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Persönlichkeitsentwicklung. Entwicklung der Persönlichkeit im Zeitverlauf und deren Relevanz für Gründungsvorhaben

Hausarbeit 2017 19 Seiten

BWL - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einführung in das Thema
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau dieser Arbeit

2 Definitionen und Grundlagen
2.1 Unternehmensgründung – Unternehmer – Unternehmerischer Erfolg
2.2 Persönlichkeit
2.3 Persönlichkeitspsychologische Forschungsansätze im Überblick

3 Persönlichkeitsmodelle der Eigenschaftstheorien
3.1 Vorstellung von Persönlichkeitsmodellen der Eigenschaftstheorien
3.1.1 Das 16-Faktoren-Modell von Cattell
3.1.2 Das PEN-System von Eysenck
3.1.3 Das Fünf-Faktoren-Modell von Costa und McCrae
3.2 Aussagekraft dieser Persönlichkeitsmodelle für Gründerpersönlichkeiten
3.3 Kritische Stellungnahme zu Persönlichkeitsmodellen im Allgemeinen

4. Zusammenfassung und Kritische Reflexion

Quellenverzeichnis

Literaturverzeichnis

Verzeichnis der Internetquellen

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Verhaltensfaktoren und Spezifikationsgleichung nach Cattell (1950)

Abbildung 2: 16-Faktoren nach Cattell mit deutscher Übersetzung nach Schneewind (1986)

Abbildung 3: Persönlichkeitseigenschaften des Neurotizismus

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Differenzierung der Sekundärfaktoren des Fünf-Faktoren-Modells in Primärfaktoren 9

1 Einführung in das Thema

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

Im Jahre 2015 gab es nach dem Institut für Mittelstandsforschung Bonn (IfM Bonn) 299.000 gewerbliche Unternehmensgründungen in Deutschland. Diese Zahl ist seit mehr als 10 Jahren rückläufig. Den Unternehmensgründungen steht seit 2012 kontinuierlich eine höhere Zahl an Unternehmensschließungen gegenüber, weshalb in Deutschland ein negativer Gründungssaldo besteht. Die sinkende Zahl an Unternehmensgründungen lässt sich auf die gute wirtschaftliche Lage mit einer niedrigen Arbeitslosigkeit und einer stabilen Beschäftigungssituation in Deutschland zurückführen.[1] Doch trotz guter Rahmenbedingungen für Gründer in Deutschland wie beispielsweise öffentliche Förderprogramme oder dem Schutz von geistigem Eigentum[2] scheitern viele Unternehmensgründungen. So ermittelte die Expertengruppe Start-Up Bayern, dass „rund 40% der jungen Unternehmen … nach rund 5 Jahren Geschäftstätigkeit wieder vom Markt verschwunden [sind].“[3] In der Literatur wird als ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Unternehmensgründungen sowie deren Fortbestand und Wachstum die Persönlichkeit des Gründers genannt.[4] In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, welche Charakteristika von Gründern zum unternehmerischen Erfolg führen und inwieweit wissenschaftliche Persönlichkeitstheorien und -modelle darüber Aufschluss geben können.

Ziel dieser Arbeit ist es, mehrere etablierte Persönlichkeitsmodelle der Eigenschaftstheorien im Hinblick auf ihre Aussagekraft für Gründerpersönlichkeiten zu untersuchen. Dazu werden drei anerkannte Modelle der Eigenschaftstheorien vorgestellt und vertiefend auf ihre Relevanz für Gründerpersönlichkeiten diskutiert. Darüber hinaus wird in kritischer Weise Stellung zu den Persönlichkeitsmodellen der Eigenschaftstheorien im Allgemeinen genommen.

1.2 Aufbau dieser Arbeit

In Kapitel 2 werden zunächst die Grundlagen zum Verständnis der Thematik gelegt. Hierzu werden die Begriffe „Unternehmensgründung“, „Unternehmer“, „unternehmerischer Erfolg“ sowie die „Persönlichkeit“ definiert. Aufgrund der Kürze dieser Arbeit wird auf eine ausführliche Diskussion verschiedener Definitionen verzichtet. Anschließend wird ein kurzer Überblick über die verschiedenen Persönlichkeitstheorien gegeben. In Kapitel 3 werden die bedeutendsten Persönlichkeitsmodelle der Eigenschaftstheorien vorgestellt. Der Fokus liegt dann auf der Untersuchung der Aussagekraft der vorgestellten Modelle für Gründerpersönlichkeiten. Das Kapitel 3 abschließend wird zu den Persönlichkeitsmodellen der Eigenschaftstheorien im Allgemeinen kritisch Stellung bezogen. Kapitel 4 bildet mit einer kritischen Reflexion den Abschluss dieser Arbeit.

2 Definitionen und Grundlagen

2.1 Unternehmensgründung – Unternehmer – Unternehmerischer Erfolg

Unternehmensgründung

Durch Szyperski und Nathusius wird eine Unternehmensgründung im engeren Sinne als eine Gründung einer Institution durch mehrere natürliche oder juristische Personen definiert. Eine Unternehmensgründung liegt erst dann vor, wenn die Eintragung in das zuständige Register erfolgt ist.[5]

Unternehmer

Für den Begriff „Unternehmer“ gibt es in der Literatur eine Reihe an Definitionen. So definiert Schumpeter den Unternehmer als „kreativen Promoter mit der Fähigkeit zur Einleitung neuer wirtschaftlicher Entwicklungsschübe.“[6] Grundsätzlich gilt, dass ein Unternehmer von einem Arbeitnehmer und von einem Manager abzugrenzen ist. Ein Manager verwaltet Tätigkeiten, welche delegierbar sind. Im Vergleich dazu lassen sich unternehmerische Tätigkeiten, welche durch Neuartigkeit geprägt sind, nicht delegieren. Allen Unternehmern ist gemein, dass sie ein neues Unternehmen gründen und durch diese selbstständige Tätigkeit ihr Geld verdienen.[7] Das Bundesgesetzbuch definiert in § 14 BGB den Unternehmer als „eine natürliche oder juristische Person […], die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handelt.“[8] Im Rahmen dieser Arbeit wird ein Unternehmer als eine natürliche Person verstanden, die ein Unternehmen zum Zwecke der Verfolgung einer Geschäftsidee gründet.

Unternehmerischer Erfolg

Der Begriff „unternehmerischer Erfolg“ setzt sich aus einer Vielzahl von Dimensionen zusammen und kann durch verschiedene Indikatoren erfasst werden. Die beiden wesentlichen Dimensionen von unternehmerischem Erfolg sind „betriebswirtschaftlicher Erfolg“ und „psychologischer Erfolg“. Indikatoren für betriebswirtschaftlichen Erfolg können zum Beispiel Umsatz, Gewinnhöhe, Entwicklung der Mitarbeiterzahl oder der Return on Invest sein. Psychologischer Erfolg schlägt sich in der Zielerreichung und in der Arbeitszufriedenheit des Unternehmers nieder.[9] Im Rahmen dieser Arbeit wird unternehmerischer Erfolg als ein Bestehen des Unternehmens von mehr als fünf Jahren am Markt[10] angesehen. Auch wenn dieser Indikator nur unzureichend die tatsächliche Unternehmenssituation erfasst[11], so zeigt er dennoch, dass der Gründer über diejenigen Persönlichkeitsmerkmale verfügt, ein Unternehmen langfristig am Markt zu positionieren.[12] Zuvor genannte Indikatoren wie Umsatz oder Gewinne sind zudem sehr von situativen Einflüssen, der Branche oder den Unternehmenszielen abhängig und werden daher in dieser Arbeit nicht betrachtet. Es gilt grundsätzlich festzuhalten, dass die Persönlichkeit des Unternehmers nur ein Einflussfaktor auf den Unternehmenserfolg darstellt. Weitere Einflussfaktoren sind betriebliche Charakteristika (z.B. finanzielle Ausgangssituation) sowie Umfeldbedingungen zum Zeitpunkt der Gründung (z.B. Wettbewerber).[13]

2.2 Persönlichkeit

Die Persönlichkeit eines Menschen ist eine einzigartige, über einen langfristigen Zeitraum bestehende sowie stabile Verhaltens-, Denk- und Gefühlsweise. Dies bedeutet, dass unter Persönlichkeit nicht das konkrete Verhalten einer Person in einer bestimmten Situation zu verstehen ist, sondern ein langfristiges Verhaltenskorrelat, durch das Personen unterscheidbar sind.[14] In der Literatur wird durch Eysenck Persönlichkeit wie folgt definiert: „Persönlichkeit ist die mehr oder weniger feste und überdauernde Organisation des Charakters, des Temperamentes, des Intellekts und der Physis eines Menschen …“[15]

2.3 Persönlichkeitspsychologische Forschungsansätze im Überblick

„Psychologie ist die Wissenschaft vom menschlichen Erleben und Verhalten.“[16] Durch verschiedene persönlichkeitspsychologische Forschungsansätze wird das Denken, Fühlen und Verhalten von Menschen mit dem Ziel, die Verhaltensweisen und Erlebniswelten der Menschen zu beschreiben, zu verstehen, zu erklären und vorherzusagen, kategorisiert.[17] Laut Schmitt und Altstötter-Gleich, deren Werk „Differentielle Psychologie und Persönlichkeitspsychologie von der TU Dresden empfohlen wird,[18] untergliedern sich Persönlichkeitstheorien wie folgt: Psychodynamische Theorien, Bedürfnis- und Motivationstheorien, Lerntheorien, Kognitive und Handlungstheorien, Eigenschaftstheorien, Biopsychogische Theorien, Interaktionistische Theorien und die Theorie der Persönlichkeits-System Interaktionen (PSI).

Sigmund Freud prägte die Psychodynamischen Theorien, welche das menschliche Verhalten und die Persönlichkeit mit der Befriedigung des Sexual- und Aggressionstriebs erklären.[19] Murray und Maslow ziehen in ihren Bedürfnis- und Motivtheorien zusätzlich die Bedürfnisse und Motive der Menschen zur Erklärung des Verhaltens heran, da unterschiedliche Motive auch zu unterschiedlichem Verhalten führen.[20] In den Lerntheorien wird davon ausgegangen, dass sich die Persönlichkeit eines Menschen unter dem Einfluss seiner Umwelt formt und entwickelt.[21] Kognitive und Handlungstheorien beruhen auf der Annahme, dass Verhalten nicht erklärt und verstanden werden kann, wenn die Denkvorgänge des Menschen nicht berücksichtigt werden. Diese Theorien stellen die Denkprozesse in den Mittelpunkt der Persönlichkeit.[22] Bei den Eigenschaftstheorien werden Eigenschaften als Beschreibungsgröße der menschlichen Persönlichkeit herangezogen. Diese Persönlichkeitseigenschaften sind mit Verhaltensweisen verknüpft, die eine Person über einen langfristigen Zeitraum und in unterschiedlichen Situationen immer wieder zeigt.[23] Biopsychologische Theorien beziehen sich auf einen direkten Zusammenhang zwischen physischen, das heißt biologischen Merkmalen und der Persönlichkeit des Menschen. Interaktionistische Theorien geben den Merkmalen einer bestimmten Situation (z.B. Freizeit vs. Situationen, die durch Normen geprägt sind) mehr Gewicht.[24] Die von Prof. Dr. Julius Kuhl an der Universität Osnabrück entwickelte Theorie der Persönlichkeits-System-Interaktion beschreibt ein umfassendes Verständnis zur menschlichen Persönlichkeit. Sie beinhaltet von allgemeinpsychologischen Aspekten, Ebenen der Motivation, biopsychologische Merkmale bis hin zu kognitiven Elementen zahlreiche Facetten der menschlichen Persönlichkeit und beschreibt deren Zusammenspiel.[25]

Anhand dieser kurzen Einführung in die verschiedenen Persönlichkeitstheorien wird deutlich, dass Forscher seit mehr als hundert Jahren versuchen, die menschliche Persönlichkeit und das menschliche Verhalten zu erklären, dabei aber noch nicht die „eine richtige“ Theorie gefunden wurde. Gemäß der Zielsetzung dieser Arbeit, verschiedene Modelle der Eigenschaftstheorien auf deren Aussagekraft für Gründerpersönlichkeiten zu untersuchen, wird im Folgenden der Fokus auf die Eigenschaftstheorien gelegt.

3 Persönlichkeitsmodelle der Eigenschaftstheorien

3.1 Vorstellung von Persönlichkeitsmodellen der Eigenschaftstheorien

3.1.1 Das 16-Faktoren-Modell von Cattell

Raymond Bernard Cattell (1905 – 1998) war neben Eysenck einer der einflussreichsten Persönlichkeitspsychologen des 19. Jahrhunderts.[26] Cattell unterscheidet in seiner Forschung zwischen drei Gruppen von Persönlichkeitseigenschaften, nämlich Fähigkeiten, Temperamenteigenschaften und dynamische Eigenschaften.[27] Von diesen Persönlichkeitseigenschaften (Traits) grenzt Cattell sogenannte Persönlichkeitszustände (States) ab. Während Persönlichkeitseigenschaften als stabile und überdauernde Charakteristika relativ beständig sind, verändern sich Persönlichkeitszustände durch Rollen, Zustände und Stimmungen im Zeitverlauf.[28] Beispielsweise nehmen Menschen in ihrer Arbeit vorübergehend eine andere Rolle ein, als in ihrer Freizeit. Diese Rollen beeinflussen das menschliche Verhalten, das über diese Situationen hinweg nicht konsistent ist. Für die Erklärung und Vorhersage von menschlichem Verhalten berücksichtigt er sowohl Traits als auch States[29] und hat dazu eine Funktionsgleichung des Verhaltens entwickelt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Verhaltensfaktoren und Spezifikationsgleichung nach Cattell (1950)[30]

Das 16-Faktoren-Modell von Cattell ist das Ergebnis seiner gründlichen Untersuchung der Temperamenteigenschaften, welche neben den Fähigkeiten und den dynamischen Eigenschaften zu den Persönlichkeitseigenschaften zählen (siehe auch Abbildung 1). Ausgangspunkt seines Modells sind die 4.504 Begriffe für stabile Persönlichkeitseigenschaften von Allport und Odbert.[31] Durch mehrere Reduktionsschritte hat er diesen Pool von Eigenschaftsfaktoren mit dem Ziel, die gesamte Persönlichkeit mit Eigenschaftsbegriffen abzudecken, auf 16 Faktoren reduziert.[32] In Abbildung 2 sind die 16 Persönlichkeitsfaktoren nach Cattell dargestellt. Die Faktoren sind als bipolare Dimensionen konzipiert, weshalb in der linken und rechten Spalte die beiden Pole eines Faktors aufgeführt sind. Auf eine detaillierte Erläuterung der 16 Faktoren wird in dieser Arbeit verzichtet. Aus den 16 Persönlichkeitsfaktoren (Primärfaktoren) extrahierte Cattell im Laufe seines Forschungsprozesses fünf Sekundärfaktoren: Neurotizismus, Extraversion, Autonomie, Gefühlsbetontheit und Unnachgiebigkeit.[33]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenAbbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: 16-Faktoren nach Cattell mit deutscher Übersetzung nach Schneewind (1986)[34]

3.1.2 Das PEN-System von Eysenck

Hans Jürgen Eysenck (1916 – 1997) griff in seiner Persönlichkeitsforschung wie Allport und Cattell ebenfalls auf den Eigenschaftsbegriff zurück.[35] „Persönlichkeit wurde […] von Eysenck als das Profil aller Eigenschaften angesehen, die theoretisch fundiert – damit meint er vor allem biologisch fundiert – und empirisch mittels der Faktorenanalyse bestätigt werden können.“[36] Anders als Cattell, der mittels einer Vielzahl induktiver und deduktiver Schritte zu seinem 16-Faktoren-Modell gelangte, entwickelte Eysenck zuerst eine theoretische Idee über die Persönlichkeitsstruktur und ihrer biologischen Basis, welche er dann empirisch überprüfte.[37] In seinem PEN-Modell nennt Eysenck drei Persönlichkeitsfaktoren (Sekundärfaktoren): Psychotizismus (P), Extraversion (E) und Neurotizismus (N).[38] „Die erste Dimension Psychotizismus bezieht sich auf abgeschwächte Merkmale der Schizophrenie und anderer psychotischer Störungen bei gesunden Menschen wie z.B. Aggressivität, Gefühlskälte, Impulsivität, Egozentrik, Kreativität und Ungeselligkeit.“[39] Die Kreativität kann unter den anderen unverträglichen Verhaltensweisen als positive Begleiterscheinung betrachtet werden.[40] Der Dimension Psychotizismus ordnet Eysenck sieben Primärfaktoren zu: risikofreudig, spontan, unzuverlässig, egoistisch, sensationssuchend, widerstandsfähig und handelnd.

Der Persönlichkeitsfaktor Extraversion ist eine bipolare Dimension (Extraversion und Introversion), die sich auf den Umgang mit anderen Menschen auswirkt. „Extravertierte Personen sind gesellig, lebhaft, aktiv, ..., aufgeschlossen und meistens froh und zufrieden gestimmt. Introvertierte Personen sind hingegen in sich gekehrt, selbstgenügsam und bedächtig.“[41] Auch der Extraversion werden sieben Primärfaktoren zugeordnet.

Neurotizismus beschreibt eine Art Gesamtverfassung des Menschen.[42] Menschen mit ausgeprägtem Neurotizismus haben eine geringe Selbstachtung und sind oftmals von Schuldgefühlen geplagt. Daneben sind sie ängstlich, schüchtern und angespannt[43] (siehe Abbildung 3).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Persönlichkeitseigenschaften des Neurotizismus[44]

3.1.3 Das Fünf-Faktoren-Modell von Costa und McCrae

In der Literatur ist häufig die Überzeugung vorzufinden, dass die menschliche Persönlichkeit in einem Modell bestehend aus fünf Persönlichkeitsfaktoren ganzheitlich erfasst werden kann.[45] Dieses Modell gilt als das Ergebnis der Persönlichkeitsforschung des letzten Jahrhunderts, die jeweiligen Faktoren als die am besten empirisch nachgewiesenen Merkmale einer Persönlichkeit.[46] Das Fünf-Faktoren-Modell, auch „Big Five“ oder OCEAN-Modell genannt, besteht aus den Persönlichkeitsdimensionen (Sekundärfaktoren) Extraversion, Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit, Neurotizismus, Offenheit[47] und knüpft an die zuvor erläuterten Modelle von Cattell und Eysenck an.[48] Die fünf Sekundärfaktoren wurden von Costa und McCrae zusätzlich in 30 Primärfaktoren differenziert[49]:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Differenzierung der Sekundärfaktoren des Fünf-Faktoren-Modells in Primärfaktoren[50]

Die Primärfaktoren eignen sich bereits, um zu erkennen, was unter den Persönlichkeitseigenschaften des Fünf-Faktoren-Modells zu verstehen ist. Da zusätzlich die Faktoren Extraversion und Neurotizismus bereits beim PEN-Modell erläutert wurden, wird auf eine ausführliche Erklärung der einzelnen Faktoren verzichtet.

[...]


[1] Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Hrsg.) (2016), S. 7

[2] Vgl. Ebenda, S. 10

[3] Henzler, H. (Hrsg.) (2013), S. 16

[4] Vgl. Koetz, E. (2006), S. 7 f.

[5] Vgl. Szyperski, N. / Nathusius, K. (1999), S. 27

[6] Koetz, E. (2006), S. 14

[7] Vgl. Koetz, E. (2006), S. 14

[8] § 14 BGB

[9] Vgl. Koetz, E. (2006), S. 19 f.

[10] Vgl. Henzler, H. (Hrsg.) (2013), S. 16

[11] Vgl. Koetz, E. (2006), S. 19

[12] Vgl. Caliendo, M. et al. (2011), S. 3

[13] Vgl. Koetz, E. (2006), S. 22

[14] Vgl. Hagemann, D. et al. (2016), S. 69 ff.

[15] Eysenck (1953), S. 2 zitiert nach Boerner, R. (2015), S. 236 und Hagemann, D. et al. (2016), S. 70

[16] Schmitt, M. / Altstötter-Gleich, C. (2010), S. 5

[17] Vgl. John, P. (2005), S. 31

[18] Vgl. Zimmer, A. (2016), S. 26

[19] Vgl. Ebenda, S. 27

[20] Vgl. Schmitt, M. / Altstötter-Gleich, C. (2010), S. 31

[21] Vgl. Ebenda, S. 44

[22] Vgl. Ebenda, S. 54

[23] Vgl. Ebenda, S. 69 f.

[24] Vgl. Schmitt, M. / Altstötter-Gleich, C. (2010), S. 111

[25] Vgl. o.V. (o.J.), http://www.psi-schweiz.ch/ (Stand: 16.05.2017)

[26] Vgl. Schmitt, M. / Altstötter-Gleich, C. (2010), S. 82

[27] Vgl. Ebenda, S. 83

[28] Vgl. Horneber, C. (2012), S. 16

[29] Vgl. Schmitt, M. / Altstötter-Gleich, C. (2010), S. 85

[30] Enthalten in: Weber, A. (2010), http://slideplayer.org/, S. 5 (Stand: 14.05.2017)

[31] Vgl. Maltby, J. et al. (2011), S. 304

[32] Vgl. Krohne, H. W. / Hock, M. (2007), S. 330

[33] Vgl. Schmitt, M. / Altstötter-Gleich, C. (2010), S. 89; o.V. (o.J.), http://www.stangl-taller.at/ (Stand: 14.05.2017)

[34] Enthalten in: Fisseni, H. J. (1998), S. 361 f.

[35] Vgl. Schmitt, M. / Altstötter-Gleich, C. (2010), S. 91

[36] Ebenda, S. 91

[37] Vgl. Schmitt, M. / Altstötter-Gleich, C. (2010), S. 91

[38] Vgl. Seel, N. M. / Hanke, U. (2015), S. 381

[39] Ebenda, S. 381

[40] Vgl. Schmitt, M. / Altstötter-Gleich, C. (2010), S. 93

[41] Ebenda, S. 91

[42] Vgl. Seel, N. M. / Hanke, U. (2015), S. 381

[43] Vgl. Ebenda, S. 92

[44] Enthalten in: Maltby, J. et al. (2011), S. 314

[45] Vgl. Amelang, M. et al. (2006), S. 276

[46] Vgl. Wenninger, G. (Hrsg.) (o.J.), http://www.spektrum.de / (Stand: 08.05.2017)

[47] Vgl. Amelang, M. et al. (2006), S. 276

[48] Vgl. Schmitt, M. / Altstötter-Gleich, C. (2010), S. 93

[49] Vgl. Ebenda, S. 96

[50] Eigene Darstellung in Anlehnung an: Ebenda, S. 96

Details

Seiten
19
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668472914
ISBN (Buch)
9783668472921
Dateigröße
694 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v369744
Institution / Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
1,3
Schlagworte
Persönlichkeitsentwicklung Big Five Costa und McCrae 16 faktoren modell catell Gründer unternehmensgründer erfolg Gründungsvorhaben entrepreneurship PEN-Modell Eysenck Fünf-Faktoren-Modell Persönlichkeit Kritische Stellungnahme Eigenschaftstheorien

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