galten verpflichtend für alle Länder der DDR und es wurde pro Klassenstufe nur ein Schulbuch zur Verfügung gestellt. Für diese Arbeit hat das zur Folge, dass der Umfang an DDR-Schulbüchern für die Analyse begrenzt aber durch die geringe Anzahl auch überschaubar ist. In der BRD hingegen war Bildung – wie auch heute noch – Ländersache und somit war es den Ländern freigestellt, welche Schulbücher diese für den Unterricht freigaben. Hieraus ergibt sich auch die Vielzahl an Schulbüchern sowie Schulbuchverlagen am freien Markt der BRD, welche unterschiedliche Exemplare für die einzelnen Klassenstufen konzipieren konnten. Eine Zulassung erfolgte über das jeweilige Kultusministerium jedes einzelnen Landes.[14] Die Schulen bzw. deren Fachschaften wiederum konnten sich daraufhin die Schulbücher für den Unterricht aussuchen. So ist es auch möglich, dass ein Schulbuch eines bestimmten Verlags für mehrere Bundesländer gleichzeitig zugelassen war. Für die Schulbuchforschung bedeutet dies, dass der Umfang von Schulgeschichtsbüchern in der BRD im internationalen Vergleich von beispielloser Breite und Diversität geprägt ist.[15] Für diese Arbeit hat dieser Aspekt zur Folge, dass eine gesamtheitliche Analyse aller BRD-Schulbücher im zeitlichen Verlauf aufgrund des Umfangs nicht gewährleistet werden kann. Da es dazu bereits Forschungsarbeiten sowie Veröffentlichungen gibt, soll dieser Forschungsstand zunächst analysiert werden. Für DDR-Schulbücher liegt nur eine Forschungsarbeit zur Darstellung des Nahostkonflikts in Schulbüchern vor. Dabei handelt es sich um eine quantitative Frequenz- und Vermittlungsanalyse von Schatzker, der die Inhalte von zwei DDR-Schulgeschichtsbüchern der 1980er Jahre mit Schulgeschichtsbüchern aus der BRD verglich.[16] Aufgrund der geringen Anzahl an DDR-Lehrwerken soll in dieser Arbeit in einer Inhaltsanalyse ein umfassender Gesamtüberblick über alle eingesetzten Schulgeschichtsbücher der DDR erfolgen. Ein Abgleich mit der Forschungsarbeit von Schatzker soll am Ende dieses Überblicks stattfinden. Dieses Vorgehen soll ermöglichen, in beiden Schulsystemen etwaige Veränderungen im zeitlichen Verlauf analysieren zu können.

Im Anschluss sollen zwei ausgewählte Schulgeschichtsbücher qualitativ untersucht und dadurch miteinander verglichen werden. Aufgrund der föderalen Struktur des Bildungssystems in der BRD und der damit verbundenen deutlichen Mehrzahl an Schulbüchern wäre ein quantitativer Vergleich mit den Schulbüchern aus der zentralistisch organisierten DDR für einen längeren Zeitraum nicht zielführend. Das Vorgehen soll sich dabei nach der Methode nach Rüsen orientieren: Für Rüsen ist das Schulbuch das wichtigste Leitmedium im Geschichtsunterricht, während Schulbuchanalysen die Frage klären sollen, was im und durch den Geschichtsunterricht vermittelt werden soll.[17] Die Fähigkeit der Lernenden sich durch historische Erinnerungen in der eigenen Lebenswelt zu orientieren ist für ihn fundamental. Er bezeichnet dies als narrative Kompetenz, welche er in drei Unterkompetenzen unterteilt:[18] Der Wahrnehmungs- und Erfahrungskompetenz stehen Deutungs-, Orientierungs- und Motivationskompetenz gegenüber. Damit die Lernenden diese Kompetenzen entwickeln und erweitern, sollte ein Schulbuch seiner Meinung nach verschiedene Kriterien erfüllen. Rüsen unterscheidet dabei Gesichtspunkte zur unterrichtpraktischen Brauchbarkeit, zur historischen Wahrnehmung, zur historischen Deutung und zur historischen Orientierung. Da es sich bei dieser Arbeit nicht um eine Bestandsaufnahme aktueller Lehrwerke, sondern um eine historische Schulbuchanalyse handelt, sollen die Schulbücher nicht anhand ihrer unterrichtspraktischen Brauchbarkeit und ihrer Brauchbarkeit zur historischen Orientierung untersucht werden. Es geht nicht darum, historische Schulbücher hinsichtlich deren didaktisch-methodischer Qualität zu bewerten, der Fokus liegt auf der historischen Narration des Nahostkonflikts und der Frage, wie dieser dargestellt und präsentiert wird. Daher sollen lediglich Kriterien zur historischen Wahrnehmung und Deutung untersucht werden. Konkret geht es nach Rüsen dabei neben den inhaltlichen Schwerpunkten um folgende Fragen: Wie werden historische Materialen präsentiert? Werden mehrdimensionale Aspekte der historischen Erfahrung präsentiert? Wird historische Erfahrung multiperspektivisch präsentiert? Werden fachliche Standards erfüllt? Werden die wichtigsten methodischen Prinzipien historischen Denkens erfüllt? Wird der Prozesscharakter der Geschichte sowie Multiperspektivität auf der Ebene der Betrachter erfüllt? Wie ist die Überzeugungskraft der Darstellung?

Es sollen ausschließlich gymnasiale Schulbücher analysiert werden. Das Äquivalent zum Gymnasium der BRD waren in der DDR die Oberschulen. Unterrichtsinhalte wurden dabei von beiden Ländern in den jeweiligen Lehrplänen vorgegeben.[19] Analog zur Situation der Schulbücher muss auch hier festgestellt werden, dass es in der DDR nur einen Lehrplan für die jeweilige Klassenstufe gab. In der BRD dagegen stellte jedes Bundesland seinen eigenen Lehrplan. Der Nahostkonflikt konnte im G9-Modell der BRD in den meisten Ländern sowohl in der Sekundarstufe I als auch in der Sekundarstufe II behandelt werden.[20] In der DDR war dieses Thema zunächst für die zwölfte Klasse der Oberstufe und ab 1965 für die zehnte Klasse der Polytechnischen Oberschule vorgesehen. Diese entsprach der Sekundarstufe I der BRD, in der Sekundarstufe II wurde das Thema fortan nicht mehr behandelt. Ein direkter Vergleich ist in dieser Arbeit ab 1965 somit nur für gymnasiale Schulbücher der Sekundarstufe I möglich und daher sollen auch nur Schulbücher der Sekundarstufe I in dieser Arbeit genutzt werden.

Der Untersuchungszeitraum wird auf die Zeitspanne zwischen den Jahren 1949 und 1990 festgelegt. 1949 wird als Anfangsjahr bestimmt, da es dem Gründungsjahr von BRD und DDR entspricht und Israel zu diesem Zeitpunkt ebenfalls bereits gegründet war. Als Schlussjahr wird 1990 ausgewählt, da es dem Jahr der Wiedervereinigung Deutschlands entspricht und da in diesem Zusammenhang auch die Länder der ehemaligen DDR in das Schulsystem der BRD eingegliedert wurden. Für die qualitative Schulbuchanalyse soll aus beiden Staaten jeweils ein möglichst aktuelles Lehrwerk ausgesucht werden, welches zwischen 1989 oder 1990 veröffentlicht wurde, da diese den kompletten Untersuchungszeitraum abdecken.

1.3 Inhaltlicher Aufbau

Die Schulbuchanalyse im dritten Kapitel stellt den Hauptteil dieser Arbeit dar. Diese ist in zwei Unterkapitel gegliedert, in welchen jeweils der Forschungsstand zu den Darstellungen des Nahostkonflikts in der BRD und in der DDR skizziert wird und ein Unterkapitel, in welchem ausgewählte Schulbücher qualitativ untersucht werden sollen. Aufgrund der hohen Komplexität des Themas soll dieses vorher im zweiten Kapitel in einer umfassenden Sachanalyse fachwissenschaftlich vertieft werden. Da der Nahostkonflikt im „Teilthema 1: Internationale Beziehungen im Umbruch“ im neuen Lehrplan von Rheinland-Pfalz für die Jahrgangsstufe 13 beispielshaft genannt wird[21], soll das Thema im vierten Kapitel dieser Arbeit auch in einem konkreten Unterrichtsvorhaben für die Oberstufe umgesetzt werden. Dazu wird eine Unterrichtsreihe konzipiert und innerhalb dieser exemplarisch zwei Unterrichtseinheiten in einem Unterrichtsentwurf vorgestellt. Im Fazit soll die Arbeit zunächst kurz zusammengefasst sowie die Forschungsfrage beantwortet werden.[22]

2 Sachanalyse

Wie bereits aus der thematischen Hinführung zu entnehmen ist, soll diese Arbeit den Nahostkonflikt behandeln. Um das Thema ganzheitlich zu verstehen und im Schulunterricht einführen zu können, bedarf es einer Sachanalyse. Ziel dieses Kapitels ist es, nun darzulegen, worum es bei diesem Konflikt geht, welche Dimensionen er hat und welche Themeneinheiten im Schulunterricht behandelt werden sollten. Eine vollständige Analyse des Konflikts von Anfang bis heute in allen Bereichen ist aufgrund der vorliegenden Komplexität und dem inhaltlichen Umfang dieser Arbeit nicht möglich. Vielmehr sollen an dieser Stelle in chronologischer Abfolge thematische Schwerpunkte skizziert werden, welche im Schulunterricht umgesetzt werden sollen. Die Analyse soll sich jedoch nicht auf den chronologischen Verlauf beschränken, sondern zusätzlich auch die Konfliktdynamik darstellen. Dazu sollen neben Streitfragen auch unterschiedliche Konfliktebenen sowie Konfliktakteure erläutert werden.

Generell ist zunächst der Begriff Nahostkonflikt zu klären. Bei dieser Arbeit geht es um den Konflikt, der in der Region Palästina[23] zu lokalisieren war und der in der Folgezeit bis heute den kompletten Nahen Osten sowie die internationale Politik beeinflusst hat. Die sich gegenüberstehenden Gruppierungen im Kern-Konflikt waren Juden und Araber in Palästina. Bei Palästina handelt es sich um eine Region am südöstlichen Teil des Mittelmeers, die zwischen der südlichen Levanteküste und dem Fluss Jordan liegt.[24] Beim Begriff „Naher Osten“ wiederum handelt es sich um eine geographische Bezeichnung, welche sowohl im historischen Verlauf als auch heutzutage unterschiedlichen Definitionen unterlag. Für diese Arbeit sollen dem Begriff die Länder südlich der Türkei und westlich des Irans untergeordnet werden. Dazu zählen Israel sowie die arabischstämmigen Länder Syrien, Libanon, Jordanien, Irak sowie die Länder der arabischen Halbinsel um Saudi-Arabien sowie Ägypten als Grenze im Westen.[25]

Palästina war aufgrund seiner Lage und der günstigen klimatischen, geographischen aber auch geopolitischen Vorrausetzungen schon seit der Antike im Interesse unterschiedlicher Herrschaftsdynastien und im weiteren Verlauf einem steten Wechsel unterzogen.[26] Dazu zählen beispielsweise die Perser, die Assyrer oder auch die Römer. Der genaue Verlauf soll aufgrund der Fülle an unterschiedlichen Ereignissen nicht thematisiert werden. Was für den späteren Konflikt aus dieser Epoche zentral erscheint, ist die religiöse Bedeutung Palästinas für Juden- und Christentum aber auch den Islam. Alle drei Religionen berufen sich auf Heiligtümer, welche sich in der Stadt Jerusalem befinden.[27] Laut Bibel hat Gott Abraham und seinen Nachfolgern das Gebiet als Heimat versprochen und dort wurde schließlich auch das Judentum durch die Stämme Israels begründet. Die Juden mussten nach dem jüdischen Bar-Kochba -Aufstand gegen die römische Herrschaft im Jahr 135 n. Chr. Palästina verlassen und lebten fortan in Diaspora-Gemeinden auf der ganzen Welt.[28] In der Region selbst ließen sich während der muslimischen Expansion arabische Stämme nieder, welche diese bis zur Neuzeit dauerhaft besiedelten.

Im 19. Jahrhundert kam es dann jedoch zu einer Abfolge von Ereignissen, welche als Beginn des Nahostkonflikts angesehen werden kann: Im Jahr 1881 erfolgte in Russland und Polen eine Serie von Übergriffen und Morden gegen die dort lebenden Juden.[29] Ausgelöst waren diese durch den wachsenden Antisemitismus, welcher überall auf der Welt in unterschiedlicher Intensität anzutreffen war. Viele Juden flohen nach Westeuropa und einige von ihnen nach Palästina. Insgesamt wanderten zwischen 1882 und 1903 ca. 25.000 bis 30.000 osteuropäische Juden nach Palästina ein.[30] Damit kam es auch zum Ende des fast 2000 Jahre andauernden jüdischen Exils in dieser Region. Hierbei dürften vor allem religiöse Gründe eine zentrale Rolle gespielt haben. Als Verstärker für diese Einwanderungswelle ist Theodor Herzls Veröffentlichung „Der Judenstaat“[31] aus dem Jahr 1896 zu nennen. Es handelt es sich dabei um eine wissenschaftliche Abhandlung über die Notwendigkeit zur Errichtung einer jüdischen Heimstätte.[32] Darin erklärte Herzl zum einen, weshalb die Juden einen eigenen Staat bräuchten, zum anderen aber auch, wie dieser Staat aus seiner Sicht konkret umzusetzen sei. Wo dieser Staat aufgebaut werden sollte, spielte für ihn zunächst nur eine untergeordnete Rolle, dennoch war Palästina für ihn aufgrund der religiösen Verflechtung mit dem Judentum das Wunschziel. Durch Herzls Ideen entwickelte sich fortan der bereits bestehende politische Zionismus weiter und die zionistische Weltorganisation als Vereinigung aller Zionisten wurde geschaffen[33]. Der Zionismus als Bewegung ging schon vorher aus dem europäischen Nationalismus und Antisemitismus hervor und nannte eine jüdische Heimstätte in Palästina als politisches Ziel.[34] Damit ist er im engeren Sinne einem jüdischen Nationalismusbestreben gleichzusetzen. Ebenso muss jedoch an dieser Stelle erwähnt werden, dass es verschiedene Formen des Zionismus gab, der politische Zionismus von der Mehrheit der Juden zunächst aber auch abgelehnt wurde. Gerade die westeuropäischen Juden galten als assimiliert und standen daher auch dem Zionismus kritisch gegenüber.

In Palästina wiederum siedelten immer mehr Juden an, dazu zählten neben geflüchteten ostereuropäischen Juden auch religiös und politisch motivierte Zionisten aus ganz Europa. Diese trafen dort jedoch auf die bereits ansässige arabische Bevölkerung. Die Araber waren eine ethnisch-nationale Gruppierung mit gemeinsamer Kultur und Sprache, welche sich aus alten Stammesgruppierungen von der arabischen Halbinsel aus entwickelt hat.[35] Das Ziel der neuen jüdischen Siedler bestand darin, Boden zu erwerben und ein neues Leben aufzubauen. Das politische Ziel der Zionisten wiederum war es, in Palästina durch Einwanderung irgendwann eine jüdische Mehrheit in der Bevölkerungsverteilung zu erhalten, um dadurch einen eigenen Nationalstaat zu erreichen.[36] Im weiteren Verlauf kam es dann auch zu ersten kleineren Spannungen zwischen einzelnen Juden und Arabern in Palästina. Eine Rekonstruktion der Ereignisse ist nicht mehr möglich, ebenso kann nicht nachvollzogen werden, wie es dazu kam. Kleinere und vereinzelte Konflikte zwischen beiden Volksgruppen führten dazu, dass sich aus diesen Streitigkeiten ein kleinerer regionaler Konflikt entwickelte. Nach Krell begann damit gegen Ende des 19. Jahrhunderts der eigentliche Nahostkonflikt als „quasi-kolonialer Siedlungskonflikt“[37]. 1914 lebten in Palästina insgesamt ca. 39.000 Juden bei einer Gesamtbevölkerung von 722.000 Menschen.[38]

An dieser Stelle muss nun weiterhin die Lage in Palästina skizziert werden: Nachdem der afrikanische Kontinent größtenteils unter den europäischen Großmächten aufgeteilt war, begannen sich diese gegen Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts für die Region des Nahen Ostens zu interessieren. Dazu zählten vor allem die Staaten Großbritannien, Frankreich, Italien und Russland.[39] Palästina befand sich zu diesem Zeitpunkt unter osmanischer Herrschaft, wobei das Osmanische Reich sich in einer strukturellen Krise befand und dadurch als schwach erschien. In Teilen der arabischen Bevölkerung lag zu diesem Zeitpunkt ebenfalls schon ein Bestreben vor, einen eigenen panarabischen Nationalstaat aufzubauen.[40] Dies war zu diesem Zeitpunkt jedoch noch wenig ausgeprägt und nicht flächendeckend vorhanden.

Es waren schließlich die beiden Großmächte Großbritannien und im kleineren Umfang auch Frankreich, welche sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts und während des Ersten Weltkriegs machtpolitisch im Nahen Osten durchsetzen konnten. Ausgehend von deren Kolonien in Ägypten (Großbritannien) und Syrien (Frankreich) übernahmen beide Staaten die politische Kontrolle im Nahen Osten. Die Zielsetzung deren Außenpolitik bestand darin, die eigenen machtpolitischen und ökonomischen Interessen durchzusetzen, auf die Interessen der ansässigen Bevölkerung wurde kaum Rücksicht genommen. Dies änderte sich auch während des Ersten Weltkriegs nicht. Das Hauptinteresse beider Großmächte bestand darin, diesen Krieg auf allliierter Seite zu gewinnen sowie ihre eigenen Kolonien zu erhalten. Gerade der See- und Landweg nach Indien, welcher durch die Küstenregionen und Gebiete des Nahen Ostens verlief, war für die Briten von zentraler Bedeutung und dieser sollte mit allen Mitteln gesichert werden.[41] Des Weiteren galt die Region des Nahen Ostens durch die dortigen Erdölvorkommen als strategisch und ökonomisch wertvoll. Neben militärischer Durchsetzung auf den Kriegsschauplätzen im Mittelmeerraum sowie im Nahen Osten nutzen die Briten dazu auch diplomatische Verhandlungen. Die diplomatische Lage im Nahen Osten zwischen den jeweiligen Akteuren erscheint dabei als komplex und unübersichtlich:

„Bei Kriegsende standen die Ententemächte mit einem Geflecht, ja Gestrüpp von Abmachungen da, die dem Kriegsverlauf gefolgt waren und ihn beeinflussen sollten, aber kaum miteinander vereinbar waren“[42].

Darauf soll im Detail auch nicht eingegangen werden, für das Thema bleiben aber drei verschiedene Abkommen relevant: Hier ist mit dem Sykes-Picot-Abkommen von 1916 zunächst eine Geheim-Abmachung zwischen Großbritannien und Frankreich zu nennen. In diesem teilten beide Akteure den kompletten Einflussbereich des Nahen Ostens für die Zeit nach dem Krieg untereinander auf. Lediglich Palästina als Region sollte unter internationale Verwaltung gestellt werden.[43] Dieses Dokument stand jedoch im Gegensatz zu zwei weiteren Dokumenten aus der Zeit des Ersten Weltkriegs: die Hussein-McMahon-Korrespondenz und die Balfour-Erklärung. Bei der Hussein-McMahon-Korrespondenz vom 1915 handelt es sich um einen Briefwechsel zwischen dem britischen Hochkommissar in Ägypten, Sir Henry McMahon und dem Sherifen von Mekka Hussein ibn Ali.[44] Darin suchten die Briten bei den Arabern Unterstützung gegen das Osmanische Reich, welches als Verbündeter mit den Achsenmächten in den Krieg eintrat. Die Briten versprachen den Arabern für ihre Beteiligung eine Unterstützung bei ihren eigenen Unabhängigkeitsbestrebungen, verwiesen aber auch darauf, dass man sich über Grenzziehungen des möglichen autonomen arabischen Gebiets später beraten wollte.[45] Palästina gehörte nach britischer Ansicht jedoch nicht zu diesem Gebiet. Aus arabischer Sicht sah man darin jedoch ein rechtsgültiges Dokument, durch welches sie ihre Unabhängigkeit in nahezu allen arabischen Ländern eingeschlossen der Region um Palästina einfordern wollten. Zwei Jahre später jedoch kam es zur Balfour-Erklärung: In dieser schrieb der britische Außenminister Arthur Balfour an den Präsidenten der zionistischen Weltvereinigung Lionel Walter Rothschild, dass die Briten die Juden dabei unterstützen, dass diese in Palästina eine nationale Heimstätte errichten dürften.[46] Gleichzeitig betonten die Briten jedoch auch, dass die Rechte der sonstigen Bevölkerungsgruppen zu wahren sind.[47]

Hier zeigt sich nun die kontroverse Lage, in der sich die beteiligten Akteure in Palästina weiterhin befanden. Die Briten wollten den Krieg gewinnen und suchten dabei jede Unterstützung. Aus deren Sicht wurde argumentiert, dass es sich dabei nicht um Zusagen handelte, sondern lediglich um die Bereitschaft die jeweilige Seite zu unterstützen. Zumindest können die Aussagen in der Hussein-McMahon-Korrespondenz bezogen auf die geographische Lage eines möglichen Araberstaates, als vage formuliert bezeichnet werden, während die Balfour-Erklärung in ihrem Wortlaut eindeutiger war. Dadurch verschärfte sich jedoch der zionistisch-arabische Gegensatz noch mehr, da beide Seiten die Dokumente als Zusagen für ihren eigenen Nationalstaat auslegten und darauf pochten. Eine beidseitige Lösung konnte nicht gefunden werden, weder wollten Juden noch Araber von ihren Forderungen auf ein ganzheitliches Palästina verzichten. Auch waren beide Abkommen nicht vereinbar mit dem Sykes-Picot-Abkommen. Gleichzeitig gab es in dieser Zeit aber auch erstmals ein Abkommen, welches zwischen dem Präsidenten der Zionistischen Weltvereinigung Chaim Weizmann und dem arabischen Wortführer und Emir Faisal I. 1919 geschlossen und auf der Pariser Friedenskonferenz vorgestellt wurde.[48] In diesem wurde eine binationale Lösung der Palästina-Frage durch eine Aufteilung des Herrschaftsgebiets unter Juden und Arabern in Aussicht gestellt. Das Abkommen scheiterte jedoch daran, dass die arabische Forderung nach Unabhängigkeit abgelehnt und somit nicht erfüllt wurde.[49] Zu diesem Zeitpunkt war den Zeitgenossen noch nicht bewusst, dass Frankreich und Großbritannien mit dem Sykes-Picot-Abkommen andere Pläne für den Nahen Osten hatten.

Im Anschluss waren es jedoch vor allem die Araber, welche sich von den Briten betrogen gefühlt haben.[50] Ausgelöst durch die weiter wachsende Anzahl von jüdischen Einwanderern und der Angst, diesen unterlegen zu sein und von ihnen verdrängt zu werden, begannen fortan arabische Aufstände gegen die Briten in Palästina. Aus ersten Demonstrationen 1920 erwuchsen weitere Unruhen und schließlich auch ab 1921 gewaltsame Auseinandersetzungen.[51] Den Briten gelang es durch zusätzliche Einwanderungsbeschränkungen gegenüber den Juden und politischem Mitspracherecht für den Obersten Muslimischen Rat die Lage zu beruhigen.[52]

Hier erfuhr der Konflikt in Palästina somit eine neue Bedeutung: Aus dem eigentlichen regionalen Siedlungskonflikt, welcher weiterhin bestand, wurde ein politisch motivierter Regionalkonflikt mit religiöser Bedeutung, der sich vor allem im zionistisch-panarabischen Gegensatz widerspiegelte. Beide Seiten beanspruchten gleichzeitig die autonome Herrschaft über Palästina, welche sie vor allem durch ihre eigene Vorgeschichte in dieser Region gekoppelt mit religiösen Motiven begründeten.[53] Beide erhielten aus ihrer Sicht dazu von britischer Seite aus eine Legitimation. Beiden Seiten war dabei zu diesem Zeitpunkt ebenso die Problematik bewusst. Der spätere Ministerpräsident Israels und Zionist David Ben Gurion sagte bereits 1918, dass „es keine Lösung für den arabisch-jüdischen Konflikt gibt“[54].

Überlagert wurde dieser Herrschaftskonflikt vom europäischen Kolonialismus, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts kennzeichnend für die Länder des Nahen Ostens war und dem sich keins dieser Länder entziehen konnte. Vor allem Großbritannien und Frankreich setzten hier ihre eigenen Interessen durch und bestimmten die dortige Politik. Die Wurzeln des Nahostkonflikts liegen nach Johanssen demnach im Erbe der europäischen Machtpolitik.[55] Am Ende des Ersten Weltkriegs standen die Alliierten als Sieger fest, das Osmanische Reich wurde aufgelöst und verlor dadurch endgültig seine Herrschaft über den Nahen Osten. Die Briten eroberten 1918 Palästina.[56] Verschärft wurde die Palästina-Frage als der Völkerbund den Briten 1920 im Zuge der Pariser Nachkriegsverhandlungen das Mandat über Palästina übertrug.[57] Auch anderen Staaten des nun ehemaligen Osmanischen Reiches wurde eine Mandatsregierung auferlegt: Die Briten waren fortan zusätzlich für den Irak zuständig, Frankreich für Syrien und den Libanon.[58] Formal war das Mandat zwar als treuhänderische Schutzherrschaft über Palästina anzusehen, die Araber fürchteten jedoch um ihr Selbstbestimmungsrecht und sahen darin eine de facto Kolonialherrschaft.[59] Für Juden und Araber in Palästina war jedoch im Anschluss keine Änderung ihrer Lage in Sicht. Wie bereits vor dem Ersten Weltkrieg forderten beide Seiten weiterhin erfolgslos ihren eigenen Nationalstaat. Zu diesem Zeitpunkt war der arabische Nationalismus in seiner Ausprägung immer stärker geworden.[60] Ab den 1920er Jahren wurden auch die Spannungen zwischen den neuen jüdischen Siedlern und den Arabern immer größer, es kam immer wieder zu Auseinandersetzungen.[61] 1928 verschärften sich die Spannungen zusehends: Gewaltsame Ausschreitungen führten zu mehreren Hundert Toten auf beiden Seiten, was auch die britischen Sicherheitskräfte nicht verhindern konnten.[62] Gewalt und Gegengewalt in Form von Vergeltungsschlägen führte im Anschluss zu immer neuen Zwischenfällen. Diese gab es schon vorher, jedoch erfuhren jene nun durch die höhere Anzahl an Opfern eine neue Dimension und Dynamik. Gleichzeitig kam es nach wie vor zu jüdischen Einwanderungen nach Palästina, die von den Briten erlaubt waren und gegen welche die Araber weiterhin protestierten.[63] Ab 1929 organisierten sich die Juden in Palästina in der neu gegründeten und vom Völkerbund im Mandatsvertrag vorher schon legitimierten Jewish Agency.[64] Es handelte sich dabei um das politische Organ der jüdischen Bevölkerung in Palästina, welches diese in politischen, ökonomischen aber auch sozialen Fragen vertrat.[65] In Europa und den USA dagegen setzte sich die zionistische Lobbyarbeit langsam fort, was sich in einer immer breiter werden Unterstützung für den Zionismus nieder schlug.

In den 1930er Jahren schließlich änderte sich die Situation der Juden in Europa zusehends, als im Deutschen Reich die Nationalsozialisten die Macht übernahmen und erste Maßnahmen gegen die dort ansässigen Juden veranlasst wurden. Im weiteren Verlauf der NS-Herrschaft verschärfte sich die Lage der Juden in ganz Europa. Neben sukzessiver Entrechtung und Verfolgung wurde ab 1938 auch gezielt damit begonnen die Juden zu vertreiben. Dadurch nahm der Auswanderungsdruck immer weiter zu und diese Tatsache dürfte dazu geführt haben, dass viele Juden ab den 1930er Jahren beschlossen haben, Europa zu verlassen. Generell war die Lage der Juden in dieser Zeit als schwierig einzustufen: Antisemitismus und Ressentiments gegen Juden waren überall auf der Welt weit verbreitet. Die meisten Länder weigerten sich Juden aufzunehmen. Auch die aufgrund des jüdischen Dilemmas einberufene Evian-Konferenz 1938 brachte keine Einigung darüber, die Länder hielten an ihren strikten und geringen Einwanderungsquoten den Juden gegenüber fest.[66] In Palästina gab es zu diesem Zeitpunkt noch geringe Einwanderungsbeschränkungen, man musste bei der Ankunft nur die notwendigen finanziellen Mittel für eine Einreise nachweisen können.[67] So gelangten von 1932 bis 1938 200.000 europäische Juden nach Palästina.[68] Der Anteil der Juden an der Gesamtbevölkerung in Palästina wuchs von 1932 bis 1939 von ca. 18 % auf ein Drittel an, was somit auch zu demographischen Veränderungen geführt hat.[69] Die Juden verfügten über bessere Bildung und höhere finanzielle Mittel, dadurch ging die bereits existierende ökonomische Schere zwischen dem jüdischen und dem arabischen Wirtschaftssystem weiter auseinander.[70] Die Jewish Agency wiederum konnte sich als Institution in ihren Strukturen festigen. Die Araber in Palästina wiederum waren den Juden gegenüber sowohl ökonomisch als institutionell als rückständig anzusehen.[71] Sie hatten verglichen mit den Zionisten keine internationale Institution, welche für ihre Ambitionen warb, noch waren sie in ihren Strukturen und Zielen gefestigt. Die zunehmende Einwanderung führte dazu, dass auf arabischer Seite Unmut und Panik immer größer wurden.[72] Sowohl auf dem Arbeitsmarkt als auch beim Landerwerb sah man sich im Nachteil, gleichzeitig wuchsen die sozialen Probleme in der arabischen Bevölkerung an.[73] Demonstrationen wurden immer wieder von den Briten unterbunden, gewaltsame Zwischenfälle gab es nach wie vor.

Die existenzielle Angst verdrängt zu werden führte aber dazu, dass die Araber in den Jahren 1936 bis 1939 mit erneuten Aufständen gegen die Briten begannen, welche zu blutigen Kämpfen zwischen beiden Parteien führte.[74] Die Kämpfe wurden auch gegen Juden geführt. Gleichzeitig suchten die Briten nach einer Lösung in der Palästina-Frage. Den Teilungsplan der daraufhin eingerichteten Peel-Kommission im Jahr 1937 lehnten die Araber vehement ab, während dieser von den Juden nach einigem Zögern angenommen worden wäre.[75] Die Araber setzten ihre Aufstände gegen die Mandatsträger und die Juden fort. Im September 1937 verschärften die Briten ihre Gegenmaßnahmen, nachdem der britische Landrat Lewis Yelland Andrews von aufständischen Arabern ermordet wurde.[76] Die Aufstände gingen weiter: 1938 beispielsweise zählten die Briten 5708 gewaltsame Zwischenfälle in Palästina.[77] Um die Araber zu besänftigen und die Rebellion zu beenden, beschränkte die britische Regierung in Palästina im Mai 1939 mit dem MacDonald-Weißbuch die jüdische Einwanderung auf eine Quote von 15.000 Juden pro Jahr.[78] Insgesamt durften für die nächsten fünf Jahre nur maximal 75.000 Juden einwandern.[79] Durch diese Maßnahme erhofften sich die Briten, ein Ende der Aufstände zu erreichen. Ebenso befürchtete man aufgrund der politischen Nähe einiger arabischer Führer zum Deutschen Reich eine Allianz der Araber mit den Achsenmächten im wenig später einsetzenden Zweiten Weltkrieg, welche die Briten unbedingt verhindern wollten.[80] Das Weißbuch stand jedoch im Gegensatz zur Balfour-Deklaration und führte wiederum zu großem Unmut innerhalb der jüdischen Bevölkerung in Palästina. Jüdische Untergrundorganisationen wie die Hagana, die sich schon in den 1920er Jahren gebildet hat, halfen nicht nur den Briten, die arabischen Aufstände zu bekämpfen, sondern begannen auch mit Terrormaßnahmen gegen die arabische Bevölkerung sowie verdeckt gegen die britische Mandatsmacht.[81]

Von 1939 bis 1945 war es aufgrund der Einwanderungsbeschränkungen des Weißbuchs und der kriegsbedingten Situation in Europa und im Nahen Osten durch den Zweiten Weltkrieg aber nur lediglich ca. 30.000 Juden gelungen, legal nach Palästina einzuwandern.[82] Während des Kriegs gehörte auch die Region des Nahen Ostens zu den Kriegsschauplätzen des Weltkriegs. Die Jewish Agency selbst bildete eigene militärische Einheiten aus, welche fortan auch auf Seiten der britischen Streitkräfte kämpften.[83]

In Europa selbst kam es zu Kriegsbeginn zu einer Radikalisierung der antijüdischen NS-Politik. Anstatt die Juden weiterhin zu vertreiben, wurden diese deportiert und in den Jahren 1941 bis 1944 in den Konzentrations- und Vernichtungslagern der Nationalsozialisten im Zuge des Holocaust ca. fünf bis sechs Millionen europäische Juden systematisch ausgelöscht.[84] Nur ca. ein Drittel aller europäischen Juden hatte den Holocaust überlebt und auf der ganzen Welt stellte sich die Frage, wie man mit der Situation der Juden umgehen sollte. Was bedeutete dies nun für die Situation der Juden in Palästina? Durch den Holocaust und das Schicksal von Millionen von Juden wurden die schlimmsten zionistischen Befürchtungen bestätigt. Gleichzeitig begannen immer mehr Juden auf der ganzen Welt aufgrund der Geschehnisse mit dem Zionismus zu sympathisieren bzw. diesen mehrheitlich zu unterstützen.[85] Der Holocaust legte aus deren Sicht eindrücklich die Notwendigkeit einer nationalen Heimstätte für die Juden dar. Bis 1948 war es den Zionisten gelungen vor allem in den USA aber auch in Europa immer mehr Unterstützer für ihre politische Sache zu gewinnen. Begleitet wurde dies von der Tatsache, dass das nun augenscheinliche Ausmaß des Holocausts zusammen mit dem Schicksal der überlebenden Juden immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit geriet. Das Mitgefühl mit den Juden war enorm. Dadurch verstärkte sich aber auch der Druck auf eine Lösung des jüdischen Schicksals und damit auch der Palästina-Frage, die nach wie vor nicht gelöst werden konnte. Eine Änderung ihrer restriktiven Einwanderungspolitik lehnten die Briten jedoch ab.[86] Zu sehr fürchtete man eine erneute Rebellion der Araber, welche nach wie vor in der Mehrheit waren. Dies änderte sich auch durch den verstärkten Untergrundkampf jüdischer Terroreinheiten nicht.[87] Zwar gab es seit 1941 immer wieder innerbritische Diskussionen über eine mögliche Beendigung des Weißbuchs, dennoch wurde es von den Entscheidungsträgern nicht aufgehoben.[88] Auch eine mögliche Teilung Palästinas war Bestandteil dieser Diskussionen.[89] Eine Einwanderung über die Quoten hinaus war aber nach wie vor nur illegal möglich. Im Jahr 1946 befanden sich bei einer Gesamtbevölkerung von 1,94 Millionen Einwohnern schätzungsweise 603.000 Juden in Palästina.[90] Dies entsprach weiterhin ca. einem Drittel, wobei die absoluten Bevölkerungszahlen deutlich angestiegen waren.

Die Araber beharrten weiterhin auf ihrer Meinung und änderten dies auch aufgrund der Geschehnisse während des Holocausts nicht. Zwar bedauerten politische Entscheidungsträger auf Seiten der Araber das Schicksal der Juden, gaben jedoch auch an, dass sie dafür nicht verantwortlich waren und dass das Unrecht an den Juden nicht zu einem Unrecht an den Arabern führen dafür.[91] Konkret meinte er damit, dass eine Lösung der Palästina-Frage nicht zu Gunsten der Juden und auf Kosten der Araber entschieden werden darf.

Der Druck auf Großbritannien, seine Politik in Palästina zu ändern, wurde immer größer und so beschloss dieses im Februar 1947, das Engagement im Nahen Osten aufzugeben und die nun vorliegende Palästina-Frage an die Vereinten Nationen abzugeben.[92] Gleichzeitig gaben die Briten an, ihr Mandat in Palästina in absehbarer Zeit niederlegen zu wollen. Die Palästina-Frage war für Großbritannien bei dieser Entscheidung jedoch nicht hauptausschlaggebend. Vielmehr gingen die Briten enorm geschwächt aus dem Zweiten Weltkrieg hervor, befanden sich in einer wirtschaftlichen Krise und mussten daher ihre imperiale Rolle überdenken.[93] Hier stellt sich an dieser Stelle nun die Frage, wie die britische Mandatspolitik insgesamt zu beurteilen ist: Die britische Regierung betrachtete den Nahen Osten stets aus britischer aber auch europäischer Perspektive.[94] Dementsprechend ist auch deren Handeln zu erklären, das primär darin bestand, beide Weltkriege auf alliierter Seite zu gewinnen, aber auch das britische Imperium abzusichern. Der Vorwurf, dass die Briten im Nahen Osten ausschließlich aus eigenem Interesse gehandelt haben, greift für die Folgezeit jedoch zu kurz. Es war durchaus im britischen Interesse, die Palästina-Frage zum Wohle aller Beteiligten zu lösen. Das zeigt sich vor allem an den unterschiedlichen Teilungsplänen wie beispielsweise dem der Peel-Kommission und den immer wieder durchgeführten diplomatischen Verhandlungen zwischen allen Parteien. Nach Vieweger scheiterten sie jedoch daran, dass sie ihre Politik, die oftmals unklar und offen erschien, nicht realistisch genug eingeschätzt haben[95] und somit auch die regionalen Interessen zu sehr vernachlässigt wurden. Obwohl die Fronten zwischen Juden und Arabern bereits früh verhärtet waren, hatten die Briten stets eine Lösung im Sinne, welche von beiden Seiten akzeptiert werden sollte.[96] Sich durchaus ihren gegensätzlichen diplomatischen Versprechen bewusst, hofften die Briten, dass sich der Konflikt dadurch lösen ließ, indem es im Mandatsgebiet zu beidseitigem wirtschaftlichen Wohlstand kommen würde.[97] Palästina befand sich zwar zwischenzeitlich in einer wirtschaftlichen Hochphase, dennoch führte dies entgegen der Zielsetzung niemals dazu, dass die Araber die jüdischen Siedler akzeptierten, sondern sich von ihnen im weiteren Verlauf immer weiter existenziell bedroht fühlten.

[...]


[1] Vgl. Margaret Johannsen, Nahost, Bonn 2016.

[2] Peace Research Institute in the Middle East, Das Historische Narrativ des Anderen kennen lernen, Palästinenser und Israelis, o. O. 2009, S. 2.

[3] Carsten Heinze, Das Schulbuch zwischen Lehrplan und Unterrichtspraxis, Zur Einführung in den Themenband, in: Das Schulbuch zwischen Lehrplan und Unterrichtspraxis, hrsg. v. Eva Matthes und Carsten Heinze, Bad Heilbrunn 2005 (= Beiträge zur historischen und systematischen Schulbuchforschung), S. 9.

[4] Jörn Rüsen, Das ideale Schulbuch, Überlegungen zum Leitmedium des Geschichtsunterrichts, in: Historisches Lernen, Grundlagen und Paradigmen, hrsg. v. Jörn Rüsen. Schwalbach, 2. Aufl. 2008, S. 160.

[5] Die kausale Verbindung zwischen Holocaust und dem Staat Israel wird in der Forschung kontrovers diskutiert und beispielsweise auch in der Unabhängigkeitserklärung Israels angesprochen.

[6] Deutsch-Israelische Schulbuchkommission (Hrsg.), Deutsch-israelische Schulbuchempfehlungen, Göttingen 2015, S. 29.

[7] Deutsch-Israelische Schulbuchkommission, Schulbuchempfehlungen, S. 30.

[8] Vgl. Saul B. Robinsohn & Chaim Schatzker, Jüdische Geschichte in deutschen Geschichtslehrbüchern, Braunschweig 1963 (= Schriftenreihe des internationalen Schulbuchinstituts, Bd. 7).

[9] Deutsch-Israelische Schulbuchkommission, Schulbuchempfehlungen, S. 15.

[10] Joachim Rohlfes, Geschichte und ihre Didaktik, Göttingen, 3. erw. Aufl. 2005, S. 317.

[11] Deutsch-Israelische Schulbuchkommission, Schulbuchempfehlungen, S. 15.

[12] Rohlfes, Didaktik, S. 317.

[13] Vgl. Margaret Johannsen, Der Nahost-Konflikt, Wiesbaden, 3. akt. Aufl. 2011; Dieter Vieweger, Streit um das Heilige Land, Was jeder vom israelisch-palästinensischen Konflikt wissen sollte, Gütersloh, 4. erw. Aufl. 2013; Neil Caplan, The Israel-Palestine Conflict, Contested History, Malden 2010; Rolf Steininger, Der Nahostkonflikt, Frankfurt am Main, 2. Aufl. 2014; Gudrun Krämer, Geschichte Palästinas, Von der osmanischen Eroberung bis zur Gründung des Staates Israel, München, 5. Aufl. 2015.

[14] Rohlfes, Didaktik, S.324f.

[15] Simone Lässig, Repräsentationen des "Gegenwärtigen" im deutschen Schulbuch, in: APUZ 1-3 (2012).

[16] Vgl. Chaim Schatzker, Juden, Judentum und Staat Israel in Geschichtsbüchern der DDR, Bonn 1994.

[17] Rüsen, Schulbuch, S. 62.

[18] Ebd., S. 64.

[19] Eine Analyse von Lehrplänen soll nicht erfolgen.

[20] Unterschiede gibt es in einzelnen Bundesländern. Aus redaktionellen Gründen soll an dieser Stelle darauf nicht eingegangen werden.

[21] Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz (Hrsg.), Lehrplananpassung, Gesellschaftliches Aufgabenfeld, Mainz 2011, S. 25.

[22] Vom Verfasser dieser Masterarbeit wurde bereits eine Forschungsarbeit zum Nahostkonflikt vorgenommen. Es handelt sich dabei um zwei eigenständige Arbeiten mit unterschiedlicher Fragestellung. In der Gedankenführung und Strukturierung der historischen Ereignisse des Nahostkonflikts kann es jedoch zu inhaltlichen Überschneidungen kommen. Hier soll an dieser Stelle auf diese Arbeit verwiesen werden. Vgl. Julian Grasser, Das Trauma der Juden bis zur Staatsgründung Israels im Jahr 1948, Mainz 2016.

[23] Der Begriff Palästina wurde erst 135 n. Chr. von den Römern eingeführt. Diese Region unterlag vorher verschiedenen Namen. So soll aufgrund der besseren Übersicht jedoch einheitlich der Begriff Palästina genutzt werden, da er in der Folgezeit bis ins 20. Jahrhundert gebräuchlich war.

[24] Vgl. Johannsen, Nahost.

[25] Es werden hierbei die heute gebräuchlichen Namen dieser Staaten verwendet.

[26] Vieweger, Konflikt, S. 23f.

[27] Ebd., S. 24.

[28] Ebd., S. 38.

[29] Ebd., S. 117.

[30] Bis zu diesem Zeitpunkt waren nur wenige tausend Juden in Palästina anzutreffen. Vgl. Vieweger, Konflikt, S. 117.

[31] Vgl. Theodor Herzl, Der Judenstaat, Versuch einer modernen Lösung der Judenfrage, Berlin und Wien 1896.

[32] Steininger, Nahostkonflikt, S. 4f.

[33] Ebd., S. 6f.

[34] Johannsen, Nahost-Konflikt, S. 14.

[35] Caplan, Conflict, S. 19.

[36] Steininger, Nahostkonflikt, S. 9.

[37] Gert Krell, Schatten der Vergangenheit, Nazi-Deutschland, Holocaust und Nahost-Konflikt, Frankfurt 2008, S. III.

[38] Johannsen, Nahost-Konflikt, S. 18.

[39] Krämer, Palästina, S. 166.

[40] Johannsen, Nahost-Konflikt, S. 16.

[41] Krämer, Palästina, S. 167.

[42] Ebd., S. 168f.

[43] Krämer, Palästina, S. 176.

[44] Ebd., S. 169.

[45] Krämer, Palästina, S. 69.

[46] Walter Laqueur & Rubin, Barry (Hrsg.), The Israel-Arab Reader, New York 2001, S. 16.

[47] Vieweger, Konflikt, S. 140.

[48] Ebd., S. 134.

[49] Ebd.

[50] Caplan, Conflict, S. 59.

[51] Vieweger, Konflikt, S. 142.

[52] Ebd.

[53] Steininger, Nahostkonflikt, S. 8.

[54] Ebd., S. 11.

[55] Johannsen, Nahost-Konflikt, S. 13.

[56] Ebd., S. 17.

[57] Caplan, Conflict, S. 56.

[58] Ebd.

[59] Johannsen, Nahost-Konflikt, S. 18.

[60] Ebd.

[61] Caplan, Conflict, S. 79.

[62] Ebd.

[63] Krämer, Palästina, S. 191.

[64] P. R. Kumaraswamy, Historical Dictionary of the Arab-Israeli Conflict, Lanham [u. a.], 2. Aufl. 2015, S. 256.

[65] Ebd.

[66] Caplan, Conflict, S. 103.

[67] Ebd.

[68] Vieweger, Konflikt, S. 146.

[69] Krell, Schatten, S. 9.

[70] Ebd.

[71] Ebd.

[72] Ebd.

[73] Vieweger, Konflikt, S. 146.

[74] Caplan, Conflict, S. 82.

[75] Ebd., S. 86.

[76] Ebd.

[77] Ebd., S. 89.

[78] Kumaraswamy, Dictionary, S. 298.

[79] Ebd.

[80] Gregory S. Mahler & Alden R. W. Mahler, The Arab-Israeli Conflict, An introduction and documenary reader, Abingdon 2010, S. 10.

[81] Caplan, Conflict, S. 90f.

[82] Ebd., S. 103.

[83] Krämer, Palästina, S. 353.

[84] Alexander Brakel, Der Holocaust, Judenverfolgung und Völkermord, Berlin 2008 (= Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert, Bd. 9), S. 175.

[85] Der Zionismus war bis dahin nur als Option einer jüdischen Minderheit anzusehen. Vgl. Krell, Schatten, S. 16.

[86] Krämer, Palästina, S. 355.

[87] Ebd.

[88] Tom Segev, Es war einmal in Palästina, Juden und Araber vor der Staatsgründung Israels. München 2006, S. 502.

[89] Ebd.

[90] Krämer, Palästina, S. 357.

[91] Caplan, Conflict, S. 105.

[92] Krämer, Palästina, S. 356.

[93] Ebd.

[94] Vieweger, Konflikt, S. 139.

[95] Ebd.

[96] Ebd.

[97] Ebd.

Details

Seiten
100
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668498709
ISBN (Buch)
9783960951100
Dateigröße
1.9 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v369830
Institution / Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Note
1,3
Schlagworte
Nahostkonflikt Schulbuchanalyse DDR BRD Schulbücher historische Narration Palästinenser Israel

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Titel: Der Nahostkonflikt in den Schulbüchern der BRD und DDR