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Die Friedensrede Hitlers von 1933. War Hitlers Außenpolitik wirklich so glaubwürdig? (Geschichte, Oberstufe)

Unterrichtsentwurf 2015 11 Seiten

Geschichte - Didaktik

Leseprobe

Inhaltverzeichnis

1. „Der Mann mit den zwei Gesichtern“

2. Einordnung und Einsetzen der Bildquelle

3. Unterrichtsverlauf

4. Anhang

5. Quellenverzeichnis

1. „Der Mann mit den zwei Gesichtern“

Die Karikatur „Der Mann mit den zwei Gesichtern“ ist in Paris (Frankreich) 1933 entstanden und wurde in „Le Rempart“ veröffentlicht. Der französische Titel lautet „L’home au double visage“. Man kann sagen, dass der Zeichner des Bildes die Zwiespältigkeit Hitlers erkannt hat. Es ist eine kritische Haltung gegenüber Hitler.

Hitler ist zweimal auf der Karikatur abgebildet (s. Abb. 1 im Anhang). Die Körperhälften stehen Rücken an Rücken und gehen ineinander über. Links ist Hitler in einem Anzug zusehen, er sieht friedlich aus. Als Symbol trägt er eine Friedenstaube auf der Hand. Auf der rechten Seite ist er mit einer Uniform mit Hakenkreuz und Waffen zu sehen. Er erscheint kampfeslustig. Das Symbol auf dieser Seite ist ein Totenkopf.

In der Karikatur wird Schein und Wirklichkeit gegenüber gestellt, denn Hitler versicherte öffentlich seinen Willen nach Frieden, was mit der Friedensrede Hitlers vom 17.05.1933 vor dem Reichstag deutlich wird. Wenn man jedoch z.B. die Außenpolitik betrachtet ist dies nur der Schein. In Wirklichkeit war aber der Erwerb von Lebensräumen im Osten für Hitler unumgänglich, dafür war ein Krieg jedoch notwendig.

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Ziel, die Schaffung eines Großraums in Mitteleuropa unter deutscher Führung, als Friedenspolitik nach außen getarnt wurde. Mit der Täuschung von Friedensbeteuerung und geheimer Aufrüstung gelang es dem Regime, sich strebsam auf einen Krieg vorzubereiten und auch die Bevölkerung für die NS-Außenpolitik zu gewinnen. Jedoch war die Innen- sowie auch die Außenpolitik geprägt von Terror nach Innen, und Vertragsbrüche nach Außen.

2. Einordnung und Einsetzen der Bildquelle

Die hier beschriebene Stunde ist eine Doppelstunde (90 min.) einer Oberstufe am Gymnasium. Die Unterrichtsstunde behandelt die Thematik der Friedensrede Hitlers. Die Leitfrage hier zu lautet „War Hitlers Außenpolitik wirklich so glaubwürdig?".

Die Bildquelle dient als Visueller Impuls der Unterrichtsstunde. Von den SuS wird zunächst verlangt, dass sie das Bild beschreiben und evtl. auch interpretieren.

3. Unterrichtsverlauf

Der Unterricht beginnt mit der Motivationsphase bzw. Überleitung. Es wird eine Bildquelle (Abb.1 siehe Anhang) auf einer Folie dargestellt, diese ist das Medium, die SuS sollen die Bildquelle beschreiben und kurz interpretieren. Die Unterrichtsform ist hierbei der LI (Lehrerimpuls), der methodisch-didaktische Kommentar ist der Visuelle Impuls bzw. die Zielsetzung. Der Lehrer lässt den SuS ein paar Minuten zum Betrachten des Bildes und lässt sie dann eigenständig beschreiben und interpretieren. Die Schüler sollen so zur Mitarbeit und zum Mitdenken animiert werden. Am Ende der ersten Phase wird die Leitfrage „War Hitlers Außenpolitik wirklich so glaubwürdig?“ genannt.

Die zweite Phase ist die schriftliche Erarbeitung. Hierbei ist das Medium ein Arbeitsblatt (AB 1 siehe Anhang). Hierbei werden die SuS zum eigenständigen Arbeiten animiert. Auf dem Arbeitsblatt befindet sich ein Auszug der Friedensrede Hitlers von 1933. Dazu erhalten die SuS Fragen die sie eigenständig beantworten sollen. Sie erarbeiten also das Stundenthema anhand der Textquelle. Der methodisch-didaktische Kommentar ist die eigenständige Texterarbeitung.

Als nächstes folgt die Auswertung und Ergebnissicherung. Die Schüler werden in Gruppen eingeteilt (ca. 5 Gruppen à 6 Personen). Die SuS vergleichen ihre Antworten auf die gestellten Fragen und schreiben diese, korrigiert bzw. ergänzt, auf eine Folie. Die Unterrichtsform ist hierbei die GA (Gruppenarbeit).

Die SuS stellen nacheinander ihre Ergebnisse vor der Klasse vor. Der Lehrer korrigiert gegebenenfalls die Ergebnisse, gibt weiter Informationen die nicht genannt worden sind und startet eine Diskussionsrunde in der die Leitfrage „War Hitlers Außenpolitik wirklich glaubwürdig?“ diskutiert wird. Die Antworten werden vom Lehrer auf den Folien notiert. Der Lehrer kopiert jede Folie und bringt diese den Schülern in der nächsten Stunde als Ergebnissicherung mit. Der methodisch-didaktische Kommentar ist die Schülerpräsentation und das Medium sind Folien.

Als letzte Phase folgt die Vertiefung/Hausaufgabe. Die SuS sollen eine zweiten Bildquelle zu Hitlers Friedensrede (Abb. 2 siehe Anhang) schriftlich beschreiben sowie interpretieren mithilfe ihrem Wissen der gehaltenen Unterrichtsstunde. Als Hilfe bekommen sie einen Leitfaden wie man am Besten bei einer Karikaturbeschreibung vorgeht (AB 2 siehe Anhang). Die Unterrichtsform ist die eigenständige Erarbeitung. Der methodisch-didaktische Kommentar ist die Formulierung eines eigenständigen Textes. Die Medien sind die Bildquelle sowie das AB 2.

Die Schülerinnen und Schüler können

- den visuellen Impuls, der Bildquelle, beschreiben (Niveaustufe I, K1), sowie auch analysieren (Niveaustufe II, K2).
- aus der ausgeteilten Textquelle relevante Informationen zur Bearbeitung der Aufgaben selbstständig herausarbeiten (Niveaustufe II, K3).
- ihre Ergebnisse ihren Mitschülern erläutern (Niveaustufe II, K4), sowie auch erklären (Niveaustufe II, K5).
- mit Hilfe ihrer Hausaufgabe nochmals das Beschreiben (Niveaustufe I, K1) und das Analysieren (Niveaustufe II, K2) üben. Zudem können sie dies begründen (Niveaustufe II, K9).

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Details

Seiten
11
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668449701
Dateigröße
2.4 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v365694
Institution / Hochschule
Universität Stuttgart
Note
1,0
Schlagworte
friedensrede hitlers außenpolitik geschichte oberstufe

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Titel: Die Friedensrede Hitlers von 1933. War Hitlers Außenpolitik wirklich so glaubwürdig? (Geschichte, Oberstufe)