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Die Berücksichtigung des Humankapitals in der Unternehmensbewertung

von Johannes Schön (Autor)

Bachelorarbeit 2014 58 Seiten

BWL - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2. Methoden der Unternehmensbewertung im Überblick
2.1. Entscheidungsabhängige und entscheidungsunabhängige Unternehmensbewertungsanlässe
2.2. Entwicklung und Funktionen der Unternehmensbewertung
2.3. Einzelbewertungsverfahren
2.4. Gesamtbewertungsverfahren
2.5. Multiplikatorverfahren
2.6. Sonstige Bewertungsverfahren

3. Humankapital
3.1. Grundlagen und Definition
3.2. Die Evolution des Menschenbildes und der Humankapitalbewertung im Zeitablauf
3.3. Humankapitaltheorie

4. Bedeutung des Humankapitals für den Unternehmenswert
4.1. Humankapital als immaterieller Vermögensgegenstand
4.2. Möglichkeiten der Bilanzierung des Humankapitals
4.3. Der Ansatz der Saarbrücker Formel und die monetäre Bewertung des Humankapitals

5. Schlussbetrachtung und Fazit
5.1. Zusammenfassung
5.2. Fazit
5.3. Ausblick

Anhang 1: Herleitung der unterschiedlichen Cash Flows

Anhang 2: Berechnung des WACC

Anhang 3: Übersicht der in Deutschland im Rahmen des Multiplikatorverfahrens am häufigsten verwendeten Kennzahlen

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Bewertungsmethoden im Überblick

Abbildung 2: Humankapital nach Wucknitz

Abbildung 3: Verhältnis von Einkommen zu Alter

Abbildung 4: Unternehmerische Kapitalressourcen nach Scholz

Abbildung 5: Humankapital in der Bilanz

Abbildung 6: HC-Bewertungsansätze

Abbildung 7: Saarbrücker Formel

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Herleitung der unterschiedlichen Cash Flows

1. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

In einer Wissensgesellschaft, wie der unseren, verlieren traditionelle Vermögenswerte zunehmend an Bedeutung. Das Gegenteil trifft auf das Wissens- beziehungsweise Humanvermögen zu. Humankapital determiniert insbesondere in einer Dienstleistungs- und Hochtechnologiegesellschaft zunehmend die Wettbewerbsfähigkeit und damit den Unternehmenserfolg.[1]

So bedeutungsvoll das Humankapital inzwischen für Unternehmen ist beziehungsweise sein sollte, so kontrovers wurde der Versuch, die Leistungsfähigkeit des menschlichen Individuums zu bewerten, bislang diskutiert.[2] Noch im Jahre 2004 wurde der Begriff des Humankapitals von der Jury der Gesellschaft für deutsche Sprache zum Unwort des Jahres gewählt, mit der Begründung, dass er den Menschen lediglich zu einer rein ökonomisch interessanten Größe degradiere.[3] Vor diesem Hintergrund ist es bei einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit diesem Thema notwendig, sicherzustellen, dass nicht der Mensch selbst, sondern das in ihm existente Potenzial bewertet werden soll, welches er seinem Arbeit- oder Auftraggeber zur Verfügung stellt.[4]

Durch die zunehmende Globalisierung der Wirtschaft, wird auch das verfügbare Wissen immer globaler. Das wiederum hat zur Folge, dass die Gefahr der Wissensabwanderung ebenfalls steigt.[5] Um dem entgegenzuwirken, ist eine konsequente Überwachung des Wissensbestandes, dessen Erhalt sowie dessen Auf- und Ausbau erforderlich.[6]

Insbesondere für KMU wäre die Möglichkeit, eine Wissensbilanz erstellen zu können, um beispielsweise eine auf das Ratingergebnis bezogene Besserstellung zu erreichen, sehr interessant. Dass ihnen die Möglichkeit der Eigenkapitalbeschaffung über den organisierten Kapitalmarkt in der Regel versperrt und die Eigenkapitaldecke somit meist dünn ist, führt nämlich zu einer ungünstigen Ratingbewertung und zu teuren Krediten. Doch in der gängigen Rating-Praxis ist die Berücksichtigung des Humankapitals noch nicht wirklich angekommen, gleichwohl die Personalausstattung in Bezug auf das Ratingergebnis an Bedeutung zunimmt.[7]

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, in einem ersten Schritt einen Überblick über die gängigen Unternehmensbewertungsverfahren zu geben (siehe Kapitel 2). Dabei wird in Einzelbewertungsverfahren (siehe Kapitel 2.3), Gesamtbewertungsverfahren (siehe Kapitel 2.4), Multiplikatorverfahren (siehe Kapitel 2.5) und sonstige Verfahren (siehe Kapitel 2.6) unterschieden. Es wird sich zeigen, dass diese Verfahren allesamt einen quantitativen Schwerpunkt haben und letztlich ertragswert- und/oder Cash Flow-fokussiert sind.

Thematisch beginnt mit Kapitel 3 der zweite Block dieser Arbeit. Das Humankapital rückt in den Mittelpunkt. Zunächst wird der Begriff des Humankapitals terminologisch eingeordnet und weitere kontextbezogene Begriffe erläutert (siehe Kapitel 3.1). Darauf folgt ein Abriss der Evolution des Menschenbildes im Zeitablauf und damit einhergehend der Humankapitalbewertung (siehe Kapitel 3.2). Kapitel 3.3 geht schließlich auf die von Gary Becker entwickelte Human Capital Theory ein und stellt heraus, wann sich eine Investition in eine Aus- und/oder Weiterbildungsmaßnahme lohnt.

Nach Auffassung des Autors der vorliegenden Arbeit determiniert der Wert der Belegschaft den Unternehmenswert in besonderem Maße. Neben dem an die einzelnen Individuen gebundenen Wissen, sind es auch das Miteinander, der organisatorische Rahmen in Form von Strukturen und Prozessen sowie die strategische Ausrichtung des Unternehmens, die entscheidend zum Unternehmenserfolg beitragen. Die kollektiven Überzeugungen und das kollektive Verhalten lassen sich unter dem Begriff der Unternehmenskultur zusammenfassen.[8]

Vor diesem Hintergrund erachtet es der Autor als immens wichtig, dass Unternehmen bemüht sind, ihre Mitarbeiter kontinuierlich zu motivieren, ihre Weiterentwicklung zu fördern und sie langfristig an das Unternehmen zu binden. Deswegen behandelt Kapitel 4 schließlich die Bedeutung des Humankapitals für die Unternehmensbewertung. Kapitel 4.1 klassifiziert das Humankapital als immateriellen Vermögenswert, während Kapitel 4.2 die Möglichkeiten der Bilanzierung erörtert. Den finalen Schwerpunkt setzt Kapitel 4.3 schließlich mit der Saarbrücker Formel. Dieser 2004 veröffentlichte Ansatz zur monetären Bewertung des Humankapitals erfüllt gemäß seiner Entwickler Scholz et al. sämtliche qualitativen Anforderungen an ein vollumfängliches, integriertes Human Capital Management, das reliable, gut interpretierbare und vergleichbare Human Capital-Werte in Geldeinheiten liefert.

Eine Zusammenfassung, ein Fazit und ein Ausblick bilden das letzte Kapitel (5) der vorliegenden Arbeit.

2. Methoden der Unternehmensbewertung im Überblick

2.1. Entscheidungsabhängige und entscheidungsunabhängige Unternehmensbewertungsanlässe

Grundsätzlich ist zwischen entscheidungsabhängigen und entscheidungsunabhängigen Bewertungsanlässen zu unterscheiden. Bei entscheidungsabhängigen Bewertungsanlässen ist eine Veränderung der Eigentumsverhältnisse intendiert, bei entscheidungsunabhängigen nicht.[9] Die entscheidungsabhängigen Bewertungsanlässe lassen sich noch weiter unterteilen. Sobald beide an einer Verhandlung beteiligten Parteien die Option haben, „die Vertragsverhandlungen abzubrechen und den Status quo beizubehalten“[10], handelt es sich um eine nicht dominierte Verhandlungssituation. Ein klassisches Beispiel ist „der Kauf oder Verkauf eines Unternehmens beziehungsweise von Unternehmensanteilen.“[11] In dominierten Verhandlungssituationen hingegen kann eine Partei sehr wohl eine Veränderung der Eigentümerverhältnisse gegen den Willen der anderen Partei durchsetzen. Kündigt etwa ein Gesellschafter einer Personengesellschaft, während die verbleibenden Gesellschafter das Unternehmen weiterführen, erzwingt der ausscheidende Gesellschafter zwangsläufig eine Änderung der Eigentümerstruktur, die von den anderen Gesellschaftern akzeptiert werden muss.[12]

2.2. Entwicklung und Funktionen der Unternehmensbewertung

Bis Ende der 1950er Jahre hielt man den Unternehmenswert für eine objektiv bestimmbare Größe. Sämtliche Vermögensgegenstände des Unternehmens wurden schlicht zu dessen ‚Substanzwert‘ aufsummiert. Mit der Erkenntnis, dass der Gesamtwert einer Firma jedoch nicht ausschließlich aus deren einzelnen Vermögensgegenständen besteht, sondern durch zukünftige Entwicklungen und Erträge beeinflusst wird, führte man in den 1960er Jahren den ‚Ertragswert‘ ein. Dieser stellt die Summe zukünftig erwarteter und entsprechend diskontierter Erträge dar. Der Substanzwert gilt seither lediglich noch als Korrekturgröße. In den Folgejahren bis Mitte der 1980er Jahre entwickelte sich der Unternehmenswert zunehmend zum Grenzpreis potenzieller Investoren, welcher deren Konzessionsbereitschaft in Verhandlungen widerspiegelte. Als Konsequenz dieser zweckorientierten Entwicklung sind die heute gebräuchlichen Discounted Cash Flow-Verfahren zu betrachten, deren Basis die Diskontierung zukünftig erwarteter, der Unternehmung entziehbarer, Zahlungsmittelüberschüsse bildet.[13]

Einen entscheidenden Zweck der Unternehmensbewertung stellt demnach die Ermittlung von Grenzpreisen dar, sowohl aus Käufer- als auch Verkäuferperspektive. Während der Grenzpreis des Käufers den Maximalpreis darstellt, den er bereit ist zu zahlen, bildet der Grenzpreis des Verkäufers den Mindestbetrag, zu welchem eine Transaktion aus seiner Sicht erst zustande kommt. Folglich stellen die Grenzpreise beider Parteien einen Entscheidungswert dar, der aufgrund unterschiedlicher Einflussfaktoren jeweils intersubjektiv verschieden ist. So hängt der Grenzwert eines potenziellen Investors beispielsweise von dessen Risikobereitschaft und/oder seinen Finanzierungsmöglichkeiten ab.[14]

Gemäß der Kölner Funktionenlehre wird die Herleitung eines Entscheidungswertes im Rahmen einer Kaufs- und Verkaufstransaktion auch als Beratungsfunktion bezeichnet.[15] Aufgrund der Tatsache, dass der Grenzpreis des Verkäufers in der Regel von dem des Käufers abweicht, besitzt die Unternehmensbewertung außerdem eine Vermittlungsfunktion, deren Ziel darin besteht, genau den Wert zu bestimmen, der für sämtliche Beteiligte akzeptabel ist. Es handelt sich demnach um einen fairen Einigungswert.[16] Dieser von einem Schiedsgutachter zu ermittelnde Arbitrium- oder Schiedsspruchwert ist grundsätzlich schwer zu bestimmen. Voraussetzung dafür ist unter anderem in nicht dominierten Verhandlungssituationen, dass der Grenzpreis des Käufers über dem des Verkäufers liegt. Darüber hinaus muss beispielsweise geklärt werden, ob der Verkäufer an zukünftigen Synergieeffekten partizipieren soll. In dominierten Verhandlungssituationen hingegen entspricht der Arbitriumwert in der Regel dem Grenzwert der dominierenden Partei.[17]

Der Vollständigkeit halber sei an dieser Stelle noch die Argumentationsfunktion genannt, deren Zweck die „Unterstützung der Argumentation einer Partei“[18] im Rahmen nicht dominierter Verhandlungssituationen ist. Da diese parteiischen Argumentationswerte rational schwer zu analysieren und mit den in dieser Arbeit beschriebenen Methoden nicht adäquat ermittelbar sind, wird im Folgenden nicht weiter darauf eingegangen.[19]

Neben den bisher beschriebenen Hauptfunktionen können als Nebenfunktionen noch die Kommunikations-, Steuerbemessungs- und Vertragsgestaltungsfunktion gesehen werden. Grundsätzlich lässt sich jedoch festhalten, dass die funktionale Sichtweise der Unternehmensbewertung in der deutschen Literatur vergleichsweise stark thematisiert wird. Das ist unter anderem der Unterstellung geschuldet, dass Unternehmensbewertungen grundsätzlich von externen Gutachtern durchgeführt werden.[20]

Zum Abschluss des allgemeinen Teils werden hier noch einmal die Begriffe des objektiven, objektivierten und subjektiven Unternehmenswertes aufgegriffen. Der in der Vergangenheit gebrauchte Begriff des objektiven Unternehmenswertes impliziert, dass der Wert eines Unternehmens unabhängig von Käufer oder Verkäufer für jedermann gleich und bereits im Unternehmen enthalten ist und nicht durch Zukunftspläne potenzieller Käufer determiniert wird.[21] Der objektivierte Unternehmenswert kann als „Abart des objektiven Wertes“ gesehen werden.[22] Er wird von einem unabhängigen Gutachter bestimmt, der die subjektiven Wertvorstellungen der beteiligten Parteien außen vor lässt. Er geht im Prinzip von einem „normalen Käufer oder Verkäufer mit normalen Zukunftserwartungen“ aus.[23] Der subjektive Unternehmenswert stellt schließlich – wie oben beschrieben – den Entscheidungswert in Form des Grenzpreises jeder Partei dar. Er wird beispielsweise durch Überlegungen und Erwartungen bezüglich zukünftiger Deckungsbeiträge und Synergieeffekte beeinflusst.[24]

2.3. Einzelbewertungsverfahren

Einzelbewertungsverfahren dienen der Bestimmung des Substanzwertes eines Unternehmens. Auf Grundlage von Bilanz und/oder Inventar werden die Wertsummen der Aktiv- sowie der Passivseite (ohne Eigenkapital) saldiert, um den Eigenkapitalwert zu erhalten. Man unterscheidet allerdings zwischen dem Substanzwert zu Reproduktionswerten (Substanzwert), wenn man von der Fortführung der Unternehmung ausgeht, und dem Substanzwert zu Liquidationswerten (Liquidationswert), wenn man von der Abwicklung der Unternehmung ausgeht.[25]

Demnach werden im Rahmen des Substanzwertverfahrens zunächst die Reproduktionswerte der betriebsnotwendigen Vermögensgegenstände ermittelt, wobei davon auszugehen ist, dass nicht betriebsnotwendige Vermögensgegenstände veräußert werden und somit auch deren Liquidationswerte zu berücksichtigen sind. Durch Subtraktion sämtlicher Schulden ergibt sich schließlich der Substanzwert auf Basis von Reproduktionswerten. Unterschieden werden jedoch auch hier betriebsnotwendige und nicht betriebsnotwendige Schulden. Für erstere werden Nominalwerte und für letztere Ablösebeträge berücksichtigt.[26]

Der Begriff des Reproduktionswertes muss an dieser Stelle näher beleuchtet werden. Liegt die Annahme zugrunde, dass sämtliche betriebsnotwendigen Vermögensgegenstände neu beschafft werden müssen, handelt es sich um Bruttoreproduktionsneuwerte. Nach Abzug der Verbindlichkeiten ergeben sich die Nettoreproduktionsneuwerte. Erst unter Berücksichtigung von Abschreibungen und Wertminderungen gelangt man schließlich zu den Nettoreproduktionsaltwerden, die als realistische Zeitwerte interpretiert werden können.[27]

Anders als beim Substanzwertverfahren, werden die einzelveräußerbaren Güter beim Liquidationsverfahren mit ihren Einzelzerschlagungswerten angesetzt und die Schulden mit ihren Ablösebeträgen.[28] Der Saldo beider Summen wird weiterhin um die Liquidationskosten bereinigt. Diese entstehen typischerweise durch Sozialpläne, Rekultivierungs- oder Entsorgungspflichten.[29] Grundsätzlich steht die „bestmögliche Verwertung der Vermögensgegenstände“[30] im Vordergrund, nicht die schnellstmögliche. Sollte Zeitdruck dennoch eine Rolle spielen (beispielsweise bei Erbstreitigkeiten), können die Liquidationswerte entsprechend divergieren.[31]

Da Einzelbewertungsverfahren lediglich unternehmenseigenes Vermögen bewerten, wird der Grundgedanke unternehmerischen Handelns – die Erzielung zukünftiger Gewinne – im Allgemeinen vernachlässigt.[32] Darüber hinaus bleiben auch andere Geschäftswertfaktoren wie beispielsweise Synergieeffekte, modisch oder technisch überkommene Einrichtungsgegenstände oder Maschinen, Standortvorteil und Reputation unberücksichtigt.[33] Ein weiterer Nachteil von Einzelbewertungs- oder Substanzwertverfahren liegt in der retrospektiven Betrachtungsweise, die keine valide Aussage über den zukünftigen Nutzen einer Unternehmung zulässt.[34] Bei ertragsschwachen Unternehmen und solchen, die zerschlagen werden sollen oder müssen, sind diese Nachteile jedoch zu vernachlässigen, sodass der Einsatz dieser Verfahren adäquat erscheint.[35]

Des Weiteren lässt der Substanzwert Rückschlüsse auf die Beleihungsfähigkeit des Unternehmensvermögens zu und erfüllt damit in gewissen Fällen eine Hilfsfunktion. Schließlich beeinflusst „die Höhe der materiellen Substanz die Art der Finanzierung und die Höhe der Kapitalkosten des zu bewertenden Unternehmens“.[36] In Verbindung mit den Gesamtbewertungsverfahren funktioniert der Substanzwert durchaus auch als „Kontrollwert“.[37] Ist der Substanzwert erheblich höher als der ermittelte Barwert, deutet dies auf nicht betriebsnotwendiges Vermögen oder Missmanagement hin, während ein niedrigerer Substanzwert auf Nichtberücksichtigung zukünftig höheren Wettbewerbes hindeuten kann.[38] Die Verwendung des Substanzwertverfahrens kann auch schlichtweg vertraglich vereinbart worden sein.[39]

2.4. Gesamtbewertungsverfahren

Anders als Einzelbewertungsverfahren betrachten Gesamtbewertungsverfahren Unternehmen nicht „als Summe isolierter Einzelwerte … [sondern vielmehr] als Bewertungseinheit.“[40] Die zukünftige Ertragskraft steht im Vordergrund, sodass sie sich besser für Unternehmen eignen, die nach dem Going Concern Prinzip geführt werden.[41]

Im Folgenden werden die Ertragswert- und die Discounted Cash Flow-Methode näher beschrieben. Der vergleichsweise junge Realoptions-Ansatz, welcher komplementär zur Discounted Cash Flow-Methode (im Folgenden DCF-Methode) zu sehen ist, wird an dieser Stelle lediglich der Vollständigkeit halber erwähnt. Dieser Ansatz bezieht „die bewertungsrelevanten Faktoren Unsicherheit und Handlungsflexibilität explizit in die Unternehmensbewertung .. [ein]“[42] und berücksichtigt so die Möglichkeit des Managements, Investitionsentscheidungen zurückzuhalten und erst dann zu treffen, wenn es aufgrund relevanter Umweltentwicklungen sinnvoll erscheint.[43] „Der Realoptions-Ansatz kommt dann zur Anwendung, wenn das Bewertungsobjekt ein großes Potenzial an Gestaltungsmöglichkeiten aufweist und sich in einem unsicheren Marktumfeld bewegt.“[44]

Die Ertragswertmethode war in Deutschland lange Zeit das gängigste Bewertungsverfahren. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sie für deutsche Wirtschaftsprüfer in ihrer neutralen Funktion zwingend vorgeschrieben war.[45] Mit der Ertragswertmethode werden, einfach ausgedrückt, im Sinne der dynamischen Investitionsrechnung die Barwerte zukünftiger Erträge ermittelt. Diese basieren in der Regel auf den arithmetisch gemittelten Erträgen der vergangenen drei bis fünf Jahre und sind unter anderem um Kapitaleinlagen, persönliche Steuern der Eigentümer sowie außerordentliche Erträge und Aufwendungen zu bereinigen.[46] Zwischen den Roherträgen, die dem Unternehmen zufließen und den relevanten Zahlungen, die letztlich beim Eigentümer ankommen, liegen allerdings die „Kassenhaltungs- und Ausschüttungspolitik.“[47] Neben genauen Vorhersagen über diese Politiken sind weitere Annahmen zu treffen, um mit der Ertragswertmethode einen Unternehmenswert bestimmen zu können. Neben „sicheren Erwartungen und einem vollkommenen Kapitalmarkt“[48] spielen die Identifikation und Isolation von Verbundeffekten eine wichtige Rolle. Außerdem wird unterstellt, dass die relevanten Zahlungen in gleichen Abständen jeweils zum Jahresende anfallen. Der Zinssatz, mit welchem die Zahlungen letztlich diskontiert werden, stellt dabei die bestmögliche Handlungsalternative im Sinne alternativer Anlageoptionen dar.[49]

Die Erträge können entweder in einem statischen Modell mit der ewigen Renten-Formel diskontiert werden oder in einem dynamischen Modell, dass an gewisse Veränderungen angepasst werden kann. Dabei werden die Erträge für einen Planungshorizont von zirka fünf Jahren einzeln abgezinst, während man ab der sechsten Periode konstantes Wachstum unterstellt. Für diese unendliche Folgeperiode wird ein Residualwert ermittelt und mittels ewiger Renten-Formel abgezinst. Die Summe beider Barwerte ergibt schließlich den Unternehmenswert.

Da jedoch bekanntermaßen in der Realität weder ein vollkommener Markt noch vollständige Information existiert und eine Erfassung sämtlicher Verbund- und Synergieeffekte ohne eine detaillierte Programmplanung nicht möglich ist, sind oben genannte Annahmen kritisch zu sehen. Ebenso ist die Annahme der regelmäßig nachschüssigen Zahlungen stark vereinfacht. Letztendlich ist die Bestimmung eines adäquaten Diskontierungssatzes auch nur mit einer detaillierten Programmplanung möglich, wäre durch diese aber gleichzeitig hinfällig. Deshalb wird der Zinssatz schließlich am Kapitalmarkt als risikoloser Zins zuzüglich Risikoprämie abgegriffen. Aufgrund dieser Umstände ist die Ermittlung eines Unternehmenswertes mit der Ertragswertmethode zwangsläufig fehlerhaft.[50]

Sowohl der immense Einfluss angloamerikanischer Unternehmensbewertungsmethodik als auch die zunehmende internationale Ausrichtung seitens der Unternehmen sowie die ansteigende Verbreitung des Shareholder Value-Ansatzes führten schließlich dazu, dass das IDW[51] die DCF-Methode in seinen Standards „Grundsätze zur Durchführung von Unternehmensbewertungen“ auf eine Stufe mit der Ertragswertmethode stellt.[52] DCF-Methode ist dabei der Oberbegriff für unterschiedliche Ansätze, die in Equity- und Entity-Ansätze zu unterteilen sind und bei konsistenter Handhabung zu übereinstimmenden Ergebnissen führen.[53] Ein weiterer Grund für die Popularisierung der DCF-Methode ist, dass das Ertragswertverfahren in seiner modernsten Ausprägung nahezu identische Werte wie die Equity-Methode des DCF-Verfahrens liefert, sodass seine Bedeutung zunehmend geringer wird.[54] Die Ertragswertmethode wird mitunter sogar als deutsche Variante des im Folgenden beschriebenen Equity-Ansatzes der DCF-Methode beschrieben.[55] So gleichen sich die beiden Ansätze sogar hinsichtlich „der Definition entziehbarer Überschüsse“. „Unterschiede lassen sich [lediglich] in Bezug auf die Begründung und Herleitung der Risikoprämie, also des Diskontierungssatzes feststellen“.[56]

Die Equity-Methode des DCF-Verfahrens ist ein Nettoverfahren. Das bedeutet, dass der Wert des Eigenkapitals direkt bestimmt wird, indem „nur die Cash Flows abgezinst [werden], die ausschließlich den Eigenkapitalgebern zustehen.“[57] Diese auch als Flows to Equity (im Folgenden FTE) bezeichneten[58] Cash Flows werden mit den Eigenkapitalkosten diskontiert, welche wiederum mittels des CAPM bestimmt werden. (Das CAPM wird im Rahmen der vorliegenden Arbeit nicht weiter behandelt.) Die Eigenkapitalkosten spiegeln, wie bereits beim Ertragswertverfahren, den risikolosen Zins zuzüglich einer angemessenen Risikoprämie wider. In Anhang 1 wird tabellarisch die Berechnung der FTE sowie deren Verhältnis zu den Cash Flows, die im Rahmen der anderen DFC-Varianten Anwendung finden, dargestellt. Die Equity-Methode bietet im Gegensatz zu den unten beschriebenen Entity-Methoden den Vorteil der geringeren Komplexität und flexiblen Anwendbarkeit. Insbesondere Nicht-Fachleuten erscheint sie dadurch besser verständlich.[59]

Die Entity-Methoden, auch Bruttoverfahren, berücksichtigen Cash Flows, die Eigen- und Fremdkapitalgebern zustehen. Da Fremdkapitalgeber zu verzinsendes Kapital bereitstellen, müssen die Cash Flows entsprechend vor Abzug von Zins- und Tilgungszahlungen beachtet werden. Zudem handelt es sich um operative Cash Flows, da es sich um Überschüsse des betriebsnotwendigen Vermögens handelt. Die mit Fremdfinanzierung einhergehende Ertragssteuerminderung bleibt unberücksichtigt. Die Cash Flows werden mit einem Mischzinssatz auf den Bewertungsstichtag diskontiert, der die Renditeansprüche der Eigen- wie auch Fremdkapitalgeber einkalkuliert. Dabei werden die Kapitalkosten dem Verhältnis von Eigen- und Fremdkapital zum Gesamtkapital entsprechend gewichtet.[60] Der Mischzinssatz basiert auf Marktwerten und wird als Weighted Average Costs of Capital, kurz WACC, bezeichnet. Er gibt der aktuell am häufigsten verwendeten Bewertungsmethode ihren Namen. Die Formel zur Berechnung des WACC zeigt Anhang 2. Ähnlich wie bereits beim dynamischen Modell der Ertragswertmethode werden auch im Rahmen der WACC-Methode die Free Cash Flows (im Folgenden FCFs, siehe Anhang 1) für einen Prognosezeitraum von drei bis fünf Jahren einzeln diskontiert und unter der Annahme, dass ein Unternehmen ab dem sechsten Jahr eine Phase permanenten und konstanten Wachstums erreicht, der Barwert des für diesen Zeitraum berechneten Terminal Value (TV) addiert. „Die Summe aus dem Barwert der .. [FCFs] und dem separat bestimmten Marktwert des nicht-betriebsnotwendigen Vermögens ergibt“[61] den Unternehmensgesamtwert, welcher letztlich um den Marktwert des verzinslichen Fremdkapitals reduziert wird. Das Ergebnis ist der Wert des Eigenkapitals. Die im Rahmen des WACC-Ansatzes verwendeten FCFs sind finanzierungsneutral. Die Kapitalstruktur wird ausschließlich im WACC selbst berücksichtigt.[62] Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass eine Variante des WACC-Verfahrens anstatt der FCFs die Total Cash Flows (siehe Anhang 1) berücksichtigt. In diese sind die Ertragssteuerminderungen bereits eingerechnet, sodass sich der WACC ebenfalls dahingehend ändert, dass die Zinsen nicht mehr aus den Fremdkapitalkosten herauszurechnen sind.[63]

Die Adjusted Present Value-Variante (im Folgenden APV) der DCF-Methode unterscheidet sich insofern vom WACC-Ansatz, als lediglich die Renditeforderung der Eigenkapitalgeber für ein (fiktiv) unverschuldetes Unternehmen in den Diskontierungs-satz mit einfließt und nicht die der Fremdkapitalgeber.[64] Da die Renditeforderungen der Eigenkapitalgeber für ein (fiktiv) unverschuldetes Unternehmen jedoch unbekannt sind, müssen sie unter Voraussetzung bestimmter Annahmen von den Renditeforderungen gegenüber eines verschuldeten Unternehmens, wie es beim WACC-Ansatz der Fall ist, abgeleitet werden. Die Aufsummierung der FCFs und des TV entspricht nun der des WACC-Ansatzes. Die bis dahin vernachlässigte Steuerersparnis aufgrund der Abzugsfähigkeit der Fremdkapitalzinsen wird als Tax Shield (im Folgenden TS) bezeichnet und muss mit einem risikoadäquaten und periodenspezifischen Fremdkapitalzinssatz diskontiert werden.[65] Die Summe sämtlicher Barwerte (FCFs, TV und TS) ergibt schließlich den Unternehmensgesamtwert, welcher um die Fremdkapitalkosten in Form verzinslicher Verbindlichkeiten reduziert werden muss, um den Wert des Eigenkapitals zu erhalten. Durch die isolierte Betrachtung des TS bleiben der Diskontierungssatz und damit der Marktwert des Unternehmens bei der APV-, im Gegensatz zur WACC-Methode, durch Änderungen der Kapitalstruktur gleich, was einen Vorteil der APV- gegenüber der WACC-Methode darstellt. Denn somit können Veränderungen des Verschuldungsgrades ohne aufwendige Anpassung des Diskontierungssatzes berücksichtigt werden.[66]

Der Vorteil der DCF-Verfahren gegenüber der Ertragswertmethode ist die geringere Abhängigkeit von Bewertungs- und Bilanzierungspolitiken, da sie auf Zahlungsmittelüberschüssen basieren und nicht auf ausschüttbaren Erträgen. Des Weiteren sind sie weniger vergangenheitsbezogen und berücksichtigen die Kapitalstruktur des Bewertungsobjektes und damit implizit das durch Verschuldung entstehende Risiko.

Allerdings besteht ein nicht zu vernachlässigendes Problem der Equity- sowie der WACC-Methode im sogenannten Zirkularitätsproblem.[67] Um die jeweiligen Diskontierungssätze zu ermitteln, wird der Wert des Eigenkapitals benötigt. Ziel der einzelnen Bewertungsmethoden ist jedoch eigentlich dessen Ermittlung. Ein möglicher Lösungsansatz wäre, den Marktwert des Eigenkapitals zu schätzen und einen vorläufigen Unternehmenswert zu errechnen, der wiederum für die Bestimmung des Kapitalkostensatzes verwendet wird. Dieser Vorgang wird mehrfach wiederholt, um sich dem tatsächlichen Eigenkapitalwert iterativ zu nähern. Eine zweite Möglichkeit wäre die Vorgabe einer Zielkapitalstruktur beziehungsweise eines festen Verschuldungsgrades.[68]

2.5. Multiplikatorverfahren

Die Multiplikatormethode als marktorientierte Bewertungsmethode basiert auf der Annahme, dass vergleichbare Unternehmen auch vergleichbare Unternehmenswerte haben. Da subjektive Zukunftserwartungen (beispielsweise von Käufer und Verkäufer eines Unternehmens) sowie andere subjektive Faktoren bei marktorientierten Unternehmensbewertungsmethoden wie dem Multiplikatorverfahren nicht in die Wertermittlung mit einfließen, können diese allgemein eher als Preisfindungs- anstatt als Bewertungsverfahren bezeichnet werden. Daher eignen sie sich insbesondere zur Plausibilitätsprüfung für Unternehmenswerte, die mittels Ertragswert- oder DCF-Verfahren ermittelt wurden. Die durch Angebot und Nachfrage am Markt entstehenden Preise sind objektiver, als die im Rahmen oben genannter Verfahren geschätzten zukünftigen Erträge.[69] Die Unternehmen, die zum Vergleich herangezogen werden, sind typischerweise börsennotiert, sodass sich deren Preis respektive Wert in den jeweiligen Börsenkursen widerspiegelt.[70] Um mittels Multiplikatorverfahren einen möglichst reliablen, aber auch validen und objektiven Unternehmenswert bestimmen zu können, muss eine entsprechend große Vergleichsgruppe ähnlicher Unternehmen in Bezug auf bestimmte Unternehmenseigenschaften, wie beispielsweise Branchenzugehörigkeit und Größe, gebildet werden. Besteht diese, auch Peer Group genannte, Vergleichsgruppe aus börsennotierten Unter-nehmen, wie oben beschrieben, spricht man von der Similar Public Company Method oder der Comparable Company Analysis.[71] Legt man indes kürzlich durchgeführte Unternehmenstransaktionen und die auf diese Weise erzielten Verkaufspreise vergleichbarer Unternehmen zugrunde, handelt es sich um die Recent Acquisitions Method[72] beziehungsweise um die Comparable Transaction Method.[73] Auch hier bedeutet eine größere Anzahl vergleichbarer Transaktionen einen präziseren Wert. Die Schwierigkeit liegt allerdings in der Verfügbarkeit entsprechender, öffentlich zugängiger Daten und Statistiken.[74] Ein weiterer Ansatz, die Initial Public Offering Method, zieht Emissionspreise von kürzlich an die Börse gegangenen Unternehmen zur Ableitung eines Unternehmenswertes heran.[75]

Der erste Schritt im Bewertungsprozess mit der Multiplikatormethode ist für gewöhnlich die Analyse des zu bewertenden Unternehmens in Bezug auf Branchenzugehörigkeit, Unternehmensgröße, Produktsortiment sowie weitere Faktoren.[76] Darauf folgt die Suche und Identifizierung adäquater Vergleichsunternehmen sowie die Bildung der Peer Group.[77] Weiter werden Multiplikatoren beziehungsweise Multiples bestimmt, die zur Unternehmensbewertung herangezogen werden sollen.[78] Schließlich werden die Multiples „durch Bildung des Medians oder Mittelwerts zu einem Multiplikator aggregiert“[79], welcher dann zur Bestimmung des Unternehmenswertes genutzt wird.[80] Ein Multiplikator wird allgemein gebildet, indem der Unternehmenswert in Verhältnis zu einer geeigneten Bezugsgröße gesetzt wird. Basierend auf der Annahme, dass ein linearer Zusammenhang zwischen Unternehmenswert und Bezugsgröße besteht, sollte diese die wichtigsten Werttreiber des Unternehmens implizit enthalten beziehungsweise wiedergeben.[81] Der Unternehmenswert des zu bewertenden Unternehmens ergibt sich dann aus der Multiplikation des aggregierten Multiples mit der entsprechenden Bezugsgröße des zu bewertenden Unternehmens.[82] Anhang 3 enthält eine Übersicht der in Deutschland im Rahmen des Multiplikatorverfahrens am häufigsten verwendeten Kennzahlen.

2.6. Sonstige Bewertungsverfahren

Als sonstige Bewertungsverfahren beziehungsweise Mischverfahren seien an dieser Stelle noch das Mittelwert- sowie das Übergewinnverfahren genannt. Vor der Erkenntnis, dass ein Unternehmenswert sowohl aus dessen Substanz als auch aus zukünftigen Erträgen besteht, können diese Verfahren als Weiterentwicklung der Einzelbewertungs-methoden verstanden werden. In der einfachsten Variante des Mittelwertverfahrens wird der Unternehmenswert als arithmetisches Mittel aus dem Substanz- und dem Ertragswert berechnet. Weitere Varianten sehen unterschiedliche Gewichtungen der Substanz- und Ertragswertkomponente vor.[83] Das Übergewinnverfahren trägt dem Gedanken Rechnung, „dass Unternehmen langfristig nur eine Normalverzinsung des eingesetzten Kapitals erwirtschaften können. Als Normalverzinsung wird das entsprechende Zinsniveau für langfristige inländische Anleihen herangezogen.“[84] Gewinne, die diese Normalverzinsung übersteigen, resultieren beispielsweise aus überdurchschnittlichen unternehmerischen Fähigkeiten oder guter Konjunkturlage. Diese Übergewinne werden mit einem höheren Zinssatz diskontiert, um deren Gefährdung durch zunehmende Konkurrenz entsprechend zu berücksichtigen.[85]

Abschließend soll folgende Abbildung noch einmal einen Überblick der unterschiedlichen Bewertungsmethoden geben:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: In Anlehnung an: Ballwieser (2011), S. 8.

Abbildung 1: Bewertungsmethoden im Überblick

3. Humankapital

3.1. Grundlagen und Definition

Da die oben beschriebenen Unternehmensbewertungsverfahren quantitativer Natur sind und daher ausschließlich auf den Ertragswert und/oder den Cash Flow abzielen, wodurch die Belegschaft als Erfolgsfaktor gänzlich außen vor gelassen wird, ist sich im weiteren Verlauf mit dem Faktor Arbeit in Form der Mitarbeiter zu beschäftigen.

Der Begriff des Humankapitals ist in der Literatur nicht eindeutig beziehungsweise einheitlich definiert. Mitunter werden die Termini Humankapital und Humanvermögen sogar synonym verwendet, gleichwohl ‚Kapital‘ und ‚Vermögen‘ unterschiedliche Seiten der Bilanz betreffen.[86] Daher sei der Humankapitalbegriff im Folgenden näher erläutert.

Schütte misst den Mitarbeitern den entscheidenden Anteil am Unternehmenserfolg und somit dessen Wert bei, indem er sagt, dass diese allein darüber entscheiden, ob materielle und/oder finanzielle Ressourcen wertstiftend oder wertvernichtend eingesetzt werden.[87] Er unterteilt das Humankapital in drei Bereiche. Die Mitarbeiter und ihre inhärente Leistungsfähigkeit in Form von intellektuellem, motivationalem sowie integrativem Potenzial, aber auch ihre Gesundheit bilden den ersten entscheidenden Bereich. Die Art und Weise, wie Mitarbeiter zusammenarbeiten, wird mit entsprechenden Unternehmensprozessen, beispielsweise durch Führungs- oder Kommunikationsprozesse, aber auch die Unternehmenskultur bestimmt (zweiter Bereich). Unterstützend wirken dabei Systeme und Strukturen, wie beispielsweise Corporate Governance und Personalsysteme (dritter Bereich).[88] Das oben genannte intellektuelle Potenzial zielt auf das Wissen, die Erfahrung, die Kreativität sowie den Einfallsreichtum der Mitarbeiter ab, das motivationale Potenzial auf die Identifikation, Zufriedenheit sowie Motivation und das integrative Potenzial auf Führungskompetenz, Kooperationsbereitschaft, Kommunikationsfähigkeit, persönliche Integrität und Werteorientierung.[89]

Edvinsson und Brünig fassen unter dem Humankapitalbegriff neben den individuellen Fähigkeiten und Erfahrungen der Mitarbeiter sowie des Managements auch die Kreativität und Innovationskraft des Unternehmens zusammen. Im Grunde umfasst das Humankapital nach Edvinsson und Brünig das gesamte geistige und körperliche Potenzial, inklusive des latent vorhandenen und nicht zwangsläufig genutzten Potenzials.[90]

Becker verfolgt ganzheitlich betrachtet einen ähnlichen Ansatz.[91] „Als Humankapital bezeichnet man das Wissen und Können der humanen Ressourcen, die fachliche und soziale Kompetenz.“[92] Ihm zufolge ist Humankapital ein immaterieller Wert ohne physische Substanz, der monetär schwierig zu bewerten ist, jedoch maßgeblich den Unternehmenserfolg bewirkt.[93] Der Arbeitskreis „Immaterielle Werte im Rechnungswesen“ der Schmalenbach-Gesellschaft hat eine umfassende Kategorisierung für immaterielle Werte entwickelt. In dieser findet sich ebenfalls neben innovativem Kapital, Kunden- und Lieferantenbeziehungen, Prozess-, Standort- und Investorenkapital auch das Humankapital.[94] Weiterhin nimmt Becker eine Segmentierung des Humankapitals in Bezug auf dessen Knappheit vor. Dabei unterscheidet er vier Segmente[95]:

1) Knappes Humankapital wird in hohem Maße nachgefragt, da es in erster Linie der Erzeugung von Kernkompetenzen dient.
2) Komplementäres Humankapital ergänzt das knappe Humankapital im Bereich der Kernkompetenzen, wird jedoch ausschließlich anlassbezogen beschafft, da es im Unternehmen nicht grundsätzlich aufgebaut wird.
3) Transitionales oder diffuses Humankapital ist zwar verfügbar, wird aber kaum nachgefragt.
4) Obsoletes Humankapital wird aufgrund von Veränderungsprozessen nicht mehr benötigt und gegebenenfalls abgebaut.

Darüber hinaus unterscheidet Becker drei Fungibilitätsgrade[96]:

1) Nicht beziehungsweise stark eingeschränkt fungibles Humankapital ist durch extreme Spezialisierung gekennzeichnet und daher an eine einzige oder sehr wenige Verwendungsmöglichkeiten gebunden, womit ein entsprechender Marktwert einhergeht.
2) Beschränkt fungibles Humankapital ist durch geringere Spezialisierung gekennzeichnet und somit größerem Wettbewerb ausgesetzt.
3) Voll fungibles Humankapital ist beliebig einsetzbar und ebenso wie nicht fungibles Humankapital als theoretischer Grenzfall zu betrachten.

Wucknitz‘ Definition des Humankapitals ähnelt sehr stark Schüttes Sichtweise. Gemäß Wucknitz besteht Humankapital in Summe aus individuellem Humankapital, welches Schüttes oben beschriebenem erstem Bereich entspricht. Das dynamische Humankapital stimmt inhaltlich mit Schüttes zweitem Bereich überein und das strukturelle Humankapital geht mit dem dritten Bereich konform.[97] Schüttes und Wucknitz‘ Ansätze haben schließlich dahingehend den gleichen Tenor, dass sich Mitarbeiter als humane Ressource und Unternehmen in einem steten Wechselspiel befinden. Unternehmensinterne Prozesse, Strukturen und Systeme müssen die Entfaltung der Mitarbeiterpotenziale unterstützen und fördern.[98]

Folgende Abbildung soll die Humankapitaldefinition nach Wucknitz noch einmal veranschaulichen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: In Anlehnung an: Wucknitz (2009), S. 55.

Abbildung 2: Humankapital nach Wucknitz

Becker hingegen fasst das personengebundene individuelle Humankapital und das organisationsgebundene Strukturkapital unter dem Begriff des intellektuellen Kapitals zusammen, welches er als „den Wert, den ein Unternehmen aus seinem geistigen immateriellen Eigentum ziehen kann“[99] definiert.[100] In diesem Zusammenhang sei auch der teils synonym verwendete Begriff des Wissenskapitals genannt, welcher gemäß Becker „das Wissen aller Mitarbeiter und die Fähigkeit des Unternehmens, dieses Wissen gewinnbringend einzusetzen“[101] beschreibt. Edvinsson und Brünig beschreiben Human-, Struktur- und Kundenkapital als die Bestandteile des Wissenskapitals.[102]

Nachdem der Begriff des Humanvermögens bereits zu Beginn dieses Kapitel eingeführt wurde, wird er im Folgenden erneut aufgegriffen und näher erläutert. Im Gegensatz zum Humankapitalbegriff, ist die terminologische Bestimmung des Humanvermögens wesentlich diffiziler.[103]

Becker bezeichnet das „ Humanvermögen .. [als] die Summe aller Leistungspotenziale, die einer Organisation durch ihre Mitglieder zur Verfügung gestellt werden.“[104]

Während die Verfügungsmacht über diese Leistungspotenziale aufgrund der physischen Verbindung beim Arbeitnehmer verbleibt, hält der Arbeitgeber aufgrund des Arbeitsvertrages das Verfügungsrecht an denselben.[105] Gemäß der Property-Rights-Theorie handelt es sich dabei um ein relatives Verfügungsrecht, das sich im Gegensatz zu absoluten Verfügungsrechten gegen den Träger der Leistungspotenziale als Individuum richtet.[106] Da ein Arbeitsvertrag Dienstleistungen nach Anweisung und im Gegenzug eine entsprechende Vergütung zum Gegenstand hat, handelt es sich um ein Autoritätsverhältnis zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber.[107] Aus Arbeitgebersicht entsteht aufgrund seiner Verfügungsrechte über die Leistung seines Mitarbeiters eine Forderung und somit eine Vermögensposition.[108] Unter der Prämisse, dass sich die vertraglich geregelten Vereinbarungen auch durchsetzen lassen, kann an dieser Stelle in der Tat von betrieblichem Humanvermögen gesprochen werden.[109] Nach Bayer kann unter Humanvermögen schließlich „das arbeitsvertragliche Recht des Unternehmens auf Verwendung des Leistungspotenzials“ seiner Mitarbeiter verstanden werden.[110]

3.2. Die Evolution des Menschenbildes und der Humankapitalbewertung im Zeitablauf

Die Humankapitalbewertung hat sich im Zeitablauf parallel zum Menschenbild in der Ökonomie entwickelt.[111] Um die Entwicklung des Menschenbildes charakterisieren zu können, unterscheidet man drei modelltheoretische Ansätze.[112]

Der traditionelle Ansatz spiegelt die Taylorsche Sicht des homo oeconomicus wider und stellt die monetäre Entlohnung als vollumfängliche Lösung zur Überwindung von Motivationsproblemen dar. Zeitgleich wird dadurch die menschliche Arbeit mit maschineller Arbeit gleichgesetzt, die einer strengen regulatorischen Kontrolle durch Vorgesetzte bedarf.[113] Vor diesem Hintergrund wird die Bilanz unter überwiegend materiellen Gesichtspunkten betrachtet und immaterielle Vermögenswerte erfahren nur beiläufig Beachtung.[114] Löhne werden zur damaligen Zeit – zwischen 1929 und 1932[115] – aus Unternehmersicht als Kosten und aus Unternehmenssicht als Ertragsanteil wahrgenommen.[116] Dahingegen erkennt Gutenberg bereits die Relevanz der Fähigkeiten und Antriebe für die menschliche Arbeit.[117] Allerdings spielt die Bilanzierung des Humanvermögens auch bei ihm keine entscheidende Rolle. Stattdessen beschränkt er sich auf die Bildung von Pensionsrückstellungen, um die Ergebnisse zukünftiger Perioden dem Personaleinsatz entsprechend zu belasten.[118]

Im Gegensatz zum traditionellen Ansatz, unterstellt das Human-Relations-Modell, dass der Mensch ein generelles Anerkennungsbedürfnis verspürt und somit Lob und Anerkennung motivierender und arbeitsproduktivitätsfördernder sind als monetäre Anreize.[119] Damit geht die Annahme einher, dass ein Führungsstil notwendig ist, der sich an den Bedürfnissen der Mitarbeiter orientiert und diese als Teil eines komplexen sozialen Systems wahrnimmt.[120] Zeitgleich zu dieser das Menschenbild betreffenden Entwicklung entstand ein Human-Resources-Accounting-Ansatz (im Folgenden HRA-Ansatz), welcher 1967 durch Rensis Likerts ‚The Human Organisation. Its Management and Value’ bekannt wurde.[121] Dieser Ansatz trägt der Wechselwirkung zwischen Unternehmensführung und Humanressourcen Rechnung. Allerdings lieferte er keine Informationen über den tatsächlichen Wert des Humanvermögens, was schließlich zu dem allgemeinen Schluss führte, dass eine Monetarisierung des Humankapitals nicht möglich und ebenso wenig sinnvoll ist.[122]

Der dritte Ansatz, das Human-Resources-Modell, basiert letztlich auf der Feststellung, dass der Mensch seine existierenden Kompetenzen übertreffen kann, sofern die in ihm verborgenen Ressourcen durch ein entsprechend effizientes Human Resources Management zu Tage gefördert werden.[123] Die Folge ist ein integriertes, visionsorientiertes Personalmanagement, das insbesondere in Unternehmen eine übergeordnete Rolle spielt, in denen die Abhängigkeit vom Humankapital größer ist, als die von Sach- und Geldkapital.[124] Nachdem der HRA-Ansatz keine zufriedenstellenden Ergebnisse liefern konnte, entwickelten sich in der Phase des Human-Resources-Modells – ungefähr Mitte der 1980er Jahre – alternative Bewertungsansätze.[125] Während frühere Bewertungsmethoden noch versuchen, das Humankapital isoliert zu betrachten, basieren neuere Bewertungsansätze auf Indikatorenmodellen und berücksichtigen das gesamte immaterielle Vermögen.[126] An dieser Stelle sei beispielsweise der in den 1980er Jahren von Sveiby entwickelte Intangible Assets Monitor erwähnt, welcher die immateriellen Vermögenswerte in die drei Größen ‚Qualifikation der Mitarbeiter‘, ‚interne Struktur‘ und ‚externe Struktur‘ unterteilt.[127] Der in den 1990er Jahren von der schwedischen Versicherungs- und Finanzdienstleistungsgesellschaft Skandia entwickelte Skandia Navigator fokussiert ebenfalls auf die Mitarbeiter des Unternehmens.[128] Daneben besteht die Intention des Skandia Navigators in der Steuerung des Wissenskapitals, welches, wie oben bereits erwähnt, aus Human-, Kunden- und Strukturkapital besteht.[129] Zu den indikatorbasierten Bewertungsmethoden zählt auch die von Norton und Kaplan entwickelte Balanced Scorecard, die sämtliche erfolgsrelevanten Dimensionen und Perspektiven in die Bewertung mit einbezieht und so, neben der finanzwirtschaftlichen Sicht, auch die internen Geschäftsprozesse, die Mitarbeiterentwicklung sowie die Kundenperspektive berücksichtigt.[130] Weitere Ansätze sind unter anderem die von Scholz et al. im Jahre 2004 publizierte Saarbrücker Formel sowie der ein Jahr später von Phillips und Schirmer veröffentlichte ‚Return on Investment in der Personalentwicklung‘.[131] Beide Ansätze versuchen eine monetäre Bewertung des Humankapitals. Im Gegensatz zur Saarbrücker Formel fokussiert der Ansatz von Phillips und Schirmer jedoch auf den durch Personalentwicklungsmaßnahmen erzielten Output.[132] Die Saarbrücker Formel wird in Kapitel 4.3 der vorliegenden Arbeit näher behandelt.

[...]


[1] Vgl. Arbeitskreis „Immaterielle Werte im Rechnungswesen“ der Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft e.V. (2001), S. 989; vgl. Becker (2011), S. 375.

[2] Vgl. Hellmundt (2012), S. 1.

[3] Vgl. FAZ.net (2005), URL: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/sprache-das-unwort-des-jahres-humankapital-1210498.html [abgerufen am 19.04.2014]; vgl. UNWORTDESJAHRES.net (2011), URL: http://www.unwortdesjahres.net/index.php?id=18 [abgerufen am 19.04.2014].

[4] Vgl. Hellmundt (2012), S. 2; vgl. Scholz et al. (2011), S. 28 f..

[5] Vgl. Probst et al. (2010), S. 7.

[6] Vgl. Hellmundt (2012), S. 4.

[7] Vgl. Hellmundt (2012), S. 5 f.; vgl. Wucknitz (2009), S. 25.

[8] Vgl. Sackmann (2004), S. 31 ff..

[9] Vgl. Born (2003), S.1 f..

[10] Drukarczyk, Schüler (2009), S. 82.

[11] Ebenda.

[12] Vgl. Born (2003), S. 1 f.; vgl. Drukarczyk, Schüler (2009), S. 82 ff..

[13] Vgl. Drukarczyk, Schüler (2009), S. 88 f..

[14] Vgl. ebenda, S. 87.

[15] Vgl. Born (2003), S. 22.

[16] Vgl. ebenda, S. 23.

[17] Vgl. Drukarczyk, Schüler (2009), S. 90.

[18] Drukarczyk, Schüler (2009), S. 91.

[19] Vgl. Born (2003), S. 24; vgl. Drukarczyk, Schüler (2009), S. 91.

[20] Vgl. Born (2003), S. 24 f..

[21] Vgl. ebenda, S. 17 f..

[22] Ebenda, S. 20.

[23] Ebenda, S. 19.

[24] Vgl. ebenda.

[25] Vgl. Ballwieser (2011), S. 10 f. und S. 199 f.; vgl. Ernst et al. (2012), S. 2 ff..

[26] Vgl. Ballwieser (2011), S. 200.

[27] Vgl. Ernst et al. (2012), S. 3 f..

[28] Vgl. Ballwieser (2011), S. 199.

[29] Vgl. ebenda.

[30] Ernst et al. (2012), S. 5.

[31] Vgl. ebenda.

[32] Vgl. Ernst et al. (2012), S. 5.

[33] Vgl. Ballwieser (2011), S. 200.

[34] Vgl. Born (2003), S. 12.

[35] Vgl. Bösch (2009), S. 328; vgl. Ernst et al. (2012), S. 5.

[36] Born (2003), S. 12.

[37] Ebenda.

[38] Vgl. ebenda.

[39] Vgl. Ballwieser (2011), S. 200 f..

[40] Ernst et al. (2012), S. 9.

[41] Vgl. Ballwieser (2011), S. 10.

[42] Vgl. Ernst et al. (2012), S. 325.

[43] Vgl. ebenda, S. 12 und S. 267 f..

[44] Ebenda, S. 12.

[45] Vgl. ebenda, S. 10.

[46] Vgl. Ballwieser (2011), S. 9 und S. 13.

[47] Ebenda, S. 13.

[48] Ebenda, S. 14.

[49] Vgl. ebenda, S. 15.

[50] Vgl. Ballwieser (2011), S. 14 f..

[51] Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V.

[52] Vgl. Ernst et al. (2012), S. 10; vgl. Drukarczyk, Schüler (2009), S. 198.

[53] Vgl. Drukarczyk, Schüler (2009), S. 125.

[54] Vgl. Ernst et al. (2012), S. 10.

[55] Vgl. Drukarczyk, Schüler (2009), S. 198.

[56] Drukarczyk, Schüler (2009), S. 203.

[57] Ernst et al. (2012), S. 10.

[58] Vgl. ebenda, S. 30.

[59] Vgl. ebenda, S. 31.

[60] Vgl. ebenda, S. 28.

[61] Ernst et al. (2012), S. 28.

[62] Vgl. ebenda, S. 29.

[63] Vgl. Ballwieser (2011), S. 133.

[64] Vgl. Ernst et al. (2012), S. 29.

[65] Vgl. ebenda.

[66] Vgl. Ernst et al. (2012), S. 30.

[67] Vgl. Bösch (2009), S. 347 f..

[68] Vgl. ebenda, S. 348.

[69] Vgl. Kuhner, Maltry (2006), S. 265.

[70] Vgl. Bösch (2009), S. 328.

[71] Vgl. Born (2003), S. 155; vgl. Kuhner, Maltry (2006), S. 267; vgl. INVESTOPEDIA.COM (2014a), URL: http://www.investopedia.com/terms/c/comparable-company-analysis-cca.asp [abgerufen am 05.04.2014]; vgl. ZOILOS.DE (2014), URL: http://www.zoilos.de/unternehmensbewertung-verfahren.htm [abgerufen am 05.04.2014].

[72] Vgl. Born (2003), S. 155; vgl. Kuhner, Maltry (2006), S. 267.

[73] Vgl.INVESTOPEDIA.COM (2014b), URL: http://www.investopedia.com/terms/c/comparable-transaction.asp [abgerufen am 05.04.2014].

[74] Vgl. ebenda.

[75] Vgl. Born (2003), S. 155; vgl. Kuhner, Maltry (2006), S. 267.

[76] Vgl. ZOILOS.DE (2014), URL: http://www.zoilos.de/unternehmensbewertung-verfahren.htm [abgerufen am 05.04.2014].

[77] Vgl. Ernst et al. (2012), S. 190.

[78] Vgl. Schacht, Fackler (2009), S. 276.

[79] Ernst et al. (2012), S. 190.

[80] Vgl. Ernst et al. (2012), S. 190.

[81] Vgl. ebenda, S. 190 f..

[82] Vgl. ebenda, S. 191; vgl. Schmidlin (2013), S. 174.

[83] Vgl. Ernst et al. (2012), S. 5 f..

[84] Ebenda, S. 6.

[85] Vgl. ebenda.

[86] Vgl. Bayer (2004), S. 27; Edvinsson, Brünig (2000), S. 27; vgl. Hellmundt (2012), S. 19 f..

[87] Vgl. Schütte (2005), S. 19.

[88] Vgl. ebenda.

[89] Vgl. ebenda; vgl. Hellmundt (2012), S. 20.

[90] Vgl. Edvinsson, Brünig (2000), S. 28; vgl. Hellmundt (2012), S. 21.

[91] Vgl. Hellmundt (2012), S. 22.

[92] Becker (2011), S. 376.

[93] Vgl. Becker (2011), S. 376; vgl. Hellmundt (2012), S. 22.

[94] Vgl. Arbeitskreis „Immaterielle Werte im Rechnungswesen“ der Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft e.V. (2001), S. 990 f.; vgl. Becker (2011), S. 377.

[95] Vgl. Becker (2011), S. 378; vgl. Hellmundt (2012), S. 22.

[96] Vgl. Becker (2011); S. 381.

[97] Vgl. Wucknitz (2009), S. 55 f..

[98] Vgl. Hellmundt (2012), S. 23 und 36 f.; vgl. Schütte (2005), S. 19.

[99] Becker (2011), S. 376.

[100] Vgl. ebenda, S. 376 f..

[101] Ebenda, S. 376.

[102] Vgl. Edvinsson, Brünig (2000), S. 28 ff..

[103] Vgl. Hellmundt (2012), S. 31.

[104] Becker (2011), S. 376.

[105] Vgl. Hellmundt (2012), S. 31.

[106] Vgl. Richter, Furubotn (2010), S. 145.

[107] Vgl. ebenda, S. 159 f..

[108] Vgl. Hellmundt (2012), S. 31.

[109] Vgl. Bayer (2004), S. 38.

[110] Vgl. ebenda, S. 28.

[111] Vgl. Hellmundt (2012), S. 12.

[112] Vgl. ebenda, S. 10.

[113] Vgl. ebenda.

[114] Vgl. Völker (1961), S. 61.

[115] Vgl. ebenda, S. 8.

[116] Vgl. Völker (1961), S. 83.

[117] Vgl. Gutenberg (1958), S. 57.

[118] Vgl. Becker (2008), S. 5 f.; vgl. Gutenberg (1958), S. 182 ff..

[119] Vgl. Dubs (1997), S. 18.

[120] Vgl. Hellmundt (2012), S. 10 f..

[121] Vgl. ebenda, S. 14.

[122] Vgl. ebenda, S. 14 f..

[123] Vgl. Dubs (1997), S. 18; vgl. Hellmundt (2012), S. 11.

[124] Vgl. Hellmundt (2012), S. 11.

[125] Vgl. ebenda, S. 15 ff..

[126] Vgl. Becker (2008), S. 315.

[127] Vgl. Edvinsson, Brünig (2000), S. 155; vgl. Hellmundt (2012), S. 15.

[128] Vgl. Edvinsson, Brünig (2000), S. 59.

[129] Vgl. ebenda, S. 28 ff.; vgl. Hellmundt (2012), S. 16.

[130] Vgl. Kaplan, Norton (1997), S. 9 und S. 42 ff..

[131] Vgl. Hellmundt (2012), S. 16 f..

[132] Vgl. Phillips, Schirmer (2008), S. 26 ff..

Details

Seiten
58
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783668477414
ISBN (Buch)
9783668477421
Dateigröße
868 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v369056
Institution / Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Frankfurt früher Fachhochschule
Note
1,7
Schlagworte
Unternehmensbewertung Humankapital Humankapitaltheorie

Autor

  • Autor: undefined

    Johannes Schön (Autor)

    1 Titel veröffentlicht

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Titel: Die Berücksichtigung des Humankapitals in der Unternehmensbewertung