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Erholung im Sport - Psychoregulative Maßnahmen (Entspannungsverfahren)

Hausarbeit 2005 10 Seiten

Sport - Sportpsychologie

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Psychoregulatives Training zur Erholung
2.1. Ziele von Entspannungsverfahren
2.2. Wichtige Hinweise für die Ausführung

3. Autogenes Training
3.1. Die Übungen
3.2. Mögliche physiologische Effekte des Autogenen Trainings
3.3. Mögliche psychologische Effekte des Autogenen Trainings
3.4. Ziele des Autogenen Trainings

4. Progressive Muskelrelaxation
4.1. Die Urform
4.2. Die modifizierte Variante von Bernstein und Brokovec
4.3. Mögliche Effekte der Progressiven Muskelrelaxation

5. Biofeedback Verfahren
5.1. Verschiedene Biofeedback Verfahren

6. Schlusswort

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Im Rahmen des Psychologie Proseminars „Psychologie im Breiten-, Leistungs- und Gesundheitssport“ haben Jasper Körmann und ich, Andreas Heller, am 23.11.04, ein Referat zum Thema „Erholung im Sport“ gehalten. In dem Referat ging es um allgemeine Erholung, Erholungsforschung, physische, psychische und psychophysische Erholung.

In dieser Hausarbeit sollen nun die psychische Erholung, insbesondere die psychischen Entspannungsmaßnahmen (Psychoregulatives Training), vertieft werden.

2. Psychoregulatives Training zur Erholung

Erholung hat einen hochsignifikanten Einfluss auf die sportliche Leistung eines Athleten. Dies gilt für alle Athleten, unabhängig von ihrer Motivation zum Sporttreiben. Kellmann (2002) schreibt, dass Trainingsbelastungen zu unerwünschten Überbeanspruchungen führen können, aber auch, im Wechsel mit hinreichender Erholung, einen positiven Trainingseffekt und bessere Belastbarkeit herbeiführen können. Daher ist festzustellen, dass Entspannungsverfahren einen sehr hohen Stellenwert in der Sportpsychologie haben (Kellmann & Beckmann, 2004). Dazu muss der Erholungsprozess optimiert werden.

Es gibt mehrere Methoden für die Optimierung des Erholungsprozesses, psychischer und physischer Art, die momentan erforscht und angewandt werden.

Allmer (1989) schreibt zu diesem Thema, dass psychische, wie auch physische, Regenerationsmaßnahmen in wechselseitiger Beziehung zueinander stehen und somit auch die lange nicht beachtete psychische Seite einen erheblichen Stellenwert in der Erholungsforschung hat.

Der wichtigste Zweig der psychischen Erholungsmethoden ist das Psychoregulative Training, durch das man den Erholungsprozess selbst aktiv beeinflussen kann.

Laut Hahn (1996) ist die Fähigkeit sich zu erholen unter anderem auch Vorraussetzung für viele andere sportpsychologische Techniken, wie z.B. dem mentalem Training.

Später in dieser Arbeit wird auf ausgewählte psychoregulative Maßnahmen (Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation) und deren Überprüfung (Biofeedback Verfahren) näher eingegangen.

2.1. Ziele von Entspannungsverfahren

Nach Kellmann und Beckmann (2004) haben psychische Entspannungsverfahren im Sport 5 wesentliche Ziele:

- langfristig sollen Athleten eine größere Gelassenheit im Bezug auf beanspruchende Trainings- und Wettkampfsituationen erlangen.
- Kurzfristig sollen störende Gedanken ausgeschaltet werden und vollständige Konzentration, sowie optimale Wettkampfspannung erreicht werden.
- Regeneration in Wettkampfpausen oder bei Verzögerungen, ohne vollständigen Verlust der Wettkampfspannung.
- Unterstützung der Regeneration nach Training, Wettkampf oder Verletzung.
- Entspannungsverfahren bilden die Grundlage für andere sportpsychologische Techniken.

2.2. Wichtige Hinweise für die Ausführung

Nach Kellmann und Beckmann (2004) sollte am Anfang immer ein Beratungsgespräch mit einem Sportpsychologen stehen, um herauszufinden, welches Verfahren am besten für die individuellen Bedürfnisse geeignet ist und um übertriebene Erwartungen abzubauen. Danach sollte dieses Entspannungsverfahren systematisch und kontinuierlich geübt werden.

Im Bezug auf Sonnenschein (2001) müssen außerdem vorab bestimmte Informationen an den Ausführenden weitergegeben werden.

- Indikatoren für den Zustand des Entspanntseins (z.B. Wärme, Schwere, usw.)
- Informationen über den Umgang mit Störungen / Ablenkungen (z.B. Beschäftigung mit ihnen für unwichtig erklären)
- Ggf. Absicherung gegen Einschlafen (z.B. Sitzen statt Liegen)
- Erwähnung eines nicht linearen Lernfortschritts
- Möglichkeiten einer flexiblen Gestaltung von Übungsbedingungen (z.B. anderer Ort, andere Körperposition).

3. Autogenes Training

Vaitl (2004) schreibt, dass das Autogene Training in Europa zu den bekanntesten Entspannungsverfahren zählt und in den 20er Jahren von dem Nervenarzt J.H. Schultz (1884- 1970) entwickelt wurde. Sonnenschein (2001) erwähnt, dass es lange geübt werden muss.

Ursprünglich wurde es im klinischen Bereich der Psychologie angewandt.

Heutzutage ist es auch ein häufig genutztes Verfahren in der Sportpsychologie.

Die Bezeichnung „Autogenes Training“ kommt daher, dass die Effekte selbst („autogen“) und nur durch längeres Üben („Training“) herbeigeführt werden.

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Details

Seiten
10
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783638361774
ISBN (Buch)
9783638761987
Dateigröße
503 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v36602
Institution / Hochschule
Ruhr-Universität Bochum – Sportwissenschaft
Note
1,7
Schlagworte
Erholung Sport Psychoregulative Maßnahmen Psychologie Breiten- Leistungs- Gesundheitssport

Autor

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Titel: Erholung im Sport - Psychoregulative Maßnahmen (Entspannungsverfahren)