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Die Entwicklung der Printmedien und die Auswirkungen der Digitalisierung. Das Playboy Magazin

Seminararbeit 2016 20 Seiten

Medien / Kommunikation - Printmedien, Presse

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Medien
2.1 Definition
2.2 Printmedien
2.3 Onlinemedien

3 E-Paper
3.1 Definition
3.2 Entwicklung des E-Papers

4 Playboy Deutschland Publishing GmbH
4.1 Entwicklung des Playboy Magazins
4.2 Veranderungen durch die Digitalisierung
4.3 Chancen und Risiken

5 Zusammenfassung

6 Anhang 1: Personliches Interview mit Florian Boitin

7 Literaturverzeichnis

8 Internetverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Verkaufte Auflagen an Publikumszeitschriften in Deutschland in den

Jahren von 1996 bis 2014 (in Millionen Exemplaren) 3

Abbildung 2: Digitale Auflagen an Publikumszeitschriften in Deutschland in den Jahren 2010 bis 2014 und Prognose bis 2019 (in Millionen Exemplaren) 7

1 Einleitung

Der rasante Anstieg digitaler Mediennutzung verandert zunehmend die Medienbranche. So wird die Zukunfit klassischer Massenmedien verstarkt durch neue Informations- und Kommunikationstechnologien beeinflusst. Die Veranderungen des Mediennutzungs- verhaltens fiihren zu einem Aufkommen weiterer Medien am Markt. Die vorliegende Arbeit soli von der Frage geleitet werden, ob ein einmal etabliertes Medium durch ein neues Medium verdrangt wird. Um die Leitfrage zu bearbeiten, werden zwei theoretische Saulen gebildet. Die erste Saule befasst sich im zweiten Kapitel mit den klassischen Medienformaten, Print- und Onlinemedien. Zunachst werden grundlegende Begrifflichkeiten definiert und voneinander abgegrenzt. Femer werden die Veranderungen in der Printbranche durch die Digitalisierung herausgearbeitet. Denn der Fokus in dieser Arbeit liegt ausschlieBlich auf den Printobjekten. Im Abschnitt E-Paper wird ebenfalls eine theoretische Grundlage zum Thema digitaler Distribution aufgezeigt. Im vierten Kapitel soil, anhand des Playboy Magazins, exemplarisch untersucht werden, ob die Theorie Anwendung findet. Wird dies bestatigt, soil herausgestellt werden, wie die Chancen und Risiken aussehen. AbschlieBend werden die theoretischen Saulen im funfiten Kapitel zusammengefasst. Dabei soli herausgearbeitet werden, welche Ruckschlusse oder Handlungsempfehlungen fur Medienuntemehmen gezogen werden konnen.

2 Medien

2.1 Definition

In der Medienwissenschaft wird der Begriff „Medien“ in unterschiedlichen Fachbereichen und Zusammenhangen verwendet. Die Grundlage fur den Terminus bildet die lateinische Ubersetzung, bei der Medien als Massenmedium fur gesellschaftliche Interaktion und offentliche Kommunikation verstanden werden[1]. Es wird zwischen einer Vielzahl von Einzelmedien unterschieden, wie: Rundfunk, Internet, Femsehen und Printmedien[2]. Diese stellen dem Rezipienten informierende und unterhaltende Inhalte zur Verfugung.

2.2 Printmedien

Printmedien gehoren zur Gruppe der Sekundarmedien, denen in der Medienindustrie eine besonders groBe Bedeutung zugeteilt wird. Die medienwissenschaftliche Einordnung in diese Medienklasse ist gekennzeichnet durch das Kriterium des Technikeinsatzes bei der Produktion nicht aber der Rezeption. „Die Informations- aufnahme iiber Printmedien vollzieht sich aktiv ,..“[3], sodass Rezipienten lediglich Leseverhalten aufweisen miissen. Zudem werden die Medienprodukte in gedruckter Form distribuiert. Beispielhaft dafiir sind Zeitschriften und Zeitungen, die unter dem Oberbegriff Presse zusammengefasst werden[4]. In diesem Kapitel wird primar die Entwicklung der Zeitschrift am deutschen Markt beleuchtet.

Der Sammelbegriff „Zeitschrift“ klassifiziert Druckwerke, die periodisch erscheinen, einen geringen Aktualitatsgrad aufweisen und iiber Themen aus einem universellen Interessengebiet berichten[5]. In der Medienwissenschaft existieren unterschiedliche funktionale Typologien, die sich in Fach-, Publikums- und Kundenzeitschriften gliedern. Im Zeitschriftensystem besitzen Publikumszeitschriften wirtschaftlich einen besonders hohen Stellenwert, da diese das groBte Marktsegment bilden.

Publikumszeitschriften haben sowohl informierende, als auch eine unterhaltende Funktion und unterscheiden sich in General- und Special- Interest- Zeitschriften[6]. Das Playboy Magazin, auf das im vierten Kapitel exemplarisch naher eingegangen wird, zahlt zu den Special- Interest- Magazinen.

Der multimediale Wandel in der Medienbranche verstarkte das wirtschaftswissenschaftliche Forschungsinteresse an der Printbranche[7]. So analysierte der Medientheoretiker, Marshall McLuhan, in den 1960er Jahren die Auswirkungen neuer Informations- und Kommunikationstechnologien auf die Printobjekte. Nach seiner Argumentation bewirken elektronische Medien eine Verdrangung der klassischen Printmedien am Markt[8]. Die Fragen, die sich daraus ableiten lassen sind: ist diese Theorie in der heutigen Zeit noch anwendbar und fiihren Onlinemedien tatsachlich zum Aussterben klassischer Printmedien?

Laut Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) haben sich in den letzten Jahren zunehmend neue Publikumszeitschriftentitel am Markt etabliert. Im Zeitraum von 1999 bis 2015 erhohte sich das Titel- Portfolio in Deutschland von 1.144 auf 1.595[9]. Vergleicht man diese Entwicklung jedoch mit den in Deutschland verkauften Auflagen an Publikumszeitschriften, so zeichnet sich eine Disparitat ab, wie die Abbildung 1 verdeutlicht.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[10]

Wie der Infografik entnommen werden kann, sind die verkauften Auflagen an Publikumszeitschriften im Zeitraum von 1997 bis 2014 um 20 Prozent gesunken. Wahrend im Jahr 1997 ein Absatz von 127 Millionen Exemplaren erzielt wurde, so waren es im Jahr 2014 lediglich noch 100 Millionen verkaufte Auflagen. Entgegen dem signifikanten Riickgang der Auflagen, ist ein positiver Trend im Gesamtumsatz der Zeitschriftenverlage zu verzeichnen. So erzielten die Zeitschriftenverlage im Jahr 2015 einen Gesamtumsatz in Hohe von 15,1 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr 2014 lag der Gesamtumsatz bei 14,85 Milliarden Euro. Dies ist ein leichter Anstieg[11]. Die riicklaufige Auflagenentwicklung verstarkt offenbar die These vom Untergang der Printobjekte, jedoch spiegelt sich diese Vermutung nicht in den Umsatzzahlen wieder- ganz im Gegenteil. Wie lasst sich dieser Widerspruch erklaren?

Die Auswertungen des Umsatzanteils der Zeitschriftenverlage verdeutlichen, dass Printmedien nach wie vor das Fundament bilden, jedoch zunehmend eine Diversifikation zu verzeichnen ist. Der Gesamtumsatz der Zeitschriftenverlage setzte sich im Jahr 2015 aus den Bereichen Print (64 Prozent), digitate Medien (16 Prozent) und sonstige Medien (20 Prozent) zusammen[12]. Es wird deutlich, dass die Rezipienten zunehmend auf mediale Informations- und Unterhaltungsangebote zuruckgreifen. So ist der Auflagenriickgang durch die crossmedialen Nutzungsmoglichkeiten zu erklaren. Diese Veranderung stellt Zeitschriftenverlage vor immer groBere Herausforderungen. Um das Unterhaltungsbediirfnis der Rezipienten weiterhin stillen zu konnen, passen Medienunternehmen ihre Werbe- und Produktstrategien dem dynamischen Marktumfeld entsprechend an. Demnach werden klassische Printobjekte nicht mehr nur im Einzelverkauf, sondem auch digital, in Form von Onlinemedien, distribuiert[13].

2.3 Onlinemedien

Das dynamische Wachstum neuer Kommunikations- und Informationstechnologien und die Entwicklung unkonventioneller mobiler Endgerate haben zu einem Wandel der Medienwissenschaft gefuhrt[14]. Die im vorherigen Kapitel dargelegte Veranderung der Mediennutzung impliziert einen Funktionswandel der Medien. Zudem haben sich neue - elektronische - Medien am Markt etabliert. Der deutsche Medienwissenschaftler, Werner Faulstich, hat im Jahr 1994, basierend auf den Einzelmedientheorien und dem digitalen Wandel, die Verzahnung unterschiedlicher Medien analysiert. Er kategorisiert Medien, die durch Technikeinsatz bei der digitalen Distribution charakterisiert sind, als Online- Oder Quartarmedien[15]. Bei dieser Mediengattung dient das Internet, das sich Anfang der achtziger Jahre durchgesetzt hat, als elektronische Basis. Die Entwicklung

[...]


[1]Vgl. Wirtz, B.W. (2006), S. 9.

[2]Vgl. Faulstich, W. (1998), S. 21-22.

[3]Wirtz, B.W. (2006), S. 165.

[4]Vgl. Faulstich, W. (1998), S. 21.

[5]Vgl. Wirtz, B.W. (2006), S. 156.

[6]Vgl. Wirtz, B.W. (2006), S. 172 f.

[7]Vgl. Wirtz, B.W. (2006), S. 8.

[8]Vgl. Goderbauer- Marchner, G., Glasauer, B. (2014), S. 45 f.

[9]Vgl. Verband Deutscher Zeitschriftenverleger, http://www.vdz.de/branche-branchendaten- zeitschriftenbranche/, Stand 24.01.2016.

[10]Statista (2016a), http://de.statista.com/statistik/daten/studie/37063/umfrage/hoehe-der-auflagen-von- publikumszeitschriften-seit-1996/, Stand 24.01.2016.

[11]Vgl. Statista (2016b), http://de.statista.com/statistik/daten/studie/205874/umfrage/prognose-zum- umsatz-der-zeitschriftenverlage-in-deutschland/, Stand 24.01.2016.

[12]Vgl. Statista (2016c), http://de.statista.com/statistik/daten/studie/202405/umfrage/erwartete- umsatzanteile-der-zeitungs-und-zeitschriftenverlage/, Stand 24.01.2016.

[13]Vgl. Spiller, R. (2013), S. 103.

[14]Vgl. Wirtz, B.W. (2006), S. 8.

[15]Vgl. Faulstich, W. (1998), S. 21.

Details

Seiten
20
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668457713
Dateigröße
8.1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v365970
Institution / Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Berlin früher Fachhochschule
Note
1,3
Schlagworte
Printmedien Digitalisierung Playboy Deutschland Onlinemedien Zeitung

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