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Das Bild des Kindes in "Timur und sein Trupp". Eine Interpretation

Hausarbeit 2015 16 Seiten

Literaturwissenschaft - Slawische Länder

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. INHALTSANGABE

3. AUFKLÄRUNG UND ROMANTIK
3.1 DAS AUFKLÄRERISCHE BILD DES KINDES
3.2 DAS ROMANTISCHE BILD DES KINDES

4. DAS BILD DES KINDES IN „TIMUR UND SEIN TRUPP“

5. MÖGLICHE BEWEGGRÜNDE FÜR DIE GEWÄHLTE DARSTELLUNGSWEISE

6. ZUSAMMENFASSUNG

LITERATURVERZEICHNIS

1. Einleitung

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich im Hauptteil mit dem Buch „Timur und sein Trupp“. Dieses Werk wurde 1940 von Arkadi Gaidar, einem sowjetischen Schriftsteller, in der Sowjetunion veröffentlicht und zählt als teilweise autobiografisches Werk zu einem seiner größten Erfolge. Zur Zeit der Veröffentlichung war Josef Stalin Generalsekretär der Kommunistischen Partei der UdSSR (Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken). Er hatte die Alleinherrschaft über die Sowjetunion.[1] Etwa ein Jahr nach der Veröffentlichung von Timur und sein Trupp begann der Zweite Weltkrieg.

Genauer werde ich mich im Buch „Timur und sein Trupp“ mit dem Bild oder den Bildern des Kindes die in diesem Werk beschrieben werden auseinandersetzen. Werden verschiedene Kindheitsbilder vermittelt? Wenn ja, welche und warum? Diese Fragen sollen am Ende dieser Arbeit beantwortet werden. Dazu gebe ich zu Beginn den Inhalt des Buches kurz wieder um einen Einblick in das Thema zu ermöglichen. Anschließend folgt das Kapitel „Aufklärung und Romantik“, in dem ich die beiden Kinderbilder vorstelle die ich in der darauf folgenden Interpretation nutzen werde. Dieses Kapitel hat ebenfalls den Anspruch einen Überblick zu verschaffen um die anschließende Interpretation nachvollziehen zu können. Darauf folgt der Hauptteil meiner Hausarbeit mit der Interpretation des Werks, in der ich insbesondere die beiden Hauptfiguren Timur und Shenja charakterisieren möchte um sie den Kinderbildern zuordnen zu können. Die Interpretation wird auf meiner eigenen Arbeit mit dem Text basieren und ist nicht angelehnt an bereits verfasste Interpretationen. Aus diesem Grund nutze ich im Hauptteil kaum Sekundärliteratur. Da ich mich vor der Interpretation bereits mit den Kindheitsbildern beschäftige, setze ich diese Informationen als Wissen für die Interpretation voraus. Gerne hätte ich meine Interpretation im folgenden Kapitel mit bereits bestehenden Interpretationen verglichen, hierzu fehlt leider Sekundärliteratur. Daher werde ich im nächsten Kapitel kurz auf die zur Veröffentlichung des Buches bestehende politische Lage eingehen und mich bemühen an dieser Stelle die Frage nach dem: „Warum?“ zu beantworten.

Aufgrund fehlender Sekundärliteratur zu diesem speziellen Thema kann ich hierfür lediglich Quellen zur politischen Lage 1940 und meine zuvor geschriebene Interpretation nutzen. In der abschließenden Zusammenfassung werde ich den Kern der Hausarbeit noch einmal kurz wiedergeben und auf die anfänglich benannten Fragen eingehen.

2. Inhaltsangabe

Das Kinderbuch „Timur und sein Trupp“, geschrieben von Arkadi Gaidar, wurde 1940 das erste Mal auf Russisch veröffentlicht. Einige Zeit später wurde es übersetzt und ebenfalls in der DDR veröffentlicht, wo es später zur Pflichtlektüre in den Schulen wurde.

Die Geschichte von Timur und seinem Trupp beginnt mit den Schwestern Olga und Shenja die in Moskau leben. Ihr Vater dient für die Rote Armee an der Front, weshalb er den Mädchen vorschlägt die restlichen Ferien in einem Dorf namens Datsche zu verbringen. Im Dorf trifft Shenja auf Timur und seine Freunde die ihre Aufgabe darin sehen, Familien zu helfen haben der für die Rote Armee an der Front ist oder im Krieg verstorben ist. Ihr besonderes Kennzeichen ist ein roter Stern der die Mauern der betroffenen Häuser schmückt. Timur und sein Trupp sind allerdings nicht die einzige Bande im Dorf. Die zweite Gruppe, mit dem Anführer Kwakin, beschädigt Sachen in der Nachbarschaft und klaut frisches Obst aus den Gärten. Im Dorf wird vermutet, dass Timur und seine Freunde zu dieser Bande dazugehören. Dies entspricht nicht der Wahrheit, da Timur und seine Freunde andauernd Ausschau halten wie sie in den gekennzeichneten Haushalten helfen können. Sie schleppen Wasser und füllen damit Tröge, sie stapeln Holz, fangen Ziegen wieder ein oder pflücken Blumen für eine junge verwitwete Mutter. Veranstaltet werden die Hilfeaktionen jedoch überwiegend nachts und heimlich. Zwischen den beiden Banden entwickelt sich aufgrund der verschiedenen Absichten ein Konflikt. Timur fordert, das die Bande um Kwakin ihre Taten zugibt und Timur und seine Freunde damit entlastet. Dieser Konflikt endet in einem Kampf, der von Timur und seinem Trupp gewonnen wird. Kwakin und seine Bande müssen sich öffentlich zu ihren kleinen Verbrechen bekennen. Das Ende bildet die feierliche Verabschiedung von Timurs Onkel, bei dem er im Buch lebt, zur Roten Armee. Shenja organisiert einen Abschied mit Musik und all den Freunden aus dem Dorf.[2]

3. Aufklärung und Romantik

In den folgenden Unterkapiteln werde ich kurz die wichtigsten Merkmale der Epoche der Aufklärung und der Romantik aufführen. Daraus hervorgehend werde ich, ebenfalls kurz, die Eigenschaften des Kindes in den Epochen darstellen. Diese werde ich in der anschließenden Interpretation als Wissen voraussetzen.

3.1 Das aufklärerische Bild des Kindes

„Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“[3] Dieser Ausruf von Immanuel Kant ist wohl einer der Bekanntesten aus der Zeit der Aufklärung. Bildung, Wissen und Erkenntnisgewinn sind wichtige Begriffe, die diese Epoche charakterisieren.[4] Aus diesen Werten ging das Bild des aufklärerischen Kindes hervor. Das aufklärerische Kind ist vernünftig. Es gilt als unfertig bis es das Erwachsenenalter erreicht hat. Angestrebt in der auf Leistung bezogenen Entwicklung soll ein geeigneter Platz in der Gesellschaft werden. Hierfür wird das Kind früh gefördert, es gibt nur wenig Platz für pädagogische Moratorien.[5] Zum gebildeten Bürgertum gehören und politisch aktiv zu sein gelten als Moral der Aufklärung.[6]

3.2 Das romantische Bild des Kindes

Die Epoche der Romantik wird auch die Epoche der Empfindsamkeit genannt und stellt damit eine Gegenposition zur Epoche der Aufklärung dar.

[...]


[1] http://www.politik-lexikon.at/kommunismus/ Stand: 06.09.2015, 17:15 Uhr

[2] Gaidar, Arkadi (1940): Timur und sein Trupp. Übersetzung aus dem Russischen 2003, Leipziger Kinderbuchverlag GmbH, S. 1-92.

[3] Schmidt, David (2013): Literatur der Aufklärung. Erschienen in: http://blog.zeit.de/schueler/2012/04/27/thema-literatur-der-aufklarung/ Stand: 5.9.2015, 15:05 Uhr

[4] vgl. ebd.

[5] Zinnecker, Jürgen (2000): Kindheit und Jugend als pädagogische Moratorien. Zur Zivilisationsgeschichte der jüngeren Generation im 20. Jahrhundert. In: Benner, Dietrich & Tenorth, Heinz-Elmar (Hrsg.): Bildungsprozesse und Erziehungsverhältnisse im 20. Jahrhundert. Entwicklungen und Formen der Reflexion im historischen Kontext. Erschienen in: Zeitschrift für Pädagogik. 42. Beiheift. S.41 f.

[6] Schmidt, David (2013): Literatur der Aufklärung. Erschienen in: http://blog.zeit.de/schueler/2012/04/27/thema-literatur-der-aufklarung/ Stand: 5.9.2015, 15:05 Uhr

Details

Seiten
16
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668443617
ISBN (Buch)
9783668443624
Dateigröße
545 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v364440
Institution / Hochschule
Universität Bremen
Note
2,0
Schlagworte
Timur und sein Trupp Sowjetunion Arkadi Gaidar Kinderbuch Literaturanalyse Kinderbilder Kindheit

Autor

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Titel: Das Bild des Kindes in "Timur und sein Trupp". Eine Interpretation