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Die Wirksamkeit des performativen Schweigens und Nichttuns. Der stumme Protest von „Duran Adam“

Hausarbeit 2016 27 Seiten

Theaterwissenschaft, Tanz

Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung

2 Ursprung und Entwicklung der Proteste im Gezi-Park

3 Perspektiven des performativen Nichttuns
3.1 Schweigen ist nicht gleich Schweigen

4 Schweigen und Irritation bei Erdem Gündüz
4.1 Wenn Nichttun und Nicht(s)sagen zur Bedrohung wird - Eine Videoanalyse

5 Was können Schweigen und Nicht-Handeln, was Reden und Tun nicht können?

6 Rezeption, Interpretation und Wirkung

7 Schlussbetrachtung

Quellenverzeichnis

1 Einleitung

ÄTo sin by silence, when they should protest, makes cowards of men“ heißt es in einem mit ÄProtest“ betitelten Gedicht der US-amerikanischen Schriftstellerin Ella Wheeler Wilcox1. Im Duden wird der Protestbegriff als eine Ämeist spontane u. temperamentvolle Bekundung des Missfallens, des Nichteinverstandenseins“2 beschrieben und als erklärender Beispielsatz hinzugefügt Äein scharfer, geharnischter, energischer, heftiger, zorniger, leidenschaftlicher,

(…) flammender P.“3 Es scheint also im Zusammenhang von Protesten häufig darum zu gehen, etwas zu tun, die Stimme zu erheben, in Aktion zu treten.

Protest, das bedeutet erhobene Fäuste; Lärm; Bewegung; große Plakate; Musik; Tanz; Menschenmengen, die Parolen skandieren; ziviler Ungehorsam; brennende Autos; fliegende Steine; Bürger, die ihre Wut und ihren Unmut lautstark kundtun. Oder nicht? Ist es möglich Missfallen und Nichteinverstandensein wirksam zu bekunden, ohne die Stimme zu erheben und ohne in Aktion im herkömmlichen Sinne zu treten? Ohne Parolen zu skandieren, ohne Bewegung und ohne Plakate, auf denen Forderungen geschrieben stehen oder Symbole abgebildet sind, die auf solche verweisen? Erdem Gündüz, ein türkischer Choreograph und Tänzer, hat im Zuge der sogenannten Gezi-Proteste in der Türkei im Jahr 2013 genau das getan und stundenlang im öffentlichen Raum an einem zentralen Ort in Istanbul gestanden und geschwiegen, um so sein Missfallen bezüglich der Machenschaften der Regierung zu äußern. Bereits einen Tag später gehen die Bilder seines stummen Protests um die Welt. In sozialen Netzwerken wird er als Duran Adam (der stehende Mann) bekannt, findet Nachahmer und wird regelrecht zu einer Ikone der Proteste.

Wodurch kann Gündüz‘ Schweigen und Nichttun zu diesem Zeitpunkt eine derartige Wirkung entfalten und wie sieht diese konkret aus? Inwiefern kann sich im Schweigen und Nichttun eine Botschaft manifestieren? Was sind Eigenschaften des Schweigens und Nichttuns? Vor welche Herausforderungen stellt uns eine Untersuchung eines solchen Nichttuns und Nicht(s)sagens aus performativitätstheoretischer Perspektive? Diesen Fragen soll sich im Folgenden angenähert werden. Dabei werde ich zunächst auf die derzeitigen Geschehnisse und die politische Lage in der Türkei eingehen, um Gündüz‘ (Nicht)Tun einordnen zu können.

Anschließend soll ein Blick auf Charakteristika und Besonderheiten des Performativen und deren Bedeutung für die Untersuchung von Gündüz‘ ÄAktion“ geworfen werden. Beispielhaft wird auf unterschiedliche Formen des Schweigens eingegangen und anhand einer Videoaufzeichnung die unmittelbare Wirkung analysiert, die Gündüz mit seinem Schweigen und Nichttun auf seine Mitmenschen ausübt. Einer Untersuchung der Eigenschaften des Schweigens und Innehaltens folgt schließlich eine Analyse und Interpretation des schweigenden, stehenden Mannes im Gesamtkontext, bevor gewonnene Erkenntnisse in einer Schlussbetrachtung zusammengetragen werden.

Da ich selbst zum Zeitpunkt des Geschehens nicht vor Ort war, gilt es zu berücksichtigen, dass ich mich nicht auf eigene Erinnerungsprotokolle berufen kann, sondern auf Dokumente in Form von Bildern, Videoaufzeichnungen, Interviews, Gesprächen und Zeitungsberichten über und mit Erdem Gündüz angewiesen bin. Ich habe durch die Rezeption zahlreicher Dokumente aus ganz unterschiedlichen Quellen selbst versucht, mir ein möglichst umfassendes Bild des Gesamtgeschehens zu machen. Nichtsdestotrotz muss klar sein, dass ich mich stets auf die Wahrnehmung und Berichterstattung anderer stütze und aufgrund von Sprachbarrieren auf englische und deutsche Quellen angewiesen bin. Als Grundlage für die Analyse dient mir in erster Linie eine unkommentierte Amateur-Videoaufzeichnung. Die vorliegende Auseinandersetzung konzentriert sich ausschließlich auf die unmittelbare Bedeutung und Wirkung während des Nichttuns und Schweigens von Erdem Gündüz vor Ort. Die Nachwirkungen seines stummen Protests und die Untersuchung dessen, was dieser nach sich gezogen hat, können in diesem Rahmen, trotz seiner Relevanz, nicht berücksichtigt werden.

2 Ursprung und Entwicklung der Proteste im Gezi-Park

Ende Mai 2013 entzünden sich an der gewaltsamen Räumung eines Protestcamps in Istanbul die größten spontan organisierten zivilgesellschaftlichen Proteste in der türkischen Geschichte, die in der darauffolgenden Zeit bis weit über die Stadt- und teilweise sogar Landesgrenzen hinausreichen sollten.4 Demonstrierende hatten Teile des auf europäischer Seite liegenden Gezi-Parks in Istanbul besetzt, um auf diese Weise die geplante Abholzung von Bäumen zu verhindern, die unter anderem einem Einkaufszentrum weichen sollten. Die Situation eskaliert, als die Polizei den friedlichen Protest mit Wasserwerfern, Tränengas und Knüppeln beantwortet. Innerhalb kürzester Zeit solidarisieren sich etliche Menschen in Istanbul und weiteren Städten der Türkei mit den Parkbesetzern. ÄZehntausende protestieren nach Istanbuler Polizeigewalt gegen Erdogan“ heißt es schon wenige Tage später in der Süddeutschen Zeitung.5 Denn schnell wird aus der anfänglichen Ablehnung der Bebauungspläne eine landesweite Kritik an Erdogan und seiner Regierungspartei AKP, der ein zunehmend autoritärer Führungsstil vorgeworfen wird. Aus der verbindenden Wut auf Erdogan geht eine ungewöhnlich heterogene Protestbewegung hervor. Sozialdemokraten, Kurden, Nationalisten, Angehörige der Aleviten, gläubige Sunniten, Atheisten, Fanclubs von Fußballvereinen, Rentner und Studenten schließen sich zusammen, um die Teilhabe am öffentlichen Raum einzufordern.6 Ebenso unterschiedlich, vielseitig und kreativ sind die darauffolgenden Protestformen, deren Bilder neben solcher polizeilicher Gewalt in den folgenden Tagen und Wochen die Medien hierzulande dominieren. Gurur Ertem beschreibt die Proteste im Gezi-Park als ÄAusdruck einer Politik der Körper“ und spricht von einer ÄExplosion an Kreativität und Humor“, die im Rahmen der Proteste zu Tage treten.7 Die Unzufriedenheit äußert sich nicht nur in klassischen Protestformen, wie Demonstrationen, sondern in einem Äbreiten Spektrum an liminalen Performances“, so Ertem, in denen der Körper zu Medium und Aussage gleichermaßen wird.8

Ein besonders interessantes Beispiel hierfür ist Erdem Gündüz, dessen Körper eine zentrale und besonders wichtige Rolle spielt und der durch seinen Protest besagte Liminalität auf eindrückliche Weise erfahrbar macht. Der Begriff Liminalität leitet sich von dem lateinischen Limen ab und meint die Türschwelle, die weder außen, noch innen ist und beides zugleich sein kann.9

Nach der endgültigen Räumung des Gezi-Parks, den dennoch anhaltenden Protesten und etlichen gewalttätigen Übergriffen und dem Dauereinsatz von Seiten der Polizei, spricht Erdogan zusätzlich zu der eingeschränkten Presse- und Meinungsfreiheit ein Demonstrationsund Versammlungsverbot auf dem Taksim-Platz aus.10

Am nächsten Tag tritt gegen Abend ein Mann auf den direkt neben dem Gezi-Park gelegenen Taksim-Platz, der innerhalb der vorangegangenen Tage zu einem zentralen und bedeutenden Versammlungsort geworden war, sodass die Menschen in der gesamten Türkei unter der Parole ÄHer yer Taksim - Her yer Direniş!“ (Überall ist Taksim - überall ist Widerstand!) protestiert hatten.11 Der unscheinbar wirkende Mann trägt ein weißes, locker anliegendes Hemd, eine ebenso locker sitzende dunkelgraue Nadelstreifenhose und schwarze geschlossene Schuhe. Beide Hände hat er in die jeweiligen Hosentaschen gesteckt. An seiner rechten Tasche ist eine Taucherbrille befestigt. Sein dunkles gelocktes Haar ist zu einem Haarknoten zusammengesteckt und auf dem Rücken trägt er einen schwarzen Rucksack.12 Er stellt sich in stabilem Stand, sein Körpergewicht auf beide Beine verteilt, dem Atatürk-Kulturzentrum am Rand des Taksim-Platzes gegenüber und richtet den Blick auf ein daran herunterhängendes großes Transparent, auf dem der Staatsgründer der heutigen Türkei abgebildet ist. Links und rechts von ihm hängen zwei weitere Transparente, auf denen die türkische Nationalflagge zu sehen ist. So steht, blickt und verharrt der Mann schweigend acht Stunden lang an gleicher Stelle.13 Auch als die Polizei ihn untersucht und Passanten ihn ansprechen, reagiert er mit Schweigen.14

Innerhalb kürzester Zeit schlägt Erdem Gündüz mit seinem stummen Protest hohe Wellen und findet weltweit mediale Aufmerksamkeit.

Wodurch und inwiefern kann ein acht Stunden anhaltendes Schweigen und ein weitgehend bewegungsloser Körper eine solche Kraft entfalten und performativ wirksam werden? Auch vor dem Hintergrund, dass doch der Fokus der Geistes- und Kulturwissenschaften bislang hauptsächlich dem Tun, dem Produzieren, Herstellen und Erzeugen galt und es in vielen Bereichen des heutigen Lebens darum zu gehen scheint, Wirkung zu erzeugen, indem bereits Vorhandenes übertroffen und Neues geschaffen wird, das schneller, größer, aufregender, sensationeller und ausgefallener ist, als bisher Dagewesenes.15

3 Perspektiven des performativen Nichttuns

Wenn John L. Austin in seiner Vorlesungsreihe How to do things with Words in den 50er Jahren über den Begriff des Performativen spricht, so geht es ihm zunächst vor allem darum zu zeigen, dass Sprache die Welt nicht nur abbildet, sondern auch herstellt und somit einen wirklichkeitskonstituierenden Charakter annehmen kann. Wenn also beispielsweise eine autorisierte Person zwei Menschen mit den Worten: ÄHiermit erkläre ich Sie zu Mann und Frau“ traut, so wird damit kein bestehender Sachverhalt beschrieben, sondern ein neuer geschaffen. Solche wirklichkeitskonstituierenden Äußerungen bezeichnet Austin als performativ und stellt sie den konstativen Äußerungen gegenüber. Während konstative Äußerungen als wahr/richtig oder falsch klassifiziert werden können, scheint dies zunächst bei performativen nicht möglich zu sein. Austins hiermit getroffene Unterscheidung zwischen konstativ und performativ erweist sich allerdings als brüchig, da auch eine korrekte Anwendung einer Formel, die potentiell neue Sachverhalte schaffen könnte, als performative Äußerung misslingen kann, wenn es sich beispielsweise nicht um eine ausdrücklich autorisierte Person handelt, die die Eheschließung durchführt. Die Trennschärfe zwischen dem dichotomischen Begriffspaar geht verloren.16

Diese Destabilisierung dichotomischer begrifflicher Schemata geschieht nicht nur in diesem Zusammenhang, sondern scheint vielmehr ein zentrales Merkmal des Performativen zu sein.17 So auch im Zusammenhang mit dem Nichttun und Schweigen bei Erdem Gündüz. In zeitgenössischen Theorien aus Rechtswissenschaft, Philosophie oder Soziologie führt die Bezeichnung des Nichttuns meist zu zwei möglichen Definitionen. Im Wesentlichen beziehen sie sich entweder auf das passive Nicht-Handeln, unter das beispielsweise der Schlaf, das Faulenzen oder das Dösen fällt, oder aber auf das aktive, absichtsvolle Unterlassen, bei dem willentlich eine Handlungsmöglichkeit ausgeschlagen wird.18 19

Aus performativitätstheoretischer Perspektive wird diese Dichotomie bei Gündüz nun gewissermaßen aufgebrochen. Es findet eine Verschiebung des Fokus‘ statt. Nicht mehr geht es in erster Linie um die Kriterien des Nichttuns, sondern um dessen Wirksamkeit. Um die Frage, welche Effekte und Resultate durch Formen des Nichttuns geschaffen werden.20 Von einer klassischen Dichotomie zwischen Tun und Lassen als Gegensatz kann bei Gündüz nicht länger die Rede sein. Vielmehr hat er durch sein aktives, bewusstes Nichttun gleichzeitig Teil an beiden Definitionsbereichen. Mit dieser Herausforderung der Unmöglichkeit des konkreten Ein- und Zuordnens und des Kategorisierens gilt es bei einer genaueren Betrachtung umzugehen. Nicht zuletzt stellt eben dieses in Bewegung geratene Oszillieren den Reiz der Untersuchung dar.

Um ein Nichttun überhaupt aus performativitätstheoretischer Perspektive untersuchen zu können, muss dieses für Andere wahrnehmbar sein, in dem es gewissermaßen in Szene gesetzt, beziehungsweise ausgestellt wird. Dabei sind die Bedingungen, unter denen dies geschieht ausschlaggebend dafür, wie es von anderen Subjekten wahrgenommen wird und auf sie wirkt.21 Hinzu kommen die Herausforderungen, die eine genauere Betrachtung eines jeden performativen Ereignis‘ mit sich bringt: Erdem Gündüz stellt mit seinem performativen Nichttun kein Artefakt her. Seine Aufführung ist flüchtig und es handelt sich nicht um ein von ihm ablösbares, fixier- und tradierbares Werk.22

3.1 Schweigen ist nicht gleich Schweigen

Auf welche Art und Weise das Schweigen von anderen Subjekten wahrgenommen wird, hängt wie bereits erwähnt, wesentlich von den Bedingungen ab, unter denen geschwiegen wird. Lagaay bemerkt treffend, was auf der Hand liegt, sich in diesem Zusammenhang aber erneut vor Augen geführt werden muss: dass nämlich die Wirkungskraft einer jeden Äußerung nicht allein von dem semantischen Inhalt des Gesprochenen abhängt, sondern der klanglichen

Intonation, der körperlichen und akustischen Dynamik und Rhythmik eine ähnlich entscheidende Rolle zukommen, sodass eine Aneinanderreihung von gleichen Worten unter Umständen dennoch eine gänzlich andere Bedeutung entwickeln kann.23 In vergleichbarem Maße können sich die Wirkungskräfte der Formen des Schweigens unterscheiden.24 Nach der Tötung des al-Qaida-Chefs Osama bin Laden im Jahr 2011 schweigt beispielsweise US-Präsident Barack Obama mit gesenktem Haupt und gefalteten Händen an dem Ort, an dem Mitglieder des Terrornetzwerks fast 10 Jahre zuvor zwei Passagierflugzeuge in die Zwillingstürme gesteuert hatten.25 Auch hier handelt es sich um ein performatives Schweigen, auch dieses Schweigen ist für die Öffentlichkeit wahrnehmbar, wird in Szene gesetzt und über die Medien verbreitet. Und trotz der Tatsache, dass sich die (Un-)Tätigkeit von Obama und Gündüz eine Weile lang fast gleichen, entfalten sie in ihrem jeweiligen Kontext eine vollkommen unterschiedliche Wirkungskraft.

Um sich also der jeweiligen Bedeutung eines performativen ‚Akts‘ des Schweigens anzunähern, gilt es stets aufs Neue zu berücksichtigen und zu fragen: wer schweigt wo wem gegenüber wie und warum?

Wie das Beispiel Obama zeigt, lassen sich diese Fragen manchmal rasch und eindeutig beantworten. Aufgrund des Zeitpunkts (kurz nach der Tötung Osama bin Ladens) und des Ortes, sowie eines niedergelegten Kranzes lässt das Schweigen Obamas wenig Interpretationsspielraum. Es genügt ein Bild mit einer Ortsangabe, um als Rezipient/in einer Zeitung oder einer Videoaufzeichnung das Schweigen einordnen zu können. Es handelt sich um das US-amerikanische Staatsoberhaupt, das zu Ehren und zum Gedenken der Opfer und Angehörigen des Terroranschlags aus dem Jahr 2001 am Ort des Geschehens mit gesenktem Haupt und gefalteten Händen schweigt und dadurch seine Anteilnahme öffentlich bekundet. Derlei ‚öffentliche‘ Schweigeakte, die meist als Gedenk- oder Schweigeminuten bezeichnet werden, sind häufig Bestandteil einer Gedenkzeremonie und den meisten Menschen als solche bekannt und daher ohne große Mühe lesbar. Solange also der übliche, dafür vorgesehene Rahmen nicht dadurch überschritten wird, dass beispielsweise jemand ‚einfach weiter steht und schweigt‘, ist davon auszugehen, dass ein solches Schweigen und Innehalten in den wenigsten Fällen für Irritationen sorgen wird.

[...]


1 Ella Wheeler Wilcox: Protest unter: http://www.ellawheelerwilcox.org/poems/pprotest.htm, Stand: 22.05.2016.

2 Günther Drosdowski (Hg.): Duden. Das große Wörterbuch der deutschen Sprache. Dudenverlag, Mannheim 1980, S. 2057.

3 Ebd.

4 Vgl. Jasmin İhraç: Protest may be performance. Der #duranadam im Kontext des Projekts „re.act.feminism #2 - a performing archive“. URL: http://www.perfomap.de/map5/instabile-ordnung-en/protest-may-be- performance/protest-may-be-performance.pdf (Stand: 10.04.2016), Berlin 2014, S. 1.

5 „Süddeutsche Zeitung“. URL: http://www.sueddeutsche.de/politik/gewalt-gegen-naturschuetzer-in-der- tuerkei-zehntausende-protestieren-nach-istanbuler-polizeigewalt-gegen-erdogan-1.1684989 (Stand: 15.04.2016).

6 Vgl. Bundeszentrale für politische Bildung. URL: http://www.bpb.de/politik/hintergrund- aktuell/162735/protestwelle-tuerkei-06-06-2013 (Stand: 10.04.2016).

7 Gurur Ertem: “Watch out, History, When a Dancer Goes Still! Die Proteste im Gezi-Park als Ausdruck einer Politik der Körper͘“ In: Theater der Zeit. Nr. 11, November 2013, Sektion Scores: 5-8, S.5f.

8 Vgl. ebd.

9 Vgl. Ebd., S. 6.

10 Vgl. „Der Spiegel“. URL: http://www.spiegel.de/politik/ausland/stiller-protest-in-istanbul-duran-adam-wird- held-des-widerstands-a-906374.html (Stand: 10.04.2016).

11 „Bundeszentrale für politische Bildung“. URL: http://www.bpb.de/politik/hintergrund- aktuell/162735/protestwelle-tuerkei-06-06-2013 (Stand: 10.04.2016).

12 Vgl. Videoaufzeichnung. URL: https://www.youtube.com/watch?v=hQ1vRjJHWZE (Stand: 07.04.2016).

13 Vgl. Erdem Gündüz in einem Gespräch mit Gurur Ertem im Tanzquartier in Wien: Gezi Uprising as a Corporeal Political Challenge. URL: http://mediathek.tqw.at/en/tanzquartier-wien-online- archiv/video/gezi_uprising_as_a_corporeal_political_challenge/a/detail.html (Stand: 20.04.2016), Wien 2013, Min. 01:21:18.

14 Vgl. İhraç 2014, S.2.

15 Vgl Barbara Gronau, Alice Lagaay: „Einleitung“, in: Barbara Gronau und lice Lagaay (Hg.): Performanzen des Nichttuns. Passagen Verlag Ges. m. b. H., Wien 2008, S. 11-21, S. 11.

16 Vgl. Erika Fischer-Lichte: Ästhetik des Performativen. Suhrkamp-Verlag, Frankfurt am Main 2004, S. 30-33.

17 Vgl. Ebd.

18 Vgl. Gronau, Lagaay 2008, S.13.

19 Vgl. Dieter Birnbacher: Tun und Unterlassen. Reclam-Verlag, Stuttgart 1995, S. 28.

20 Vgl. Gronau, Lagaay 2008, S. 13.

21 Vgl. ebd., S.14.

22 Vgl. Fischer-Lichte 2004, S. 10.

23 Vgl. Alice Lagaay: „How to Do - and Not to Do - Things with Nothing. Zur Frage nach der Performativität des Schweigens“, in: Barbara Gronau und Alice Lagaay (Hg.): Performanzen des Nichttuns. Passagen Verlag Ges. m. b. H., Wien 2008, S. 21-33, S. 23.

24 Hier ausführlich auf die nahezu unzähligen Wirkungsmöglichkeiten des Schweigens und seine Bedeutungen einzugehen (beispielsweise das Schweigen eines Gesprächspartners, von dem eine Antwort erwartet wird, das Schweigen, das Langeweile ausdrückt, das Schweigen eines Tagträumenden etc.), ist mir in hiesigem Rahmen leider nicht möglich.

25 Vgl. „TAZ“. URL: http://www.taz.de/!5121290/ (Stand: 02.05.2016). 9

Details

Seiten
27
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668456006
ISBN (Buch)
9783668456013
Dateigröße
1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v366895
Institution / Hochschule
Freie Universität Berlin
Note
1,0
Schlagworte
wirksamkeit schweigens nichttuns protest duran adam

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