Lade Inhalt...

Die Politik Brasiliens nach dem 1. Weltkrieg

Wissenschaftlicher Aufsatz 2017 82 Seiten

Politik - Internationale Politik - Region: Mittel- und Südamerika

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Brasiliens Lage und Entwicklung nach dem Ersten Weltkrieg

2. Vorgeschichte und Hintergründe der Revolution von 1930
2.1. Anspruch und Wirklichkeit der Revolution
2.2. Die Panamerikanischen Konferenzen von Santiago de Chile 1923 über Havanna 1928 bis Montevideo 1933 – Brasilien will vermitteln
2.3. Argentinien und Brasilien – ein schwieriges Verhältnis bessert sich
2.4. Die wirtschaftliche Lage

3. Der Estado Novo – Brasiliens Weg in die Diktatur
3.1. Grundzüge und Aufbau des Estado Novo
3.2. Die neuen Bande zu den totalitären Systemen Europas
3.3. Vargas Putsch und die Anfänge seines neuen Regimes
3.3.1. Innenpolitische Reaktionen
3.3.2. Verschiedene Meinungen zum Estado Novo im Ausland

4. Quellen und weiterführende Literatur
4.1. Bibliographie
4.2. Zeitschriftenartikel und Aufsätze
4.3. Internetquellen

1. Brasiliens Lage und Entwicklung nach dem Ersten Weltkrieg

Die brasilianische Aussenpolitik vor dem Ersten Weltkrieg war von Zurückhaltung und Mässigung geprägt. Man orientierte sich an den übermächtigen - seit Präsident Theodor Roosevelt nach hegemonialer Grösse strebenden - Vereinigten Staaten.

Dennoch fühlte man sich auch mit dem deutschen Kaiserreich sowohl wirtschaftlich, als auch politisch relativ eng verbunden.

Die Zusammenarbeit mit dem Reich erstreckte sich vor allem auch auf militärischem Gebiet und wurde kontinuierlich ausgebaut. So fand u.a. ein Austausch auf Offiziersebene statt, man adaptierte ganze Ausbildungsprogramme, die der Modernisierung der brasilianischen Armee dienen sollten.[1]

Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges sah sich Brasilien einem aussenpolitischen Dilemma ausgesetzt und entschied sich vorerst für eine neutrale Haltung. Gleichzeitig formierte sich jedoch „eine starke Bewegung für eine Parteinahme zugunsten der Alliierten.“[2]

Wesentlicher Grund war die enge Verbindung zu den USA und Grossbritannien, vor allem auf wirtschaftlicher Ebene. Die Angst vor Angriffen brasilianischer Schiffe durch deutsche U-Boote gab für Brasilien den Ausschlag, letztendlich gegen die Mittelmächte in den Krieg einzutreten.

Assumia Wenceslau Braz o poder em momento delicado ao romper o maior conflicto que o mundo jamais houvesse presenciado. A principio conservou o Brasil a mais completa neutralidade mas teve que desistir dessa posição com o torpedeamento de 5 navios mercantes nossos. Foi feita então em 1917 a declaração de guerra à Alemanha sendo ministro de Estrangeiros o Dr. Nilo Peçanha.[3] /[4]

Diese Entscheidung war ein Novum für die südamerikanischen Staaten, und Brasilien sollte auch das einzige Land dieser Region bleiben, das in den Krieg eintrat. Eine Situation, die sich später unter ähnlichen Vorzeichen wiederholen sollte.

Der Schulterschluss mit den USA war so eng, dass die Präsidenten beider Länder, Woodrow Wilson und Epitácio Pessoa, bei der Konferenz von Versailles gemeinsam auftraten und die Idee eines Völkerbundes vertraten.

Dann lehnte der amerikanische Senat überraschend den Beitritt ab, und so sah sich Brasilien als legitimer und starker Nachfolger der USA in dieser Gemeinschaft.

Brasilien strebte einen ständigen Sitz an, wurde aber zu einem nicht permanenten Beisitzer degradiert. Als dem ehemaligen Kriegsgegner Deutschland ein ständiger Ratssitz angeboten wurde, fühlte Brasilien sich übergangen und trat aus dem Völkerbund aus.[5]

Georg von Gretschaninow schreibt dazu:

Als man 1926 aus Anlass der Errichtung eines ständigen Ratssitzes für Deutschland den übrigen Bewerbern um einen ständigen Sitz, Spanien, Brasilien und Polen, durch die Schaffung halbständiger Sitze entgegenkam, Brasilien jedoch diesen Kompromiss ablehnte und den Völkerbund verliess, wurde kein anderes Bundesmitglied ausser Polen und Spanien für wiederwählbar erklärt, da man den dritten halbständigen Sitz für Brasilien freihalten wollte.[6]

Auf dem eigenen Kontinent musste Brasilien auch aussenpolitische Rückschläge hinnehmen, obwohl die geringe internationale Präsenz der Vereinigten Staaten unter den Präsidenten Coolidge und Harding Spielräume schuf.

Ein Beispiel dafür war das Bestreben anno 1922 ausserhalb der panamerikanischen Konferenzen einen Abrüstungspakt mit Argentinien und Chile abzuschliessen. Chile signalisierte Gesprächsbereitschaft, doch Argentinien misstraute dem grossen Nachbarn im Norden und warf Brasilien Hegemoniestreben und Expansionspolitik vor. Man unterstellte Brasilien einen Schwächungsversuch, was jedoch so kaum zugetroffen haben dürfte.

Die Gründe für die argentinischen Befürchtungen waren die Modernisierung und Umstrukturierung des brasilianischen Militärs, die Einführung der Wehrpflicht in Brasilien sowie die Kriegserklärung des Nachbarn, während Argentinien an der Neutralität festgehalten hatte.[7]

Ausserdem distanzierte sich Argentinien von den USA - ein gravierender Unterschied zur brasilianischen Haltung.

Mit der Revolution von 1930 setzte eine Änderung in der Beziehung zu den USA ein. Getúlio Vargas, Brasiliens Diktator, sah in den USA einen Partner, der Brasilien bei der Landesentwicklung unterstützen sollte. Das Geschäft war im Grunde dergestalt, dass sich Brasilien seine Loyalität mit ökonomischen Gegenleistungen von Seiten der USA bezahlen liess.

Das Brasilien der 1930er Jahre war weit entfernt von den Geschehnissen in Europa. Seine Armee war klein, und das vorhandene Kriegsmaterial überaltert.

Von diesen Eckdaten aus betrachtet erhebt sich die Frage, warum Brasilien überhaupt am Krieg teilnahm und selbst mit der FEB[8] einen zwar unwesentlichen, aber zumindest sichtbaren Beitrag leistete.

In Brasilien lebten damals 41 Millionen Menschen auf 8,5 Millionen Quadratkilometern.

Die enorme Grösse des Landes und eine Bevölkerung, die zu grossen Teilen aus europäischen Immigranten bestand – von der unfreiwilligen historisch und demografisch nicht vergleichbaren Peuplierung aus Afrika einmal abgesehen - konnte von den kriegsführenden Parteien nicht übersehen werden. Gerade durch die informellen Kolonien der europäischen Immigranten schien es nicht undenkbar, der Krieg könne auch nach Südamerika getragen werden.

Anfangs hatte Brasilien grosses Interesse an den Konflikten in Europa, da es zu diesem Zeitpunkt auf der Suche nach der eigenen wirtschaftlichen Selbständigkeit war.[9]

Brasilien war nicht nur schlecht in die Weltwirtschaft integriert, sondern zeigte in den Jahren vor dem Krieg deutliche Schwächen im politischen System.

Daher kann es nicht überraschen, dass die brasilianischen Politiker, Regierung wie Opposition, an den totalitären Ideen aus Europa zumindest zeitweise Gefallen fanden. Aufgrund von Brasiliens junger Geschichte bildete das nationalistische Element einen Kern des politischen Lebens; man war auf der Suche nach einer nationalen Identität.

Man adaptierte in Teilen die europäischen Vorbilder, die als Begründung dafür herangezogen wurden, die Notwendigkeit einer starken Regierung zu begründen.

Ferner galt es, eine starke internationale Präsenz, den Mythos eines Führers und die Einparteienstaatlichkeit zu rechtfertigen.

Ab 1932 entstanden aus der ökonomisch und politisch-ideologischen Krise heraus neue linke und rechte Bewegungen in Brasilien unter der Führung der Organisation „Ação Integralista Brasileira“ (AIB)[10].

Die sogenannten Integralisten waren mit ihren Aufmärschen und Symbolen eine Kopie der Faschisten in Europa und nannten diese auch offen als Vorbilder.

Angeführt wurde die AIB durch den Lehrer und Journalisten Plínio Salgado.

Rogério Lustosa Victor schreibt dazu Folgendes:

No início dos anos 1930, mais precisamente em outubro de 1932, Plínio Salgado fundou a Ação Integralista Brasileira (AIB), movimento político que, em muito pouco tempo, transformou-se no primeiro partido de massas do Brasil.[11] /[12]

The intellectual training and the political apprenticeship of Plínio Salgado developed in a society which in the twenties was in a period of rapid transition.

His father was a local political leader, and he was a part of the old Republic´s political system. Salgado himself also served this system until the Revolution of 1930.

The rupture away from the dominant republican policy and his new ideological engagement were influenced by the ideas of the modernist movement.

Before 1930 he had at the same time been member of a traditional political party and actively participated in the „aesthetic revolution.“

His political past seemed to pressure him towards integration within the oligarchic circles, but his literary activity incited him to pass outside these established frames.

As many other „Young Turks“, Salgado decided slowly and reluctantly, and after having tried without any success to renew the Paulist Republican Party, he went on to try out a new experience.[13]

Salgado nahm an der Woche der „Modernen Kunst“ 1922 in São Paulo teil; sein 1926 veröffentlichtes Buch "Der Fremde" war innerhalb weniger Wochen vergriffen. Unter Berufung auf "eigene brasilianische Wurzeln" wandte sich Salgado gegen die "wachsende Überfremdung von aussen", gegen den atheistischen Kapitalismus und propagierte die Loslösung von kulturellen Vorbildern kapitalistischer Staaten. Der Integralismus wollte eine dynamische, antidemokratische Bewegung sein. Salgado untermauerte ihn mit dem Konzept eines christlichen Synkretismus, einer ganzheitsbezogenen Weltvorstellung mit faschistischen Elementen.

Nach der angestrebten Auflösung der korrupten Parteien plante er die Beseitigung regionaler, sozioökonomischer Unterschiede durch eine „national-korporative, ständestaatliche Ordnung". Der Glaube an Gott, das Vaterland und die Familie waren die Säulen des integralistischen Systems.

Salgado propagierte einen ökonomischen Antisemitismus und hob den Integralismus auch in seinem äusseren Erscheinungsbild von allen anderen Gruppierungen sichtbar ab.

Nach der Farbe ihrer Uniformen wurde die paramilitärische, nach dem Führerprinzip organisierte Bewegung der Integralisten auch Grünhemden genannt.

Als Gruss entlehnten sie den Ausruf „Anauê" aus der Tupi-Sprache („Du bist mein Bruder"), als Symbol verwendeten sie das Sigma-Zeichen, das die Welt als unteilbares Ganzes versinnbildlichte.

Die Bewegung fand im katholischen Klerus ihre Stütze.[14]

Wichtig[er] war die katholisch-fundamentalistische Orientierung der Partei, was schon in ihrem Parteinamen („Integralismus“ war damals ein spezifisch katholischer Begriff) und ihrem Motto – „Gott, Vaterland, Familie“ – zum Ausdruck kam. Wie die übrigen faschistischen beziehungsweise fundamentalistisch-faschistischen Parteien war auch die Partei Salagados in heftige Kämpfe mit den brasilianischen Kommunisten verwickelt.[15]

1933 organisierten die Integralisten ihren ersten Aufmarsch in São Paulo, 1934 gründeten sie ihr Journal "A Offensiva". Im selben Jahr beteiligten sich bereits 4.000 Menschen an Aufmärschen, 1935 zählten sie nach eigenen Angaben 400.000 Mitglieder in Brasilien.[16]

Bei all diesen Bewegungen in Europa und Südamerika lassen sich auch eindeutige Parallelen ausmachen: Wie zwischen dem deutschen Nationalsozialismus und dem italienischen Faschismus fanden sich Gemeinsamkeiten zum brasilianischen Gegenstück, dem Integralismus sowie auch dem argentinischen Peronismus.

Die Organisationsform der AIB kennzeichnete sich durch drei Aspekte, in denen ihr faschistischer und totalitärer Charakter hervortrat. Zunächst unterlag ihr Aufbau, wie dies auch in anderen faschistischen Parteien der Fall war, vollständig dem Führerprinzip.

Der Parteichef war nicht nur Vorsitzender der Bewegung, sondern durch seine messianische Funktion auch deren Legitimitätsquelle. Seine Machtstellung innerhalb der Partei war zentralisiert, total und permanent.

Alle Macht ging vom Führer aus und wurde von ihm an den Parteiapparat weiterdelegiert. Zu allen Parteifragen besass er die unumschränkte Entscheidungsgewalt.

Zweitens besass die Partei eine parastaatliche, straff hierarchisch gegliederte Struktur mit verschiedenen, dem Parteichef unmittelbar unterstellten Abteilungen zu den unterschiedlichen Aktivitätsbereichen (Doktrin, Kultur, Miliz, Propaganda, etc.).

In vertikaler Linie waren ihm die Leiter der Provinzräte ebenfalls direkt untergeordnet. Drittens schliesslich wurde durch eine umfangreiche ideologische Sozialisierung versucht, die Mitglieder in allen Lebensbereichen an die Partei zu binden.

Neben der ideologischen Schulung und Indoktrinierung umfasste diese totalitäre Erziehung auch eine Reihe von Riten, Symbolen und Hymnen.[17]

Dieser Abschnitt der brasilianischen Politik war, wie auch die politische Linie späterer Jahre, nicht frei von Widersprüchen: Einerseits war man mit den USA und den Werten des Liberalismus verbunden, anderseits entwickelten sich bereits totalitäre Tendenzen.

Vargas schuf mit dem Estado Novo und der gleichzeitigen Untergrabung der Integralisten einen weiteren Widerspruch. Ausserdem war Vargas Aussenminister Oswaldo Aranha pro-amerikanisch eingestellt und agierte in diesen Belangen isoliert von den übrigen Regierungsmitgliedern.

Zu Aranha herrscht die Meinung, dass Vargas Aranha für den Aufbau der Beziehung zu den USA in dieser schwierigen Phase benutzte, nicht nur weil Aranha ein Experte im Finanzwesen war, sondern auch weil er als Proamerikanischer vielleicht mehr erreichen könnte als seine Vorgänger.

Mit der Politik Vargas war Aranha nicht befreundet, mit Vargas jedoch sehr, wie unter anderem Chacon bemerkt:

Percorrida mais esta etapa – após o enfileiramento brasileiro nas hostes aliadas, mediante o preço econômico e político de impulso ao nosso desenvolvimento industrial, sem desdouro para quem sempre optou pelos países liberais em coalizão com a União Soviética -- Oswaldo Aranha pressentiu o fim do Estado Novo. Aqui voltava a falar alto a amizade por Vargas, o velho companheiro dos pampas [...][18] /[19]

Um die Rolle Brasiliens in den Geschehnissen des Zweiten Weltkrieges verstehen zu können, muss sie unter Einbeziehung der Vorjahre in einzelne Phasen unterteilt werden.

Die erste Phase dauerte bis November 1937 an und war von internen Belangen gekennzeichnet.

Mit der Bildung des Estado Novo gewannen internationale Themen für Brasilien an Bedeutung.

Der Kriegsausbruch führte Brasilien zu einem Spionagekrieg, der einherging mit einem diplomatisch belasteten, jedenfalls nicht spannungsfreien Verhältnis zu den USA.

Am Ende erklärte Brasilien Deutschland 1942 doch den Krieg und stellte sich auf die Seite der Alliierten.

2. Vorgeschichte und Hintergründe der Revolution von 1930

Washington Luís war der letzte Präsident Brasiliens vor der Revolution von 1930.

Gemäss seinem Wahlspruch „Regieren heisst Strassen bauen“[20] wurden unter seiner Herrschaft grosse Strassenbauprojekte ins Leben gerufen, die der Wirtschaft des Landes „schnellere Wege“ bringen sollten.

Seine Bemühungen, die brasilianische Währung auf Goldbasis zu stabilisieren, wurden durch die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise vereitelt.

Im Jahre 1930 standen Neuwahlen an, bei denen auch Getúlio Vargas mit der Aliança Libra (AL)[21] antrat. Die Ermordung des mit Vargas für das Amt des Vizepräsidenten aufgestellten Cavalcanti war das äussere Signal zum Ausbruch der von der AL geführten Revolution (3.10.1930) in Rio[22] und RS[23] mit Unterstützung eines grossen Teil des Heeres.[24]

Ende 1930 kam Getúlio Dornelles Vargas durch eine bewaffnete Bewegung an die Macht. Die erste Republik, die 40 Jahre zuvor ihren Anfang genommen hatte, fand damit ihr Ende, und die „Ära Vargas“ begann.

In Folge dieses Umbruchs kam es zu einem Austausch zwischen Politikern und Militärs. Die Politiker, die in der ersten Republik ihren Dienst versehen hatten, wurden von jüngeren abgelöst.

Neue Figuren, darunter viele bis dato nur regional hervorgetretene Politiker, betraten die Bühne und wurden erst zu diesem Zeitpunkt bekannt.

Zum besseren Verständnis von Vargas Politik sei ein kurzer Blick auf seinen Werdegang erlaubt.

Getúlio Dornelles Vargas wurde am 19. April 1883 in São Borja, im Staat Rio Grande do Sul geboren. Er stammte aus einer Politikerfamilie und arbeitete nach seinem Jus-Studium einige Jahre als Anwalt, bevor er in die Politik ging.

Im Jahr 1907 wurde er Abgeordneter des Kongresses seines Heimatstaates Rio Grande do Sul, 1922 Mitglied des Nationalkongresses.

Vargas setzte seine Karriere vier Jahre später als Finanzminister fort und wurde 1928 Gouverneur von Rio Grande do Sul. Als er die Präsidentschaftswahl 1930 verlor, sah er nur einen Weg an die Macht zu kommen: durch Gewalt und Waffen.[25]

Getrieben von Machthunger und unter dem Eindruck, anderen radikalen Kräften wie der „grossen Koalition der Unzufriedenen“ zuvorkommen zu müssen, erreichte er durch seine Verbindungen zur Militärelite, dass diese ihn im Oktober 1930 zum Präsidenten mit diktatorischen Vollmachten ernannte.

Während der Änderung im Kriegsministerium 1934 wurde die Disziplin […] wiederhergestellt, welche es schon während der Revolten der 20er Jahre, der Revolution der 30er und des Aufstandes von São Paulo 1932 gab.[26]

In der ersten Phase der noch provisorischen Regierung waren die Putschisten wachsendem Widerstand ausgesetzt, was sie 1933 zu einer Verfassungsversammlung veranlasste.

Hier wurde eine neue Verfassung beschlossen, und Vargas Legislaturperiode bis 1938 verlängert. Die Legalisierung des Putsches mittels einer inszenierten Wahl 1934 schaffte es nicht, die Öffentlichkeit über die persönliche Machtfülle Vargas hinwegzutäuschen.

Der Widerstand gegen den Estado Novo wuchs, und mit dem Zusammenschluss vieler Gruppierungen bildete sich 1935 eine wichtige Opposition gegen den „Vater der Armen“ heraus. Zur Opposition gehörte auch die AIB, die für viele Nationalisten aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit den europäischen Regimes, besonders mit dem Faschismus in Italien, attraktiv war.

In dieser Gruppe fühlten sich vor allem auch deutsche und italienische Immigranten vertreten. Die Entwicklung der innenpolitischen Landschaft war ein Reflex auf die sich verändernde Weltpolitik zwischen den beiden Weltkriegen.

2.1. Anspruch und Wirklichkeit der Revolution

Die Bewegung der Revolutionäre, unter dem Namen Aliança Liberal (AL), die im Jänner 1930 machtvoll in Erscheinung trat, errang rasch eine bedeutende Rolle in der Zukunft Brasiliens.

Ihr Programm war in Inhalten und Zielen bewusst heterogen ausgerichtet, um eine möglichst breite Wählerschicht zu erreichen.

Diese unterschiedlichen Ansätze liessen den Eindruck entstehen, das Programm sei ein Kompromiss zwischen einer liberalen Abspaltung der Revolutionäre um Vargas und der sozialer ausgerichteten Linie der unteren Militärs.

Es handelte sich allerdings nicht um ein „Volksprogramm“; im Gegensatz zu den Behauptungen von Vargas.

Seine [Vargas] ersten Taten nach der „Machtergreifung“ waren die Auflösung des Kongresses, Verbot der politischen Parteien, die Einführung eines neuen demokratischeren Wahlgesetzes (geheime Abstimmung, Frauenwahlrecht) und das Versprechen eines neuen Grundgesetzes.[27]

Das Arbeitsprogramm der Revolutionäre zeigte sich wenig durchdacht bzw. unausgereift: Es bot keine tieferen Analysen der Gesellschaft und auch keine Lösungsansätze für die Probleme des Staates. Inhaltlich beschränkte sich das Dokument letztlich auf die Bekanntgabe einer Reihe allgemeiner Prinzipien und Absichten.

Vergleicht man dieses Programm mit dem, das sieben Jahre später bei einem neuen Putsch von Vargas ausgegeben wurde, dann finden sich im neuen Programm (dem des Estado Novo) detaillierte ideologische Ansichten. Das Programm von 1930 wies allerdings schon die Richtung für die spätere ideologische Entwicklung des Landes.

Mit der Entstehung der „Vargaismus“[28] traten die Sorgen der Revolutionäre deutlich hervor, insbesondere die offenen politischen Probleme. Bei gewissen Schüsselfragen konnte man sich bald auf einen Konsens verständigen: Die Demokratisierung des Landes nach 40 Jahren der Ersten Republik und die Begnadigung der Gefangenen und politischen Gefangenen.

Die Demokratisierung beinhaltete die Einführung der geheimen Wahl, den Kampf gegen Wahlbetrug und eine neue Bundesverfassung.

Die AL wollte eine Revolution ermöglichen, die zu einem nationalen Bündnis sowie zur Demokratisierung und moralischen Erneuerung des Landes führen sollte.

Diese Ziele wurden zum Teil erlangt. Innenpolitisch formierten sich aber Gegenkräfte: Vor allem das linke Lager, organisiert in der Kommunistischen Partei Brasiliens (Partida Comunista Brasileiro), bildete bald die wichtigste oppositionelle Kraft, deren Agitation in einer Revolte mündete, die brutal niedergeschlagen wurde. Die Rechten waren in der seit 1932 bestehenden AIB (Ação Integralista Brasileira) vereinigt, welche mit dem Faschismus sympathisierte, antiliberal und antisemitisch agierte.[29]

Die Amnestie, der zweite Punkt des Konsens, wurde zwar durchgeführt, jedoch folgten dann wieder neue Verhaftungen, besonders unter Oppositionsanhängern.

Die Demokratisierung schlug fehl und die Revolution mündete im Vargaismus.

Damit bestand ein Personenkult, ähnlich dem des Führerkultes des Nationalsozialismus, des Faschismus, des Salazarismus oder des Frankismus.

Auf schlechte Arbeitsbedingungen und die sozialen Probleme reagierten die Brasilianer in den frühen 1930er Jahren mit Streiks und Protesten.

Die Regierung nahm dieses Verhalten der Bevölkerung zwiespältig auf. Einerseits setzte man die Polizei nicht mehr so vehement wie früher gegen Protestierende ein, andererseits wurden die Forderungen der Arbeiterklasse weitgehend ignoriert.

Man machte es sich bequem und kehrte diese Probleme unter den Tisch.

Auf internationaler Ebene kämpfte die AL sehr wohl für die Lösung sozialer Probleme, aber im eigenen Land bemühte sie sich nicht um die Durchsetzung dieser Ziele.

Die Gewerkschaften wurden unterdrückt, sogar indirekt verboten, die Arbeiterschaft vom Staat bevormundet. Dies verhinderte die Entstehung von freien Gewerkschaften in Brasilien.

Bei den wirtschaftlichen Lösungsansätzen zeigt sich das Programm von 1930 schon deutlicher. Als wichtigstes Problem wurde die Krise der Kaffeebauern benannt.

Die Regierung schlug nicht etwa eine Erhöhung des Kaffeepreises vor (was aufgrund der weltwirtschaftlichen Situation gar nicht möglich war), sondern sogar eine Senkung.

Doch es fehlte der Regierung an konkreten Umsetzungsplänen. In der Praxis veränderte sich die Wirtschaftspolitik ab 1930 kaum.

Die internationale Lage nach Beginn der Weltwirtschaftskrise zwang Brasilien nach Auswegen aus der vorherrschenden wirtschaftlichen Lage zu suchen.

Die USA kämpften damals mit der Rezession, Deutschland versuchte noch immer, sich aus den Verpflichtungen des Versailler Vertrages zu befreien. Frankreich war verarmt, und England isoliert.

Um am Weltmarkt bestehen zu können, entschied sich Brasilien gegen Monokulturen und begann Woll- statt Kaffeeplantagen anzulegen, was sich in einem Exportplus niederschlug.

Nachdem für den landwirtschaftlichen Sektor eine Entscheidung getroffen worden war, war es der Regierung Vargas ein Anliegen, eine Basisindustrie aufzubauen, die der Sicherheit des Landes zu dienen hatte.

Brasilien fehlte dafür aber noch das Know-How, und so sah sich die Regierung ab 1930 auf dem internationalen Markt um.

Die wichtigsten Partner wurden Deutschland und die USA. Auch nicht unbedeutend, aber eher im Hintergrund agierend, folgten Italien und England in der Prioritätenliste.

Die Weltwirtschaftskrise, ausgelöst durch den Schwarzen Freitag im Oktober 1929, machte Brasilien noch deutlicher, dass es sich nicht auf ausländische Hilfe verlassen konnte.

Primär wollte man die importierten Waren durch heimische Erzeugnisse ersetzen, um nicht von anderen Märkten abhängig zu sein. Innerhalb der eigenen Industrie hatte für Vargas die Metallindustrie höchste Priorität.

Das erklärte Ziel, eine eigene Metallindustrie aufzubauen, wurde immer wichtiger und leitete das Verhalten Brasiliens gegenüber den USA und Deutschland während des gesamten Krieges.[30]

Die AL vertrat die Meinung, dass die Aussenpolitik keine hohe Priorität geniessen sollte, und dass die inneren politischen Veränderungen keinen Einfluss nach aussen bewirken müssten.

Dies veranschaulicht, warum nicht geklärt war, welchen Platz Brasilien in der internationalen Gemeinschaft einnehmen sollte. Einmal zeigte es sich dem Faschismus oder Hitlerismus zugewandt, dann wieder pro-amerikanisch.

Der Panamerikanismus wurde nur schleppend verfolgt. Auch die Position gegenüber Europa wurde nicht klar und eindeutig definiert.

Es erhebt sich bei Betrachtung der einzelnen aussenpolitischen Schritte der Eindruck einer gewissen Plan- und Ziellosigkeit, die aber auch konkrete Meinungsverschiedenheit innerhalb des Kabinetts zum Hintergrund gehabt haben könnte.

Aufgrund dieser eher schwachen und unsteten Aussenpolitik waren die Aktivitäten des Aussenministeriums auf internationaler Ebene nur auf wirtschaftliche Beziehungen ausgerichtet, vielleicht die einzige Konstante der diplomatischen Bemühungen. Nur unter dem Aspekt arbeitete Brasilien auch an den panamerikanischen Verbindungen. Während der Weltwirtschaftskrise schrumpfte der Kaffeeexport Brasiliens dramatisch und das Aussenministerium sah sich nach neuen Absatzmärkten um, wobei Brasilien gegen den weit verbreiteten Protektionismus ankämpfen musste. Hierzu schloss es eine Reihe bilateraler Abkommen mit verschiedenen Ländern ab.

Doch war es das einzige Land, das auf diese Weise vorging, was 1935 in der Kündigung aller Verträge von Seiten Brasiliens resultierte.

Als Erklärung hiess es, dass keine Reziprozität gewährleistet sei.

1934 kam es zu einem Kurswechsel in der brasilianischen Aussenpolitik – sie wurde plötzlich merklich pragmatischer. Diese Änderung wirkte sich positiv auf das Verhältnis zu Deutschland aus: Brasilien wurde zu einem wichtigen Gesprächspartner für das Dritte Reich.

Ein weiterer Ansatzpunkt der brasilianischen Aussenpolitik war der Panamerikanismus. Schon seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts bemühte sich Brasilien um eine Annäherung der amerikanischen Länder.

Da Brasilien an fast alle südamerikanischen Länder angrenzt, hatte es regelmässigen Kontakt zu allen Staaten auf verschiedenen administrativen Ebenen.

Brasilien war also schon geografisch für eine Vermittlerrolle prädestiniert.

Es ging vor allem darum, sich aktiv an Konferenzen zu beteiligen, eine Politik der Vermittlung zu betreiben (besonders bei regionalen Auseinandersetzungen wie Grenzkonflikten) und das Verhältnis zum Rivalen Argentinien zu verbessern.

Der regionalpolitische Einsatz wurde übrigens 1946 noch mehr verstärkt, als Brasilien keinen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat erhielt. Brasilien sah sich um seinen Siegerlohn geprellt und konzentrierte sich wieder mehr um die Belange auf dem eigenen Kontinent.

Hier war in den Jahrzehnten vor dem Krieg nicht alles im Sinne Brasiliens gelaufen, und eine gemeinsame Haltung der Staaten Lateinamerikas sowie eine Stärkung tat Not.

Damit wäre an dieser Stelle auf Brasiliens Entwicklung im inneramerikanischen Institutionengefüge in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts einzugehen.

2.2. Die Panamerikanischen Konferenzen von Santiago de Chile 1923 über Havanna 1928 bis Montevideo 1933 – Brasilien will vermitteln

Der inneramerikanische Konsens war zu Beginn der 1930er Jahre mehrfach harten Proben ausgesetzt und somit in Frage gestellt. Konsensentscheidungen waren nahezu unmöglich geworden, denn die Abgrenzung und Behauptung gegen US-amerikanische Positionen blieb schwierig.

Unter dieser Belastung litten auch die zwischenstaatlichen Beziehungen mittel- und südamerikanischer Staaten untereinander.

Wachsende wirtschaftliche Not verschärften die Verteilungskämpfe, wie Grenzkonflikte um rohstoffreiche Regionen immer wieder zeigten.

Bei der Konferenz von Santiago 1923 hatten die amerikanischen Länder ein Abkommen über die friedliche Beilegung von internen Konflikten abgeschlossen. Allerdings sollte diese Einigkeit nicht allzu lange anhalten.

Bei der 6. Konferenz in Havanna 1928 erzielte man keine Einigkeit über die Rechte und Verpflichtungen der Staaten. Das besondere Ziel dieses Treffens wäre nämlich das Prinzip des „Nicht-Einmischens“ in innere Angelegenheiten der Mitgliedstaaten“, das aber von den USA blockiert wurde.

Die 1823 erstmals programmatisch formulierte und zur „Monroe Doktrin“ entwickelte Verwahrung gegen europäische Einmischungsversuche in jegliche amerikanische Angelegenheit ist bekanntlich von grundlegender Bedeutung für die amerikanische Politik gegenüber den südlichen Nachbarn.

Die eigentlich mit einer Beschützerrolle einhergehende Interessenformulierung hatte sich seit Ende des 19. Jahrhunderts besonders unter dem Präsidenten Theodor Roosevelt in ihr Gegenteil verkehrt.

Sie entwickelte sich zu einer je nach Lesart bevormundenden oder imperialistischen Haltung, der zufolge sich die USA das Recht nahmen, sich in interne Angelegenheiten der lateinamerikanischen Länder einzumischen. Natürlich war gegen diese Praxis erbitterter Widerstand der betroffenen Länder zu erwarten.[31]

Die Monroe-Doktrin wurde 1904/05 durch das so genannte (Theodore) Roosevelt Corollary verstärkt, mit dem sich die USA nunmehr hochoffiziell ein polizeiliches Interventionsrecht gegen karibische und zentralamerikanische Staaten anmassten.

Damit gingen sie allerdings auf Kollisionskurs mit diversen Staaten und Politikern in Lateinamerika.[32]

[...]


[1] Harald Barrios, Die Aussenpolitik junger Demokratien in Südamerika. Argentinien, Brasilien, Chile und Uruguay (Opladen 1999) S. 85

[2] Ebda. S. 85

[3] Gustão Ruch, Historia da America (Rio de Janeiro 1932) S. 490

[4] Sinngemässe Übersetzung: Wenceslau Braz kam zu einem empfindlichen Zeitpunkt an die Macht, als der grösste, weltweit jemals bekannte Konflikt ausbrach. Vorerst pflegte Brasilien strengste Neutralität, die jedoch mit dem Angriff auf 5 brasilianische Handelsschiffe aufgegeben werden musste. Somit erklärte Brasilien im Jahr 1917 unter Ausserminister Dr. Nilo Peçanha Deutschland den Krieg.

[5] Barrios, Die Aussenpolitik junger Demokratien in Südamerika S. 86

[6] Georg v. Gretschaninow, Die neue Zusammensetzung des Völkerbundsrates, in: Zeitschrift für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht. Heidelberg Journal of International Law, Jg. 5, Nr. 1 (Heidelberg 1935) S. 180

[7] Barrios, Die Aussenpolitik junger Demokratien in Südamerika S. 86

[8] Abkürzung für die F orça E xpedicionária B rasileira.

[9] Vgl. Ricardo Seitenfus, O Brasil vai á guerra. O processo do envolvimento brasileiro na segunda guerra mundial (Barueri 2003) S. 15

[10] dt.: Brasilianische Integralistische Aktion

[11] Rogério Lustosa Victor, O Integralismo nas Águas do Lete. História, Memória e Esquecimento. Dissertation (Goiânia 2004) S. 10

[12] Sinngemässe Übersetzung: Anfang der 1930er Jahre, genauer im Oktober 1932, gründete Plínio Salgado die Ação Integralista Brasileira (AIB), eine politische Bewegung, die in kürzester Zeit zur ersten Massenpartei Brasiliens avancierte.

[13] Hélgio Henrique Casses Trindade, Facism and Authoritarianism in Brazil under Vargas 1930-1945, in: Roger Griffin, Matthew Feldman, Facism. Critical Concepts in Political Science (London 2004) S. 270

[14] Ursula Prutsch, Brasilien 1889 - 1985. Von der Ersten Republik bis zum Ende der Militärdiktatur (Wien 1989-2003) S. 34f.

[15] Wolfgang Wippermann, Faschismus. Eine Weltgeschichte vom 19. Jahrhundert bis heute (Darmstadt 2009) S. 211

[16] Prutsch, Brasilien 1889 - 1985 (Wien 1989-2003) S. 34f.

[17] Eckhard Rumpf, Unterentwicklung der politischen Parteien und Dominanz der Eliten in Brasilien. Dissertation (Berlin 2004) S. 55; zitiert nach Hélgio Henrique Casses Trindade, Integralismo. O fascismo brasileiro na década de 30 (São Paulo 1974)

[18] Vgl. Vamireh Chacon, Estado e Povo no Brasil. As Experiências do Estado Novo e da Democracia populista 1937-1964 (Rio de Janeiro 1977) S. 142

[19] Sinngemässe Übersetzung: Nach einer weiteren Etappe – jene der Annährung Brasiliens an die USA angesichts der angestrebten industriellen Entwicklung Brasiliens sowie seine traditionelle Anlehnung an die liberalen Länder, die mit der Sowjetunion koalierten -- spürte Oswaldo Aranha das Ende des Estado Novo nahen. Hier besann er sich wieder auf die Freundschaft zu Vargas, seinen alten Freund aus der Pampa […]

[20] Ernst Gerhard Jacob, Grundzüge der Geschichte Brasiliens (Darmstadt 1974) S. 222

[21] dt. Liberale Allianz

[22] Gemeint ist hier Rio de Janeiro.

[23] Gemeint ist hier der brasilianische Bundesstaat Rio Grande do Sul.

[24] Jacob, Grundzüge der Geschichte Brasiliens, S. 223

[25] N. N., Getúlio Vargas: http://de.wikipedia.org/wiki/Get%C3%BAlio_Dornelles_Vargas (o. O., o. D.) Abgerufen am 7.12.2006

[26] Thomas E. Skidmore, Brasil. De Getúlio Vargas a Castelo Branco 1930-1964 (Rio de Janeiro 1975) S. 47

[27] Jacob, Grundzüge der Geschichte Brasiliens S. 223

[28] In Brasilien wird die Revolution von 1930 als „Getúlismus“ bezeichnet, da der Vorname eine wichtigere Stellung als der Nachname hat. Korrekterweise jedoch ist die Bewegung als „Vargaismus“ zu bezeichnen; ähnlich dem Peronismus, oder dem Salazarismus.

[29] Judith Jamböck, Die Rolle Brasiliens während des Zweiten Weltkrieges. Eine diplomatiegeschichtliche Perspektive. Diplomarbeit (Wien 2004) S. 16

[30] Vgl. Seitenfus, O Brasil vai á guerra S. 4

[31] Vgl. Seitenfus, O Brasil vai á guerra S. 7

[32] Romeo Rey, Geschichte Lateinamerikas vom 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart (München 2006) S. 178

Details

Seiten
82
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668440159
ISBN (Buch)
9783668440166
Dateigröße
743 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v366367
Note
Schlagworte
politik brasiliens weltkrieg

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Die Politik Brasiliens nach dem 1. Weltkrieg