Lade Inhalt...

Realisierung eines einfachen Online-Shops mit Magento, MySQL und Customizing

Realisierung eines datenbankgestützten Online-Shops

von Eugen Grinschuk Daniel Falkner

Hausarbeit 2014 24 Seiten

Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Ziel dieser Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit

2 Grundlagen
2.1 Geschäftskonzept
2.2 Magento
2.3 Vor- und Nachteile von Opensource
2.4 Ergonomie und Usability
2.5 Rechtliches

3 Konzeption
3.1 Aufgabenanforderungen
3.2 Werkzeug-Auswahl

4 Technische Umsetzung und Customizing
4.1 Installation und Konfiguration
4.2 Customizing

5 Zusammenfassung
5.1 Kritische Würdigung
5.2 Ausblick

A Anhang

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Beliebteste eCommerce-Software (Top 1 Million Seiten) - Okt. 2011 .

2 Anforderungen

3 Werkzeug-Auswahl Auswertung

4 Magento Installation Schritt Konfiguration

5 Magento Installation Schritt Adminkonto erstellen

6 Magento Steuercode für ein Kontaktformular

7 Ausgewertete Anforderungen

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Das Assignment für das Studienmodul WEB05 - Realisierung eines datenbankgestütz­ten Online-Shops - wurde von Daniel Falkner und Eugen Grinschuk gemeinsam er­stellt. Deshalb wird eine einheitliche Gruppenbenotung gewünscht.

1.1 Problemstellung und Ziel dieser Arbeit

Die Problemstellung dieser Arbeit ist, dass kein datenbankgestützter Online-Shop für ein fiktives Unternehmen vorhanden ist. Das Ziel dieser Arbeit ist es, dass ein ein­facher, vollständig funktionierender und datenbankgestützter Online-Shop mit einem kostenlosen Werkzeug erstellt werden soll. Dazu werden im internet unterschiedlich viele Werkzeuge angeboten, welche beim Erstellen eines Online-Shops unterstützen sollen. Dabei soll bei der Auswahl des Werkzeugs der Fokus auf eine Open-Source Lizenz oder zumindest auf Shareware[1] gelegt werden. Als Produkte werden in dem erstellten Online-Shop Geschenkartikel angeboten.

1.2 Aufbau der Arbeit

Einleitend werden in Kapitel 2 wichtige Grundlagen erläutert, die für ein leichteres Verständnis der Arbeit sorgen sollen. Anschließend wird in Kapitel 3 die Konzeption des Online-Shops beschrieben. Neben den Anforderungen an die Lösung wird auch eine Auswahl der geeigenten Werkzeuge getroffen. Im 4ten Kapitel wird das Custo- mizing[2] näher erörtert, welches nach erfolgreicher installation und Konfiguration des Online-Shops notwendig ist, damit dieser eine eigene Individualität erlangt und somit den Kundenwünschen genügt. Abschließend wird in Kapitel 5 eine Zusammenfassung und kritische Würdigung der Arbeit durchgeführt sowie ein Ausblick auf eine eventu­elle weitere Vorgehensweise gegeben.

2 Grundlagen

In diesem Kapitel werden die notwendigen Voraussetzungen zur Realisierung des da­tenbankgestützten Online-Shops näher erläutert.

2.1 Geschäftskonzept

Das Geschäftskonzept beinhaltet den Verkauf von Geschenkartikeln ausschließlich über den online Vertriebskanal. Dabei sollen die Kunden über die Suchmaschinen und Verlinkungen von anderen Webseiten zum Online-Shop gelangen. Des Weiteren sol­len Zugriffsmöglichkeiten über Social Media Marketing Kanäle ermöglicht werden. Zuerst sollen die Geschenkartikel ausschließlich deutschen Kunden angeboten wer­den. Eine Erweiterung der Vertriebsgebiete auf einen internationalen Bereich soll nicht ausgeschlossen werden. im diesem Zuge soll auch die Möglichkeit gegeben sein, den Online-Shop multilingual zu betreiben und die Geschenkartikel den erweiterten Kun­denstamm zur Verfügung zu stellen. Dabei wird auf eine Einschränkung der Zielgruppe verzichtet und die produktpalette für alle Altersstufen zur Verfügung gestellt.

2.2 Magento

Die Online-Shop Software Magento ist unter der Open Software Lizenz 3.0[3] lizensiert und damit zur kostenfreien Verwendung verfügbar. Magento kann auf der gleichnami­gen .com Webseite heruntergeladen[4], auf dem eigenen Webserver installiert und konfi­guriert und anschließend als Online-Shop betrieben werden. Magento ist unter den ko­stenfreien Online-Shops am weitesten verbreitet und zählt zu der beliebtesten Online­Shop Software[5]. Die nachfolgende Abbildung zeigt die Verteilung der verschiedenen Online-Shop Software.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Beliebteste eCommerce-Software (Top 1 Million Seiten) - Oktober 2011, Quelle: [WebShopNews, 2014]

Aus der Abbildung geht hervor, dass Magento einen großen Teil der Online-Shop In­stallationen im World Wide Web (WWW) einnimmt.

2.3 Vor- und Nachteile von Opensource

Durch die Verwendung von Opensource Software gegenüber einer lizenzpflichtigen Alternative ergeben sich gerade für kleinere Online-Shops nicht nur in der Entste­hungsphase Kostenvorteile. Diese Art von Software hat meistens auch eine große Com­munity, die bei Fragen oder Problemen kostenfrei unterstützt. Auch Online-Shop Er­weiterungen in Form von Plugins[6] oder Modulen kann auf die Expertise der Com­munity zurückgegriffen werden. Werden dennoch Wartungsverträge benötigt, bieten viele Opensource Projekte neben einer Community Edition (CE) auch eine kosten­pflichtige Enterprise Edition (EE) inklusive Wartungsvertrag an. Auf Wunsch können auch kostenpflichtige Plugins erstellt oder bereits vorhandene integriert werden. Als Nachteil kann der plötzliche Entwicklungsstop der Opensource Software angesehen werden. Dadurch kann es vorkommen, dass eine Migration auf ein anderes Online­Shop System durchgeführt werden muss. Dadurch kann ein sehr hoher Aufwand und gegebenenfalls Kosten entstehen. Allerdings werden viele Opensource Projekte von großen Unternehmen finanziell unterstützt, was eine gewisse Zukunftssicherheit mit sich bringt.

2.4 Ergonomie und Usability

Damit die Besucher des Online-Shops diesen nicht nur besuchen, sondern auch Umsatz generieren, ist die Ergonomie des Online-Shops wichtig. Denn mit einem gut gestal­teten Online-Shop, gut lesbaren Texten und schönen Grafiken, verweilt der Besucher länger in diesem Online-Shop und kauft schneller und gegebenenfalls mehr ein. So­mit sind die Farben und die Kombination dieser gut zu wählen. Schwer lesbare und unverständliche Texte oder unpassend gewählte Farbkombinationen mit schlechtem Kontrast, welche die Augen zu stark belasten, animieren den Besucher den Online­Shop zu verlassen. Gut lesbare Texte, orthografisch sowie grammatikalisch korrekt, gut gewählte Farbkombination sowie eine aussagekräftige Navigation verlängern die Aufenthaltszeit der Besucher und animieren diese damit zum Einkaufen[7]. Neben der Ergonomie des Online-Shops ist auch die Usability von besonderer Bedeutung. Dazu zählen kurze Ladezeiten sowie eine barrierefreie Bedienung. Kurze Ladezeiten sind insofern wichtig, damit die Benutzer nicht zulange warten müssen bis eine Untersei­te oder ein Produktbild geladen ist, während sie sich die unterschiedlichen Produkte anzeigen lassen. Barrierefreiheit soll blinden, aber auch Menschen mit Handicap eine generelle Benutzung des Online-Shops ermöglichen, unter anderem indem Hyperlinks und Bilder mit den entsprechenden Hypertext Markup Language (HTML)-Tags ver­sehen werden. Des Weiteren ist für eine gute Usability wichtig, dass der Benutzer die letzte Ebene mit maximal vier bis fünf Klicks erreichen kann[8].

2.5 Rechtliches

Webseiten, deren Betreiber seinen Sitz in Deutschland hat, muss sich an geltendes deutsches Recht halten. Laut §5 TMG[9] muss die Webseite eines deutschen Betrei- bers ein gültiges Impressum besitzen. Dabei muss der Vorname, Name, Anschrift eine E-Mail Adresse und zusätzlich eine zweite Kontaktmöglichkeit für kurzfristige An­fragen im Impressum zu finden sein. Handelt es sich um eine Unternehmenswebseite, so müssen weitere Angaben wie die Umsatzsteuer ID, der Handelsregistereintrag und die Aufsichtsbehörde enthalten sein. Wenn die Webseite diesen Anforderungen nicht genügt, so verstößt die Webseite, beziehungsweise der Webseitenbetreiber gegen gül­tiges deutsches Recht und muss gegebenenfalls mit einer Abmahnung inklusive einer Strafzahlung rechnen[10]. Besonders wichtig bei Online-Shops, sind die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Denn diese regeln die wichtigen Vertragsbedingungen, die bei einem möglichen Einkauf zustande kommen. Dabei sind unter anderem die Versand- und Lieferbedingungen sowie Rücksendeansprüche geregelt[11] und müssen bei Änderungen sofort angepasst werden, da ansonsten der Vertrag für nichtig erklärt werden kann, wenn die Vertragsbedingungen gegen geltendes deutsches Recht versto­ßen.

3 Konzeption

Bevor mit der technischen Umsetzung gestartet werden kann, muss ein Konzept erstellt werden. In diesem Konzept sind die Anforderungen an den Online-Shop zu definieren. Des Weiteren müssen die unterschiedlichen Anwendungen gegenübergestellt und im Anschluss die passende ausgewählt werden.

3.1 Aufgabenanforderungen

Eine der Aufgabenanforderungen war unter anderem, die Notwendigkeit einer Startsei­te. Auf dieser sollen die im Online-Shop verfügbaren Artikel platziert sein, damit die Besucher die Möglichkeit erhalten, die angebotenen produkte zu kaufen. Da es sich um einen Online-Shop handelt und der Benutzer den Artikel physisch nicht anfassen kann, muss dem Besucher der Online-Einkauf anderweitig interessant gemacht werden. Je­der Artikel soll einen Beschreibungstext enthalten, um die Artikel für den Besucher zu beschreiben. Außerdem soll jeder Artikel ein entsprechendes Produktfoto besitzen, um das Produkt interessanter und ansprechender zu machen. Damit eine Bestellung durch den Besucher ausgelöst werden kann, muss der Bestellvorgang umgesetzt werden. Dies beinhaltet die Möglichkeit, verschiedene Artikel in den Warenkorb zu legen und an­schließend den Bestellvorgang durchzuführen. in diesem Vorgang muss der Benutzer die Möglichkeit haben, sich entweder mit seinen Daten zu registrieren oder als Gast, aber unter Angabe seiner Daten, die Bestellung abzuschließen und diese zu bezahlen. Dafür sind notwendige Zahlungsmittel anzubieten und die notwendigen Voraussetzun­gen zu schaffen. Die Zahlung kann mittels Rechnung, Überweisung (Vorkasse) oder Kreditkarte durchgeführt werden.

Eine Kontaktmöglichkeit, beispielsweise eines Kontaktformulars soll dem Besucher oder dem Kunden bei Service-Fragen ebenfalls zur Verfügung gestellt werden. Al­ternativ kann für Kontaktanfragen die veröffentlichte E-Mail Adresse genutzt werden. Eine Möglichkeit zum Herunterladen von PDF-Dokumenten, welche das Produkt samt Produktbild, Beschreibungstext und Preis enthält, soll nach Möglichkeit ebenfalls im­plementiert werden. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Anforderungen tabellarisch auf.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Anforderungen

3.2 Werkzeug-Auswahl

Um den Online-Shop erstellen zu können, wird zunächst ein passendes Werkzeug be­nötigt. Als mögliche Werkzeuge wurden Magento, OsCommerce und PrestaShop zum direkten Vergleich ausgewählt. Bei der Bewertung wurden die Kriterien Funktions­umfang, Lizenzkosten, Communitygröße, Erweiterungen und Einfachheit des Online-

Shop Content Management Systems (CMS)[12] herangezogen. Die Punkteskala wurde von 0 - 3 gewählt, wobei 3 die Anforderungen sehr gut, 2 gut, 1 schlecht und 0 gar nicht erfüllt. Die Punkte können in 0,5-Schritten vergeben werden. Die Kriterien wur­den je nach Wichtigkeit für das Vorhaben vorgenommen.

Der Funktionsumfang ist bei einem CMS sehr wichtig, vor allem, wenn der Online­Shop in Zukunft wachsen und erweitert werden soll. Hier konnte sich Magento durch seine Größe und Beliebtheit deutlich von den anderen Online-Shop CMS durchsetzen. Da der Fokus hauptsächlich auf Opensource Software und somit kostenloser Lizenz gelegt wurde, ist dies ebenfalls ein wichtiges Kriterium. Hier liegen alle CMS gleich auf, da alle drei CMS Opensource sind. Um nicht Gefahr zu laufen, dass das CMS keine neuen updates mehr erhält und keine Erweiterungen mehr entwickelt werden, ist die Größe der Community besonders wichtig. Denn eine Community hilft bei Fra­gen und Problemen, erstellt Themes, Plugins und Module, welche kostenfrei genutzt werden können. Je größer die Community ist, desto schneller kann mit einer Antwort auf die gestellte Frage gerechnet werden. Außerdem ist so die Weiterentwicklung des CMS durch eine breite Verbreitung dieses und einer großen Community sichergestellt. In diesem Punkt konnte sich Magento knapp vor PrestaShop positionieren.

Ein zukunftsträchtiger Online-Shop bietet den Besuchern und Kunden in gewissen Ab­ständen einige Neuerungen, um das Shoppingerlebnis auf ein möglichst hohes Niveau zu bringen und dies zu halten. Daher sind Erweiterungen in Form von Plugins und Modulen für CMS unabdingbar. Diese können außerdem einen hohen Programmier­aufwand vermeiden, wenn für geplante Funktionen bereits passende Plugins vorhan­den sind. Durch die Größe der Community von Magento und PrestaShop konnten sich beide gegen OsCommerce behaupten. Magento bietet allerdings mehr kostenfreie Er­weiterungen als PrestaShop und konnte somit die maximal möglichen Punkte erzielen. Durch eine einfache Verwaltung des Online-Shops im Backend soll es ermöglicht wer­den, schnell neue Mitarbeiter mit dem CMS vertraut zu machen. Außerdem soll durch die Einfachheit das Customizing erleichtert werden.

[...]


[1] [Die Shareware Autoren Vereinigung, 2014]

[2] [Duden Customizing, 2014]

[3] [Lizenz Magento, 2014]

[4] http://magento.com/

[5] [WebShopNews, 2014]

[6] [Plugins, 2014]

[7] [Ergonomie, 2014]

[8] [Usability, 2014]

[9] [TMG Gesetz, 2014]

[10] [Wien, 2008]

[11] [Schwab, 2014] S. 39 - 64

[12] [Contenido, Was ist ein CMS, 2014]

Details

Seiten
24
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783668479340
ISBN (Buch)
9783668479357
Dateigröße
1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v369019
Institution / Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
1,3
Schlagworte
mysql php datenbank sql code coding online shop datenbankgestützter online shop magento magento online shop magento konfiguration magento installation magento cutomizing

Autoren

Teilen

Zurück

Titel: Realisierung eines einfachen Online-Shops mit Magento, MySQL und Customizing