Lade Inhalt...

Lernzettel für das Landesabitur 2017 im Leistungskurs Politik und Wirtschaft in Hessen

Prüfungsvorbereitung 2017 41 Seiten

BWL - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Q1
Preisbildung in unterschiedlichen Marktformen
Wozu braucht man Wettbewerb?
Vorteile der Unternehmenskonzentration
Die wichtigsten Aufgaben des Bundeskartellamtes
Konjunkturzyklus
Keynes Theorie und sein Weg aus der Krise
Keynes Weg aus der Krise (Tafelergänzung)
Adam Smith und die unsichtbare Hand
Aufgaben des Staates nach Adam Smith
Adam Smiths Idee und das Leben des Einzelnen
Adam Smiths Angebots-Politik
Weiterentwicklung der Angebotspolitik nach Milton Friedman
Neoliberalismus
Das Bruttoinlandsprodukt
Arbeitslosenquote
Inflation und ihre Ursachen
Messung von Inflation
Soziale Marktwirtschaft
Neoliberalismus
Das Say’sche Theorem
Die importierte Inflation
Nachfragesog – Inflation
Angebotsdrude – Inflation
Inflation Definition
Ziele der EZB (Europäisches System der Zentralbanken)
Vorgehen der EZB um hohe Inflation zu vermeiden
Ziele und Aufgaben der EZB (Tafelabschrieb)
Instrumente der EZB (Tafelabschrieb)
Das Magische Viereck
Die Zahlungsbilanz
Gesamtverschuldung
Neuverschuldung
Defizit
Maastricht-Kriterium
Der ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus)

Q2
Kennzeichen einer repräsentativen Demokratie
Protest- und Partizipationsformen
Wesentliche Prinzipien des Rechtsstaates
Grundprinzipien des Rechtsstaates
Vor- und Nachteile des Föderalismus
Verfassungsrechtliche Stellung der Parteien
Volksparteien
Identitätstheorie
Parlamentarische und präsidentielle Demokratie
Parlamentarische Demokratie
Präsidentielle Demokratie
Pluralismus Theorie
Vorteile der Pluralismus Theorie der Demokratie
Nachteile der Pluralismus Theorie der Demokratie
Das Bundesverfassungsgericht
Aufgaben des Bundesverfassungsgerichts
Verhältniswahlrecht
Mehrheitswahlrecht
Wahlsystem zum deutschen Bundestag
Verteilung der Sitze auf die Parteien
Erststimme
Zweitstimme
Überhangmandate
Funktion der Massenmedien
Wirklichkeit und Medienwirklichkeit
Beziehung von Medien und Politik (in Deutschland)
Vertrauensfrage
Konstruktives Misstrauensvotum
Aufgaben des Bundespräsidenten
Gesetzgebungsprozess

Q3
Frieden
Charakteristika der „Neuen Kriege“
Entwicklung „Neuer Kriege“
Terroristische Gewalt als Kommunikationsstrategie
Funktionen eines modernen Staates
Ursachen für Terrorismus
Sozioökonomische Ursachen für Terrorismus
Schwache Staaten als Nährboden für Terrorismus
Bedingungen für zivilisierte Konfliktkultur
Grundsätze der UN
Grundsätze der Mitgliedschaft
Kompetenzen des Sicherheitsrates bei Gefährdung des Friedens
Die Mitglieder des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen/Entscheidungsmechanismen:
Mittel der UNO zur Wahrung und Wiederherstellung des Friedens:
Die UN im Allgemeinen
Wichtige Gremien der UN
Responsibility to Protect
Die neue NATO-Strategie 2010
Definition Imperium nach Münkler
Definition Hegemon
Die Bundeswehr in Afghanistan
Rolle der Bundeswehr im Rahmen der deutschen Außenpolitik
Die Transformation der Bundeswehr
Dimensionen der Globalisierung
Allgemeine Definition der Globalisierung
Merkmale der ökonomischen Globalisierung
Ursachen der Globalisierung
Zyklen der Produktentwicklung
Klassische Außenhandelstheorie
Neue Außenhandelstheorie
Wirtschaftsstandort Deutschland
Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands
Chancen der Globalisierung
Risiken der Globalisierung
Ursachen für Unterentwicklung (Bezug auf Entwicklungsländer)
Risikotrends der Bevölkerungsentwicklung
Schwächen in der Binnenökonomie
Politische Strukturschwächen
Merkmale der außenwirtschaftlichen Beziehung der dritten Welt
Ökologische Probleme der 3. Welt Länder
Gewinner des Freihandels
Verlierer des Freihandels
Zielsetzung der WTO
Prinzipien der WTO
Rolle der Entwicklungsländer in der WTO
Freihandelsabkommen TTIP
Tarifäre Handelshemmnisse
Nicht tarifäre Handelshemmnisse
Streikrecht
Mindestlohn
Wahl des Bundespräsidenten
Aufgaben des Bundespräsidenten
Wahl des Bundestages
International Criminal Court (ICC) – Internationaler Strafgerichtshof
Nützt die Globalisierung den Entwicklungsländern?
Verteilungsnormen

Q1

Preisbildung in unterschiedlichen Marktformen

- Monopol
- Auf Markt nur ein Anbieter
- Absatz hängt von seinem Preis ab
- Keine Konkurrenz
- Kann nicht Preis und Menge der Produkte gleichzeitig festsetzen
- Kunden kaufen weniger wenn Preis teuer ist (Preis-Absatz-Kurve)
- Steht vor fallender Nachfragekurve auf Preishöhepunkt
- Muss bei zu hohen Preisen mit Entstehung von „latenter Konkurrenz“ rechnen
- Kein Monopol ist wenn von Preisen anderer Anbieter abhängt
- Klassische Monopole Post und Bahn
- Keine Monopole Bahn und Lufthansa
- Klassisches Nachfragemonopol
- Staat bei Rüstungsunternehmen

- Oligopol
- Auf Markt einige Anbieter
- Absatz hängt vom Preis der anderen Anbieter ab
- Vorherrschende Marktform in einer modernen Wirtschaft
- Oligopolist musst bei Preissetzung Kunden und Konkurrenz berücksichtigen
- Preise des Oligopols von anderen bestimmt
- Gewinnkurve hängt im Wesentlichen von effizienter Fertigung ab
- Klassische Oligopole Automarken, Tankstellen

- Vollkommener Polypol
- Auf Markt herrscht „vollkommene Konkurrenz“
- Auf jeden Markt große Anzahl an Anbietern
- Nachfrage verteilt sich gleich
- Individuelle Größe ist für Gesamtkapazität von Angebot und Nachfrage ist sehr gering
- Alle Anbieter handeln identisch (gute/wertvolle) Güter
- Anbieter ist über alle Preise bestens informiert (zur Preisbildung)
- Höchste Transparenz bei Preisbildung
- Kunde zieht keinen Anbieter einem Anderen vor

Wozu braucht man Wettbewerb?

- Mehr Auswahl/Produktvielfalt
- Preiskampf
- Mehr Innovation/Entwicklung
- Entmachtung und Zerschlagung zu großer Monopole
- Mehr Auswahlkriterien für Produkte

Vorteile der Unternehmenskonzentration

- Stückkosten der Produktion sinken bei steigender Betriebsgröße (Größenvorteil
- Mehr Wettbewerbsfähigkeit für internationales Konkurrieren
- Mehr Produkte werden in einer Firma hergestellt, dies führt zu geringeren Gesamtkosten (Diversifizierungsvorteil)

- Größere Firmen erhalten von Banken leichter Kredite (Finanzierungsvorteil)
- Bessere staatliche Rahmenbedingungen als keine Firmen
- Große Firmen werden eher durch Subventionen gefördert
- Größere Firmen sind in der Regel weniger anfällig für konjunkturelle Schwankungen

Die wichtigsten Aufgaben des Bundeskartellamtes

- Durchsetzung des Kartellverbotes
- Rechtmäßigkeit von Kartellen wird geprüft
- Genehmigen und Verbot von Kartellen
- Abgestimmte Verhaltensweisen und inoffizielle Absprachen verbieten

- Fusionskontrolle
- Fusionen müssen vom Bundeskartellamt genehmigt werden wenn:
- Ein Marktanteil von mehr als 20% entstehen würden
- Die beteiligten Unternehmen mindestens 10.000 Beschäftigte haben
- Die fusionierenden Unternehmen einen jährlichen Umsatz von mehr als 500 Millionen Euro haben

- Wenn durch die Fusion der Wettbewerb verschlechtert werden würde, wird die Fusion untersagt (Ausnahmen, falls volkswirtschaftliche Interessen die Fusion rechtfertigen)

- Urteile können beim Bundeswirtschaftsministerium angefochten werden

- Die Missbrauchsaufsicht über marktbeherrschende Unternehmen
- Verhindert Ausnutzung von marktbeherrschenden Position durch z.B. höhere Preise
- Monopolkommission

Konjunkturzyklus

- Ähnelt einer Sinus-Kurve mit Auf- und Abschwüngen

- Vier verschiedene Phasen

- 1. Aufschwung/Expansion

- Aufgrund niedriger Preise und Zinsen nehmen die private Nachfrage und Investitionstätigkeit der Unternehmen zu
- Die Produktion wird ausgeweitet
- Mehr Arbeitskräfte benötigt; Arbeitslosigkeit sinkt
- Das Volkseinkommen steigt
- 2. Hochkonjunktur/Boom

- Hoher Beschäftigungsgrad, Aktienkurse steigen zunächst
- Die Produktion nimmt ab einem Punkt nicht mehr zu wegen Auslastung betrieblicher Kapazitäten
- Wendepunkt
- Aufgrund von Produktionsengpässen kommt es zu Preiserhöhungen
- Gleichzeitig steigen Zinsen auf dem Geld- und Kapitalmärkten
- Nachfrage und Investitionstätigkeiten gehen zurück

- 3. Abschottung/Depression
- Die vorher zu hohen Zinsen getätigten Investitionen der Unternehmen erweisen sich als unrentabel
- Die Unternehmen geraten in finanzielle Schwierigkeiten
- Die Beschäftigung sinkt, gleichzeitig sinkt die Nachfrage weiter

- 4. Depression/Tiefstand
- Stillstand der Wirtschaft
- Unterauslastung des Produktionspotentials
- Hohe Arbeitslosigkeit, d.h. geringes Volkseinkommen
- Zinsen und Preise gehen zurück
- Basis für neuen Aufschwung

Keynes Theorie und sein Weg aus der Krise

- Widersprach klassischen Wirtschaftstheorien
- Marktmechanismus tendiert angeblich automatisch zur Vollbeschäftigung
- Keine anhaltende Arbeitslosigkeit
- Arbeitslosigkeit entsteht durch zu geringe Nachfrage
- Der Markt alleine kann nicht für mehr Nachfrage sorgen

- Staat muss für mehr Nachfrage sorgen damit ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage entsteht

- Staat soll sich mit der Finanzpolitik antizyklisch zum Konjunkturverlauf verhalten

- Ziele:

- Stabilisierung der Wirtschaftszyklen
- Arbeitslosigkeit senken
- Nachfrage stärken und bedienen

- Instrumente:

- Bei schwacher Konjunktur: Nachfrage beleben
- Staatliche Investitionen erhöhen
- z.B. durch Investitionen in die öffentliche Infrastruktur: Schulen, Straßen, Krankenhäuser,…
- Durch Steuersenkung Nachfrage erhöhen
- Bürger hat mehr Geld zum Ausgeben
- Staat macht bei schwacher Konjunktur Schulden
- Folgen wirtschaftlicher Rezession können so gedämpft werden
- Bei starker Konjunktur erhöht er die Steuern und senkt die Staatsausgaben
- Bei starker Konjunktur: Nachfrage dämpfen
- Steuererhöhungen
- Lohnsteigerungen

- Probleme:
- Unkalkulierbare Wirtschaftsverzögerungen
- Konjunkturschwankungen könnten verstärkt, nicht gebremst werden

Keynes Weg aus der Krise (Tafelergänzung)

- Keynes geht in seiner Theorie von der Weltwirtschaftskrise ab 1929 aus

- Klassische Theorie:
- Löhne müssen sinken, um mehr Beschäftigung zu schaffen

- Keynes sieht als Ursache für die Arbeitslosigkeit einen Rückgang in der Produktion, diese hänge wiederum von einer unzureichenden Nachfrage ab

- Beschäftigung abhängig von der Gesamtnachfrage und Volkseinkommen
- Staat muss folglich die Nachfrage erhöhen
- Keynes meint, dass sich der Staat antizyklisch zum Konjunkturverlauf verhalten soll

- In konjunkturell besseren Zeiten soll er die Nachfrage beleben, z.B. durch staatliche Investitionen und Steuersenkungen

- Falls dafür zu wenig Geld vorhanden ist, soll der Staat Schulden aufnehmen

- In konjunkturell besseren Zeiten sollen diese Schulden zurückgezahlt werden und Rücklagen gebildet werden

- Kritik an dieser Theorie: Zu hohe Staatsverschuldung ist möglich

Adam Smith und die unsichtbare Hand

- Jeder Verhandlungspartner möchte nur das Beste für sich selbst
- Zwar egoistisch
- Funktioniert gesamtwirtschaftlich aber sehr gut

- Wettberwerb und Egoistmus sorgen für Balance auf dem Markt
- Mehr Wohlstand an alle

- Als hätte eine „unsichtbare Hand“ die Individuen geleitet, damit für jeden das Beste rauskommt

- Obwohl Gemeinwohl nicht im Vordergrund stand

Aufgaben des Staates nach Adam Smith

- Realisierung des Gemeinwohls
- Schutz des Privateigentums
- Landesverteidigung und Polizei gewährleisten
- Justizsystem mit Gerichten
- Staatsverwaltung
- Erziehung, Bildung, Infrastruktur
- Steuern kassieren
- Ins Wirtschaftsgeschehen eingreifen
- Monopolbildungen verhindern

Adam Smiths Idee und das Leben des Einzelnen

- Staat soll Vorraussetzungen für den Erfolg der Bürger schaffen

- Wirtschaftliche und politische Freiheiten für das Individuum
- Liberalismus

Adam Smiths Angebots-Politik

- Geldmenge als zentrale Steuerungsgröße (nicht Nachfrage)

- Monetarismus

- Die Vier Prämissen
- Wachstumsschwäche ist Folge der Störung des Angebots
- Unterbeschäftigung kommt durch unzureichende Investitionen
- Ver
- Veränderungen des realen Volkseinkommen und damit Nachfrageentwicklung hängt von Veränderung der Geldmenge ab
- Instabilitäten kommen von staatlichen Eingriffen

- Schlussfolgerung:
- Wachstumsschwäche und Unterbeschäftigung werden durch Verbesserung des Angebotssektors gelöst
- Produktion schafft Einkommen
- Einkommen schafft Nachfrage
- „Investitionen müssen sich lohnen“
- Steuerungen nur über Geldpolitik
- Flexible Wechselkurse

Weiterentwicklung der Angebotspolitik nach Milton Friedman

- Staat soll möglichst wenig in den Markt eingreifen
- Dennoch notwendige Steuerung erfolgt nicht über Staatsnachfrage sondern über Geldmenge

- Angebot soll durch Investitionen verbessert werden
- Steigerung der Produktion bewirkt Steigerung der Nachfrage

- Wirtschaftliche Instabilitäten resultieren aus staatlichen Eingriffen

- Die Angebotstheorie geht auf Milton Friedman zurück

- Forderungen
- Lohnkosten müssen in einem angemessenem Verhältnis bleiben, damit Produktion und Investitionen rentabel sind
- Geldpolitik soll durch unabhängige Zentralbank durchgeführt werden
- Insgesamt sollen die Ausgangsbedingungen der Unternehmen verbessert werden
- Investitionen statt Konsum sollen gefördert werden
- Durch Wegfall von investitionshemmenden Steuern
- Geldmengenpotential hat sich am Wirtschaftswachstum zu orientieren
- Forderung nach flexiblen Wechselkursen um Gefahr einer importieren Inflation zu entgegnen

- Nachteile:
- Niedrige Löhne
- Wirken sich negativ auf die Nachfrage aus
- Die Unternehmen müssen nicht zwangsläufig Investitionen tätigen
- Höhere Steuerlast liegt auf der Bevölkerung, eventuelle Kürzungen im sozialen Bereich
- Durch Förderung von Investitionen kann es zu Überproduktionen kommen
- Zu niedrige Staatseinnahmen als mögliche Folgen
- Einkommensungleichheit führt zu weniger sozialer Gerechtigkeit

Neoliberalismus

- Reaktion auf Missstände in der freien Marktwirtschaft
- Verelendung
- Existenzminimumlöhne
- Kinderarmut
- Inhumanität
- Instabilitäten
- Wirtschaftskrise 1929

- Neoliberalismus ist konzeptionelle weiterentwickelte freie Marktwirtschaft

- Ergänzung der Aufgaben des Staates
- Wettbewerbssicherung
- Soziale Grundabsicherung des Einzelnen
- Vermeidung von geld- und währungspolitischen Störungen

- Merkmale
- Freiheit soll gegeben werden für Herstellung einer natürlichen Ordnung
- Schränkt Freiheit aber eher ein
- Wenig Wettbewerbsbeschränkungen (Monopolbildung als Folge)

Das Bruttoinlandsprodukt

- Marktwert aller Produkte im Endverbrauch in einem bestimmten Zeitabschnitt (z.B. eine Schraube)
- Viele unterschiedliche Güter in ein einziges Maß für ökonomische Aktivität zusammengesetzt
- „Äpfel mit Birnen vergleichen“
- Dazu sind Marktpreise nötig

- Je höher der Preis eines Produktes, desto mehr trägt es zum BIP bei

- Einige Produkte können nicht in den BIP einfließen
- Sachen, die illegal eingestellt/verkauft werden
- Drogen
- Gemüse, das zu Hause angebaut wird

- Zwischenprodukte (z.B. Papier für Grußkarten) wird dem BIP zugerechnet wenn sie über längere Zeit erst eingelagert und dann verkauft werden
- Dieser erst positive Einfluss in den BIP wird später beim Verkauf negativ eingerechnet

- In das BIP eines Landes fließt alles ein, was dort produziert worden ist
- Unabhängig von Staatsangehörigkeit der Produzenten

- BIP ist Wert der Produkte in einem Intervall
- Normalerweise ein Jahr/Quartal

- Daten werden vor Veröffentlichung modifiziert
- Saisonale Schwankungen (z.B. Weihnachten werden einberechnet)

Arbeitslosenquote

- Erwerbspotential
- Umfasst die Personen, die eine auf Erwerb ausgerichtete Tätigkeit ausüben oder suchen

- Erwerbsquote
- Drückt Anteil der Erwerbspersonen an der Bevölkerung aus

- Erwerbsquote wird beeinflusst durch
- Demographische, ökonomische, politische und psychologische Gründe

- Arbeitslosenquote
- Indikator dafür, ob Vollbeschäftigung herrscht oder nicht
- Anteil der bei den Arbeitsämtern registrierten Arbeitslosen

- Für internationale Vergleichbarkeit werden die Arbeitslosen auf die gesamten Erwerbspersonen bezogen

- Schwierigkeiten
- Nur ungenaue Messungen möglich

Inflation und ihre Ursachen

- Inflation ist Geldentwertung

- Preise von Leistungen und Gütern steigen stark an

- Ob Inflation ist oder nicht wird am Lebenshaltungskostenindex angegeben

- Sparen auf der Bank lohnt sich nicht mehr
- Inflation frisst Verzinsung auf

- Ohne Sparer können Banken keine Kredite mehr an Unternehmen geben

- Unternehmen stellen keine Arbeitskräfte mehr ein

- Gründe für Inflation
- Nachfrage-Inflation
- Starke Preissteigerung durch große Nachfrage und wenig Angebot
- Angebotsdruck-Inflation
- Durch höhere Produktionskosten führen zu höheren Preisen
- Oder einfach Preiserhöhungen der Unternehmen
- Importierte Inflation
- Durch immer teuer werdende Importe (Öl) wird ein Land gezwungen die Preise für Exporte zu erhöhen

- Zur Bekämpfung von Inflation muss Geld knapper gemacht werden
- Durch Europäische Zentralbank

- Verhinderung von Inflation
- Verhinderung von Preissteigerungen

Messung von Inflation

- Warenkorb
- Gesamtheit aller Waren und Dienstleistungen an denen die Inflation gemessen wird
- Für sogenannte Verbraucherstatistik
- Statistisches Bundesamt berechnet, wie sehr einzelne Sachen ins Gewicht fallen
- Wägungsschema

Soziale Marktwirtschaft

- Ziel: Auf Basis der Wettbewerbswirtschaft die freie Initiative mit einem gerade durch die wirtschaftliche Leistung gesicherten sozialen Fortschritt zu verbinden

- Aufgaben des Staates
- Neben der Ordnungspolitik betreibt der Staat auch Prozesspolitik
- Eingreifen in das wirtschaftliche Geschehen, um soziale Ziele zu erreichen
- Gesundheits- oder Sicherheitsrisiken zu senken
- Eingriff in die Gewerbefreiheit
- Schätzung der wirtschaftlich Schwächeren durch Einschränkung der Vertragsfreiheit

- Wettbewerb
- Förderung des Wettbewerbs durch staatliche Eingriffe (Kontrolle, Gesetze)
- Marktmechanismus = Steuerungsmechanismus (Staatliche Eingriffe)

Neoliberalismus

- Eine Wirtschaftstheorie, die die Ideen des Liberalismus aufgreift und in modernere Verhältnisse einbindet

- Der Staat gibt dem Kapital wieder die Zügel in die Hand
- Betreibt und programmiert Lohn- und Sozialabbau

- Wendet sich gegen Eingriff des Staates

- Fordert staatliche Ordnungspolitik die den Wettbewerb fördern soll und den privaten Machtpositionen entgegenwirken

- Neoliberalismus ist eine konzeptionell weitereinwickelte freie Marktwirtschaft

Das Say’sche Theorem

- Angebot schafft Nachfrage

- Durch Preis- und Marktmechanismus werden Störungen von selbst überwunden

- Produktion ---) Einkommen ---) Nachfrage

- Überangebot an Kapital ---) Zinsrückgang ---) Investitionen

- Überangebot an Arbeitskräften
- Lohnsenkungen

- Temporäres Ungleichgewicht von Arbeit und Markt möglich
- Abbau nach kurzer Zeit

- Staat übernimmt Rolle des Nachtwächterstaates

- Weltwirtschaftskrise 1930er
- Zweifel an Selbstheilungskräften der Wirtschaft

Die importierte Inflation

- Produkte von Ausländern, die importiert werden müssen, können Inflation auslösen

- Wenn z.B. Länder, die Rohöl produzieren die Preise davon erhöhen
- Also wird Inflation aus dem Ausland importiert

- Auch wenn aufgrund höheren Einkommens oder Preise im Ausland die Nachfrage nach deutschen Gütern und Leistungen durch Ausländer zunimmt und die heimischen Unternehmen dann die Möglichkeit haben aufgrund der günstigen Nachfragesituation die Preise zu erhöhen

Nachfragesog – Inflation

- Mehr Nachfrage als Angebot + Vollbeschäftigung

- Preiserhöhung ---) Inflation

- Definition Nachfragesoginflation:
- Eine Preisinflation, die durch übermäßige Nachfrage nach Gütern verursacht wird, beispielsweise durch einen deutlichen Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage

Angebotsdrude – Inflation

- Gewerkschaften fordern Lohnerhöhungen, daraufhin ziehen Arbeitgeber die Preise an
- Ansteckungsgefahr: führt wiederrum zur erneuten Lohnerhöhungsforderung
- Lohnpreisspirale

- Preis-Lohn-Spirale
- Unternehmen sind auf höhere Gewinne aus
- Preise steigen ---) Lebenshaltungskosten steigen
- Lohnerhöhungen werden erneut gefordert

- Unterschiedliche Spiralen werden einmal von den Arbeitgebern und einmal den Arbeitnehmern ausgelöst

Inflation Definition

- Inflation ist der Vorgang, dass die Preise immer weiter steigen und der Wert des Geldes geringer wird

- Das Preisniveau steigt über einen bestimmten Zeitraum an

- Inflation wird mit Hilfe eines Verbraucherpreisindex gemessen

- Gewinner: Schuldner, Sachmittel- und Immobilienbesitzer

- Verlierer: Lohn- und Gehaltsempfänger

Ziele der EZB (Europäisches System der Zentralbanken)

- Preisstabilität gewährleisten

- Unterstützung der EU Wirtschaftspolitik, damit diese ihre Ziele erreichen kann

- Nachhaltige Einwicklung Europas auf der Grundlage eines ausgewogenen Wirtschaftswachstum s und von Preisstabilität sowie eine wettbewerbsfähige soziale Marktwirtschaft

- Festlegung und Ausführen der Geldpolitik für das Euro-Gebiet

- Währungsreserven der Mitgliedsstaaten des Eurogebiets zu halten und zu verwalten

- Förderung der reibungslosen Funktion der Zahlungssysteme

- Ausgabe von Banknoten

Vorgehen der EZB um hohe Inflation zu vermeiden

- Zwei-Säulen-Strategie
- Erste Säule (wirtschaftliche Analyse)

Beobachtung der Inflationsentwicklung anhand von:
- Löhne
- Wechselkursentwicklungen
- Langfristige Zinssätze
- Messgrößen für Wirtschaftstätigkeit
- Fiskalpolitische Indikatoren
- Preis- und Kostenindizes
- Unternehmens- und Verbraucherumfragen
- Zweite Säule (monetäre Analyse)
- Veröffentlichung eines Referenzwertes für wünschenswerte Geldmengenentwicklung (Einbezug von Wirtschaftswachstum und Geldumlaufgeschwindigkeit)

- Soll helfen Gefahren für Preisniveaustabilität zu erkennen

- Restriktive Geldpolitik (Stoppen einer „Geldschwelle“)
- Vergibt weniger Geld
- Erhöht die Zinsen
- Erschwert Kreditvergabe
- Verteuerung von Investitionen

Ziele und Aufgaben der EZB (Tafelabschrieb)

- Preisstabilität im Euroraum sichern
- Inflation und Deflation vermeiden

- Unterstützung verschuldeter Staaten

- Für Regulation der Geldmenge zuständig

- Kontrolle der Geschäftsbanken

- Die EZB steht im Kontakt mit den Geschäftsbanken (z.B. Commerzbank) und führt mit ihnen Geldgeschäfte durch

- Das von der EZB geliehene Geld können an die Kunden weitergegeben werden

- Die EZB kooperiert international mit anderen Zentralbanken

Instrumente der EZB (Tafelabschrieb)

- Hauptrefinanzierungsgeschäft
- Wichtigstes Instrument der EZB
- Die Banken können sich mit einem Auktionsverfahren Geld von der EZB leihen
- Die Bank, die am meisten bietet, wird zuerst bedient
- Die EZB gibt einen Mindestbietungssatz vor

- Leitzins im Moment Null (0,00%)

- Einlagefazilität/-szins
- Banken können überschüssiges Geld bei der EZB über Nacht anlegen
- Normalerweise würden sie dafür Zinsen bekommen, im Moment ist der Bankenzinssatz jedoch negativ, damit die Banken das Geld an die Kunden weitergeben und nicht bei der EZB lagern

- Spitzenrefinanzierungsfazilität
- Die Banken können über Nacht von der EZB Geld leihen und müssen dafür einen Zinssatz zahlen
- Dient der kurzfristigen Liquidität von Banken

- Mindestreservepflicht
- Die EZB verlangt von den Banken einen bestimmten Mindestreservebetrag zu halten
- Möglichkeit über Höhe des Betrags die Geldmenge zu beeinflussen

- Devisenmarktintervention
- Die EZB hat die Möglichkeit, Zinserträge aus Währungsreserven zu verkaufen (aus dem Euroraum oder von Außerhalb)

Das Magische Viereck

- Hoher Beschäftigungsgrad

- Preisstabilität

- Gutes/Stabiles Wirtschaftswachstum

- Steigendes Volkseinkommen

[...]

Details

Seiten
41
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668460836
ISBN (Buch)
9783668460843
Dateigröße
742 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v367141
Note
Schlagworte
PoWi Wirtschaft Hessen

Teilen

Zurück

Titel: Lernzettel für das Landesabitur 2017 im Leistungskurs Politik und Wirtschaft in Hessen