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Die Eisenbahn als bedeutsames Element der Industrialisierung (Geschichte 8. Klasse Gymnasium)

Unterrichtsentwurf 2017 20 Seiten

Geschichte - Didaktik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Bedingungsanalyse

2. Bezug zu den Bildungsstandards
2.1 Kompetenzen und Inhalte
2.2 Planung und zentrale Erkenntnis der Unterrichtsstunde
2.3 Konkretisierung historischer Kompetenzen

3. Einordnung in den Unterrichtszusammenhang

4. Sachanalyse

5. Methodisch-didaktische Analyse

6. Feststellung des Kompetenzzuwachses

7. Unterrichtsmaterial

8. Literatur- und Quellenverzeichnis

1. Bedingungsanalyse

Der vorliegende Unterrichtsentwurf ist für eine 8. gymnasial Klasse konzipiert. Die Klasse besteht aus circa 28-30 SuS (Schülerinnen und Schülern). Die Geschichtsstunde ist auf 90 Minuten ausgelegt. Das Leistungsniveau der Klasse ist durchwachsen, es gibt leistungsstarke, aber auch viele durchschnittliche SuS. In der Unterrichtsstunde wird versucht, dass alle Leistungsniveaus der SuS dieser Klasse angesprochen werden. Das Klassenklima ist gut, dementsprechend können Gruppen- und Partnerarbeiten problemlos durchgeführt werden. Allerdings muss trotz dessen daran gedacht werden, dass die meisten SuS in der 8.Klasse gerade in die Pubertät kommen oder sich inmitten dieser befinden, dies kann evtl. zu Problemen in Gruppenarbeiten führen.

2. Bezug zu den Bildungsstandards

2.1 Kompetenzen und Inhalte

In der vorherigen Doppelstunde wird die Industrialisierung eingeführt. Hierbei lernen die SuS die wichtigsten Begriffe und Bereiche der Industrialisierung kennen. In der aktuellen Stunde wird die Eisenbahn in Hinblick auf die Industrialisierung genauer betrachtet. Der Bildungsplan 2016 schreibt: „3.2.5 Der industrialisierte Nationalstaat – Durchbruch der Moderne. Die Schülerinnen und Schüler können die Modernisierungsprozesse im Europa des späten 19. Jahrhunderts analysieren und ihre Bedeutung für die Gegenwart beurteilen.“[1]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Abbildung: Vgl. URL: http://www.bildungsplaene-bw.de/,Lde/Startseite/BP2016BW_ALLG/BP2016BW_ALLG_GYM_G_IK_7-8_05_00 (zuletzt aufgerufen am 29.01.2017 um 15:20 Uhr)

Die nachfolgenden Stunden könnte man zur Klassengesellschaft sowie Arbeiterbewegung und der sozialen Frage konzipieren.

2.2 Planung und zentrale Erkenntnis der Unterrichtsstunde

Die konzipierte Unterrichtsstunde entspricht einer 8. Klasse eines Gymnasiums für 90-Minuten. Mit dem Vorwissen über den Beginn der Industrialisierung aus der Stunde zuvor, können die SuS die Eisenbahn als Bedeutsames Element der Industrialisierung einordnen. Durch verschiedene Textquellen können die SuS die Bereiche, in denen die Eisenbahn eine wichtige Rolle gespielt hat, analysieren. Aber auch die Argumente der Gegner sollen die SuS kennenlernen, analysieren und diese auch beurteilen und sich eine eigene Meinung bilden. Am Ende soll den SuS klar werden welche Rolle die Eisenbahn in der Industrialisierung gespielt hat und warum der Eisenbahn auf einer Briefmarke so eine große Rolle zugewiesen wird.

2.3 Konkretisierung historischer Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler können:

- den visuellen Impuls, der Bildquelle,beschreiben(Niveaustufe I, K1), sowie auchanalysieren(Niveaustufe II, K2).
- aus der ausgeteilten Textquelle relevante Informationen zur Bearbeitung der Aufgaben selbstständigherausarbeiten(Niveaustufe II, K3).
- Ihre Ergebnisse ihren Mitschülernerläutern(Niveaustufe II, K4) sowie aucherklären(Niveaustufe II, K5).
- Mit Hilfe ihrer Hausaufgabe können sie nochmals dasHerausarbeitenwichtiger Informationen (Niveaustufe II, K3) und dasAnalysieren(Niveaustufe II, K2) üben sowie diesbeurteilen(Niveaustufe III, K8).

3. Einordnung in den Unterrichtszusammenhang

In der vorliegenden Stunde wird die Leitfrage „Warum wird der Eisenbahn auf einer Briefmarke eine so große Rolle zugewiesen?“ Thema sein. Es gehört zur Unterrichtseinheit „Der industrialisierte Nationalstaat – Durchbruch der Moderne“[2]. Ziel hierbei ist es, dass „[die] Schülerinnen und Schüler [...] die Modernisierungsprozesse im Europa des späten 19. Jahrhunderts analysieren und ihre Bedeutung für die Gegenwart beurteilen [können].“[3]

In der Stunde zuvor wurde der Begriff der Industrialisierung eingeführt.

Der Beginn der Industriellen Revolution in England und in Deutschland wurde thematisiert und auch die erste Eisenbahn 1835 in Deutschland wurde kurz angesprochen. Somit kann man in der vorliegenden Stunde an der Eisenbahn anknüpfen und ihre Bedeutsamkeit sichtbar machen. Zudem wird den SuS die Meinung der Gegner nahegebracht.

4. Sachanalyse

Die Industrialisierung begann in England im 18. Jahrhundert, dies war ein Schritt in die Veränderung der Wirtschaftsweise.[4]Diese führte die deutsche Wirtschaft auf eine neue Entwicklungsstufe.[5]Diese Veränderung brachte das heutige Wirtschaftssystem hervor. In der englischen Wirtschaft kam es schnell zu Neuerungen, es wurden eine Menge Maschinen erfunden, die die Handarbeit ersetzten, hiermit begann der Prozess der Industrialisierung. Somit entstanden auch Fabriken, in denen die Maschinen zum Einsatz kamen. Zunächst befanden sich die Fabriken in der Nähe von Gewässern, da sie mit Wasserkraft arbeiteten. Der Mechaniker James Watt erfand 1782 eine Kraftmaschine, mit dieser konnten andere Maschinen angetrieben werden. Die Verbreitung dieser Kraftmaschine, die mit Wasserdampf angetrieben wird, begünstigte die Metallerzeugung sowie auch die Verarbeitung.[6]Schnell folgte die Überlegung, ob die Dampfmaschine auch als Antriebskraft für Wagen verwendet werden kann. Die Idee war, dass eine Dampfmaschine auf einen Wagen montiert wird und sich die Kraft auf die Räder überträgt, somit war die Eisenbahn erfunden.

Die Eisenbahn, war die treibende Kraft der Entwicklung in Deutschland. Vor allem in den Jahren zwischen 1841 und 1847 sind deutliche Zuwachsraten des deutschen Bahnausbaus zu verzeichnen.[7]Nach 1850 zweifelte niemand mehr am ökonomischen und politischen Nutzen der Eisenbahnen, denn spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Eisenbahn für viele Menschen ein alltägliches Reisemittel.[8]

5. Methodisch-didaktische Analyse

Der vorliegende Unterrichtsentwurf ist für eine 90 minütige Schulstunde in einer 8. Klasse eines Gymnasiums konzipiert. Der Schwerpunkt der Stunde liegt auf der Eisenbahn und beinhaltet die Leitfrage „Warum wird der Eisenbahn auf einer Briefmarke eine so große Rolle zugewiesen?“.

Ziel der Stunde liegt auf dem Beantworten der Leitfrage und das Arbeiten sowie Analysieren von Textquellen sowie auch Tabellen.

Zu Beginn der Stunde soll durch die Motivationsphase die Zielsetzung und Erarbeitung der Leitfrage durch einen visuellen Impuls gegeben werden. Das Bild, welches eine Briefmarke darstellt, wird anhand einer vorgefertigten Folie (Abb.1) auf dem Overheadprojektor (OHP) gezeigt.

Der Vorteil eines OHP ist, dass der Lehrer den Kontakt zu den SuS erhalten kann.[9]

Die SuS sollen die Bildquelle zunächst beschreiben. Hierbei haben alle SuS die Möglichkeit einen Beitrag zu leisten. Anschließend soll die Briefmarke kurz interpretiert werden. Die Unterrichtsform ist hierbei das fragend-entwickelnde-Verfahren (feV). Der Lehrer gibt den SuS ein paar Minuten um das Bild zu betrachten und es anschließend zu beschreiben und zu analysieren. Hierbei sollen die SuS zur Mitarbeit angeregt werden und es gibt ihnen einen kleinen Ausblick auf die aktuelle Stunde.

[...]


[1]Vgl. URL: http://www.bildungsplaene-bw.de/,Lde/Startseite/BP2016BW_ALLG/BP2016BW_ALLG_GYM_G_IK_7-8_05_00 (zuletzt aufgerufen am 29.01.2017 um 15:20 Uhr)

[2]Vgl. URL: http://www.bildungsplaene-bw.de/site/bildungsplan/get/documents/lsbw/export-pdf/depot-pdf/ALLG/BP2016BW_ALLG_GYM_G.pdf (zuletzt aufgerufen am 31.01.2017 um 11:11 Uhr) S.25.

[3]Vgl. Ebd.

[4]Vgl. Epkenhans, Michael u.a.: Geschichte und Geschehen 3. Sekundarstufe I. Leipzig, 2005. S.88-89.

[5] Vgl. Hahn, Hans-Werner: Die industrielle Revolution in Deutschland. In: Enzyklopädie Deutscher Geschichte. Band 49. Hrsg. von Gall, Lothar. München, 2011. S.24.

[6]Vgl. Epkenhans, Michael u.a.: Geschichte und Geschehen 3. Sekundarstufe I. Leipzig, 2005. S.88-89.

[7]Vgl. Hahn, Hans-Werner: Die industrielle Revolution in Deutschland. In: Enzyklopädie Deutscher Geschichte. Band 49. Hrsg. von Gall, Lothar. München, 2011. S.26.

[8]Vgl. Bremm, Klaus-Jürgen: Das Zeitalter der Industrialisierung. Darmstadt, 2014. S.97.

[9]Vgl. Kroner, Bernd und Schauer, Herbert: Unterricht erfolgreich planen und durchführen. Köln, 1997. S.85.

Details

Seiten
20
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668444966
ISBN (Buch)
9783668444973
Dateigröße
544 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v364785
Institution / Hochschule
Universität Stuttgart
Note
1,0
Schlagworte
Eisenbahn Industrialisierung Geschichte Briermarke Unterrichtsentwurf

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