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Moderierte erlernte Hilfslosigkeit. Kann erlernte Hilfslosigkeit durch Modelllernen herbeigeführt werden?

Hausarbeit 2015 24 Seiten

Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation und Wirtschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Kurzfassung

Kann erlernte Hilflosigkeit durch Modelllernen herbeigeführt werden?

1 Die erste Studie
1.1 Studienaufbau
1.2 Kritik
2 Die zweite Studie
2.1 Studienaufbau
2.2 Kritik

3 Konzept angemessenen Studienaufbaus

4 Diskussion

5 Fazit

Tabellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Literaturverzeichnis

Kurzfassung

In dieser Arbeit wird der Frage nachgegangen, ob Hilfslosigkeit am Modell gelernt werden kann. Es werden zwei dieses Thema behandelnde Studien präsentiert und kritisiert. In der ersten Studie werden Probanden in Modell und Beobachter unterteilt und einem Prozess aus zwei Verfahren unterzogen, wobei in Ersterem das Modell Hilflosigkeit modellieren soll und im Nächsten die Wirkung der Modellierung gemessen werden soll. Leider resultieren keine signifikante Ergebnisse aus dieser Studie. Die zweite Studie setzt einen Konfidenten als Modell ein. Im ersten Verfahren soll den Probanden ihr sozialer Vergleich zum Modell beeinflusst werden. Dann soll im zweiten Verfahren das Modell Hilflosigkeit modellieren und dessen Wirkung bei den Beobachtern, den Probanden, gemessen werden. Wie anschließend erläutert wird, sind auch dessen Ergebnisse invalide. Orientiert an diesen zwei Studien wird ein Konzept einer Studie vorgestellt, die die Leitfrage beantworten soll. Der Diskussionsteil befasst sich mit dieser auf theoretischer Basis.

Kann erlernte Hilflosigkeit durch Modelllernen herbeigeführt werden?

Im Journal of Experimentalpsychology erschien 1967 das Konzept der erlernten Hilfslosigkeit (engl. „Learned Helplessness“) als Leitartikel von den Psychologen Martin E. P. Seligman und Steve F. Maier. Postuliert wird, dass durch die Erfahrung von Unkontrollierbarkeit in einer bestimmten Situation – sei sie auch nicht tatsächlich, sondern lediglich gefühlt – gelernt wird, unfähig zu sein Änderungen an jener Situation vornehmen zu können (Seligman & Maier, Failure To Escape Traumatic Shock, 1967). Die Avantage an dieser Hilflosigkeit sei, dass man seinem Körper erspart, Energie in Handlungen zu transformieren, mit dem Objekt, die Situation zu eigener Gunst zu ändern. Nachteilig an ihr ist der psychisch-deteriorierte Zustand, die parallel mit ihr auftritt: Die Depression (Seligman, Pessimisten küsst man nicht. Opitimismus kann man lernen, 1991). Das Konzept der erlernten Hilfslosigkeit affektierte negativ auf die bisherige dominante psychologische Bewegung Amerikas, den Behaviorismus. Er kann nämlich dieses Phänomen nicht ausreichend begründen, da er keine kognitive Ursachen beachtet (s. Seligman, 1991; s. Myers, 2014).

Darüber hinaus wurde 1961 ein weiteres Konzept der Kognitionspsychologie bekannt gegeben: Das Modelllernen, postuliert von Albert Bandura (s. Myers, 2014). Dabei handelt es sich um Lernen, dass nicht auf eigener Erfahrung, sondern auf Beobachten eines Zweiten basiert(Bandura, 1976). Als Beispiel hierfür wäre an jemanden zu denken, welcher einen anderen Anwesenden beobachtet, wie er sich Kaffee mithilfe einer Maschine zubereitet. Daraufhin lernt Ersterer, wie die Maschine zu bedienen ist.

Sushant Patil, 12 Jahre, Mittelstufenschüler, schaute sich zum zweiten Mal den Film „3 Idiots“ an; ein Film in welchem ein Student infolge seines Scheiterns bezüglich seines Studiengangs Suizid begeht. Sushant selbst hat in seinem Schulleben Misserfolge. In vier Fächern ist er durchgefallen. Stunden nachdem er den Film ansah, beging auch er Selbstmord (Express News Service, 2010). Lernte Sushant am Filmcharakter, dass er bei seinen Problemen keinen Ausweg finden werde, außer durch den Tod? Hätte Sushant weiter gelebt, hätte er den Fernseher nicht eingeschaltet? Mit anderen Worten: Ist es möglich, dass Sushant über das Modelllernen erlernte Hilfslosigkeit erfuhr?

Ob dieses Phänomen tatsächlich herbeiführbar sei, soll in dieser Schrift beantwortet werden. Dabei werden zwei Studien, die diese Frage untersuchen in Betracht gezogen. So sollen beide analysiert und der Kritik unterzogen werden. Aus Gründen, die im Nachhinein genannt werden sollen, wird im nächsten Punkt ein Konzept vorgeschlagen, wie eine weitere Studie umgesetzt werden könne, um die Leitfrage zu untersuchen. Anschließend soll anhand voriger Kapitel die Leitfrage diskutiert werden. Schließlich endet diese Schrift mit dem Fazit.

1 Die erste Studie

Im Folgenden soll die Erste der zwei Studien behandelt werden, die sich der Frage widmen, ob sich erlernte Hilfslosigkeit durch Modelllernen herbeiführen lässt. Sie wurde von Elson M. Bihm, Richard M. McWhirter und Patti L. Kidda an der Texas University und der University of Southwestern Louisiana verfasst und umgesetzt. Zuerst werden der Aufbau der Studie und ihre Ergebnisse beschrieben. Danach sollen beide Punkte kritisch analysiert werden.

1.1 Studienaufbau

Die Hypothese dieser Studie lautet, dass erlernte Hilfslosigkeit durch Modelllernen hervorgerufen werden kann. Das bedeutet, die eigene Wirksamkeitserwartung bezüglich einer Handlung werde reduziert, indem man beobachtet, dass ein Anderer bei gleicher Handlung scheitert (s. Bandura, 1976; s. Seligman & Maier, 1967).

An dieser Studie nahmen 58 Studenten, davon 22 männlich und 36 weiblich, im durchschnittlichen Alter von 19,8 Jahre, im Rahmen ihres Psychologiestudiums teil. Nach dem Zufallsprinzip werden diese entweder in die Rolle eines Beobachters (B) oder in die eines Modells (M) separiert. Die Versuchspersonen (Vpn), die als M ausgewählt werden, werden zwei Konditionen unterteilt. Die erste Modellgruppe ist die sogenannte "Solvable-Group", die Zweite die "Unsolvable-Group". In der Kontrollgruppe gibt es keinen M. Für beide Gruppen folgt in den nächsten Abschnitten eine Erläuterung ihrer Funktion. Zu Beginn des Experiments liest der Versuchsleiter (VL) eine Einleitung vor:

"We will be conducting two experiments today. For the first experiment, we will use only (Name des Modells). For the second experiment, we will use both of you. I will now step into the next room and speak to you over the intercom. I would appreciate it if neither of you spoke to each other as long you are in this room. Thank you."

Zwischen M und B, die sich an einem Tisch gegenübersitzen, befindet sich eine Trennwand mit einer Höhenlänge von 30 cm, sodass beide Personen zwar ihre Gesichter sehen können, ihre Aufgabenblätter jedoch einander kaschiert sind. Damit soll begünstigt werden, dass B im ersten Durchgang des Experimentes die Gesichtszüge von M observiert. In diesem Verfahren soll lediglich M Aufgaben lösen. B, der ohne Beschäftigung bleibt, erkennt eventuell anhand der Mimik von M, ob es Schwierigkeit empfindet - quasi scheitert - oder ob es sukzessiv ist. Die M der Solvable-Group sollen relativ erfolgreich beim Lösen der Aufgaben sein, während die M der Unsolvable-Group geringfügig Erfolg leisten sollen. Die jeweiligen Bedingungen (Unlösbare versus lösbare Aufgaben) sollen je zu ihrer äquivalenten Reaktion führen (z.B. zu Stress).

Als Aufgabe im ersten Durchlauf gilt es für M, einen spezifischen Stimulus unter mannigfaltig Anderen unterschiedlicher Dimensionen zu entlarven. Dabei sind auf Karten Aufgaben abgebildet, die in einem Flip-Album hintereinander sortiert sind, sodass es insgesamt sechs Mal zehn verschiedene Tests mit Aufgaben gibt. Vier verschiedene Dimensionen sind dabei zu unterscheiden: a) Buchstabe (A oder T), b) Buchstabenfarbe (Schwarz oder Weiß), c) Buchstabengröße (Groß oder Klein) und d) Buchstabenumrandung (Kreis oder Quadrat).

Pro Aufgabe soll das M innerhalb fünf Sekunden angeben, auf welcher Position (links oder rechts auf der Karte) der Stimulus situiert ist. Modelle der Solvable-Group bekommen nach ihrer Angabe vom VL rückgemeldet, ob sie mit ihrer Antwort richtig oder falsch liegen. Der Unsolvable-Group wird zu 50 % falsche Rückmeldung gegeben, mit der intendierten Konsequenz, dass diese Unkontrollierbarkeit empfinden, was laut Seligman (1991) zu Stress führe. Dies soll anhand ihrer Mimik vom B registriert und als Scheitern interpretiert werden.

Im zweiten Durchgang müssen M und B zeitgleich Anagramme innerhalb fünf Minuten lösen. Dabei sitzen sie an denselben Plätzen wie zuvor. Vermutet wurde, dass gemäß der Hypothese Beobachter der Unsolvable-Group weniger Anagramme lösen werden als die der Solvable-Group, da sie, so angenommen, durch Modelllernen im ersten Durchgang erfasst haben, dass man für die Aufgaben unfähig beziehungsweise hilflos sei. Interessant für die Studie sind daher die Anzahl der gelösten Anagramme der Beobachter. Allerdings sind die Ergebnisse nicht mit der Hypothese kongruent:

Tabelle 1‑1 Anzahl der durchschnittlich gelösten Anagramme von M und B im zweiten Prozess. Quelle: eigene Darstellung basierend auf (Bihm, McWhirter, & Kidda, 1982)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Modelle lösten im zweiten Durchgang durchschnittlich 6,00 beziehungsweise 6,92 Anagramme (Solvable-Group bzw. Unsolvable-Group). Insignifikant mit dem Modell korrelierend ergab der Mittelwert der enkodierten Anagramme der Beobachter in der Solvable-Group 6,56 und in der Unsolvable-Group 6,38. Ausgeschlossen aus dem Endergebnis sind die Werte eines M, welches bestätigte, ihm sei aufgefallen, die Aufgaben im ersten Durchgang seinen unlösbar gewesen.

1.2 Kritik

Dadurch, dass die Probanden für Class Credits teilzunehmen hatten, sind sie der Wahrscheinlichkeit nach keine sich selbst selektierende Gruppe. Das heißt man kann davon ausgehen, dass die Versuchspersonen keine gemeinsamen spezifischen Eigenschaften besitzen, mit Ausnahme jener, die probabilistisch auf Collegestudenten zutreffen. Das könnten die damit hergehende Grundbildung, ein gewisses Sprachniveau und eventuell auch das Alter sein. Es ist also unwahrscheinlich, dass diese Collegestudenten eine Menge von Personen sind, die durchschnittlich betrachtet von der Population aller Collegestudenten Stanfords beziehungsweise der USA in ihrem Potential abweicht.

Erlernte Hilfslosigkeit entsteht durch das Gefühl einer Situation nicht entgehen und somit sie nicht kontrollieren zu können(Seligman, 1991). Dem Modell in der Unsolvable-Group wird die Möglichkeit entnommen, mithilfe von Rückmeldungen die vorgelegte Aufgabe zu lösen; die Lösungssuche als Situation liegt außerhalb der Kontrolle des Modells. Sein Handeln hat keine Auswirkung auf das Ziel, den Stimulus zu finden. Zwar liegt hier tatsächlich Unkontrollierbarkeit vor, jedoch ist das Phänomen der erlernten Hilfslosigkeit ein Kognitives. Mit anderen Worten bedeutet das, dass dieser Effekt nur auftritt, wenn Unkontrollierbarkeit auch tatsächlich empfunden wird. Traf das auf das Modell der Unsolvable-Group zu? Im Prinzip könnte das Modell falsche Rückmeldungen ebenfalls als hilfreich angesehen haben, auch wenn diese zu fünfzig Prozent willkürlich waren. Angenommen einige Probanden akzeptierten diese falsche Annahme, dann wären diese von kognitiver Hilfslosigkeit keineswegs betroffen, da sie analog die Situation anhand von vermeintlich gültigen Feedbacks für kontrollierbar hielten.

Selbst wenn sie sich hilflos fühlten, so können sie das dem Beobachter nur verbal oder nonverbal über Stresssignale zeigen, wie zum Beispiel durch das Streichen der Hand an die Stirn oder nach innen gedrehte Lippen, sodass sie im Mundinnerem versteckt sind (s. Navarro, 2011). Auf die Frage, ob sie das taten, findet man im Studienbericht keinen Hinweis. Stresssignale können ausgeblieben sein, weil die Aufgabe möglicherweise nicht vom Akteur als relevant betrachtet worden war. Angesicht des Faktes, dass der Beobachter keinen Blick auf das Aufgabenblatt des Gegenübers werfen konnte und dies Letzterem auch bewusst war, dürfte Stress in Form von Bewertungsangst ausgeblieben sein (Cottrell, Wack, Sekerak, & Rittle, 1968). Menschen haben bei Anwesenheit anderer Angst, bezüglich ihrer Leistung negativ bewertet zu werden, so dass folglich der Ansporn da ist, gen einer positiven Evaluation zu agieren. Wenn die Anwesenden jedoch nicht in der Lage sind zu evaluieren, so besteht logischerweise keine Basis für eine Bewertung und einer Bewertungsangst (Cottrell, Wack, Sekerak, & Rittle, 1968).

Allerdings gibt es eine Möglichkeit eine Evaluation zuzulassen und die damit verbundene Angst zu aktivieren. Anhand bereits genannter Stresssignale kann man deduzieren, ob der Akteur die Aufgaben bewältigt oder scheitert. Um dieser Angst zu entgehen, wird bewusst kein Misserfolg beziehungsweise Stress signalisiert. Man tendiere dann dazu Neutralität oder Gelassenheit zu präsentieren. Daraus folgt, dass die Umstände der Studie es schwer gestatten, Scheitern wahrzunehmen und diese in Hilfslosigkeit umzuformen.

Die Ergebnisse der Studie sind daher eventuell dadurch verzerrt, dass entweder das Modell keine Hilfslosigkeit empfunden oder sie dem Beobachter nicht vermittelt wurde.

Geht man jedoch vom Szenario aus, der Beobachter habe tatsächlich beim Modell Hilflosigkeit zur Kenntnis genommen, dann determiniert daraus nicht unbedingt dass er sie beim Postverfahren übernimmt. Die Aufgaben beider Verfahren sind miteinander inkomparabel. Wohingegen im ersten Durchgang das Modell Rätsel durch Ausschlussverfahren lösen muss, müssen beide im Zweiten aus einer Reihe von Buchstaben Wörter bilden. Habe der Beobachter im ersten Verfahren Hilflosigkeit adaptiert, so ist diese Hilfslosigkeit nicht allumgreifend, sodass das zweite Verfahren aufgrund seiner Unähnlichkeit zum Ersten dennoch als kontrollierbar aufgefasst werden kann. Sind denn etwa Hunde, die erlernt haben Elektroschocks nicht ausweichen zu können, ebenfalls reaktionslos, wenn es darum geht, ein geworfenes Stöckchen zum Herrchen zurückzubringen, wenn sie dies zuvor gelernt haben?

Sei die erlernte Hilfslosigkeit auf die zweite Aufgabe projiziert, dann muss jedoch zusätzlich beachtet werden, dass beide Subjekte, Modell und Beobachter, gleichzeitig daran arbeiten, sodass Bedingungen eines Wettbewerbs geschaffen werden, die den Leistungswillen ankurbeln (Zajonc, 1965). Es besteht die Möglichkeit, dass die kompetitive Kondition potentiell die Demotivation, die die erlernte Hilfslosigkeit auslöst, korrumpiert. Wiederum wäre dann ein invalides Resultat die Konsequenz.

2 Die zweite Studie

Irvin Brown Jr. und Dillon K. Inouye von der Stanford University, die Initiatoren der nächsten Studie, versuchen darin herauszufinden, ob Ähnlichkeit zwischen Modell und Beobachter ein Mediator für den Effekt modellierter erlernter Hilfslosigkeit sei. In voriger Studie blieb dieser Ansichtspunkt unbeachtet. Identifiziert sich der Beobachter mit seinem Modell, wenn beide einander similär sind? Ist die Identifikation süffisant, um Hilflosigkeit zu übernehmen? In den nächsten Abschnitten sollen Prozedur und Ergebnisse der Studie beschrieben beziehungsweise vorgelegt werden. Im nächstfolgenden Punkt soll die Studie kritisch untersucht werden.

2.1 Studienaufbau

Die Hypothese dieser Studie lautet, erlernte Hilfslosigkeit könne durch Modelllernen induziert werden. Dabei trete dieser Effekt aufgrund registrierter Parallelen seitens des Beobachters bezüglich der Kompetenz zwischen ihm und dem Modell auf. Im Kontrast zur erstgenannten Studie, wird nun das Modell nicht unter den Probanden selektiert, denn dieses ist bereits als Konfident des Versuchsleiters definiert.

Vierzig männliche Studenten unterschiedlicher Fakultät wurden als Probanden (Vpn) akquiriert. Als gleichgeschlechtlicher Student simplifiziert das Modell dem Vpn sozialen Vergleich zwischen ihm und sich. Zusätzlich resultiert die Tatsache, dass beide, wie später beschrieben wird, zur selben Zeit, räumlich nah, die identischen Aufgaben absolvieren werden und ihre etwa gleiches Alter, zu einem Gefühl von Ähnlichkeit. Ähnlich der ersten Studie besteht dieser aus zwei Verfahren. Konträr wird hier allerdings erst im zweiten Teil das Modell vom Vpn observiert. Stattdessen läuft der erste Durchgang wie folgt ab:

Der Konfident und der Vpn sitzen in Kabinen, wobei beide sich gegenseitig sehen, jedoch, aufgrund einer Trennwand zwischen ihnen, nicht die Leinwände des anderen betrachten können, die in ihren Kabinen situiert sind. Auf die Leinwände werden Anagramme, also ihre Aufgaben, projiziert, wobei man mithilfe eines Handschalters von Anagramm zu Anagramm wechseln kann. Bei Betätigung dessen, aktiviert man eine Stoppuhr, sodass für jedes Anagramm die Beschäftigungszeit gemessen wird.

Die Worträtsel sind fünf bis sieben Buchstaben lang. Sechs von fünfzehn davon sind unlösbar, damit sie als schwierig aufgefasst werden. Die Intention dahinter soll im Nachhinein erläutert werden.

Vor dem Einblenden jeder Aufgabe soll der Proband in einer Zehn-Punkte-Skala angeben, für wie kompetent er sich hält. Die Werte variieren von "Komplett unfähig" (1) bis zu "Komplett fähig" (10). Zu Beginn avanciert man einen Beispieldurchgang, um der Benutzung des Handschalters affin zu werden. Darauf folgen die tatsächlichen Aufgaben, die in kürzester Zeit dekodiert werden müssen. Anschließend erhält man eine Rückmeldung über die eigene Kompetenz im Hinblick auf das Lösen der Worträtsel.

Damit der Vpn nicht selbständig auf seine Fähigkeit schließt, sagt man ihm, das Feedback basiere auf einer komplexen Rechnung, die unter anderem die Schwierigkeit der Items, die Anzahl der gelösten Items und die investierte Zeit pro Aufgabe berücksichtige.

[...]

Details

Seiten
24
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668459243
ISBN (Buch)
9783668459250
Dateigröße
504 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v368166
Institution / Hochschule
Rheinische Fachhochschule Köln
Note
1.3
Schlagworte
Seligman Bandura Learned Helplessness Erlernte Hilfslosigkeit Modelllernen Model Learning Experiment Social Learning Lernen Attribution

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